Bodenarbeit mit Problempferd

Diskutiere Bodenarbeit mit Problempferd im Bodenarbeit Forum im Bereich Reiten; Hallo Kimberly, also ich bin 30 Jahre und habe schon fast 20 Jahren mit Pferden zu tun und selbst ich habe mir bei einem "Problempferd" ...

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  1. #21
    AllegraB

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Hallo Kimberly,
    also ich bin 30 Jahre und habe schon fast 20 Jahren mit Pferden zu tun und selbst ich habe mir bei einem "Problempferd" was weit nicht so "böse" war ,Hilfe bei jemanden gesucht. Was meinst du wird es kosten wenn das Pferd dir mal eine gibt???
    Bei der Basis von Bodenarbeit, brauchst du zB auch keine Stangen, da geht es nämlich genau um das was die Stute nicht hat, Respekt und Vertrauen und wenn du das nicht richtig machst...beisst du dir die Zähne dran aus.


  2. #22
    baster

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Hallo Kimberly,in Deimem Alter habe ich auch Versuche gemacht, die ich heute nicht mehr machen würde. Hauptsache ist, das Du lieb mit den Tieren umgehst.

  3. #23
    Wanderreiter

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Das Pferd braucht eine Grundausbildung, d.h. Erziehung.
    Bodenarbeit kommt erst danach!

    Du solltest dich erst einmal besser informieren und dir Wissen aneignen, ehe du dich an die Erziehung eines verkorksten Pferdes wagst!
    Es gibt z.B. ganz gute Bücher über Pferdeerziehung.
    Im "Pferdebuchdiscount" findest du günstig Bücher, wie z.B. "Pferde verstehen" etc.
    oder bei Amazon "Pferde erziehen", "Das Pferd- Verhalten", "Trainingsbuch Pferdeerziehung" etc.

    Es gibt keine 08/15 Regeln, die man man schnell anwendet und das Pferd funktioniert dann. Dazu gehört Wissen, Können, Geduld und Zeit. Du mußt dich also entsprechend vorbereiten, damit du weißt, was du tust und warum!

    Erziehung geht damit los, daß das Pferd lernt geführt zu werden. Dazu mußt du dich beim Führen richtig verhalten und im richtigen Moment auf das Pferd einwirken, wenn es sich falsch verhält. Dazu mußt du wissen, warum! Also solltest du es dir entweder von einer kompetenten Person zeigen lassen oder es dir wenigsten anlesen!

  4. #24
    Kimberly (:

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Dankeschön. ich habe warscheinlich schon sehr sehr viele Bücher über Haltung und so gelesen, weil ich mir nichts mehr wünsche als etwas mit Pferden zu machen. Ist der Pferdebuchdiscount im INternet 'Wanderreiter? :) Ich lese mir danach mal etwas über die Ausbildung, Vertrauen,.. über das Pferd durch (: Kann man auch gutes Vertrauen gewinnen, indem man ihr etwas leckeres zu Fressen macht/gibt ? und dann beim Heu geben, bei ihr im Stall bleibt? .. Au der Weide ist es doof, da rennt sie nur von der einen stelle zur anderen. Wenn sie im Stall ist, will sie raus. Wenn sie dann auf der Weide ist, will sie wieder rein. Das verstehe ich nicht ganz. :/

