Adventskalender 2011

Diskutiere Adventskalender 2011 im Off Topic Forum im Bereich Reiterstübchen; zum 01.12...... Lied im Advent Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden, dass er leuchte uns sehr durch die dunklen Stunden. Zwei und ...

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  1. #1
    Farooq

    Adventskalender 2011

    zum 01.12......
    Lied im Advent

    Immer ein Lichtlein mehr
    im Kranz, den wir gewunden,
    dass er leuchte uns sehr
    durch die dunklen Stunden.

    Zwei und drei und dann vier !
    Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
    und so leuchten auch wir,
    und so leuchtet das Zimmer.

    Und so leuchtet die Welt
    langsam der Weihnacht entgegen.
    Und der in Händen sie hält,
    weiß um den Segen !


  2. #2
    devita

    AW: Adventskalender 2011

    schöner einstieg uli

    l.g devi

  3. #3
    Streunerin

    AW: Adventskalender 2011

    Auch wenn die Geschenke dieses Jahr nicht wie gewüscht ausfallen sollten



    Denkt daran:
    Die Geste zählt



    Frohe Vorweihnachtszeit



  4. #4
    cavallo_di_razza

    AW: Adventskalender 2011

    Der Schneemann

    Seht die Kinder, sie erschaffen
    einen Schneemann dick und rund.
    Sie drehen Kugeln flink wie Affen.
    Aus Kohle formen sie den Mund.

    Auch zwei Äuglein, gut zum Glotzen,
    und `ne dicke Rübennase!
    Da kann Schneemann doch nicht motzen,
    jetzt geht es in die Endspurtphase:

    Zum Schluss bekommt er einen Besen,
    und `nen Schal, dass ihn nicht friert.
    Das war gestern nun gewesen.
    Doch! Was ist´s, das um die Ecke stiert?

    Ein Pferdchen kommt auf leisen Hufen,
    erblickt voll Gier des Schneemanns Zinken.
    Dieser will noch "Hilfe!" rufen,
    doch das Glück tat ihm nicht winken.

    Mit einem "Happs" ist er im Mund,
    verschwindet in des Gaules Schlund.
    Und die Moral von der Geschicht´?
    Traue keinem Pferde nicht!


    Quelle http://www.canstockphoto.de/der-schn...d-2475578.html

  5. #5
    devita

    AW: Adventskalender 2011

    huhu,

    wie wahr streuni,das vergessen leider viele ,

    lach anni ein tolles gedicht, uns so passend

    l.g devi

  6. #6
    Josy

    AW: Adventskalender 2011

    Loriot: Advent - YouTube



    In diesem Sinne, einen schönen 2. Advent wünsch ich euch! :-)

  7. #7
    Josy

    AW: Adventskalender 2011

    Da mascho leider nicht online kommen kann, stelle ich hier im Auftrag ihren Beitrag ein... :-)

    Zitat Zitat von mascho
    Licht und Irrlicht


    Wir haben diesen Globus hell gemacht,
    ihn bis ins Äußerste belichtet,
    doch dann die Augen unbedacht
    nur noch auf diesen Schein der Welt gerichtet.

    Denn Lampen, Leuchten, Lichtreklamen
    durchdringen schon der Erde letzten Fleck.
    Weil wir Menschen uns oft schlecht benahmen,
    zucken Irrlichter zum fernsten Erden-Eck.

    Scheinwerfer und Reklamen dringen grell
    in alle Sphären unsres Lebens.
    Doch machen sie nur äußerlich ein wenig hell,
    und Wärme und Geborgenheit sucht man vergebens.

    Unsere Augen sind vielfach geweitet,
    durch Glanz und Glitzer arg geblendet,
    und den Verlust des Augenlichts erleidet,
    wer sich nicht augenblicklich wendet.

    Die Augen uns´rer Herzen sind so matt geworden
    im grellen Licht der Wohlstandszeiten,
    und entgegen allen schönen Worten
    erkaltet in Lieblosigkeiten.

    Lass dir das Augenlicht nicht rauben,
    und übe doch ganz neu zu Sehen,
    und zwar genauer als die Irrlichter erlauben.
    Ja, schau neu hin, um zu verstehen.

