Hallo liebes Reitsportforum,
ich hoffe ich bin hier richtig und falls es bei euch einen Vorstellungsthread geben sollte, werde ich das noch nachholen.Entschuldigt wenn ich falsch gepostet haben sollte,ich dachte hier gehört es wohl am ehesten rein...,allerdings muss ich mich einfach dringend mit weiteren Reitern und Pferdebesitzern austauschen weil ich einfach Überfordert mit der Situation bin... eine Entscheidung treffen zu müssen . Mal wieder.
Entschuldigt schon mal, das Posting wird etwas länger werden und ich danke auch für´s durchlesen,aber ich muss mir das einfach mal von der Seele schreiben weil´s so langsam doch arg schlaucht und ich alleine nicht drauf komme ,wie ich was machen soll und pb überhaupt.........:
Erstmal zur Geschichte an sich :
Wir haben 2 Pferde, also hatten... Einen Wallach, Flash und ein Pony , Flame. Beide gehören meinem Freund , wir wohnen schon seit fast 4 Jahren zusammen und daher kann man wohl verstehen dass es irgendwie auch meine Jungs geworden sind...
Beide hatten noch niemals ein Wehwehchen, bekommen 1A -Futter ,haben immer Heu ,eine eigene Wiese , mein Mann ist Huftechniker ,sprich : Die Hufe sind auch immer gemacht und die haben ein gutes Leben inmitten von Hühnern ,Hunden und uns .
Ein Bauernhof halt.
Letzten Mittwoch hat irgendwas nicht gestimmt...es war einfach was nicht so wie sonst. Mein Mann merkte es auch, sonst geht er einfach zur Arbeit und weckt mich vorher auf ,damit ich rausgehe und die Pferde mache.
Die Pferde stehen bei uns hier im 12.000 m² großen Hof mit Winter- / Sommerstall...Natürlich sind sie im Moment im Winterstall und mein Mann ging also hinter und hat geschaut warum unser Großer so arg am bollern und scharren war. Er war total verschwitzt, hatte Panik in den Augen und mein Mann hat die 2 sofort rausgelassen und geguckt was er hat.
Harter Bauch, unglaubliche Schwitzattacken, er schaute immer wieder Richtung Bauch... - Kolik.
Kaum hörte ich die Pferde draußen , war ich natürlich schon draußen und hab versucht einen Tierarzt zu erreichen. Pustekuchen. "Tagung" - "Nicht da" - "Nur Haustiere" waren da nur einige Beispiele.Selbst auf Notfall regaierten die meisten mit Schulterzucken. Das konnte man schon fast hören..........
Mein Mann ließ ihn derweil sachte gehen und sorgte dafür,dass Flash sich nicht ablegte.
Schließlich (2 Stunden später!) habe ich dann einen erreicht ,der Bruder eines TA der Pferde behandelte, aber auch dieser hatte den das nötige Fachwissen um Notfall-mäßig einzugreifen. Er kam sofort (20 mins später..), hat Infusionen verabreicht (insg. 6 Stück....) und uns gesagt dass wir ihn Trinken lassen sollen und evtl. schauen sollen dass er etwas Heu zu sich nimmt. Die Magensonde(heißt das so? Ich nenn es mal so, der durchsichtige Schlauch an dem lecker genuckelt wird..) ließ er ohne große Gegenwehr über sich ergehen und die Rektaluntersuchung war unauffällig -also er konnte so weit er spüren konnte keine Schlingen etc ausmachen. Also war die vorl. Diagnose ersteinmal :Krampfkolik.
Er bekam Kramplöser gespritzt (auch insg. 3 x im laufe des Tages..) und es wurde und wurde trotz stetigem gehen,zureden und laufen lassen nicht besser. Es wurde zwar kurzzeitig so,dass wir dachten ok vielleicht hat sich´s gelöst aber dann ,2 Stunden späte wussten wir das es die Mittel gewesen sein müssen und haben den TA nochmal kommen lassen....
Irgendwann ließen wir ihn sich ablegen ,schließlich wälzen sie sich ja auch gerne mal unertastete Darmschlingen frei... Auch da passierte wieder nix, außer dass das Pferd sich hinlegte, zwar wälzte aber nach 2 Versuchen aufgab und die Augen schloss.... Da wir aber wussten , dass er noch KANN, haben wir ihn wieder hochgewälzt und er stand auch auf,ohne murren , mit einem Ausdruck in den Augen..so etwas starkes habe ich noch niemals gesehen..., ein Beweis dafür dass er auf jeden Fall nicht gehen wollte..er war doch erst 12....Das passierte des öfteren am Tag, irgendwann haben wir dann einen Hänger beigeschafft und haben ihn in die Tierklinik gefahren... Leider wussten wir ,dass OP´s nunmal unglaubliche Risiken bergen und unser Tollpatsch da wahrscheinlich Probleme habe ,aber wir haben gewusst dass es sonst nur noch eine Möglichkeit gäbe und die wollten wir um jeden Preis umgehen....er war und ist und wird auch immer das große Baby meines Mannes und mir bleiben,er war ein großes Herz auf 4 Beinen...wir konnten ihn einfach nicht gehen lassen.
Er ging freiwillig in den Hänger (ein WUNDER sag ich euch, mein Mann hat in mal versucht zu verladen und hat sage und schreibe 16 Stunden gebraucht - Erfolgslos! Der Gaul hat immer noch draußen gestanden) und hat die ganze Fahrt über gescharrt wie wahnsinnig... Kaum war er in der Box in der Klinik ging´s los... Er war wie von Sinnen und überhaupt nicht mehr ansprechbar , null, garnicht. Die Schmerzen hatten überhand genommen...
Nun , ich möchte erstmal was zur Klinik loswerden, denn darum geht es letzendlich...:
-Die Boxen waren unglaublich ,wirklich unglaublich, rutschig und glatt. Also mal garnix für Kolikpferde.
Allerdings war dick Eingestreut (Kleintierstreu da..) aber wenn ein Pferd aus dem OP kommt wird dies jawohl nicht
vorhanden sein...
