Pumpen, Husten, Schwitzen

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  1. #1
    blommie2301

    Pumpen, Husten, Schwitzen

    Hallo zuammen,

    mein Pony wurde im Sommer wegen einer Atemwegsinfektion mit Antibiotika behandelt. Zudem ist er auch Allergiker, hat bisher aber immer nur im Sommer gehustet.

    Diesen Winter über trainieren wir regelmäßig (neben Longieren, Bodenarbeit und Ausreiten) in einer Reithalle. Dort ist er immer sehr schnell außer Atem. Nach einer Runde Trab pumpt er total. Er schwitzt auch sehr schnell. Kondition müsste er eigentlich so langsam haben, da er 6 x die Woche gearbeitet wird und das seit Oktober 2011.

    Dann kommt noch dazu, dass er nach dem Antraben (oder sehr selten auch im Schritt) hustet. Nur wenige Male (bis zu 5), aber sehr trocken.

    Tierarzt war da, hat ihn abgehört (Herz und Lunge). Bronchoskopie ohne Befund (bis auf die Allergie). Blutbild alles okay. In homöopathischer Behandlung ist er auch. Bekommt Natrium Chloratum.

    Langsam mache ich mir echt Sorgen um ihn. Hat vielleicht jemand eine Idee, woran das alles liegen könnte?

    Viele Grüße
    Nina


  2. #2
    Chiara22

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Hat der Doc in der Bronchoskopie auch die Luftsäcke kontrolliert? Was sagte er zum Gaumensegel? Welche Diagnose hat der Arzt gestellt...worauf ist er allergisch? Wann war der Allergietest? Die Allergien können sich auch ausbreiten oder verschieben, daher die Nachfrage, wie lang der her ist.

    Wird Kraftfutter und Heu naß gereich? Einstreuart?

  3. #3
    blommie2301

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Also die Bronchoskopie war im August 2011. Dabei wurde alles kontrolliert und für gut befunden. Bei der dort entnommenen Schleimprobe kam dann eben die Atemwegsinfektion raus und dass er wohl Allergiker sei. Gegen was, weiß ich leider nicht. :( Die Tierärztin meinte, das würde nicht viel bringen, das zu wissen... Also habe ich keinen richtigen Allergietest machen lassen.

    Er bekommt Kraftfutter mit Öl (nicht staubig) und Heulage. Allerdings nicht naß. Die Heulage staut auch ganz schön, allerdings hustet er beim Fressen nicht. Nur beim Reiten.

    Er steht im Offenstall und ist somit ganzjährig draußen. Auch auf der Weide (außer jetzt bei diesem Matsch).

  4. #4
    Charly K.

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Also war jetzt aktuell gar kein TA an ihm, sondern im Sommer letzten Jahres?

    Dann wäre es wohl Zeit, da er ja deutlich zeigt, daß er nicht gesund ist!


    Außerdem widerstrebt mir persönlich die Aussage über die Allergien sehr ("nicht wichtig zu wissen, welche"), aber gut...

    Ich würde schwer auf einen Atemwegsinfekt tippen, der verschleppt wurde, und sich jetzt durch Hallenstaub und Staubheu chronifiziert bei einem chronisch geschwächten Immunsystem (Allergiker!). Also eine explosive Mischung zwischen Infekt, Allergie und chronifiziertem Husten, der sich bis zur Dämpfigkeit entwickeln kann.

    Ich würde schnellstens einen TA zur AKUTEN Kontrolle - mit Belastungstest Hallenreiten - holen, und bei weiterer Verschlechterung auch in eine (Lungenfach-)Klinik fahren.

    Mit Husten ist bei Pferden leider, wie mit Lahmheiten, nicht zu spaßen...


    LG, Charly

  5. #5
    Chiara22

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Allerdings nicht naß. Die Heulage staut auch ganz schön, allerdings hustet er beim Fressen nicht. Nur beim Reiten.
    Dieser Staub reizt aber die Atemwege, so daß dann Tür und Tor für neue Infekte offen sind, da diese Pferde oftmals anfälliger sind.

