Hi,
ich habe ein sehr großes Problem. Seit ca. 3 Monaten habe ich eine neue RB. Er ist ein 8 jähriger, vor 2 Jahren kastrierter Araber-Welshcob Wallach mit viel temperament. Ich bin seine einzige Reitbeteiligung und komme 2-3 mal pro Woche zum Reiten und allem was dazugehört. Er ist von etwas anderer Art als ich es vorher kannte. Jeden nioch so minimaslen Fehler spiegelt er beim reiten sofort im Verhalten wieder. Ich habe am Anfang völlig falasch gesessen und er ist immer wütender geworden, hat beim reiten versucht auf sdeinen Zügeln rumzubeißen und ist am Ende nurnoch galoppiert. Es war der Horror doch nach den ersten 2 Longenstunden auf ihm hats bei mir Klick gemacht und mein Sitz hat sich sehr verbessert. Nun gehjt er unterm Sattel traumhaft, läsdst sich leicht longieren, ist brav im Gelende, bloß seeeehr schreckhaft und beim einfahren (seit 1,5 Monaten gemacht) ist er auch schon sehr gut vorangekommen. Nun zu meinem großen Problem:
Ich kann ihn nicht mehr vom Paddock holen. Wenn er mich kommen sieht legt er die Ohren an und stellt sich vor das Gatter. Wenn man sich ihm nähert schnappt er nach mir und sobald man bei ihm auf dem Paddock steht und zu nah an ihm dran ist dreht er sich um und droht damit auszutreten. Einmal war ich nicht weggegangen und er hat tatsächlich ausgetreten nach mir aber mich zum Glück nicht erwischt. Er beißt auch richtig zu wenn er nach mir schnappt.
Wenn er allerdings nicht am Gatter steht und man auf die Weide geht, dann kann man ihn rufen. Er kommt angedackelt wenn man ihn freundlich bittet und lässt sich problemlos aufhalftern. Am Putzplatz schnappt er wenn er grad nen schlechten Tag hat nach mir aber ansonsten ist er sobald er am Halfter ist sehr brav. Es ist irgentwie eh abhängig vom Tag wie er drauf ist. Wenn ich ihn nicht vom Paddock sondern von der Weide hole hat er bis jetzt noch nie etwas gemacht....
Seiner Besitzerin ist das natürlich aufgefallen und sie meinte er hat keinen Respekt vor mir (wo ich definitiv ihrer Meinung bin) und ich bin von da an mit ihm spazieren gegangen und hab mit ihm anhalten wenn ich stehnbleibe, rückwertsrichten wenn ich mich vor ihm aufbaue und so weiter geübt. Das klappt immer besser. Dann als auf dem Paddock nach einem Tag besserung wieder alles war wie vorher hat sie uns Reitbeteiligung an ihren Pferden das Join Up nach Monty Roberts gezeigt. Bloß das es bei ihr iwie gaaaz anders ist. Aber es scheint zu funktionieren. Das Problem dabei: Sie hat es uns auf dem Paddovk machen lassen und nach 15 Minuten dem armen Pferd hinterherjagen hat mein Belastungsasthma nicht mehr mitgemacht und das Pferd stand praktisch als Sieger da während ich in irgenteiner Ecke rumgekeucht habe.
Ich bin am verzweifeln. Ich liebe es auf ihm zu reiten und ihn zu longieren und alles, aber was soll ich machen wenn ich nicht mit ihm umgehen kann....
Bitte bitte versucht mir zu helfen.
Vielen dank schonmal
Lg Funny
Achja, noch vergessen:
1. Seine Besitzerin hat ihn seit 2 Jahren, vorher soll er traumatiesiert worden sein (keiner weiß inwiefern) und die Mutter der Besitzerin sagt seitdem tickt er wohl nicht mehr ganz richtig und sie kann ihm bis heute nicht richtig vertrauen, weil er eben doch unberwechenbar ist.
2. Er LIEBT wirklich er liebt seine Besitzerin. Er läuft ihr hinterher wie ein Hund und wenn sie kommt ist ihm alles andere egal. Er will nur ighre Aufmerksamkeit und freut sich total wenn sie ihn streichelt oder lobt. Als er nach mir ausgetreten hat und mit angelegten Ohren und gehobenem Kopf vor mir stand ist sie einfach zu ihm hingegangen und er hat sich von ihr streicheln und beruhigen lassen. Mir hätte er wohl die Hand abgebissen oder sowas
RB wird im Umgang immer gefährlicher
Diskutiere RB wird im Umgang immer gefährlicher im Pferdeflüsterer Forum im Bereich Pferde; Hi, ich habe ein sehr großes Problem. Seit ca. 3 Monaten habe ich eine neue RB. Er ist ein 8 jähriger, vor 2 Jahren kastrierter ...
