Reiten im Straßenverkehr

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  1. #1
    Chaosweib84

    Reiten im Straßenverkehr

    Hallo,

    Ich wollte mal von euch wissen wie ihr mit Straßenverkehr umgeht, der Grund ist folgender, ich bin heute von der Arbeit nachhause gefahren und zwar auf einer sehr stark befahrenen Bundesstraße, im Berufsverkehr. Da kam mir eine Reiterin entgegegen, auf einem meiner Meinung nach relativ nervösem Pferd, also nicht Panisch aber sehr guckig, nun muss man sagen das wir auch nicht viel Seitenstreifen haben und selbst mit Fahrradfahrern ist es schon sehr eng: So ein großes Warmblut nimmt ja dann doch noch mehr Platz ein. Die Reiterin selbst war völlig entspannt, ohne Helm und kramte in ihrer Tasche rum.

    Ich selber reite zwar auch im Straßenverkehr, aber höchstens in dem vom Dorf, also wo mal ein Auto durch die 30ger Zone fährt, wenn ich über eine Hauptstraße muss steige ich meist ab und bin froh wenn die wieder gaaanz weit weg ist. Früher sind wir mit den Pferden manchmal zu einem Gasthof geritten und haben da pausiert, aber so auf einer Hauptverkehrsstraße, nein danke, wie macht ihr das oder welche Erlebnisse hattet ihr schon im Straßenverkehr, b.z.w der Zivilisation?


  2. #2
    Gromit

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Hi,
    also ich meide auch wenn möglich den Strassenverkehr. Bei uns muss man über mehrere Landstrassen beim ausreiten, das ist aber kein Problem. Ich hab nur immer bedenken wenn mal was passiert und Pferd rennt alleine nach Hause, dann muss es da ja auch drüber.
    Früher musste ich immer durch den Verkehr um zur Reithalle zu kommen, da gabs oft doofe Situationen mit Autofahrern. Manche fahren halt sehr rücksichtslos und erwarten, dass man sich in Luft auflöst oder losheigert, damit die Strasse frei wird wenn sie kommen.
    Ich bin aber auch schon im Gelände auf einem Waldweg beinahe von einer Kutsche überfahren worden, weil der Herr Kutschfahrer meinte auf seiner Trainingsstrecke haben Reiter nix verloren und er kann 4- spännig im Galopp an uns vorbei...
    Ich weiß jetzt nicht wie es rechtlich geregelt wird, denn bei einem hypernervösen Pferd, was einem ins Auto springt, ist der Autofahrer wohl in der Beweispflicht, aber ich meine ich hätte mal gehört, dass bei Unfällen mit Pferden meist die Schuld dem Reiter gegeben wird.
    LG

  3. #3
    ayla-fan

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Ja, der liebe Straßenverkehr! Da meine RB eigentlich nur den Hofverkehr kannte und ich ja auch erst viermal ausgeritten bin (viele Jahre vor der RB), bin ich mit meiner RB mit erfahrenen Pferden mitgegangen. Wenn wir nämlich die kleine Runde wollen, müssen wir ca. 500 m an einer ziemlich befahrenen Landstraße entlang. Und wenn wir auf die andere Seite wollen, müssen wir erst mal ca. 500 m in die andere Richtung an der entlang und sie dann überqueren. Anfangs war ich erst mal innen zur Wiesenseite. Mittlerweile machen ihm weder Motorräder, noch Lkw noch sonstwas an der Hauptstraße was aus. Es sei denn, er hat einen schlechten Tag.

    Bisher ging es eigentlich meistens gut. Einmal hat er zwar total das Buckeln angefangen, weil er schlechte Laune hatte und ein riesen Lkw daherkam. Oder er tänzelt an der Straße rum, wenn wir an den anderen Pferden vom Stall (die stehen direkt neben dem Fahrradstreifen an der Landstraße) vorbeimüssen. Schlimmer ist es aber, wenn ein Bauernhof seine Lüftung anschmeißt. Da ist er mir schon mal rückwärts auf die Landstraße raus, aber wenigstens waren die Autos weit genug weg und haben abgewartet.

    Ansonsten sind wir meistens eh auf kleineren Wegen unterwegs. Was aber ganz schlimm war bei den ersten Malen: Kinderwägen, sirrende Fahrräder, Rollschuhfahrer, Skateboardfahrer, Rollos (wenn sie gerade hochgezogen wurden), Irgendwas was gerade hinter einer Hecke autaucht ...