-Die Leute kamen mir zwar seriös und wirklich Erfahren sowie fachkundig vor,und ich bin was TÄ angeht extrem kritisch, aber irgendwie waren sie halt auch wirklich ängstlich. So haben die nichtmal zB gefragt, ob eine Magensonde legbar wäre ohne Nasenbremse, nein die wurde direkt angelegt. (An unserem Baby!Unserem Sensibelchen! Und da wurde er auch wieder aktiv und hat sich gewehrt, er war ein Wallach und wirklich extrem verweichlicht...) Ohne ging´s dann wesentlich besser.
Die(am ende insg. 3 Ärzte..)untersuchten ihn schließlich , Blutprobe war soweit OK, das einzige was im Moment wirklich akut wurde waren a) plötzlich doch Darmschlingen , sogar im Dünndarm also wirklich wirklich akut weil man die ja sonst eig. nicht spüren sollte und b) dass der Kreislauf unseres Baby´s so langsam zu schwinden begann...also die Schübe wurden wieder schlimmer, Schmerzmittel schien nicht mehr zu wirken und selbst die schon verabreichte Narkosespritze schlug nicht mehr an. Wir hatten der OP schließlich zugestimmt weil wir einfach wussten es ist sonst vorbei und das wollten wir nicht, nicht wegen der ersten Kolik in seinem Leben! Das erste was uns gesagt wurde " 4-6000 €! " ..Sehr kurios . Fand ich.
Wir ließen in dort, mit letzendlich gutem Gewissen und nem Hauen Hoffnung, mein Mann war so erschöpft dass ,kaum waren wir zuhause, er schon im Bette lag und tief grunzte.. Er konnte nicht mehr,genauso wie ich und so ziemlich alle anderen hier..sein Bruder, unsere Freunde etc.
Um 11 waren wir zuhause, sie sagten ca. 2 Stunden würde die OP dauern. Wir sollten uns aber nicht allzugroße Hoffnungen machen aber natürlich hört man auf sowas nicht wenn man geht ....
Um 10 nach 1 konnte ich nicht mehr, ich hab auf der Couch im Wohnzimmer gesessen und ..ich glaube leer in die Gegend gestarrt? Oder war ich am Laptop und habe nach weiteren Geschichten geschaut ,wie das mit der Kolik so ist/sein kann? Ich weiß es nicht mehr,ehrlich gesagt...ich hab das Telefon in die Hand genommen, die Nummer gewählt und nachgefragt was los ist, wie es läuft....? Ich bekam den Arzt an die Leitung ,er erinnerte sich zum Glück an mich weil ich meinen Hund dabei hatte, und er durfte mir deshalb auch Auskunft geben :
"Alles Ok, er hat alles überstanden , selbst der Kreislauf war "bombenmäßig"!! , wirklich unglaublich dass er das so gut weggesteckt hat. Aber - er muss jetzt noch aufstehen ! Wenn er das geschafft hat ,ist die Kuh zwar noch net vom Eis aber die OP ist schonmal gut verlaufen!"
Ich war natürlich endlos erleichtert, hab mich ins Bett verzogen, das Telefon quasi in das Kopfkissen gesteckt und bin eingedöst...........
Keine Stunde später der vernichtende Anruf : "Ich hab leider schlechte Nachrichten , er hat es leider nicht geschafft.....ich musste ihm grade die erlösende Spritze verabreichen er hat sich beim Aufstehen das Bein gebrochen, so gebrochen, dass es irreperabel war......"
Ich bin fast umgefallen ,er hatte es doch schon fast geschafft , wieso... was... ich war total durch den Wind und habe nur noch angeordnet dass unser..Pferd..nicht in die Wurstfabrik soll und aufgelegt..mich bedankt und ..aufgelegt....
Nach langem hin und her (soll ich ihm wenigstens die eine Nacht schlaf noch lassen..?)hab ichs dann meinem Freund gesagt ,ihn geweckt und ...natürlich ist eine Welt zusammengebrochen ... Wir haben die Pferde halt nicht im Stall stehen oder so, sondern bei uns quasi direkt vor der Haustür.. Die haben schon ein paa mal quasi bei uns im Flur gestanden..das waren mehr als "nur Pferde"(bitte nicht falsch verstehen)...
*puh...*
Nachdem uns eingefallen ist ,dass es nicht sein kann dass er sich ein Bein bricht ,wenn er hier doch 7 x (!!) von uns hochgeholt und hochgehievt wurde,habe ich angefangen lange zu recherchieren..
ist die Klinik schuld?
Auch eine weitere Reiterin bei uns im Verein sagte ,dass soetwas auf keinen Fall passieren dürfte, der Vater meines Freundes sagte auch dass das nicht passieren dürfe!
..Sollen wir einen Anwalt einschalten? Wie machen wir das am besten? Was meint ihr? Ich bin noch so durch den Wind, ich kann keinen klaren Gedanken fassen.. :(
Wie oft haben wir doch zusammen die Post geholt(im Hof.. :) )...
Gestern kam die Rechnung beider Tierärzte : Die Klinik scheint Rabatte zu vergeben : Plötzlich sinds nur knappe 2600 € statt der erwarteten 4-6000 €. Wieso? Weiß ich nicht....Dachte sowas ist geregelt..
....Liebe Grüße
...wie gesagt danke für´s lesen und ..ich brauche dringend Hilfe von Euch!
Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Diskutiere Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld? im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum im Bereich Medizin; Hallo liebes Reitsportforum, ich hoffe ich bin hier richtig und falls es bei euch einen Vorstellungsthread geben sollte, werde ich das noch nachholen.Entschuldigt wenn ich ...
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- 28.01.2012, 14:57 #1Speechless
Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
- 28.01.2012, 15:22 #2Charda
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Hmmmmmm... Irgendwie dubios...
Also erst mal: Ich wäre sofort in die Klinik mit so nem Pferd. Wenn er wie du schreibstALso wenn er schon so schmerzen hat, hätte ich ihn nicht noch nen halben Tag rumgezogen. Wenns noch nicht mal besser wird, wenn ein TA ihm...war total verschwitzt, hatte Panik in den Augen....