- 18.11.2011, 20:27 #1Funnygirl2
RB wird im Umgang immer gefährlicher
- 18.11.2011, 21:43 #2Islandpferd92
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Hey,
das hört sich ja wirklich sehr problematisch an. So wie du ihn beschrieben hast, würde ich schlussfolgern, dass er ein sehr sensibles und menschenbezogenes Pferd ist, das eine ganz besondere Bezugsperson hat. Allerdings Fremden gegenüber skeptisch ist. Da er dich auf ihm reiten lässt und im Training anscheinend auch mitmacht, hat er auch zu dir eine gewisse Bindung, die jedoch gestärkt werden sollte. Das Ausschlagen und Beißen kann sehr schnell gefährlich werden! Daher ist Vertrauensarbeit in diesem Fall sicherlich ein guter Schritt. Hast du die Besitzerin mal gefragt, was sie am Anfang alles mit ihm gemacht hat? Vielleicht hat sie ein paar wertvolle Tipps für dich. Da sie ihr Pferd am Besten kennt, wird sie dir sicher auch die besten Ratschläge geben können ;).
Habt ihr am Stall keinen Longierzirkel? Denn auf den Reitplatz ein Join Up zu machen ist auch schwieriger und mit deinem Belastungsasthma sicherlich nicht ratsam (bin selbst Asthmatiker und kann dich in diesem Fall sehr gut verstehen ;) ). Aber die Idee es auf diesem Weg zu versuchen finde ich sehr gut.
Wenn er in seiner Vergangenheit tatsächlich traumatisiert worden ist, hat er vielleicht psychische Störungen, die man rausfinden und beachten sollte. Woher wisst ihr das denn? Vielleicht könnt ihr etwas Genaueres rausfinden.
Aber im Grunde würde ich sagen, ist er ein liebes Pferd, dass einfach aus Angst so (über)reagiert.
liebe Grüße
- 18.11.2011, 22:01 #3Funnygirl2
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Hi,
danke das du dir so viele Gedanken über mein Problem gemacht hast :-)
Was würdest du mir denn weiter als Vertrauensarbeit empfehlen? Die besitzerin nach ihren Anfängen zu fragen finde ich eine klasse Idee, werd ich auf jedenfall machen.
Der häufigste Satz den ich bei ihr zu hören bekomme: "Du musst auf seine Hinterhand achten" aber leider kann ich mir da nicht so viel drunter vorstellen, die redet ja nicht mit mir oder so... ist klar das es gleich losgeht wenn er den Hintern rumschiebt aber ansonsten...
Wir haben keinen Longierzikel aber so eine Art schlauchförmige Rundbahn, soll heißen nen Kreis um nen kleineren Kreis und zwischen den beiden Kreisen kann man reiten XD ich hoffe du verstehst was ich meine....das ist vorallem zur Sitzschulun g und für die kleineren Kinders zum reiten und êine Richtung angeben zu müssen...sowas haben wir. Eine RB hat erzählt das sie da schonmal Join Up gemacht hat aber da kann ja das Pferd nicht zu dir kommen usw.
Wissen ob er eine psychischhe Störung oder nen Trauma hatte wissen sie glaube ich nicht. Aber er war wohl sehr verstört und nicht sehr menschenbezogen als sie ihn bekommen haben...
Deine letze Folgerung das er verängstigt ist kann ich leider nun nicht nachvollziehn. Er reagiert mir gegenüber dominant und aggressiv und ich sehe keine Ängstlichkeit...
glg Funny
- 19.11.2011, 00:29 #4Berliner_Reiter
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Mein Lösungsansatz:
Das Pferd sollte dich besser kennen lernen dürfen. Hole es auch mal nur zum Putzen.
Sei fair und konsequent im Umgang - korrigiere SOFORT eine unerwünschte Verhaltensweise (zur Not mit dem Besen auf die Koppel und das Hotta energisch wegscheuchen, wenn er Ohren anlegt, droht, beißen will) Zeigt er erwünschtes Verhalten, wird gelobt und gestreichelt.
