Hallo
Ich haber bei meinem Pony große Probleme mit der Anlehnung im Galopp.
Er ist nicht professionell ausgebildet und ging bis vor kurzem nur im Gelände. Am Anfang war er sehr steif, aber inzwischen kommt er im Trab oft an den Zügel und im Schritt auch. Die Anlehnung ist noch nicht durchgehend da.
Im Galopp geht es aber gar nicht. Er galoppiert meistens aus einem furchtbaren Renntrab an. Oder mit einem Bocksprung mit dem er sich auch aus der Anlehnung hebt.Er galoppiert nicht mit weggedrücktem Rücken, sondern einfach wie auf der Koppel. Also, er ist entspannt aber die Hilfengebung ist nicht mehr schön und ich kann ihn im Galopp kaum biegen.
Es hat noch nie geklappt, deshalb bin ich etwas Ratlos. Wenn ich ihn mit dreieckern galoppieren lasse lehnt ber sich dagegen. Hab ich aber auch noch nicht oft gemacht. Soll ich das ertmal beibehalten?Oder hat jemand andere Tipps?
Würde mich freuen!
lg Judith
Anlehnung im Galopp
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- 11.06.2009, 09:49 #1SirHenry
Anlehnung im Galopp
- 11.06.2009, 10:03 #2Lorelai
AW: Anlehnung im Galopp
Ich find, das hört sich an, als wär er einfach noch unausbalanciert und hätte sein Gleichgewicht noch nicht so recht gefunden.
Wie lange arbeitest du ihn denn schon auf dem Platz/in der Halle?
Sowas kommt öfter vor, wenn Pferde lange nur im Gelände gingen und dann auf dem Viereck laufen sollen. Die müssen einfach erstmal ihre Balance da finden usw. Sind das ja nicht gewohnt, dass alle paar Meter eine Kurve (Ecke) kommt... ;)
Ich würd ihm einfach noch etwas Zeit lassen und ihn im Galopp erstmal gar nicht so mit der Anlehnung konfrontieren. Halt die Zügel einfach so, dass sie leicht anstehen, lass ihn aber ansonsten damit erstmal in Ruhe. Irgendwann wenn er sich besser balancieren kann kommt das normalerweise fast von selber.
- 11.06.2009, 10:08 #3Dakota
AW: Anlehnung im Galopp
Ich würde an deiner stelle erst mal recht viel gallopparbeit an der longe machen. Das ist fürs pferd erst mal einfacher die balance finden. du kannst ihn auch über galloppstangen longieren. hilft auch sehr den gallopp zu verbessern.
Ansonsten würde ich ihn unter dem sattel bevor du angallopierst kruppeheraus zu stellen und dann an die gallopphilfen zu geben. damit hast du den vorteil dass er sich schon in der richtigen stellung befindet.
und wichtig: mach kurze galoppintervalle :1:
- 11.06.2009, 10:21 #4SirHenry
AW: Anlehnung im Galopp
Hallo,
Vielen Dank schonmal ihr 2.
Ich stehe leider ziemlich unter Druck, da ich im Sommer auf einen Vielseitigkeitshof fahre, auf dem ich Geländespringen anfangen möchte. Ich hab jetzt immer Angst, dass der RL uns direkt wieder nach hause schickt wenn er sieht, dass wir noch nichtmal ordentlich galoppieren.
Kurze Galoppintervalle- hmm Okay und viel Longenarbeit- wie kurz soll ich die Dreiecker machen, wenn er sich wirklich noch nicht ausbalancieren kann? Also für mich wirkt er recht balanciert nur steif, oder ist das in dem Fall das selbe? Ich finde "nicht ausbalanciert" hört sich so nach stolpern an..
Aber ich hab einfach keine Ahnung denke ich!
Lorelai wir haben weder Platz noch Halle- also auf der Wiese
geht er seit 4-5 Monaten ungefähr 2x die Woche.
Vielen Dank!
lg didi
- 11.06.2009, 10:45 #5Gromit
AW: Anlehnung im Galopp
Hi,
wahrscheinlich fehlt ihm auch einfach die Kraft um im Galopp die Bauchmuskeln anzuspannen und den Rücken zu wölben. Longieren über Stangen ist gut und besonders wichtig auch beim longieren- viele Übergänge!
Was auch noch gut hilft ist die Hüfte nach innen stellen im Schritt (später auch im Trab) und Vorderhandwendungen üben. Seitwärts gehen lassen und viele Übergänge reiten. Wenn du Galopp reitest, lass die Zügel lang und lass ihn in dem Tempo laufen, dass er will. Viel loben, danach gleich aufhören zu reiten. Wenn er sich dabei gut strecken gelernt hat kannst du ihn langsam aufnehmen. Sobald er aber etwas nachgibt und in Haltung kommt loslassen, durchparieren, fertig. So kannst du das langsam steigern.