Harter Bauch, unglaubliche Schwitzattacken, er schaute immer wieder Richtung Bauch... - Kolik.6 Infusionen verabreicht?! Warum sagt der TA da nicht sofort ab in die KLinik?! Heu fressen als Tip bei einer Kolik find ich auch äußerst seltsam. Aber um das gehts ja wohl alles nicht...hat Infusionen verabreicht (insg. 6 Stück....)
Dass sich dieses arme Tier beim Aufstehen ein Bein bricht find ich schon extrem seltsam. Aber ich wäre auch einfach überhaupt nicht gegangen. Meine Stute hatte vor fast genau 3 Jahren auch solche Symptome. TA war ebenfalls ca 20 minuten später da. Sagte aber gleich, ab in die Klinik! Dort wurden 10 Ltr INfusion verabreicht, weil dieses arme Pferd so schlechte PAT Werte hatte, dass sie sich kaum noch auf den Beinen halten konnte! Während dieser Infusion wurde Ultraschall und weitere Untersuchungen gemacht um zu sehen, was da ungefähr auf uns zu kommt. Zu diesem zeitpunkt war der KOstenfaktor auch absolut uninteressant! Als die PAT Werte wieder halbwegs im Grünen waren, gings in den OP. Dort fragte man uns dann und klärte über die Kosten auf. Die wären bei einer einfachen OP um die 2000€ bei einer OP mit Klinik aufenthalt bis zu 7000€ gewesen... Wenns denn geholfen hätte....
Die Kosten waren absolut 2. Rangig.
Beim Öffnen durften wir anwesend sein. Der TA hat genau erklärt, was er da macht, wie es um sie steht und uns dann gefragt, was wir machen möchten...
Komisch an deinem Verlauf finde ich, dass der TA euch nach Hause schickte, ohne wirklich zu wissen was jetzt da im argen ist. Sollte Kot in die Bauchhöhle gelaufen sein, hätte er ja nichts mehr machen können. Da kanns schon sein, dass es dem Pferd nach der OP erst mal kurzzeitig besser geht, es aber dann trotz allem daran stirbt... Die Geschichte mit dem Bruch hätte ich evtl noch mal nach Prüfen lassen von einem anderen TA. Ist ja trotz allem noch euer Pferd, auch wenns nicht mehr am Leben ist... d
- 28.01.2012, 15:44 #3Speechless
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Hallo,
danke erstmal für die rasche Antwort.
Ja ich dachte schon dass das komisch wirkt , zur besser Verständlichkeit:
Als wir sahen dass es ihm so mies ging haben wir ja direkt einen TA angerufen, allerdings haben wir erst ewig keinen erreicht und dann war die Frage , wie wir ihn dahin bekommen.Ersten hatten wir kein Auto mit Anhängerkupplung (total blöd, immer ist einer da und wenn man man jem. bräuchte..) und wir,bzw. mein Mann, wusste ja dass das Pferd einfach nicht in Hänger geht, der hat selbst Angst vor nem Eimer....weil er denkt das wäre für ihn. Salben etc sind auch so´ne Sache gewesen..
Er hatte vorher eine unzumutbare Haltung über sich ergehen lassen müssen,die Vorbesitzerin hatte nen Lattenschuss,das saß bis zuletzt...
Der erste TA hat zwar gemeint , Klink auf jeden Fall, aber er hat auch gemeint wir sollten halt erstmal versuchen ihn laufen zu lassen und schauen dass es sich so löst..weil die OP eben so extrem Risikobehaftet sei.
Ultraschall wurde in der Klinik nicht gemacht, nicht dass ich´s wüsste jedenfalls... Die Klinik sagte mir,als ich angerufen hatte,nachfragte und es hieß er müsse nur noch auftstehen, dass sehr viel Darm weggeschnitten werden musste. Heißt für mich soviel wie : Der TA 1 hätte doch sehen, fühlen müssen dass da was aufgast und dementsprechend direkt sagen müssen KLINIK und zwar DORTHIN. Ich werd daraus einfach nicht schlau...
Die Boxen in der Klinik waren auch wie gesagt nicht ausgelegt mit Matten oder so wie sonst eig. , wie eine Gummizelle präpariert..Nichts.
Und die war die nächste Klinik mit ca 50 km Entfernung.... die übernächste wären ca 90 km gewesen, die hätten aber die" Gummizellen" gehabt. Aber wir dachten wir tu´n ihm den Weg nicht auch noch "an" - wollten einfach dass er so schnell wie möglich Hilfe bekommt und uns kam das irgendwie am sinnvollsten vor , zur nächsten Klinik zu fahren....
Ob wir es hätten verhindern können? Aber vielleicht wäre der Weg bis dahin zu lang gewesen und es wäre weiterhin zu viel Zeit verstrichen ,wären wir die 90 km gefahren..oh man.
Danke für die Antwort...bestärkt wenigstens ein bisschen darin ,dass wir nicht ganz falsch liegen in unserer Annahme..
Lg
- 28.01.2012, 16:32 #4Schroedemann
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Ich habe gehört, dass das nicht selten passiert. Eine Miteinstellerin hat sich vor zwei Jahren einen wertvollen Hengst gekauft, der aber zum Wallach gemacht werden sollte. Da das Pferd sehr teuer gewesen war, hat sie extra nur für diese ja recht harmlose OP eine Versicherung abgeschlossen. Ich war erstaunt, als sie mir das erzählte, denn das Pferd war in einer renommierten Klinik. Und daraufhin sagte sie mir, dass es wohl nicht selten der Fall sei, dass ein Pferd die OP gut übersteht, dann aber beim Aufstehen verunglückt. Mir sind die Backen eingefallen,denn ein halbes Jahr vorher ist meine Stute bei Vollnarkose operiert worden (Period.Augenentzündung). Und von den Risiken des Aufwachens hatte ich nichts gewusst.
Das tut mir sehr leid für euer Pferd, aber vermutlich hat die Klinik keinen Fehler gemacht.
