Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

Diskutiere Massives Dominanzproblem, Vertrauen? im Pferdeflüsterer Forum im Bereich Pferde; Hallo, ich habe ein Problem mit meiner 6-jährigen Warmblutstute! Ich habe kein Problempferd. Mein Problem ist, dass ich selbst nie ein eigenes Pferd hatte und ...

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  1. #1
    RonjasLisa

    Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Hallo,

    ich habe ein Problem mit meiner 6-jährigen Warmblutstute!

    Ich habe kein Problempferd. Mein Problem ist, dass ich selbst nie ein eigenes Pferd hatte und über die Grundausbildung von Jungpferden sehr, sehr wenig weiß. Ich möchte das Pferd richtig erziehen und behandeln können. Der Charakter des Pferdes zeigt mir, dass die Stute nie die Chance hatte Vertrauen zu gewinnen. Sie signalisiert mir, dass sie gerne jemanden hätte, der sich um sie kümmert, aber sie bis jetzt alles selbst regeln musste.

    Im Januar 2011 habe ich mir die Stute gekauft. Anfangs war sie superlieb, hatte vor nichts angst und einen angenehmen Vorwärtsdrang, den sie immernoch hat, der jedoch damals noch gut zu kontrollieren war. Zu ihrer Vorgeschichte kann ich nicht viel sagen, da ich sie beim Vieh-händler gekauft habe. Sie galt nicht als Schlachttier, sondern als Verkaufspferd. Sehr schwungvolle GGA und ein wunderschönes Exterieur, sowie ihr bisher freundlicher und verspielter Charakter überzeugten mich, sie zu kaufen. Bei unseren anfänglichen Ausritten bis zu unserem vorletzten Ausritt am 30.09.2011 passte sie immer auf mich auf und wir kamen super miteinandern klar.

    Im März begann sie mit dem Kopf zu schlagen (vermute Headshaking und Angewohnheit, da auch durchsichtige Flüssigkeit aus ihren Nüstern fließt, wenn sie sich aufregt). Ich hatte mehrere Tierärzte da. Eine Tierheilpraktikerin fand heraus, dass das Pferd geschwollene Ohrspeicheldrüsen hat. Seitdem bekommt sie Homöopathische Medikamente dagegen. Vielleicht wurde sie mal einer Rollkur unterzogen, das würde erklären, warum ich sie im Trab nicht an den Zügel bekommen. Sie reist mir den Zügel förmlich aus der Hand und pult während des Trabs mit der Nase im Dreckboden um die Flüssigkeit von der Nase abzubekommen. Wenn ich ihr das durchgehen lasse, rennt sie zum nächsten Grashalm und mampft. Außerdem hat die Stute einen Hornspalt, der im Juli 2011 bis zum Kronrand aufgebrochen ist. In der Zwischenzeit ist er jedoch recht gut heruntergewachsen. Sie hatte nicht sehr viel Bewegung seither, weil mir das erneute aufbrechen des Spaltes zu gefährlich war. Jetzt möchte ich nicht, dass sie galoppiert und im Moment setzen wir uns einfach nur noch auseinander.

    Das Tier hat einen Bodenguten Charakter, lieb, Treu und verspielt. Für ein 6-jähriges Pferd sehr zuverlässig. Sie zeigt mir, dass sie mich mag. Sie wiehrt, wenn ich kommen und geht auch von sich aus auf mich zu. Ich vermute, dass sie eine Grundausbildung bekam und danach in die Ecke gestellt wurde (vtl. wegen dem Kopfschlagen - Grundausbildung war nach ihrem Können Englisch - ich versuche sie auf Western umzustellen). Seitdem, so kommt es mir vor, hat ihr niemand mehr ihre Grenzen gezeigt. Sie macht, was sie will, geht durch Zäune, wenn sie nicht beachtet wird, tut sie alles um Aufmerksamkeit zu erregen, dass man sich mit ihr beschäftigt. Aber ist dennoch so lieb und - ich kanns nicht beschreiben, aber wie ein Kind eben!

    Ich weiß, dass die Stute mir gegenüber wenig bis keinen Respekt hat, sie rieb sich an mir (mittlerweile nicht mehr) wir haben uns bisher ganz gut arrangiert. Den Westernsattel habe ich anpassen lassen (April 2011). Die letzten beiden Ausritte waren allerdings die Hölle. Beim ersten Mal wollte sie galoppieren, da ich das aber nicht möchte, aufgrund des Hornspalts, hab ich den Galopp nicht erlaubt, woraufhin das Pferd unterm Sattel begann zu zornen. Sie buckelte, stieg und schlug. Sie beruhigte sich jedoch wieder. Ein Stück bin ich mit ihr noch geritten, sie steigerte sich dann wieder sehr rein, bis ich abgestiegen bin. Während dem Führen setzte die Cool-down-Phase ein. Da wir einen Autobahnzubringer direkt neben dem Stall haben, war mir das Reiten darunter durch etwas zu gefährlich. Ich führte sie. Am Stall habe ich sie angebunden. Sie riss sich los und galoppierte die Straße runter und wieder hoch, sprang durch morsche Holz- und Stromzäune. Mein Herz blieb stehen… Sie braucht irgendwie ihre Bühne!

    Während des letzten Ausritts hatte ich einen Stallkameraden dabei, der sich eigentlich recht gut auskennt. Vielleicht konnte er mir sagen, was ich falsch mache. Wir haben versucht ihr zu zeigen, dass sie auf mich hören muss. Sie sollte im Schritt gehen, wenn andere ein Stück traben und sollte stehen, während andere weiterreiten. Das hat teils-teils funktioniert. Ich richtete sie rückwärts, wenn sie einen Fehler gemacht hatte und irgendwann begann sie wieder zornig zu werden, zu buckeln, zu steigen und letztendlich dann auch durchzugehen. Sie versuchte mich herunterzubuckeln, rechts, links und loszuwerden, sie zeigte mir, dass sie nicht möchte, dass ich ihr sage, wos langgeht, sie regte sich auf und war von Kopf bis Fuß klatschnass. :ride: Ich stieg ab und führte sie nach Hause, da kam sie wieder etwas herunter. Zuhause gingen wir auf unseren Platz, dort stieg ich wieder auf um ihr es auch zu Hause unbequem zu machen. Sie folgte mir auf das Wort und war voll auf mich konzentriert - wieder superlieb! Warum macht sie das? Versucht sie den anderen Pferden dabei zu imponieren? Sie heizt sich unheimlich auf und will nur ihren Kopf durchsetzen. Gegen dieses Muskelpaket habe ich einfach keine Sonne. Hat sie angst im Gelände? Muss ich sie Stückweise im Gelände führen, wie kann ich ihr Vertrauen gewinnen?

    Jetzt steht sie auf einer kleinen Extrakoppel mit Zaun in Kopfhöhe, weil sie eben durch die Zäune nach außen geht um dort zu fressen (bisher war sie in der Herde mit 14 anderen Pferden, 1 Stute 13 Wallache). Gestern bin ich auf ihre Koppel, sie folgte mir wieder aufs Wort, Schritt, Steh und Rückwärtsrichten funktioniert auf Kommando ohne Strick. Vielleicht ist sie Herdenchefin und führt sich deshalb so auf? Im Moment grad bin ich einfach nur Ratlos und verunsichert... Kann mir jemand helfen?