  5. #25
    BelumTexasRanger

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    hi, mit lesen bist du schon mal auf dem richtigen weg. Was ich dir dabei jetzt noch raten kann, versuche das, was du über das verhalten eines Pferdes gelesen hast, direkt an den Pferden zu erkennen. Lese dabei aber nicht nur von einem Autor, sondern alles, was du finden kannst. Wie der Mensch ist jedes Pferd verschieden, darum schreibt auch jeder Autor anders, bzw schreibt etwas, was ein anderer nicht gesehen hat. Ich würde von lekerlie oder etwas in der Art abraten. Wenn das Pferd in der Box ist, stelle dich an die Box, so, das das Pferd dich mit der Lippe berühren kann. Nehm dir am besten etwas mit, was du putzen kanst oder eine andere Arbeit. Du stellst dich mit dem Rücken an die Box, und machst deine Arbeit. Nicht umschauen oder sprechen. Behalte das Pferd nur mit dem Augenwinkel im Auge, nicht anshauen oder anfassen. Wenn du merkst, das dein Tierchen kommt und schnuppert, läst du es eine weile zu, gehst dann aber wieder. Erzähle mir dann wie lange das gedauert hat. Ach und es sollte nicht beim Fressen sein, denn da wird sie dich links liegen lassen. Ziel dieser Übung ist die so zu sagen Eifersucht und Neugirde. Durch das, das du dich nu nicht mit ihr beschäfftigst, will sie wissen was du da treibst. Erzähle mir dann wie es war und was dein Pferd gemacht hat. dann schauen wir weiter, weil ich muss ja auch erst mal wissen wie dein Tier tickt :-P, was auf die art doch schon sehr schwer ist. Lg Benny

  6. #26
    Kimberly (:

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Wenn ich ein Buch über Pferde finde, kaufe ich sie sofort. Ich lese nicht immer nur von einem Autor, sondern habe schon 4 Bücher oder mehr über Pflege und Ausrüstung, Haltung und Verhalten durchgelesen. Mein Vater meint immer, ich habe schon so viele Pferdebücher, und das dort überall nur das selbe drinstände. Aber ich weiß ja, das das nicht stimmt, und freue mich ehrlich über jedes Pferdebuch was ich bekomme :)
    Ich habe eine Frage an dich Benny, Was soll ich mir mitnehmen und putzen? :D Sorry, aber für ein anderes Pferd in der Stallgasse ist diese zu klein. Dafür gibt es draußen 3 Anbindehaken. (nicht so viele wegen Bauernhof) Die Stalltür ist so hoch, das sie mit dem Kopf rüber gucken kann. Würde das dann gehen?
    Danke schon mal. wenn Du mir's weiter erklärt hast, werde ich das auch machen ;)

  7. #27
    BelumTexasRanger

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Hey kim,
    es gibt soo vieles, was du machen kannst, wenn trensen und sättel vorganden sich, kannst du diese putzen. Mit der Box ist so ok, aber achte darauf, nach einer weile, wird das Pferd schnuppern. Das kann sehr schnell gehen, kann aber auch eine ganze zeit dauern. Nach der schnupperrei, wird es mit der Öberlippe deinen Rücken betüdeln. Dabei musst du aber genau darauf achten. Lass dich dabei nicht beisen. Wenn du es sogar vorher bemerkst (das beknubbeln hört auf, oder die Oberlippe bleibt auf einem Pungt), dann einmal deutlich aufreuspern, bzw etwas in der Art. Dabei drehst du dich um und schaust dem Pferd einmal kurtz direkt in die augen. Keine worte, da diese zu lang sind. Wenn dein Reuspern zu ende ist, muss du dich schon wieder umgedreht haben und weiter deine Arbeit machen. Nach dem die Stute 2 mal gekommen ist, gehst du wieder, du bleibst dann aber auch eine ganze zeit weg, wenn Möglich. Wenn du grade Füttern must, dann nur schnell futter rein und weiter. Konzentrier dich dabei aber nur auf dein Pferd, die Arbeit ist in diesem falle ausnamsweise nur nebensache.