Lass diese Join Up sein! Die Rangordnung muss sofort in der jeweiligen Situation geklärt werden, nicht wenn DU gerade Zeit/ Lust hast im Roundpen zu üben.
Join Up wird meist als pferdeschonend und einfach angepriesen. Das ist es aber nicht. Man baut erstmal relativ viel (psychischen) Druck auf. Dann setzt es voraus, dass man die Körpersprache des Pferdes sehr gut lesen kann und außerdem die eigene Körpersprache differenziert einsetzen kann. Besonders die letzten beiden Punkte sind die schwierigsten. Das Ende vom Lied: der Mensch gibt (unwissentlich) falsche Signale, sieht/versteht die (minimalen) Signale seines Pferdes nicht und bewirkt mit dem ganzen Prozedere gar nichts. Im schlimmsten Fall wird das Hotta komplett verunsichert und sein Vertrauen in dich nachhaltig geschädigt.
- 19.11.2011, 06:36 #5Funnygirl2
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Sooo, erstmal zu deinen ganzen Lilanen Punkten XD
ja sauer geritten und ja 2 Longenstunden und etwas Platztraining haben gereicht. Ich reite gut, habe aber im Schritt und im Trab zu weit hinten im Sattel gesessen.
Er schnappt nicht nur bei mir. Die anderen RBs trauen sich beim Ausmisten nicht so nahe an ihn ran und haben seeehr großen Respekt von ihm... Meine These ist das er sich das da angewöhnt hat mit dem Drohen und Schnappen.
Hm, meinte Besi meinte er sei da sehr eigen und möchte gebeten werden. Einerseits denke ich schon das damit die Rangordnung nicht gerade besser wird, aber andererseit hat mir das dann eben die Besi gesagt, die mit ihm keine Probleme hat und so...
Zu ihrer Join Up Mehtode:
sie hat es nicht in einem geschlossenen Roundpen gemacht sondern auf dem Paddock und sie stand nicht in der Mitte sondern ist dem Pferd halt buchstäblich hinterhergerannt.
Ich denke aber nicht, dass es nur bei ihr klappt weil er sie kennt und alles, denn bei den anderen RBs, von denen eine ihr Pferd erst so lange wie ich kennt kam es zum Join Up, hat also doch funktioniert...
Mit uns meine ich dabei mich und die anderen RBs, wir sind 3 RBs für ihre 3 Pferde...
Nun zu deinem Lösungssatz;
ich möchte aquf JEDENFALL konsequenter mit ihm umgehen und energisch auf der Weide auftreten. Aber wie? Soll ich mit dem Besen in der Hand auf ihn zugehen? Dann dreht er mir die Hinterhand zu. Was dann?
Was ist denn in dem Falle das gewünschte Verhalten? Das er wegläuft?
Würde mich freuen wenn ihr mir weiterhin helfen könntet.
Glg Line
- 19.11.2011, 11:54 #6Wanderreiter
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Wenn du das Pferd vom Paddock holen willst und es zähnefletschend vor dem Gatter steht, MUßT DU DICH DURCHSETZEN!
Das heißt, du mußt das Pferd vom Gatter wegscheuchen, um in den Paddock zu gelangen. Das kannst du auf verschiedene Art und Weise machen. Du kannst einen Besen nehmen, um Platz zu schaffen und zu verhindern, daß er dich beißt oder nach dir tritt.
Du sollst den Besen allerdings nicht zum Schlagen verwenden, sondern ihn damit nur auf Abstand halten, er soll dich quasi größer machen ;-)
In dem Moment, in dem das Pferd dir weicht, hast du einen Punkt gewonnen! Es hat auf dich reagiert, so wie du es wolltest!
Wenn er dann im Paddock gelassen auf dich zu geht und du das Gefühl hast, daß du ihn aufhalftern kannst, dann mach das und lobe ihn danach sofort!!
Kommt er wieder agressiv auf dich zu, gehe energisch auf ihn zu und scheuche ihn wieder von dir weg!
Das machst du so lange, bis du ihn gefahrlos aufhalftern kannst.
Beim Führen muß er aufmerksam knapp hinter dir laufen, er darf nicht zu nahe an dich herantreten.
Binde ihn nicht zu lang an, damit er dich nicht beißen kann!
