Was tun wenn Pferd konsequent nicht reagiert?

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Erstellt von FerrariPferd  |  Antworten: 13  |  Aufrufe: 2713
  1. #1
    FerrariPferd


    Was tun wenn Pferd konsequent nicht reagiert? - Standard

    Was tun wenn Pferd konsequent nicht reagiert?

    Hallo,
    Ich habe vor kurzem mit Reitunterricht begonnen...

    Die meisten Pferde in der Reitschule sind superlieb, traben sofort an etc.

    Einige aber, laufen dahin wo sie wollen und wollen nicht antraben...
    Ich habe ca. 45 Minuten versucht zu treiben, immerwieder meinen Sitz verbessert und anschließend vermehrt mit der Gerte gearbeitet...
    ...das Pferd dabei jedoch keine Sekunde lang zum traben gebracht...

    Als meine Reitlehrerin es dann probierte, trabe das Pferd sofort ohne Probleme los???

    Da mir schon klar ist, das der Fehler an mir als Anfänger liegt, und nicht am geschultem Pferd bin ich ratlos was ich jetzt noch machen kann...

    ...Klar ist mein Sitz nicht 100%ig perfekt, aber das Pferd wird doch wohl verstehen was ich will???

    Habt ihr Tipps, wie man mit sturen Pferden besser auskommt?


    Vielen Dank!

  2. #2
    Josy

    Avatar von Josy
    Puh...

    Was hat dir deine RL denn für Tips gegeben? Was für Anweisungen? Hat sie dich unterstützt dabei oder dich "einfach mal machen lassen"?

    Das magst du jetzt vielleicht nicht hören, aber ich weiß nicht, ob diese Reitschule das richtige für dich ist - wenn du da scheinbar so allein gelassen wirst, die RL nicht gut erklären kann und die Schulpferde scheinbar auch nicht sonderlich fein geritten sind... Ob du da recht viel lernst? Aber bevor ich hier falsche Schlüsse ziehe, erzähl lieber nochmal genauer :-)

    LG!

  3. #3
    Streunerin

    Avatar von Streunerin
    Danke Josy das waren auch meine überlegungen...
    hört sich nich so professionell an. Reitanfänger treibt wie wild, auch mit Gerte und nix klappt...
    Gut fein gerittene Schulpferde findet man leider nicht so oft wie es sein sollte. Aber die RL ist doch dazu da um dann genau zu erklären wie es geht und um zu schauen wo der Fehler liegt.
    Oder im Zweifel ein anderes Pferd dem Schüler zuzuweisen wenn es nicht harmoniert (gibts ja auch)

  4. #4
    FerrariPferd


    Hey Josi & Streunerin,
    Danke für eure Antworten...

    Also die Reitstunde fing damit an das mein Pferd erstmal gar nicht reagierte und zum Ausgang ging...
    Meine RL meinte dann, dass ich einfach mal so richtig am Zügel ziehen soll damit das Pferd weiß das ich das Sagen habe...

    Dann sollte ich antraben... das Pferd regaierte wieder nicht...
    Meine Reitlehrerin sagte, das das Pferd sehr stur ist und ich es mal so richtig treiben soll... ggf. mit der Gerte...

    Das habe ich auch gemacht... sie mich immerwieder darauf hingewiesen und mir Tipps gegeben um meinen Sitz zu verbessern...

    Allerdings hat nichts geholfen... die ganze RS lang...
    (Mein Sitz war teils nicht ganz o.k.)

    Andere Pferde der RS sind wiegesagt superlieb, da muss man keine 3 mal trieben und das Pferd treibt los...
    Wir haben auch in jeder Reitstunde ein anderes Pferd, damit wir und nicht einfach nur tragen lassen...

    Das ist jetzt keineswegs enie Kritik an meiner RLin bzw. den Pferden...

    Ich bräuchte eigentlich nur Tipps, wie ein stures Pferd Respekt vor nicht so perfekten Anfängern kriegt...

    Vielen Dank!