    Für alle,
    Das ist meine Metode, mit der ich sehr viel erfolg habe. Da ich aber auch nie wirklich viel gelesen habe, kann ich nicht sagen von wem es kommt, aber so macht es glaube ich niemand, weil das risiko gebissen zu werden zu groß ist. Dabei ist das die Art, wie Pferde mit einander Kontakt aufnehmen. Sie beschnuppern sich, und dann wird versucht den anderen zu Zwiken. Für mich ist das der Punkt, an dem die Erzihung los geht. Wer es lernt sich nicht beisen zu lassen, sondern vorher immer etwas unternimmt, bekommt in der gesamten ausbildung weniger wirderstand. Leider wie alles, klappt diese Metode nicht immer, es kommt halt auf das Pferd an. Denn nicht Jedes Pferd mag jeden Menschen. Lg Benny

  8. #28
    Kimberly (:

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Benny, ich mag deine Antworten! :) Sie sind lang, und hoffentlich hilfreich (:
    Wo soll das ganze denn genau stattfinden? Da keine Halle vorhanden ist ( wie gesagt) frage ich mich das gerade :D

  9. #29
    BelumTexasRanger

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Ja, es geht ja erst mal darum, das du herausfindest, ob das Pferd ich überhaupt mag. fürs erste brauchst du weder eine halle noch einen platz. Das Pferd wird dir auch am ende nicht Hinterher laufen, denn das ist auch in einer herde nicht so. Das ist jetzt das, womit wir uns beschäfftigen. versuche erst mal das, und erzähle mir erlich, was genau passiert ist. Lg

  10. #30
    Nessi

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Zitat Zitat von BelumTexasRanger Beitrag anzeigen
    Für alle, Das ist meine Metode, mit der ich sehr viel erfolg habe. Da ich aber auch nie wirklich viel gelesen habe, kann ich nicht sagen von wem es kommt, aber so macht es glaube ich niemand, weil das risiko gebissen zu werden zu groß ist. Dabei ist das die Art, wie Pferde mit einander Kontakt aufnehmen. Sie beschnuppern sich, und dann wird versucht den anderen zu Zwiken. Für mich ist das der Punkt, an dem die Erzihung los geht. Wer es lernt sich nicht beisen zu lassen, sondern vorher immer etwas unternimmt, bekommt in der gesamten ausbildung weniger wirderstand. Leider wie alles, klappt diese Metode nicht immer, es kommt halt auf das Pferd an. Denn nicht Jedes Pferd mag jeden Menschen. Lg Benny
    Ich erkenne an deiner Methode ehrlich gesagt nichts außergewöhnlich Neues. Diese Art der Kontaktaufnahme wird doch gern mal in Büchern herangezogen, weil sie so schön friedlich und "Pferd kommt von selbst"-mäßig ist - allerdings tatsächlich eher in Romanen, ich bin mir jedenfalls sehr sicher, das auch schon gelesen zu haben. Das ist doch der "setz dich auf die Weide, bis Pferd kommt"-Methode sehr ähnlich.

    Ich sage extra: Art der Kontaktaufnahme, weil der Punkt der Erziehung erst da einsetzen kann, wo du deinen eigenen Raum beanspruchst (was du nicht tust, jedenfalls steht da nichts davon). Um zu lernen "sich nicht beißen zu lassen" muss man erstmal ein Pferd haben, das überhaupt beißt, was viele auch zur Kontaktaufname überhaupt nicht tun...

    Außerdem finde ich den Ansatz auch seltsam. Ich habe nie lernen müssen mich nicht beißen zu lassen, sondern die Pferde, mit denen ich umgegangen bin, hatten relativ schnell gelernt MICH nicht zu beißen, bzw. haben es eigentlich sowieso nicht versucht.

  11. #31
    Kimberly (:

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Und wie findet man so heraus, ob sie mich mag? .. Gestern habe ich sie auf dem Hof rumgeführt, und da war sie eigtl. richtig gut und lieb (:

  12. #32
    BelumTexasRanger

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    hi,
    klar habe ich nichts neues erfunden, aber ich habe es nach meinem Bedürfnis angepasst. Das mit dem "Pferd kommt von allein" und "auf der Wiese warten, bis das Pferd kommt" geht zwar, aber nur die ersten male. Ich selbst mache mir die Neugirde und das Sozialverhalten zu nutzen. Rein aus Berufsgründen habe ich nicht die Zeit, um Stundenlang auf einer Wiese zu sitzen und zu warten bis das Pferd kommt :-).