    Ein Allergietest kostet heut zu Tage nicht mehr annähernd so viel wie vor 10 Jahren und ist viel, viel besser und genauer geworden. Insofern würd ich das, solange noch nicht viel Pollenflug ist in Angriff nehmen. Diese Aussagen "Allergiker" von Tierärzten ohne es genauer unter die Lupe zu nehmen stößt mir genauso säuerlich auf wie Charly.

    Würde wirklich schnellstens den Doc rufen, hört sich nach einem neuen akuten Infekt an. Wichtig ist bei all dem zu wissen, eine Pferdelunge regeneriert sich nicht wie eine Menschenlunge. Alles was zu lang zugeschleimt ist stirbt ab und kann nicht wieder aufgebaut werden, ergo kommt es durch Verschleppung oftmals zur Dämpfigkeit.

  6. #6
    blommie2301

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Danke erstmal euch beiden. :)

    Also der Tierarzt war letzte Woche da und hat die Blutprobe entnommen und ihn in dem Zuge auch abgehört (Herz und Lunge).

    Ich weiß, dass mit Husten nicht zu spaßen ist. :( Darum mache ich mir ja auch so Sorgen um ihn. Der Vorbesitzerin war das leider ziemlich egal... Er hatte auch schon einmal eine Lungenentzündung. :( Habe ihn darum ja auch gleich behandeln lassen, als ich ihn gekauft habe. Nur habe ich da wohl zu sehr auf die Aussage der damaligen Tierärztin vertraut, dass das mit den Allergien nicht zu ändern sei und es egal sei, auf was er allergisch reagiert.

    Werde mich dann wohl wirklich am besten mit unserem Tierarzt in Verbindung setzen. Kann ja so nicht weitergehen. Hoffe, er findet was, und es ist noch nicht zu spät...

  7. #7
    Schroedemann

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Wenn er das Pferd abgehorcht hat, muss er doch schon was gesagt haben.
    Wie wird das Pferd denn gehalten? So ein Pferd, das für mich am Rande der Dämpfigkeit steht, gehört auf jeden Fall in einen Offenstall und muss nasses Heu bekommen. Wir haben einige Kandidaten bei uns stehen, die eine Heuallergie haben. Die Besitzer haben Badewannen vor ihrem Stall stehen und das Heu wird richtig nassgemacht. Eingeweicht. Also nicht nur etwas nassgespritzt. Und sie stehen auf Spänen, nicht auf Stroh.

    Nur wenige Male (bis zu 5),
    wenig ist das aber nicht.

  8. #8
    GilianCo

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Wenn er so häufig hustet (und fünf mal finde ich ähnlich wie Schroedemann schon nicht wenig), dann muß da tatsächlich was passieren. Ob man die Allergie in den Griff bekommt, sei noch mal dahingestellt, meist ist es wenn man so ein chronisches Problem hat, das die Staubempfindlichkeit bleibt, wenn sie einmal "so weit waren". Die Lunge hat dann einen gewissen Schaden, und wie belastbar das Pferd noch ist, und wie gut man das wieder in den Griff bekommen kann, ist auch individuell vom Pferd abhängig.

    Was hat der TA denn zu der Lunge gesagt? Vielfach ist die Lunge schwer zu beurteilen, wenn sie ZU verschleimt ist. Wenn Dein Pferd auf den Hallenboden so reagiert, würde ich es auch nach Möglichkeit vermeiden, das Pferd dort zu arbeiten, solange es noch so reagiert, er macht ja deutlich, das er damit nicht zurechtkommt, und so nicht Leistungsbereit ist.

  9. #9
    Chiara22

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Die Lunge hat dann einen gewissen Schaden, und wie belastbar das Pferd noch ist, und wie gut man das wieder in den Griff bekommen kann, ist auch individuell vom Pferd abhängig
    Das ist nur über eine Blutgasanalyse, welche ungefähr 20-40 € kostet, aber aufgrund der schnell zu machen müssenden Computerauswertung, nur in einer Klinik zu überprüfen. Damit kann man genau feststellen, wieviel Sauerstoff das Pferd noch verstoffwechselt und in welchem Leistungsbereich es sich befindet. Meist wird macht man eine Bronchoskopie noch im
    Anschluß um das wirliche Ausmaß beurteilen zu können.

