Schnuffel hat mich auf die Idee gebracht mal eine Liste anzufangen, über die verschiedenen Begriffe beim Westernreiten, da viele gar nicht wissen, was damit eigentlich gemeint ist. Ich werde hier nun also mal starten und das ganze so nach und nach erweitern und irgendwann hat man dann ein schönes "Lexikon"!
Ich fang mal mit den Farben des Quarterhorse an.
Bay = Braun
Bay Roan = Braunschimmel
Black = Rappe
Blue Roan = Blauschimmel
Brown = Dunkelbrauner
Buckskin = dafür gibts keine Übersetzung, zumindest weiß ich keine. Buckskins haben gelbliches bis goldenes Fell mit schwarzer Mähne, Schweif und und schwarzen Beinen ohne Aalstrich
Chestnut = Kohlfuchs
Cremello = Weißisabell
Dun = Falbe
Gray = Schimmel
Grullo = Mausfalbe
Palomino = Isabell
Perlino = auch dafür hab ich keine Übersetzung. Weiße oder leicht cremefarbenes Fell. Mähne und Schweif haben meist einen dunkleren Farbton – blass-kupferrot oder -orange. Die Haut ist am gesamten Körper rosa bis blassrosa. Die Augen sind blau.
Red Dun = Fuchs Falbe
Red Roan = Rotschimmel
Sorrel = Fuchs
White = Dominat weißes Pferd, aber KEIN Schimmel. Ein White hat weißes Fell auf rosa Haut.
Farbzeichnung Paint Horse
Tobiano = Der Tobiano hat weiße Beine, und sein Weiß kreuzt die Rückenlinie, der Kopf weißt die Abzeichen eines einfarbigen Pferdes auf - man erkennt einen Tobiano auch an der typischen Plattenscheckung
Overo = Beim Overo kreuzt kein Weiß die Rückenlinie, das Weiß scheint vom Bauch auszu gehen. Oft hat er viel Weiß im Gesicht und dementsprechend blaue Augen, häufig sind die Beine dunkel. Die Overoscheckung gibt es in den Varianten Frame Overo, Splashed White Overo und Sabino Overo.
Tovero = die Mischung aus Tobiano und Overo
Und je nach dem wie die Grundfarbe ist, ist die genaue Bezeichnung dann: Sorreltobiano oder Sorrelovero oder Balcktobiano oder Grullotobiano usw....
So, was fällt mir nun spontan noch ein. ist gar nicht so einfach Begriffe aufzuschreiben, die für einen selbst ganz normal sind.
Colt = Junghengst unter 3 Jahren
Filly = Jungstute unter 3 Jahren
Gelding = Wallach
Mare = Stute
Stallion = Hengst
Verbände
APHA = American Paint Horse Association
ApHC = Appalossa Horse Club
AQHA = American Quarter Horse Association
DQHA = Deutsche Quarter Horse Association
EWU = Erste Westernreiter Union
NCHA = National Cutting Horse Association
NRHA = National Reining Horse Assosciation
NSBA = National Snaffle Bit Association
Ausrüstung
Back cinch = Hintergurt
Bit = Kandarre
Boots = Stiefel des Reiters oder Gamaschen
Bridle = komplettes Zaumzeug
Bridle Path = geschorene Stelle am Mähnenkam hinter dem Kopfstück
Buckle = Gürtelschnalle
Fender = Steigbügelriemen
Halter = Halfter
Headstall = Kopfstück
Plates = Hufeisen, die man braucht, damit ein Pferd nach einen Stop besser rutschen (sliden) kann, heißen auch Sliding Eisen oder sliding plates
Reins = Zügel
Romal Reins = meist aus Rohhaut geflochten, geschlossene Zügel, deren Ende eine Art "Peitsche" bilden
Rope = Lasso
Snaffle Bit = Wassertrense
Snaffle with Shanks = einfach gebrochenes Gebiss mit Anzügen
Splint Boots = boar mir fällt gerade das deutsche Wort nicht ein...- Hartschalengamaschen, jetzt hab ichs!