    Denn überall, wo Menschen leben,
    da glitzert's oft nur oberflächlich grell.
    Deshalb hat Gott den Sohn gegeben,
    damit wir leben - warm und hell.

    Wir lernen sehen, ohne Lichtreklamen,
    erst im Laternenschein des Stalls von Bethlehem
    und werden wie die Hirten, die dort nachts zusammenkamen,
    ein Stück von Gottes Licht und seine Liebe sehn.

    Und dann erfüllt sich auch noch heute
    die frohe Botschaft heil’ger Nacht.
    Engel verkünden große Freude:
    Licht Gottes, für uns zur Welt gebracht!

    Und dieses Licht, so hell und rein
    schenkt Wärme mir, Glück und Geborgenheit,
    wird jede Stunde meines Lebens bei mir sein
    und liebend mich umfassen alle Zeit.



    (Weihnachtsgedicht, Autor: Martin Volpert, 2008)
    Copyright © by Martin Volpert, 2008, www.christliche-gedichte.de
    Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden


    Sicherlich nichts neues, aber einfach immer wieder schön

  8. #8
    devita

    AW: Adventskalender 2011

    6.Dez.2011


    Stiefelmaus


    Im Stiefel saß mal eine Maus,
    es war der vom Nikolaus,
    dieser wollte bald bescheren
    stillen Kinderleins Begehren.
    So hob er an das große Bein,
    stieg vergnügt zum Stiefel rein,
    doch plötzlich hörte man ‘nen Schrei,
    er rief ganz laut: „Oh wei, oh wei!
    Da krabbelt was in meinem Schuh
    und piepst erbärmlich immerzu!“.
    Der Alte wurde sehr verstört,
    hat solche Töne nie gehört,
    zog schnell heraus sein Bein,
    schwups, die Maus gleich hinterdrein,
    sah den Sack dort stehn im Eck,
    sprang empor ins neue Versteck.
    Sehr verdattert zog der Mann
    wieder seinen Stiefel an,
    hob den Sack auf seinen Rücken,
    um die Kindlein zu beglücken,
    hörte just in dem Moment,
    wie es piepste hinterm Hemd:
    „ Jetzt ist die Maus sogar im Sack,
    oder ‘ne andre von diesem Pack!“.
    Er drehte sich beständig wilder,
    rief voll Not nach seiner Hilda:
    „ Hilf mir bitte, gutes Weib,
    es krabbelt mich am ganzen Leib!“.
    Es spaßte sehr dem kleinen Tier,
    bald war es dort, bald war es hier,
    saß überm Gürtel vorn am Bauch,
    hielt am Schenkel fest sich auch,
    schlich sich leise an das Ohr,
    war vergnügt wie nie zuvor,
    knabberte noch flink am Barte.
    Man hörte schrill die Worte: „Warte!
    Das ist des Nachbarn weiße Maus,
    hab keine Angst mein Nikolaus.
    Ja, das ist sie ganz genau!“,
    rief entsetzt die gute Frau.
    Er, erstarrt und voller Schreck,
    rief erbost: „Nimm‘s Biest bloß weg!“
    Doch dieses lief von ganz alleine
    mit Elan entlang dem Beine,
    plumpste in den großen Schuh,
    der Niklaus sah verzweifelt zu.


    Wieder plagte ihn die Pein,
    rief erschüttert: “Sie ist hinein
    jetzt in meinen roten Socken,
    wer wagt es, sie herauszulocken!“
    Nachbar Hugo mit schnellem Schritt,
    ergriff die Maus und nahm sie mit.
    Gejammer drang nun aus dem Haus,
    es war die Angst vom Nikolaus.

    © Heidrun Gemähling







  9. #9
    darkbeauty

    Rotes Gesicht AW: Adventskalender 2011

    sehr schöne Gedichte, weiter so!! :-)

  10. #10
    Josy

    AW: Adventskalender 2011

    Brad Schmidt und das fehlende Geschenk
    (Autor unbekannt)