  5. #5
    Streunerin

    Avatar von Streunerin
    Hmm wenn ich lese das ein RL sagt der Schüler solle mal kräftig an den Zügeln ziehen um dam Pferd zu zeigen wer der Chef ist... da schwillt mir der Hals!
    Geht gar nicht. Das arme Pferd!! :no:

    Das nicht jedes Mal das gleiche Pferd vom gleichen Schüler geritten wird finde ich prizipiell ok. Aber nicht bei Anfängern! :no:

    Da muss der Schüler erstmal lernen mit einem Pferd klar zu kommen und die Signale lernen und nich sich jedes mal neu auf ein Pferd einstellen müssen.
    Und wenn das erste gewählte Pferd nicht hinhaut dann nimmt man ein anderes.

    Und einen Anfänger auf ein Pferd zu setzen das eh mega stur ist finde ich auch unmöglich. Das ist frustrierend für den Reiter und fürs Pferd ist das doch auch nix wenn es am Zügel gerissen wird und eins mit der Gerte bekommt!
    Es gibt nunmal Pferde die bei einem erfahrenen reiter gut gehen aber sich von nem Anfänger nix sagen lassen...

    (gibt auch den umgekehrten Fall. meine alte rb geht im unterricht mit kindern und anfängern supertoll und reagiert prima. sobald er aber merkt das ein wirklicher reiter drauf sitzt stellt er auf stur und testet wie sau:1

    Ich würd dir raten: such dir nen anderen stall. Óder versuche mit der rl zu sprechen das du ein anderes pferd möchtest und zumindest bis die grundlagen sitzen jedes mal das gleiche reiten möchtest damit du dich aufs pferd einstellen kannst und auch fortschritte machst.

  6. #6
    FerrariPferd


    Vielen Dank nochmal@ Streunerin für deine Antwort...

    ...Auf unseren Reiterhof kann man von der Organisation her nicht immer ein und dasselbe Pferd reiten, da nur bestimmte Pferde für die jeweilige Reitstunde zur Verfügung stehen ...
    Das ich "schwierige Pferde" kriege ist auch eher die Außnahme.

    Ich weiß nicht ob ich jetzt ein richtiges Verständnis der Situation habe;
    aber soweit ich verstanden habe, liegen die Fehler bei sturen Pferden fast immer bei den Reitern und nicht bei den Pferden. (Grundlinien für Reiten und Fahren Band 1)

    Demnach mache ich was falsch, worurch das Pferd sich "das Recht nimmt" nichts zu tun...

    Wenn ich Fehler mache würde ich diese gerne ausmerzen und nicht "abschieben" indem ich einfach ein "einfaches Pferd" nehme und den Fehler ignoriere.

    Wenn ich also ein schwieriges "Pferd" kriege sehe ich es also weniger als "Pech", sondern mehr als Herausforderung ein besserer Reiter zu werden...



    Aber wie ich jetzt das Pferd unter Kontrolle kriege (ein besserer Reiter werde) ist mir noch ein Rätsel...
    Muss mein Sitz bzw. mein Treiben einfach so 1a perfekt sein, dass das Pferd nicht merkt das ein Anfänger reitet... oder liegt es an etwas anderem?

    Bitte korrigiere mich wenn die Situation (das Pferd) völlig Falsch einschätze, oder mir einfach zu viel vornehme!
    Vielen Dank!

  7. #7
    Gromit

    Avatar von Gromit
    Zitat Zitat von FerrariPferd Beitrag anzeigen

    Ich weiß nicht ob ich jetzt ein richtiges Verständnis der Situation habe;
    aber soweit ich verstanden habe, liegen die Fehler bei sturen Pferden fast immer bei den Reitern und nicht bei den Pferden. (Grundlinien für Reiten und Fahren Band 1)

    Demnach mache ich was falsch, worurch das Pferd sich "das Recht nimmt" nichts zu tun...

    Wenn ich Fehler mache würde ich diese gerne ausmerzen und nicht "abschieben" indem ich einfach ein "einfaches Pferd" nehme und den Fehler ignoriere.

