Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

Diskutiere Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme? im Fahrsport Forum im Bereich Reiten; Hallo Leute! Ich habe seit kurzem eine sechsjährige Haflingerstute. Sie ist schon eingeritten und kennt auch eigentlich die Grundlagen, doch leider ist sie teilweise halt ...

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  1. #1
    Faryina21

    Lächeln Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Hallo Leute!

    Ich habe seit kurzem eine sechsjährige Haflingerstute.
    Sie ist schon eingeritten und kennt auch eigentlich die Grundlagen, doch leider ist sie teilweise halt schon noch manchmal etwas unberechenbar im Umgang.
    Zudem geht sie auch tooooootal ungerne allein von ihren Stallkollegen weg und wenn, dann kann es sein das sie ziemlich abdreht, obwohl sie, wenn ein anderes Pferd dabei ist richtig super ist und es auch richtig Spaß macht mit ihr.
    Jetzt hat ihre frühere Bereiterin gemeint, dass man sie vielleicht einfahren sollte, um sie mal richtig zu beschäftigen (ihr wisst schon wie ich meine) , denn sie ist auch ziemlich kräftig und das würde sie auch mal etwas hernehmen und angeblich würde es manchen Pferden auch im Umgang ziemlich gut tun.
    Zudem bin ich sogar noch an der Quelle denn unser Stallbesi fährt Pferde ein.
    Was meint ihr?
    Würde das evtl. was nutzen?
    ICH BIN FÜR JEDE ANTWORT DANKBAR!
    LG FARY:kiss:


  2. #2
    Wanderreiter

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Zitat Zitat von Faryina21 Beitrag anzeigen
    Würde das evtl. was nutzen?

    LG FARY:kiss:

    Nutzen wofür?

    Was dein Pferd braucht ist eine konsequente Erziehung! Das hat nichts mit Reiten zu tun, sondern allein mit dem Erlernen von gewissen Verhaltensweisen.
    Dazu gehört das Führen und Stehenbleiben, das Rückwärts- und Seitwärtsweichen. DAS sind die Grundlagen, auf denen man aufbauen kann.

    WENN der Fahrlehrer gut ist, dann bringt er dem Pferd während des Einfahrens diese Dinge bei, wenn es das noch nicht kann.
    Aber dann sollte das Einfahren nicht in Hau Ruck Manier geschehen. Vier bis sechs Wochen sollten es schon sein, damit das Erlernte sich verfestigt.

  3. #3
    Osaka

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Osaka ist schon als Jährling alleine mit mir spazieren gegangen. Eine gewisse Nervösität am Anfang ist normal.
    Kann sein das die Haflingerstute es nicht kennt alleine auszureiten, weil sie nur immer, in der Abteilung, geritten wurde. Oder das man sehr unkonsequent war und die Stute mit ihrem Gehampel das erreicht hat, was sie wollte. Wieder zu den anderen Pferden kommen. Dann muss man es dem Pferdchen, zuerst vom Boden aus, eben beibringen.
    Wenn die eingefahren wird, würde es von daher von Nutzen sein, wenn ein erfahrenes Lehrpferd nebenher läuft.
    Es gibt Pferde, die werden nervös wenn sie alleine in der Halle oder Platz sind. Und es gibt Pferde, die sind nervös wenn viel los ist in der Halle.
    Wenn man das Problem kennt und damit unzufrieden ist, weil man auch mal alleine ausreiten will, muss man eben daran arbeiten.
    Vielen Leuten reicht es wenn das Pferd in der Gruppe gut läuft. Ich hätte da ein riesen Problem mit, weil ich sehr gerne auch mal in Ruhe und alleine mit Osaka unterwegs bin. Und das spüren Pferde einfach wie ernst einem die Sache ist. Gibt man ihnen einen kleinen Finger und dreht unter Umständen sogar um, nehmen sie die ganze Hand.
    Wenn ein Pferd ein Problem hat alleine von der Herde wegzugehen, wird es alleine, vor der Kutsche, noch mehr Probleme geben, weil dann ja noch eine Schwierigkeit dazu kommt.
    Man wird nicht drumherum kommen daran zu arbeiten bis es klappt.