    Mit dem Raum beanspruchen hast du recht, und genau das mache ich. Ich habe es halt noch nicht geschrieben. Bei uns laufen Pferdeherden Sommer, wie Winter zusammen. Da ich beim Füttern in die Herden muss, brauchte ich Respekt. Wollte aber nicht immer den ganzen Stall zusammen schreien.

    Darum kommt am anfang die Neugirde:
    Die Pferde wollten wissen wer in ihrer Herde rum rennt. Ich habe sie dabei erstmal aber nicht beachtet. Die Pferde kommen dann und schnuppern erst mal. Danach wollen sie deine Kleidung anknabbern. Das ist der Moment, an dem bei mir die Erzihung beginnt. Ab da mache ich mich dann Bemerkbahr. Erst schnipse ich mit den Fingern, um sie leicht zu erschrecken, jedoch nicht zu weit weg zu scheuchen. Es soll nur ein signal sein, das dem Pferd sagt: "Ich weis was du vor hast, aber ich bin schlauer und schneller".
    Damit habe ich zwar Respekt, aber noch kein vertrauen. Für das Vertrauen, nutze ich das Sozial Verhalten.
    Dazu, gehe ich normal auf die Weide, oder Box. Der Unterschied zu z.B. Monti ist, das ich nicht warte, sondern auf ein Pferd zu gehe, aber ein Par Meter davor Stehen bleibe und das Pferd die letzten Meter kommen lasse. Das Pferd schnuppert erst und in den Meisten fällen Beknubbelt es dich dann, was das zeichen zum Kraulen ist. Dem gibt man dann auch nach, man muss dann aber auch als erstzer wieder aufhöhren. Manche Pferde versuchen einen dabei gerne mal zu Zwicken, dabei muss dann unterschieden werden, ob beabsichtigt, oder ausversehen, weil man grade einen guten Pungt beim Kraulen erwischt hat. Wenn es aus versehen war, höhrt man einfach mit Kraulen wieder auf, bis das Pferd wieder darum Bittet. In der Regel dauert das keine halbe Minute. Bei Absicht höhrt das Pferd auf zu Kraulen und versucht einen zu Zwicken (beisen ist wohl etwas hart ausgedrückt). Ich selber Merke es meistens vorher und schicke die Pferde dann einige Meter zurück, mit Körperspannung und einem Figer an der Brust, fals nötig. Das selbe klappt auch mit Pferden, die Einzelboxen haben, denn wer die Box des Pferdes betritt, betritt den Raum des Pferdes. Das Pferd will dann wissen was DU in seinem Terotorium zu suchen hast.

    Der Ansatz ist Komisch, Ja. Warum es so noch keiner geschrieben hat, kann ich selbst nicht verstehen. Ich kann es mir nur damit erklähren, das es erstens nichts mit der ausbildung zu tuhen hat und zweitens auch sehr schwer zu erklähren ist(wie ich selber festgestellt habe). Auch lässt sich damit kein Geld verdienen, da es für ein buch zu wenig ist und Lährgänge können damit auch nicht angeboten werden. lg

  13. #33
    Nessi

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Ich finde den Ansatz an sich nicht komisch, sondern nur den Punkt : "lerne dich nicht beißen zu lassen"... weil bei mir das Pferd lernt mich nicht zu beißen, nicht andersrum.

    Das andere... nun ja, ich bewege mich in einer Herde so wie sonst auch, wenn wer aufdringlich ist, schick ich den zurück und gut ist die Sache, fremde Pferde brauchen mir nicht "vertrauen", bei den Pferden mit denen ich mehr umgehe geschieht das durch konsequenten Umgang ganz von selbst...