    Wenn ich also ein schwieriges "Pferd" kriege sehe ich es also weniger als "Pech", sondern mehr als Herausforderung ein besserer Reiter zu werden...
    nein, das verstehst du falsch. als reitanfänger ist es nicht deine aufgabe pferde zu korrigieren! DU sollst erstmal das Reiten lernen! Und ein solches Pferd ist nicht dazu geeignet einem Anfänger das Reiten beizubringen!
    Es gibt ein Sprichwort, das heisst Reitanfänger reiten erfahrene, gut ausgebildete Pferde, Fortgeschrittene können unerfahrene, jüngere Pferde reiten (und auch ausbilden).
    Du brauchst momentan ein Lehrpferd, was auchmal Fehler verzeiht und brav seine Aufgaben meistert. Nur so kannst du es lernen.

    und wenn du noch nicht mal antraben kannst... glaub mir, das ist sicherlich nicht das einzige was dieses pferd ausprobieren wird. evtl. wird es buckeln, wegrennen etc. wenn du etwas gröber wirst, und dann?
    lg

  8. #8
    Streunerin

    Avatar von Streunerin
    Zitat Zitat von FerrariPferd Beitrag anzeigen
    Vielen Dank nochmal@ Streunerin für deine Antwort...

    ...Auf unseren Reiterhof kann man von der Organisation her nicht immer ein und dasselbe Pferd reiten, da nur bestimmte Pferde für die jeweilige Reitstunde zur Verfügung stehen ...
    währe für mich schon ein grund einen anderen stall zu suchen. aber das mag jeder anders sehen. wenn ich unterricht nehme möchte ich ertsmal mich auf EIN pferd einstellen bevor ich dauernd neue reite.
    Ich vergleich das mal mit nem auto. ich kann auch jeden tag ein anderes fahren weil ich fahren KANN! Währe ich fahranfänger wäre das schon viel schwieriger für mich.
    Aber auch wenn ich schon lange fahre und viel Praxis habe beherrsche ich ein fahrzeug das ich gut kenne natürlich viel besser in kritischen situationen wie straßenglätte, aquaplaning oder plötzlichen ausweichmanövern als wenn ich ein auto erst 1-2 mal gefahren bin.
    (hoffe du verstehst was ich meine)

    Zitat Zitat von FerrariPferd Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht ob ich jetzt ein richtiges Verständnis der Situation habe;
    aber soweit ich verstanden habe, liegen die Fehler bei sturen Pferden fast immer bei den Reitern und nicht bei den Pferden. (Grundlinien für Reiten und Fahren Band 1)
    Demnach mache ich was falsch, worurch das Pferd sich "das Recht nimmt" nichts zu tun...
    Korrekt was da steht. Aber das Buch geht natürlich davon aus das man mit ein und demsalben Pferd arbeitet häufiger. Nich das man ganz frisch auf nem Pferd sitzt das man noch nie geritten ist.
    Um wieder zu meiner alten RB zu kommen: Anfänger=superbrav....
    wenn ich draufsaß damals= testete manchmal aber war gut zu händeln (hab viel mit ihm gearbeitet und sind ein team geworden)
    Wenn die aktuelle besi draufsitzt= nur am testen, nur am verarschen, macht dauernd dicht und reagiert nur wenn er lust hat auf hilfen. Und die Frau KANN reiten! Die ist turnier erfolgreich springen und dressur, bildet reiter und pferde aus etc.

    also es liegt nicht unbedingt am können des reiters. sondern man muss ein team werden. das pferd ist deshalb nicht dumm oder böse. eher intelligent. je inbtelligenter das tier desto schwieriger.


    Zitat Zitat von FerrariPferd Beitrag anzeigen

    Wenn ich Fehler mache würde ich diese gerne ausmerzen und nicht "abschieben" indem ich einfach ein "einfaches Pferd" nehme und den Fehler ignoriere.

    Wenn ich also ein schwieriges "Pferd" kriege sehe ich es also weniger als "Pech", sondern mehr als Herausforderung ein besserer Reiter zu werden...