    Aber wenn die Pferde das oft genug machen, sind sie da echt bald total cool. Eine Reiterin am Stall, hat auch ab und an mal die Zügel überm Hals vom Pferd liegen. Aber der Bursche ist dermaßen abgeklärt, dass ihn eigentlich gar nichts erschreckt. Und wenn er erschrickt, dann bleibt er wie angewurzelt stehen und rührt sich keinen Milimeter.

    Eines muss ich aber sagen: Wir reiten nicht auf der Landstraße. Es sei denn, wir überqueren sie. Ansonsten reiten wir am Grünstreifen oder aber auf dem Fahrradweg bzw. in der angrenzenden Wiese. Denn Lebensmüde sind wir nicht.

  4. #4
    Peachez*

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    in meiner reitschule damals mussten wir auch immer mal landstraßen überqueren, das seh ich nicht so als großes problem.

    ich persönlich würde aber immer darauf achten, dass ich nicht durch ein stadt oder entlang einer starkbefahrenen straße reiten muss. denn man weiß halt nie was passiert, und wenns nur mal ne autohupe ist die das pferd springen lässt, und vielleicht mehr passiert. auf viel rücksicht der autofahrer kann man da denke ich nicht bauen.

    wenn ich weiß das ich ne straße entlang muss, dann würde ich glaube ich auch eine warnweste anziehen, einfach damit man besser gesehen wird.

    kann nicht verstehen, wie die frau in deinem beitrag, sich selber, dem pferd und den autofahrer so eine gefahr aussetzt, wenn das pferd so guckig war...

  5. #5
    Antares

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Also ich hab schon von Anfang an darauf geachtet dass mein Pferd Straßensicher ist. Man weiss ja nie ob man nicht doch mal in eine blöde Situation kommt. Wir reiten auch öfters an der Autobahn entlang und es ist kein Problem, nur halt nicht besonders schön. Aber die guten Wege erreichte man in unserem alten Stall z.B. nur so und Pferdi hats nicht gestört. Auch die Autobahnbrücke konnte sie nicht erschüttern. Aber bevorzugt reite ich dann doch lieber durch den Wald und auf Feldwegen. Manchmal gehts halt nur nicht anders.
    Zu der Reiterin die du gesehen hast, ich finde gut dass sie ruhig gewesen ist, wenn sie auch noch nervös gewesen wäre dann hätte sie das Pferd noch mehr verunsichert. Dass sie ohne Helm geritten ist finde ich aber nicht in Ordung. Im Gelände trage ich immer einen Helm!

  6. #6
    Chaosweib84

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Dakamen ja doch schon recht viele Antworten zusammen.

    @ Antares, natürlich sollte ein Pferd verkehrssicher sein, keine Frage.

    Zu der Reiterin, das sie ruhig bleiben sollte ist klar, aber die Zügel hangen durch, sie hatte wie erwähnt keinen Helm und was mich am meisten störte war das kramen in der Tasche, sie beachtete weder Pferd noch Straße sondern wühlte in ihrer Tasche und suchte scheinbar was.

    Grade mit einem guckigen Pferd muss man üben im Straßenverkehr zu gehen, das ist logisch, aber ich würde mir wenn möglich entweder noch jemand mitnehmen, oder aber das Pferd führen bis es ruhiger wird, wenn das Pferd unterm Reiter ruhiger ist (soll es ja auch geben) dann sollte man aber wenigstens konzentriert sein, nicht panisch aber wenigstens bei der Sache find ich

  7. #7
    sunny61

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Hallo,

    wir müssen mitunter ein ganzes Stück auf einer "Rennstrecke" entlang. Die ist zwar auf 70 kmh gegrenzt, das fährt aber seit Ausbau und Begradigung kaum einer - höchstens die landwirtsch. Fahrzeuge. Die wiederum sind sehr gross und laut.

    Kann nur aus meiner Erfahrung heraus berichten: Da meine Hotte strassensicher ist, reite ich auch völlig easy und am hingegebenen Zügel. Ein Annehmen im Schritt würde er als Gefahrensituation oder Nervosität meinerseits im Gelände interpretieren und herumzappeln.