Ich fürchte, ein Anwalt kann euch da erst mal nicht helfen. Ihr brauchtet, wenn überhaupt, einen fachkundigen Gutachter.
Wenn ich das lese,bin ich immer heilefroh, dass in meiner Gegend jede Menge Fachtierärzte für Pferde herumlaufen. Und es gibt in erreichbarer Nähe auch vier Kliniken, die Kolik-OPs machen.Als wir sahen dass es ihm so mies ging haben wir ja direkt einen TA angerufen, allerdings haben wir erst ewig keinen erreicht und dann war die Frage , wie wir ihn dahin bekommen
Ich nehme an,dass das Pferd eine Dünndarmkolik hatte. Das ist die gefährlichste und schmerzhafteste Kolik überhaupt.
Die Stute einer Freundin hatte die mal im Sommer gehabt. Die TA, (hoch kompetent), die sie behandelt hatte - Tropf - hatte gleich gesagt, dass, wenn die Symptome nach Absetzen der schweren Medikamente wieder kämen,das Pferd in die KLinik müsste. In den drei Stunden, die wir Zeit hatten, haben wir dann Auto und Hänger organisiert. Aber dann kam eine Miteinstellerin, die Heilpraktikerin und Akupunkteurin ist, und hat der Stute ein paar Nadeln in den Bauch gejagt.
Und die Schmerzen sind dann nach Abklingen der Medikamente auch nicht wieder gekommen.
Als meine Stute im November eine Mini-Dünndarmkolik hatte, habe ich ihr neben der TA Behandlung auch sofort die Nadeln setzen lassen. Ich schwöre da drauf. Leider ist die Einstellerin jetzt ausgezogen.
- 28.01.2012, 19:43 #5Osaka
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Ich war mal bei einer Equiene Sarkoide OP dabei. Nach der Vollnarkose beim Aufstehen hat das Pferd den ganzen Zaun mitgenommen auf dem Paddock. Man konnte die Litze glücklicherweise durchtrennen sodass nichts passiert ist.
Aber das größte Risiko wäre das Aufstehen nach der OP, meinte auch der TA. Die taumeln dann und können sich kaum auf den Beinen halten. Und man steht da und kann nichts machen, weil es ja auch gefährlich ist einen Tritt abzubekommen. Der TA hat uns verboten da rein zu gehen in den Paddock. Naja, aber es ist ja gut gegangen.
- 28.01.2012, 20:22 #6Berliner_Reiter
- 28.01.2012, 21:06 #7Berliner_Reiter
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Wir ließen in dort, mit letzendlich gutem Gewissen und nem Hauen Hoffnung, mein Mann war so erschöpft dass ,kaum waren wir zuhause, er schon im Bette lag und tief grunzte.. Er konnte nicht mehr,genauso wie ich und so ziemlich alle anderen hier..sein Bruder, unsere Freunde etc.
Um 11 waren wir zuhause, sie sagten ca. 2 Stunden würde die OP dauern. Wir sollten uns aber nicht allzugroße Hoffnungen machen aber natürlich hört man auf sowas nicht wenn man geht ....
Um 10 nach 1 konnte ich nicht mehr, ich hab auf der Couch im Wohnzimmer gesessen und ..ich glaube leer in die Gegend gestarrt? Oder war ich am Laptop und habe nach weiteren Geschichten geschaut ,wie das mit der Kolik so ist/sein kann? Ich weiß es nicht mehr,ehrlich gesagt...ich hab das Telefon in die Hand genommen, die Nummer gewählt und nachgefragt was los ist, wie es läuft....? Ich bekam den Arzt an die Leitung ,er erinnerte sich zum Glück an mich weil ich meinen Hund dabei hatte, und er durfte mir deshalb auch Auskunft geben :
"Alles Ok, er hat alles überstanden , selbst der Kreislauf war "bombenmäßig"!! , wirklich unglaublich dass er das so gut weggesteckt hat. Aber - er muss jetzt noch aufstehen ! Wenn er das geschafft hat ,ist die Kuh zwar noch net vom Eis aber die OP ist schonmal gut verlaufen!"
Ich war natürlich endlos erleichtert, hab mich ins Bett verzogen, das Telefon quasi in das Kopfkissen gesteckt und bin eingedöst...........
Keine Stunde später der vernichtende Anruf : "Ich hab leider schlechte Nachrichten , er hat es leider nicht geschafft.....ich musste ihm grade die erlösende Spritze verabreichen er hat sich beim Aufstehen das Bein gebrochen, so gebrochen, dass es irreperabel war......"
Ich bin fast umgefallen ,er hatte es doch schon fast geschafft , wieso... was... ich war total durch den Wind und habe nur noch angeordnet dass unser..Pferd..nicht in die Wurstfabrik soll und aufgelegt..mich bedankt und ..aufgelegt....
Nach langem hin und her (soll ich ihm wenigstens die eine Nacht schlaf noch lassen..?)hab ichs dann meinem Freund gesagt ,ihn geweckt und ...natürlich ist eine Welt zusammengebrochen ... Wir haben die Pferde halt nicht im Stall stehen oder so, sondern bei uns quasi direkt vor der Haustür.. Die haben schon ein paa mal quasi bei uns im Flur gestanden..das waren mehr als "nur Pferde"(bitte nicht falsch verstehen)...
*puh...*
Nachdem uns eingefallen ist ,dass es nicht sein kann dass er sich ein Bein bricht ,wenn er hier doch 7 x (!!) von uns hochgeholt und hochgehievt wurde,habe ich angefangen lange zu recherchieren..
ist die Klinik schuld? Kurz und knapp: Nein.
Auch eine weitere Reiterin bei uns im Verein sagte ,dass soetwas auf keinen Fall passieren dürfte, der Vater meines Freundes sagte auch dass das nicht passieren dürfe! Dürfte nicht passieren - tja, das sagt sich so leicht. Unfälle passieren nunmal. Da kann keine Klinik was dafür. Zumal die Kliniken extra "Aufwachboxen" haben, die die Unfallgefahr eindämmen.