Split Reins = geteilte Zügel
Stirrups = Steigbügel
Reit- und Turnierbegriffe
Clinic = Kurs/Lehrgang
Pattern = die Aufgabe beim Turnier. Diese Aufgabe ist fest vorgegeben und nicht frei wählbar
Spin = 360° Wendung auf der Hinterhand
To be continued = Fortsetzung folgt![]()
Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Diskutiere Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei im Westernreiten Forum im Bereich Reiten; Schnuffel hat mich auf die Idee gebracht mal eine Liste anzufangen, über die verschiedenen Begriffe beim Westernreiten, da viele gar nicht wissen, was damit eigentlich ...
- 21.01.2009, 19:28 #1OneEleven
Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
- 21.01.2009, 20:14 #2Gromit
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Gute Idee!
Hier sind auch noch Infos:
http://www.wittelsbuerger.de/wiki/
LG
- 21.01.2009, 22:08 #3Texas
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
...oh,ja super idee!jetzt können uns die englischreiter verstehen
...die sollen gleich auch mal so ein dingen anfertigen,damit wir demnächst auch wissen wo von die reden
.......
- 22.01.2009, 14:34 #4OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Weiter gehts. Wer übrigens Fragen zu irgendwelchen Begriffen hat - immer her damit. Es ist nämlich echt schwer, so Begriffe aufzuschreiben, wenn sie für einen selbst "ganz normal" sind.

Added (z.B. 10.000€) = garantiertes Preisgeld (von 10.000€)
Approved = anerkannt (z.b. AQHA approved = AQHA anerkannt)
Association = Verband/Vereinigung
Competition = Wettbewerb
Competition License = Pferderegistration für NRHA Turniere. Will man auf NRHA Turnieren starten muss das Pferd bei der NRHA registriert werden und erhält eine Competition License
Entry Fee = Startgebühr
Fencen = hierüber wird auch oft gestritten. Während die einen sagen, dass das fencen dazu dient, dass das Pferd besser stoppt, sagen die anderen, dass es dazu dient den Run Down (also die Beschleunigung im Galopp vor dem Stop) zu verbessern. So kenne ich es auch. Beim fencen galoppiert man also mit dem Pferd auf die Bande zu und lässt es erst kurz davor stoppen. Es gibt auch so *****en, die das Pferd dabei in die Bande krachen lassen – das hat für mich nichts mit fencen zu tun, sondern ist Dummheit
Flexen = nachgeben lassen
Go Round = Vorrunde
Ground Tying = Stehenbleiben des Pferdes mit zu Boden hängendem Zügel
Halter Klassen = Klassen die am Halfter vorgestellt werden
Hesitate = Verharren bei einer Prüfung
Jog = langsamer Trab
Jog with forward motion = verstärkter Trab
Judge = Richter
Lope = langsamer Galopp
Lope with forward motion = verstärkter Galopp
Neck Reining = einhändiges lenken des Pferdes, in dem das Pferd dem Druck des am Hals angelegten Zügels weicht
No Score = ein No Score bedeutet eine Disqualifikation aufgrund unnötiger Härte am Pferd und/oder „Blut“ am Pferd (offene Wunde durch Sporen oder am Maul)
Out of Pattern = Disqualifikation im Bewerb, da der Reiter das Pattern (Aufgabe) nicht korrekt absolviert hat
Performance-Klassen = Reitklassen
Pull and Slack = Zügelführung mit kurzzeitigem Annehmen und sofortigem Loslassen
Register of Merit (ROM) = Auszeichnung für Pferde, die in einer Disziplin eine bestimmte Anzahl an Punkten gewonnen haben
Ring Steward/Scribe = Assistent (Schreiber) des Richters
Roll Back = gesprungene 180-Grad-Wendung auf der Hinterhand
Round Pen = runder Longierplatz
Run = Ritt in einer Prüfung
Run Down = Geradeauslauf vor einem Stop/Roll Back
Score = Bewertung, Punktezahl für einen Ritt
Slack in den Zügeln = die Zügel hängen durch
Sliding Stop = gleitender Stop auf der Hinterhand
Spin = 360-Grad-Drehung auf der Hinterhand
Tack Box = Sattelkammer auf dem Turnier, in dem man eine weitere Box anmietet und darin seine Sachen verstaut (machen viele, die mit mehreren Pferden auf eine Show fahren)
Tie = Punktegleichstand im Bewerb
Trailer = Pferdeanhänger/transporter
Two Track = Vorwärts-/Seitwärtsbewegung auf zwei Hufschlägen
Whoa = Stimmkommando zum Anhalten
- 22.01.2009, 14:43 #5MoodyMare
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Du solltest dazu schreiben dass einige woerter verdenglischt wurden.