    Ich verdrücke mich auch bei Annäherung eines Fahrzeuges von hinten nicht sofort an die äusserste Kante. Der Fahrer soll registrieren, dass da ein PFERD ist, abbremsen und um uns mindestens nen Bogen wie um einem Radfahrer machen. Bei Gegenverkehr zeige ich dem von hinten kommenden Fahrzeug schon mal den linken Arm - soll zeigen : Mach ja langsamer!
    Manche haben echt nen Treffer!

    LG

  8. #8
    Antares

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Ja das stimmt natürlich, höchste Aufmerksamkeit muss auf jeden Fall sein. Egal ob am langen oder kurzen Zügel, je nach dem wie sich das Pferd und der Reiter eben am sichersten fühlen. Was mich z.B total nervt ist wenn ein Radfahrer (egal ob auf der Strasse oder dem Feldweg) von hinten angschossen kommt und man nix von ihm hört, erst wenn er neben einem vorbeischiesst bekommt man es mit. Kann man denn nicht zumidest klingeln oder ein tschuldigung rufen, dann weiss ich das ich auf die Seite gehen muss.
    Meistens is es dann sogar so dass ich mich furchtbar erschrecke, aber mein Pferdchen zum Glück ruhig bleibt.
    Im Strassenverkehr sollte man halt einfach darauf achten sich vernünftig zu benehmen, egal ob Autofahrer, Reiter, Inlineskater oder sonst wer.

  9. #9
    sunny61

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Ohweh, da fällt mir grad ein:
    Vor gut 30 Jahren waren unsere Pferde aber auch viel nervenstärker. Um zum Schmied zu gelangen hatten wir als Jungendliche/Jugendreiter einen Ritt von ca. 10 km vor uns. Damals kam der vielbeschäftige Meister nicht zum Pferd - sondern das Pferd musste zu ihm.

    Dabei ging es über die Elbbrücke ( incl. Zugverkehr - da hatten wir echt Angst vor) mitten durch eine Kreisstadt mit 3-4 Ampeln wo wir meist auch noch in der Mittelspur als Linksabbieger standen, über die Bundesstrasse etc.

    Meine RB war ein kalibriger Warmblüter, heisses Eisen aber ohne Angst. War manchmal verrückt, wenn wir mitten im Verkehr steckten. Aber es nie was passiert.

    LG

  10. #10
    Franziska

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Also ich meide den Verkehr auch, so gut es nur geht. Aber manchmal muss man eben über eine Straße oder daran entlang...
    Dann ist halt Aufmerksamkeit gefragt. Mein Pferd ist absolut verkehrssicher, egal ob normaler PKW, Traktor, LKW, er bleibt ruhig. Natürlich können sich Pferde immer erschrecken, genau aus diesem Grund würde ich auch nie irgendwo rumkrusteln, wenn ich auf einer Straße bin. Das ist unverantwortlich, auch gegenüber allen anderen, Autofahrer, Pferd oder sonstige Verkehrsteilnehmer.
    Wegen der Kappe, das ist im Großen und Ganzen, wie normal im Gelände oder auf dem Platz auch, mein Problem, für den Autofahrer wird es nicht besser enden, wenn ich eine Kappe aufhab. (Ich hoff, ihr versteht, was ich meine.)

    Mein Fazit also: Man sollte darauf achten, dass Gefahren für die anderen möglichst gering bleiben, für seine eigene Gesundheit muss man eben das tun, was man für richtig hält!

  11. #11
    Piennie

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Bei nervösen Pferden versuch ichs eigentlich so wie im Eingangsbeispiel beschrieben, sprich versuchen am langen Zügel zu reiten und dem Pferd durch entspanndes Verhalten singnalisieren hier gibt es kein Problem.
    Hab die Erfahrung gemacht, dass man Panik nur steigert wenn man das Pferd ständig kurz hält und jeder Gefahr ausweicht.

    Aber im allgemeinen meide ich Straßen auch, weniger wegen Verkehr und so, sonder wegen Asphalt und weil es in Wald und Flur halt schöner ist. Muss ich aber durch den Verkehr dann mach ich das auch, für die erste Zeit stell ich einem unerfahrenen Pferd nen älteres ruhiges zur Seite und wenn Pferdi einmal begriffen hat: kein Grund zur Panik, funktioniert das im allgemeinen gut mit dem Straßenverkehr.

