Entzündung im Fesselbein

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  1. #1
    Honigmaus

    Entzündung im Fesselbein

    Wie einige ja schon in Snoopys Tagebuch gelesen haben, hat er eine Entzündung im Fesselgelenk.
    Kurze Zusammenfassung der Krankengeschichte:

    Tritt Ende Mai/Anfang Juni, TA da, Bluterguss Diagnostiziert, Paddockruhe, Entzündungshemmer.
    Nach einiger Zeit wieder lahm.

    Im Juli wurden dann Röntgenbilder gemacht: Diagnose Haarriss mit Verdacht auf Zystenbildung.
    4 Wochen Box, 4 Wochen Schritt, 2 Wochen Schritt und Trab, kurz wieder Galoppiert: Wieder lahm >:(

    Gestern waren wir beim Osteopathen, der hat nun eine Entzündung im Fesselgelenk festgestellt.
    Zum Glück nur eine leichte, die man gut behandeln kann.
    Er hat eine Magnetfeldtherapie bekommen, die so oft wiederholt wird, bis die Entzündung weg ist. Er darf/soll auf die Weide und darf spatzieren gehen (immerhin!).
    Nächste Woche wollte ich ihn mal auf Homöopathika ansprechen, die ich zur Unterstützung geben kann.
    Welche "Mittelchen" helfen gegen Entzündungen?

    Welche Erfahrungen habt ihr mit solchen Entzündungen gemacht?
    Auch mit unterstützenden Therapien.


  2. #2
    Charda

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Wie ich auch schon in deinem Stecki bemerkt habe Ist Teufelskralle ein super Entzündungsbekämpfer...
    Die Teufelskralle wirkt stark entzündungshemmend, abschwellend und leicht schmerzstillend

    Bei meinem Riesen wurde vor ca nem halben Jahr eine Hufrollenentzündung festgestellt... Er ging nicht wirklich lahm, aber auch nie wirklich klar. Ab dem Zeitpunkt der Diagnose, hab ich ihm Teufelskralle in Pulverform ( Makana: Makana ® Produkte > Teufelskralle ) gefüttert. Nach ca 5 Tagen ging er wesentlich besser. Nach ca 10-14 Tagen ging er absolut klar. Mittlerweile rollt er super ab, hat keine schmerzen und geht immer klar sogar bei kalt/nassem Wetter.

    Die Teufelskralle sollte man aber nur als Kur maximal 3 Monate zufüttern. Dazwischen mache ich eine Pause und gebe dafür Ingwerpellets. ( Makana: Makana ® Ingwer Pellets aus Nigeria,... ) Ingwer ist ein natürliches Schmerzmittel und wirkt ebenfalls entzündungshemmend.

    Daneben finde ich eine stetige und leichte Bewegung sehr wichtig. Wobei das bei dir ein anderer Fall ist... Im Normalfall sollte man eine akute Entzündung erst mal ausheilen lassen, sprich keine Bewegung... Aber da hat dir dein Osteopath bestimmt was dazu gesagt, oder?

    Ich hoffe Rio gibt ihren Senf noch dazu und gibt dir ein paar gute Tips für andere Homöopathische Mittel die du zufüttern kanns und du bekommst noch mehr Anregungen und ihr findet das passende für euch... :luck:

  3. #3
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Danke

    Ja, hat er.
    Weide, Weide, Weide, spatzieren gehen im Schritt ist auch okay.
    Wenn die Weiden zu sind, soll er sich auch bewegen.
    Die Bildung der Gelenkschmiere soll angeregt werden und das Gewebe braucht anreize um sich zu regenerieren.
    Stehen ist gut, aber für uns nicht. Zumindest nicht jetzt.

    4 Wochen stehen hatte er schon hinter sich, durch kontrolliertes Bewegen wurde es nicht schlechter, nur durch durch die Gegend bocken...

  4. #4
    Nadine1988

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Hallo,

    meiner hatte auch letztes Jahr eine Fesselgelenksentzündung im linken Vorderbein.