Und eine andere bedeutung in einem englisch sprechenden Land haben als in Europa.
Ist aber nett dass du dir die muehe machst.
- 22.01.2009, 15:18 #6Deife
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Jetzt hätt ich mal noch ne dumme Frage...
wie spricht man "Whoa" aus?
Wir haben nämlich letztens erst festgestellt, das bei uns anscheinend jeder das Wort anders ausspricht...
- 22.01.2009, 15:21 #7OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Es soll ja auch kein Englischkurs werden, sondern eine Erklärung, was wir in Deutschland unter den Begriffen verstehen, bzw wie wir sie eben übersetzen oder einsetzen. Was man in englischsprachigen Ländern darunter versteht weiß ich nur bedingt und ich glaube, das interessiert in erster Linie auch nicht, hier sind ja keine rein englischsprachigen Leser und alle anderen werden es wohl verstehen....

Gute Frage, ich sage "wouhhh" Verständlich?! Also ich zieh das Wort richtig. Man bräuchte eine Audiodatei dazu! :lol:
- 22.01.2009, 15:22 #8MoodyMare
- 23.01.2009, 19:16 #9OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Disziplinen des Westernreitsports in Deutschland
Cutting
Cutting zählt zu den Rinderdisziplinen und ist ein beliebter Zuschauermagnet. Hierbei muss ein Rind aus der Herde heraus-"geschnitten" und dann daran gehindert werden, dass es wieder zurückläuft. Dies führt zu spektakulären Manövern. Hierfür benötigt man ein schnelles, wendiges Pferd, das selbständig arbeitet und die Reaktionen des Rindes vorausahnt. Wichtig ist, dass das Pferd die Arbeit absolut selbständig am durchhängenden Zügel tun muss. JederTeilnehmer hat 2 1/2 Minuten Zeit. Innerhalb dieser Zeitspanne darf der Reiter soviel Rinder arbeiten, wie er will.
Cutting gehört zu den Top-Disziplinen im Westernreitsport. 1898 fand der erste Wettbewerb während der Cowboy Reunion in Haskell/Texas statt ( Preisgeld ca. 150 Dollar ). Heute steht Cutting nach Tennis und Golf an dritter Stelle in der Preisgeldskala in den USA. Cuttingwettbewerbe werden in allen Bundesstaaten der USA sowie in 13 anderen Länder veranstaltet. Mehr als 1500 Veranstaltungen werden jährlich von der NCHA durchgeführt, bei denen es etwa 17 Mio. Preisgeld zu gewinnen gibt.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=lJLam99ENpE"]YouTube - Cutting Equitana 2007[/ame]
Reining
Die Reining ist die Dressur der Westernreiter. Hier wird ein sorgsam ausgebildetes Pferd verlangt, das rasante Manöver wie die spektakulären Sliding Stops ( gleitende Vollbremsung auf der Hinterhand aus dem vollen Galopp ), flotte Spins ( schnelle 360 - Grad - Wendungen ) und schnelle Roll-Backs ( 180-Grad- Wendungen auf der Hinterhand ) willig und rasant ausgeführt. Dabei darf das Pferd trotz der schnellen Abfolge der spritzigen Teilaufgaben niemals die Nerven verlieren. Die Reining wird durchgehend im Galopp geritten und gehört zu den anspruchsvollsten Prüfungen im Westernreitsport. Reining ist mittlerweile offiziell als FEI-Disziplin anerkannt und Bestandteil der Weltreiterspiele.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=OcZueuKYDTY"]YouTube - Voker Schmitt and Jacs Ready To Slide[/ame]
Freestyle Reining
