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Alternative Berufe zu Veterinärmedizin??

Diskutiere Alternative Berufe zu Veterinärmedizin?? im Allgemein Forum; Hallo an alle, gestern war in bei dem Infotag der FU in Berlin und habe mich über den Studiengang Veterinär-/Tiermedizin informiert. Mir war...

  1. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Hallo an alle,

    gestern war in bei dem Infotag der FU in Berlin und habe mich über den Studiengang Veterinär-/Tiermedizin informiert. Mir war schon vorher bewusst was da auch mich zu kommt, aber so schlimm habe ich es nicht erwartet. In Berlin liegt der NC ca. bei 1,3-1,6. Ich habe zwar keinen schlechten NC, aber da kann ich leider nicht ganz mithalten. Das Studium dauert (wenn alles gut geht) mindestens 13 Semester und die beruflichen Aussichten, nach dem Studium eine gute Stelle zu bekommen sind unglaublich gering. Zudem kommt noch, dass es in der gesamten BRD nur 5 Unis gibt, auf denen man Veterinärmedizin studieren kann. Ein Auslandsstudium kommt für mich nicht im Frage, weil das viel zu kostspielig ist und ich mir das beim besten Willen nicht leisten kann.

    Ich fühle mich grad echt total entmutigt. Ich habe mein Abitur erst auf dem zweiten Bildungsweg erworben (bin nun 24 Jahre) und stelle nun fest, dass egal wie sehr man sich anstrengt, man scheinbar nie gut genug für die heutige Gesellschaft ist. Natürlich werde ich mich dennoch um einen Studienplatz bewerben, aber die Chancen sind wie gesagt seeehr gering...Trotzdem bitte ich natürlich auch alle Tiermediziner zu berichten!!!

    Für mich ist es aber jedenfalls ganz klar, dass ich in meinem Beruf etwas mit Tieren machen möchte. Ich habe mich bereits im Internet über verschiedene Berufe informiert, aber die Aussagen, die da getroffen werden sind mir weitaus zu oberflächlich. Mich interessiert viel mehr ein persönlicher Erfahrungsbericht. Deswegen richtet sich meine Frage ganz besonders an diejenigen unter euch, die in einem "Tier"-Beruf arbeiten (Tierpfleger/-in, Tierarzthelfer/-in, Hippotherapeut/-in, Pferdewirt/-in und trotz allem Veterinärmediziner/-in, und natürlich auch alle anderen "Tier"-Berufe.) Ausgeschlossen ist für mich allerdings der Beruf Imker und die Arbeit in einer Zoohandlung!

    Mich würde interessieren:
    -Voraussetzungen
    -Ausbildungsablauf
    -was ihr für Aufgaben habt
    -Einsatzorte
    -ob ihr diesen Beruf wieder wählen würdet (wenn ja/nein bitte begründen)
    -was man ungefähr an Einkommen hat
    -wie die Arbeitszeiten sind
    -was sonst noch wichtig ist zu wissen

    Mich würde es sehr freuen, wenn der eine oder andere etwas zu diesem Thema beitragen kann.

    Viele Grüße,
    Nike


    PS: Merci;o)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2008
  2. Furina

    Furina Inserent

    Ha... davon kann ich ein Lied singen!!!!
    Hab mich in Hannover und Wien für Vetmed beworben, habe aber mitlerweile eingesehen, dass ich genauso glücklich werde, wenn ich nen "normalen" Beruf ausübe und in meiner Freizeit mit Tieren zu tun habe!
    Hab mich dann auf für Tierarzthelferin interessiert, nur entspricht dieser Job nicht so ganz meinen Ansprüchen, also hab ich auch das - leider - wieder verworfen.
    Informationen für die Berufe: http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=8938

    Kleiner Tipp: Wenn du unbedingt nach Berlin willst, dann gib bei der ZVS-Bewerbung als erste Ortspräferenz Berlin ein. Dann wirst du zu nem Test eingeladen (der geht bis zur Abiturnote 2,4) und du hast die Chance doch noch genommen zu werden!!
     
