Respekt statt Angst!!!

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  1. #1
    Daria

    Respekt statt Angst!!!

    Hi!

    wenn es das Thema schon gibt, nur eben sagen, aber über Suchfunktion hab ich nicht wirklich so was in dieser Richtung gefunden....

    Also, bei uns in der Offenstallhaltung ist ein 26-Jähriger Wallach. Das Problem: Wenn wir über die Weiden oder Paddocks gehen, wo er steht geht er auf uns los. Er ist richtig aggresiv und versuch immer nach uns zu schlagen! Wir können jetzt nur noch mit Gerte "bewaffnet" auf die Weide gehen um unsere Pferde zu holen...Das führt dazu, dass er Angst vor uns hat, wenn wir auf ihn zukommen!! Wie schaffe ich es, dass er Respekt vor mir hat, aber keine Angst?? Wir haben ihn mit der Gerte auch nicht geschlagen, oder so.
    Was ihr noch wissen soltet: Seine Besitzer kümmern sich leider gar nicht mehr um ihn, das heißt er steht Tag und Nacht nur rum, was ich sehr traurig finde. Ich habe mir nun vorgenommen, vllt. mit ihm zu arbeiten oder so, allerdings muss man echt Angst vor ihm haben, wie soll ich so etwas anfangen? Das Problem besteht übrigens schon sehr lange, unter anderem auch ein Grund, warum er von seinen Besis vernachlässigt wird...

    Würd mich über eure Hilfe freuen!! LG Daria


  2. #2
    Leo

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Wenn Du Angst vor dem Pferd hast, ist das eine schlechte Voraussetzung, um mit dem Tier zu arbeiten. Hast Du denn schon mit der Besitzerin gesprochen, ob sie damit einverstanden ist, wenn Du mit dem Pferd arbeitest ? Vielleicht geht es dem Pferd schlecht. 26 ist ja schon ein Alter, in dem Pferde unter rheumatischen Krankheiten leiden können. Evtl. hat er Schmerzen und ist deshalb aggressiv? Um sich im Notfall ein aggressives Pferd vom Hals halten zu können finde ich eine Gerte gar nicht so unsinnig.

  3. #3
    Daria

    AW: Respekt statt Angst!!!

    @Leo: Den Besitzern ist es egal ob ich mit ihm arbeite oder nicht. Ich habe jetzt den Tierarzt kommen lassen (auf meine Kosten:-( ) und der hat festgestellt, dass er am Hinterbein eine chronische Sehnescheidenentzündung hat. Der TA meinte allerdings, dass er deswegen keine Schmerzen hätte.

    Kann es vielleicht sein, dass er einfach unzufrieden ist, weil sich niemand um ihn kümmert und dass er das halt so äußert?

  4. #4
    Katrin

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Das eine Sehnenscheidenentzündung nicht schmerzhaft ist, glaub ich nicht, denn hast du schonmal eine gehbt? Meist gibt es Schienen um den Arm (als Beispiel) stillzulegen, damit man eben diese Schmerzen nicht mehr hat. Bewegen würd ich ihn deswegen erstmal sowieso nicht, er soll sich soviel bewegen wie er möchte auf der Wiese. Wenn die Entzündung weg ist, kannst du mit ihm anfangen zu arbeiten. Wie sah diese Agressivität denn aus, als die Besi noch mit ihm was gemacht hat? Ich vermute mal, dass er sehr dominant ist, daher sei noch dominanter im Umgang mit ihm, er darf nicht zappeln beim Putzen, er darf nicht mal ansatzweise nach Leckerlies suchen, Leckerlies aus der hand sind sowieso tabu. Kann er ausser der Sehnenscheidenentzündung denn noch was tun? Oder ist er körperlich "kaputt"? so dass er nichts mehr machen darf/kann? Danach richtet es sich ja auch, was du überhaupt machen kannst. Wenn du Glück hast, reicht es aus, wenn du ihn täglich putzt und etwas spazieren gehst, auf Dauer gesehen, der Weg zum Spazieren gehen kann lang werden, je nach dem wie er sich benimmt wenn er nicht auf der Wiese ist. Ich kenn ein Pferd, der ist auf der Wiese unausstehlich, aber sobald ein Strick dran ist, ist der lammfromm. Liegt aber auch daran, dass er mit der Flasche aufgezogen wurde und auch daran, dass ich i8hm immer gezeigt hab, wo die Grenzen sind(er ist auch einer von der Dominanten Seite...)
    Ich warte erstmal auf deine Antweort.