  10. #10
    GilianCo

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Da hast Du natürlich recht ;)

    Trotzdem ist es denke ich auch individuell, wie gut das einzelne Pferd welche Einbußen noch ausgleichen kann. DAS sie es können, ist tw. schon fast das Problem, weil die Reiter dann eben vielfach meinen, ach, Leistungseinbuße ist ja noch gar nicht vorhanden....

  11. #11
    blommie2301

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Wenn er das Pferd abgehorcht hat, muss er doch schon was gesagt haben.
    Er meinte, da wäre alles in Ordnung. Allerdings war es zu dem Zeitpunkt auch so, dass das Husten seit ca. einem Monat nicht mehr aufgetreten ist und er eben nur sehr schnell außer Atem war. Da dachten wir allerdings, dass das von einem Selenmangel kommt, der sich dann ja doch nicht bestätigt hat (Blutbild).

    Wie wird das Pferd denn gehalten?
    Mein Kleiner steht schon sein ganzes Leben lang im Offenstall. Die Unterstände sind mit Spänen eingestreut. Da sie kein Heu sondern Heulage bekommen, ist da ja schonmal weniger Staub drin. Meint ihr, wir sollten auch die Heulage einweichen?

    Wenn er so häufig hustet (und fünf mal finde ich ähnlich wie Schroedemann schon nicht wenig), dann muß da tatsächlich was passieren.
    Ich weiß nicht, ob ich mich vielleicht falsch ausgedrückt habe und ihr mich nicht richtig versteht. Um das noch einmal klarzustellen und Missverständnisse zu vermeiden: Er hustet ein Mal und das sind dann so ein bis fünf Huster. Danach ist das vorbei. Und meist auch nur beim 1. Antraben. Aber klar, Husten bleibt Husten und ist damit nicht gut für das Pferd.

    Wenn Dein Pferd auf den Hallenboden so reagiert, würde ich es auch nach Möglichkeit vermeiden, das Pferd dort zu arbeiten, solange es noch so reagiert, er macht ja deutlich, das er damit nicht zurechtkommt, und so nicht Leistungsbereit ist.
    Habe ich jetzt auch erst einmal gemacht. Nur leider ist er ein Pferd, das regelmäßige auslastende Bewegung braucht, weil er einem sonst "um die Ohren fliegt". Und aufgrund der momentanen Wetterverhältnisse hier ist unser Reitplatz sehr matschig und beim Ausreiten kann man auch fast nur Schritt reiten. Was mich auch wundert ist, dass er z.B. beim Longieren in der Halle noch nie gehustet hat... Und beim Reiten kommt es ja auch nicht immer vor.

    Trotzdem ist es denke ich auch individuell, wie gut das einzelne Pferd welche Einbußen noch ausgleichen kann. DAS sie es können, ist tw. schon fast das Problem, weil die Reiter dann eben vielfach meinen, ach, Leistungseinbuße ist ja noch gar nicht vorhanden....
    Bitte versteht mich nicht falsch. Ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die ihr Pferd als Sportgerät sehen und es einfach weiter belasten, obwohl es gewisse Dinge nicht mehr leisten kann. Mein Pferd ist in erster Linie mein Freund und Partner! Darum würde ich auch, wenn sich ergibt, dass er eben nur noch im Schritt geritten werden kann oder gar nicht oder was weiß ich, immer zu seinem Wohle handeln und auf ihn Acht geben.

    Ich werde es heute noch einmal in der Halle beobachten (letztes Mal ist ihn nämlich meine RB geritten und ich war nicht dabei) und dann den Tierarzt anrufen. Er soll zunächst einmal ein paar Tests durchführen und wenn er nichts findet, fahren wir auch in die Klinik.

