Hey ihr alle,
wollt euch mal fragen, für welchen Hengst ihr euch an meiner Stelle entscheiden würdet. Ich habe zwei gefunden, zwischen denen ich mich nun entscheiden muss.
Geldtechnisch, ist das keine Frage, da bei beiden die Decktaxe gleich hoch ist.
Der eine ist eben etwas sportlicher und größer, als der andere. Aber der andere besticht doch etwas mehr durch sein aussehen.
hier mal links zu beiden Hengsten:
http://www.friesenzucht-mehl.de/down...schreibung.pdf
Friesenstall Marschhorst
Der erste ist der nicht ganz so sportlichere und kleinere.
Vielleicht könnt ihr mir ja noch irgendwie helfen eine Entscheidung zu treffen. Bissl Zeit ist ja auch noch, aber ich möcht eben alles richtig angehen, deswegen frag ich schon...
Ich dank euch schonmal für Wortmeldungen!
Edit: Beim zweiten Link findet ihr unter der Kategorie "Besamung" den Hengst Quirinus, um den geht es mir.
Welcher Papa?
Diskutiere Welcher Papa? im Pferdezucht Forum im Bereich Pferde; Hey ihr alle, wollt euch mal fragen, für welchen Hengst ihr euch an meiner Stelle entscheiden würdet. Ich habe zwei gefunden, zwischen denen ich mich ...
- 20.10.2010, 11:15 #1Sinikka
Welcher Papa?
- 20.10.2010, 11:28 #2blackbeauty
AW: Welcher Papa?
Hey, wir haben da ja mal drüber PNs geschrieben

Welcher hengst besser passt, kann man so nicht sagen. Dazu müsste man die Abstammung der Stute kennen und wissen, wie die Stute aussieht. Dazu bräuchte man dann auch noch den Score-Bogen der Hengste, um zu wissen, was für Eigenschaften der mit sich bringt. Interessant ist auch immer die Anzahl der Bedeckungen pros Jahr. Ist es mehr geworden oder deutlich weniger? Bei weniger kann man daraus schließen, dass der Nachwuchs nicht den Hoffnungen entsprach.
... und ich würde eh nen Arabofriesen drauf lassen
- 20.10.2010, 11:33 #3Sinikka
AW: Welcher Papa?
Hey Beauty,
ja wir haben schonmal per PN geschnackt. Wollt nun alle nochmal befragen.
Ich weiß, dass du der Arabofriesen Vertreter bist.
Also, der Arjon ist der Großonkel von Antje (der zu deckeneden Stute) und Quirinus steht glaub ich in keiner familiären Verbindung mit ihr.
Arjon bringt jdes Jahr mehrer Fohlen unterschiedichen Geschlechts. Bei Quirinus weiß ich das nicht.
Noten der beiden sind doch mit angegeben, kann man daraus nicht schon einiges schließen?
- 20.10.2010, 15:06 #4Charly K.
AW: Welcher Papa?
Hallo Sinikka,
ich stimme Beauty voll zu - um Dir eine Antwort geben zu können, müßte man die Stärken und die Schwächen der Stute kennen - bestenfalls sollen die sich ja "ausgleichen" bei einer Bedeckung.
Mindestens also solltest Du ein Foto (am besten Ganzkörper, seitlich) und eine kurze Beschreibung einstellen.
Und nein, die Körnoten sagen ja nichts / wenig über die Vererbung des Hengstes.
LG, Charly
EDIT: Vergessen: Kommt ja auch drauf an, was Du für ein Fohlen willst!
Soll es eher größer und sportlicher sein, oder eben eher alte Linien vertreten? Etc.pp.
- 20.10.2010, 15:45 #5Leo
AW: Welcher Papa?
Und nur bei dem einen Hengst besteht die Möglichkeit im KFPS eingetragen zu werden, wenn ich das richtig sehe. Zwar nicht ins Hauptbuch, aber immerhin.Ist natürlich nur relevant, wenn die Stute NL Papiere hat.
- 21.10.2010, 07:28 #6Sinikka
AW: Welcher Papa?
Ich danke euch für die vielen Anregungen, worüber ich mir noch Gedanken machen sollte.
Ich werd mal sehen, ob ich am We mal Bilder und vielleicht ein Video einstell von der Stute.