    Aber einfahren lassen kann auf jeden Fall nicht schaden. Natürlich lernen die Pferde dann auch allgemein viel dazu. :1:
    Aber die Lösung gegen Kleberrei ist es nicht. Die Lösung heißt Mut haben, sich nicht beeindrucken lassen von der Hampelei, Geduld und Konsequenz.

  4. #4
    Gromit

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Zitat Zitat von Faryina21 Beitrag anzeigen
    Jetzt hat ihre frühere Bereiterin gemeint, dass man sie vielleicht einfahren sollte, um sie mal richtig zu beschäftigen (ihr wisst schon wie ich meine)
    Zudem bin ich sogar noch an der Quelle denn unser Stallbesi fährt Pferde ein.
    Ach... kann es sein, dass SB und Bereiterin gut miteinander bekannt sind?

    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschliessen: Die richtige, zielstrebige Lösung für dein Problem ist etwas anderes!
    Willst du dein Pferd später Fahren oder Reiten?

    LG

  5. #5
    Charda

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Generell gesehen, habt ihr alle schon recht.

    Die richtige Erziehung ist das A und O. Meine Stute hat sich kaum führen lassen. Da war eher der richtige weg, den den sie ausgesucht hat.... Sie hat mich regelrecht mit dem Kopf weggeschoben! Vom Stall wollte sie auch kaum weg. Aber sie kannte mich ja auch nicht. Warum sollte sie mit einer Fremden auf zwei Beinen die Herde verlassen?!

    Also die Basis allens ist erst mal Anstanz, Erziehung und Vertrauen.

    AAAAABEEEER!!! Und das find ich schon auch wichtig!

    Wenn du deinem Hafi eine Abwechslungsreiche Arbeit geben möchtest und das nötige Kleingeld hast um ihn einfahren zu lassen, why not???

    Ob es was nutzt weiß ich nicht. Das kommt wohl darauf an, ob es deinem Pferd Spaß macht, aber es spricht ja auch nichts dagegen eigentlich. Wenn die Stallbesi´s das wirklich drauf haben und sich zeit lassen mit dem Einfahren, warum denn nicht???? Vielleicht hat er ja wirklich richtig freude dran. Meine Stute muss beides. Dressur und Fahren. Da spricht absolut nichts dagegen. Das geht zusammen auch! Nur muss ich dich enttäuschen! Mit vier bis sechs wochen ist da nicht viel getan. Das sind die Grundsteine wie longieren, doppellonge, ans Geschirr gewöhnen und vielleicht mal mit einem zweiten Pferd mitgehen... Danach geht das einfahren erst los. Wir hatten die süße ca 12-16 Wochen beim einfahren. Und es hätten noch paar sein können. Den Rest machen wir aber mit Fahrlehrer hier zusammen. Der kommt halt immer mal wieder und gibt Stunden.

  6. #6
    Osaka

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Hm. Also Osaka wird höchstwahrscheinlich im August auch in 4 Wochen vom Profi eingefahren.
    In der letzten Woche darf ich dann auch selber mal fahren hat er, am Telefon, gesagt.
    Dann hab ich gesagt dass ich ja gar nicht fahren kann. Aber das wäre nicht schlimm und er würde mir das dann zeigen.

    http://www.fahrsport-siebens.de/

    Hier mal ein Auszug aus dem Link :

    "Die Ausbildung von Fahrpferden erfolgt bei uns in der Zeit vom Frühjahr bis in den Herbst. Die Pferde/Ponys stehen dabei i.d.R. bei uns auf der Anlage. Es Ihnen jederzeit möglich, der Ausbildung beizuwohnen. In der letzten Woche der vierwöchigen Grundausbildung können Sie Ihr Pferd gerne mit unserer Unterstützung selbst fahren. "

    Natürlich können die dann noch nicht viel und es sind nur die Grundlagen. Wenn man professionell fahren will und später auch Tuniere machen will, reicht es natürlich nicht. Man hat aber die Möglichkeit noch Fahrstunden zu nehmen.Es kommt auch drauf an, was für Ansprüche man hat. Und es kommt aufs Pferd, und wieviel man selber schon kann, an. Aber wenn ein Pferd die Grundlagen wie Longieren usw. kennt kann ich mir das schon vorstellen, dass es dann in 4 Wochen schon freizeittauglich ist. Einreiten lassen dauert da wahrscheinlich wohl länger als Einfahren.