    Zuerst gabs Entzündungshemmer (bevor wir wussten, was es war, gibts ja immer vorweg), danach zwei Röntgenbilder gemacht, Diagnose war klar. Allerdings durfte meiner auf der Weide bleiben, solange er nicht groß rumtobt, sollte also ständig alles im Blick haben, wie er lief. Steigungen waren komplett tabu. Die erste Woche haben wir noch Equi gegeben, danach habe ich Teufelskralle + Ingwer gefüttert. Kann ich nur empfehlen, ich meine es hat geholfen. Ich habe Pellets gefüttert ... kann dir gerne noch den Link raussuchen ... diese habe ich mir letztens nochmal bestellt, weil er die nächste Entzündung im Sprunggelenk hatte.

    Nach ca. 6 Wochen war alles überstanden und es ist nichts zurückgeblieben. Du kannst auch mit BoT zusätzlich behandeln, ist allerdings auf der Weide denke ich ein wenig problematisch. Desweiteren füttere ich nun zusätzlich auch Muschelpulver (ob es nun fürs Gewissen ist oder ob es wirklich vorbeugt weiß nicht).

    LG

  5. #5
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Die Pellets würden mich sehr interessieren.
    Die Alleinfutterpellets, die auf den meisten (99% der Pelletfütternden Höfe) verfüttert werden sind grob gesagt: Müll.
    Da kommt alles rein, was in der Futtermittelindustrie übrigbleibt und keine andere Verwendung findet. Und solange dafür gezahlt wird...
    Naja, dies ist ein anderes Thema.
    Ansonsten kenne ich auch gute Pellets (Mineralfutter, Spezialfutter usw.) nur muss man bei allen die Zusammensetzung kennen.

    Meiner bekommt Mineralfutter, keine Equi (warum auch mit Schmerzmitteln behandeln, wenn die Schmerzen nur leicht sind? Dann ist die Versuchung auf der Weide zu toben umso größer (weil es eben nicht weh tut) da weigere ich mich strikt, solange er nicht schon im Schritt stocklahm ist und keinen Schritt mehr alleine tun will.

    Wofür dient das Muschelpulver?

  6. #6
    Nadine1988

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Die Pellets sind von Makana ... ich glaub Charda hatte diese erwähnt, aber ich habe mich für Pellets mit Teufelskralle & Ingwer entschieden und nicht beides einzeln verfüttert.

    Hier bitte: Makana: MAKANA ® Ingwer/Teufelskralle...

    Die liefern recht schnell.

    Das Muschelpulver dient der Bildung der Gelenksschmiere. Ich glaub, dass muss aber von der Grünlippmuschel sein. Das haben die z. B. auch bei Makana, musst mal ein bisschen weiter runterscrollen.

    Bei meinem war es genauso, dass er im Schritt eher weniger gelahmt hat, dafür aber im Trab umso stärker und auch in starken Wendungen. Mit dem Schmerzmittel hast du einerseits recht, dass sie dann vielleicht das Bein doch stärker belasten als sie sollten, aber ich hab mich entschieden, dass du geben, damit es ihm schneller wieder besser geht. Ich persönlich denke auch, dass jedes Pferd anders reagiert und das mein Pferd in der Box völlig abdreht, wenn alle anderen rauskommen. Das muss man aber von Fall zu Fall vorort entscheiden. Was für den einen gut ist, muss für den anderen nicht genauso gut sein.

  7. #7
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Danke für den Link!

    Ich werde den Osteo darauf ansprechen, wenn ich mit ihm telefoniere bzw. wieder da bin.
    Einfach was zugeben mag ich grade nicht, bevor sich da irgendwas nicht verträgt oder zuviel für das Gelenk wird (Magnetfeld, Homöopatika...).

    Alles nicht so einfach, wenn man sich genauer damit befasst...

    Blutegel sollen auch gut gegen Entzündungen sein habe ich gehört.

  8. #8
    Charda

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Naja, den Link hatte ich dir auch geschickt, von der gleichen Firma. Aber vlt. hast es ja überlesen...

    Und die Teufelskralle/Ingwer Pellets gemischt füttere ich z.B. absichtlich nicht, da man Teufelskralle über einen längeren zeitraum nicht füttern soll. Greift den magen an.

    Die Pellets Ingwer sind ebenfalls von Makana und man braucht nur ca 10gramm am Tag.