    Liebe Grüße

  5. #5
    Daria

    AW: Respekt statt Angst!!!

    @ Katrin:Da es eine chronische Sehnenscheidenentzündung ist, wird sie vermutlich nie wieder abklingen(soweit der TA) wir können nur versuchen sie so weit wie möglich in Grenzen zu halten. Der Ta meint, das Bewegung auf harten Flächen ihm gut tun würde und eine Ernährung ohne Eiweiß...

    Die Besitzer waren nicht dominant mit ihm, allerdings haben sie auch nicht wirklich Erfahrung mit Pferden ( 13 und 16 Jahre alt). SIe haben ihn nur ab und zu mal geritten aber sonst keine Erziehung.
    Wie bei dem Pferd, das du beschrieben hast, ist er vergleichsweise lieb am Strick. Wenn ich ihn reite, ist er leicht an den Zügel zu kriegen und reagiert ganz gut.

  6. #6
    Kelly

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Zitat Zitat von Daria Beitrag anzeigen
    Kann es vielleicht sein, dass er einfach unzufrieden ist, weil sich niemand um ihn kümmert und dass er das halt so äußert?
    Ohne aus der Ferne ein Urteil fällen zu wollen, aber genau das habe ich bei Deiner Beschreibung der Situation als erstes vermutet.

    Gibt es denn eine Möglichkeit dieses unterforderte Pferd zu "unterhalten".

    LG. Kelly

  7. #7
    Daria

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Ich kann mit ihm arbeiten, weiß aber nicht genau wie?
    @Kelly: Meinst du mit "unterhalten", dass ich ihn reiten soll?

  8. #8
    Hatschi

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Hallo,
    ich bin der Meinung das ein 26jahre altes Pferd nicht mehr arbeiten sollte.
    Wenn er dir leid tut weil er unter beschäftigt ist dann putz ihn und gehe mit ihm spazieren.
    Aber jetzt noch an dem Pferd rum erziehen halte ich nicht für richtig,denn zu den Alters bedingten wehwechen kommt auch noch der Altersstarsinn.
    Das ist als würdest du anfangen deine Oma erziehen zu wollen.
    Das ist kein Angriff nur meine Meinung:1: also bitte nicht falsch verstehen.
    LG
    Hatschi

  9. #9
    Katrin

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Vom Grundsatz versteh ich deine Meinung, Hatschi, aber hier geht es ja darum, dass das Pferd gefährlich wird auf der Wiese. Von daher würd ich schon eine gewisse Erziehung in Erwägung ziehen.

    @ Daria: OK, das wusst ich nicht, wenn der TA sein OK gegeben hat dürfte das kein Problem sein ihn zumindest spazieren zu führen, sofern er lieb mitgeht. Aber auch nur dann. Zeig ihm dass er nicht alles mit dir machen kann, dann wird er dich auf der Wiese respektieren.

    Liebe Grüße

  10. #10
    Hatschi

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Zitat Zitat von Katrin Beitrag anzeigen
    Vom Grundsatz versteh ich deine Meinung, Hatschi, aber hier geht es ja darum, dass das Pferd gefährlich wird auf der Wiese. Von daher würd ich schon eine gewisse Erziehung in Erwägung ziehen.
    Ja im Prinzip hast du mit Sicherheit recht............
    Nur die frage ist wie weit lässt sich so ein altes Pferd noch erziehen?
    Ich glaube wenn man hier mit Druck arbeiten sollte,geht das ganze nach hinten los.
    Lieben Gruß
    Hatschi