Diese Klasse erlaubt dem Reiter, ein selbsterdachtes Pattern zu einer ausgesuchten Musik zu kreieren. Der Reiter hat die Aufgabe, seine Musik und sein Kostüm selbst zu wählen, um die athletischen Fähigkeiten seines Pferdes dem Publikum optimal zu zeigen. Die Auswahl der Musik liegt beim Reiter; diese muß auf das Freestyle-Pattern und die Zeitanforderung abgestimmt sein.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=IEk7Y34ddr4"]YouTube - Boonlight N Diamonds & Devin Warren - Denver National Western Stock Show Freestyle Reining[/ame]
Showmanship at Halter
In dieser Klasse wird das Pferd am Halfter vorgestellt. Bewertet wird hier jedoch der Vorsteller und nicht das Pferd. Der Vorstellende soll seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, ein Pferd korrekt präsentieren zu können. Hierzu wird den Teilnehmern eine Aufgabe gestellt, die 360 ° Wendungen, Rückwärtsrichten, promptes Antraben und Anhalten. Der Richter achtet jedoch auch auf das äußere Gesamterscheinungsbild, sowohl des Vorstellers, als auch des Pferdes. Vorschriftsmäßige Kleidung des Vorstellers wie auch ein besonders gepflegtes Pferd sind daher angebracht
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=-frEygO48cQ"]YouTube - Niki & Chip Showmanship[/ame]
Trail
In dieser Prüfung müssen die Pferde mitdenken und weitgehend selbstständig einen Parcours mit min. 6 nachgestellten Gelände-Hindernissen bewältigen. Beim Trail sind Nervenstärke, Vertrauen des Pferdes in den Reiter, und besondere Geschicklichkeit erforderlich. Der Reiter muß zum Beispiel ein Tor öffnen und so durchreiten, dass eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte, durch das offene Tor zu schlüpfen. Ein anderes Hindernis ist die Brücke, die von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden soll. Auch müssen am Boden liegende Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen könnte, ohne Berühren überschritten werden. Eine andere Übung ist das Rückwärtsrichten des Pferdes durch ein enges Stangen-L oder Stangen- U. Das gute Trailpferd soll sich unerschrocken und überlegt jedem noch so seltsamen Hindernis nähern, es prüfen und dann ohne Verzögerung in Angriff nehmen.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=K-ZZHyfQfDw"]YouTube - European Quarter Horse Championships 2006[/ame]
Western Horsemanship
In diesem Wettbewerb werden ausnahmslos die Leistungen des Reiters beurteilt. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:
1. Die Einzelaufgabe, die 80 % der Bewertung ausmacht
2. der Arbeit auf dem Hufschlag ( Railwork ) in Form einer Pleasure-Prüfung, zu der meist nur noch die besten Reiter der Einzelaufgabe antreten müssen.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=l8GAsu50GEU"]YouTube - Novice amateur horsemanship congress 2006[/ame]
Western Pleasure
Diese Disziplin wird nach Gangqualität, Manier und Gebäude des Pferdes bewertet. Die 3 Grundgangarten sollen so bequem wie möglich für den Reiter zu sitzen sein. Die Aufgabenstellung erfolgt durch Kommandogebung des Richters.. Die Hilfengebung soll weich ausfallen, so dass das Pferd leichtfüßig und ausbalanciert auf dem Hufschlag geht. (hab leider nur ein englischsprachiges video gefunden...)