Sobald er einen Ansatz macht, dich zu beißen, mußt du sofort reagieren. Entweder mit einem energischen Klapps auf den Hals. Nicht jedes Pferd verträgt einen Klapps gegen das Maul, damit kann man ein Pferd auch kopfscheu machen.
Nach der Maßregelung mußt du aber ganz normal und ohne Zögern wieder weiterputzen, es darf keine weitere Spannung/ Angst herrschen, weil das Pferd es merken wird!
Ganz wichtig ist ein konsequenter, ruhiger Umgang. Das Pferd muß ganz klar erkennen können, daß es sich auf dein Verhalten verlassen kann, und zwar im Guten wie im Bösen! Du mußt also verläßlich handeln und dabei fair bleiben!!!
Beim Reiten ist es ähnlich, wenn nicht sogar schwieriger! Du mußt nämlich erkennen können, warum das Pferd z.B. die Arbeit verweigert, oder losrennt, oder nicht das tut, was du möchtest!
Dabei ist es sehr wichtig, daß du immer erst einmal bei dir nachfragst, ob du einen Fehler gemacht hast, die Hilfen nicht richtig oder unklar gegeben hast etc.
Andererseits mußt du aber auch hier konsequent reiten, wenn der Herr z.B. im Gelände Theater macht.
Grundsätzlich bestimmst DU das Tempo! Will er laufen, gehe Schritt oder Trab. Galopp nur kontrolliert oder gar nicht! Und du bestimmst die Richtung und die Strecke! Er geht dort entlang, wo du möchtest, immer!
Araber/ WelshCobs sind intelligente, sensible Pferde, die extrem auf ungerechte Behandlung reagieren, aber auch auf die Schwächen des Reiters. D.h. sie nutzen sofort Unsicherheiten aus und versuchen, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen.
Bilde dich fort, nehme guten Reitunterricht und lese viel! Das Buch von Geitner "Be strict" ist ein sehr gutes Hilfsmittel.
Vom Join Up würde ich die Finger lassen! Das ist etwas für Profis, auch wenn es so leicht aussieht.
- 19.11.2011, 15:33 #7Berliner_Reiter
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Hab grad das hier gefunden:Sooo, erstmal zu deinen ganzen Lilanen Punkten XD
ja sauer geritten und ja 2 Longenstunden und etwas Platztraining haben gereicht. Ich reite gut, habe aber im Schritt und im Trab zu weit hinten im Sattel gesessen.
Er schnappt nicht nur bei mir. Die anderen RBs trauen sich beim Ausmisten nicht so nahe an ihn ran Ich würde auch nicht ohne "etwas in der Hand" so dicht an ihn rangehen. und haben seeehr großen Respekt von ihm... Meine These ist das er sich das da angewöhnt hat mit dem Drohen und Schnappen. Konsequenz und Fairness zeigen immer Wirkung - über kurz oder lang wird er dich als ranghöher anerkennen, wenn du ihm zeigst, dass du ihn führen kannst.
Hm, meinte Besi meinte er sei da sehr eigen und möchte gebeten werden. Quatsch - typische Vermenschlichung! Einerseits denke ich schon das damit die Rangordnung nicht gerade besser wird, aber andererseit hat mir das dann eben die Besi gesagt, die mit ihm keine Probleme hat und so... Vielleicht weiß sie nicht, was sie tut? Dass sie ihm solche Sachen nicht durchgehen ließ und ihn maßregelte. Wenn sie das unbewusst richtig macht, kann sie dir das auch nicht sagen. (bisschen verwirrend, abe rich glaub ihr versteht, wie ich es meine
)
Zu ihrer Join Up Mehtode:
sie hat es nicht in einem geschlossenen Roundpen gemacht sondern auf dem Paddock und sie stand nicht in der Mitte sondern ist dem Pferd halt buchstäblich hinterhergerannt.
Ich denke aber nicht, dass es nur bei ihr klappt weil er sie kennt und alles, denn bei den anderen RBs, von denen eine ihr Pferd erst so lange wie ich kennt kam es zum Join Up, hat also doch funktioniert...
Mit uns meine ich dabei mich und die anderen RBs, wir sind 3 RBs für ihre 3 Pferde...
Ja, es hat "funktioniert", da dem Pferd nichts weiter übrig bleibt, als sich gewzungener Maßen an den Menschen zu binden. Ein Join up funktioniert eben nur in einem kleineren Raum, in dem man als Mensch das Pferd wegjagen kann, es aber nicht wirklich "weg" kann.