    Einerseits ist sie immer in Bewegung und Nervös, reist sich aber gleichzeitig zusammen um nicht bösartig herüberzukommen. Ich hab sie bisher einfach immer Jungpferd sein lassen.... weil ich weiß, dass sie eben auch noch ein bisschen leben will und halt auch lebhaft ist. Gebuckelt, gestiegen usw. ist sie bisher aber noch nie unter mir... erst seit ich den Galopp unterbinde, weil sie das eben nicht darf, beginnt sie zornig zu werden. Es geht nicht nach ihrem kopf.


  2. #2
    ayla-fan

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    oh je, RonjasLisa, das hört sich nicht besonders toll an, was da gerade bei euch abgeht. Würdest du uns bitte den Gefallen tun, ein bissl was über dich zu erzählen? Z. B. über deine Reiterfahrung, damit wir uns da ein besseres Bild machen können?

    Und interessant wäre - für mich - auch, wie ihr beiden denn miteinander angefangen habt.

    Was sagt denn der Hufschmied zu dem Hornspalt? Habt ihr mal die Zähne nachgucken lassen, ob da vielleicht auch noch was im Argen liegt?

    Was machst du denn, wenn sie durch die Zäune geht?

    Gibt es denn keine Möglichkeit, den Zaun um die Herde rum ausbruchssicher zu machen? Sie allein zu stellen könnte u. U. auch dazu beitragen, dass sie erst recht austickt.

    Wie ist sie denn, wenn du sie im Gelände führst? Gehst du hauptsächlich allein oder zu mehreren ausreiten?

    Liebe Grüße,
    ayla-fan

  3. #3
    RonjasLisa

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Danke für die schnelle Antwort!

    Also ich bin jetzt 21 Jahre alt und reite seit ich 5 bin. Habe eigentlich schon immer mit Pferden zu tun, war Reitbeteiligung und früher immer in der Reitstunde. Habe den englischen Reitunterricht kennengelernt.

    Ganz am Anfang als sie zu mir kam, sagte der Vieh-händler ich solle sie mit Martingal reiten. Ich hab das nie benutzt, weil ich nicht viel von so Sachen halte. Ich habe sie auf dem Platz austoben lassen, weil ich wusste, dass das junge Tier mind. 7 Wochen, wenn nicht länger, nur gestanden hat. Langsam hab ich mit der Longenarbeit mit Sattel angefangen, hatte viel Unterstützung von dem Mädels aus dem Stall. Was ich super fand. Sie haben mir Mut gemacht und das Pferd kannte alle Kommandos.

    Dann hat mich eine Freundin mal durchs gelände an der Longe geführt, weil ich ja doch etwas ängstlich war. Mein Pferd hat das gemerkt und war total relaxt... zwischenzeitlich bin ich natürlich sicherer auf ihr, habe auch schon einige Reitstunden genommen und es hat immer prima funktioniert. Sie ist immer ein bisschen hipfelig, wenn wir mit den anderen unterwegs sind. Wennw ir alleine draußen waren bekomme ich sie nur sehr selten zum Galopp. Grade trau ich mich aber ehrlichgesagt gar nicht mehr alleine, weil mir das irgendwie gefährlich erscheint, aber vielleicht sollte ich mich meiner Panik mal stellen. Ich hab einfach angst, dass sie, wenn sie die andern auf der Koppel sieht einfach zurückrennt.

    Zähne hab ich jetzt noch nicht anschauen lassen, weil eine gemeint hat, ich solle meinen Geldbeutel schonen und der andere meinte ich solle danach gucken lassen, bin verunsichert.

    Mhh, das ist grade in Arbeit mit der Zaunerhöhung, dauert aber noch ein paar Tage.

    Wenn ich sie führe kommt sie mit, bis zu Ortsschild, dann bleibt sie stehen und ist kaum von der Stelle zu bkeommen. Hab da aber auch schon ein paar Tipps bekommen, mittlerweile klappt es besser, aber sie stampft trotzdem noch, wenn sie keinen bock hat mit mir mitzugehen... dann hat sie eben einfach keine Lust, ich lass es ihr nicht durchgehen und lobe sie, wenn sie mitkommt. Zum Schluss, bis das mit dem Spalt kam, hat das alles gut geklappt, jetzt hat sie nur noch rennen im Kopf, irgendjemand hat den hebel umgelegt. Ich weiß auch nicht.

    Der Schmied sagt, dass der Spalt schon sehr gut aussieht. Es wird sicher nicht mehr so sein, wie es mal war, aber sie wird auch keine Eisen mehr bekommen.

  4. #4
    ayla-fan

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Hm. Was mir grad als erstes einfällt, weil ich das auch gemacht habe: Als mein TA bei einem anderen Pferd am Stall war, habe ich ihn einfach mal gefragt, ob er kurz mal ins Maul meines Pferchens gucken könnte, wie denn die Zähne aussehen und wann sie gemacht gehören. Das hat er völlig umsonst gemacht. Und wenn du den TA von einem anderen recht gut kennst, kannste auch mal den Fragen. Dann hast du schon mal einen Kurzcheck und weißt, ob du das schnellstmöglich machen lassen musst oder ob da alles soweit in Ordnung ist. Das würde ich auf jeden Fall abklären lassen.

    Es scheint aber auch, dass sich dein Mädchen ziemlich in der Rolle des Chefs dir gegenüber sieht. Es gibt hier einige im Forum, die dir da echt gute Tipps gegeben können (und sicher auch geben werden).

    Mit der Angst überwinden. Ich persönlich würde das alleine rausgehen nicht überstürzen, sondern erst dann angehen, wenn du dich an diesem einen Tag echt danach fühlst. So geht es mir oft: Ich habe wegen irgendwas ein Problem oder traue mir was nicht zu. Also lasse ich das Thema ruhen (z. B. Aufsteigen ohne Leiter oder mal einfach alleine durch eine Ortschaftreiten, die weder Pferd noch ich kennen oder eine neue Übung in der Bahn ausprobieren ...) und irgendwann habe ich dann einfach einen Tag oder eine Minute, in der ich spüre: Jetzt möchte ich das und das ausprobieren. Dann mache ich das. Nicht eher. Einfach aus der Situation heraus. Und dann klappt das auch. Mach dir da selbst keinen Druck.

    Wichtig ist eher, dass du wieder dein Vertrauen zum Pferd aufbaust. Und wenn es einfach nur immer ein Stückchen weiter führen oder ein paar Meter nach dem Unterricht ins Gelände gehen ist. Nicht immer hilft Bodenarbeit, weil manche Sachen einfach unterm Sattel geklärt werden müssen. Aber sie ist der Schlüssel zu sehr vielem. Aber dafür gibt es hier Leute, die mehr davon verstehen, als meinereiner.

    Ich kann dir nur sagen, dass ich solche Sachen wie eben spazieren gehen oder Allein-Ausreiten immer nur in kleinen Schritten gemacht habe. Immer ein paar Meter weiter. Nur soweit, wie ich mir selbst sicher war, dass ich das schaffe und es auch immer selbst beendet. Nicht das Pferd, auch wenn es da durchaus mal Diskussionen gab. Und sich auf nichts einlassen, was man nicht auch beenden kann. Sich die Situationen oft schon vorher vorstellen und ausdenken, was man in welcher Situation machen kann, damit man nicht so schnell vom Pferd überrascht wird.