    Aber wie ich jetzt das Pferd unter Kontrolle kriege (ein besserer Reiter werde) ist mir noch ein Rätsel...
    Wie lange reitest du schon? Du schreibst du hast angefangen mit Unterricht. Daher gehe ich davon aus das du noch Anfänger im Reiten selbst bist. (korregiere mich wenn ich falsch liege)
    Also sehe es nicht als pech oder als niederlage wenn du pferde triffst mit denen du nicht klar kommst (was immer passieren kann egal wie gut du bist)
    Nimm ein einfacheres Pferd und werde ein besser Reiter. Dann kann man sich steigern und ein "schwierigeres" Pferd angehen. Aber setz dich nich vom Gocart gleich in den Ferrari und glaube das du das schon kannst weil das gas da auch rechts ist :1::kiss:

  9. #9
    Skywalker


    Es ist toll das du den Ehrgeiz hast an dir arbeiten zu wollen und nicht einfach ein anderes Pferd reiten willst. Allerdings ist das als Anfänger nicht so einfach da man erst mal klein anfangen muss (,,sprich, auf einem weniger schwierigen Pferd), bevor man sich auf einen ,,Sturkopf" setzt.
    Damit das Pferd bei deiner Rl super läuft und bei dir nicht ist kein Einzelfall...
    Wenn sich bsw. auf meinem Reiterhof ein normaler Reitschüler auf unser Pony setzt, lässt es sich -egal was der Reiter macht- nur auf dem Zirkel galoppieren. Setzt sich dann unser Reitlehrer drauf geht es sogar mit durchhängenden Zügeln ganze Bahn weil es genau weis wer drauf sitzt und was zu tun ist :laugh:
    Das wird bei dir ähnlich sein, denn wie du es beschrieben hast gehörst du nicht zu den Reitschülern die bei den ersten Versuchen gleich aufgeben oder nur drauf sitzen und die Zunge im Mund haben :1:
    Leider können wir dir hier auch keine Anleitung geben wie du das Pferdchen treiben sollst, da wir zu wenig Informationen haben und nicht wissen wie das Pferd auf welche Hilfen reagiert usw.
    Ich würde dir Vorschlagen mit deiner Reitlehrerin zu reden oder sogar wenn möglich den Reitstall zu wechseln. So wie du es beschreibst hört es sich nicht gerade an, als wäre deine Rl bemüht dir etwas beizubringen, denn wenn ein Schüler 45 Minuten lang versucht sein Pferd anzutreiben und in der nächsten Reitstunde das selbe Pferd wieder bekommt finde ich das unverantwortlich. Auch das sie zu einem Anfänger sagt, er solle fest an den Zügeln ziehen ist nicht nur falsch sondern auch eine Zumutung für das Pferd.

    Ansonsten lass dir ausführlich erklären wann du welche Hilfen geben sollst oder wie es deine Rl schafft, dass Pferd so reibungslos anzutraben.
    Ich denke wenn man einmal verstanden hat wie das Pferd tickt ist es garnicht mehr so schwer mit ihm klar zu kommen.
    *Denk dran, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen* :yes:

  10. #10
    FerrariPferd


    O.k.,
    Vielen Dank nochmal an alle die geantwortet haben.
    Jetzt ist mir vieles klarer...
    Ich weiß das ich mich mehr auf "mein Reiten" konzentrieren kann und nicht versuchen muss solange etwas zu verändern bis das Pferd mitmacht ...

    @Streunerin...
    Jepp... Ich bin noch Anfänger...
    Ich hatte bis jetzt 4 Reitstunden!

  11. #11
    McBeal

    Avatar von McBeal
    Und dann kommt aber auch noch dazu, das die Pferde ganz genau wissen, wer drauf sitzt... Das dein RL das Pferd sofort antraben konnte, bedeutet, das das Pferd genau weiß, das alles andere wohl nicht so zu empfehlen wäre. Dich, als Anfänger, testet das Pferd erstmal aus. Ob es wirklich das machen muß, was du möchtest, und wie ernst du das meinst.

    Zu dem Rest haben die anderen schon alles gesagt...