  3. mascho

    mascho Inserent

    Ich weiß nicht, ob das heutzutage noch so ist, aber meine Tante wollte auch Tierarzt werden . Sie hatte nicht den Notendurchschnitt dafür und hat erstmal Tierarzthelfer gelernt . Wenn man schon eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, rutscht man in ein anderes Verteilersystem und bekommt eher einen Studienplatz :yes:Das war allerdings vor 10 Jahren . Du kannst dich ja mal erkundigen, ob das immer noch so ist :1:
     
  4. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich bin Tierarzthelferin. Ich muss sagen, dass mir der Job riiiesen Spaß macht und ich schon wieder diese Ausbildung machen würde, wobei meine erste Wahl heute auf Pferdewirt/Bereiter fallen würde. Das war damals auch meine erste Wahl, aber mein Vater meinte, ich sollte erst was "richtiges" lernen und dann könnt ich ja noch eine Ausbildung dranhängen. naja, hab leider auf meine Vater gehört, was den Pferdewirt angeht.
    Aber nun zu meinem Beruf:

    -Voraussetzungen: Realschulabschluss (glaub ich, aber ich hatte auch nur den Hauptabschluss)
    -Ausbildungsablauf: 1. jahr 2 mal die Woche Schule, dann nur 1 mal die Woche, insgesamt 3 Jahre lernen, naja, eben so wie in vielen anderen berufen auch
    -was ihr für Aufgaben habt: Ich war in einer Kleintierpraxis. Anrufe entgegennehmen und Termine machen, Dateine anlegen/ablegen, Patienten in der Behandlung fixieren, Behandlungsmaterial bereitlegen, Patientenbesitzer beruhigen/informieren/begleiten etc., Apotheke durchsehen und neu bestellen, in OP´s assestieren, OP vorbereiten, Zahnsanierung durchführen, OP und Behandlungsräume sauber halten, Kot- Urin- und Blutproben verschicken und/oder selber untersuchen und vorbereiten, Röntgen, entwickeln, Notdienste, teilweise auch ausserhalb der Notdienstzeiten und Praxiszeiten mal in der Praxis helfen müssen (nachts z.B. kaiserschnitte und andere Notfälle) also fast genau wie ein TA, nur eben dass der TA selber untersucht und behandelt, die helferin aber deutlich mehr Aufgaben zu bewältigen hat und "nur" assestiert. Aufgabenbereich kann auch je nach Praxis unter den Helferinnen genau eingeteilt sein, oder eben vermsicht, wie bei uns.
    -Einsatzorte Kleintierpraxis in der Praxis selber, in Ausnahmefällen aber auch ausserhalb
    -ob ihr diesen Beruf wieder wählen würdet (wenn ja/nein bitte begründen): Ja, macht sehr viel Spaß, ist aber auch körperlich sehr anstrengend (zumindest bei uns damals, weiss nicht, wie es in anderen Praxen aussieht)
    -was man ungefähr an Einkommen hat: 1. jahr nach Ausbildung hab ich 856 € bekommen
    -wie die Arbeitszeiten sind: bei uns von 8:00 Uhr bis 12.30 Uhr(meist wurd es aber doch 13.00 Uhr) und dann wieder von 15:00 Uhr bis 18:30 (vor 19:00 Uhr sind wir nie rausgekommen, kam öfter auch vor, dass man erst gegen 20:00 Uhr nach Hause kam, dann noch zum Stall...)
    -was sonst noch wichtig ist zu wissen: Naja, wenn du Tiermedizin studieren willst, wirst du als Helferin nichts anderes sehen/wissen, als wenn du TMA (Tiermedizinische Fachangestellte) bist. Dann musst du dir auch überlegen, in was für eine Praxis du gehen willst, kannst ja auch in eine Pferdeklinik gehen oder zu einem Kuhdoktor, da wirst du garaniert andere Zeiten und andere Bereiche haben, evtl. sehr viel mehr Bürokram und weniger direkt mit den Tieren, als wenn du in einer Kleintierpraxis bist. Hab da einiges anderes von Berufsschulkollegen gehört, die hatten teilweise einen gaaanz anderen Tagesablauf und ganz andere Aufgabenbereiche als ich.

