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Allgemein Fragen zu 2-Jährigen Hengst Bodenarbeit etc.

Diskutiere Allgemein Fragen zu 2-Jährigen Hengst Bodenarbeit etc. im Bodenarbeit Forum; Hallo liebe Community, ich reite seit ca. 15 Jahren, hatten eigentlich immer recht junge Pferde (4-jährig) auch mit angeritten. Ich denke, das...

  1. shanalama

    shanalama Neues Mitglied

    Hallo liebe Community,
    ich reite seit ca. 15 Jahren, hatten eigentlich immer recht junge Pferde (4-jährig) auch mit angeritten. Ich denke, das ich ganz passabel reiten kann. Dennoch habe ich ein paar Fragen zur Bodenarbeit. Speziell jetzt für ganze junge Pferde. Bzw. einen 2-jährigen Hengst

    Zum Hengst:
    wie gesagt er ist ein 2-jähriges deutsches Reitpony, kennt das Fohlen ABC (Hufe geben, anbinden, putzen und wurde sogar von der Vorbesitzerin anlongiert.)

    Ich wollt fragen, ob es gut/ nicht gut für die Gelenke ist das er schon longiert wurde. Kann ich ihn 1 mal die Woche 15 min longieren? (Nur ein bisschen Schritt und vielleicht 2 Runden Trab)

    Was ich heute auch probiert habe, war ihm spierlerisch Seitengänge im Schritt! beizubringen. Hat auch super geklappt und ihm hats denke ich auch Spaß gemacht (Abwechslung) Jetzt hab ich allerdings auch gehört, das das nicht gut für die Sehen sein soll. Stimmt das?
    Die Vorbesi. hat ihn immer nur mit schnalzen angetrieben. Ich hab ihm jetzt beim freilaufen lassen beigebracht auf Schritt, Trab und Galopp zu hören. Klappt auch alles super! (Erste Erfolgserlebnisse)

    Momentan kann er leider nicht raus, da die Wiesen auf dem Hof wo ich stehe alle gedüngt wurden. In die Paddocks mag ich ihn nicht stellen habe keine Lust das mein kleines Pferdchen nachher Mauke bekommt. Lass ihn aber wie gesagt viel in den Hallen laufen, gehe mit ihm spazieren. (Wir habens mal für 15 min ausprobiert ihn aufs Paddock mit Blickkontakt und Zaunkontakt zu anderen Pferden zu stellen. Er war auch echt ruhig aber gefallen hats ihm nicht wirklich. Er hat nur immer zu mir geschaut nach dem Motto "Hol mich hier wieder runter"

    Noch etwas zum "knabbern" Was mache ich dagegen? Die Vorbesi. hat ihn laut angeschrieben und ihm den Strick vor den Brustkorb "geschlagen" ist das richtig/falsch?

    Ich würde mich sehr über eure Antworten freuen!

    In diesem Sinne noch einen schönen Tag, viele Grüße
     
  2. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Hallo,

    erstmal vorab: soll er Hengst bleiben? Oder möchtest du ihn doch noch kastrieren lassen? (hat nix mit der Ausbildung zu tun; nur so mit meiner Neugier :laugh:)

    Dass er schon longiert wurde: naja, ich denke, das kommt wirklich drauf an, WIE. Hat die Vorbesi ihn ab und zu mal bißchen um sich herum auf einem eher großen Kreis gehen lassen und ihm so einfach mal bißchen das Longieren gezeigt, seh ich darin eigentlich kein Problem. So hat er mehr oder weniger spielerisch schonmal paar Grundregeln, einen Zirkel etc mitbekommen. Und wenn`s nicht allzu häufig und/oder intensiv war glaub ich persönlich nicht, dass er davon Schaden genommen hat...

    Natürlich fängt man mit "richtigem" Longieren schon erst bißchen später an. Aber wie gesagt, es kommt in meinen Augen sehr auf`s Wie an. Und auch auf den Boden, auf dem die Übungen gemacht wurden...

    Ich seh auch kein Problem drin, ihn auch jetzt weiterhin immer mal an die Longe zu nehmen.
    Man kann ja auch von typischen Longieren bißchen abweichen und ihn durch mitlaufen auch mal ganze Bahn gehen lassen und sowas. Und recht häufige Handwechsel und all sowas. Damit halt diese einseitige Belastung möglichst gering gehalten wird.