    Oh eine Frage noch: Meint ihr, dass der Husten auch von einem Herzproblem herrühren könnte? Da war einmal der Verdacht auf einen Herzton bei ihm, den eine andere Tierärztin dann allerdings nicht bestätigt hat. Sie hatte ihn allerdings auch nicht bei Belastung abgehört... Gleiche TA, die auch meinte, dass es egal wäre, was für Allergien er hat. :S

  12. #12
    GilianCo

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    @blommie, nein, Du hast Dich nicht falsch ausgedrückt, jedenfalls hatte ich genau das verstanden, was Du beschreibst. Und für mich ist zu Beginn der Arbeitseinheit einmal anstoßen so, das ich denke, oh, ich muß aufmerksam sein, da ist was "im Busch". Wenn das Pferd so häufig anstößt wie Deiner (sprich, vier bis fünf mal zu Beginn der Arbeit, selbst wenn er danach nicht mehr hustet) ist für mich akuter Handlungsbedarf.

    Ich habe jetzt auch nicht gedacht, das Du da gedankenlos mit umgehen würdest, ich denke nur, das es vielfach falsch eingeschätzt wird, wenn man meint, fünf mal anstoßen ist wenig. Das wollte ich damit halt verdeutlichen.

    Ein durch Herzprobleme auftretender Husten wäre dann schon kritischer, dafür sollte aber auch ein für den TA deutliches Herzproblem vorliegen. Du kannst den Tierarzt dahingehend ja noch einmal fragen.

  13. #13
    Piennie

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Du beschreibst ja auch schwitzen und Pumpen, ich würde und das kannst Du selber Atmung, Puls und evt. Temperatur mal vor und nach ca. 15min Belastung und nach ca. 15min regeneration messen und diese dann mit den Normalwerten vergleichen- dann hast Du auch was für den TA in der Hand.

  14. #14
    blommie2301

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Danke noch einmal an alle! :)

    Ein durch Herzprobleme auftretender Husten wäre dann schon kritischer, dafür sollte aber auch ein für den TA deutliches Herzproblem vorliegen. Du kannst den Tierarzt dahingehend ja noch einmal fragen.
    Das werde ich auf jeden Fall machen. Freitag spreche ich erstmal mit der Heilpraktikerin, die sich die Woche über mit der Tierärztin abstimmt. Mal sehen, was die beiden sagen...

    Du beschreibst ja auch schwitzen und Pumpen, ich würde und das kannst Du selber Atmung, Puls und evt. Temperatur mal vor und nach ca. 15min Belastung und nach ca. 15min regeneration messen und diese dann mit den Normalwerten vergleichen- dann hast Du auch was für den TA in der Hand.
    Ja, das hatten wir auch schonmal gemacht, ist aber schon länger her. Also keine schlechte Idee, das nochmal zu überprüfen. Werde ich am Wochenende, wenn ich wieder reite, mal machen.

    Werde dann hier berichten, was sich ergeben hat.

  15. #15
    sunny61

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Hallo Blommie,
    was du da schilderst, kommt mir alles sehr, sehr bekannt vor.

    Unser (jetzt) Oldi hatte in ganz jungen Jahren bei seinem Vorbesitzer einen Husteninfekt nicht behandelt bekommen. Folge in den vielen Jahren danach: In der Halle hustete er beim Abtraben "ein paar mal ab" und dann wars die ersten Jahre wieder gut. Er ging VS, Spr. etc. , war also trainiert. Je nach Beschaffenheit des Hallenbodens ( trocken/feucht oder Sand/hoher Späneanteil) wurde es mit Abhusten mal mehr, mal weniger.

    Mit 16 J. wurde es schlimmer, er hustete im Stall, er hustete draussen , während der Arbeit und in Ruhe, er ging oft verkrampft, bekam zeitweise diese Dampfrinnen, hatte Nasenausfluss und man hörte oft mal einen leichten Ton. Der Stall(Fach-)TA kam immer wieder und die Intervalle wurden trotz Umstellung in Aussenbox kürzer und kürzer. Er hörte ab : "Kein Geräusch" , spritzte trotzdem und meinte, der hätte COB, sollte halt je nach Befinden in Bewegung gehalten werden.