..Sollen wir einen Anwalt einschalten? Wie machen wir das am besten? Was meint ihr? Ich bin noch so durch den Wind, ich kann keinen klaren Gedanken fassen.. :(
Das wird euch nichts bringen. Kein Geld zurück und schon gar nicht euer Pferd.
Wie oft haben wir doch zusammen die Post geholt(im Hof.. :) )...
Gestern kam die Rechnung beider Tierärzte : Die Klinik scheint Rabatte zu vergeben : Plötzlich sinds nur knappe 2600 € statt der erwarteten 4-6000 €. Wieso? Weiß ich nicht....Dachte sowas ist geregelt.. Siehe oben. Erste Schätzung der Kosten kann abweichen, je nach tatsächlichem Aufwand.
....Liebe Grüße
...wie gesagt danke für´s lesen und ..ich brauche dringend Hilfe von Euch
Als erstes möchte ich dir erstmal viel Kraft wünschen, euren Verlust einigermaßen wegzustecken. Wenn man lange Zeit mit einem Tier verbringt, sich intensiv beschäftigt, ist der Verlust immer groß! Es liegt wohl in der Natur des Menschen zu fragen.
Warum er?
Warum jetzt?
Letztendlich muss irgendjemand "schuld" sein. Irgendwer, dem wir wissentlich oder unwissentlich die Verantwortung für das Gesschehene aufbürden können. Ich verstehe dich total, aber schau mal: die TÄ haben ihr bestes getan, um euer Pferd zu retten, sein Leben zu erhalten. Es ist ein Unfall passiert. Ich denke, dass alles für dein Pferd getan wurde und du, mit ein wenig Abstand, das auch erkennen wirst.
Weiterhin viel Kraft dafür.
- 28.01.2012, 21:20 #8Schroedemann
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Ich habe das so verstanden,dass es Kleintierärzte waren. Was sollen die bei einem Kolikpferd? Helfen können die doch auch nicht.WAS ist denn das? Wenn ich einen TA wegen einer lebensgefährlichen Kolik anrufe, steht der in 5 min. auf der Matte.. Das ist ja echt unglaublich!
- 28.01.2012, 22:48 #9Charly K.
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Hallo Speechless,
ich verstehe Deine Verzweiflung und Deinen Schmerz, und wünsche Dir einfach viel Kraft!
Ich wundere mich allerdings über einiges bei der Story...
1) Was war denn bitte mit Eurem betreuenden TA???
Wie Berliner Reiter schrieb - wenn ich MEINEN Tierarzt in einem echten NOTFALL kontaktiere, ist der sofort bereit!
Was hatte denn Euer TA, daß er nicht kam???
(Irgendeinen Pferde-TA werdet ihr ja haben, die werden ja mindestens 4x im Jahr entwurmt und 1x im Jahr geimpft, also wer hat das denn immer gemacht?)
2) Ich sehe es genaus wie Berliner Reiter - man kann der Klinik NICHTS vorwerfen!
a) Fast alle Kliniken nennen bei einer Kolik zuerst die Kosten für die OP - weil viele Besitzer da schon entscheiden (müssen), das Pferd zu erlösen, weil sie eine OP nicht zahlen können / wollen.
Ich kenne 2 TA nah genug, um schon öfter mit ihnen draüber gesprochen zu haben - das ist leider so.-
b) Natürlich kostet es jetzt weniger - Pferdchen ist ja leider schnell gestorben, also weniger Tage Unterkunft, weniger Tage Schmerzmittel, weniger Tage Infusionen...
Was findest Du daran jetzt merkwürdig?
Ist doch bei Menschen (Krankentage, ICD10) genauso.
c) Woher willst Du wissen, wie die AUFWACHbox aussah?
Hast Du DIESE gesehen, oder nur die Klinikboxen?
Es ist üblich, daß die "Verwahr-Boxen" leer und nackt sind, wenn sie kein Pferd beherbergen - weniger Möglichkeit, daß sich Keime einnisten.
Die werden dann erst kuschelig eingestreut, wenn ein Pferd konkret da rein soll.
Die Aufwachbox ist meist gut gepolstert, aber direkt am OP - deswegen nochmal die Frage: Hast Du wirklich die AUFWACHbox gesehen und für rutschig befunden?
d) Charda - ich persönlich würds zwar gut finden, bei einer solchen OP dabei zu sein, das ist aber nicht die Regel!
Viel zu viele Menschen (Besitzer) kippen dann selbst aus den Latschen, fuschen rein, zerstören den Steril-Bereich,...
Oft wird einfach vorher entschieden: "Wenn Kot im Bauchraum, nix tun, schläfern ein, wenn nicht, machen wirs".
Ist bei Kleintier-OPs auch Usus.
e) Der letzte und wichtigste Punkt:
Das Aufwachen ist bei Pferden das Gefährlichste, Beinbrüche sind nicht so selten, daran kann man nichts ändern, und für das taumelnde Pferd auch nichts tun!
Das ist so, und leider höhere Gewalt.
Man hätte Euch das vielleicht deutlicher sagen sollen, das mag sein.
Aber an der Tatsache kann die Klinik nichts ändern und kann es einfach auch nicht verhindern.
Ausnahme (haftungsrechtlich) wäre Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit - also ein Pferd in einem Stacheldrahtkäfig aufwachen lassen oder in einer Minibox oder sowas.
Aber da gehe ich mal davon aus, daß SO ETWAS nicht vorlag.
Kritisch wäre es, wenn die glatten Boxen, die Du festgestellt hast, wirklich die Aufwachbox war - da könnte man eventuell was draus stricken juristisch...
Spart Euch den teuren, zermürbenden, aus meiner Sicht nach dieser Schilderung aussichtslosen juristischen Kampf, und trauert in Ruhe um Euren Schatz...
LG, Charly
- 28.01.2012, 23:01 #10Berliner_Reiter
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Charly, du hast es mal wieder kurz und knapp auf den Punkt gebracht. *Daumen hoch*
(Menno, ich schreibe immer halbe Romane und hab hinterher trotzdem das Gefühl nicht alles gesagt zu haben..)