    Man sollte aber aufpassen, neben möglichst altersgerecht und schonend, nicht allzu viel Kondition aufzubauen! Das kann beim Anreiten zum echten Problem werden!
    Natürlich braucht er paar Muskeln, um den Reiter tragen zu können. Aber man sitzt ja anfangs nicht gleich `ne Stunde drauf. Sondern läßt die Muskeln sich mit-entwickeln.
    Deshalb vorsicht bei allzu viel Longe vorher! Zu viel Kondition kann dem Reiter das Leben anfangs echt unnötig schwer machen. Bis sich das Pferd mal dran gewöhnt hat.

    Zum Thema Seitengänge:
    Ich seh gar kein Problem drin, das Pferd "weichen" zu lassen. Also auf meine Körpersprache hin ihn dazu zu veranlassen, seitlich von mir weg zu weichen. Und genau das sind ja Seitengänge im Schritt anfangs.
    Das ist sogar psychologisch ganz gut. Vor allem bei einem Hengst. Denn wer weicht, ordnet sich in gewisser Weise auch unter!
    Solang das nicht übertrieben wird...

    Wobei ich auch ganz klar sagen muss, dass ich`s sehr sehr schade finde, dass ein 2jähriges Pferd nicht wirklich auf die Koppel kann! Und überwiegend im Stall steht bzw halt in der Halle laufen darf. (oder hab ich das falsch verstanden?)

    Ich hatte auch mal einen Hengst als Jungpferd (mit 1/2 Jahr gekauft...). Der war dann ganz normal in der Wallach-Herde auf der Koppel!

    Ich finde frische Luft, freie Bewegung auf einer möglichst großen Fläche und Artgenossen gerade in diesem Alter für extrem wichtig!
    Für Entwicklung von Sehnen, Bändern, Muskeln, Lunge -im Prinzip des ganzen Körpers.
    Aber auch für die Entwicklung einer stabilen und ausgeglichenen Psyche!

    Ach ja. Zum Thema knabbern: ich nehme an, du meinst beim Putzen und sowas?
    Ich persönlich würde es zunächst mit einem konsequenten und klaren "NEIN" verbunden mit einem weg tun der Nase probieren.
    Dabei ist natürlich wichtig, dass das wirklich konsequent und immer so gemacht wird.
    Erst, wenn ich das paar Mal erfolglos gemacht hätte, würde ich die Stimme mal etwas erheben (ich gehe normal sehr ruhig mit meinen Pferden um; wenn ich dann aber mal lauter werde, wissen die genau, was Sache ist ;-) ) und evtl auch mit einem Klaps dann noch bestärken.
    Es ist schon wichtig, das was man gefordert hat, also das "NEIN" auch durchzusetzen.
    Andererseits muss dem Pferd ja auch erstmal "erklärt" werden, was Nein eigentlich heißt. Was also die bessere Verhaltensalternative wäre. Hat man ihm das paar mal gezeigt, würde ich dann aber schon energisch darauf bestehen, dass er das auch tut. Zur Not also auch mit einem Klaps oder ähnlichem.

    Wichtig ist halt, dass er erstmal die Chance bekommt, auch ohne Klaps zu reagieren. (um so länger man diese Übung macht, um so schneller und unmittelbarer sollte er natürlich auch reagieren. Und um so schneller kommt natürlich dann auch die "Strafe", wenn er`s nicht tut)

    ...das wäre zumindest mein Vorgehen... ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2009
  3. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ich denk, stundenweise Paddock wär mir schon lieber als gar kein richtiger Auslauf. Und wenn das Pferd in ner trockenen Box steht ist auch das Risiko ner Mauke relativ gering. Es sei denn, der Paddock ist bakteriell verseucht.
    Wenns bei Euch auch so stark regnet, dann dauert das aber nach dem Düngen auch nicht ewig, bis die Pferde wieder auf die Wiesen können, denn der Dünger versickert ja recht schnell.
    Ich persönlich bin ausnahmsweise anderer Meinung als RioNegro:
    Kondition kann das Jungpferd gar nicht genug haben - ich plädiere eh generell für spätes anreiten, damit das Pferd schon weit genug entwickelt ist und Muskulatur ausgelegt hat, um ihm halt nicht zu schaden. Wenn das Pferd ausreichend vorbereitet wird, ist das anreiten eigentlich trotzdem kein Problem.
    Hauptsächlich Schritt und ein wenig Trab einmal die Woche für 15 Minuten an der Longe, wenn Du wirklich große Linien gehst und der Boden ordentlich ist halte ich auch nicht für schädlich.
     