    Ich am Durchdrehen, lfd. am Temp.messen, googln, Schwarzkümmelöl und Kräuterzeugs etc. kaufen .... und Pferdi weiter krank - es kostete Geld und Zeit .....bis ich endlich den TA wechselte. Der guckte und drückte eine Std. und meinte: Der hat keine COB, die Lunge ist i.O. Er tippte auf eine Allergie und auf ein (logischerweise) völlig desolates Immunsystem. Eigenbluttherapie, Akupunktur, Späneeinstreu und Heu/Hafer nass. Auf Stroh reagierte der Braune besonders arg - also weit weg damit. Der gelbliche Ausfluss entstand in den Nasengängen, deshalb war er auch so empfindlich beim Putzen da. Der Schleim lief hinter, reizte die Kehle und oberen Luftwege - Husten -
    Besserung trat so relativ schnell ein. Aber jeder Fütterungsfehler , z.B. anfeuchten vergessen oder Stroh reinkehren rächte sich sofort.

    Nun, mit 21, steht der Braune in einer Innenbox, kuschelt sich (seit 12/2011) in sein Stroh und hustet gar nicht mehr. Es wird nix mehr nass gemacht. Wo der doch vorher so allergisch auf Staub/Schimmel und Stroh reagierte ?

    Stallwechsel. Lange gescheut, zu spät getan. Leider. Heu (Höhenlage), Hafer, Heulage und Stroh haben hier eine ganz andere Qualität. Vllt. machts auch die Vorgebirgsluft .... Wenn ich an den alten Stall zurück denke ... da war in Bezug auf Futtermanagement und Qualität einiges bedenklich, aber ich war über 18 Jahre da und man wird anscheinend betriebsblind. Die Anlage war zu groß geworden, viele Pferde - ergo großer Bedarf an Raufutter und Stroh - es wurde alles eingedreht und verfüttert. Keine Ahnung, wo das Heu überall gemacht wurde, u.a. aber auch von den Elbwiesen ( samt Unrat) Der Hafer aus eigenem Anbau war klein im Korn und recht dunkel (Schimmelbefall?) . In der letzten Zeit hatten da einige Pferde dauerhaft Kotwasser . Besonders diejenigen, die die äussere Hülle von einer Rolle bekamen.

    Ich denke also, dass die Futterqualität, die Herkunft von Heu, Heulage und Stroh eine große Rolle bei der Ursachenfindung spielt.
    LG

  16. #16
    blommie2301

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Hallo Sunny,

    vielen Dank für deinen ausführlichen, sehr informativen Bericht! Was du schilderst, klingt wirklich sehr nach dem, was ich mit meinem Kleinen momentan durchmache.

    Allerdings müsste es dann ja im Sommer besser werden, wenn er kein Heu / Stroh etc. mehr bekommt. Bisher war es aber im Sommer immer schlimmer als im Winter. Diesen Winter hustet er das 1. Mal. Aber es kann ja auch immernoch eine andere Allergie sein, nicht zurückzuführen auf Futtermittel, die dann eben die gleichen Sympthome auslöst, wie bei deinem Oldie. Werde die Möglichkeit auf jeden Fall nochmal mit meinem TA durchsprechen. Einen Allergietest wollte ich ja ohnehin machen lassen.

    Vor allem das mit dem verkrampft Gehen von deinen lässt mich aufhorchen, denn das macht meiner auch. Habe das aber bisher auf Luft im Bauch geschoben, da er auch viele Blähungen hat und eben ein bisschen Durchfall (wie jeden Winter). Das muss ich unbedingt weiter beobachten.

    Belastungstest war für Sonntag angedacht, da ist mir nur leider was dazwischengekommen. :( Und jetzt passt es erst wieder nächste Woche. Bis dahin füttere ich erstmal Kräutersaft für die Atemwege zu und habe zumindest das Gefühl, dass er dadurch schon etwas weniger kurzatmig ist. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, vielleicht hilft es dann mal jemandem, der ein ähnliches Problem hat.

    LG

  17. #17
    Berliner_Reiter

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Mhm, schwierig, schwierig.. Vor allem, weil dein TA keine eindeutige Diagnose stellen kann.

    aber für mich hört sich die ganze Sache schon sehr nach Dämpfigkeit an (Dämpfigkeit).

