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Äußerliche Veränderungen des älter werdenden Pferdes

Diskutiere Äußerliche Veränderungen des älter werdenden Pferdes im Pferde Allgemein Forum; Hallo, wer von euch hat ein "altes" Pferd? Damit meinte ich mindestens Ü20, eher Ü25. Mich würde interessieren, wie sich eure Pferde äußerlich...

  1. Klaro

    Klaro Neues Mitglied

    Hallo,

    wer von euch hat ein "altes" Pferd? Damit meinte ich mindestens Ü20, eher Ü25.
    Mich würde interessieren, wie sich eure Pferde äußerlich (Körperbau) verändert haben.

    Ich habe einen Halbblut-Wallach, der nun 26 Jahre zählt. Bis zum letzten Sommer wurde er noch regelmäßig geritten, hatte auch Spaß daran, war immer lauffreudig, wollte gerne noch rennen. Immer wieder gab es einen Taktfehler und dann ritt ich mal unter Aufsicht meiner Reitlehrerin mit ihm die mir sagte, er könne manchmal einfach nicht mehr genug die Hanken beugen und bliebe dann im Boden hängen. Das war für mich der Auslöser zu sagen: Es reicht, das Pferd hat genug geleistet, jetzt ist der Ruhestand angesagt!

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die verringerte Hankenbeugung ohne Veränderungen im Sprunggelenk kommt (z.B. Spat) bzw. dass es keine Schmerzen oder Unwohlsein verursacht, mit einem Reiter drauf im Boden hängen zu bleiben.
    Wenn er ohne Reiter läuft hat er das Problem nicht!

    Und da ich möchte, dass mein Pferd so gesund wie möglich so lange wie möglich leben kann, sollte er nicht mehr geritten werden sondern sich nur noch an seiner Freizeit, der Weide und seinen Kumpels erfreuen.

    Die erste Zeit (Wochen, Monate) fiel es ihm schwer das zu akzeptieren. Er wollte geritten werden, bot sich an wenn ich einen der Anderen aus der Gruppe holte. Mit ihm lief ich nur noch spazieren und inzwischen hat er sich mit dem Rentnersein angefreundet.

    Der Muskelabbau bei so einem alten Pferd geht rapide. Schnell waren die Rückenmuskeln weg und auch die einstmals prall bemuskelte Hinterhand ist nur noch schmal und für den Weidegang ausreichend.

    Einen kleinen Hängebauch hatte mein Wallach schon immer seit ich ihn habe (10 Jahre). Aber jetzt wird der immer größer, jedoch wird er nicht dicker. Ich wiege regelmäßig und er hält sein Gewicht seit 10 Jahren konstant.
    Was allerdings auffällt ist, dass er an sich nicht fett ist, sondern man kann die Rippen gut spüren. Das Dicke hängt eben runter wie bei einer alten Zuchtstute. Wird das ausgeleiertes Bindegewebe sein?

    Er frisst super, hat auch immer zur Verfügung, die Zähne sind gut, er ist munter, rennt auch noch mit den Kumpels um die Wette.

    Ich möchte einfach mal wissen, wie sich eure Oldies im Alter verändert haben, da ich diese Erfahrung noch nicht habe.
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    FB_IMG_1525267458688.jpg FB_IMG_1525267556217.jpg

    Also oben ist meine Stute 18 gewesen.
    Auf dem unteren Bild ist sie 23.
    Inzwischen ist sie 24.
    Sie wird jetzt halt grau im Gesicht... Ansonsten finde ich die Veränderung jetzt nicht so auffällig.
     
  3. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ich werde nie mehr einen Rentner komplett in den Ruhestand schicken, wenn es nicht unbedingt sein muss. Ich habe das Gefühl, die bauen dann körperlich und geistig viel schneller ab. Ich hab hier drei Ü20, teilweise Ü25. Die sehen zwar alle aus, wie von Dir beschrieben, aber der, der noch leicht arbeitet ist auch der fitteste und frischeste.
     