  4. shanalama

    shanalama Neues Mitglied

    Erstmal ein dickes Danke! für die ausführliche Antwort.
    Der Kleine macht echt gute Fortschritte. Macht auch echt Spaß mit ihm zu arbeiten. Mit anderen Pferden rausstellen ist so ne Sache... Da er Hengst ist und auch was hengstig ist, traue ich mich nicht ihn mit anderen rauszustellen. Habens mit einem Shettywallach ausprobiert. (ging in die Hose. Mein Hengst wollte immer während des galoppierens auf ihn steigen. Er hätt sich wahrscheinlich, wenn wirs nicht abgebrochen hätten hingelegt.)

    Das mit dem raus lassen ist halt so ne Sache. Paddock mag er nicht und Wiesen wurde gerade gedüngt.

    Allerdings hat er dauerhaft Blick- und Zaunkontakt zu anderen Pferden (wenn er mal für ne halbe Std. aufs Paddock kommt)

    Wenn die Weidesaison beginnt kommt er natürlich wieder raus!

    Liebe Grüße

    Achja er soll erstmal Hengst bleiben, damit er auch im Hengsttype steht. Noch ist er ja brav. Zwar ab und zu mal guckig. Aber sowas wie mit einer Plastikplane abreiben klappt wunderbar. Ist also nicht so schreckhaft. Das einzige was mich stört sind diese Knabbereien. (Soll ja wohl irgendwann in beißen übergehen)

    Möchte ihn gerne solange wie möglich Hengst lassen 3-4 jährig!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. März 2009
     
  5. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Naja, ich find, so mal ne Woche kann man irgendwie überbrücken, aber bis zur Weidesaison ? Das ist ja in den meisten Ställen anfang Mai? Das wär mir zu lang. Steht der arme Kerl etwa jetzt schon alleine auf der Weide ?
    Wie soll er denn da Sozialverhalten überhaupt lernen?
    Den würd ich in ne Wallachgruppe stecken, wo auch ein paar Jungs dabei sind, die ihm Parolli bieten. Klar balgen die nicht immer ungefährlich, aber er muss doch lernen, wo seine Grenzen sind! Und das lernt er am besten von Artgenossen.
    Sonst bekommst Du nämlich mal ein richtiges Arschlochpferd, der dann evtl auch unterm Reiter noch seine Artgenossen anzickt.
     
  6. shanalama

    shanalama Neues Mitglied

    Kontakt über den Zaun darf er ja haben!
    Er spielt dann auch mit den anderen. Die stehen ja unmittelbar nebeneinander. Wir wollten es mal mit einem 3-jährigen Haffiwallach der wohl ganz lieb sein muss probieren!

    Vielleicht einfach erstmal zusammen in die Halle schmeißen?
     
  7. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Umso mehr Platz zum ausweichen desto besser. Dann kommt es auch zu weniger Prügeleien als auf zu engem Raum. Wie lange steht der Arme denn schon alleine ?
    Er ist ja im Moment in einem Alter, wo er von den Erwachsenen lernen sollte...
    Wir hatte unsere Absetzer immer in einer gemischten Herde bis die Junghenste zu aufdringlich wurden und dann in einer Hengst-/Wallachgruppe unterschiedlichen Alters. Das war immer optimal. Die Alten erziehen die Jüngeren, die jüngeren spielen zusammen.
     
  8. shanalama

    shanalama Neues Mitglied

    seit ca.3 Wochen. Also noch nicht lange!
    Ich probiers heut einfach mal aus
    Dankeschön!
    und weißt du zufällig, was ich gegen die Knabberei unternehmen kann?
    Viel Beschäftigung?
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Was das mit dem Knabbern angeht würd ich es genauso machen, wie Rio oben beschrieben. (Sie hat ihren Beitrag dahingehend ergänzt - gesehen ?)
    Oder knabbert er in der Box Sachen an?
     
  10. shanalama

    shanalama Neues Mitglied

    Ahhhja jetzt hab ichs gelesen!
    Nee er knabbert eher wenn ich mit ihm spazieren gehe!
    Bzw. was heißt spazieren schneller Schritt (damit ich seinen guten Schritt nicht versaue)

    Vielen Dank euch beiden!
    Ich habe noch eine Frage zum ersten mal trensen!
    Wann fängt man mit sowas an (also mal kurz Trense oder Gebiss ins Maul)
     
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