- 29.01.2012, 09:37 #11Charda
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Jap! Danke Charly! Hätte ich einen Danke Button hättest du eines verdient!
- 29.01.2012, 11:15 #12Piennie
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
So was ist immer traurig, mein Beileid.
War mit ner Bekannten in ner Klinik zum kastrieren von nem Klopphengst und da wurden wir schon im Vorfeld über Risiken bei OPs aufgeklärt auch Brüche während der Aufwach/ stehphase wurden da explizit genannt, sie musste auch unterschreiben das sie darüber aufgeklärt wurde. Ist das bei euch nicht erfolgt?
- 29.01.2012, 16:07 #13Leo
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Na, ich denke, bei so einem krassen Notfall wird da die Zeit gefehlt haben oder?
- 29.01.2012, 16:32 #14Gromit
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Ohje, das ist traurig, mein Beileid.
Vor der OP muss man normalerweise eine Verzichtserklärung unterschreiben. Solche Dinge wie Bein brechen beim Aufwachen usw. stehen da auch drin. Ich denke nicht, dass das verpasst wurde, immerhin wurden das Pferd ja nicht sofort operiert.
Habt ihr euch die Aufwachbox mal zeigen lassen? Die Pferde wachen nicht in den Boxen auf, in denen sie untergebracht sind. Da gibt es Vorschriften und um sich Tierklinik nennen zu dürfen muss man bestimmte "Einrichtungen" besitzen und da gehört sicherlich eine Aufwachbox dazu. Fragt einfach nochmal nach. Alle Spekulationen bringen nichts und ihr quält euer Gewissen.
Das mit den Kosten ist ja schon erklärt worden- das teuerste ist oft die Nachsorge, weiterer Klinikaufenthalt... das passt schon. Ihr habt doch bestimmt eine Aufschlüsselung bekommen?
Da das Pferd schon im Vorfeld einiges an Schmerzmitteln bekommen hat und schon vom Kreislauf etc. sehr stark geschwächt gewesen war, ist es eine heikle Sache mit Narkotisieren usw. Leider habt ihr im Vorfeld schon nicht die besten Voraussetzungen gehabt durch das Chaos mit euren Tierärzten usw.
LG
- 13.02.2012, 21:41 #15Speechless
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Guten Abend allerseits..
erstmal möchte ich mich entschuldigen , dass ich erst wieder so spät her komme..Hatten paar Problemchen mit unserem Provider.. So,ich antworte dann mal und versuche es irgendwie chronologisch zu ordnen und jedem irgendwie zu antworten..ich hoffe es wird nicht zu viel...
Wir danken euch vorab nochmals für Eure Antworten und auch Anteilnahme...
@ Schroedermann :
Ja, wir wohnen (leider ,muss man ja schon fast sagen..) so abseits ,dass es wenig fachkundige TÄ hier in der Umgebung gibt. Wir haben zwar welche ,deren Nummern ich natürlich sofort parat habe wenn etwas passieren sollte, aber wenn die dann mal nicht können ,ist´s halt blöde,gelinde gesagt.
Auf etwas wie Akupunktur/Heilpraktika kamen wir natürlich nicht, hatten wir ja garkeine Zeit für.Der TA sagte ja ,sollten wir es durch laufen und zudecken nicht in den Griff bekommen, in Kombi mit den Krampflösern, wäre eine OP unumgänglich.
@ Berliner_Reiter:
Erste Hilfe Maßnahmen wurde durchgeführt , wissen ja wie die lauten. Eben eindecken und Schritt führen..genau das haben wir gemacht als es anfing. Mein Mann ging mit dem Pferd auf und ab , im Kreis und in 8tern , während ich panisch und verzweifelt versucht habe irgendjemanden(TA) an die Strippe und zu uns zu bugsieren.
Leider haben alle - wie geschrieben - eine Tagung gehabt bzw. waren nur für Haustiere zuständig...ganz toll. Die haben nicht mal versucht zu helfen , haben dann nur in die Leitung geschwiegen und gewartet dass ich quasi sage "Ahja, ok ,tschüss"... Wie gesagt, auf "Notfall" , "schwere Kolik" und überhaupt hat niemand wirklich reagiert. Und es waren eben nicht "nur" Kleintierärzte , es waren einfach grundsätzlich genau an diesem einen Tag alle Großtierärtzte auf ner Tagung.
Der "Bruder" der dann Notfall-mäßig Eingriff ist selbst TA,allerdings mit Schwerpunkt Kleintiere.
Er hat zwar ebenfalls Equiden studiert, übernimmt aber in der Praxis eben die kleinen.
Wir haben auch nicht den "ganzen Tag " abgewartet, dass alles passierte innerhalb von ...4-5 Stunden evtl. Der TA meinte ,beim ersten Besuch, dass es durchaus sein kann dass es etwas dauert bis es sich löst und man nicht sofort und direkt operieren sollte.
Er wollte uns die OP einfach ersparen ..(nicht Geldtechnisch, ich hoffe ihr wisst wie ich das meine...) .. und es durch Krampflöser in den Griff bekommen.. Er hat durch die rektale Untersuchung wie gesagt nichts feststellen können, keine Aufgasung, Verdickung etc.,daher ging er davon aus ,dass es mit den Mitteln irgendwie noch zu bekämpfen/lösen wäre.
Wir haben auch keine 16 Stunden gebraucht ,ich habe geschrieben dass mein Mann ihn MAL versucht hat 16 Stunden zu verladen...daher unsere Verwunderung als er an diesem Tag sofort in den Hänger stieg,als dann endlich alles da war.
Sorry wenn das so unverständlich geschrieben war...OT: Oder hab ich das nu falsch verstanden und du meinst das "jene" mal? Dann , ja ..Mein Mann hat ihn mal versucht 16 Stunden zu verladen. Da waren wir noch nicht zusammen ,ist schon länger her. Das war als er ihn geholt hat, wie gesagt er hatte vorher noch nie was. Das Pferd war wie bereits geschrieben vorher in einer miserablen Haltung und hat meterhoch in seinem eigenen Mist stehen ,ihn sogar fressen müssen weil´s kein Heu gab. Da war er noch ganz jung , Fohlenalter - 2 Jahre .