LG
- 11.06.2009, 11:05 #6Dakota
AW: Anlehnung im Galopp
na dann aber mal ran

das ding ist, geländespringen ohne gescheiten gesetzten galopp ist müll weil er dir dann warscheinlich im koppelgallopp alles plattmäht. Er sollte schon soweit sein sich vom mittelgallopp wieder in einen gesetzten gallopp bringen zu lassen und zwar jeder zeit. das muss sein, sonst kannst du draussen keinen sprung richtig anreiten.
- 11.06.2009, 12:45 #7Gromit
AW: Anlehnung im Galopp
Hi,
ich kenn mich ja jetzt nicht mit Springreiten besonders gut aus, aber wäre es nicht sinnvoller erstmal an der Basis anzufangen, anstatt so etwas anspruchsvolles zu machen? Bei deinem Pony (hat ja eine nicht alltägliche Vorgeschichte) würde ich sowieso langsam machen und drauf achten es nicht annähernd zu überfordern. Steck dir doch lieber kürzere, erreichbare Ziele, die nicht in Frustration enden.
LG
- 11.06.2009, 12:52 #8Bianca W
AW: Anlehnung im Galopp
Wenn du dir solch einen druck machst dann klappt es meistens nicht
Ich würde auch lieber langsam anfangen. Longieren mit viel Übergängen.
Ich würde echts nichts überstürzen. Nachher klappt vielleicht garnichts mehr. Lasst euch Zeit...Dann wird das schon.
- 11.06.2009, 14:09 #9Elfenzauber
AW: Anlehnung im Galopp
Zu den genannten Übungen würde ich außerdem unter Aufsicht eines RL viel Biegearbeit im Schritt und Trab machen. Damit er, bevor er galoppieren soll, erst mal geschmeidig und locker im Rücken ist. Vorwärts-Abwärts reiten, Volten, Zirkel, Schlangenlinien, "formloses" Gekringel durch die Bahn, auf dem 2., 3. Hufschlag reiten. Wenn ihr schon so weit seid, kannst du mit deinem RL auch schon mit Schultervor/Schulterherein anfangen. Ich weiß nicht so recht, wie euer Ausbildungsstand ist, deshalb unter Aufsicht eines RLs reiten - der wird am ehesten wissen, was man euch schon zutrauen kann und was nicht.
Er sollte gut an den Hilfen stehen, sich biegen lassen und abdehen. Dann dürfte er sich auch im Galopp leichter tun, denke ich.
- 11.06.2009, 14:21 #10SirHenry
AW: Anlehnung im Galopp
Hallo Dakota:
verschieden Galopptempi sind kein Problem. Also er stürmt nicht los und reißt alles um o.ä.
Ich habe den Urlaub ausgesucht, da ihm springen im Gelände sehr viel Spaß macht. Wir haben an der jagdstrecken von einem Reitverein geübt.
Bloß gehter keinen schöner Dressurgalopp. Also ich kann ihn durchaus langsamer-schneller und wieder langsamer machen. Nur sind die Biegungen nicht schön und er geht nicht am Zügel- hört trotzdem auf Paraden.
Es ist wirklich nicht so leicht zu beschreiben, ich denke das mit der fehleneden Balance stimmt schon.
ich muss mal ein Video machen-dann ist es einfacher!
Vielen Dank schonmal für die Hilfe.
Hier hab ich ein nicht ganz passendes Video- weil leider ohne Sattel und Trense- Aber man muss sich vorstellen , der Galopp sieht mit genauso aus.
Bis 00:34 vorspulen- da gehts erst mit dem Reiten los.
http://www.videolicious.net/play/ohne-alles
Naja, kann ist nicht so das wahre- weils auch nur so kurz ist- aber vielleicht besser als nichts ;)
Gromit: Ich wollte mein ziel eigentlich gar nicht so hoch stecken. Das ganze war eher ein zufall; Wir haben keinen Platz und nur ganz selten einen RL, deshalb habe ich nach möglichkeiten gesucht einen Lehrgang mit ihm zu machen. Freunde von mir haben mich gefragt ob ich mit ihnen mitkommen- und sie nehmen mich im Hänger mit- da hab ich sofort zugesagt, da Henry im Gelände immer sehr gut gesprungen ist und die beiden in der Hinsicht auch noch Anfänger sind. jetzt mache ich mir eben sorgen, da sie wesentlich besser ausgebildete Pferde haben...(Von Bereitern ausgebildet)
Bianca W: Ja du hast sicherlich Recht. ich bin immer so ungeduldig- auch mit mir selbst, ich denke auch immer direkt wenn was nicht klappt mach ich alles falsch und verzweifle- dabei sind viele Sachen ja Übungssachen. ( Vieles mache ich bestimmt auch falsch)
Vielen Dank an euch alle!
lg didi
- 11.06.2009, 14:26 #11RioNegro
du solltest dir schon mal ernsthaft überlegen, ob es für Geländespringen alà Vielseitigkeit nicht schlichtweg viel zu früh ist!