  12. #12
    HafiElena

    Reden AW: Reiten im Straßenverkehr

    Hallo,

    also da ich mir ein ehemaliges Kutschenpferdchen gekauft habe, haben wir null Probleme mit dem Straßenverkehr
    Auch Lastwagen und Traktoren machen uns überhaupt nichts aus, aber WEHE ein Radfahrer kommt uns entgegen oder, was noch viel schlimmer ist, von hinten an erschreckt mein Süßer aufs übelste und würd am liebsten in die Felder flüchten. Aber das kann ich ja noch wohlwollend übersehen bzw. wir üben

    LG!

  13. #13
    Nudel

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Wir müssen leider immer über die Straße, besonders die Straße vom Stall zum Wald ist sehr viel (und schnell) befahren und leider wird kaum Rücksicht auf uns Reiter genommen. Naja, da müssen die Pferde durch. Meine Stute kam, als ich sie gekauft hab, aus Holland aus der hintersten Pampa ;) und kannte so gut wie gar nix an Straßenverkehr, aber sie hat ein ruhiges Gemüt, von daher gab es damit nie ein Problem. Ich kann hinter jedem zischenden LKW oder knatterndem Motorrad her, das macht nicht wirklich was. Wenn mein Pferd aber ein nervöses wär... ich glaub, ich würd mich nicht mehr raus trauen, so deppert wie manche Autofahrer sind :eek2:

  14. #14
    Muggi

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Also ich finde jetzt Bundesstraßen zum reiten nicht der Hit, aber manchmal muss mal halt eine überqueren. Also generell reite ich bei keiner Straße auf dem Seitenstreifen, ich reite rechts auf dem Fahrbahnrand. Ich bin Verkehrsteilnehmer und man soll sich meinen Pferd langsam nähern und ausholen müssen um mich zu überholen. Das selbe gilt wenn ich mit dem Sulky unterwegs. *****en gibt es immer wieder. Es gibt auch soviele Unbedachte, besonders gern hab ich die huppende Familienkutschen die 10 m neben einem herfahren, mit nett lächelnden und winkenden Menschen darin.
    Das hab ich jedes dritte Mal wenn ich mit dem Fohlenwagen unterwegs bin.
    Aber generell sollte ein Pferd schon verkehrssicher sein und reiten ohne Helm da fällt einem ja sowieso nichts mehr ein. Traberliche Grüße vom Muggi

  15. #15
    Wanderreiter

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Ich muß auch immer mal wieder ein Stück Landstraße reiten, und ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, eine Signalweste über die Jacke zu ziehen.
    Selbst ein Pferd wird mal übersehen, weil es langsam ist und oft dunkel "angezogen" ist.
    Mit der Weste an hat niemand eine Ausrede, mich nicht gesehen zu haben!
    Ich reite auf der rechten Fahrbahnseite, denn ich bin laut STVO Verkehrsteilnehmer. Ich darf eigentlich den Radweg gar nicht benutzen. Wenn ein Radfahrer meinetwegen zu Schaden kommt, bin ich in der Haftung.
    Ich nutze den Radweg allerdings, wenn es nur ein kurzes Stück ist und ich dann wieder abbiegen muß.

  16. #16
    Aila

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Ich muss auch über viele Straßen, beim ausreiten.
    Ganz in unserer Nähe ist eine große Bundesstraße, wo mindestens
    100 k/mh gefahren wird.
    Meine Stute ist zum Glück sehr verkehrssicher. Nur große Lkws mit flatternden
    Planen und Traktoren findet sie etwas unheimlich.
    Zum Glück muss ich immer nur drüber reiten um auf die andere Seite zu kommen und nicht auf der Straße selbst, weil das bei der Bundesstraße viel
    zu gefährlich wäre.
    Manche Autofahrer sind da sehr rücksichtlos, wobei es auch immer mehr nette
    Autofahrer gibt, die auf die Pferde achten und vom Gas gehen.

  17. #17
    Möffelpöffel

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Hey

    ich habe meine Süße nun seit dem 17. april 2010 und sie kommt vom Lande von Rügen ist dort allerdings auch vor der Kutsche gelaufen und ich glaube viele von euch kennen den Fahrstil der Rüganer ( mit 100 Sachen an einer Gruppe Pferde vorbei an einer Landstraße in der Kurve kein Problem )

    Um ins große Reitgelände zukommen müssen wir ca 500m an einer Hauptsraße nun lang, wo auch sehr viele LKW fahren, da dies die Straße nach HH und zur Autobahnauffahrt ist.
    Ich steige IMMER ab, auch wenn sie inzwischen absolut sicher ist. Wir gehen fast jeden Tag dort lang. Anfangs war sie sehr aufgeregt, aber inzwischen gehen wir zwar zügig aber entspannt schritt.
    Meine Freundin reitet meistens auf dem Hinweg, allerdings gehe ich dann führender Weise vorraus und ihrer ist ansich auch super entspannt.