  7. #7
    Faryina21

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Erstmal! Vielen Dank für eure vielen Antworten.
    Also bei meinem Stütchen ist es soo ...

    sie bleibt auf "whoa" problemlos stehen
    rückwärtsrichen macht sie
    seitwärtsgänge macht sie teilweise:rolleyes2: (manchmal kapiert sie es noch nicht ganz)
    Beim führen rempelt sie schon auch noch ganzschön:bad: was bei mir aber mittlerweile nachlässt, fremde Führerinnen folgt sie aber nur wenn sie sehr selbstbewusst auftreten und ihr auch zeigen, dass sie keine Angst vor ihr haben.

    Aber nun ist es halt soo, dass vor ein paar Tagen ein neues Pferdl zum einfahren in unseren Stall gekommen ist, mit dem sie nicht sehr gut klarkommt. Wir sind ja eigentlich schon alleine spazieren gegangen aber das Pferd wirft jetzt iwie wieder den ganzen Haufen um .
    Jetzt ist sie wieder total high, stellt den Kopf, ja keinen Meter weg von ihrer Shettyfreundin:rolleyes2:.
    Doch jetzt kommt dann erst unser Problem.
    In dem Stall stehen neben der neuen noch zwei andere Kaltblüter.
    Die kommen jetzt dann demnächst alle zusammen (Hafidame(meine), Shetty u. 3*Kalte) in den Offenstall (über den Winter Box aber mein Hafi und Shetty fast den ganzen Tag koppel)
    Das wird auch wieder ein Problem werden, sie da alleine herauszubekommen und den Hof zu verlassen, denn solange sie die anderen nicht sieht und hört geht sie schon alleine weg, aber wehe ein anderes wiehert und ehrlich gesagt ist es auch doof ständig das Shetty mitnehmen zu müssen.
    Habt ihr einen Rat?
    Gerade bin ich schon ziemlich ratlos was das ganze anbelangt, denn es hat
    bis jetzt echt super geklappt im neuen Stall und nun kommen so die Probleme mit den Kaltblütern, an die sie sich auch schon gewöhnt hat.

    ICH BIN UM JEDEN RAT DANKBAR!
    LG FARY

  8. #8
    Charly K.

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Hallo Fary,


    also, wenn ich das Deinem Steckbrief richtig entnommen habe, ist die Stute jetzt seit ca. Mitte Februar bei Dir, richtig?
    Das heißt ungefähr 2 Monate.

    Das ist natürlich sehr kurz!
    Und da finde ich es bei einem so jungen Pferd relativ normal, daß es "klebt".

    Ich wüßte nicht, wie da "Einfahren" helfen sollte?!
    Dann geht sie vielleicht mit dem Ausbilder brav vor der Kutsche - aber Du hast die gleichen Probleme wie bisher!

    Generell spricht natürlich nichts gegen gewissenhaftes Einfahren - schad' ja nix! :1: Wie Charda bereits schrieb.
    Aber aus meiner Sicht wird es Dir nichts helfen - wie Wanderreiter und andere bereits sagten.


    Meine Fragen sind eher:
    Wie ist die Stute ausgebildet?
    Wie weit, durch wen?
    6 Jahre ist für einen Hafi ja auch noch ziemlich jung.
    Dann:
    Wie reagierst Du, wenn sie zum Shetty zurück will oder nicht vom Hof will?
    Wie arbeitest Du mit ihr - wie oft, wie lange, mit welchem Trainer, nach welcher Methode?

    Ich denke, was Du brauchst ist Zeit und Geduld - damit sie sich erstmal eingewöhnen kann.
    Außerdem Konsequenz und ein paar gute Tips und Strategien für die Bodenarbeit - und jemanden, der Dir das richtig zeigt und es korrigiert.


    LG, Charly

  9. #9
    Faryina21

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Alsoo es ist soo.