    Es war einmal ein nicht mehr ganz junger Mann, sagen wir mal so knapp über Mitte 30, der alles kannte, nur keine Selbstzweifel. Da er aber wusste, dass es – vor allem bei den Frauen – gut ankommt, sich selbst gelegentlich infrage zu stellen, täuschte er zuweilen vor, ein an den großen Menschheitsfragen – Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wer wird deutscher Meister? – verzweifelnder Softie zu sein, der nicht mehr weiß, ob das, was er tut, auch das Richtige sei. Aber nach jeder Prüfung seiner selbst, kam er immer wieder zu dem Schluss, dass er ein ganz toller Hecht sein muss – so perfekt, wie er war. Blendend aussehend, hyperintelligent, voller Witz und Esprit. Kurzum, der nicht mehr ganz so junge Mann hielt sich im Kern für eine Mischung aus Brad Pitt, Sir Ralf Dahrendorf und Harald Schmidt. Und der Einfachheit halber soll er im Folgenden daher auch Sir Brad Schmidt genannt werden oder noch besser: nur Brad Schmidt. Wer braucht heute noch Adel?
    Nun kam aber der 16. Dezember, und Brad Schmidt stürzte in eine Krise. Entsetzt musste er, der sonst immer alles wusste – und dabei auch noch gut aussah –, an diesem Tag feststellen, dass es nur noch acht Tage bis Weihnachen waren und er noch nicht den blassesten Schimmer hatte, was er seiner Freundin schenken sollte. „Oh Gott, oh Gott”, dachte sich da Brad Schmidt. Warum muss gerade mir das passieren? Wo ich doch so schlau bin. Und so kreativ. Und dabei auch noch so gut aussehe. Drehen vielleicht meine Gene durch? Bin ich jetzt nicht mehr Brad Schmidt, sondern Ralf Pitt? Seh’ so aus wie Dahrendorf und bin so schlau wie Brad?
    Brad Schmidt war so verzweifelt, dass er nicht mehr wusste, was er tat, und ohne Sinn und Ziel sein Altpapier durchstöberte, Und siehe, da erschien ihm die Fachzeitschrift ”Wirtschaftswoche”. In ihrer Ausgabe vom 30. November. „Fürchte Dich nicht”, sagte die Wirtschaftswoche. ”Denn es gibt jetzt Geschenke im Internet.
    Unter decido - Preisvergleich, Testberichte und Online Shopping findest Du die richtige Idee.“ Wie froh und glücklich der Brad da plötzlich war. Froh, dass irgendjemand die „Wiwo“ in seiner Yuppiebude vergessen hatte. Und glücklich, das er, wenn er schon keine eigene Idee hatte, bald eine fremde finden würde, die sich wunderbar als eigene verschenken ließe. „Ach”, sagte sich Brad Schmidt. „Wie gut, dass es doch das Internet gibt. Gäbe es es nicht, ich müsste es erfinden.”
    Also setzte sich Brad Schmidt an seinen Computer und klickte sich auf die Seite, die ihn lächeln ließ. decido - Preisvergleich, Testberichte und Online Shopping. Dort erschien alsbald das Ersehnte: ein „Ideenfinder”. Hier musste Brad zunächst ausfüllen, wer beschenkt werden soll, wie alt die zu Beschenkende ist, zu welchem Anlass geschenkt wird und wie viel er denn so auszugeben gedenke. Doch da kam Brad nun schon ins Trudeln. Wie hatte seine Freundin doch noch gesagt. „Ach Schatz, eigentlich ist es mir ja egal, was du mir schenkst. Hauptsache, es ist teuer und ein Brillant Die Kategorie „0-50 Mark” fiel also schon mal flach. Obwohl sich dahinter so schöne Sachen wie das Mousepad „Culto” mit den schwimmenden Herzen für 24,90 Mark verbarg oder der Fotorahmen „Hugo Trio” für 