Du sagst, dass das Pferd noch sehr jung ist. Viele aus meinem Stall sagen, das Pferd muss funktionieren, die Ausrede mit jungem Pferd funktinioniert nicht mehr allzu lange, ich weiß nicht, was ich darauf immer sagen soll. Sicher muss sie auf meine Kommandos hören, das tut sie auch. Ich vermute, dass das beim letzten Ausritt einfach zu viel für sie war. Ein anderes Pferd als gewohnt dabei, neue Umgebung, in dieser Umgebung lernen zu warten, während andere weiterreiten, das war zuviel. Denk ich. Ich weiß einfach grad ned weiter... Und vor allem weiß ich nicht, mit welchem Westerntrainer ich gut bedient bin.
Ich benutze diese Gebiss:
SILVERADO Reitsport und Outdoor - 3-4821 Doppelt gebrochen Sweet Iron 3-4821
Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
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- 07.10.2011, 10:54 #21RonjasLisa
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
- 07.10.2011, 10:59 #22Leo
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Hast Du eigentlich das mit dem Ausfluss aus der Nase mal untersuchen lassen?
Kopfschlagen kann ja durch viele Ursachen ausgelöst werden.
Headshaken ist eine spezifische Erkrankung, die nicht nur beim Zügel aufnehmen auftritt.
Bei so starken Muskelzuckungen würd ich evtl auch mal auf Shivering untersuchen lassen.
Also, vielleicht erst mal aktuell das Pferd tierärztlich durchchecken lassen. Auch das buckeln kann ja krankheitsbedingt sein.
Zum Thema "Dominanztraining" gibts von mir nix zu sagen.
Konsequentes, gleichbleibendes Auftreten, so dass das Pferd versteht, was ich von ihm will, das reicht völlig aus.
Wenn "Dominanztraining" dann kann Mensch das auch ohne Pferd durchführen, denn in erster Linie bedeutet es nix weiter als sein eigenes Verhalten und Auftreten zu kontrollieren.
Kann ich das, klappts auch mit dem Pferd.
zum Thema umstellen:
ich muss ein Pferd doch nicht verunsichern, um es besser kontrollieren zu können. je sicherer das Pferd sich fühlt, desto besser kann es sich auf die Zusammenarbeit konzentrieren.
- 07.10.2011, 11:14 #23RonjasLisa
Also ich glaube nicht an Shivering, das ist ja eher ein Problem der Beine und nicht des Kinns. Als erstes werde ich mich mal den Zähnen widmen. Denke, das macht am ehesten Sinn....
Vom Boden aus kommen wir super miteinander klar, sie weiß sofort was ich von ihr möchte. Ich bin auch schon (stolz) deutlich sicherer als am Anfang!! Denke man wächst auch mit der Lebensaufgabe irgendwo zusammen. Ich muss nur noch sicherer werden.
Ja, ob das Dominanztraining sinn macht weiß ich au ned so recht, weil ich denke, wenn ich den Sinn darin noch nicht ganz verstanden habe, dann wird es das Pferd auch nicht verstehen :D.
*grübel*
Ahso und das mit dem Ausfluss. Die Nasenlöcher sind auch immer voller Dreck, sie bohrt ja regelrecht im Dreck. Das habe ich meiner Tierheilpraktikerin gesagt, sie meinte, dass käme von den geschwollenen Ohrspeicheldrüsen (kann ja auch ein Grund für Shaking sein - ehrlichgesagt macht sie es schon deutlich weniger und die drüsen sind abgeschwollen, aber ich weiß eben nicht, ob es davon kommt oder davon, dass nichts mehr blüht - könnte ja auch eine Allergie sein)
Ich markiere mal die Symptome, die sie zeigt:
Das Pferd reagiert, als krabbele eine Fliege in seiner Nase. Es schüttelt reflexartig seinen Kopf in alle Richtungen, schnaubt oder niest. Manche Pferde ziehen permanent die Oberlippe hoch wie beim Flehmen und spielen mit der Zunge. Sie stampfen mit den Vorderbeinen, rubbeln die Nase an den Beinen oder schubbern sie an Zaunpfahl oder Trog. Einige reiben sich die Nase auch im Trab am Boden und scheuern sich die Nüstern blutig. Aus der Nase läuft klarer bis weißlicher Schleim; die Augen tränen.