Sie ist im übrigen im Weser-Ems-Stammbuch eingetragen, hat also keine NL Papiere.
Ich hätte glaub ich schon gern einen etwas sportlicheren größeren Typ. Würde gern verstärkt später dressurmäßig mit dem Pferd arbeiten. Daher tendiere ich ja eher zu Quirinus. Ich hab auch mal nachgefragt, wie das so mit seinen Fohlen ist.
Ich werd sehen, was ich noch für Informationen beschaffen kann. Hoffe ihr helft mir dann auch weiterhin...
- 21.10.2010, 12:09 #7Charly K.
AW: Welcher Papa?
Hallo Sinikka,
schlag mich, ich werde ein wenig OffTopic...
Aber ich las gerade in einem anderen Thread, daß Du erst 1,5 Jahre reitest.
Außerdem scheinst Du auch von der Zucht eher wenig Ahnung und keine Erfahrung zu haben.
Bist Du Dir bewußt, was es heißt, aus der eigenen Stute zu züchten???
Macht es überhaupt Sinn - ist die Stute überdurchschnittlich?
Was ist, wenn es Komplikationen gibt - Tierklinik, Ammenstute, falls Deine Stute stirbt, Zwillinge, Fehlgeburt... ?
Wie kannst Du das Fohlen aufziehen? Es kann nicht nur mit der Mutter zusammenstehen, spätestens nach dem Absetzen gehört es in eine Aufzuchtherde (ob nun nur gleichaltrig oder gemischaltrig).
Hast Du einen Aufzuchtplatz auch für ein HENGSTfohlen?
Und wie willst Du das Jungtier ausbilden - hast Du Geld und Kontakte zu kompetenten Ausbildern / Bereitern?
Sorry, falls Dir diese Fragen deplaziert erscheinen - aber sie schossen mir so durch den Kopf, als ich Deine Threads las. Du mußt die Fragen auch gar nicht hier beantworten, sondern einfach nur für Dich selbst.
Und schau mal in den "Fohlen 2010"-Thread - ich fand es recht erschreckend, wieviele User hier durch das Züchten aus der eigenen Stute schmerzliche Verluste erleiden mußten (Stute tot, Fohlen tot,...).
LG, Charly
- 21.10.2010, 14:25 #8Osaka
AW: Welcher Papa?
Auch die Erziehung ist sehr zeitintensiv. Es gibt Fohlen, die sich am Anfang gar nicht anfassen lassen und gerne mal auskeilen.Alleine das Aufhalftern und Hufe geben üben wird dann zur echten Geduldsprobe.Wenn man das Fohlen evtl. verkaufen will, muss es bei der AKU auch halfterführig sein und sich von der Mama wegführen lassen. Das ist am Anfang auch sehr aufregend für Stute und Fohlen und muss vorher geübt werden. Sonst kleben die ihr Leben lang aneinander und man kann nie wieder getrennt was mit den beiden machen.
Man hat nicht automatisch ein schnukkeliges Kuscheltier. Vor allem, wenn man es alleine hält kommen noch Probleme wegen der Sozialisierung hinzu.
Ideal wären auch mehrere Stuten mit Fohlen bei Fuß auf der Weide.
Fohlen mit wenig Sozialkontakt sind auch weitaus schwieriger zu erziehen. So ein kleiner "Rotzlümmel" kann einem dann auch schonmal zur Verzweiflung bringen. Vor allem, wenn dann noch schmerzhafte Krankheiten, wie z. B. Mauke hinzukommen, die man behandeln muss. Es ist wirklich nicht einfach.
- 21.10.2010, 16:01 #9Wildgirl
AW: Welcher Papa?
Danke Charly!
Ich gehöre auch zu denen, die die Stute verloren haben und das Fohlen mit der Hand groß ziehen musste. Ich liebe "Mein" Baby überalles:love:, aber hätte mir vorher jemand gesagt, dass der tot meiner geliebten Stute der Preis ist, hätte ich das Ganze niemals gemacht und meinen Egoismus, denn das ist das, schließlich wollte ich ja das Fohlen und nicht meine Stute, nicht über das Wohl meiner Maus gestellt.
Die Kosten die einem in solch einer Situation ins Haus stehen, sind enorm und ohne Familie nicht zu wuppen, genau so wie das Füttern. Wir haben am Anfang 12x/Tag gefüttert, nebenbei sind wir alle Berufstätig. Das geht ohne Familie, Freunde und Nachbarn nicht.