Und das Pferdie hat nun die Wahl: Gibt es auf, und geht zum Raubtier Mensch oder es wird weiter gejagt. (Und euer Wallach ist auch nicht dumm - er weis, das er hinterher gehen soll, wenn die Besi mit ihrem Gescheuche anfängt. Da wäre es doch dumm, wenn er freiwillig weiterrennen würde)
Ganz grob: Will ich, dass mir das Pferd folgt, weil es gelernt hat, dass es weg von mir wirlklich unangenehm ist, oder will ich, dass mir das Pferd folgt, weil ich mich als Mensch einfühlen kann, seine Ängste verstehen kann, aber fähig bin, ihm zu zeigen, dass es mich nicht fürchten muss, und es sich lohnt, sich mit mir auseinander zu setzen?
Mache ich das Ganze langsam und behutsam und nach seinem Bedarf, oder Hauruck, weil das Pferd funktionieren soll?
Nun zu deinem Lösungssatz;
ich möchte aquf JEDENFALL konsequenter mit ihm umgehen und energisch auf der Weide auftreten. Aber wie? Soll ich mit dem Besen in der Hand auf ihn zugehen? Dann dreht er mir die Hinterhand zu. Was dann?
Was ist denn in dem Falle das gewünschte Verhalten? Das er wegläuft? Wanderreiter hats sehr gut erklärt, wie ich es meinte.
Würde mich freuen wenn ihr mir weiterhin helfen könntet.
Glg Line
Der deutsche Ausbilder Michael Geitner redet Klartext: Im Interview ( Monty ist ein Entertainer ) beschreibt er, warum er mit dem Join up von Monty Roberts, dessen größter Fan er einmal war, gebrochen hat. Er beschreibt, nach welchen Kriterien Monty Show-Pferde auswählt. Er nennt die subtilen Tricks, mit denen sich Pferdeverhalten steuern läßt. Er kritisiert das nebulöse Gerede von Leitstutenprinzipien und plädiert dafür, weniger auf amerikanische Gurus, sondern auf handfeste Pferdeausbildung zu setzen. Die besteht nicht aus Show, sondern ist eine nachvollziehbaren Anleitung zur Pferdeerziehung, die auch im heimatlichen Stall funktioniert.
Cavallo, Heft 10/2002, Seite 60
Wer den Artikel online gefunden hat, bitte mal den Link posten, ich würde ihn gerne ganz lesen.
- 20.11.2011, 17:59 #8Funnygirl2
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Hi danke an euch beide für eure große hilfe!
In dem Moment, in dem das Pferd dir weicht, hast du einen Punkt gewonnen! Es hat auf dich reagiert, so wie du es wolltest! Es wird merken, dass du dir seinen Respekt einfordern wirst. Ist er lieb, gibts Streicheleinheiten, zeigt er unerwünschtes Verhalten, muss er dir weichen (der Chef (DU) darf dort stehen, wo er will und wann er will, der Rangniedrigere (Pferd) muss halt abhauen)
Wenn er dann im Paddock gelassen auf dich zu geht und du das Gefühl hast, daß du ihn aufhalftern kannst, dann mach das und lobe ihn danach sofort!! Das wird mit der Zeit immer öfter sein.
Dazu habe ich erstmal noch eine Frage: Wie soll ich ihm wenn er gewichen ist Streicheleinheiten geben? Ich denke nicht das er zögern würde mich dennoch zu beißen, zumindest anfänglich.
Ich könnte ihm mit Stimme loben...aber das kommt mir etwas lasch vor...
Und warum sollte er denn nachdem ich ihn weggescheucht habe gelassen auf mich zugehen? Ich meine ich als Pferd würde nicht auf den Menschen zugehen wollen, der mich zuvor mit nem Besen wegscheucht XD
ansonsten alles erstmal sher schön schlüssig.
Ja nein Bein Reiten hatte ich keine Probleme mehr
zu Berliner_Reiter:
ja doch ich hab denk ich verstanden was du meinst^^
glg Line, achja was mich nun vollends verwirrt hat:
ich habe in einem weiteren Forum den gleichen Problemfall beschrieben und plötzlich diese Antwort hier bekommen
Hallo!