    Wanderreiter, ruffian, Natty und 7 anderen gefällt das.
  4. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Habe auch besserer Erfahrungen mit weiter zumindest vom Boden aus bespaßen und ggf am Langzügel zB arbeiten.Besonders wenn sie ihr ganzes Leben gearbeitet haben und dabei waren sozusagen.
    Muss man denk ich immer individuell entscheiden und beobachten was sie wollen.
    Man spürt das ja.
    Ansonsten kenn ich das auch so,das zB der Rücken,vorallem wenn die Neigung dazu schon immer da ist,weiter absinkt,allein weil die Bauchmuskulatur nachlässt und der Bauch oft auch gut gefühlt ist durch Gras und Heu und damit noch größer wirkt.
    Die Hinterhand und Hals werden ggf auch schmäler.
    Meistens wird der Kopf etwas trockener,die Haare grauer.
    Aber das gehört dazu und solange es ihnen gut geht ist ja alles in Ordnung! :)
    Aber schön dass du ihm die Rente gönnst und dich freut dass er sich des Lebens freut! :)
     
    sokrates gefällt das.
     
  5. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    hier stehen auch 2 alte ladys. die würden auch noch geritten werden, wären die nicht anderweitige völlig im eimer. wären die nur alt (25) ohne sonstige auffälligkeiten, würde ich die reiten. so aber mit deren gebrechen, viel zu riskant. leider .....
     
  6. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Bin meinen seine letzten vier Jahre auch nicht mehr geritten aber wurde viel vom Boden bespaßt.
    Aufgrund fortgeschrittener Ataxie war draufsitzen zu gefährlich.
    Aber der Kopf war halt noch voll da und wollte gefordert werden.
     
  7. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    hier hat es etliche Ü20 und ein paar Ü25
    die Ü30 sind weg
    Auffallend sind der durchhängende knochigere Rücken - auch bei denen, die noch geritten werden, siehst du das und immer mehr werdendes Stichelhaar am Kopf. Bei einem sieht es auch nach Cushing aus aber angeblich ist es getestet worden.
    Teilweise werden sie auch unglaublich schmal und scheinen zu schrumpfen wie die alten Hutzelweibchen aus den Märchen.
    der knapp 20-jhr Hengst dagegen sieht top aus- kein Gedanke an Alter
     
  8. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    weil dus grade ansprichst, welti: ich habs mit dieser "modeerscheinung" cushing ja so garnicht. ja mei, sind halt alte pferde. im alter läuft alles langsamer , auch ein stoffwechsel. ich weiss nicht, immer gleich auf irgendwelche "tumore" schieben? mir käme nicht in den sinn, eine der hier alten tanten zu testen. die packen den fellwechsel zwar eh noch gut weg, aber sollte das mal langsamer werden, nö! wozu?? :bahnhof:
     
  9. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Ich hatte eine alte Reitponystute, die mit ihrer Herde auf insgesamt 13 Hektar Weide lebte. Sie sah bis 30 wie immer, dann wurde sie knochiger, weiß um die Augen und brauchte Zusatzfutter im Winter. Geritten wurde sie bis zu ihrem Tod mit 33, wobei sie nicht mehr jeden Tag mit mir rausgehen wollte, sodass ich so manches Mal nur zum Hallosagen da war. Etwas steifer wurde sie auch.
     
  10. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Geht ja nicht nur um Haarwechsel sondern Lebensqualität des Pferdes.
    hier war eine- da war das vorher/nachher sehr deutlich. Und Pferdi lebte sichtlich auf, eroberte sich seinen rang in der Herde zurück, nahm zu und setzte Muskeln an.
    Eine andere Stute fiel von einem Reheschub in den nächsten und keiner wusste warum; der Test war sogar negativ (anscheinend kann man da viel falsch machen) und irgendjemand - weiss nicht mehr ob TA oder HS - bestand auf einem Versuch als letzte Rettung vor dem Einschläfern. Rehe war wohl recht schnell abgestellt - war bevor die Stute zu uns kam aber hatte die Besi erzählt.
     
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