Anlehnung im Trab geht verloren

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  1. #1
    Ramon98

    Beitrag Anlehnung im Trab geht verloren

    Hallo,
    ich habe einen 11 Jährigen Dülmener.
    Er ist bis letztes Jahr bei insgesamt 5 Besitzern zielmich rüde behandelt worden und sollte dann zum Händler, weil ihn keiner kaufen wollte-halt wildpferdig.
    Inzwischen ist er meiner, steht im Offenstall, ist glücklich...
    Er war kaum ausgebildet. Ich hab mit ihm trainiert-erstmal gings nur ums Vertrauen und dann hab ich angefangen Dressur und Anlehnung zu üben(hab mir auf einem ebenem Feld eine 40x60 Bahn, lass ihn aber auch mal so über das ganze Feld rennen).
    Im Schritt und Gallopp klappt das zu 95% aber im Trab wird er mir ganz steif im Rücken und reißt den Kopf hoch. Ich kann nicht aussitzen und nicht leichtraben, so schnell trippelt er :(. Vorallem beim lösen. nach ner guten Stunde Arbeit geht er vorwärts-abwärts. aber man kann nicht vernünftig traben, bevor er ordentlich galloppieren konnte.
    Warscheinlich liegts an mir selber, aber im Schritt und Gallopp hat ers ja auch irgentwann geschnallt und macht es gerne.
    Von Ausbindern halte ich selber nicht viel. Das Pferd soll ja vertrauensvoll an die Reiterhand kommen und nicht gezwungen werden...

    Wäre super wenn mir jemand sagen könnte wie ich ihm das vielleicht besser nahebringen kann.


  2. #2
    franzivetmed

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Huhu,

    find das immer sehr schwer aus der Ferne Diagnosen machen. Immer hin wissen wir ja gar nicht wie Du reitest und wo Du eventuell Fehler machst. Kannst Du vielleicht mal ein Video machen lassen??

    Lg Franzi

  3. #3
    RioNegro

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Das stimmt. Ein Video wäre sicher hilfreich...

    Versteh ich richtig? Nach dem Galopp geht das mit dem Traben auch?

    Im Schritt und Galopp ist die Anlehnung da?

    Wie benimmt er sich sonst? Gerade in Übergängen? Kommst du da mit feinen Hilfen gut durch? Oder mußt du da mitunter schon deutlicher werden oder gar kräftig durchgreifen?

    Spontan würde ich sagen: Schritt. Ganz normal arbeiten. Dann antraben. Aber wirklich nur 2 oder 3 Tritte. Schon wieder Schritt. Und ganz normal im Schritt wieder arbeiten. Bis er wieder ruhig und runden Schritt an den Hilfen geht.
    Dann erneut.
    Das ganze am besten auf schöner gebogener Linie. Muss nicht eng sein. Aber schön gestellt und gebogen halt.

    Vom Sitz her würde ich zwar sitzen bleiben. Also möglichst unverändert. Aber nicht zu schwer einsitzen dabei.
    Und wirklich nicht mehr als 2 oder 3 Tritte erstmal.

    Wenn er so lange rund bleibt, 4 oder 5 Tritte. Usw. Steigern

    Wie siehts mit Seitengängen o.ä. aus??? Das hilft auch.

  4. #4
    Ramon98

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Ja vielen Dank, ich werde es ml ausprobieren:)
    Das mit dem Video ist schlecht. Bin ja nicht in nem Stall, sondern Privat. Die Besitzerin von der Stute liegt im Moment im Krankenhaus ( ich kümmer mich mit um ihre Stute- bei der klappt die Anlehnung übrigens ;))und es ist keiner dabei. Vielleicht nimm ich mal meine Freundin mit.
    könnt allerdings noch was dauern. ich versuchs erstmal mit den Tipps von oben.
    nochmal vielen dank

  5. #5
    RioNegro

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Und berichte dann ruhig mal, wie Pferdi reagiert....

  6. #6
    Piennie

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Was evt. auch helfen kann, sind Trabstangen. Das Pferd ist mehr oder weniger gezwungen einen gewissen Takt/ Schrittlänge einzuhalten und sollte sich im Normalfall über den Stangen vorwärts/abwärts strecken und vorallem den Rücken hergeben.

  7. #7
    blackbeauty

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Man kann sowas auch wunderbar von unten an der Hand erarbeiten. Wenn es von da aus klappt, wird es von oben wahrscheinlich leichter.