    Sie ist freizeitmäßig westerngeritten (Ausritte un ab und zu etwas in der Halle)
    Also naja .... wie reagiere ich?
    Natürlich bin ich zuerst auch mal ziemlich überrumpelt und würde natürlich auch immer am liebsten wieder zurückgehen.
    Wie ich mit ihr arbeite?
    Alsoo naja ... da es bei uns am Stall keinen Reitplatz gibt, reite ich aus oder gehe mit ihr auf einen alten Furßballplatz in der nähe zum longieren etc. der ist aber leider nicht eingezäunt und wir überlegen langsam sogar schon einen eigeen RP zu bauen.
    Trainer habe ich gaaar keinen.
    Einmal ist ihre Westernbereiterin mal vorbeigekommen als es Probleme mit dem Longieren gab und die hat mir ein paar hilfreiche Tipps gegeben.
    Sie hat auch angeboten mir weiterhin etwas zu helfen, aber ich glaube nicht, dass das das PRoblem mit dem alleine weggehen besser machen würde.
    Nun haben wir in der Zeitung erst eine Anzeige gesehen von jemandem, der eine Reitgelegenheit sucht (nur zum ausreiten) und auch gerne noch mit dme Pferd etwas machen würde (angeblich sehr erfahrene Reiterin) jetzt haben wir überlegt, ob das evtl. nicht auch eine Lösung währe, wenn sie nochmal jemanden hätte, der sie wieder auf eine andere Weise wie ich beschäftigen würde und bei dem sie auch lernt wieder wegzugehen.
    (Das war eine Idee meiner Mum, eigentlich bin ich davon nicht sehr begeistert ... aber was meint ihr dazu?)

    LG FARY:luck:

  10. #10
    Charly K.

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Hallo Fary,

    warum möchtest Du denn jegliche Hilfe, die nur an Deinem Pferd arbeitet, annehmen (einfahren, Reitbeteiligung,...) - lehnst aber die Hilfe, die eben auch an DIR arbeiten würde (Trainer) ab?
    Vielleicht hast Du es so auch noch gar nicht gesehen?

    Die RB kann eine gute Sache sein, kann auch voll in die Hose gehen.
    So oder so ist aber das Problem nicht, daß das Pferd gar nicht vom Hof geht - sondern, daß es mit Dir nicht vom Hof geht.
    Das heißt: Du mußt an Dir arbeiten, und gemeinsam müßt ihr - Du und Deine Stute - an Euch als Team arbeiten!

    Das ist ganz normal, bei jedem neuen Pferd-Besitzer-Paar, und keine Schande!
    Und es kann richtig Spaß machen, wenn Du dann selbst und gemeinsam mit Dediner Stute Erfolge feiern kannst - viel mehr, als wenn Fremde "die Erziehung" für DFich erledigen.


    Deine Stute fühlt sich von Dir einfach noch nicht sicher begleitet - und will zu ihrer Herde zurück, wo sie sich sicher und geborgen fühlt.
    Hinzu kommt vielleicht, daß sie eh eher ein "Sturkopf" ist, so, wie Du sie beschreibst.
    Wenn sie also zurückwill oder sich sturstellt, ssolltest Du ganz locker, selbstbewußt und konsequent Dich
    * aufrichten ("groß machen"),
    * einmal tief in den Bauch und schön ausatmen,
    * und gleichzeitig in die Richtung schauen und energisch losgehen, in die DU willst.
    Dazu solltest Du einen sehr langen Strick oder eine Longe verwenden, damit Deine Stute etwas "Leine" hat, um kurz nachzudenken, während Du entschlossen Deinen Weg gehst.
    Außerdem nimm ruhig eine Gerte / eine Peitsche als Armverlängerung mit.

    Such Dir eine Stelle, auf der Du üben kannst - und dann übe wirklich einmal 4 Wochen lang, daß Deine Stute SOFORT antritt, wenn Du losgehst, und SOFORT stehen bleibt, wenn Du stehen bleibst.
    Solltest Du von Körpersprache in der Pferdeausbildung bisher wenig Ahnung haben, schau Dir ein Buch an, wo es beschrieben ist. (Je nachdem, was Dir gefällt - Parelli, Hempfling und ganz viele andere!)
    Dann sollte Deine Stute auch sofort antraben, wenn Du "antrabst", und auch aus dem Trab abrupt stehen bleiben, wenn Du es tust.
    Außerdem sollte sie ohne Berührung abwenden / Dir folgen am durchhängenden Strick, rückwärts zu schicken sein auch auf 1-2 Meter Distanz etc.pp.