    Ich finde es super, dass das mit dem Zaun gemacht wird.

    EDIT: Weil mir grad noch was eingefallen ist: Mir persönlich ist es halt auch wichtig, dass ich selbst konsequent bin. Dass ich selbstsicher auftrete und nichts heute durchgehen lasse und morgen bestrafe. Dass ich mein Verhalten immer wieder reflektiere und gucke, was ich besser machen kann. Dass ich die Leute am Stall und sonstige Pferdeleute mit Fragen löchere um das für mich und mein Pferd richtige herauszufiltern. Sachen ausprobiere und auch mal anders handhabe als andere, wenn ich feststelle: Bei uns funktioniert das aber anders besser.

  5. #5
    RonjasLisa

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Hi,

    ich danke dir für deine Ehrlickeit und Offenheit! Ich glaube auch, dass die Madam einfach immer der Chef war, nicht nur bei mir. Jetzt merkt sie, dass ich vieles nicht mehr zulasse wie beispielsweise Fressen während dem reiten oder wir reiten einfach weiter und nicht nur die gewohnten Strecken, das nervt sie, wenn sie was nicht möchte, steigert sie sich rein und regt sich auf, zornt und tut wie ein kleines Kind, stampft in den Boden und stellt sich einfach quer, sie kennt einfach ihre Größe und Stärke. Vielleicht hat sie den Vorbesitzer des öfteren heimlaufen lassen oder so.

    Mir ist eingefallen, dass sie das alles eigentlich erst angefangen hat, seit wir das erste Mal ein Dominanztraining gemacht haben. Das gefällt ihr überhaupt nicht. Wir haben leider kein richtiges Roundpen, deshalb haben wir es provisorisch aus Reifen mit Pfählen darin und Bändern drumherum gebaut. Sie ist in jedem Fall ein sehr schlaues und intelligentes Pferd. Sie such gezielt nach den Schwachstellen des Roundpens (hier auch die der Koppel) und spaziert einfach raus, wenn es ihr alles zu blöd ist. Ich weiß nicht, wie ich ihr Vertrauen gewinnen kann. Mir kommt es manchmal so vor als empfinde sie die Ausbildung oder das, was ich versuche mit ihr zu klären alles lächerlich und entzieht sich allem, weil sie kein bock drauf hat. Wenn ich sie dann Jage (Dominanztraining), dann tut sie immer wie ne Dramaqueen und tut so als rutscht sie aus und sie armes pferdchen und ich soll endlich aufhören, das ist ihr alles zu langweilig - ich glaube sie verarscht mich von vorne bis hinten, aber wehe ich ignoriere sie, dann schmeißt sie (z. B. während dem Misten mein Besen oder meine Mistgabel) um, damit ich es wieder hinstellen darf, sie benimmt sich wie so ne kleine Prinzessin.

    Kennst du jemand, der sich mit so nem Problem schon auseinandergesetzt hat? Der mir helfen kann?

  6. #6
    Farooq

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    hallo du,

    also für mich klingt das alles ein wenig nach: dein pferd weiss nicht so recht, was du von ihm willst!?

    wie ichs etz lese, lässt du dich ziemlich oft und ziemlich viel von anderen beeinflussen und hörst auf alles was die so sagen? hab ichs falsch gelesen ? oder stimmt des?

    was sagt dir dein bauchgefühl??

    weisst, das ist noch ein junges pferd, so wie ichs etz verstehe, weisst du auch nicht so ganz, wie seine "grundausbildung" (sollte sie denn tatsächlich eine gehabt haben? was ich mal bisl anzweifel, wenn das ein viehhändler war, wo du sie gekauft hast; evtl. kannst du da ja nochmal nachfragen und geneuer infos einholen, wo der die eigentlich her hat? evtl. ist die nicht von dem gezogen?) vonstatten lief. oder? les ichs auch falsch!?

    da ists schon normal, dass die mal buckeln, wenns lustig sind. weil du schreibst auch, mit der hufsache war nichtsoviel mit bewegung?

    dann hät ich noch ne frage: steht die stute etz alleine auf der koppel oder wie ist das? fände ich net sooo toll für gerade ein junges tier!? evtl kann man ja auch ein oder zwei pferde mit dazu stellen?? wenns geht!? weiss ja nicht, wie euer stall so aussieht, und wie die leute so drauf sind nem....

    wo hat sie den hufspalt her? oder hab ich das net gelesen. wäre nett, wenn dus nochmal bisl genauer erzählen kannst.

    das mit den zähnen, also dass leute da sagen "spar dir das geld!" öhmm....?? was sagt dein gefühl?? was m einst du dazu? überlege, und agiere dementsprechend! weil, grade junge pferde die verlieren noch zähne! kann auch gut möglich sein, möglich ist alles......

    ja aonsten wäre noch interessant, was dein pferd an kraftfutter bekommt? weil , gearbeitet wird die doch etz nicht allzu viel oder?

    fragen über fragen...ich weiss......

    ich an dener stelle, würde mich mal hinsetzen, und mein pferd erstmal beobachten, wie reagiert es wann und worauf und wie. wirst sehen , dass ist irre spannend und kann sehr sehr leerreich sein, für den weiteren umgang zwischen euch.

    macht auch spass......dazu brauchts halt bisl zeit, aber die braucht die arbeit mit pferden ja im allgemeinen, ob ich nun reite, gucke oder sonst was mache.

    mach dir keinen stress und lass dir keinen sachen von jemanden aufdrängen, die du net für gut heisst, das fände ich das wichtigste und hör immer auf dein gefühl, denn es ist ja schließlich dein pferd!

    viel glück euch zwei, ihr schafft das schon....

    und erzähl ruhig weiter, wies so läuft, es kommen sicher noch einige gute tips und anregungen hier von leuten!

    es grüsst. die neugierige uli

    p.s.: weil sich unser beiträge grad überschnitten haben: ich möchte noch kurz anregen, dass ihr/du eure pferde nicht immer so "vermenschlichen" solltet. ein pferd denkt nicht wie ein mensch und veraschen ist hier wohl der falsche ausdruck? (dazu sinds einfach bisl zu dumm...grins. meine meinung). bin nach wie vor der meinung, es hackt bei euch an der "kommunikation" zwischen euch!? sie versteht nicht, was du ihr sagen willst, meine meinung aber nur. wie gesagt, hier sind paar schlaue köpfe, die dir sicher noch haufenweise tolle tips geben können.

    gruss. uli

  7. #7
    RonjasLisa

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Ja, da liegst du ganz richtig. Jeder sagt mir was anderes und ich bin grad einfach nur mehr als verunsichert.... :-(.

    Ich kann schon nachvollziehen, dass sie ihren Spaß haben möchte, den möchte ich auch und bisher hat das ganz toll geklappt. Und ich weiß auch, dass Buckeleien grade bei Jungen Pferden eher "normal" sind, sie hat auch davor schon ab und an gebuckelt, aber das waren mehr Freudensprünge, war auch ok. Aber das, was sie die letzten beiden Male abgezogen hat, war purer Zorn, sie röhrt dazu auch immer so komisch, wenn es ihr nicht passt, weil sie nicht galoppieren durfte. Der Hornspalt ist am rechten Vorderuf auf der rechten seite. Der Hufschmied hat eine "Schwebe reingemacht, dass kein Druck draufkommt, aber ich möchte es nicht riskieren, sie aber auch nicht ein Jahr lang stehen lassen.