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=WVZfC-uGMOo"]YouTube - AQHA Western Pleasure Video[/ame]
Western Riding
Western Riding bedeutet die Vorstellung eines sensiblen, sich losgelassen und mühelos bewegenden Pferdes. Das Pferd wird nach Qualiät seiner Gangarten und Galoppwechsel, nach seiner Durchlässigkeit, Veranlagung und Intelligenz bewertet.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=i90uitCdq54"]YouTube - Inpassable '06 World Champion Western Riding[/ame]
Working Cowhorse
Diese Rinderdisziplin besteht aus 2 Teilen: Zuerst muß eine Reining-Aufgabe ( siehe oben ) geritten werden, die sogenannte "Dry Work". Anschließend wird zur "Fence Work" ein Rind in die Bahn gelassen, das von Pferd und Reiter kontrolliert werden muss. Der Reiter hat 2 Minuten Zeit, das Rind an der kurzen Seite der Bahn zu halten, an das Pferd zu gewöhnen und es dann an der langen Seite mindestens einmal in jede Richtung gegen die Bande zu wenden. Zum Schluß muss der Reiter das Rind in die Mitte der Bahn treiben und es dort zu einer "Acht" treiben.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=XSYF5PzcwWg"]YouTube - Working Cowhorse Kreuth 2008[/ame]
- 23.01.2009, 19:29 #10OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Zusätzliche AQHA/APHA und ApHC-Disziplinen. Diese werden nur für American Quarter oder Painthorses und Appalossas ausgeschrieben. Sie gelten als die "englischen Klassen" im Westernreitsport
Hunter under Saddle
Der Reiter soll ein williges, leicht zu reitendes Pferd mit ausgreifenden Gängen vorführen. Das Pferd wird in englischem Sattel und Zäumung vorgestellt, entsprechende Kleidung wird vom Reiter verlangt. Der Richter beurteilt das Pferd mit 80 %, Kondition und Exterieur mit 20 %.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=zPlP2O-0HvQ"]YouTube - hunter under saddle[/ame]
Hunter Hack
siehe Hunter under Saddle. Außerdem sind noch 2 Sprünge zu absolvieren.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=X0HrbDgRSgo"]YouTube - 2008 Hunter Hack AQHA Select Word-Magic Journey[/ame]
Halter
Für diese Disziplin wird das Pferd am Showhalfter vorgestellt. Der Richter bewertet das Pferd nach Exterieur und Körperbau. Er muß dabei die für das Quarter Horse typischen Merkmale beachten. Zuerst einmal istVorrausetzung, dass sich der Körper des Pferdes überall im Gleichgewicht befindet. Es wird getrennt nach Alter und Geschlecht bewertet.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=jfzEbtyU6f0"]YouTube - WEANLING MARES 2008 AQHA WORLD SHOW[/ame]
Hunt Seat Equitation
In diesem Wettbewerb werden wie in der Horsemanship ausnahmslos die Leistungen des Reiters beurteilt. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen, Das Pferd wird allerdings in englischem Sattel und Zäumung vorgestellt und entsprechende Kleidung wird vom Reiter verlangt
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=sZPeVaCtQQ8"]YouTube - 08 AQHA World Show Am Equitation (Tall Dark and Rich)[/ame]
- 23.01.2009, 19:48 #11OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Turnierbegriffe Klassen
AQHA
Open = Offen, d.h. hier kann jeder starten, die Profis (= jeder der für Geld Pferde trainiert oder Unterricht gibt) müssen in diesen Klassen starten, somit sieht man in diesen Klassen hauptsächlich Profis
Amateur = hier starten alle, die keine Profis sind
Novice Amateur = eine Klasse für Neulinge. Wer noch nicht mehr als 10 Punkte erritten hat
Youth = Jugend = wer am 1.1 noch keine 19 Jahre alt ist darf noch Youth starten
Junior = Eine Klasse, die ausgeschrieben ist mit Junior ist für Pferde bis glaube 6 Jahre, bin mir gerade nicht sicher - muss ich nochmal nachfragen - Korrektur: Die Klasse ist nur für Pferde bis einschließlich 5 Jahren
Senior = ist dann für alle Pferde darüber
Diese Klassen gibt es nur in der Open, bei Amateur ist all age = keine Unterscheidung der Altersklassen
NRHA
Open = gleiche wie oben
Non Pro = Nicht Profi also das gleiche wie Amateur
Rookie = Anfänger
Greener than grass = absolute Beginner :1:
Futurity = ein Förderprogramm für Nachwuchspferde. Es dürfen nur Pferde starten, deren Väter in diesem Programm eingezahlt wurden. Es gibt nur 3-jährige und 4-jährige Klassen. Die dreijährigen dürfen beidhändig geritten und auf Wassertrense vorgestellt werden, die 4-jährigen müssen auf Kandarre und einhändig geritten werden.