(Auch wenn ich mich immer wiederhole
, aber mir ist es wichtig, dass alle potentiellen Züchter darüber nachdenken)
Dennoch wünsche ich Dir alles Gute!
- 21.10.2010, 21:21 #10Sinikka
AW: Welcher Papa?
So, ihr Lieben...
also, ich danke euch für eure ganzen Meinungen. Ich nehm auch keinem was übel, aber ich bin auch nicht ganz doof :1:
Ich mach das ganze ja gar nicht allein und es ist auch nicht meine Stute und auch nicht ihr ersten Foheln, das einmal vorab.
Die Stute gehört meiner Reitlehrerin und ich hatte mal gesagt, dass ich mir gern ein Fohlen kaufen würde und darauf sagte sie, dass wir auch ihre Stute decken lassen könnten. Und so wird es nun gemacht.
Dazu sei noch gesagt, dass meine Reitlehrerin ausgebildete Pferdewirtin in Zucht und Haltung ist. Sie also schon einiges an Ahnung mitbringt und das ganze eher leitet, als ich.
Wegen der Aufzucht, wir sind noch nicht ganz sicher, ob nicht noch eine zweite Stute gedeckt wird, so dass das Fohlen nicht allein ist. Wenn nicht, würde ich es wohl eher zur Aufzzucht wo anders unterstellen, denn es sollte so artgerecht wie irgend möglich aufwachsen.
Ich weiß, dass sich noch nicht viel Erfahrung habe, deswegen lese ich hier ja fleißig alles mit und frage nach und nehme weiterhin viel Unterricht (zu wenig, weil nicht anders möglich) und lerne lerne lerne.
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig davon überzeugen, dass ich mir viele Gedanken mache. Ich weiß ich kann gar nicht alles bedenken, aber deswegen mach cih das ganze nicht allein und ich hoffe ich kann auch hier weiter fragen und ihr versucht mir weiterhin zu helfen.
Ich hoffe, dass ich jetzt niemandem auf die Füße getreten bin...
Bitte sagt mir weiterhin, was ich alles zu bedenken habe!
- 21.10.2010, 21:32 #11Osaka
AW: Welcher Papa?
Na das hört sich ja schonmal ganz gut an.:1:
Es will Dir ja auch keiner was vermiesen oder so.
Aber Du bist Dir dann schon bewußt dass man auf Trächtigkeit und Fohlen sehr , sehr lange warten muss. Und das man auch keine Garantie hat, dass es klappt. Es ist alles mit vielen Risiken verbunden.
- 21.10.2010, 21:39 #12Sinikka
AW: Welcher Papa?
Ja ich bin mir dessen bewusst, dass das alles nicht hunderprozentig klappen muss und dass es Probleme und Risiken gibt. Aber ich weiß auch, dass sie schon ein Fohlen hatte ganz unproblematisch und das beruhigt mich schon ein wenig.
Und das mir keiner was vermiesen will weiß ich und ich bin ja für alles dankbar, was mich zum nachdenken bring!
Ich möchte aber eben auch, dass hier keiner denkt, dass schon wieder einer total unbedarft irgendein Pferd decken lässt, nur damit er ein Schmustier hat. So ist das wirklich nicht. Ich möchte nur ein Pferd haben, dass ich von klein auf kenne! Und ich möchte, dass dieses Pferd dann ein Partner fürs Leben wird.
Klingt ein wenig kitschig, ich weiß, aber das ist nunmal meine Traumvorstellung, die ich schon habe seit ich ein kleines Kind bin und nun kann ich mir das verwirklichen...
- 21.10.2010, 21:51 #13Osaka
AW: Welcher Papa?
Ich würde das am Besten alles vertraglich regeln.Wer bezahlt das, wenn das Fohlen z. B. einen Nabelbruch hat usw.
Wenn es Dir ernst ist mit einem jungen Pferd würde ich mir auch mal anschauen, wo es Fohlen gibt, wie die zu händeln sind usw. Dann kannst Du Dir ein besseres Bild machen, was alles auf Dich zu kommt.
Ein Jährling ist oftmals schon schmiede u. verladefromm und halfterführig. Aber einem Fohlen müßtest Du das alles erst noch beibringen. Das kann nicht jeder.:1:
- 21.10.2010, 22:09 #14Sinikka
AW: Welcher Papa?