    Da hat jeder seine Methoden und das ist ja auch richtig und gut so. Ich verstehe durchaus was da bei dir dahinter steckt und wenn das klappt, ist das auch super, aber als Tipp für Mädels nur bedingt geeignet weil gerade solche Kraulspielchen auch ganz schnell in die falsche Richtung abdriften können und nicht das Vertrauen stärken sonden dem Pferd die dominante Position zuschieben...

  14. #34
    BelumTexasRanger

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    "lass dich nicht Beisen" hat den Hintergrund, wenn man Überlegt, wann weist man sein Pferd zurecht?? das beisen ist nur das beste Beispiel. Im Normalfall zwigt das Pferd und wird dafür bestraft. Mein Ziel ist es aber etwas zu unternehmen, bevor es zwikt. Das erspart dem Pferd die Bestrafung, da meistens ein wort reicht. Alles was ein Pferd vor hat, kann man vorher erkennen. Es dreht sich dabei um ein bis zwei Secunden, aber erspart einem eine menge Arbeit. Was das Ganze so schwer macht ist halt, das die anzeichen bei jedem Pferd anders sind. Mit dem einfach wegscheuchen, habe ich am anfang auch gemacht, nur hatten wir dadurch eine menge Arbeit. Da wir im Sommer auch einige Pferde einzeln aus den Herden brauchen, z.B. zur Schau, hatten wir nur den kurtzen Zeitraum der Neugierde. Wenn der vorbei war, mussten wir die gesamte Herde einfangen. Das können wir uns teilweise Sparen. Das gilt aber nicht nur für Mädchen, bei Jungs kann es genauso Passieren^^. Mit dem Zwicken ist allerdings das beste Beispiel, denn Mann bekommt selbst mit, wenn was falsch war und man ist gezwungen Nachzudenken, warum das jetzt passiert ist. Jedenfalls hab ich mir es so beigebracht, bzw festgestellt trifft es besser. Wenn man gezwikt wurde, muss man dann halt direkt danach bestrafen. @ Kim, Ob dich dein Pferd mag, merkst du am Gesichtsausdruck des Pferdes wenn es dich sieht. aber ich gehe mal davon aus, wenn du sie so führen kannst. Was wurde denn mit dem Pferd vorher gemacht, wurde es schon geritten oder irgendwie gearbeitet?? lg

  15. #35
    Nessi

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Ich wurde noch nie im normalen Umgang gezwickt. Kein einziges mal... Mal angeknabbert oder versehendlich mit den Zähnen berührt, aber noch nie hat ein Pferd absichtlich versucht mich zu zwicken, deshalb verstehe ich vermutlich nicht, warum dir das jetzt so wichtig ist. Ich hatte auch nie Probleme, das weggeschickte pferde danach nicht mehr wieder gekommen wären.

    Aber ich vertrete auch nicht die Meinung, dass man sein Verhältnis zum Pferd am Gescihtsausdruck dessen ablesen kann, vermutlich denken wir da komplett verschieden. Klar sehe ich im Pferdegsesicht bestimmte Gemütszustände, aber viel mehr noch im Körper selbst, in den Bewegungen, im Verhalten...sonderlich mimisch sind Pferde ja eigentlich meistens nicht. Mein Pferd beispielsweise wiehert mir normalerweise zur Begrüßung zu, so richtig Wendy-mäßig, klar, ich füttere ihn halt auch und der ist ein sehr gesprächiges Pferd. Andere Leute die er kennt und die auch füttern, begrüßt der auch wiehernd. Dennoch bin ich ganz klar die Bezugsperson. Das sieht man ihm aber im Gesicht nun so nicht an.

    Wir kommen da vermutlich einfach nicht auf einen Nenner und vieles was du so beschreibst ist, wenn man mit einem Pferd arbeitet, eigentlich eh klar: Pferd soll seine Grenzen kennen, Mensch muss Pferd einschätzen können, Pferd soll Beziehung zu einem aufbauen. Aber wenn das nicht klar ist, sollte man nicht auf die idee kommen, ein "Problempferd" ausbilden zu wollen - und da noch groß zu ermutigen oder gar Anleitungen zu geben, find ich gefährlich..... deshalb belass ich es einfach mal dabei und verzieh mich aus diesem Strang ;-)

    Das ist nichts gegen deine Methode, nicht falsch verstehen.