Da fehlt nicht der Respekt (in erster Linie) und da muss auch keine Rangfolge festgelegt werden (so einSchwachsinn ... Pferde haben zwar ein Herdenverhalten, aber wir gehören nicht dazu!) ... bei euch fehlt Vertrauen!
Wenn ich deine Zeilen lese, sehe ich ein ziemlich usicheres und gestresstes Pferd vor mir, das garnicht weiß, wie es mit den ganzen Umweltzeizen umgehen muss und sie sich einfach nur vom Hals halten will!
VG, XY!
P.S. Respekt ergibt sich aus dem Vertrauen. Mit körperlichem Einwirken (z. B. "Aufbäumen und rückwärst drängen" oder hinterher rennen) erreichst du das nicht, denn dein Pferd kann dich nicht einschätzen. Im Gegenteil, bei einem unsicheren Pferd mit einer solchen Vergangenheit würde ich eher den Abstand waren und langsam näher kommen als mich ihm aufzudrängen!
Du darfst auch nicht vergessen, dass du ihm zu Beginn gleich mal "unrecht" getan hast unwissender Weise (also nicht deine Schuld) ... aber ein Pferd mit schwieriger Vorgeschichte vergisst das nicht!
Ach so und Stress und Unsicherheit sind tagesformabhängig und äußern sich nicht immer gleich. Wenn er von der Koppel kommt, dann gehts ihm gut, er hatt gegrast und ist recht zufrieden. Wenn er vom Paddok kommt, dann hatte er nicht so viel zu tun (fressen) und hat von seiner Umgebung mehr wahrgenommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Koppel weiter weg ist und er mehr Möglichkeiten hat raus zu laufen und dort mehr Ruhe heerscht. Der Paddok ist vielleicht näher am Geschehen und die täglche Stallunruhe reicht ihm schon!
Sind nur Vermutungen, da ich ja nicht weiß, wie genau es bei euch aussieht. Man muss nur immer bedenken, dass Tiere oft Stressauslöser haben, die wir noch nichtmal wahrnehmen!
- 20.11.2011, 19:19 #9Berliner_Reiter
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Die soziale Position
Die Welt ihres Pferdes: Es ist ein Herdentier, Hierarchien in der Herde sind wichtig zum Überleben. In einer Pferdegesellschaft bestimmt die Stellung in der Herde, was ein Pferd frisst und wann. Dominante Pferde bekommen von allem das Erste, vom ersten Schluck Wasser bis zum besten Ruhefleck. Ein untergeordnetes Pferd kann den Bereich eines dominanten Pferdes nur betreten, wenn es aufgefordert wurde, das Eindringen fordert sonst zu einem aggressiven Gegenstoß heraus. Weil es dem Pferd nützt, die Hierarchieleiter empor zuklettern, testen viele ihre übergeordneten Herdenmitglieder im Bemühen, deren Position einzunehmen.
Der gleiche kraftvolle Instinkt steuert ihr domestiziertes Pferd. Wenn Dominanz und Unterordnung noch nicht geklärt sind, wird ein Tritt, Biss oder Angriff die Sache schnell entscheiden. Wenn die Position erst einmal festgelegt ist, wird ein Blick, angelegte Ohren, das Schwingen des Kopfes oder die Androhung eines Trittes üblicherweise zukünftige Versuche beenden, in den Bereich einzudringen.
Ihre Welt: Wahrscheinlich ist das einzige andere vierfüßige Tier, zu dem sie eine Beziehung wie zu einem Kameraden haben, ihr Hund. Aber "Fido" ist ein Meutentier, seinem Alpha- oder Leithund untergeordnet. In seinen Augen sind sie dieser Hund, wenn er mit seinem ******* wedelt und sie mit der Nase stupst, signalisiert er Zuneigung und Unterordnung. Wenn ihr Pferd mit dem Maul nach ihnen schnappt, sie stupst, mögen sie das gleiche warme und kribbelnde Gefühl empfinden, wie bei ihrem Hund.
Das ist der Punkt, an dem sie beginnen, sich falsch in der Beziehung zu ihrem Pferd zu verhalten.