Auch für eben diese Aufgaben habe ich meine Reitlehrerin. Sie wird mich die ganze Zeit begleiten.
Aber es wäre keine schlechte Idee, das nochmal vertraglich zu regeln, da kann ich mit ihr nochmal drüber reden. Aber da ich alle Kosten von den vorher durchzuführenden Ungtersuchungen, der Decktaxe und so weiter zahle, und es dann ja mein Fohlen ist, würde ich auch die Kosten bei einem Nabelbruch übernehmen. Alles, was die Stute währenddessen betrifft und dann natürlich, alles was das Fohlen betrifft. Das ist für mich ganz klar!
Das das ganze nicht einfach wird weiß ich! Aber ich habe ja noch einig Zeit mich weiter zu bilden und weiter zu inforieren. Ich möchte nicht ahnungslos an solc ein große Sache rangehen, dann ist sie gleich zum scheitern verurteilt!
- 22.10.2010, 08:28 #15Leo
AW: Welcher Papa?
Wieviel Umgang hattest Du bisher mit Junpferden?
Ein Fohlen an den Menschen zu gewöhnen und ihm alles beizubringen ist ungleich mehr Aufwand, als ein bereits erzogenes Pferd zu händeln.
Du bist komplett auf Deine RL angewiesen. Hat sie irgendwann die Nase voll, weil ihr Euch über irgend etwas streitet, stehst Du uU alleine da.
Ein junges Pferd dann irgendwo in einer neuen Aufzuchtgruppe unterzubringen ist deutlich schwieriger als ein erwachsenes Pferd.
Als erstes eigenes Pferd würde ich immer zu einem fertig ausgebildeten erwachsenen Pferd tendieren. Damit hat man schon genug zu tun, wenn es das erste eigene ist.
Klar, hast du in den vier Jahren, bis das Fohlen reitbar ist noch genug Zeit, Dir Reiterfahrung anzueignen, aber wirst Du in der Zeit auch die Möglichkeit haben zu lernen, wie man ein Jungpferd korrekt anreitet? Ich bin nach 28 Jahren Reiterfahrung noch der Meinung, dass man das besser einem Profi überlässt. Du musst quasi neben der Ausbildung des Fohlens (die ja nicht mit dem reiten anfängt) also auch noch eine Menge lernen.Was viel Zeit und auch Geld verschlingt.
So, das sind erst mal ein paar Aspekte, die mir noch so eingefallen sind.
- 22.10.2010, 11:12 #16Charly K.
AW: Welcher Papa?
Hallo Sinikka,
na, umso besser - aber das konnte eben nach Deinem ersten Beitrag niemand ahnen, deswegen hab ich meine Gedanken nochmal niedergeschrieben. :1:
Mir fallen noch drei Aspekte auf:
1) "Noch ne Stute decken lassen, damit es nicht allein aufwächst"...
Diesen Ansatz finde ich für eine Pferdewirtin ZH schon fatal, muß ich gestehen!
Erstens sollte man nie aus solch einem Grund züchten, und selbst, wenn daas zweite Fohlen ebenfalls gewünscht und klasse ist - dann nimmt die eine oder andere Stute nicht auf, eine verliert das Fohlen, ein Fohlen stirbt, die andere trächtige Stute wird verkauft... Das passiert SO OFT, allein hier im Forum ist es vorgekommen, und auf einem Hof, den ich kenne, haben 2 von 5 (geplanten) Fohlen letztlich überlebt (1x gar nicht aufgenommen, 1x Totgeburt, 1x Lungenentzündung, Tod in Klinik mit wenigen Wochen)!
Sorry, aber allein nach der Schilderung würde mir die RL fachlich schon nicht schmecken...
Wenn ihre Stute in einem "normalen" REITstall steht, gehört sie für die Trächtigkeit / Geburt / Aufzucht umgestallt in einen Stall mit Mutterherde, Abfohlboxen etc.!
DAS sind auch Kosten - die vorher zwischen Euch geklärt werden müssen.
2) Daß Du automatisch alles zahlst, finde ich nicht so selbstverständlich, muß ich gestehen.