    Mit dem Viehhändler hab ich schon mehrmals gesprochen, er weiß es eben auch nicht so genau. Ich hab schon mal in ihrem Pass geschaut, sie kommt auf jeden Fall aus einem "Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e.V." Dort wurde sie verkauft als Schlachtpferd, als sie 2 Jahre alt war. an die Viehhandlung in Neunburg. Das ist eine Großviehhandlung - vermutlich ist sie dort irgendwann untergegangen. Wenn sie keine Ausbildung hätte, kann ich mir nicht vorstellen, ob sie auf "schenkelweichen", "Vorder- und Hinterhandwendung" so reagieren würde, wie sie es tut.

    Im Moment steht sie alleine, aber ab nächster Woche wieder in der Herde. Der Hufschmied sagte, dass der Hornspalt vermutlich von einer Verletzung als Fohlen kam - mehr weiß ich dazu nicht, nur dass es lt. Hufschmied und Tierheilpraktikerin ganz super aussieht.

    Ja momentan kommt es mir so vor, als würde ich selbst die einzige Aufregung reinbringen, weil jeder was anderes sagt, ich einfach nur hin und hergerissen bin und gar nimmer weiß, was ich eigentlich machen soll. will ja auch nichts überstürzen und das Pferd versauen.... das wäre mir ganz arg. Also Kraftfutter bekommt se nur ganz wenig, überwiegend Karotten, Bananen, Heu und Gras.

    Wie meinst du das mit dem Beobachten? Auf der Koppel oder? Sie ist sehr verfressen, muss ich auch noch sagen...

    Aber viele der anderen sagen (ich weiß schon wieder :D), dass sie schon sehr intelligent ist. Schlauer als die anderen, heißt es. Das Theater hat erst angefangen, als ich mit dem Dominanztrainig gestartet bin.

    Auch am Putzplatz, fällt mir ein, rennt se immer hin und her und kann ned eine sekunde stillstehen, wenn jetzt einer vom stall se kurz richtet, dann steht die wie ne eins. - Also es liegt doch an mir!!! Obwohl er zu der aktion im GElände meinte, dass se das mit jedem machen würde. Soll ich ihn mal reiten lassen?

  8. #8
    Farooq

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    hallo ronja,

    hab ich mir gedacht, dass du hin und her gerissen bist! ist das den erstes junges pferd, ja oder? da will man nix falsch machen, kenn ich.

    ich würde keinen anderen vorerst reiten lassen, weil im grunde genommen musst du mit deinem pferd klarokommen und nicht ein anderer, weisst wie ich mein.

    also, lass dir net soviel dreinreden. ich meine damit nicht, dir ratschläge anzuhören, okey.

    hör dir an, was andere sagen, überlege, meinetwegen über die nacht, und dann entscheide, ob es für DICH und DEIN pferd das richtige ist, dann erst handeln! du weisst schon, was passig und stimmig ist für euch, du musst dich nur trauen, auf dich zu hören! wirst sehen, dass die stute gleich anders auf dich reagieren wird.

    ich meine nämlich auch, dass die merkt , wie unsicher du bist, etz nichtmal im bezug auf sie selber, sondern wie unsicher du mit dir selber bist! steh doch deine frau. lass dich beraten, aber entscheiden, musst du, übe das mal als aller erstes.....man muss ja net grob werden, man muss nicht patzig antworten, man hört, redet, fragt nach, überlegt und agiert dann wie man meint, es ist für einen das beste

    versuchs, verlieren kannst nix bei. nur gewinnen, du und dein pferd.

    und mit beobachten meinte ich: ja, setz dich irgendwo hin, auf koppel, daneben, und sieh deinem pferd mal zu, was es so treibt, den ganzen tag (ok, oder eben ne stunde, grins...), du wirst staunen, was man alles "sehen und fühlen " kann, auch wenn man seine augen und ohren und sein herz öffnet dafür.

    wo andere sagen: ja mei, ein pferd auf koppel am fressen und grasen, was gibts da schon gross zu sehen!

    eine menge sag ich dir!!! versuchs, probiers aus und ich meine mit beobachten nicht nur mit den augen. sieh hin, hör hin, fühl hin....mit allem was du hast. und neiiin, es ist nicht das grosse was man sehen kann, was so imens wichtig ist! die kleinen dinge machens aus.

    z.b. wie hält sie ihr ohr, wenn was ist. wo geht sie lang, was frisst sie gerne (jaaa, auch sowas!). was macht sie im bezug auf mücken, fliegen. wie reagiert sie auf andere pferde, wie verhält sie sich denen gegenüber und und und .....die liste ist lange.

    aber wie gesagt: versuchs einfach mal. mach dir ein spiel daraus, mach dir von mir aus ne liste, schreib auf, was du siehst! ich persönlich, finds unheimlich interessant und ich kann dir meine vier pferde bis ins kleinste detail beschreiben.........wie ihr charakter ist, was wer wo wie wann macht oder auch nicht.........und das nur in worten.......

    viel viel spass, beim neu-kennen-lernen deines pferdes!

    :1:

    hoffe auf mehr berichte, und bis dahin, alles gute.

    gruss. uli

    p.s. man ich vergesse immer die hälfte...lool....also, dass am putzplatz : auch das wundert mich nicht, weil wie ich meine, hatte die net soviel grundausbildung, zumindest liest es sich für mich so. dass sie so gut mitarbeitet, weil du denkst sie hatte sie: jungpferde sind unheimlich lernwillig und auch eifrig! warum sollte sie nicht mitmachen wollen?? das muss nix heissen, und , sagt ihr nicht über sie: sie ist unheimlich schlau! ja sieh an....grins.....

    und auch klaro, dass die anders reagiert, wenn einer daher kommt, die ordentlich hinstellt, weil der ja nicht überlegt, was er da tut, ist ja nicht sein pferd, von daher ist das auftreteten anders, als zwischen euch der bezug, verstehst!?? aba keine panik, ihr kriegt das hin, bin mir sicher, musst nur auf dich hören! dann klappt das auch! in der ruhe liegt die kraft und das zauberwort heisst. geduld! ach und noch was: rede dir nieee ein, es liegt an dem und dem. es liegt vermutlich an vielen , kleinen dingen, aber nie an einem grossen! okey!

  9. #9
    RonjasLisa

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Ja, sie ist mein erstes Pferd, und dann auch noch so jung. Es hieß, sie sei schon 11...im nachhinein war ich trotzdem froh, dass sie noch so jung ist, so hab ich unter Umständen länger an ihr.

    Das merkt sie. In unserer "besten Zeit" dieses Jahr habe ich mit ihr auf der Koppel gespielt, sie hat mitgemacht, das hat spaß gemacht. Ich hab schon gesehen, auf welche Art Gras sie abfährt. Habe mich auch schon auf der Koppel plaziert. Manchmal kam sie her... manchmal hat sie auch nichts gemacht, außer gefressen.

    Aber ich versuchs nochmal. Danke schonmal!