Häufig zeigen Pferde solche Symptome unter Stress. Viele schlagen nur beim Auftrensen oder beim Reiten mit dem Kopf – meist nach der Lösungsphase. Andere schleudern beim Turnier mit dem Kopf.
Oft verstärken sich die Symptome an warmen, sonnigen Tagen. Manche Pferde reagieren auf Lichtreflexe im Schnee. Lichtempfindliche Headshaker wollen starkes Sonnenlicht meiden, stellen sich in den Schatten, stecken ihr Gesicht unter den Schweif des Nachbarn oder drücken ihr Gesicht gegen die Wand. Beim Saufen tauchen sie die Nüstern tief unter Wasser. Wind kann die Symptome verschlechtern oder verbessern
- 07.10.2011, 11:26 #24Leo
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Viele Shivering Pferde haben auch extreme Zuckungen an Kopf und Nacken.
Aber die Zähne sollten natürlich auf jeden Fall untersucht werden.
Jeder Haken kann natürlich dazu führen, dass jedes Annehmen des Gebisses schmerhaft ist.
Erst mal das alles ausschließen dann kannst Du weiter sehen.
- 07.10.2011, 12:03 #25Berliner_Reiter
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Zum Thema dominantes Pferd kann ich auch ein klein bisschen was erzählen.
Als ich meine Stute vor 2 Jahren bekam, war sie ein riesiges, braunes "Monster", das nur aus Hufen, Zähnen und angelegten Ohren zu bestehen schien.
Sie giftete gegen jeden und auch bei anderen Pferden stellte sie gleich klar, wer der Chef ist.
Menschen, das hatte sie gelernt, kann man umrennen, wenn man keinen Bock hat. Bei weniger aufdringlichen reichte es, zu drohen, oder den Hinterhuf zu heben.
Genau das war mein Lösungsweg.Zum Thema "Dominanztraining" gibts von mir nix zu sagen.
Konsequentes, gleichbleibendes Auftreten, so dass das Pferd versteht, was ich von ihm will, das reicht völlig aus.
Wenn "Dominanztraining" dann kann Mensch das auch ohne Pferd durchführen, denn in erster Linie bedeutet es nix weiter als sein eigenes Verhalten und Auftreten zu kontrollieren.
Kann ich das, klappts auch mit dem Pferd.
Nun ist unser Verhältnis, naja, sagen wir gefestigt. Sie weiß, dass ich schlagen und beißen nicht dulde. Wenn ihr etwas nicht gefällt, darf sie es mir zeigen (Ohren anlegen).
Unsichere Menschen, die mit ihr umgehen wollen, durchschaut sie in den ersten Sekunden. Da wird beim Führen überholt und auch schon mal der Strick weggerissen. Grasen und nicht weitergehen.
Wenn man ihr klar und deutlich sagt, so geht das nicht, ich lasse dir das nicht durchgehen, dann fügt sie sich nach ein paar Versuchen und ist ein anderes Pferd. :whistle:
- 07.10.2011, 12:14 #26RonjasLisa
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Gifteln ist gar nicht Ronjas Ding, sie ist ein aufgewecktes wesen, das auf alles total neugierig ist (verspielt). Ich habe auch schon Fußball mit ihr gespielt. Sie zeigt mir nichts auf eine böse Art. Sie hat eher den Schalk im Nacken und mischt unseren ganzen Stall auf. Das einzige Problem ist eigentlich, dass sie, wenn sie was nicht will rumzickt. N Mädl eben ...
Wenn sie neugierig ist oder etwas will, dann guckt sie sich um und walzt eben alles nieder, was nur geht, sie hat keinen Respekt vor dem Mensch und auch nicht vor dem Stromzaun, das geht eben soweit, dass wenn der Wallach auf der Koppel steht und sie auch auf die Koppel will, dann zieht sie eben ihr ding durch und erreicht ihr Ziel halt auch. Da muss ich irgendwie einen Riegel vorschieben.
- 07.10.2011, 12:53 #27Farooq
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
juhu ronja nochmal....
da fällt mir grad noch was ins auge: lass doch mal den hormonhaushalt prüfen! wenn die soo auf de wallache fixiert ist, könnts doch sein, dass da ein zuviel vorhanden wäre!?? könnte! okey....
ich würds pferd einfach mal rundum checken lassen vom ta. des kost net die welt und dann ist alles ausgeschlossen, auch evtl des mit dem headshaken.
wäre meine erste wahl vorab....
uli
- 07.10.2011, 19:47 #28ayla-fan
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Nun, mal ganz unabhängig von dem Rest des Themas, diese Aussage hat mich echt geschockt. Auf die Meinung solcher Leute würde ich keinen Pfifferling mehr geben, mir zur Not sogar einen anderen Stall suchen. Denn ein Pferd ist kein Gegenstand, der einfach so funktioniert. Jedes Pferd ist anders. Jedes hat seinen eigenen Rhythmus, reagiert anders.