    Naja, hab ich was vergessen? Ansonsten kannst du ja nochmal nachfragen, wenn du was wissen möchtest :yes:

    Liebe Grüße
     
  5. baloubienchen91

    baloubienchen91 Inserent

    Hi,

    es gibt die super Kombination Physiotherapie für Pferde und Menschen.
    Vorraussetzungen Humanphysio: Realschulabschluß und ein dreimonatiges Pflegepraktikum, dann dreijährige Ausbildung an einer privaten oder staatlichen Schule (privat kostet glaube ich ca 300,-Euro pro Monat, staatlich z.T umsonst), danach einjährige berufsbegleitende Ausbildung zur Pferdephysio, da hast Du dann ca 8 Kurse von Mi-So a 500,-Euro. Du kannst Dich als Humanphysio auch weiterbilden zur Hippotherapeutin, dauert glaube ich auch ein Jahr berufsbegleitend, da hättest Du dann die Arbeit mit Mensfchen auf dem Pferd

    Arbeitsorte: als Pferdphysio überall in Ställen, bei Freizeit- und Sportreiter, als Unterstützung in Zusammenarbeit mit TÄ, wenn man Glück hat evtl auch auf nem , Gestüt,...als Hippotherapeutin in Reitvereinen oder Reiterhöfen,...

    Arbeitszeiten: kommt auf die Kunden an, wieviel man am Tag oder in der Woche hat, man fährt halt mit dem Auto zu den Kunden und Du kannst dir deine Zeit einteilen. Man kann auch halbtags mit Pferden und halbtags mit Menschen arbeiten.

    Einkommen: als Humanphysio Vollzeit ca 1900,- brutto, als Pferdephysio machst Du die Preise von 120,- bis 40 Euro je nach Leistung (minus 30% Steuern wenn du freiberuflich arbeitest), als Hippotherapeutin in Abhängigkeit von der Krankenkasse

    Es gab vor Jahren mal ein tolles Buch zu dem Thema, ich weiß aber nicht ob es das noch zu kaufen gibt, es heißt "Berufe für Pferdefreude", ist vom Schneider Verlag, der Autor ist Susanne Kappmeier

    weitere Berufe sind Pferdewirt, Amateurreitlehrer, Heilpädagogisches Reiten /Voltigieren, Reittherapeut im Behindertensport, Pferdewirt SP Zucht und Haltung, Gestütsanwärter (Beamter im Landgestüt), Hufschmied (kommt wohl eher nicht in Frage), Veterinärmed-techn. Assistent, Tierheilpraktiker, Polizeireiter und Reitsportsattler.

    Falls Du noch was zu einem der anderen Berufe wissen möchtest kann ich Dir gerne das aus dem Buch sannen und schicken.

    Lg Baloubienchen
     
  6. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Vielen Dank baloubienchen91,
    ich werde mal schauen, ob ich das Buch finde. Wenn nicht im Verkauf, dann vielleicht in einer Bibliothek. Wenn nicht, dann würde ich auf jeden Fall auf dein Angebot mit dem Scannen zurück kommen..
    Aber was die Human-/Pferdephysio angeht muss ich die Ausbildung aus eigener Tasche bezahlen, oder?

    Vielen Dank echt an alle, die mir helfen. Habe heut Nacht schon wieder von NCs geträumt. Echt ätzend.. Grrrr..
     