  12. #12
    Leo

    Avatar von Leo
    Ganz ehrlich, diese Sprüche vom sturen Pferd, wo man mal kräftig am Zügel ziehen muß oder eins mit der Gerte geben muss find ich nur daneben. Such Dir eine bessere Reitschule.

    Du musst vom folgenden ausgehen: Die Hilfen sind Deine Kommunikationsmöglichkeiten, um dem Pferd zu erklären, was Du von ihm willst. Im Moment sprecht ihr noch nciht die selbe Srache. Strell Dir vor, Du bist ein Baby und sagst "gugugugblablahop" und das Pferd soll daraus verstehen, dass es antraben soll. Das kann nicht gehen. Sehr viele Schulpferde reagieren einfach auf die Kommandos des Reitlehrers und laufen von sich aus so, wie sie sollen, weil sie das einfach so abgespeichert haben.
    Andere, wie das von Dir beschriebene, machen freundlicherweise nix, bis sie die Hilfe des Reiters verstehen. Es gibt auch Pferde, die entscheiden dann eigenständig, was die Hilfe wohl bedeuten könnte und flitzen dann los oder lassen ihren Unmut oder ihre Irritation durch buckeln etc raus.

    Das sind alles Kommunikationsprobleme. Du musst erst die Sprache lernen und das Pferd muss Dich dann verstehen können.
    Nach vier Reitstunden (ich gehe davon aus, dass Du vorher Longenstunden hattest) hast Du die körperlichen Voraussetzungen noch gar nicht, um annähernd korrekt einwirken zu können und das sollte Dir ein guter RL auch erklären können und schon gar nicht einfach eine Gerte in die Hand drücken.

    Du hast einen schlechten RL erwischt, der Dir nicht nur die Hilfen schlecht beibrigt, denn ziehen am Zügel und druff mit der Gerte ist auf Dauer völliger Blödsinn, darum brauchst Du das gar nicht zu lernen. Außerdem übersetzt er auch die Reaktion des Pferdes sehr schlecht. Das Pferd ist nicht stur, es versteht nicht, was Du von ihm willst und ist scheinbar nicht so abgestumpft, dann trotzdem auf Kommando der RL seine Kreise zu ziehen.

    Such Dir besseren unterricht, dann kommst Du auch schneller weiter.

  13. #13
    FerrariPferd


    Nach vier Reitstunden (ich gehe davon aus, dass Du vorher Longenstunden hattest) hast Du die körperlichen Voraussetzungen noch gar nicht, um annähernd korrekt einwirken zu können und das sollte Dir ein guter RL auch erklären können und schon gar nicht einfach eine Gerte in die Hand drücken.
    Ne, Longenstunden hatte ich nur einmal... also eine "Sitzschulung"...
    Die gehört aber zu den vier dazu...
    Es klappt aber auch so ganz gut mit dem antraben wenn das Pferd lieb ist...

    Ich habe meine Reitlehrerin drauf angesprochen, und hatte letzens ein Pferd das nur getrabt ist wenn mein Sitz auch rigtig war, und ich ihn auch die ganze Zeit getrieben habe...
    Das fand ich eigentlich ganz gut... Das Pferd hat mir zwar schon körperlich einiges abverlangt, dafür mir aber auch ein "Feedback" gegeben wann ich es richtig gemacht habe...

    [...]ziehen am Zügel und druff mit der Gerte ist auf Dauer völliger Blödsinn, [...]
    Hi, vielleicht habe ich etwas übertrieben ausgedrückt...
    Ich sollte nur am Anfang der Stunde nur einmal richtig am Zügel ziehen, damit das Pferd nicht rausläuft...
    Sonst soll ich immer nur ganz leicht leicht dran ziehen, indem ich mein Handgelenk etwas nach hinzen ziehe...

    Und die Gerte benutzen wir eigentlich auch nur zum anticken, damit das Pferd weiß, dass es antraben soll...

    Andere, wie das von Dir beschriebene, machen freundlicherweise nix, bis sie die Hilfe des Reiters verstehen. Es gibt auch Pferde, die entscheiden dann eigenständig, was die Hilfe wohl bedeuten könnte und flitzen dann los oder lassen ihren Unmut oder ihre Irritation durch buckeln etc raus.