  8. #8
    Chilly

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Hallo!

    wie siehts denn mit einem mobilen Reitlehrer bei Dir aus, oder Reitunterricht in einem Stall/Reitverein in der Nähe? Ein RL sieht doch mehr, da er direkt vor Ort ist. Wenn Du das Problem schon länger hast und sich auch nichts bessert, würde ich Dir raten, dich nach einem RL umzusehen. Vier Augen sehen schließlich mehr als zwei.:1:
    Bins dahin würde ich auch den Trab nicht übermäßig fordern. Sondern ruhig zum lösen viel Schritt reiten und dann eher zum galoppieren kommen, wenn er sich dann besser löst. Nicht jedes Pferd lässt sich im Tab gut lösen und ich kenne auch ein paar Pferde die sich mit ruhiger Galopparbeit besser lösen lassen.
    Du schreibts ja dass er bei den Vorbesitzern ziemlich rüde behandelt wurde, deswegen könnte es vielleicht auch sein, dass er im Trab auf der Flucht ist? Vielleicht hat er da immer sehr ruppige Zügelparaden bekommen? In dem Fall braucht er vielleicht einfach noch ein wenig Zeit um dieses Verhaltensmuster abzulegen. Biete ihm die ruhige Hand an, ohne viel zu fordern.
    Verkrampft er beim Longieren in Trab auch so? Wie verhält er sich bei Ausbindern? (Du schreibst ja, dass Du davon nicht soviel hälst) Oder longierst Du ganz ohne? Ausbinder können kurzfristig eine Hilfe sein. Ich würds einfach mal ausprobieren, zumindest beim longieren.

    LG

  9. #9
    Ramon98

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Hallo.
    Erst einmal vielen Dank, für eure Hilfe.
    Ich hab den Tipp voon RioNegro mal ausprobiert. Hat ganz gut geklappt. hat zwar gedauert, aber ich denke so könnte man ihm das ein bisschen näher bringen..:)obwohl er überhaupt nicht begeistert war, sofort wieder zurückkommen zu müssen.
    Trabstangen hab ich an der hand und longe mal probiert, hat irgentwie kaum was gebracht, er ist immer mit riesen schritten drüber...nix mit Rücken hergeben oder so...:(

    Ich hab noch den Tipp bekommen, vorsichtig mit Flexen anzufangen, was haltet ihr davon? also er macht das ziemlich gut und hat nix dagegen...aber ob das soviel hilft weiß ich nicht.

    Ich bin ne Zeit lang mit Wienerzügeln geritten. Damit klappts ganz gut, aber wenn die nicht dran sind kommt der kopf direkt wieder hoch...
    Inzwischen hab ich ein Ringmartingal. Schritt und gallop wirds immer besser damit, aber im trab bringt uns das iwie garnichts...
    Mit Reitlehrern siehts hier schwireig aus. Ich bin mal mit ihm immer zu nem Stall geritten, und da eine Reitstunde genommen,aber die meinten ich solle ihm mit der Gerte zeigen wos langgeht. Die Stunde hab ich nicht zuende gemacht.
    Sonst muss ich mich mal nach jemandem mobilem umhören..
    vielen dank ic melde mich wieder!

  10. #10
    RioNegro

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    ja, klar. Das geht nicht von heute auf morgen.
    Das geht ja unter anderem um Muskelaufbau. Die brauchen ihre Zeit... :1:

    Bleib dran. Mach das `ne Zeit lang. Dann merkst du schon, ob es was bringt oder nicht.

    Die Trabstangen sind grundsätzlich auf jeden Fall eine gute Idee finde ich. Wobei ich in deinem Fall denke, dass die noch zu früh sind.
    Das kann man im späteren Verlauf glaub ich effektiver mit einbringen und nutzen.

    Step by step :1:

  11. #11
    Ramon98

    AW: Anlehnung im Trab geht verloren

    Ja,ja. alles ganz langsam. es wird schon sichtbar besser.
    Zumindest schnaubt er jetzt auch im Trab locker ab...
    Die Übungen waren aber auch gut, für die ANlehnung im Galopp. die gefällt mir auch immer mehr
    ich weiß nicht ob ich mir das einbilde, aber die muskeln werden schon fester :)
    Vielleicht fang ich nächsten Monat mal mit Trabstangen an, mal gucken wie er reagiert.
    vielen Dank!Hier mal ein Bild vom lockern. damit bin ich eigentlich zufrieden...
    War der Tag, an dem ichversucht hab die neue Trense anzupassen, deshalb hängt die noch seltsam darum:

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