  11. #11
    Katrin

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Gewisse Grundregeln kann man ihm bestimmt beibringen bzw. wieder in Erinnerung rufen. Wie gesagt, meine alte RB war auch zickig, wollte sich durchsetzen, aber dadurch, dass ich ihm eben nichts hab durchgehen lassen, wusste er ganz genau, "da brauch ich es erst garnicht versuchen". Ich bin jetzt nur noch 1 mal die Woche bei ihm, hatte sogar einige Zeit keinen Kontakt mit ihm, aber er weiss immernoch, dass er bei mir keine Faxen auf der Wiese machen darf. Ein scharfer Ton reicht aus, damit er weggeht. Ich denke, dass sie durch tägleiches Putzen und führen (sei es in der Bahn oder im Gelände) sehr viel erreichen kann, ohne stundenlang mit ihm beschäftige zu sein und ohne ihn körperlich belasten zu müssen. Allerdings darf man keinen Schritt unbeobachtet lassen und auch keinen Schritt, den er zuviel macht "ungestraft" lassen.

    Liebe Grüße

  12. #12
    Daria

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Vielen Dank, werde heute mal mit ihm spazieren gehen und so
    und mal schauen, ob er dadurch ausgeglichener wird.

    Werde euch dann informieren, wie es gelaufen ist!!

  13. #13
    Daria

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Hab ihn jetzt ein bisschen bewegt und so, ging auch ganz gut, er kommt mir jetzt am Zaun immer entgegen gelaufen - ohne angelegte Ohren *freu*, ich glaube es lag wirklich daran, dass nihcts mit ihm gemacht wurde.

    Er hat seit heute auch eine Reitbeteiligung. Sie freut sich total, weil sie gerne stundenlang putzt und so, ich glaube dass ist genau das was er braucht, da er ja auch schon älter ist. Ich hoffe ich hab damit gleich zwei Leute glücklich gemacht
    und dass sich damit das Problem legt.

    Vielen Dank!!

  14. #14
    Katrin

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Schön, dass die beiden sich "gefunden" haben..

    Liebe Grüße

  15. #15
    Daria

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Ja, das gute ist vor allem, dass sie nicht eine von denen ist, die nur reiten wollen, ihr reicht es ihn stundenlang zu putzen, ihn rumzuführen usw. Echt genial!
    Vor allem kann er seinen schweif beim äppeln nihct mehr richtig heben, also kann manm sich vorstellen, wie der aussieht, aber sie wäscht ihn trotzdem immer, und flechten ihn jeden TAg neu zusammen.....

  16. #16
    Kelly

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Zitat Zitat von Daria Beitrag anzeigen
    @Kelly: Meinst du mit "unterhalten", dass ich ihn reiten soll?

    Ein liebes Hallo,

    mit "unterhalten" meine ich im Grunde ALLES vom Bürsten, Massieren über Spazierengehen, Bodenarbeit, Spielen bis hin zum Reiten.

    **

    Ich freue mich riesig, dass sich die Situation so gut entwickelt hat!!

    Viele liebe Grüße! Kelly

  17. #17
    Rinnie

    AW: Respekt statt Angst!!!

    Hallo Daria,
    ich denke das der Wallach unzufrieden und unterbeschäftigt dazu noch neidisch.Du kümmerst dich um dein Pferd ,was dem 26-jährige von seinen Besitzern vermisst. Daraus kann echt viel neid werden.Man kann ihn spazieren führen ,putzen vielleicht auch mal auf eine kleine Runde als Handpferd mitnehmen,nur wenn möglich.
    Die Besitzer scheinen sich einen Dreck um hm zu kümmern.Das Pferd scheint den egal zu sein was es auch spürt.
    Versuch mal mit Leckerli auf der Weide zu sich zu locken.Sollte das klappen kannst du das jeden Tag versuchen und irgendwann mal weg zu lassen.Solltest aber besser noch klar machen wer der Chef ist aber ohne Schmerz.Das Pferd hat vermutlich keine Bezugsperson ( Freund) mehr.


    Mfg

    Rinnie

  18. #18
    Pamina

    AW: Respekt statt Angst!!!

    oh wie schön :)
    jetzt wollte ich grade noch paar tipps schreiben, da lese ich dass er jemanden gefunden hat der sich kümmert.... das ist ja toll!
    ich hoffe er darf dadurch noch einen schönen lebensabend genießen!
    danke, dass du dich um ihn gesorgt hast, das hätten nicht viele getan.
    LG
    sonja

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