  10. #10
    baster

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Hallo, ich habe mir die Beiträge durchgelesen und wie man reagiert ist natürlich immer Situationsabhängig. Wenn ich Du wäre würde ich das Pferd vor dem reiten mal ordendlich ablongieren, damit sie nicht mehr so viel Power hat, wenn Du Dich draufsetzt. Ich habe auch ein junges Pferd und arbeite viel mit Lob und Leckerchen.:1: Wenn es dann auch passt.
    Ich drück Dir die Daumen.

  11. #11
    ayla-fan

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Ich kann Faro nur zustimmen. Es ist gut, wenn du dir viele Ratschläge holst, aber entscheiden musst letztlich du. Und da gehört einfach viel Beobachten, Abwägen und Grübeln mit dazu.

    Ich sehe es ja bei mir. Ich habe mir vor kurzem eine 6jährige Stute gekauft. Auch mein 1. eigenes Pferd. Und mir geht es in vielem ganz genauso, wie dir. Ich hatte anfangs ganz viele schlaflose Nächte und auch heute noch grüble ich einfach über alles nach, hole mir viele Meinungen ein. Überlege, was für uns das beste sein könnte, probiere einfach mal was aus.

    Übrigens meinte ich mit konsequent sein und sicher auftreten kein Dominanztraining. Also nicht so was wie dieser "Join up" von Monty Roberts. Das ist für mich vielleicht was für ein Wildpferd aber nicht für ein stinknormales Hauspferd. Aber da hat jeder seine eigene Meinung.
    Ich meinte damit genau das, was ich gesagt habe: Vorher schon mal Zeit nehmen, und über bestimmte Situationen nachdenken und sich eine Taktik zurechtlegen. Bevor man was vom Pferd will, kurz innehalten um sich zu sammeln und dann konsequent einfordern. Ich meine aber auch wirklich etwas einfordern, was das Pferd auch erfüllen kann.
    Und im eigenen Verhalten konsequent sein. Wie hat das einer hier im Forum mal so nett formuliert? Erst fragen, dann anklopfen und wenn es dann noch immer nicht hilft, die Tür eintreten.
    Nicht aus Zorn oder Wut heraus strafen, sondern umgehen wie bei einem kleinen ungehorsamen Kind: Mit einem innerlichen Lächeln und der Situation angemessen. (Kinder schimpfste aus, Pferde auch. Manchmal gibt es von mir bei Pferden - im Gegensatz zu Kindern - auch mal einen kleinen Klaps.)
    Dass das natürlich nicht in einer lebensgefährlichen Situation geht, ist mir klar.
    Nimm dir Zeit, wenn du was mit dem Pferd machst, mache es nicht unter Zeitdruck.
    Bring auch massenweise Geduld mit. Wenn du willst, dass sie stehenbleibt, richte sie immer wieder so hin, wie sie bleiben soll. Ohne viel Aufhebens drum zu machen. Und wenn du 50 x korrigieren musst (frage nicht, das habe ich auch schon gemacht und manchmal muss ich das noch heute). Irgendwann wird es ihr zu blöd. Das sind wirklich Kleinigkeiten, aber notwendige Kleinigkeiten, die dir selbst das Leben letztendlich erleichtern. Wenn du aber nur was machen willst, weil dir andere das sagen und du den Sinn dahinter nicht erkennen kannst, lass es. Dann bist du unglaubwürdig und Pferdchen nutzt das sofort aus.
    Wenn sie was richtig macht, immer sofort loben. Genauso schnell, wie man "straft", damit sie das auch richtig verbindet. Damit gibst du ihr auch wieder ein ganzes Stück Sicherheit mit auf den Weg.

    Mir ist halt aufgefallen, wenn ich selbst konsequent bin und selbstsicher auftrete, vertraut das Pferd mir viel mehr. Wenn mir das Pferd vertraut und macht, was ich möchte, bekomme ich selbst viel mehr Vertrauen zu dem Pferd. Das ist wie eine Aufwärtsspirale. Gegenseitige positive Verstärkung sozusagen.

    Faros Vorschlag, sie zu beobachten, finde ich gut. Da lernt man sein Pferd auch recht gut kennen. Sieht, wie es innerhalb der Herde agiert, wo seine Stellung ist, mit welch anderem Pferd es gut kann (passt dann auch beim Ausreiten recht gut).

    Wir können sicherlich alle ganz gut nachfühlen, wie du dich fühlen musst. Drum gib nicht auf. Es kommen wieder bessere Zeiten und solche Krisen schweißen einen oft mehr zusammen, als wenn man nur gute Zeiten durchmacht.

    Ach ja und was vielleicht noch wichtig sein könnte: Biete ihr viel Abwechslung. Das beschäftigt sie und hält sie neugierig. So zumindest mache ich es. Meine hat einen totalen Vorwärtsdrang, kann aber in der Bahn noch nicht viel, ist dafür aber im Gelände ein absolutes Verlasspferd. Ich versuche, sie ganz viel zu beschäftigen, jeden Tag was anderes zu machen. Und auch beim Reiten in der Bahn viel Abwechslung zu bieten. Und ihr den Vorwärtsdrang nicht auszutreiben. Ihn zu erhalten und zu fördern.

    Das mit dem Ablongieren finde ich persönlich etwas zweifelhaft. Denn es bekämpft Symptome, aber nicht das Problem. Und es wirkt meist nicht auf Dauer. Grade wenn sie recht intelligent ist, hat sie bald raus, wie das läuft und man könnte drauf wetten, dass sie das zu ihrem Vorteil nutzen kann.

    Irgendwas wollte ich noch schreiben, aber mir fällt es jetzt nicht mehr ein. Wenn ich es wieder weiß, schreibe ich es.

  12. #12
    Josy

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Zitat Zitat von baster Beitrag anzeigen
    Wenn ich Du wäre würde ich das Pferd vor dem reiten mal ordendlich ablongieren, damit sie nicht mehr so viel Power hat, wenn Du Dich draufsetzt.
    Aja, und dann? Wem ist dann geholfen? Die TE hat doch kein lebensgefährliches Pulverfass, dass immer und sofort hochgeht, sobald jemand drauf sitzt *Schulter zuck*

    Zitat Zitat von ayla-fan
    Erst fragen, dann anklopfen und wenn es dann noch immer nicht hilft, die Tür eintreten.
    Das sag ich immer *gg* Vorausgesetzt natürlich, das Pferd weiß ganz genau, was ich von ihm will. Es versteht mich und kann die Aufgabe physisch und psychisch umsetzen.

  13. #13
    RonjasLisa

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Ich habe mich mit der Zeit auch mit ihrer Rasse auseinandergesetzt. Überall kann man lesen, dass ein schweres Warmblut sehr viel Beschäftigung und die harte Hand eines erfahrenen Reiters braucht.

    Mein Stallkamerad hat mir vorgeschlagen (die Stute wollte gestern wohl schon wieder durch den Zaun springen), dass ich sie erstmal 1-2 Wochen komplett in Ruhe lassen soll -- klar Hufe machen und füttern -- und sie in eine ganz andere Box stellen, mit neuem Umfeld, weil sie jetzt in ihrem Umfeld schon Chef ist und vielleicht auch oben auf der Koppel Chef ist. Dann soll ihr Selbstbewusstsein ein bissl runtergeholt werden und ich kann neu mit ihr beginnen, wenn sie kurzfristig auf sich alleine gestellt ist, merkt sie vielleicht, dass es so nicht geht. Was haltet ihr von sowas?