  9. #9
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Oh... Das hab ich wirklich übersehen oder verdrängt... :whistle:

  10. #10
    Farooq

    AW: Entzündung im Fesselbein

    hallo honigmaus,

    man kann auch meerretich geben. da aber den frischen, kein fertigglas ausm supermarkt, da das "kaufglasgemisch" zu schwach ist. der ist zwar scharf, wie auch der ingwer, aber meine stute hat den "frisch zubereitet" auch gegessen.

    kleiner tipp: ingwer niee über die pellets beim einweichen schon zugeben, da dieser dann "noch schärfer" im geschmack wird. also immer zuerst futter einweichen, dann ingwer drauf.

    wir haben hier irgendwo auch ein extra thema zu ingwer & co. musst mal gucken. das stehn glaub ich noch paar mehr sachen drin, über diverse mittelchen, wenn ich mich recht erinnere.

    ansonsten würde ich wirklich auch mal deinen ostheo/homeopathen fragen, wenn du so einen schon an der hand hast.

    hoffe, es wird bald besser. drück die daumen.

    gruss. uli

  11. #11
    Charly K.

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Hallo Honigmaus,

    Ingwer, Teufelskralle (und Grünlippmuschel, aber für andere Zwecke) finde ich ebenfalls klasse.

    Was mir / meinen Hunden / Pony außerdem immer gut hilft, ist
    * Traumeel
    und
    * Wobenzym.

    Beides "Menschenpräparate", die man aber auch laut TA unbedenklich an Hunde und Pferde geben kann.
    Beides allerdings ziemlich teuer, aber ich schwör drauf.


    LG, Charly

  12. #12
    Farooq

    AW: Entzündung im Fesselbein

    @ charly:

    traumeel gibts auch für tiere!

    nur mal schnell erwähnt sei. aber meines wissen ist in einem der beiden fälle (weiss etz nimmer ob in dem für menschen oder für tiere?) ein zusatzstoff mehr enthalten!? müsste man halt nachlesen....grins....

    grüssle . uli

  13. #13
    RioNegro

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Ingwer/Teufelskralle und auch Traumeel und Wobenzym - schließ ich mich an.

    Allerdings wirklich mit dem Hinweis, nicht einfach irgendwas zu geben. Sondern tatsächlich lieber abzusprechen.
    Denn "viel hilft viel" kann in die falsche Richtung gehen ziemlich leicht :1:

    Auch "von allem ein bißchen was" - ist "gefährlich". Im besten Fall schwächst du dadurch einfach die Wirkung der einzelnen Elemente und fütterst die "für die Katz" wie man so schön sagt.
    Genauso kannst du aber auch eine Art "Cocktail" zusammenmixen - der mehr schadet als nutzt.

    Nur weils "Natur" oder "homöopathisch" ist, ists ja nicht ohne Wirkung/Nebenwirkung/Wechselwirkung. Das vergißt man allzu leicht.

    *g* ist zwar ein häufiger Tipp von mir bei solchen Sachen, aber damit hab ich eben selbst wirklich konkret sehr positive Erfahrungen gesammelt. Deshalb würde ich Beinwellwurzelcreme verwenden. Unterstützend.

    Und ansonsten bist wie gesagt mit Ingwer/Teufelskralle ganz gut beraten. Wobei vor allem Teufelskralle wirklich nur kurmäßig gegeben werden sollte.
    Was eigentlich für alle Kräuter gilt.
    Auch könnte ich mir ganz einfache "reinigende" Kräuter wie Brennessel oder Löwenzahn vorstellen.
    Oder die gute alte Kamille. Kamille aber eher als Umschlag. Wobei ich Beinwellwurzel bevorzugen würde.

    Aber - am besten wärs schon, jemanden vor Ort dazuzuziehen, der sich mit sowas auskennt

  14. #14
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Danke für eure Antworten!

    Abgesprochen werden sollte das schon.
    Habe keine Lust da mehr kaputt zu machen, als es eh schon ist.
    Und bevor ich was kombiniere, was gar nicht zu der Erkrankung passt... Ne, das ist mir zu Gefährlich!

    Hat einer von euch Erfahrungen mit solchen Entzündungen?
    Mir wurde schon "Angst" gemacht von wegen Arthrose, Unreitbarkeit usw.
    Klar freue ich mich über alle Erfahrungen, nur die, die das sagten hatten sowas noch nicht...
    :

  15. #15
    Nadine1988

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Hey,

    alsoooo ... letztes Jahr hatten wir die Entzündung im Fesselgelenk vorne. Die Entzündung entstand durch seine Fehlstellung, weil die Knochen aneinander gerieben haben. Es war aber noch nicht so schlimm, dass man Anzeichen von Arthrose erkennen kann, also alles paletti. TA hat mit Hufschmied alles abgeklärt, der steht jetzt vernünftig, sodass nichts mehr reiben kann. So gibts also keine Probleme mehr.