39,90 Mark. Auch die zweite Kategorie (50-1100 Mark) schien Brad Schmidt nicht angemessen, hatte er seine Freundin doch erst kürzlich, zu ihrem Geburtstag, mit jenem Duschvorhang mit dem idyllischen Alte-Frau-mit-Messer-in-der-Hand-Motiv aus „Psycho” überrascht, der nun für 79 Mark im Internet angeboten wurde. Na ja, ehrlich gesagt, kam das Geschenk damals schon nicht richtig an. Und auch zu Weihnachten dürfte die Begeisterung darüber begrenzt sein. Zwei Duschvorhänge machen halt noch keinen Brillanten.
    Aber ein Brillant war für Brad einfach nicht drin. Sein Chef, der alte Knicksack, hatte ihm erst unlängst die wohlverdiente Gehaltserhöhung mit einem wenig stichhaltigen, dafür umso charmanteren Argument verweigert: „Seien Sie doch froh, dass Sie bei uns arbeiten dürfen.” Tja, und so blieb nun Brad Schmidt nichts anderes übrig, als in der Kategorie „100-200 Mark” auf die „Suche starten”-Taste zu klicken. Doch bevor die Geschenke auf seinem Bildschirm erschienen, musste er noch schnell einige Angaben über den „Charaktertyp” der zu Beschenkenden machen. Ob sie denn Dinge analysieren und logische Zusammenhänge erkennen könne. „Na ja”, dachte sich Brad. „Sie ist ja zwar eine Frau, aber immerhin meine Freundin. Also geb’ ich ihr mal drei Punkte.” Fünf waren möglich. Ob sie gerne redet und ein kommunikativer Typ sei? „Kann man auch sechs Punkte vergeben?”, fragte sich Brad. Ob sie es liebe, die Zukunft zu entdecken? „Es sollte ihr reichen, mich zu entdecken.” Zwei Punkte. Ob sie unvorhergesehene Situationen meide. „Ja bin ich denn ihr Freund oder ihr Psychiater?” Ein Punkt.
    Und dann klickte Brad Schmidt wieder auf die Suchtaste. Was für eine Vielfalt! Brad Schmidt konnte sich gar nicht entscheiden, was er denn nun für seine Liebste zum Fest der Liebe ordern sollte. Den innovativen Tischkalender mit integrierter Uhr für 189 Mark? Oder die todschicke Filztasche in Lila für 20 Mark weniger? Oder vielleicht doch lieber das Socken-Geschenk-Abo für 119 Mark. Nach langem Hin und Her, neuem Nachdenken und alten Zweifeln, entschied sich Brad schließlich für das, was alles andere wie Geschenke für den Muttertag erscheinen ließ für die Wäscheserie „Toledo” von Teleno, Dessous mit spanischem Temperament – und das für gerade mal 108 Mark!
    „Tolero”, hieß es in der Anzeige, die Brad so voll überzeugte, sei wie gemacht für temperamentvolle Frauen: eine raffinierte Wäscheserie aus elastischem, besticktem Tüll in Schwarzweiß Der BH habe blickdicht gefütterte Cups. Slip und String-Tanga seien aus Mikrofaser und mit reichlich Tüll verziert. „Wow”, dachte da Brad Schmidt. „Das ist es.”
    Und dann kam Weihnachten. Morgens schmückte Brad den Baum, mittags ging er mit seiner Freundin spazieren, am frühen Abend gingen beide gemeinsam in die Kirche und danach nach Hause. Sie wollten alleine sein, Brad Schmidt und seine Freundin, romantische Weihnachten zu zweit feiern. Erst hörten sie Weihnachtslieder, gesungen von Frank Sinatra, dann aßen sie Weihnachtsgans, zubereitet von Brad Schmidt, dann gab es die Weihnachtsbescherung, heiß erwartet von seiner Freundin. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie glücklich und zufrieden – bis sie das Geschenk ausgepackt hat.