Wenn dein Pony sich noch nicht einmal im "normalen" Galopp mit Reiter drauf gut tragen kann (GUT!!! tragen - nicht nur irgendwie den Galopp rum bekommen) - dann ist es für die nächste Stufe einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt!
Ich mein, wenn du selbst gerne den nächsten Marathon laufen möchtest (wo du ja noch nichtmal jemanden tragen mußt und auch nirgends drüber springen mußt :1:), aber schon im Training nach einer halben Stunde bereits deutliche Schwächen und Ermüdungserscheinungen zeigst -du also schlichtweg noch nicht mehr kannst - dann ist es für den Marathon doch auch noch zu früh. Oder?
Deine Ziele in Ehren. Aber dort braucht er genau die Muskeln noch viel konstanter, zuverlässiger und intensiver, die er für einen guten und runden Galopp mit Reiter drauf auch braucht.
Gehst so dorthin ist das einfach nur gnadenlose Überforderung. Ich denke das muss man sich einfach mal klar machen. Und auch eventuelle Folgen. Von sauer reiten. Bis hin zu ernsthaften Verletzungen.
Zum Training kann ich dir auch viele viele Übergänge empfehlen. Und bitte nicht aus dem Renntrab! Sondern im Gegenteil. Aus einem ruhigen, kontrollierten Tempo. Vielleicht sogar aus dem Schritt.
Keine allzu langen Galoppstücke. (wenn doch, dann evtl sogar im Entlastungssitz, um die Rückenwölbung zu erleichtern)
Die Anlehnung nicht erzwingen. Aber durch gute Vorarbeit im Trab versuchen beizubehalten.
Klappt das, kannst auch mal paar Sprünge länger galoppieren.
Klappts nicht, wieder durchparrieren. Die Anlehnung im Trab wieder durch ordentliches Reiten erarbeiten und wieder herstellen. Dann erneut angaloppieren.
So sprichst dann auch wirklich die richtigen Muskeln an.
Kleine Gymnastiksprünge können natürlich auch gut helfen
Zu der Einstellung der Dreiecker: auf keinen Fall zu eng! Denn wenn er`s noch nicht tragen kann, kannst es nicht erzwingen.
Also immer so, dass die Nase bei voll anstehendem Dreiecker vor der Senkrechten bleibt!
Und wie ja schon gesagt wurde, auch an der Longe Übergänge bevorzugen. Einfach, weil da der Trainingseffekt besser ist.
Das Angaloppieren ist anstrengender für die Muskulatur und somit trainingseffektiver als einfach nur zu galoppieren.
EDIT:
Also, deinen letzten Beitrag hab ich erst jetzt gesehen, weil ja gleichzeitig gepostet.
Ich hab mir das Video grad mal kurz angeschaut - und muss zugeben, dass ich`s bei weitem nicht so "unrund" finde, wie ich`s mir vorgestellt hatte nach deiner Beschreibung!
Im Gegenteil. Ich finde das sogar ganz gut schon.
Er springt ja auch den Galopp schön durch und läuft recht rund.
Die Frage ist jetzt, ob er mit Sattel und Trense genauso läuft.
Und es fehlt ihm halt die Versammlung.
Aber wenn das jetzt nicht gerade ein typischer Vielseitigkeitslehrgang ist, hätte ich jetzt trotz meiner ursprünglichen Bedenken, eigentlich keine Grund, dort nicht hin zu fahren.
Paar Tipps zum Üben hast ja oben schon bekommen. Da kannst ja noch bißchen was machen.
Außerdem würde ich mit dem Trainer einfach mal deine Prob`s besprechen. Mal schauen, was der dazu sagt...
Dann bist doch auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Oder was meinen die anderen so?