    Ich kenne auch einen Haflingerwallach, der regelmäßig gearbeitet, nur wenig hustete. Nach und nach verschlimmerte sich das so, dass er nicht mehr geritten/aktiv bewegt werden konnte. ein Teufelskreis, denn dadurch verschlimmerte sich der Husten noch mehr.

  18. #18
    blommie2301

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Vor allem, weil dein TA keine eindeutige Diagnose stellen kann.
    Den Tierarzt hatte ich ja jetzt noch nicht wieder da. Ich habe allerdings mit ihm gesprochen, da er die komplette Vorgeschichte von meinem Pferd kennt, und er vermutet momentan, dass er einfach in den unteren Bronchien verschleimt ist und dadurch so schnell aus der Puste kommt. Die Alveolen (Lungenbläschen) können dann nämlich nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen und das Pferd muss mehr atmen, um die benötigte Sauerstoffzufuhr sicherzustellen. Aber wie gesagt, Belastungstest und weitere Untersuchungen werden nächste Woche gemacht.

    aber für mich hört sich die ganze Sache schon sehr nach Dämpfigkeit an
    Auch wenn viele das hier denken und es vielleicht danach klingt, spricht auch vieles dagegen. Zum einen atmet er vollkommen normal (nimmt nicht die Bauchmuskeln zum Nachschieben) und hat somit auch keine Dampfrinne. Hinzu kommt, dass er beim letzten Belastungstest im August 2011 auch vollkommen normale PAT-Werte hatte. Und eine Dämpfigkeit entwickelt sich ja nicht von heute auf morgen. Ich kann es natürlich nicht ausschließen, aber möchte mir eben noch Hoffnung machen...

  19. #19
    GilianCo

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Also, August 2011 bis jetzt sind auch noch ein paar Monate. Und "einfach verschleimt" - das sollte mit Schleimlöser schon besser werden, das sollte auf eine solche Behandlung ansprechen, und dann irgendwann nicht mehr verschleimt sein.

    "Dämpfigkeit" gibt es ja "nicht mehr" (ich finde es immer lustig, wenn unsere Profs das sagen), trotzdem ist eine chronische Problematik der Lunge nicht automatisch mit Dampfrinne verbunden, und wenn er aktuell pustet und schnauft, auch wenn er wenig tut, dann ist die Situation offensichtlich ( da in Ruhe schon erhöhte Atemfrequenz) nicht mehr so "harmlos" wie das im August noch gewesen sein mag. Gerade bei solchen Geschichten bringt es wenig, sich zu denken, der hatte vor nem halben Jahr schließlich noch nichts, das wird schon nicht so wild sein. Husten war das einzige, wo meine RL schon früher immer sagte, lieber schnell den TA rufen, weil das unglaublich schnell chronisch werden kann. (und eigentlich ist "chronisch" schon wenn es länger als 14 Tage ist... doch das nur am Rande).

  20. #20
    blommie2301

    AW: Pumpen, Husten, Schwitzen

    Wenn er jetzt immer und ständig am Husten wäre, würde ich genauso denken wie du. Allerdings gab es seit dem Vorfall vor zwei Wochen keinen einzigen Huster mehr. Inzwischen bekommt er auch die Heulage eingeweicht (zur Sicherheit, schaden kann es ja nicht) und wir verwenden für die Unterstände staubärmere Einstreu.

    Habe heute nochmal mit dem TA telefoniert. Der hatte gerade einen ähnlichen Fall da. Pferd ist kurzatmig, schwitzt schnell und hatte lange Zeit Husten. Sie haben alle möglichen Untersuchungen machen lassen, aber NICHTS feststellen können, auch nicht in der Klinik. Fazit: Kommt von der Hustenproblematik, Pferd muss langsam wieder aufgebaut werden und sich an die erhöhte Belastung duch das Reiten gewöhnen.

    Daraus schließe ich mal, dass es nicht immer gleich etwas schlimmes sein muss, auch wenn andere hier vielleicht etwas anderes behaupten. Ich will das Ganze nicht runterspielen, aber man muss ja nicht immer gleich alles so aufbauschen und runter machen. Klar ist Husten gefährlich und sollte behandelt werden, aber das habe ich ja getan!

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