    Bei den Autofahrer ist oftmals, dass sie schon vorsichtiger sind, wenn weniger Platz ist in den meisten fällen, aber es gibt ja leider immer wieder ausnahmen, und wenn mal jemand von euch vorhat nch Rügen zu fahren, der wird den städtischen Fahrstil lieben.:1:

  18. #18
    Kascha

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    hey ihr..
    also wir müssen immer ein gutes stück an der straße lang wenn wir ins gelände wollen oder die pferde auf die koppel schaffen wollen...
    das ist aber auch kein größeres prob. da wir alles pferde haben die sowohl reit- als auch kutschenpferde sind...wir haben nicht ein pferd im stall was nicht vor der kutsche gehen könnte!
    meiner macht manchmal bei größeren landwirtschaftsmaschinen oder lkw´s ein bissl aufstand aber nich besonders schlimm...
    aber wie sich manche autofahrer benehmen ist schon ganz schön abartig!!!:realmad
    ich als pferd würde regelmäßig ausflippen!man fragt sich echt woher die ihren führerschein haben!

    lg kascha

  19. #19
    Streunerin

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Hallo wollte mach nachträglich was zum Thema beitragen.
    ich war heute spontan mal bei der Polizei um mich zu informieren.
    Hintergund: Hatte mal wieder einen Pöbelnden Fußgänger der meinte ich hätte mit meinem Pferd auf dem Fußweg nichts verloren. (Natürlich bin ich nicht superdicht an ihm vorbeigeritten sondern bin auf den Grünstreifen ausgewichen)

    Aussage des Polizisten heute:

    Als Reiter ist man grundsätzlich Fußgänger und MUSS auf dem Fußweg reiten wenn dieser vorhanden ist. Wenn ein Fahrradweg vorhanden ist darf man aber auch auf den ausweichen.
    Bei Landstraßen ohne Fuß oder Radweg MUSS ein Reiter auf der linken Fahrbahnseite reiten bzw auf dem Grünstreifen des linken Fahrbahnrandes wenn dieser vorhanden und bereitbar ist. (Wie ein Fußgänger halt)
    Reitet man auf der rechten Seite ist das eine Störung und Behinderung des Staßenverkehrs wegen des langsamen Tempos.
    Zudem wird man leichter gesehen und man sieht auch die Autos schneller und kann bei Bedarf ausweichen.

    Hugh der Polizist hat gesprochen. :1:

  20. #20
    ayla-fan

    AW: Reiten im Straßenverkehr

    Hi Streunerin,

    ich finde es ja schön, dass der Polizist das so sieht, aber ich frage mich, ob er Recht hat.

    Schließlich steht in § 28 Abs. 2 Satz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung:

    "Für Reiter, Führer von Pferde sowie Treiber und Führer von Vieh gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß."

    Das bedeutet für mich ganz eindeutig, dass man auf der rechten Seite reiten muss und die Straße zu benutzen hat.

    Wobei man nicht außer Acht zu lassen hat, dass in Abs. 1 Sätze 1 und 2 steht, dass "Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, von der Straße fernzuhalten sind. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind die ausreichend auf sie einwirken können."

    Aber: Es wird einem vermutlich kein Polizist einen Strick draus drehen, wenn man auf einer stark befahrenen Straße nicht reitet, sondern auf den Grasstreifen, Fahrrad- oder Fußgängerweg ausweicht. Obwohl Fahrrad- oder Fußgängerwege Sonderwege nach § 41 der StVO sind und nicht von anderen Verkehrsteilnehmern benutzt werden dürfen.

    Aber das ist wohl eher ein Fall für unsere Spezialisten. Ich weiß das jetzt nur aus meiner Schulung für Sicherheitsrecht und anderen Rechtsvorschriften. Also mehr so Anfangsstadium von "Besserwisser"

    Deswegen bin ich gespannt, was diejenigen, die das beruflich machen, dazu wissen.

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