  11. #11
    cavallo_di_razza

    AW: Adventskalender 2011



    find das cool und es passt ja zu Weihnachten

  12. #12
    devita

    AW: Adventskalender 2011

    huhu,

    laaaaaaaaaaaaach so macht der adventskalender spaß,super anni



    l.g devi

  13. #13
    Jörg

    AW: Adventskalender 2011

    Herrlich die lassen sich was Einfallen

  14. #14
    Berliner_Reiter

    AW: Adventskalender 2011

    Bitte nicht zu pingelig sein - habe versucht euch ein schönes Bild zu basteln... :)






    Jetzt sind es nur noch 15 Tage bis Heiligabend. Viel Spaß beim Lesen von "meinem" Gedicht (habe es im Netz gefunden, Autorin leider unbekannt).

  15. #15
    Islandpferd92

    AW: Adventskalender 2011

    Sorry, dass das Türchen Nummer 10 erst etwas später am Tag kommt, aber meine Tiere haben mich die letzten Tage so auf Trab gehalten. Hab dennoch was gefunden ;)
    Hier nun also 2 sehr rührende, aber dennoch schöne Gedichte (Taschentücher besser schon mal griffbereit halten).
    Ich hoffe sie gefallen euch :)


    Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
    Und quälende Pein hält ständig mich wach-
    Was du dann tun musst, tu es allein,
    Die letzte Schlacht wird verloren sein.
    Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl,
    deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
    An diesem Tag-mehr als jemals geschehn-
    muss deine Freundschaft das schwerste bestehn.
    Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück,
    Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
    Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei
    Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
    Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss,
    nur- bitte bleibe bei mir bis zum Schluss,
    und halte mich fest und red mir gut zu,
    bis meine Augen kommen zur Ruh.
    Mit der Zeit - ich bin mir sicher - wirst du es wissen,
    es war deine Liebe, die du mir erwiesen.
    Vertrauendes wiehren, ein letztes mal-
    du hast mich befreit von Schmerzen und Qual,
    Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist,
    der Herr dieser schweren Entscheidung bist.
    Wir waren beide so innig vereint.
    Es darf nicht sein, dass dein Herz um mich weint.

    (Autor unbekannt)



    Abendgebet eines Schulpferdes
    Vergangen ist des Tages Last,
    sie schien mir heut unendlich fast.
    So eben ging die Stalltür zu,
    lieber Gott, schenk mir Ruh.
    Vergib dem Mayer, welcher heute
    mich wieder kräftig bläute,
    als ich nicht wusste, was er wollte
    und dann nicht tat, was ich wohl sollte.
    Vergib mir, das zu guter letzt
    ich ihn einfach abgesetzt,
    und lass ihn künftig lieber fort
    bekehre ihm zum Autosport.
    Ich bitte dich, denn mein Kreuz ist Schlapp,
    nimm Hans ein paar Kilo ab.
    Schenk Sitz ihm, Schenkel und Verstand
    und nicht so eine harte Hand.
    Lass mein Reiter sich befleissen,
    mich nicht immer so im Maul zu reissen.
    Gib, das sie mit scharfen Sporen,
    nicht ewig in die Flanken bohren.
    Ich danke dir, das dann und wann
    mich jemand reitet, der es kann,
    und du mir dann gönnst im Trabe
    zu zeigen, was ich in mir habe.
    Gib mir auch morgen Eleganz,
    bewahre meines Felles Glanz
    und lass mir täglich Futter geben.
    Behüte mir mein Pferdeleben.
    Amen

    (Autor unbekannt)

  16. #16
    Streunerin

    AW: Adventskalender 2011

    Alternative Weihnachtsgeschiche

    Es begab sich zu der Zeit das ein Gebot von Kanzlerin Merkel ausging das
    alle Leute die in Deutschland leben geschätzt werden sollten.

    Diese Schätzung war nicht die erste sorgte aber bei den Datenschützern für große Missstimmung.
    So bekam denn jeder zehnte Post und füllte diese murrend aus.

    Das muss allerdings Murat und Aysche nicht belasten. Die haben ganz andere Probleme.

    Murat ist arbeitsloser Zimmermann und sieht in der Türkei für sich und seine Freundin Aysche keine Zukunft.
    Besonders da Aysche von nem anderem Mann schwanger ist.
    Den wollte sie aber nicht heiraten.

    Um den Brüdern von Aysche und seinem Nebenbuhler zu entkommen fliehen
    sie beide vor der Blutrache mit Murats altem 3er BMW und seiner
    Schwiegermutter im Gepäck nach Deutschland.

    Dort will Murat in Berlin Kreuzberg bei seinem Onkel arbeiten.
    Der hat angeblich einen gut laufenden Lebensmittelladen.
    Murat hat ihm ja auch immer Geld geschickt damit er ein Haus bauen kann.

    Während der Fahrt Quer durch den Bosporus hatte Aysche schon die ersten Wehen.

    So kam es dann das sie am 24. Dezember morgens in Berlin Kreuzberg ankamen.
    Zu ihrem großen Schrecken mussten sie allerdings feststellen das Murats Onkel Privatinsolvenz angemeldet hat und Pleite ist.
    Zudem ist das Haus ein halbfertiger Rohbau.
    Statt einem Platz in der versprochenen Einliegerwohnung und nem guten Job standen sie auf der Straße.