  16. #36
    BelumTexasRanger

    Ne, falsch verstehe ich da nichts. Jeder hat seine Metode, mit seinem Pferd um zu gehen und ich will es auch keinem ausreden. Ich versuche es dir halt nur zu erklähren, weil ich auch versuchen will es vieleicht auf meiner Seite unter zu bringen. Das mit dem Zwiken ist wichtig, weil du oder ich Direkt den Fehler bemerken kannst. Man kann dann üben, was alles passiert, bevor das Pferd die Kleidung im mund hat. Das bekommt, bzw sollte eigentlich jeder hinbekommen. Das kann dann die grundlage sein, für weitere arbeiten, da man merkt, das man tazächlich vorher etwas merkt. Jemandem so etwas währen der Ausbildung oder auch der normalen Arbeit des Pferdes bei zu bringen ist fast nicht möglich, der jenige genau den Wichtigen Moment immer verpasst. Wir kommen da vermutlich einfach nicht auf einen Nenner und vieles was du so beschreibst ist, wenn man mit einem Pferd arbeitet, eigentlich eh klar: Pferd soll seine Grenzen kennen, Mensch muss Pferd einschätzen können, Pferd soll Beziehung zu einem aufbauen. Das sollte eigentlich jedem Klar sein!!! Ein Beispiel, wie es fast Täglich irgendwo vor kommt: Ein Pferd steht unangebunden auf der Stallgasse. Dieses läuft nun unaufgefordert einen schritt vor. Das Spielchen endet dann in vielen Fälle so. Es wird mit den Zügeln im Maul herum gerupft und das Pferd weicht die gantze Stallgasse mit dem rupfen im Maul zurück. DABEI HAT DERJENIGE VORHER NICHT AUFGEPASST, ABER DAS PFERD WIRD DAFÜR BESTRAFT. Man konnte dabei vorher schon erkennen, doch pennen da die meisten Menschen leider. Wer das noch nicht gesehen hat, brauch nur ein mal auf ein Tunier gehen und eine weile beim vertigmachen der Pferde zu zu schauen.

    ja, hab immer schwirigkeiten die richtigen worte zu finden, darum, dauert das mal etwas länger :-/

  17. #37
    Nessi

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Das ist aber dann ja auch nichts, was man sich zum Vorbild machen sollte.
    Mein Pferd darf sich beim putzen z.B. durchaus auch bewegen, der muss nicht ne halbe Stunde stehen wie ein Zinnsoldat. Aber eben im Rahmen, mal nen Schritt vor oder zurück sind vollkommen okay, mehr halt nicht. Dann wird Pferd eben wieder passend hingestellt und gut.
    Ich kenne niemanden, wirklich niemanden, der sein Pferd derart fertig macht, nur weil es sich beim putzen mal ein bisschen bewegt...

    Und die von dir beschriebenen Reiter würde ich halt auch niemals auf irgendein Problempferd loslassen, nie im Leben.

    Deine Methode der - quasi - Früherkennung ist ja auch nichts schlechtes und vermutlich geht einem das dann auch in Fleisch und Blut über, aber es würde ja auch bedeuten, dass ich mein Pferd ständig mit Argusaugen beobachten muss um vorherzusagen was es demnächst entscheiden wird - da unterscheidet sich dann unsere Arbeitsweisen. Natürlich soll man sein Pferd kennen und beobachten, aber anstatt den nächsten Schritt vorherzuahnen gebe ich den nächsten Schritt einfach vor.