Mauturity/Derby = das gleiche für 5-6 jährige Pferde, die Pferde müssen auf Kandarre und beidhändig vorgestellt werden
Shining N Sassy NRHA Futurity Winner 2008 USA, dort müssen auch 3-jährige auf Kandarre vorgestellt werden
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=G4zS1jw0rFk"]YouTube - 2008 NRHA Open Futurity Finals - Tim McQuay & Shining N Sassy[/ame]
- 23.01.2009, 20:58 #12MoodyMare
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Hat es auch Hunter/Jumper in Dland? Also die C, B und A circuits?
Und Lucille Ball klassen? (Damen ueber 50)
- 23.01.2009, 21:50 #13OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Nein, soweit ich weiß gibt es das nicht.Hat es auch Hunter/Jumper in Dland? Also die C, B und A circuits?Amateur Select gibt es noch, aber männlein, weiblein gemischt, die ist ab 50. Und bei uns auf den Regio-Cups der NRHA wird auch immer eine Ü40 Reining ausgeschrieben....Und Lucille Ball klassen? (Damen ueber 50)
Und noch ne Korrektur, da ich gerade mein Novice Application ausgefüllt habe - das ist der Antrag dafür, dass man Novice starten darf: Es sind nicht 10 Punkte, sondern 25. Das heißt also, wer 25 oder mehr Punkte erritten hat, darf nicht mehr Novice starten.
Was es sonst noch gibt ist Versatility Ranch Horse
Die ganze Vielseitigkeit des Westernpferdes ist in der Versatility gefragt. Die Disziplin Versatility Ranch Horse wurde von der American Quarter Horse Association vor einigen Jahren geschaffen, um die Allaround Fähigkeiten des American Quarter Horse zu fördern. Auch die Deutsche Quarter Horse Association schreibt Versatility Ranch Horse Shows aus. Hier geht es um die ursprüngliche Arbeit der Cowboys. Bei der Versatility Ranch Horse werden folgende fünf Disziplinen abgefragt: Ranch Riding, Ranch Trail, Ranch Cutting, Working Ranch Horse, Ranch Conformation. Wer die meisten Punkte aus allen Disziplinen zusammen hat, gewinnt den Cup.
Ranch Riding
Diese Prüfung wird wie eine Pleasure in der Gruppe geritten. Abgefragt werden die Grundgangarten im Arbeitstempo plus Verstärkung im Trab und Galopp sowie Rückwärtsrichten. Das Pferd soll weich und gehorsam auf die Hilfen reagieren, schöne Übergänge zeigen und flüssig im gefragten Tempo bleiben.
[ame="http://de.youtube.com/watch?v=egDmgWl7ZT4"]YouTube - Senior Ranch Riding Part 1[/ame]
Ranch Trail
Hier sind Aufgaben aus dem normalen Ranchalltag gefragt. An mindestens sechs, wennmöglich als Naturhindernisse aufgebauten Prüfungselementen werden Willigkeit und Rittigkeit in allen Gangarten abgefragt.
[ame="http://de.youtube.com/watch?v=gDBRmsd7rIo"]YouTube - Niftys 1st show "Ranch Trail"[/ame]
Ranch Cutting
Dies ist die erste Prüfung am Rind. Aus einer Herde muss ein Rind separiert und gecuttet und dann in ein Gatter am anderen Ende der Arena getrieben werden.