Und hier handelt es sich doch nicht um eine Ausrede, die man sich immer ausdenken muss. Es ist, wie es ist. Du kannst daran arbeiten, aber lass dich um Himmels willen nicht von anderen unter Druck setzen. Damit machst du dich und das Pferd gleichermaßen fertig. Ihr habt euer ganz eigenes Tempo und nur ihr könnt es bestimmen.
Guter Unterricht hilft sehr viel, aber auch er richtet sich immer nach dem Tempo deines Pferdes und dir. Tut er das nicht, taugt er nichts. Meine ureigenste Meinung
Geh nach deinem Gefühl. Wenn du dich davon leiten lässt, kannst du gar nicht so viel verkehrtes machen. Grade auch Leo hat was tolles geschrieben betreffend dem Ausquartieren in eine fremde Box. Ich kann ihr da nur vollstens zustimmen. Und auch den Beiträgen von Faro, Wanderreiter und Chiara kann ich - wie denen von Leo - nur zustimmen.
- 10.10.2011, 11:25 #29RonjasLisa
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Hallo,
ich habe jetzt mal nochmal von vorn angefangen...
Am Samstag war ich ganz alleine im Stall. Hab mir gedacht: DAS KRIEGEN WIR HIN!!! War ganz ruhig und hab mein Pferdchen von der Koppel geholt, in Ruhe geputzt und ihr die Medikamente gegeben und ihren Huf behandelt. Anschließend hab ich ihr die Trense auf den Kopf gemacht und bin in Richtung des nächsten Ortes marschiert. Unterwegs lag ein Schild auf dem Boden, habe sie dran schnuppern lassen, weil sie so geschnaubt hat, war ihr wohl unheimlich. Ansonsten sind wir ohne Stopp in den Ort gelaufen - LEUTE!!! Das ist noch nie passiert :D *freu* - 1. Kleiner Erfolg!
Sonntags war ich zum Misten dort, hab alles erledigt und das Pferdchen wieder von der Koppel geholt. Anfangs war ich mir unsicher, aber dann hab ich beschlossen: UND HEUTE GEHEN WIR AUF DEN PLATZ!!! Daraufhin hab ich ihr den Sattel raufgepackt und wir sind dann zum Platz marschiert. Es hat sowas von super geklappt. Konnte sie am lange Zügel alles machen lassen. Ein- zweimal hat sie mir auf dem Zirkel an den Zügeln gezogen, dann hab ich lockerer gelassen, weil ich ja weiß, dass sie von den Ohrspeicheldrüsen belastet ist. Dann hat es super funktioniert. Vielleicht bekommt sie ja zu wenig luft, wenn man sie zu eng nimmt. Aber hat richtig schön funktioniert.
Was ich mir aber auch schon überlegt habe... sie möchte mir den Huf mit dem Hornspalt nicht mehr so gerne geben, weil das nun ja schon eine recht langwierige Behandlung ist. Sie fällt auch fast immer um, schätze sie hat balance-schwierigkeiten, die vielleicht auch auf die Ohren zurückzuführen sind, weil das ja das Gleichgewichtsorgan ist.
Morgen kommt jetzt mal der Zahnarzt. Der solls einfach mal anschauen. Weiß noch nicht, was das kostet, aber mal gucken. Vielen Dank für die tollen Tipps! Ich bin schon viel ruhiger, das merkt auch mein Stütchen!
- 14.11.2011, 12:43 #30fixstern.blau
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Liebe RonjasLisa,
ich habe deinen Beitrag gelesen und kann die Ähnlichkeit zwischen deiner und meiner Stute kaum fassen! Du hast eine Kopie von meinem Pferd (oder umgekehrt). Sie galt als unreitbar, wie ich sie bekommen habe, mittlerweile klappt es ganz gut am Reitplatz, aber im Gelände buckelt und steigt sie lebensgefährlich (ohne Rücksicht aufs Gelände). dazu kommt Headshaking Syndrom mit Kopfschlagen, anschwellenden Nüstern und weisslich flockigem Nasenausfluss (aber nicht immer, wenn sie das hat kann man sowieso nicht mit ihr arbeiten...)
