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4-Jähriger, leichtfuttrig

Diskutiere 4-Jähriger, leichtfuttrig im Pferdefütterung Forum; Hallo zusammen Bei mir zieht demnächst ein vierjähriges XL-Pony ein, recht massig vom Körperbau her, Typ leichtfuttrig. Gar nichts zugeben geht...

  1. Corvus

    Corvus Neues Mitglied

    Hallo zusammen
    Bei mir zieht demnächst ein vierjähriges XL-Pony ein, recht massig vom Körperbau her, Typ leichtfuttrig.
    Gar nichts zugeben geht bei uns aber nicht, weil die Heuqualität bei uns variieren kann, denn das Heu kommt teilweise von weit her, je nach Ernte.
    Wäre das Pony ausgewachsen würde ich ihm einfach ein Müsli geben für diesen Typ Pferd, damit er alle nötigen Nährstoffe bekommt (und weil ich mir nicht zutraue, da selbst auszurobieren). Nun zu meiner Frage: Weil er ja noch wächst, würde ich gerne etwas zum "light"-Müsli dazugeben; ich denke bspw an Luzernecobs. Nur, ist das vielleicht gar nicht nötig? Und wie kann ich abschätzen, wie viel? Oder nur bei Arbeit? Das wäre dann nicht jeder Tag, ist ja erst vier.
    Bin gespannt auf eure Meinungen und hoffe, ihr zerreisst mich nicht ;-) Im Zweifelsfall frage ich sicher noch den TA. LG
     
  2. Barrie

    Barrie Inserent

    Vergiss erst mal das Müsli und frag dann einen TA, der sich mit Ernährung auskent....wenn das Pony jetzt schon zu dick ist...normale Pferde brauchen bei der wenigen arbeit als Freizeitpferd nix als gutes Heu und ein angepaßtes Mineralfutter. Angepaßt deshalb, weil der Gehalt an Mineralstoffen im Heu regional untterschiedlich ist. Wir haben zB Selenarme Böden....und Selen muß mengenmäßig angepaßt werden und braucht auch noch Zink usw.
    Schon mal an blutbild gedacht? Kostet nicht so viel und liefert Grundlage für Überlegungen.

    Barrie
     
    aquarell gefällt das.
  3. Schokokeks

    Schokokeks Bekanntes Mitglied

    Was spricht gegen ein paar handvoll Hafer und ggf luzerne und ein gutes Mineralfutter?
    Nix....

    Damit ist was im Trog man bekommt da Mineralfutter ins Pferd und alle sind glücklich
     
  4. Corvus

    Corvus Neues Mitglied

    Danke für die Rückmeldungen.
    Also zu dick ist er aktuell nicht, ich bin nur gewarnt worden. Er ist auch noch gar nicht eingezogen, von daher macht ein Blutbild wahrscheinlich erst später Sinn. Das Müsli liest sich von der Beschreibung her eigentlich eher wie ein Mineralfutter mit mehr Fasern, eben in Müsliform (ich stelle mir vor, dass es vielleicht lieber gefressen wird, als normales Mineralfutter).
    Aber Fazit, auch wenn er noch wächst und die Wiesen karg sind und das Heu mager braucht er nichts dazu? (Ich hatte zuvor eine Schwerfuttrige Stute... ;-))

    Was gegen Hafer spricht: ich dachte, es wäre schwerer verdaulich, weil Getreide...? (Quetschen geht nicht, dafür bräuchte ich zu wenig; es würde wohl schlecht?)

    Früher, also ich sag mal vor so 10 Jahren wolle ja niemand Müsli mehr wegen der Melasse. Mein Eindruck war, dass die Hersteller da nachgezogen haben, oder täusch ich mich da...? Jedenfalls wird überall mit "melassefrei" geworben. Am einfachsten wäre es ja (wenn auch teurer), wenn man einfach das richtige kaufen könnte.. sorgenfrei .. :)
     
  5. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Seh ich anders. Ich hab hier auch ein leichtfuttriges Modell. Die hat - als sie noch Getreide bekam - 2 kg Gerste über die Wintersaison bekommen. Nicht pro Mahlzeit sondern wirklich auf die Wintermonate verteilt. Hatte sicher keinen großen Nährwert, aber es klimperte in der Futterkrippe. Ein paar handvoll Hafer wäre für die deutlich zu viel gewesen denk ich. Heutiges Fazit: Braucht die nicht. Heu, Heu, Heu und kurweise Mineralfutter. Reicht. Man muß Pferde nicht unbedingt gezielt kaputtfüttern, davon gibt es schon mehr als genug.