    Kein Geld in der Tasche, Kein Dach über dem Kopf und keine Krankenversicherung.

    Verzweifelt standen die Beiden vor den Trümmern ihres noch nicht einmal neu begonnenen Lebens.

    *Ja is sich kein Problem gehst du Amt.* Meint Murats Onkel. *Da kriegst
    du Wohnung, Job und Möbel. Hat deine Schwager auch gemacht.*

    Mit neuer Hoffnung machen sie sich auf den Weg.

    Am Arbeitsamt sagt ihnen der zuständige Mitarbeiter das er nicht für sie zuständig sei.
    Sie müssen zu seinem Kollegen zum Hartz IV Amt.
    Ausserdem sei ja Weihnachten und da könne er nichts mehr machen so auf die Schnelle.
    Eventuell zwischen den Feiertagen aber da schafft man ja auch nichts. aber im neuen Jahr wäre da was möglich.

    Am Hartz IV Amt sagt ihnen der Zuständige Mitarbeiter das er nicht für sie zuständig sei.
    Sie müssen zu seinem Kollegen zum Amt für Ausländerangelegenheiten.
    Außerdem sei ja Weihnachten und da könne er nichts mehr machen so auf die Schnelle.
    Eventuell zwischen den Feiertagen aber da schafft man ja auch nichts. aber im neuen Jahr wäre da was möglich.

    Am Amt für Ausländerangelegenheiten sagt ihnen der Zuständige Mitarbeiter das er nicht für sie zuständig sei.
    Sie müssen zu seinem Kollegen zum Amt für Asylanträge.
    Ausserdem sei ja Weihnachten und da könne er nichts mehr machen so auf die Schnelle.
    Eventuell zwischen den Feiertagen aber da schafft man ja auch nichts. aber im neuen Jahr wäre da was möglich.

    Am Amt für Asylanträge sagt ihnen der Zuständige Mitarbeiter das er nicht für sie zuständig sei.
    Sie müssen zu seinem Kollegen zum Hartz IV Amt.
    Ausserdem sei ja Weihnachten und da könne er nichts mehr machen so auf die Schnelle.
    Eventuell zwischen den Feiertagen aber da schafft man ja auch nichts. aber im neuen Jahr wäre da was möglich.

    Um 16 Uhr schließt das Rathaus und Murat und Aysche werden ziemlich unfreundlich gebeten zu gehen es sei jetzt Feierabend.

    Ziellos fuhren sie durch Berlin.


    ...............Fortsetzung im nächsten Beitrag......

  17. #17
    Streunerin

    AW: Adventskalender 2011

    ...Fortsetzung..............

    In Wilmersdorf sahen sie große, schöne Villen.
    Hinter den Fenstern und in den Vorgärten leuchteten bunte Lichter.
    Sie hielten an den Häusern und wollten ihre Not schildern doch man
    schlug ihnen die Tür direkt vor der Nase zu und schickte sie weg.
    Es ist Heiligabend und man will mit der Familie feiern und hat keine Zeit für Bettler.

    Am Prenzlauer Berg sahen sie viele große Mehrfamilienhäuser.
    Hinter den Fenstern leuchteten bunte Lichter.
    Sie hielten an den Häusern und wollten ihre Not schildern doch man
    schlug ihnen die Tür direkt vor der Nase zu und schickte sie weg.
    Es ist Heiligabend und man will mit der Familie feiern und hat keine Zeit für Bettler.

    Irgendwann ging dem Auto das Benzin aus.
    Sie mussten ihre Sachen nehmen und zu Fuß weitergehen.
    Es war kalt und es fing an zu schneien.

    Als sie an einem Sperrmüllhaufen vorbeikamen wollten sie sich ein paar zerschlissene Decken und einen Regenschirm mitnehmen.
    Noch während sie im Müll suchten hielt ein Polizeiwagen hinter ihnen an.
    Doch die beiden Polizisten wollten gar nicht hören was sie im Müll suchten und warum.
    Sie schickten sie weg und sagten den Beiden das Sperrmüll der Stadt
    gehört und man da nichts wegnehmen darf weil das Diebstahl ist.

    Als die Polizisten in ihr Auto stiegen fluchten sie noch das sie lieber
    zu Hause Weihnachten feiern würden statt in der Kälte zu stehen und
    solche Typen im Auge zu behalten.