Ich kann dir von der Ferne nur sagen, dass ich glaube, dass deine Stute Headshaking Syndrom haben könnte, das Kopfschlagen, Zügel aus der Hand reißen und Nase am Boden schrubbern spricht dafür. Die geschwollenen Ohrspeichelndrüsen können einen Krankheitsprozess anzeigen (HS kann z.Bsp durch Viren oder Bakterien wie Herpes, Borna, Borreliose u.a. hervorgerufen werden), du findest viel Info unter http://www.headshaker.eu/ oder Selbsthilfegruppe zur Behandlung von Bornavirus BDV, Borreliose, Botulismus, Herpes, chronische Infektionen, Headshaking, Zoonosen Veterinär,. Du kannst mir auch eine PN schreiben,wenn du da mehr wissen willst, ich bin damit schon ziemlich lang bei meinem Pferd beschäftigt, ich habe einige Unterlagen recherchiert. Übrigens gibt es nicht viele TA, die sich damit auskennen, in dem borna-borreliose-herpes forum kannst du aber gute Tipps bekommen.
Meiner Stute geht es momentan gut und trotzdem zeigt sie die selben von dir erwähnten Dominanzprobleme (weswegen ich auf deinen Thread gestossen bin). Brav im Viereck (so HS nicht aktiv ist) und unreitbar im Gelände, losreissen bei mangelnder Aufmerksamkeit etc. Diesbezüglich bin ich wie du am Grübeln was zu tun ist, es ist immer schwierig, wenn das Pferd obendrein noch nicht ganz gesund ist. Wertvolle Tipps habe ich auch aus den Büchern von MIchael Geitner entnehmen können.
Ich wünsche dir alles Gute,
Daniela
- 18.01.2012, 11:47 #31RonjasLisa
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
So. Ich melde mich zurück mit meiner Stute. Sie zeigt momentan keine Shaking-Sympthome, vermutlich, weil es so kalt ist. Schätze, dass sie eine Allergie hat. Gebe trotzdem weiter die Medikamente, da die Ohrspeicheldrüsen-Schwellung ja chronisch ist. Zwischenzeitlich habe ich den englischen Reitsport mit ihr komplett abgelegt. Wir sind auf den Western-Reitsport umgestiegen und ich habe jetzt meine 3. Western-Stunde hinter mir - ich muss euch sagen! Es ist klasse, was das Pferdchen für Fortschritte gemacht hat in nur 3 Stunden. Sogar konnte ich vom "leicht-traben" jetzt sogar schon zum aussitzen trainieren. Ihr Trab hat sich so verlangsamt und alles nur wegen des Umstiegs. Die Disziplinen scheinen meinem Pferdchen so spaß zu machen, dass sie jeden anderen Mist vergisst. Nach unserer letzten Reitstunde war ich seit Monaten wieder zum ersten Mal ganz alleine mit ihr im Gelände (sie war müde). Es hat super geklappt, das fördert mein Vertrauen und hoffentlich auch ihres.Sie scheint mir auch einen ruhigeren Eindruck zu machen, wenn sie ihre Sportstunden hatte. Es entspannt und fördert sie. Ich bin sehr zufrieden. Bei einem Reitlehrer habe ich mich noch nie so wohlgefühlt und vor Allem sind das kompetente Hände, wo mein Pferdchen und ich gemeinsam lernen können. Vermutlich steht jedoch jetzt wieder ein Stallwechsel bevor. In den Stall, wo mein Reitlehrer auch seine Pferde stehen hat. Ich hoffe, dass alles funktioniert., wenn ich je wechseln sollte. Schreibt mir eure Meinungen! :-)
- 25.01.2012, 12:15 #32Wanderreiter
AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
Hey,
das freut mich wirklich für euch!
Ich habe damals bei meinem Pferd auch bemerkt, wieviel mehr Spaß er im Westernunterricht hatte. Er war total aufmerksam und hinterher superzufrieden, mein Trainer war allerdings auch richtig gut.
Hauptsache ist doch, daß ihr beide Spaß habt und euch im Unterricht wohlfühlt, egal bei welcher Reitweise. Wenn es das Westernreiten ist- klasse!
Viel Spaß und gute Gesundheit!
Massives Dominanzproblem, Vertrauen?
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