    Am Anfang solltest Du maximal 30 Minuten üben, und beim kleinsten Erfolg (1 Schritt in die richtige Richtung reicht schon!) sofort loben, und es für den Tag gut sein lassen. So etwas ist für Pferde mental / "emotional" sehr anstrengend (und auch für den Reiter am Boden, besonders, wenn man keine Erfahrung hat).

    Andererseits mußt Du von der ersten Begegnung an konsequent sein: Am Putzplatz, beim avon der Weide holen etc.pp. - Du bist ganz ruhig aber besteimmt Chef, und gut ist.


    Diese Übungen erreichen zwei Dinge:
    1) Du wirst Deiner Stute als "Leitender" bekannter, sie lernt Dich richtig kennen, und sie lernt, Dich auch zu verstehen und Deine Entschlossenheit zu akzeptieren und nachzugeben.
    2) Dadurch wird sie Dir auch in unbekannten Situationen eher folgen, und weniger an ihrer Herde "kleben".



    Einmal ist ihre Westernbereiterin mal vorbeigekommen als es Probleme mit dem Longieren gab und die hat mir ein paar hilfreiche Tipps gegeben.
    Sie hat auch angeboten mir weiterhin etwas zu helfen, aber ich glaube nicht, dass das das PRoblem mit dem alleine weggehen besser machen würde.
    Ich glaube durchaus, daß sie Dir eine große Hilfe sein könnte!
    Gerade im Westernreiten - aber eigentlich sollte das jeder Trainer können - wird besonderer Wert darauf gelegt, daß Reiter und Pferd ein Team am Boden werden, und das Pferd dem Reiter (sogar frei) folgt!

    Nimm diese wertvolle Hilfe doch ruhig an, probiers einfach aus!

    Diese Trainerin kann Dir sicher auch eine Menge zu Körpersprache zeigen.


    LG, Charly

  11. #11
    Faryina21

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Hallo Leute!

    Vielen Dank für eure Antworten.
    Ich war gestern bei meiner Hafidame und habe versucht auch einiges umzusetzen. Wir waren auf dem alten Fußballplatz und haben Bodenarbeit gemacht. "Whoa", "BAck", "zu Seite", Longieren etc.
    Natürlich war auch noch Shetty im Schlepptau, aber ich denke, für das dass die neue Stute meine Hafidame ziemlich durch den Wind gebracht hatte, war das auch amgebracht und auch recht gut.
    Wir werden das alleine wegggehen jetzt gaaanz langsam angehen und einfach nichts überstürzen.
    Ich denke da ist Konsequenz auch seeehr wichtig (gerade bei Hafis).
    Ich habe mir mittlerweile auch schon ein Bodenarbeitsbuch auf den Wuschzettel geschrieben:rolleyes2: .... es heißt "Grundausbildung für western und Freizeitpferde" :eek2: .... ich hoffe das ist gut!
    IN DIESEM SINNE WÜNSCHE ICH EUCH NOCH EIN FROHES OSTERFEST UND NOCHMAL VIELEN DANK FÜR EURE TIPPS!

    MERCI BEAUCOUP!:bag:

    LG FARY

  12. #12
    Streifenpony

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Auch von mir ein Hallo
    Ich Schließe mich ebenfalls dern Vorrednern an.

    Ich bin mal eine Lewitzer Stute geritten, damals grade mal 5jährig, die wollte auch nur ungern allein weg.
    Hatte eine Gerte mit und hab sie angetippt wenn der leichte zug am Halfter nix gebracht hat und im Schritt hab ich gelobt.
    Zurück hat sie mich fast ungerannt, da hab ich sie wieder zurück geschickt.

    Wenn ich wegreiten wollte hat sie gerne 180° Wendungen gemacht und sürmte zurück. das ging solange bis wir einige Meter kurz vorm Wald waren, dann wars okay. (Da lernte ich Volllederbesatz zu schätzen)

  13. #13
    Faryina21

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    @Streifenpony: Volllederbesatz?
    oooh, ich glaube ich krame doch wieder meine Reithosen heraus und lasse das mit den Jeans!