- 15.06.2009, 10:03 #12Chilly
AW: Anlehnung im Galopp
Mit Stolpern hat das nichts zu tun. Er gibt Dir doch schon den entscheidenden Hinweis, dass er sich in die Dreiecker lehnt, sie also also fünftes Bein nutzt. Das ist erstmal nicht weiter schlimm, lass ihn die Balance und seinen Takt finden, Galopp auf großen Bögen oder Ganze Bahn. Zusätzlich wurde ja auch schon zu gymnastizierenden Übungen im Schritt und Trab geraten (z.B. Übergänge und gebogene Linien, Seitengänge, angaloppieren aus dem Schultervor, je nachdem, welche Lektionen er schon beherrscht...)
Das mit dem Lehrgang ist eigentlich gar nicht so schlecht. Schließlich gehört auch Dressur und Springen dazu. Kleine Sprünge können helfen die Koordination der Beine zu verbessern, Stangenarbeit ebenso. Im Gelände kann er Kraft und Kondition verbessern, so dass ein runder Galopp nachher leichter fällt. Wer weiß, was der RL in dem Lehrgang für Tipps hat. Nach Hause schicken wird er Dich so schnell nicht, er soll Dir ja helfen.:1:
- 19.06.2009, 21:10 #13SirHenry
AW: Anlehnung im Galopp
Hallo ihr lieben!
Danke für alle Tips :) Ich denke ich werde das schon schaffen auf dem Lehrgang. Henry ist super leistungsbereit und strengt sich wirklich an. Er läuft im Moment wirklich schön. Im Galopp läuft er zwar noch nicht so am Zügel, aber er lehnt sich auch nicht drauf oder drückt den Rücken weg.
Heute bin ich meine erste Kombination gesprungen. 40cm und 70cm . Dann einen Oxer 1m x 80cm. iIst zwar nicht die Welt, aber er hats prima gemacht. Ich denke, solange ich gut auf ihn einwirken kann und sein Galopptempo bestimmen kann, wird das schon. Auf das rund werden arbeite ich nebenbei an der Longe und mit Stangenarbeit hin. Ich habe von anderen Robustponyreitern gehört, dass sie ähnliche Probleme haben.
Ich berichte nach dem Lehrgang mal, wie es gelaufen ist- hoffentlich mit Bildern.. Aber das passt dann wohl nicht mehr in dieses Thema..
Alsooo, vielen Dank!
lg didi
- 19.06.2009, 22:14 #14Dakota
AW: Anlehnung im Galopp
was hat denn die gallopparbeit mit dem robustpony zu tun?
- 19.06.2009, 22:25 #15Hazira
AW: Anlehnung im Galopp
ich sehs wie die anderen.
wenn das pferd in der bahn nicht sauber und locker galoppiert dann lieber kein vielseitigkeitskurs.
aber ich würde auch keine "vermehrte" galopparbeit machen sondern ganz flockig und unkrampfig mit biegen, stellen, seitengängen im schritt anfangen, danach im trab und dann erst im galopp wenn er sich in den zwei vorherigen gangarten gut macht.
lg
- 19.06.2009, 22:28 #16Hazira
- 19.06.2009, 22:35 #17Dakota
AW: Anlehnung im Galopp
kann schon sein. wobei V/A da schon drin sein muss. schwierig wirds mit der ganaschenfreiheit erst wenns richtung aufrichtung geht.
- 19.06.2009, 23:04 #18SirHenry
AW: Anlehnung im Galopp
Ja genaau- Der Körperbau von Robustponys macht es oft schwieriger Dressurmäßig zu reiten. Ich bin vorher Großpferde geritten und die bieten sich viel schneller an und sind dann auch leichter am Zügel zu halten. Jedenfalls habe ich diese Erfahrungen gemacht.
Ich werde mit Henry nichts überstürzen- ich denke der RL auf dem Lehrgang wird das schon einschätzen. wenn er sagt " Ist nicht!" Dann nehme ich eben Dressurstunden.
Aber im Moment bin ich ganz zuversichtlich, weil er schon die ersten Galoppsprünge am Zügel gemacht hat und ganz prima springt.
Der Vorteil an einem so einem Kompakten Wildpferd gegenüber vielen Großpferden ist, dass es auch ohne am zügel zu gehen nicht auseinanderfällt durfte ich von meinem RL lernen. Also er sagt ich soll weiter mit ganz kurzen Galoppsequenzen und Longenarbeit dran arbeiten ( Wie viele das vorgeschlagen haben :)* Danke*), kann aber nebenbei ein bisschen Springen. Bloß nicht zu lange oder zu hoch.
Aber wir sind ja alle Anfänger!
Ich freu mich total
Fotos und Berichte schreibe ich dann nach der Woche (ende juli) ..
glg und vielen Dank für die Tipps!
Anlehnung im Galopp
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