    Finds total lieb von euch, dass ihr mir so viele verschiedene Vorschläge macht.

    Eine Freundin hat mit einer Reitlehrerin gesprochen, sie sind beide auch der Meinung, Pferd ablongieren und auf dem Platz müde machen und dann reiten, aber ich denke, je öfter ich das mache, desto länger stehe ich auf dem Platz. Das Tier ist ein Muskelpaket und baut vermutlich immer mehr und mehr Kondition auf. Klar ist sie am explodieren, wenn sie Power hat ohne Ende.

    Gestern hat die Freundin vom Stall gemeint, ich solle mein Pferd bewegen, weil sie wohl schon wieder mehrmals zum Sprung angesetzt hat, um auf unsere große Koppel zu kommen, wo die Herde ist. Sie will halt nicht allein sein, das verstehe ich auch. Möchte jetzt versuchen, ob ich kurzfristig ein anderes Pferd zu ihr stellen kann. Aber seltsamerweise, als ich dann zu ihr auf die Koppel bin war se total lieb und ich glaube die Dominanz klappt jetzt auch vom Boden aus deutlich besser, als bisher. Nur unterm Sattel ist das noch nicht ganz geklärt. Ich schätz, dass die mich halt einfach nur testet, ob das auch unter dem Sattel gilt. Was meint ihr?

  14. #14
    ayla-fan

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Ich - wie immer nur meine persönliche Meinung - finde, dass der Spruch, dass ein schweres Warmblut die harte Hand eines erfahrenen Reiters braucht, sehr grenzwertig ist. Ein schweres Warmblut ist auch "nur" ein Pferd. Ich habe ein Kaltblut. Brauche ich deswegen auch eine harte Hand? Nein. Wichtig ist für mich nur Konsequenz, berechenbares Verhalten meinerseits, Zuneigung und viel Lob. Dazu ausreichend Beschäftigung und viel Abwechslung. Und sie hat auch mal frei zwischendrin. Ich fordere sie nicht nur, lass sie auch mit mir entspannen (Schrittausritt, spazierengehen, Koppeltag). Oder ich gehe mit ihr raus und wir haben beide unseren Spaß . Oder es wird ernsthaft gearbeitet.

    Eine harte Hand finde ich völlig fehl am Platz. Das kann sein, dass ich die mal kurz brauche, wenn ich mich in einer lebensbedrohlichen Situation befinde. Aber soweit kommt es hoffentlich nie.

    Das mit dem Ablongieren sehe ich in dem Fall wie du: Da wird ordentlich Kondition aufgebaut und letztlich dauert das Ablongieren von mal zu mal länger.

    Ach und jetzt fällt mir ein, was ich unbedingt gestern noch schreiben wollte:
    Versuch, wenn du mit ihr arbeitest, wenn sie was ganz besonders gut macht, sie ordentlich zu loben und gleich danach aufzuhören (also schon noch abreiten, aber halt mit der Arbeit an sich aufzuhören oder mal abzusteigen und nur noch trocken zu führen). Hier nochmal die positive Mitarbeit zu belohnen. Wenn du das eh schon machst: Klasse. Wenn nicht, probier es einfach mal aus. Vielleicht bringt euch das was. (Überleg es dir einfach mal)
    Das bestätigt das Pferd und erhält auch den Lerneifer - zumindest bei meiner.

    Wenn meine alte RB soviel Energie hatte, habe ich vor allem eines gemacht: Ihn in der Bahn kopfmäßig sehr viel beschäftigt und auch viel Trab eingebaut. Ganz viele Richtungswechsel. So dass er laufen konnte, aber sich nicht, wie im Galopp zum Buckeln etc. aufschaukeln konnte.
    Bei meiner habe ich das Problem nicht. Sie ist auch noch nach 4 Tagen stehen (ich war da auf einer Schulung) händelbar. Sie hat zwar auch dann enorm viel Energie, aber dann gibt´s halt viel Kopfbeschäftigung.

    Und wie die anderen schon geschrieben haben: Das von uns kannst du dir durch den Kopf gehen lassen. Ob du es machst, bleibt dir überlassen. Wir schreiben hier unsere eigenen Erfahrungen nieder. Manches funktioniert vielleicht bei deinem Pferd, anderes evtl. nicht. Aber das kannst nur du ausprobieren und entscheiden.

    Zu dem mit der Koppel und dem Umstellen von und wegen den Chef in ihr zu "besiegen" können die anderen sicher mehr sagen. Ich persönlich wüsste nicht, ob das für mich in Frage käme. Eher fände ich das wieder grenzwertig, denn wenn sie in eine Box gesperrt wird, könnte das eher kontraproduktiv wirken - weniger Beschäftigung, keine Bewegung, Frust - daraus nochmehr Unmut und Unausgelastetheit.

  15. #15
    RonjasLisa

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Ich kann ihren Charakter nicht wirklich beschreiben, wie gesagt, einerseits total gelassen, wenn ein LKW vorbeifährt oder irgendwas aus dem Gebüsch hüpft, alles kein Thema. Sie steigert sich nur enorm rein, wenn wir galoppieren, will sie immer schneller und schneller, weil die beiden (der wallach mit dem wir ausreiten ist auch erst 5 oder 6) sich gegenseitig ziemlich aufheizen, dann wird die ganze Zeit wie ne Nähmaschine rumgetrippelt und die schwitzt dann wie blöd. Wenn ich mit ihr auf dem Platz arbeite würde ich auch gerne veil Trab einbauen und Abwechslung machen, das ist aber kaum möglich, denn hier kommt das Headshaking ans Licht. Grundsätzlich, wenn ich versuche sie im Trab aufzunehmen und zu versammeln beginne reist sie mir die Zügel aus der Hand, wenn ich von neuem beginnne, wieder und wieder.... irgendwann lässt die kraft nach. Sie trabt dann mit hängendem Kopf. Schätze sie hat sich einen sehr Muskulösen Hals aufgebaut, weil sie immer gegen den Zügel geht, das sagte mir auch die Tierheilpraktikerin. Alles nicht ganz einfach. Daher glaube ich das mit der Rollkur - wer weiß. Ich kenne ihre Vergangenheit nicht, gehe aber vom schlimmsten aus, denn jedes Mal, wenn ich mit ihr auf dem Platz Englisch-Arbeit mache beginnt sie sich aufzuregen und reinzusteigern und fängt an zu schwitzen, sie macht sich selbst druck, obwohl ich nicht mit Druck arbeite. Ich wiederhole einfache Dinge, die sie richtig gut macht und lobe Sie mit hand und Worten, beruhige sie, wenn sie sich aufregt, manchmal klappts, manchmal nicht... überwiegend kommt sie runter, wenn ich absteige und sie führe.

    Da ich eher der Westernreiter bin, möchte ich mit Trails beginnen und kleineren Westernübungen. Das scheint ihr gut zu gefallen, gelassenheitstraining findet sie interessant und sie macht super mit... Anfangs dachte ich ich muss die Gänge im englischbereich fördern, obwohl ich eigentlich nach einem Westernpferd gesucht habe, dann war irgendwie alles anders.

    Mir ist auch aufgefallen, dass ihr der lockere, lange Westernzügel besser gefällt als der Englischzügel. Sie ist einfacher zu reiten, weil die Aktion mit dem Kopf wegfällt. Das sind die positiven Veränderungen, die ich in den letzten Monaten feststellen konnte.