Dann hat eine liebe Frau der Besitzerin das Pferd abgekauft,einen Wallach draus machen lassen und nochmal so ca. 10.000 DM reingesteckt (Training etc.), und dann meinem Mann verkauft für den Preis den die vorherige Besitzerin verlangt hat (keine 1500 DM oder Euro wenn ich mich recht entsinne,da müsste ich nochmal genau nachfragen wie das damals war. ...) OT Ende.
Wir wären auch gerne Stunden vorher in der Klinik gewesen, aber der eine hatte keine Zeit, der andere kein Auto , und der nächste keine Anhängerkupplung... zum Mäusemelken, wirklich. Ich bin fast wahnsinnig geworden bei dem Versuch mit 5 Telefonen gleichzeitig zu telefonieren...
Den Hänger hatten wir ja schon nachdem der TA das erste mal da war schon gemietet und reserviert ,dass alles direkt bereit ist zum Abholen (ist keine 5 Minuten entfernt).
Zur Box in der Klinik : Da war eben keine Rutschfeste Matte, daher meinte ich ja fand ich das in Kombination mit dem Kleintierstreu fragwürdig. Selbst wir sind ,kaum waren wir drinnen, fast ausgerutscht weil es wirklich höllisch glatt war. Und der Boden bzw. das Material ging 1:1 in die Boxen über. Als wir ankamen und er in die Box kam , ist er auch fast ausgerutscht, konnte sich aber grade noch halten.... Es war alles wirklich seeehr rutschig! Und das waren schon die speziellen Kolik-/OP-Boxen ,in die das Pferd sofort als wir ankamen eingestellt wurde..
Kaum war das Thema OP dann laut, haben die uns echt ewig über die Kosten zugeschwallt. Wir wollten nur das er SCHNELL operiert wird, nicht wissen wie teuer das wird. Dass es verflucht teuer sein wird wussten wir bereits und hatten der OP schon mehrfach zugestimmt !
Geld zurück wollen wir sowieso nicht , davon mal abgesehen , aber es geht mir eher darum dass in der Klinik evtl. ein erheblicher Mangel vorhanden ist .... ich möchte nur nicht dass aufgrund eines evtl. Mangels so etwas nochmal passieren muss und die nur so weitermachen ,weil eh niemand etwas sagt.
Dass die Kosten abweichen ist auch irgendwie verständlich, schließlich stand das Pferd nicht 10 Folgetage unter 24-Stunden -Beobachtung wie erwartet , aber dass es trotzdem so extrem abweichen darf ist mir ehrlich gesagt neu. Ich habe mal ewig lange ein Praktikum bei einem TA machen dürfen , zum Aushelfen quasi, und der versicherte mir damals schon dass das alles der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) unterliegt. Darin ist quasi jeder Handgriff vermerkt und darin wird auch geregelt und vorgeschrieben, wie viel etwas min. Kosten soll und max. darf. Auch wie die Unterbringungskosten zu regeln sind.
Ich danke dir für deine Antworten und hoffe, das ich deinen letzten Absatz bestätigen kann..irgendwann einmal....auch wenn ich noch nicht daran glauben kann.
@Charly K.
Tja, auch unser TA war auf einer Tagung, wie bereits geschrieben. War echt zum Haare ausreißen ,wir sind fast durchgedreht. Kaum hören wir Tagung haben wir eigentlich schon wieder aufgelegt weil es echt sinnlos war, ne TA-Helferin zu zutexten. Aber die eine , die hat dann eben doch den Bruder informiert und der kam dann glücklicherweise relativ schnell als er unseren Notruf bekam.
Wir haben ja aber sofort gesagt "OP ,nichts anderes. Wir lassen ihn nicht so gehen! Punkt. Aus." ..was gibt´s da noch zu diskutieren..?
Es waren wie gesagt die KOLIK-/AUFWACHBOXEN. Mit Kamera´s ausgestattet an jeweils einer Ecke. Die Boxen waren beschriftet mit kleinen Tafeln,auf denen ebenfalls Futterrationen /-besonderheiten über das darin stehende Pferd aufgeschrieben waren. (Die andere Box war belegt..)
Es war wirklich sau rutschig (Sorry.) ,selbst für uns.
Ich denke mir im Nachhinhein, ich wäre lieber dabei geblieben.OP´s habe ich schon oft genug gesehen, auch an eigenen Tieren.Meine(n) Hund(e) lasse ich auch nicht aus den Augen , wenn wir beim TA sind. Ich geb die nicht aus der Hand(wirklich NIE,hatte da schon die größten Streits..) , wieso habe ich es bei ihm getan?!!........
@ Piennie:
Doch ,mein Mann hat unterschrieben. Mehr halbherzig als sonst was ,hauptsache der Wisch ist weg. Das war aber mehr ein "Bitte geben sie uns Ihre Rechnungsdaten "-Zettel als sonst was. Ich hab´s nicht genau gesehen,mein Mann hat ja unterschrieben.
@Leo :
Doch doch,dafür war unendlich viel Zeit. Also für das "Die OP kostet das, die Unterbringung dann das..ach so ,ja , und wir gucken auch immer fein nach denen ,das Futter muss auch gezahlt werden und ...blabla "
Über Beinbrüche stand soweit ich mich entsinne nichts auf´m Blatt.
@ Grommit:
Die Aufschlüsselung haben wir zwar ,ich werde sie aber jetzt erst abgleichen können da wie gesagt unser Internet nicht funktionierte.. Bei beiden Tierärzten, so frech bin ich da einfach.
Leider bin ich sehr misstrauisch, vor allem bei Geld. was Geld mit Menschen machen kann ist ja allseits bekannt.
Die OP hat das Pferd ja heile überstanden, es musste zwar viel Darm weggeschnitten werden aber sie sagten wenn das Pferd jetzt noch aufsteht und stehen bleibt vor allen Dingen , wäre das das geringere Übel und später nicht einschränkend oder sonstiges.