    Die Entzündung im Sprunggelenk kam wohl durch ein Wegrutschen beim Ausreiten. Wie gesagt, wir vermuten das, genau sagen kann man das ja nie. Hatte auch erst Angst wg. Spat, aber am Knochen sieht alles super aus, lediglich die Entzündung ... die ist verheilt und nun ist hinten auch wieder alles paletti.

    Du siehst es kommt auch auf die Ursache an. Das kann man pauschal nicht sagen, ob es Folgeschäden gibt oder ob er wieder kerngesund wird. Das kann dir nur dein TA sagen, meist anhand des Röntgenbildes.

    Aber sieh mal nicht ganz so schwarz ... ich habe auch erst gedacht aber alles wird gut! Think positive! Auch wenn es sich nicht so toll anhört im ersten Moment, kann es wieder werden. :luck:

    LG

  16. #16
    Charda

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Naja, Arthrose heißt ja nicht gleich unreitbar! Chardo hat auch Schale vorne, zwar nicht so schlimm, aber der Befund ist da. Und wie ja schon berichtet, klappt die Teufelskralle Periode abwechselnd mit Ingwerpellets (die bekommt er trocken unters Kraftfutter gemischt und frisst die auch sehr gut) wunderbar. Er geht nicht mehr klamm und hat offensichtlich auch keine Schmerzen mehr. Beachtet wird bei uns seither eine sehr lange Schrittphase (eben mindestens 20 MInuten im Winter sogar eher 30) und kein Galopp/Trab auf härterem Boden... Und natürlich kein Springen mehr!

  17. #17
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Danke für die positiven Berichte
    Das gibt mir mehr Mut!

    Na ja, dass Arthrose, Spat, Schale nicht gleich Unreitbar ist. Nur wenn einem gesagt wird: Meine Stute hatte sowas ähnliches, Arthrose in dem Gelenk, und war dann unreitbar
    Das gibt einem nicht sonderlich Hoffnung...

  18. #18
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Neuster Stand der Dinge:
    Entzündung ist fast raus, Gelenk hat kaum noch Spiel.
    Und das nach nur einer Magnetfeldtherapie *freu*

    In 2 Wochen sollen wir nocheinmal hinkommen.

    Zusätzlich soll ich erstmal nichts geben, weil dies das Behandlungsergebnis verfälscht, ergo wären mehr Behandlungen notwendig, weil man nicht sagen kann, ob der Erfolg von dem Magnetfeld kommt oder von den Kräutern.

    Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, kann ich gerne eine "Arthrosekur" mit Teufelskralle usw. machen/durchführen.
    Dazu werde ich mich beim nächsten Termin ausführlich beraten lassen.

  19. #19
    Honigmaus

    AW: Entzündung im Fesselbein

    Snoopy ist lahmfrei *freu*

    Bin nur immer noch am Grübeln, was die Ursache ist.

    Ich denke, dass es durch das Abnehmen der Eisen kam (den Schmied werde ich auch nie wieder an ein Pferd lassen, nie wieder höre ich auf den Ratschlag: Den haben wir seit 30 Jahren, der ist gut!).
    Vermutlich hat er dadurch eine falsche Stellung und ein Hufgeschwür bekommen (was der TA wohl beim Rötgen übersehen hat bzw. er hat nicht tief genug geschnitten um es zu öffnen) durch das Geschwür hat er sich anders gestellt um das ganze zu entlasten.

    Also alles echt blöde gelaufen.

    Nun hoffe ich noch, dass der momentane Beschlag für uns der Richtige ist. Er unterstützt die Zehe mehr, als andere Eisen. Die Zehe ist 25mm dick, bei normalen Eisen nur 22mm.
    Bisher kommt er sehr gut damit zurecht. Nur stellt sich mir grade die Frage ob evtl. eine Platte mehr "Entlastung" bzw. Polsterung bringt, sodass das Gelenk weniger Stöße erhält.
    Beim nächsten Beschlag in 3-5 Wochen (je nachdem, wie die Hufe noch wachsen) werde ich meinen Schmied darauf anhauen. Einen Hufgrip gibt es da eh.

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