    In deinem Beispiel gehts ums anbinden, ein Pferd geht vorwärts, Reiter rastet aus.
    Du würdest frühzeitig erkennen, dass das Pferd vorwärtsgehen will und es, bevor es das tut, schon davon abhalten und es gäbe keinen Ärger, wenn ich das richtig verstanden habe?
    Ich würde Pferd einfach hinstellen, nachdem es gelernt hat, dass anbinden=stehen bleiben ist und es eben ruhig korrigieren, wenn es meiner Aufforderung nicht folgt, weil das anbinden an sich dann eben meine Aufforderung: "stehen bleiben" schon beinhaltet und Pferd es auch so gelernt hat. Da will ich mich auch einfach drauf verlassen können, sonst wird eben dran gearbeitet.

    Klar könnte ich jetzt auch versuchen, es vorher schon von allem abzuhalten. Aber mein Pferd darf ruhig Fehler machen, so lernt es ja auch, dass dieses und jenes eben nicht gewünscht ist.... Die Korrektur erfolgt dann eben promt und angemessen und hat nichts damit zu tun, ein Pferd fertig zu machen.

  18. #38
    Wanderreiter

    AW: Bodenarbeit mit Problempferd

    Es geht doch gar nicht darum, herauszufinden, ob das Pferd mich mag!
    Wenn ich so an das Problem herangehe, bin ich automatisch in der schlechteren Position! Dann denkt man nämlich, man müsse das Pferd mit Leckerlies bestechen, oder besonders lieb zu dem Pferd sein, ihm Dinge durchgehen lassen etc.
    Nach dem Motto "Wenn ich das Pferd nur lieb genug habe, wird es mich auch liebhaben"- totaler Quatsch!!!

    Es geht hier um Respekt, Verlässlichkeit und einem konsequenten Verhalten, das das Pferd nachvollziehen kann und auf das es vertrauen kann. Dazu gehört auch, sich nichts gefallen zu lassen!
    Es fängt damit an, das das Pferd erst dann losgeht, wenn ich losgehe. Es bleibt also so lange neben oder hinter mir stehen, wie ich das möchte. Auf mein Zeichen hin gehen wir los, es bleibt in der ersten Übungsphase schräg hinter mir, mit klarem Abstand. Kommt es dichter auf, bleibe ich stehen und schicke es wieder ein paar Schritte zurück.
    Auf mein deutliches Zeichen hin (drehen des Oberkörpers zum Pferd, Stimmkommando (halt, stop, whoa) ) fordere ich es zum Stehenbleiben auf. Mit Stimmkommando, Blick nach vorn und Vorausschreiten muß es wieder folgen.

    Klappt diese Übung, kann man Richtungswechsel und Rückwärtsrichten sowie die Verfeinerung der Signale einbauen.

    Wenn das Führen, Anhalten und Warten einwandfrei klappt, hat man die halbe Miete!!!

    Solche Übungen sollten nicht zu lange dauern, 10-15 Min reichen. Die Übung muß mit einem positiven Erlebnis abschließen und ein dickes Lob ist fällig!
    Während der Übungen sollte man möglichst wenig Reden, auch nicht ständig den Hals tätscheln oder unkontrolliert Loben. Einfach ganz ruhig und sachlich bleiben.

    Diese Geschichte, die Neugier des Pferdes wecken etc., kann man bei Pferden anwenden, die Angst vor dem Menschen haben. Dabei verhält man sich neutral, schenkt dem Pferd keine Aufmerksamkeit und hält sich einfach nur in seiner Nähe auf. Man ist einfach da.
    Merkt das Pferd nach einiger Zeit, daß man nicht gefährlich ist, verkürzt man langsam die Distanz, bleibt aber neutral.
    Dies muß man evtl. über einen längeren Zeitraum machen. Ist man so dicht, daß man dem Pferd eine Möhre füttern kann, sollte man dies auch tun.
    Hier geht es auch darum, das man durch gleichbleibendes, ruhiges Verhalten Sicherheit ausstrahlt. Es geht nicht darum, das das Pferd mich mag und deshalb herkommt!

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