    Das sind alles Kommunikationsprobleme. Du musst erst die Sprache lernen und das Pferd muss Dich dann verstehen können.
    Woran liegt es eigentlich, das eininige Pferde meine "Sprache" besser verstehen als andere???
    Sind die einfach nur "lieber" bzw. kooperativer???
    Oder einfach schlauer, sodass sie meine "Anfänger-Reiter-Sprache" richtig deuten können?
    Das interessiert mich, weil ich bisher einfach davon ausgegangem bin, dass das Pferd absichtlich nichts macht, wenn er merkt das ich leicht hilfos bin, wenn kein Feedback kommt...

    Vielen Dank!

  14. #14
    Charda

    Avatar von Charda
    Ich denke, dass du mit deinen vier Stunden einfach noch gar keine "richtigen" Hilfen geben KANNST. Manche lernen das fünf Jahre und ham noch immer nicht verstanden, dass man ein Pferd nicht auf die Hinterhand bekommen kann, wenn man drauf sitzt wie ein Sack Kartoffeln...

    Es heißt nicht umsonst, dass Reiten eine Kunst ist. Und eben auch Sport. Man sollte schon so weit selbst im Gleichgewicht sein, um den Pferden die korrekten Hilfen überhaupt geben zu können.

    Aber ich denke, dass du auf dem richtigen Weg bist. Immerhin willst du es ja lernen und verstehen. Es gibt ganz viele gute Bücher, die dir als Reiter helfen, die richtige Sprache der Kommunikation zu lernen. Du solltest dabei auch immer überlegen, wie das Pferd anatomisch aufgebaut ist und wie du deine Hilfen rüber bringst... Den Rücken des Pferdes bringst du zum Schwingen, wenn du richtig sitzt und deine Hüfte/Becken die Bewegungen des Pferdes zulassen und fördern.

    Im Grunde gibt es vier wesentliche Hilfen: Die Schenkelhilfen, die Gewichtshilfen, die Zügelhilfen und deine Stimme. Gerte und Sporen sollen dabei nur Hilfsmittel sein, die den Schenkel unterstützen. Die ZÜgelhilfen sollten dabei aber nie alleine stehen. Die Aussage gegenüber einem Anfänger das Handgelenk leicht nach Hinten zu "ziehen" finde ich bei eurer Ausbildung schon irgendwie bedenklich. Auch lediglich eine Longestunde finde ich etwas zu wenig. Woher sollst du den Sitz lernen, wenn man dich gleich ins Offene Meer schmeißt?! Ich nehme heute noch ab und an Sitzunterricht an der Longe... Um Gewohnheiten abzuschütteln und mich mal wieder voll und ganz auf den Sitz konzentrieren zu können.

    Auch kenne ich es, dass Anfänger ca 10-20 (je nach Talent :wink Longestunden zu beginn bekommen, um einfach mal ein Gefühl für das Pferd zu bekommen. Dabei wird dann auch ganz auf die Zügel verzichtet zu beginn....
    Keiner meiner Reitschüler bekommt einen Zügel in die Hand, bevor er nicht "frei" Sitzen kann, da sonst einfach die Möglichkeit besteht, dass er sich am Zügel festhält.

    Die gerte zum Anticken, damit es weiß wenn es traben soll ist mir auch eher eine falsche Anweisung. Du bringst das Pferd mit HIlfe deiner Schenkelhilfen und Gewichtshilfen zum Antraben. Aber nicht lediglich durch anticken mit der Gerte. Und auch solche Dinge lernt man im Normalfall an der Longe. Dazu gehören auch korrektes Angaloppieren sowie durchparieren (vertsändlicherweise, ohne mit dem Zügel zu ziehen)...

    Wenn ich das so lese, würde ich dir ans Herz legen, eine andere Reitschule zu suchen. Denn ich denke, dort wo du jetzt bist, lernst du womöglich schon die Falschen Hilfen von Anfang an... :luck:

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