Klar, u willst das Fohlen - aber wenn Du tatsächlich alles zahlst, also auch Voruntersuchungen, Stutennachsorge etc., ist es de facto eine Leihmutterschaft - dann hättest Du aber auch mehr Rechte, als es mir jetzt so klingt...
Folglich wäre auch richtig, daß Du allein den Hengst aussuchst - andersherum frage ich mich, warum eine Fachkraft das Dir überläßt, daß Du in einem Forum nachfragen mußt...
Sie müßte es doch fachlich am besten wissen, und auch ihre Stute am besten kennen?!
3) Ich mußte schmunzeln. :1:
"Ich will ein Fohlen, es soll vom ersten Tag meins sein..." - ein schöner Wunschtraum, der wahr werden kann.
Deine RL meint, man nehme einfach ihre Stute her, damit gehts.
Du bist natürlich begeistert, siehst Deinen Traum näherrücken.
Aber mal so ne ganz ketzerische Frage:
Ist es vielleicht nur die Gelegenheit?
Willst Du überhaupt einen FRIESEN?
Du schriebst von "größer, sportlicher" - willst Du nicht vielleicht ein Warmblut?
Was willst Du später von und mit dem Fohlen?
War Dein raum wirklich ein Friese (sind ja nun relativ speziell), oder ist das jetzt nur die Gelegenheit, und in 6 Jahren merkst Du, daß Dein Traum ein anderer war?
So, ich miesepeter mich wieder davon...
Charly
- 22.10.2010, 13:57 #17Osaka
AW: Welcher Papa?
Ich habe freizeitmäßig langjährige Erfahrung mit Jungpferden. (Wo mein Pflegepferd stand hab ich bei der Ausbildung von Jungpferden zugesehen und mit deren Unterstützung meine 1. eigenes Jungpferd freizeitmäßig ausgebildet, meine Freundin züchtet schon jahrelang Paints, die ich freizeitmäßig mit ausgebildet habe und ein Westernreitlehrer hat danach die Rittigkeit kontrolliert und für gut befunden)
Aber auf so ein Abenteuer, ein ungeborenes Fohlen zu kaufen, würde ich mich ehrlich gesagt auch nicht einlassen.Es kann so viel passieren an Fehlstellungen, Herzfehler usw.
Bei einem bereits geborenem Fohlen kann man wenigstens eine AKU machen lassen, trägt nicht das gesamte Risiko, und weiß, was man hat.
Meine Freundin, die Paints züchtet, hatte auch nicht immer die Zeit und Geduld jedem Fohlen gerecht zu werden und vernünftig zu erziehen. Das ist eben so, wenn man mehrere Pferde hat. Man hat bei mehreren Pferden eben ständig ein schlechtes Gewissen, weil man es gar nicht schaffen kann jedem 100%ig gerecht zu werden. Sie war dankbar für jede Hilfe.
Ich bezweifle auch, dass die Reitlehrerin auf Dauer die Zeit und Geduld hat sich noch mit der Fohlenerziehung rumzuschlagen. Sagen kann man immer viel. Was ist, wenn sie mal krank wird. Man sollte, nach meiner Meinung, sich nur ein Jungpferd zulegen, wenn man die Grundlagen theoretisch und praktisch verfolgen konnte und sich zumindest sicher sein, dass man es zumindest fast ganz alleine schaffen könnte. Und man eventuell nur noch etwas Unterstützung haben muss, wenn man spezielle Fragen hat. Man wird nicht ewig begleitet. Am Ende steht man doch alleine da. Die Erziehung kann einem niemand abnehmen. Man bekommt immer höchstens Anregungen.:ride:
- 22.10.2010, 14:50 #18blackbeauty
AW: Welcher Papa?
Ich finde, dass ihr die Fohlenerziehung hier gerade etwas überdramatisiert. Man muss wissen, was man tut, aber zeitaufwendig ist das doch eigentlich nicht. Viel kann man mit den Lütten eh nicht machen,d a sie sich gerade mal 5 Minuten konzentrieren können. Es ist wichtig, dass man sie ans Halfter gewöhnt, sie sich überall anfassen lassen und Hufe geben können. Das ist alles. Der Aufwand hält sich dafür in Grenzen. Ansonsten stehen die kleinen in einer Herde und beschäftigen sich selber.