    LG FARY

  14. #14
    Hafi_96

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Ich kann Charly nur zustimmen.
    Diese Übungen hören sich echt gut an;)
    Meine rb (auch Haffi) geht auch ungern alleine auf den reitplatz, aber wenn ich sie beschäftige vergisst sie die anderen und konzentriert sich nur auf mich.
    Ich wünsch euch zwei viel Glück ;)

  15. #15
    PAweide

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Um noch einmal auf deine ursprüngliche Frage zurückzukommen.
    Auch wir setzen Einfahren als ergänzende Erziehungsmaßnahme ein, und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings machen wir das selbst, ich würde zum Einfahren mein Pferd niemals aus der Hand geben, da es doch sehr unterschiedliche Methoden gibt, in vier Wochen vor die Kutsche, und das Pferd läuft? Wie auch das Einreiten ist auch das Einfahren ein Zeitaufwändiger Prozess, zu dem auch gelände- und vor allem Verkehrsicherheit gehören, dazu vorbereitende Maßnahmen, also Longe, Doppellonge, Schleppenarbeit, Scheuklappengewöhnung...
    Alles zusammen hilft aber natürlich schon bei der Erziehung.
    Wir hatten einen Problemfall, der durch schlechte Erfahrung unter dem Sattel (also schlichtweg schlechter Reiter ohne Reitausbildung) sehr schwierig und unberechenbar zu Reiten war. Wir ließen ihn mit Reiten in Ruhe, und investierten ein halbes Jahr Arbeit, um ihn an die Kutsche zubekommen. Dies macht er inzwischen brav und zuverlässig, und er hat durch die andere Art der Arbeit auch wieder Vertrauen zu dem Reiter. Ich denke, da war das Fahren eine erholsame Auszeit.
    Ob Fahren allerdings bei Kleben hilft, weiß ich nicht, die Frage ist, willst du ein- oder zweispännig fahren?
    Beim Zweispännig fahren dürfte das Problem ja wohl nicht auftreten, einspännig kann auch ein gefahrenes Pferd sich weigern den Hof zu verlassen.

  16. #16
    Osaka

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    @ PAweide

    In 4 Wochen lernen die Pferde nur die Grundlagen. Ich denke nicht, dass man dann schon im Gelände fährt. Sondern zuerst auf einem geeigneten Platz, nachdem man in den ersten 3 Wochen nur die Vorarbeit leistet und noch gar nicht fährt.

    Obwohl ich es Osaka durchaus zutrauen würde. Die kennt das Gelände mittlererweile schon auswendig und klebt nicht. Auch Longe und Langzügel sind kein Problem. Sie kennt es auch schonmal, dass sie vorraus laufen soll. Und sie hat da auch viel Freude dran.

    Ich denke schon, dass jemand, der einen Weltmeistertitel hat, weiß was er tut. Und ich kenne jemanden, dessen Tochter ihr Pferd dort, in 4 Wochen, einfahren lassen hat und sehr zufrieden ist.:1:

  17. #17
    PAweide

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    OK, das entspricht in etwa meiner Erfahrung, denn mit Pferd an der Kutsche fängt die Arbeit ja erst an, das ist, finde ich, wie das erste mal auf dem Pferd.
    Bei unserem Problemfall dauerte es etwas länger, da er wirklich erst mal alle Grundlagen lernen musste, aber wir konnten uns die Zeit auch lassen.

    @ Osaka
    Ich wollte dich nicht kritisieren oder das Einfahren in 4 Wochen in Frage stellen, es ging doch eigentlich um die Frage, ob Fahren bei einem etwas schwierigen Pferd bzw. klebenden Pferd etwas bringt, oder?
    Ein gut gerittenenes Pferd, das auch noch geländesicher ist und nicht klebt, warum sollte das nicht bald im Gelände unterwegs sein, sobald es willig zieht?

  18. #18
    Charda

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Also mir erscheinen 4-Wochen doch etwas knapp... Mein Stütlein war an der Longe auch schon fit, Doppellonge konnte Sie auch schon.... Trotz allem ging das einfahren wesentlich länger als 4-Wochen.... Da sind vielleicht Grundlagen drin, aber wirklich so, dass du dann fahren kannst wag ich zu bezweifeln....