Möglichkeit eines Konfliktes: Ein Stups von ihrem Hund ist ein Zeichen der Unterordnung, von ihrem Pferd ist er ein Einbruch in ihren Bereich und bedeutet, dass es nicht der Meinung ist, dass sie das Chefpferd sind. Genau wie sie ihr Pferd als einen Menschen in Fellkleidung ansehen können, sieht es sie als ein gleichartiges Herdenmitglied an, in seiner Sichtweise sind Sie ihm entweder über- oder untergeordnet. Wenn es sie nicht als das dominante Mitglied in ihrer zweiköpfigen Herde ansieht, betrachtet es sie als untergeordnet mit allen möglichen gefährlichen Folgen. Das sind Beißen, Treten, und/oder Angreifen, Stoßen und/oder Scheuern mit dem Kopf, auf sie auf- oder an ihnen vorbeilaufen, wenn sie es führen, Aggressionen gegen sie zeigen (angelegte Ohren, wedelnder Schweif, und/oder drohen zu treten) beim Füttern, Pflegen oder Satteln und genereller Widerstand gegen jede ihre Forderungen.
Vermeidung des Konfliktes: Es betrachtet sie als ein Pferd - tun sie das gleiche mit ihm. Wenn es ihren Bereich verletzt, stoßen sie ihm sofort den eindringenden Körperteil weg. (Achtung: Die Aufmerksamkeit ihres Pferdes hält solange an, dass sie nach der Zeit des Verbrechens ein 3-Sekunden Fenster haben, in dem sie eine Strafe verhängen können. Danach wird jedes Bemühen um Strafe das Pferd nur durcheinander bringen.) Lassen sie die Strafe dem Angriff entsprechen: Wenn ihr Pferd eine kleine Attacke versucht, wie z.B. ein Stups mit dem Kopf, nutzen sie einen festen Klatsch auf eine Seite des Halses, wenn es eine starke Attacke ist, wie ein Stoß mit dem Körper, kombinieren sie eine kräftigen Schlag (wenn sie eine Peitsche haben, nutzen sie diese) mit einem lauten, wilden Schrei, eben wie ein Pferd treten und schreien würde. Das ist nicht grausam, das ist Körpersprache, die Pferde untereinander sprechen und verstehen.
Quelle: Mensch und Pferd
- 20.11.2011, 20:19 #10Funnygirl2
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Danke, ich habe mir alles nochmal durchgelesne. Ich werde mal schaun was ich mache. Ich denke ich geh erstmal zur Besi und sage ihr, was ihr mir geraten habt, frage sie, was sie davon hält und dann werd ich mich eifach mal bewaffnen und mir meine Position festlegen xD
Auf jedenfall habe ich beschlossen mit dem Reiten etwas zurückzulegen und mich erstmal darauf und unsere Zusammenarbeit zu konzentrieren. Ich liebe es ihn zu reiten, aber auch andere Pferde reiten sich toll und ich sollte wohl erstmal etwas mehr über den Umgang mit Pferden lernen. Ich hatte vorher nur Reiterhoferfahrungen sammeln dürfen und die waren...nunja gering.
Ich habe im anderen Forum noch einen weiteren Beitrag bekommen und wollte nochmal fragen was ihr davon haltet, weil...keine Ahnung die "da drüben" schreiben erscheinen mir iwie nicht so...hm...kompetent? wie ihr...
Das einzige wo ich dir raten könnte wäre:das Pferd halt momentan nicht mehr selbst vom Padock holen,sondern entweder bittest du die Besitzerin oder aber du schaust dass du s nur noch da holen kannst wo s für dich nicht gefährlich wird(also auf der Weide oder im Stall)aber nicht mehr vom Padock.
- 20.11.2011, 21:43 #11Berliner_Reiter
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Die Intention der Schreiberin halte ich schlichtweg für falsch! Wie sollt ihr euch kennen lernen, wenn du nicht mit ihm umgehst?Das einzige wo ich dir raten könnte wäre:das Pferd halt momentan nicht mehr selbst vom Padock holen,sondern entweder bittest du die Besitzerin oder aber du schaust dass du s nur noch da holen kannst wo s für dich nicht gefährlich wird(also auf der Weide oder im Stall)aber nicht mehr vom Padock.
Natürlich ist es ein schwierigeres Pferd, als andere "08/15-Reitbeteiligungen", aber wenn du es wirklich willst, sollstest du dich ins Thema Bodenarbeit einlesen und mit Leuten sprechen/arbeiten, die Ahnung davon haben. Sei konsequent mit dem Pferd und zeige ihm genau, ob er etwas falsch oder richtig macht. Ich denke, dann wird es bald Fortschritte geben.