    Bei einem 4jährigen ist das Thema Wachstum zum größten Teil durch. Wenn es da in der Aufzucht Defizite in Sachen Mineral etc. gab holt man das eher nicht mehr auf. Ergo braucht man da jetzt nicht noch reinfüttern was geht. Und Müsli hat da mMn eh nix verloren, ebenso wenig Luzerne - ist aber meine persönliche Meinung. Mineralfutter kurweise und angepasst, nicht übermäßig. Und dass Heu qualitativ schwankt - damit sollte ein Pferd wohl klar kommen. Wäre in freier Wildbahn wohl nicht anders. Wenn es nicht grundsätzlich miese Qualität ist.

    Ich persönlich find für so leichtfuttrige Pferde (die ja meist auf der Weide ordentlich ansetzen) eine "Wintersaisondiät" perfekt. Auf Gras nehmen die ja meist nur vom Angucken zu - im Winter kann man das dann wieder runterregulieren. Entspricht ja auch dem normalen Zyklus eines Pferdes denk ich. Die werden in freier Wildbahn zum Frühjahr hin ja auch immer weniger.
     
    Charly K. und *FrogFace* gefällt das.
  6. Corvus

    Corvus Neues Mitglied

    Sehr interessant, Danke!
    Die Frage mag doof sein, aber in wie fern ist so ein als "energiearmes aber mikronährstoffreiches" angepriesenes "light"-Müsli eigentlich was anderes als ein Mineralfutter, vom Inhalt her...?

    Edit: Falls ich beratungsresistent wirke, hat das damit zu tun, dass ich fand "Jungpferd muss noch wachsen/Muskeln aufbauen = Jungpferd hat höheren Energiebedarf auf sein Körpergewicht als ein ausgewachsenes Pferd auf dasselbe Körpergewicht" klinge logisch. Lese aber wirklich jeden Input genau!
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Sep. 2020
  7. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Das erklärt sich, wenn man die Inhaltsstoffe liest. Meist sind Heuhäcksel mitverarbeitet.
     
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  8. Fjordi

    Fjordi Bekanntes Mitglied

    Kann hier nur zustimmen. Ich würde zusammengefasst wie folgt vorgehen:
    - Blutbild vom Tierarzt manchen lassen. Ggf. In einigen Monaten wiederholen, wenn er länger im Stall ist. Den Tierarzt fragen, was er meint, wenn er eh da ist.
    - die Vorbesitzer fragen, was er zu fressen bekommen hat
    - je nach Ergebnis das entsprechende Mineralfutter in der nötigen Menge füttern
    - sollte beim Blutbild alles gut sein, würde ich dem nichts füttern. Dann lieber mal eine Möhre/Apfel/Banane füttern.
    - braucht er unbedingt was im Trog wenn alle was bekommen? Dann würde ich ein wenig Hafer geben, vertragen unsere gut. Verträgt er das nicht oder ist das zu viel muss man Alternativen suchen.
    - Abwarten: wird das Pferd zu dünn oder zu dick entsprechend gegen steuern.

    Auch ich bin kein Freund von Müsli, man weiß irgendwie nie so richtig was drin ist und wieviel davon. Wenn alles drauf steht ist meistens irgendwas mit drin, was man gar nicht haben will. Dann lieber gezielt füttern. Gutes Heu ist die Grundlage, wenn das nicht passt, kannst du das nicht auffangen. Wechselnde Heuwiesen aus unterschiedlichen Gegenden finde ich nicht schlecht, die gute Qualität vorausgesetzt gleicht sich da vielleicht was aus von einem zum anderen Heu.
     
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  9. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    In dem Fall würde ich ein Müsli tatsächlich nach meinen Wünschen mischen. Mach ich auch. Da kann man gut steuern was es jetzt gerade braucht.
     
  10. CSantana

    CSantana Bekanntes Mitglied

    Hallo,

    zum Blut usw. wurde ja alles schon gesagt.
    Wie POD schon sagt, man kann auch selber mischen, mir persönlich ist das immer nur zuviel Akt.

    Mein Kleiner 4,5 auch leichtfuttrig, bekommt ein klein wenig Alpengrün Müsli von Agrobs und darin sein Mineralfutter. Das finde ich enorm wichtig, ein gutes Mineralfutter.
    Ansonsten bin ich halt ein grosser Fan von getreidefreier Fütterung grad bei Kaltis und Ponies und ich mag die Marke Agrobs, weil die einfach vielfältig getreide- und melassefrei anbieten.
    Man kann da auch anrufen man wird immer nett beraten.

    Meine 4 Kaltis bekommen alle Agrobs und die einzigen die Haferflocken bekommen, sind meine beiden Oldies.

    LG
    CS
     
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