Hey,
Bei meiner Stute wurde vor ein paar Wochen eine Huflederhautentzündung festgestellt. Der Grund: Der Hufschmied hat viel zu viel Horn weggeschnitten, sodass sie jetzt viel zu kleine Hufe hat und das beim Laufen natürlich schmerzt :(. Da sie eh sehr empfindlich an der Sohle ist, haben wir uns nach einigen Gesprächen und Untersuchungen von der Tierärztin und einem Hufschmied, der auch in einer Pferdeklinik tätig ist, zu Platten mit Polsterung raten lassen. Hinzu haben wir uns auch noch Rat von unsrer Tierheilpraktikerin geholt.
Seit der Schmied sie verschnitten hat, sind nun fast 6 Wochen mit Reitpause, Schmerzmitteltherapie und Globulis vergangen. Mit dem neuen Beschlag läuft sie auch schon viel besser :), allerdings nur freilaufend. Die Tierheilpraktikerin meinte vor 2 Wochen, dass die Entzündung bereits am Abklingen ist und sie durch ihren Spat dennoch bewegt werden muss. Also hab ich sie als Handpferd mitgenommen oder bin mit ihr Spazieren gegangen. Da sie dabei wieder richtig fit ist und sauber läuft, hab ich es am Wochenende gewagt mich in den Sattel zu schwingen und bin eine kleine Runde im Wald (nur im Schritt) geritten. Resultat: Sie ging wieder lahm. Jetzt nehm ich sie wieder nur als Handpferd mit oder lauf eine Runde zu Fuß mit ihr, denn da lahmt sie nicht.
Wollte gerne von euch wissen, ob das normal ist, dass eine Huflederhautentzündung so lange dauert? Oder muss ich mir Sorgen machen, dass da doch noch was anderes ist?
Würde mich sehr über eure Antworten freuen :)
liebe grüße
Huflederhautentzündung
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- 10.11.2011, 14:07 #1Islandpferd92
Huflederhautentzündung
- 10.11.2011, 14:40 #2Charda
AW: Huflederhautentzündung
Wie lange hat sie denn die Entzündung jetzt schon? War das schon vor den Sechs Wochen, dass sie nicht klar ging? Was bekommt das Pferd alles gegen die Entzündung? Wie schlimm ist der Spat? Könnte da noch eine Hufrollenentzündung dabei sein?
Das sind erst mal fragen, die zu beantworten bzw zu überlegen sind, für eine einigermaßen sinnige Antwort. Was mir dazu noch einfällt ist, dass das Wetter gerade für Arthrose ganz ungeschickt ist. Feucht und kalt bringt meist ein erneuten Arthrose-Schub in Gang. Das kenn ich leider von meinem auch. Also könnte es auch von der arthrose sein, dass dein Pferd nicht klar geht.
Wenn die Entzündung allerdings schon so tief sitzt, wäre es ganz sinnvoll einen TA mit zu Rate zu ziehen, dass der dir evtl ein Medikament gegen diese gibt.
Falls du das noch nicht tust, wäre es in diesem Fall auch sehr sinnig Teufelskralle oder/und Ingwerpellets als Kur dazu zu füttern. Die Teufelskralle wirkt sehr entzündungshemmend ebenso wie der Ingwer. Außerdem haben diese Mittel eine natürliche Schmerzlindernde Wirkung. Allerdings sollte man Teufelskralle nur als Kur max 3-Monate am Stück füttern. Danach ist eine mindestens 4-6 wöchige Pause nötig um den Darm/magen bereich nicht zu stark zu reizen.
Viel Bewegung ist bei Arthrose ebenso sehr wichtig, allerdings bei einer akuten Entzündung wiederum störend für den Heilungsprozess. Was sagte denn der TA dazu? Wo steht das Pferd? Offenstall? Box? Täglicher Weidegang? Meist ist schon eine Offenstallhaltung oder der tägliche Weidegang genug Bewegung für eine akute Entzündung...
- 10.11.2011, 19:54 #3Chiara22
AW: Huflederhautentzündung
Verschmiedet. Heilungsdauer 6 Monate. Durfte nur Schritt führen a 30 Minuten in der Zeit, damit das Hufhorn einen Anreiz bekommt. Hab ein Zusatzprodukt vom Tierarzt für besseren Hufwachstum bekommen. Machst Du zu viel, riskierst Du, daß aus der Huflederhautentzündung eine Rehe wird.
- 11.11.2011, 11:42 #4Islandpferd92
AW: Huflederhautentzündung
Hey,
Danke für eure schnellen Antworten :)
Wie schon gesagt wurde die Huflederhautentzündung vor etwa 6 Wochen festgestellt. Wir hatten bereits vorher den Verdacht, dass irgendetwas nicht stimmt, da sie immer wieder Taktfehler zeigte. Herausgestellt hat sich, dass der Hufschmied schuld ist. Er hat nicht nur viel zu viel Horn weggeschnitten, sondern die Hufe auch falsch gestellt. Sowas lässt sich leider erst nach einiger Zeit feststellen :(. Die Fehlstellung ist nicht dramatisch, aber für ein Pferd mit Vorbelastung in den Gelenken natürlich fatal. Der neue Schmied kann das Horn auch erst wieder bearbeiten, wenn genug nachgewachsen ist. Den Spat hat sie inzwischen seit ca. 15 Jahren und kommt super damit klar. Sie braucht keine Medikamente und hat von sich aus einen guten Bewegungsdrang. Hinzu kommt leider eine Hufrollenetzündung im selben Bein wo sich nun auch die Huflederhautnetzündung entwickelt hat. Allerdings haben wir auch da seit einigen Jahren keinerlei Probleme mehr. Die Tieräztin kennt sie jetzt auch schon seit längerer Zeit und ist sehr optimistisch, dass das weiterhin so gut bleibt. Die Untersuchungen in den letzten Jahren bestätigen ihre positive Einstellung.
Im Moment bekommt sie Schmerzmittel und 3 verschiedene Sorten Globulis gegen die Entzündung. In den ersten 2 Wochen stand sie. Da aber die Entzündung inzwischen am Abklingen sein soll, haben mir die Tierärztin sowie die Tierheipraktikerin dazu geraten, sie regelmäßig leicht zu bewegen. Eben um einen Arthroseschub zu vermeiden.
Untergebracht ist sie in einem Offenstall mit angrenzender Koppel. Bewegungsfreiheit hat sie, aber sie ist keine, die ständig auf der Koppel hin und her rennt. Sie gehört eher zur gemütlichen Truppe, die nur im Gelände zeigen will, was sie kann. Da ist im Moment jedoch nur Schritt an der Hand angesagt.
Das mit der Teufelskralle und dem Ingwer ist ein guter Tipp :) Danke.
Mich beunruhigt es einfach, dass sich das so lange hinzieht und sie beim Freilaufen keine Anzeichen von einer Entzündung im Huf zeigt, aber wenn das bei deinem Pferd Chiara22 auch so lange gedauert hat, bin ich etwas beruhigter :). Was für ein Mittel hast du denn von deinem Tierarzt bekommen? Vielleicht werd ich nochmal meine Tierärztin und den Schmied zu Rate ziehen :). Ich möchte eine Rehe oder ähnliches auf jeden Fall vermeiden!
liebe grüße