...und Hut ab - ich hätte glaube ich, diese RB nicht genommen.
- 21.11.2011, 12:22 #12Wanderreiter
AW: RB wird im Umgang immer gefährlicher
Du machst dir zuviele Gedanken darüber, was das Pferd wohl von dir hält, was es denkt und wie du lieb zu ihm sein kannst!!!
Das Pferd will keine Streicheleinheiten von dir, es wartet nicht darauf, von dir liebgehabt zu werden!!!
Enger Körperkontakt, Streicheln und Schmusen kann dann erfolgen, wenn die Situation zwischen euch geklärt ist und DU das Pferd aktiv streichelst, lobst etc.
Kommt das Pferd zu dir, stubst dich an, will sich schubbern und sucht von sich aus Körperkontakt, dann bist DU die rangniedrigere Person, soetwas mußt du zunächst völlig unterbinden, auch wenn du das doof findest!
Wenn du das Pferd bei Aggression wegscheuchst und es in einiger Entfernung stehen bleibt, dann wartest du einen Moment ab. Du nimmst den Besen (oder was auch immer) herunter, trägst ihn locker neben dir und gehst dann seitlich oder schräg von vorne auf das Pferd zu.
Droht es dich an, dann scheuchst du es wieder weg.
Bleibt er stehen, wartest du wieder, gehst wieder auf ihn zu. Bleibt er stehen ohne zu drohen, dann lobst du ihn!
Wenn du an ihn herantreten kannst und ihn aufhalftern kannst, dann lobst du ihn wieder und gibst ihm meinetwegen ein Leckerlie (nicht mit Leckerlies locken, ein fataler Fehler!!!).
Dann bleibst du immer noch stehen und wartest ab.
Erst dann gibst du das Signal zum Gehen und läßt ihn in ausreichendem Abstand schräg hinter dir laufen.
Ach ja, noch etwas:
Das Pferd nimmt dir nicht übel, daß du vor Urzeiten einmal ungerecht gewesen bist!!! Solange du ihn nicht mehrfach schwer gequält hast hat er das schon lange vergessen
!
Wichtig ist, daß du im Umgang den Chef raushängen läßt und deine Reaktionen verläßlich sind.
Und mit Chef meine ich fair und konsequent sein, du bestimmst die Richtung!
RB wird im Umgang immer gefährlicher
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und beim einfahren (seit 1,5 Monaten gemacht) ist er auch schon sehr gut vorangekommen. Nun zu meinem großen Problem:
WAS ist das denn? Ein Pferd braucht klare Anweisungen, sonst wird es unsicher und übernimmt lieber selbst die Chefrolle. Entweder du stehst rangmäßig über dem Pferd oder halt nicht. (Buchempfehlung: Michael Geitner, Be Strict)und lässt sich problemlos aufhalftern. Am Putzplatz schnappt er wenn er grad nen schlechten Tag hat nach mir aber ansonsten ist er sobald er am Halfter ist sehr brav. Es ist irgentwie eh abhängig vom Tag wie er drauf ist. Wenn ich ihn nicht vom Paddock sondern von der Weide hole hat er bis jetzt noch nie etwas gemacht....
Dann als auf dem Paddock nach einem Tag besserung wieder alles war wie vorher hat sie uns Reitbeteiligung an ihren Pferden das Join Up nach Monty Roberts gezeigt. Bloß das es bei ihr iwie gaaaz anders ist. Wie denn???
Aber es scheint zu funktionieren. Denkste... Herr Pferd hat ein gutes Verhältnis zu der Besi. Es läuft ihr doch sowieso immer hinterher. Das Pferd versteht zwar dieses Gerenne nicht, will dann aber trotzdem so schnell wie möglich zu seiner Besi. Hat nichts mit "ihrem" Join Up zu tun. Das Problem dabei: Sie hat es uns (?) auf dem Paddovk machen lassen und nach 15 Minuten dem armen Pferd hinterherjagen hat mein Belastungsasthma nicht mehr mitgemacht und das Pferd stand praktisch als Sieger da Was haste jetzt gewonnen??? Nix. Pferde sind immer gerecht und bestrafen nicht, wenn der Andere keinen Fehler gemacht hat. Er macht keinen Fehler und trotzdem bestraft. Mit solchem unlogischen Handlungen förderst du das Vertrauen von ihm in dich nicht. während ich in irgenteiner Ecke rumgekeucht habe.