Doch so ein langer Text geworden,entschuldigt bitte.
So habe ich wenigstens allen Antworten können...
So ,ich danke euch für eure Antworten und ...hoffe ich hab alle Fragen noch soweit klären können.. Ich werde mir das nochmal ´ne Nacht durch den Kopf gehen lassen und gegebenenfalls einen Anwalt einfach mal fragen. Der wird´s wohl wissen und das bissle Geld für die Beratung bei nem Anwalt ist´s mir ehrlich gesagt auch noch wert.
Wie ich/wir dann weiter verfahren werden kann man ja dann noch sehen...ich halt euch auf dem laufenden, falls gewünscht.
Ich habe das Gefühl ich bin ihm was schuldig..das wird wohl nie verschwinden....
Liebe Grüße und schönen Abend euch noch ....
..
- 13.02.2012, 22:53 #16Gromit
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Schön, dass du dich nochmal gemeldet hast.
Da kamen bei euch wirklich lauter unglückliche Zufälle zusammen. Das ist wirklich sehr traurig.
Dass die normalen Boxen dann doch so rutschig sind ist schon seltsam. Gerade kranke, schwache Pferde könnten da wirklich Probleme kriegen.
Ich denke er weiß, dass ihr alles mögliche getan habt.
lg
- 14.02.2012, 13:50 #17Leo
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Also, meinst Du mit Kleintierstreu Späne? Die haben die meisten Kliniken, ist wohl praktikabler als Stroh.
Und die Aufwachbox nach der OP, die liegt nicht im Stallbereich. Auch nicht im Intensivbereich. Das ist eine separate Box neben dem klinischen Bereich, wo die OPs durchgeführt werden.
Ich würd an Deiner Stelle versuchen, mir da nicht mehr so Vorwürfe zu machen.
- 14.02.2012, 14:47 #18Schroedemann
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
oh je, wenn ich das lese, merke ich, wie froh ich sein kann. In meiner Gegend gibt es schnell erreichbare 6 Fachtierärzte für Pferde. Irgendeiner ist immer da. Und es gibt auch jede Menge Kliniken. Nicht alle machen Kolik-OPs., aber ich kenne zwei darauf spezialisierte Kliniken, die innerhalb einer Autostunde erreichbar sind.
Dass Kleintierärzte sich sehr bedeckt gehalten haben bei eurem Anruf, kann ich mir denken. Sie wollten es sicher nicht offen sagen, aber Pferde sind einfach nicht ihr Fachgebiet. Die haben auf der Uni zwar mal Pferdeheilkunde gelernt, aber wenn sie sich nicht darauf spezialisiert haben, dann haben sie weniger Ahnung davon als erfahrene Pferdehalter. Oh je, das ist traurig gelaufen...
- 14.02.2012, 15:40 #19Leo
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Also, als einer unserer Hengstis ne Kolik hatte, weil er sich ein Stück Darm in den Leistenspalt geklemmt hatte (was richtig üble Schmerzen und einen Kreislaufzusammenbruch zur Folge hatte) hat auch der sofort gekommene Fachtierarzt außer Schmerzmittel und Krampflöser um den Transport zu ermöglichen gar nix mehr gemacht. Nur noch in die Klinik geschickt und dort angerufen und den Sachverhalt geschildert. Im Endeffekt hatten wir verdammtes Glück, dass keine OP nötig war (hätten wir vermutlich auch nicht machen lassen, je nach Prognose - Pferde, denen so viel Darm entfernt werden muß haben meist zeitlebens Probleme und oft folgen weitere schlimme Koliken und die Pferde sterben dann doch)aber daheim hätte er keinesfalls behandelt werden können. Er war auch einige Tage stationär, bevor wir Ihn heim holen konnten.
Hilft Dir jetzt nicht wirklich viel, aber ich denke, wie Gromit, da kam wirklich alles an Pech zusammen bei Euch -leider.
- 20.02.2012, 14:42 #20GilianCo
AW: Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
Ich kann auch nur bestätigen, das die Klinik vermutlich ihr möglichstes getan hat. Ein Aufklären über die mit der OP verbundenen Kosten ist verpflichtend, das müssen sie machen, schon weil sie ansonsten (sollte das nicht ausreichend geklärt sein) auf den Kosten "sitzen bleiben".
Was die dann doch niedrigeren Kosten angeht: Nach einer OP wie eurer ist ja auch noch eine Nachsorge, sprich, die OP selber ist vielleicht nicht so teuer wie gesagt wurde, die Preise die Euch genannt wurden waren mit Sicherheit darauf ausgelegt das da die erforderliche Nachsorge schon mit drin ist.
Nach einer OP (egal welcher) werden die Pferde (wurde ja schon erwähnt) in eine sogenannte Aufwachbox gestellt, diese ist in der Regel mit Gummi ausgelegt, und zusätzlich sind alle Wände dick gepolstert, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Bei uns in der Uni wird sogar, damit die Pferde nicht zu schnell aufstehen, das Licht ausgemacht, dann können sie erst mal "ihren Rausch ausschlafen", und haben nicht mehr so sehr das Gefühl, in Gefahr zu sein, und flüchten zu müssen. Pferde die panisch versuchen aufzustehen, tun häufig viel, was ihnen nicht gut tut. Ich habe einmal bei einer Kastration assistiert, die in einer Reithalle (auf Laken) durchgeführt wurde. Das Pferd war auch in Vollnarkose, und nachdem wir den Tropf abgemacht hatten, dauerte es nur Minuten bis das Pferd aufsprang, und (komplett ohne Balance, weil es noch gar nicht wieder wach genug war!) im TRAB durch die Halle kacheln wollte. Das Pferd wurde daran gehindert, aber das verdeutlicht einfach, wie heftig manche Pferde reagieren, wenn sie aus der Narkose aufwachen. Das Risiko ist bei Pferden hier einfach ungleich höher als beim Mensch, oder bei anderen Tieren.
Worst case - Es wurde wahr. Tierklinik schuld?
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