[ame="http://de.youtube.com/watch?v=NToqV8xc4j0"]YouTube - Sherry Oncale in Ranch Cutting[/ame]
Working Ranch Horse
Die zweite Rinderdisziplin. Hier sind Rittigkeit, Cowsense- und Roping-Eignung gefragt. Es wird eine Dry Work (Reiningprüfung) geritten und dann ein einzelnes Rind an der kurzen und langen Seite der Arena gearbeitet.
Dabei kann der Reiter zwischen dem Zirkeln des Rindes wählen und dem Einfangen mit dem Rope (das natürlich bricht, sobald das Rind das Seil strafft). Anmerkung: Bei uns ist das Roping aus tierschutzrechtlichen Gründen verboten, daher darf man die Rinder zwar einfangen, aber das Seil muss sofort reißen, wenn es sich strafft
[ame="http://de.youtube.com/watch?v=OO-_2dBjNKM"]YouTube - Peppys Classy King - Working Ranch Horse[/ame]
Ranch Conformation
Ähnlich der Halter wird das Pferd an der Hand vorgestellt und auf Gebäude, gute Bemuskelung und schöne Bewegungen sowie Typ bewertet.
Zudem gibt es noch
BARREL RACE
Das Barrelrace(Tonnenrennen) wird gegen die Uhr geritten. Nach einem fliegenden Start müssen Pferd und Reiter die Tonne, die in einem Dreieck aufgestellt sind, eng umrunden. Die Tonnen dürfen bei Umrunden berührt, aber nicht umgeworfen werden. Das Umwerfen einer Tonne wird mit fünf Strafsekunden bewertet.
Für diese Renndisziplin, die ohne Zweifel zu den publikumswirksamsten Wettbewerben gehört, wird ein sorgfältig ausgebildetes Pferd benötigt. Der jeweilige Einsatz für das Barrel Race sollte, insbesondere bei jungen Pferden, wohl überlegt sein und nicht zu oft erfolgen. Das Pferd kann in diesem Wettbewerb so "heiß" werden, daß die Leistungen in anderen Prüfungen nachlassen können.
[ame="http://de.youtube.com/watch?v=rsUOW4mljfg"]YouTube - So You Think Barrel Racing is Easy? Think Again.[/ame]
POLE BENDING
Pole Bending ist ein Slalomrennen, bei dem sechs Stangen in beiden Richtungen durchritten werden müssen. Umwerfen einer Stange hat ebenfalls fünf Strafsekunden zur Folge.
[ame="http://de.youtube.com/watch?v=geL_fFo1aUI"]YouTube - Little Wrangler Pole Bending NLBRA Finals 2007[/ame]
Und noch vergessen hatte ich
TEAM PENNING
Innerhalb eines Zeitlimits von 2,5 Minuten muß ein Team aus drei Reitern drei Rinder aus einer Herde aussondern und in einen Korral treiben. Das Team mit der schnellsten Zeit gewinnt. Der Sprecher gibt dabei vor welche Rinder eingesammelt werden - die Rinder tragen alle Nummern.
[ame="http://de.youtube.com/watch?v=BpsrzvFtlNQ"]YouTube - AQHA Experience Team Penning July 2008[/ame]
- 23.01.2009, 22:11 #14MoodyMare
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Mit dem Seil *reisen* meinst du sie duerfen nur ein break away rope benutzen in Dland fuer solche Disziplinen? Schon komisch, gleiche disziplin aber anders in der ausfuehrung.
Wie sieht es mit den anderen speed events aus in Dland, flying "W" und flags?
- 23.01.2009, 23:40 #15OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Ja, so siehts aus. Hängt mit dem deutschen Tierschutzgesetz zusammen. Ob es die anderen Disziplinen gibt weiß ich nicht, da das Rodeo bei uns ja auch größtenteils verboten ist bzw eben auch nichts mit den Reitklassen zu tun hat. Da sind andere Verbände für zuständig, da kenn ich mich aber nicht mit aus. Gehört hab ich davon noch nichts, aber ich war in Deutschland auch noch auf keinem Rodeo. :1:
- 24.01.2009, 00:25 #16MoodyMare
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Das flying w und flag race gehoeren beides zu den speed events wie barrels und poles. Das findet man bei uns aber auch eher bei den Gymkhanas und fuer diese diszipline gibt es keinen dachverband wie im Barrel race (NBHA) (obwohl poles ist ja auch bei euch und hat keinen eigenen Verband?), vielleicht daher.