  16. #16
    Farooq

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    guten morgen ronja,


    also, was du da so beschreibst, klingt für mich so: das pferd kann sich net ausbalancieren. wenn du schreibst, die wird immer schneller und schneller. könnte das die ursache sein, könnte!

    mein geliebtes beispiel bringe: setz dir ein kind auf die schulter, lass des sich nach vorne beugen und bisl rumzappeln....wirst merken, du versuchst das auszugleich, indem du dich nach vorne "wegretten" willst, sprich: du wirst schneller und schneller.....versuchs mal!

    ich sag immer: spühre selbst erstmal, was dein pferd spührt, dann kannst dich hineinversetzen. leichte übung, toller effekt! und ein versuch kost nix und passieren kann dir da nix......

    zum thema alleine stellen damit die stute ihren "kampfgeist und ihre herdenrangordnung aufgibt" ähmm.......davon halte ich nichts. wird sich sofort wieder ändern, sobald die iin der herde wieder integriert ist. das sind tiere, wie soll ein mensch da in die rangordnung der herde eingreifen. vergiss nicht, der instinkt ist angeboren. du und dein pferd, das ist wiederum ne ander "herdenkonstellation". das kann die durchaus unterscheiden, glaub mirs.

    zum thema ablongieren immer vor dem reiten: halte ich auch nicht unbedingt viel von.

    noch ne frage: wer hat die diagnose mit dem headshaking erstellt? hab das etz irgendwie nicht rauslesen können, oder überlesen?

    gruss. uli

  17. #17
    ayla-fan

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Und wenn du aufs Versammeln im Moment einfach verzichtest? Sie einfach locker trabst und ganz viel Stangen einbaust?

    Warum dachtest du, dass du die Gänge im Englischbereich fördern musstest? Ich reite auch western und grundsätzlich sind die Gänge (wenn du nicht gerade den Pleasurebereich abdecken willst) gleich. Sie ist noch ziemlich jung.

    Ich weiß von meiner auch nicht, was sie kann und was nicht. Ich taste mich da vorsichtig ran. Nutze Gelegenheiten. Sie hat z. B. noch Balance-Schwierigkeiten. Da arbeite ich halt viel mit Stangen, mache viele Wendungen, Volten, Vorhandwendungen etc. Wo sie ihre Füße sortieren und auf ihr Gleichgewicht achten muss. Frage nicht, wie das grade mit Leichttraben aussieht. Anfangs lief sie nur über die Schulter davon. Kopf hoch, Rücken weg und Tempo.
    Meinst du, ob das "Headshaking" einfach nur Unwillen sein könnte, weil du sie vielleicht zu eng hast, zu viel forderst oder sie einfach nur keinen Bock hat?
    Ich mache halt im Moment ganz viel Übergänge. Also einfach nur ein paar Schritte antraben, dann gleich wieder durchparieren. Immer nur ein paar Schritte. Mit nicht zu kurzen Zügeln, aber leicht angenommen. Halten. Evtl. Rückwärtsrichten. Wieder anreiten, antraben. Kunterbund gemischt. Und wenn sich rund macht oder anfangs auch nur mal kurz entspannt läuft, sofort ausgiebig loben. Oder wenn sie sofort auf deine Hilfen reagiert beim durchparieren zum Schritt oder Halten, auch gleich loben. Jedes bisschen Mitarbeit jetzt am Anfang einfach nur angenehm machen.

    Sry, wenn meine Texte einfach immer so furchtbar lang werden. Aber ich schreibe einfach alles auf, was mir gerade so einfällt. Ich bin alles andere als Experte, war aber früher mit meiner alten RB in der gleichen Situation, dass er sehr dominant war und ich unsicher. Ich musste mich da langsam durchkämpfen.
    Und jetzt mit meinem Pferd muss ich halt von vorne anfangen, da ich nicht weiß, was sie kann und was nicht. Sie kam aus dem Englischbereich und ich habe die ganze erste Zeit am Boden und unterm Sattel daran gearbeitet, dass sie meine Grundkommandos kennenlernt und sie auch immer sofort belohnt (ich geb zu: auch mit Leckerlies), wenn sie richtig reagiert hat. Hat sie falsch reagiert, habe ich es ignoriert und weiter probiert. Und heute mache ich immer wieder zwischendrin solche Übungen, da sie auch zwischendrin mal testet, was ich denn nun wirklich ernst meine und was nicht.

    Wenn du schreibst, sie macht bei den Trailübungen gut mit: Das sind doch auch sehr viele Übungen, die auf Vertrauen basieren und eine gute Verständigung erfordern. Darauf lässt sich doch klasse aufbauen. Und du hast was gefunden, was sie mag. Das würde ich an deiner Stelle echt ausnutzen!

    Und ich habe gleich noch eine Frage: Wie beruhigst du sie denn?

    Manche Pferde fühlen sich in ihrer Angst (sofern es wirklich Angst ist) bestätigt, wenn man sie in dem Moment mit Stimme, oder streicheln beruhigen will. Andere wieder lassen sich dadurch echt beruhigen. Wie ist sie denn, wenn sie später wieder in die gleiche Situation kommt? Also wenn sie sich beruhigen ließ und auch Situationen in denen sie sich nicht beruhigen ließ?

    EDIT: Hast du eigentlich die Möglichkeit, auch mal eine/n andere/n Reitlehrer/in auszuprobieren? Die sind vor Ort und können dir evtl. auch gut weiterhelfen. Wie ist denn deine RLin sonst? Kann sie dir mit ihrem Unterricht weiterhelfen? Ist es durch ihre Hilfe besser geworden?

  18. #18
    Chiara22

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Habe jetzt mal von Anfang an durchgelesen.

    Zur Rollkur, damit bezweckt man das PFerd zu unterwerfen. Wäre das der Fall gewesen, wäre Dein Pferd jetzt sicherlich ein Fahrrad und Du würdest keien Probleme haben.

    Zum anderen, sie ist neu bei Dir. Sie kennt Dich und den neuen Stall noch nicht wirklich lang.

    Du bist noch verunsichert, da es Dein erstes Pferd ist. Verunsicherung des Pferdes durch die Besitzerin.

    Jetzt kommt umbilden von Englisch auf Western auf das Pferd zu. Neues erlernen...

    Neue Herde. Platz in der Herde finden und auskämpfen. Bist Du wirklich sicher, daß sie als 6jährige Chefin ist oder es nur kurzweilige Kämpfe waren, um ihren Platz zu sichern und sie nicht eher ein Flutchtpferd ist und deshalb durch den Zaun geht?

    Die Lösung einzeln deswegen zu stellen, find ich ehrlich gesagt grausig.Wieder eine neue Umstellung.

    Dann bist Du noch ein paar Mal umgeschwenkt und die Idee mit der "harten Hand" kam auf.

    Ich z.B. könnte das nicht. Ich bin nicht der Typ der brüllt, haut und nur am "unterdrücken" ist. Ich möchte ein Team sein mit meinem Pferd. Von daher würde ich das nie konsequent über einen längeren Zeitrum durchführen können.