    Alleine Fahren darfst du dann nach 4-Wochen sowieso nicht. Eigentlich sollte man gar nicht alleine fahren... Auch gilt im Staßenverkehr oder auf öffentlichen Straßen dann noch eine andere Sache.... Solltest du alleine Unterwegs sein und das noch ohne Fahrabzeichen gilt es als Grob Fahrlässig sollte mal etwas passieren. Du hast dann keinerlei Versicherungsschutz....

    Ich denke einfach, wenn du dein Hafi wirklich einfahren lassen möchtest, dann mit viel Zeit und Sorgsamkeit. Dass eine gewisse Routine schon drin ist. Einreiten geht auch nicht mal eben schnell und die Hilfen sollten auch beim Fahren sitzen. Mal ganz abgesehen davon, ist die richtige Zügelhaltung und Hilfengebung beim Fahren gar nicht mal ganz so leicht....

    Ich fahre mit meinem Shetty schon seit 6 Jahren und mit meiner Stute jetzt ein viertel Jahr. Es ist schon recht schwer eine korrekte Biegung zu Fahren und die Gerte richtig einzusetzen.... Nicht nur für den Fahrer selbst.

    Allerdings hoffe ich sehr für dich, dass ihr das gut hinbekommt. Es macht jede Menge Spaß und ist auch eine recht gelungene Abwechslung fürs Pferd.

  19. #19
    Osaka

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    @ Charda

    Ja, das kann schon sein. In 4 Wochen sind selbstverständlich nur die Grundlagen drin. Aber in der letzten Woche darf ich dann in Begleitung des Ausbilders durchaus auch mal fahren. Ob ich dann noch irgendwann einen Fahrschein mache weiß ich noch nicht.
    Gut das Du das nochmal mit dem Versicherungsschutz angesprochen hast. Ich würde auch nie auf die Idee kommen ohne Schein zu fahren. Ich hab ja noch nichtmal ne Kutsche. -)

    @ PAweide

    Danke, ich denke auch das es bei einem schwierigen Pferd länger dauern wird.

  20. #20
    Piennie

    AW: Einfahren- Eine Erziehungsmaßnahme?

    Die Ponys von meinem SB werden auch alle eingefahren, allerdings vor dem einreiten und ich kann nur Positives darüber berichten. Sie kennen wenn es ans Reiten geht dann schon die nähere Umgebung, sind an Straßenverkeher etc. gewöhnt. Daher kann ich mir durchaus vorstellen, das Fahren einem Kleber helfen könnte sich eben auf andere Art mit dem Gelände vertraut zu machen. Außerdem stärkt es das Selbstbewußtsein des Pferdes wenn es gearbeitete (wie auch immer) wird. Daher wenn es ordentlich gemacht wird kann Fahren durchaus als Teil der Erziehung eingestzt werden.
    Ob es im vorliegenden Fall aber zur Beseitigung aller Probleme führt wage ich zu bezweifeln.
    Ich denke auch das eine gute RB helfen könnte, aber eine mit Erfahrung in der Jungpferde/ Problempferdeausbildung zu finden, die sich für ein Freizeitpferd (ist nicht böß gemeint) ohne Halle interessier was auch noch Probleme macht - schwierig.
    Daher denke ich auch der beste Weg ist hier Unterricht für euch beide bei einem guten Trainer.

    Also ein Pferd in 4 Wochen einfahren ist mir auch etwas knapp. Sicher wird ein vernümpftiges Tier in kurzer Zeit im Zweispänner neben einem alten Hasen herlaufen, sodass man sich auch mal raus getrauen kann (oder nem unerfahrenen Fahrer die Leinen geben kann). Aber Zugfest vorm Einspänner in 4 Wochen - eher nicht.

    Was den Versicherungsschutz angeht, nur mal so als Frage. Ich fahre ab und an mal mit dem Sulky allein, nen Fahrabzeichen habe ich nie gemacht (war mir immer zu aufwendig/ teuer). Wo steht das man beim Allein Fahren keinen Versicherungsschutz hat? In den Versicherungspolicen steht klipp und klar das die Ponys und ich beim Fahren versichert sind. Eine Klausel das man dabei nicht Allein sein darf oder ein Abzeichen besitzen muss gab es da nicht.

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