- 24.01.2009, 11:30 #17OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Eins vorweg, für die, die es sicher nicht wissen:
Gymkhanas sind Reiterspiele.
Es gibt die ERCA (European Rodeo Cowboy Association). Das ist ein amerikanischer Verein, der von den Angehörigen der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland und deren Familienmitgliedern gegründet wurde. Nach Abzug der Streitkräfte aus Deutschland und dem Beitritt von immer mehr deutschen Staatsbürgern kam es zur Gründung der GRCA (German Rodeo Cowboy Association) Dieser Verein richtet folgende Disziplinen auf Rodeos aus, auf die ich aber nicht weiter eingehen möchte, da sie mit dem Westernreitsport nichts zu tun haben - zumindest nicht bei uns in Deutschland. Das sind zwei paar völlig verschiedene Dinge. Vergleichbar wie englischreiten und westernreiten.
Saddle Bronc Riding
Bareback Riding
Bullriding
Wild Horse Race
Barrel Race
Pole Bending
Rescue Race
Break Away Calf Roping
Wer mehr übers Rodeo wissen will kann sich hier GRCA oder hier ERCA informieren.
- 24.01.2009, 16:47 #18MoodyMare
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
In Dland ist das wild horse race erlaubt?!

Wie sieht es mit den charreada's (mex. rodeo) aus in Dland, gibt es annaehernd etwas aehnliches?
- 24.01.2009, 18:31 #19OneEleven
AW: Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
Ich hab keine Ahnung ob es erlaubt ist und ob sie das machen, mach vielleicht zum Thema Rodeo nen neuen Thread auf, denn ich finde, das gehört nicht hier rein.
Ich hab auch bis auf ein paar Ausnahmen keine Erfahrungen mit Rodeos in Deutschland. Ich kenn lediglich einen Cuttingpferdezüchter, der auch Rodeos geritten ist und der hat hin und wieder was erzählt, wenn wir uns getroffen haben. Das wars dann aber schon. Mit mehr Wissen kann ich dann leider nicht dienen.
Deshalb würde ich nun sagen, zurück zum Thema. Mir sind gerade noch Begriffe eingefallen.
Showen = man showt Reining oder man showt ein Pferd = eine Reiningprüfung reiten, ein Pferd in einer Show (auf einem Turnier) vorstellen
schoolen = schulen, ein Turnier dazu nutzen dem Pferd Turnierluft zu zeigen, einen Schulungsritt auf eine Turnier machen.
Groom = Pfleger oder Turniertrottel
Show Sheen = ein Fellspray
Sleezys = "Schlafanzüge" für Pferde. Werden bevorzugt von Halter und Pleasureleuten benutzt. Dient dazu, dass sich ein gewaschenes Pferd auf einem Turnier nicht wieder "einsauen" kann und schützt zudem die Mähne. Sieht so aus:
Lustig oder?!
Tail Extensions = Haarteile für den Schweif. Sogut wie jedes Pleausrepferd oder Halterpferd hat so ein Teil im Schweif
Show-Slinky = die Damenblusen für fast alle Disziplinen (außer Reining und den Kuhklassen) Diese Teile gibt es von schön bis schrecklich, sind sehr figurbetont - was manche bei der Auswahl ihrer Turnierkleidung irgendwie vergessen- und glitzern meistens was das Zeug hält
Wer sich mal anschauen will, was es so für Showoutfits (Turnierkleidung) gibt, der kann mal hier schauen: Kebo
- 24.01.2009, 18:53 #20Joy2003
Begriffe und Disziplinen aus der Westernreiterei
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