    Und das ist das, war hier meiner Meinung nach fehlt. Konsequent und der rote Faden. Eine Anweisung ist eine Anweisung. Ich überlege mir vorher, was das Pferd darf und was nicht und halte mich da dran.

    Wird am Strick von der Weide bis zum Stall nicht gefressen, dann wird da nicht gefressen als Beispiel und nicht, och auf der Weide ist kein Gras mehr, heute darf sie mal.

    Dann gehe ich lieber nach dem Putzen ne halbe Stunde spazieren und lasse grasen.

    Ich würde jetzt erst einmal Dein Pferd wieder in die Herde zurück stellen...nicht noch einen Boxen und Herdenwechsel als neues Versuchsprojekt oben drauf setzen und sie wieder diesem Streß aussetzen.

    Denn dieser STreß den sie jetzt durch all das hin und her hatte, muß sich auch irgendwo entladen...und wenn Du Pech hast, tut er es gerade unter dem Sattel!

    Vielleicht solltest Du in naher Zukunft Dein Pferd erst einmal mit auf den Platz nehmen, eine mobile Reitlehrerin bestellen und an der Ausbildung arbeiten, wenn Du sie auf Westernreiten umstellen willst.

    Sitzen die Paraden und Kommandos, dann erst wieder ins Gelände mit Schritt und Trab. Geht das, kommen auch da alle Hilfen durch, würde ich erst den Galopp wieder mit rein nehmen.

    Das dauert, macht Mühe und Arbeit, aber da kannst Du erst sehen, in wieweit ist Dein Pferd ausbalanciert, kann sich biegen, nimmt in stressigen Situationen Deine Hilfen an, usw.

    Der Vorteil vom Platz ist auch, daß der Reiter nicht so panisch reagiert wie im Gelände, wenn das Pferd mal los zischt. Deine Unsicherheit in brenzligen Situation kann nicht so hoch kochen und sich auf Dein Pferd übertragen.

    Lerne ihm Ruhe und Sicherheit zu vermitteln, denn das scheint mir im Moment wie der rote Faden hier am meisten zu fehlen. Und gib Dir und ihr die Zeit unter Aufsicht einer Reitlehrerin die Zeit für eine solide Grundausbildung. Dann entspannt auch wieder Dein Pferd.

  19. #19
    RonjasLisa

    @ Farooq:

    Ich fühle in ihrem schneller werden eher die Aufregung und das Aufheizen durch den Wallach, der immer dabei ist und sie stichelt ihn eben einfach gern an und er fängt dann auch irgendwann an da rumzuzuckeln.

    Extra steht sie im Moment nur, weil sie ständig über den Koppelzaum springt (Strom und Zäune interessieren sie nicht) - ich halte das für eine ziemlich gefährliche Aktion neben dem Autobahnzubringer - vermute allerdings, dass sie Hunger hat, auf der großen Koppel ist grade nicht besonders viel. Unsere Pferde sind das ganze Jahr über auf der Weide.

    Headshaking hat bei mir niemand diagnostiziert. Wie gesagt, ich vermute, dass sie das hat, weil sie mit dem Kopf schlägt, ihr Maul ständig so zitterbewegungen hat, die Flüssigkeit aus der Nase, das abschnubbeln auf dem Boden - viele Anzeichen. Keine Sicherheit!

    @ Ayla-fan

    Ich habe jetzt schon lange keine Reitstunden mehr genommen. Und im Gelände reite ich sie nur am lockeren Zügel - ich versammle sie momentan gar nicht.

    Sicher, aber die Englisch-mädels aus dem Stall haben mir mal wieder ins gewissen geredet: Sowas muss man Fördern, dies Ganggewalt blablabla....

    Ich hab mich dazu entschlossen, keine Englisch-Stunden mehr zu nehmen und sie im Western- und Freizeitbereich mehr zu fördern, ich sehe es macht ihr mehr spaß - den soll sie haben dürfen und ich bin sowieso nicht der Englisch-Fan.

    Wir werden sobald der Zaun repariert ist das Pferd wieder auf die große Weide zu den anderen lassen, sie soll allerdings eine neue Box bekommen, wo ihr selbstbewusstsein ein bisschen eingeschränkt wird. Danach beginnen wir mit Dominanztrainig und leichten Übungen auf dem Platz, so wie du sagst, antraben, schritt, viel durchparieren, Stangen, wendungen usw.

    Zu deiner Frage mit dem beruhigen:

    Ich merke selbst, dass ich manchmal etwas angespannt bin, lockere mich dann, sie spielt dann mit den Ohren und ist aufmerksam. Streicheln beruhigt sie und führen, statt reiten.

    Vertrauen... Ich darf mit ihr alles machen. Sie überall berühren, umarmen, mit ihr spielen. Vom Boden aus funktionierts. Sicher die Behandlung des Hornspalts hat ihr viel Schmerz bereitet, aber ich denke sowas stärkt auch ein wenig das verhältnis. Früher konnten wir uns im Gelände voll ausgaloppieren. Sind natürlich nicht geheizt, aber sie konnte sich auspowern, denke, sie versteht grad einfach auch nicht, warum sie nicht so kann/darf, wie immer...

    [QUOTE=Chiara22;393744]Habe jetzt mal von Anfang an durchgelesen.

    Dann bist Du noch ein paar Mal umgeschwenkt und die Idee mit der "harten Hand" kam auf.

    QUOTE]

    Das mit der "Harten Hand" habe ich nur gelesen, sowas würde ich nicht anwenden.

    Sicher hast du damit recht. Ich mache mir mal gedanken und spreche mit meinem Stallkameraden.

  20. #20
    Wanderreiter

    AW: Massives Dominanzproblem, Vertrauen?

    Dein Pferd ist mit 6 Jahren noch ein junges Pferd! Es ist körperlich zwar ausgewachsen, aber es fehlen Kondition und Muskulatur, um z.B. langsam und kontrolliert zu galoppieren!
    Es ist psychisch noch nicht so gefestigt, daß es locker die neuen Eindrücke wegstecken kann (neue Herde, neue Umgebung, fremde Menschen etc.), außerdem steckt sie in der "Pubertät", was sich daran festmachen läßt, daß sie dich in Frage stellt und austestet.
    Sie ist noch unsicher, weswegen sie die sichere Herde/ den Hof nur ungern allein mit dir verläßt und unterwegs deine Entscheidungen in Frage stellt.
    Also mußt du dich sehr viel mit ihr beschäftigen, sehr ruhig und konsequent mit ihr arbeiten und vor allem sie reiterlich besser ausbilden.
    Dazu solltest du guten Reitunterricht nehmen!
    Ein guter Westerntrainer wird hier erst einmal Wert auf die Grundausbildung legen, also wie beim Dressurunterricht am Gleichgewicht und den Grundgangarten arbeiten. Das "an den Zügel stellen" (ja, auch das gibt es beim Westernreiten:1:) kommt erst später.
    Mein Trainer hat immer gesagt:" Wenn du es gut vorbereitet hast, wird dir das "ans Gebiß herantreten" geschenkt!"
    Mit welchem Gebiß reitest du übrigens?

    Dieses Dominanztraining a la Monty Roberts würde ich nicht machen. Du selber bist dazu viel zu unsicher und würdest das Pferd eher verwirren.
    Gehorsamsübungen, Führübungen und Gelassenheitsübungen können hilfreich sein, solange du genau weißt, was du tust!

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