    Völlig durchnässt und durchgefroren kamen sie nach Panko.
    Aysches Wehen fingen wieder an und es konnte nicht mehr lang dauern bis sie ihr Kind bekam.
    Die Häuser waren nicht mehr so schön aber trotzdem waren hinter jedem Fenster bunte Lichter zu sehen.

    Aber irgendwo zu klingeln trauten sie sich nicht mehr.
    Wie konnte man denn auch von Fremden Hilfe erwarten.
    In einem fremden Land in dem man noch nicht mal den Müll mit nehmen darf den andere so achtlos wegwerfen.

    Plötzlich waren sie in einer Gegend in der es keine Straßenbeleuchtung mehr gab.
    Die Fenster der Häuser waren kaputt und Teilweise mit Brettern vernagelt.
    Trotzdem war in einem der Häuser ein warmer Lichtschein zu sehen und freundliches Lachen zu hören.

    Sie wollten grade weitergehen als sich die Tür öffnete.
    Eine alte Frau in dicke abgetragene Kleidung war im Türrahmen zu erkennen.
    Ohne das auch nur ein Wort gewechselt wurde schien die alte Frau die Probleme der Beiden genau zu erkennen.

    *Kommt bloß rein bevor ihr draußen noch erfriert*
    Viele Leute waren drinnen versammelt. Und alle sahen sie aus als wenn
    sie kein Geld hätten. Nicht einmal Strom schien es zu geben denn es
    brannten nur Kerzen und gekocht wurde auf Campingkochern.

    Trotzdem nahm man sie freundlich auf und sie bekamen trockene Kleidung,
    zu Essen, zu Trinken und was viel wichtiger war, von jedem ein warmes
    herzliches Lächeln.

    Als sie den Menschen für ihre Freundlichkeit danken wollten winkten diese nur ab.
    Sie wollten für so was doch keinen Dank.
    Außerdem sei doch schließlich Weihnachten.

    In der Nacht gebar Aysche ihren Sohn.
    Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in einen Einkaufswagen mit
    Kissen und in Decken gehüllt denn sie hatten sonst kein geeignetes
    Babybett im Haus.

    Und es waren ein paar Punks am Alex mit ihren Hunden die dort in der Nacht von den Touristen Geld schnorrten.
    Da bekam einer eine SMS und er trat zu den anderen und sprach:

    *Geile Sache das! In unserem besetzten Haus hat grad ne obdachlose
    Türkenfamilie ihr erstes Kind gekriegt. Und jetzt liegt das kleine Baby
    in Windeln gewickelt in dem ollen Einkaufswagen den ich bei Aldi geklaut
    hab.*

    Da sprachen die Punks *Laßt uns fix nach Hause und das selber sehen was
    da passiert ist nicht das uns da wer nen Bären aufgebunden hat.*

    Und sie kamen eilend und fanden beide Aysche und Murat, dazu das Kind im Einkaufswagen liegend.
    Als sie es gesehen hatten verbreitete sich die Geschichte rasend schnell dank Twitter und Facebook.

    Sogar die Bildzeitung berichtete in der nächsten Ausgabe vom *Weihnachtswunder*.

    Davon hörten auch die drei fleißigen Moderatoren, Tine, Peter und Angelika, die über das Elend anderer berichten.

    Auch sie kamen mit Kamerateams von RTL und Sat1 um das seltsame Paar zu besuchen.
    Als Geschenk gab es jeweils die Hauptrolle bei:

    Einsatz in 4 Wänden, wo aus dem Rohbau ein schönes Heim für die ganze Familie entstand.

    Raus aus den Schulden, wo der Lebensmittelladen von Murats Onkel gerettet wurde damit der Murat auch nen Job hat.

    Und

    Zwei bei Kallwas ,wo die verbliebene Verwandschaft von Aysche davon überzeugt werden kann von der Blutrache abstand zu nehmen.

    Quasi ein ganz zeitgemäßes Weihnachten*

    (Copyright by Timo meinem Göttergatten)

  18. #18
    Bianca W

    AW: Adventskalender 2011


  19. #19
    Berliner_Reiter

    AW: Adventskalender 2011






    Autorin mal wieder unbekannt, aber trotzdem viel Spaß!

  20. #20
    Josy


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