Der SB, wo Wytse aufgewachsen ist, hat am liebsten Aufzuchtspferde genommen, da die am unkompliziertesten sind. Wytse ließ sich kein Halfter anziehen, als er dort hin kam und ich habe ein Pferd zurück bekommen, dass halfterführig und schmiedefromm war und hufegeben hat auch funktioniert (so einigermaßen). Anfassen war auch kein Thema. Dabei weiß ich, dass die beiden da nicht massig Zeit in die Jungpferde investiert haben. Das geht schon so nebenher.
Wo ich allerdings auch zustimme:
die Ausbildung nachher ist nicht ohne und sollte professionell gemacht werden. Wenn die RL da ist und hilft, ist alles super. Sie darf halt nicht verloren gehen.
Und ein ungeborenes Pferd ist immer ein extrem hohes Risiko, aber dessen ist Sinikka sich bestimmt bewusst. Sie klingt mir eigentlich sehr vernünftig und durchdacht. Genauso denke ich, dass die Entscheidung für einen Friesen schon recht bewusst getroffen wurde. Wenn sie was sportlicheres haben wollte, könnte sie ja auch von einem Arabofriesen-Hengst decken lassen, was sie aber nicht will. Das habe ich mit ihr schon ausführlich diskutiert.
- 22.10.2010, 15:13 #19Osaka
AW: Welcher Papa?
@ blackbeauty
Wenn man sich mit Jungpferden auskennt ist das alles auch kein Thema. Aber es kommt eben auch auf den Charakter des Fohlens an und es läuft eben nicht immer alles so glatt.
Der eine Hufschmied hat gesagt, dass er bei meiner Freundin auf der Jährlingsweide nie wieder kommt zum Hufe schneiden wegen seinem Rücken usw., weil das so ein Theater gewesen ist.
Und bei dem Stall mit Reithalle konnte ich beobachten, wie sich 2 Inselpferde benommen haben. Das ging nicht mehr so ohne Nasenbremse, weil der Besitzer das nie geübt hatte und die beiden da praktisch nur einfach untergestellt hat und Tschüß.
Man kann eben sehr viele Fehler machen, wie zum Beispiel andauernd aus der Hand füttern für lau. Solche Pferde werden dann meist bissig. Und beim Hufegeben üben muss man sehrwohl bei einigen Pferden sehr viel Geduld haben, wenn sie anbinden noch nicht kennen und sehr nervös sind und rumzappeln und sich gar losreißen, wenn sie aus dem Schutz der Herde raus kommen.Kleben ist am Anfang auch normal und da braucht man eben sehr viel Zeit und Geduld.
Es sind nicht alle Fohlen so vorbildlich brav wie Dein Wytse. Und ich hab eben schon viel gesehen. Das die Besitzer nichtmal die Zeit hatten das Hufe geben vernünftig zu üben. Und der Hufschmied dann auch nicht die Zeit hat denen das beizubringen und zu härteren Mitteln greifen muss.
Bei meinen Fohlen hat auch bisher immer alles perfekt geklappt. Aber vielleicht hab ich schon zu viele Negativbeispiele gesehen und weiß, was alles schief gehen kann. Sorry
- 22.10.2010, 15:38 #20Leo
AW: Welcher Papa?
Ist ja auch immer ne Sache, ob man das Fohlen nun zur Aufzucht gibt, oder selber rumlaboriert. Wir haben ja für nen Züchter und Händler auch mal die Jungpferde parat gemacht und da hat mir mehr als einmal ein herzallerliebstes Fohlen, Jungpferd, Absetzer auf den Knochen gestanden, weil es putzen, Hufe geben, Halfter führen blöd fand.
Ich hab da ähnliche Beobachtungen wie Osaka gemacht. Das muss nicht sein, aber es kann passieren,dass die lieben Kleinen einen hart auf die Probe stellen.
Beauty, bedenke, die Leute, wo Wytse war, wußten auch, was sie tun.
Wie oft passiert es aber, dass der stolze Fohlenbesitzer zu viel mit dem Kleinen macht, oder eben nicht das richtige? Die meisten Probleme verursacht man sich selbst, das ist durchaus richtig. Aber das muss man ja erst mal erkennen und dann auch abstellen können.
Das sind ja auch nur Anregungen, die wir hier geben.Aber besser jetzt drei Mal drüber nachdenken, als hinterher erkennen, dass aus dem Traum ein Alptraum geworden sit.
Welcher Papa?
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