Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen)

Diskutiere Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen) im Allgemein Forum; Mich würde mal interessieren, ob jemand das von euch so reitet? Also so arbeitet, mit diesen Wechseln in Stellung und Biegung? Das ist nämlich gar...

  1. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Auch wenn ich es momentan vorwiegend neben dem Pferd mache, aber ja, ich arbeite mit meinem Großen häufig so. Und wie viel das bringt, hat mir meine Trainerin von ein oder zwei Jahren gesagt - selber Trainerin A, International als Richterin unterwegs (viel im Bereich fahren), und ihr Pferd, ebenfalls ein "Fast-Rentner", ist schon sehr gut gearbeitet - sie meinte aber gleich zu mir, das meiner noch deutlich geschmeidiger ist...

    Ist aber doch widersinnig - denn die menschliche Anatomie ist mit der des Pferdes kaum zu vergleichen? Ich werde als Mensch ja das "nicht hoppsen lassen" beispielsweise durch ein Abfedern in den Knien bewerkstelligen können. Das Pferd hat aber, wenn es auf vier Beinen läuft, ein vollkommen anderes Tragemuster, und damit auch eine andere Möglichkeit, mit dem Reitergewicht umzugehen?

    Die Diskussion ist glaube ich schon zu lange her. Kannst Du daher bitte einmal erklären, was Du unter "Faszienkörper" verstehst? Google kennt das nicht.

    Faszien sind erst mal die Bindegewebigen Hüllen der Muskeln. Aber Du hast wohl eine ähnliche Idee im Kopf, daher jetzt auch meine Frage nach der Definition des Faszienkörpers - die Faszie ist ein Teil des Muskels. Der Muskel soll nicht tragen - sondern die Hülle des Muskels? Das kann es schon mal nicht sein, daher wäre interessant, wie die Definition von Faszienkörper ausschaut, denn medizinisch gibt es den Begriff so nicht. Vermutlich wird er irgendwo kreiert worden sein - aber dann müsste man eben die Definition mit einführen, damit verständlich wird, was gemeint ist. SO ist das definitiv nicht klär.

    Ich glaube, das hat auch keiner geschrieben, oder? Aber das Gesamtpaket macht es. Man merkt es Pferden an, wenn man sie nicht nur "nach vorn schickt" (auch mit Kurven), sondern auch durch Stellung und Biegung "durchknetet" (mal salopp formuliert), das sie deutlich ausbalancierter sind, als wenn sie nur "flott vorwärts" lernen zu Beginn. Ist jedenfalls seit längerem meine Beobachtung.

    Ich finde es auch recht logisch - was mir übrigens nicht so gut gefällt, sind die Übergänge von der Piaffe zum Trab - da stockt Rudi immer erst mal. Finde ich schade, das da das vorher so flüssige in allen Gangarten etwas verloren geht. Wenn die Piaffe aber beispielsweise noch nicht so lange erarbeitet ist, kann das natürlich daran liegen. (wobei ich mittlerweile gelesen habe, das Charda zumindest die Übergänge generell auch aufgefallen waren - oder hab ich mir da grad den falschen Namen gemerkt? Bin grad nicht mehr sicher...)
     
  2. Schau mal hier: (hier klicken!)
  3. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Die Kandare (nebenbei nur ein r) ist dafür gemacht worden, dass man mit durchhängenden Zügeln reitet. Die Zügel sind dann auch nicht funktionslos. Das Pferd fühlt die Hand trotzdem, nur viel feiner. Dass man heutzutage so oft straffe Kandarenzügel sieht ist eine moderne Unsitte und schlichtweg falsch.
     
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  4. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Ist mir auch aufgefallen, konnt es aber nicht bearbeiten. Sei mir also verziehen.
    Hm, grundsätzlich hab ich da ja eh keine Ahnung von, mich nie so wirklich mit beschäftigt. Wohl auch weil ich es irgendwie nicht mag und würde wohl eher nie mit KandaRe :wink: reiten. Aber dass man heutzutage nur "oft" straffe Kandarenzügel sieht...ich seh eher nie durchhängende. Weder heute noch früher. Was hat ein durchhängender Kandarenzügel für eine Wirkung und für einen Sinn?
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    M.E. sind die heutigen kandaren für den modernen dressursport nicht dafür geeignet um sie mit hingegebenen zügeln zu benutzen. Denn dadür ist ihr oberbaum m.m.n. zu kurz.
     
  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Der wirkt - je nach Art der Kandare - durchaus auch schon durchhängend. Ist ja viel sensibler dann, da kommen schon kleinste Bewegungen beim pferd an. Selbst wenn der zügel nicht ansteht.
    Im Westernreiten hängt der ja eigtl immer durch (oder sollte zumindest), trotzdem spürt das pferd schon minimale Bewegungen der Hand, also leichtes anheben etc, und reagiert drauf. Obwohl auch durch das anheben der Hand kein gespannter zügel entsteht, spürt das pferd schon was davon im Maul.
    Drum macht das zumindest für mich durchaus Sinn, dass der nicht unbedingt anstehen muss.
    Zumindest bei den Kandaren, die "wir" so benutzen.
     
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  7. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Kein Problem mit dem R. Ich lese es nur so oft falsch, dass ich mir den Hinweis nicht verkneifen konnte. :wink:

    Die Kandare soll die Einwirkung der Hand verfeinern. Der Hebel sorgt dafür, dass die Hilfen langsamer ankommen - so bekommt das Pferd mehr Zeit zum Reagieren bzw. kann schon früher reagieren, ehe es die "volle" Wirkung spürt.

    Ich kann und will am Handy aber keine langen Beitäge schreiben. Deshalb ein Link zu einem Artikel, dessen Verfasser dieselben Überlegungen wie ich angestellt hat und darüber hinaus auch eine sehr interessante Untersuchung zur Zügelspannung: https://hsh-fritz-stahlecker.de/wp/...lecker-Wie-straff-duerfen-die-Zuegel-sein.pdf
     
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  8. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Also ist der Satz "ein durchhängender Zügel ist unangenehmer fürs Pferd, wie ein angenommener Zügel" auch nur sinnloses falsch- wissen oder nachgeplapper.
     
  9. Anastasia_Moon

    Anastasia_Moon Ponyfan

    Am unangenehmsten scheint meinen Pferden ein Zügel zu sein, der weder noch ist. Also springend, mal plötzlich auf Kontakt, dann wieder lose schlackernd.
    Entweder wirklich durchhängend oder dauerhaft auf Kontakt mit nachgiebiger Hand (dem Maul folgend).
     
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  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    Eine Kandare, die nicht auf Kontakt steht, hat mehr Wirkung als eine, wo die Zügel durchhängen. Dies liegt in der Natur der Sache: Die Hebel wollen immer der Erdanziehung folgen und fallen so ins Lot. Ist dr Oberbaum auch noch kurz, kommt so Unruhe ins Maul. Deshalb wird im modernen Dressursport der Kandarenzügel auch nicht durchhängen gelassen.
     
    sarah2010 gefällt das.
  11. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    :question: Ist da ein "nicht" zu viel oder zu wenig? So wie er da steht, verstehe ich den Satz nicht. Und die Oberbäume werden doch von den Backenstücken und dem Genickriemen gehalten, nicht von der Zügelhand. Ich verstehe deine Erklärung nicht. Vielleicht kannst du mal was zeichnen?
     
    Elchhexe und Ritter Kunkel gefällt das.
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