  7. Magic

    Magic Inserent

    hey, ich hab zwar gerade keine alternative für dich, aber ich wollte mal was aus meinem studium berichten.
    also ich studiere vet. an der hochschule in hannover, inzwischen in 2. semester.
    erstmal ist zu sagen, es sind nur 11 semester und aktuell steht zur debatte ob es auf 10 reduziert wird, analog zu allen anderen studiengängen ab 2010 glaube ich. und dann ist zum N.C. zu sagen, das nur 20% dadurch in den studiengang reinkommen, weitere 20% sind härtefälle und leute die auf den wartelisten stehen, und die weiteren 60% werden ausgelost (oder ausgesucht, kommt immer drauf an), dabei solltest du mindetsens einen N.C. von 2,7 haben. von daher, keine alptäume machen ;-) .
    dann zu den Unis, das stimmt, es sind gerade mal 5, München, Hannover, Berlin, Leipzig und Gießen (wobei Gießen recht klein ist), allerdings kannst du dir eh nicht genau aussuchen auf welche du kommst, da du bei deiner Bewerbung 3 Orte angeben musst, und die meißten Leute eh nicht das bekommen was sie als erstwahl angegeben haben, da Hannover und Berlin in der regel die meißten Interessenten haben.
     
  8. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Hallo Magic, danke für deinen Beitrag. Wäre es möglich, dass mir noch ein bisschen mehr von dem Studium an sich berichtest?
    Mich würde interessieren wieviel Chemie und Physik tatsächlich gebraucht wird. Dann noch, wie du die Praktia erlebst. Uns wurde bei dem Infotag gleich gesagt, dass wir auch in Mastberieben bei der Tötung der Tiere dabei sein müssen. So was in der Art habe ich auch erwartet, aber das ist noch so ein Punkt, bei dem ich echt mit mir kämpfe. Dass ich tote Hunde, Pferde, u.s.w. auseinander schnippeln muss ist ja klar und damit würde ich auch einigermaßen zurecht kommen, da sie wie gesagt tot sind und ich den Sinn des Lernens dahinter sehe, aber die eigentliche Tötung wäre für mich bestimmt eine enorme psychische Blastung. Kannst du mir sagen, wie du damit zurecht kommst und das erlebst? Hört sich doof an, aber "gewöhnt man sich daran"?
    Darf ich fragen, was du für einen NC hattest? Vielleicht gibt es dann ja doch noch Hoffnung;o)
    Vielen Dank jedenfalls..
     
  9. Katrin

    Katrin Inserent

    Hmm, als TA wirst du täglich damit konfrontiert werden, irgendein Tier einschläfern zu müssen. Ich kann zwar "nur" aus Helferinnensicht sprechen, aber ich war schon etliche male dabei. Die Tiere einschläfern zu müssen, sehe ich aber fast immer als Erlösung für´s Tier an, da sie meist schon sehr krank sind. Schlimmer ist es, den Besitzern beistehen zu müssen in dem Moment, da hat es der TA leichter, der kann dann gehen. Die Helferin muss das Tier dem Besi mitgeben oder auch in die Kühltruhe legen bzw. in den Keller, damit es von der TVA abgeholt werden kann. Könnte da einige unschöne Szenen berichten, aber lieber nicht öffentlich. Wenn´s dich interessiert, kannst du dich ja per PN melden.
    Schwierig wird es, wenn man ein Tier da hat (wir hatten da mal einen Hund...), wo die Besis nicht mit klarkamen, der war superbissig. Tierheim wollte den Hund angeblich nicht nehmen und zu Hause hatten die ein kleines Kind, was schon mehrfach fast gebissen wurde und 2 mal richtig gebissen wurde. Naja, mehrere gespräche mit TA und Besi, wo es darum ging, was es für Lösungen geben kann usw. und dann doch die Entscheidung fiel, für das Wohl des Tieres ihn einschläfern zulassen. naja, ein gesunder Hund, der noch garnicht sooo alt war... Das ist schon schwer. Aber auch eher die Ausnahme.
    Was das angeht, frag doch mal bei einem TA bei dir um die Ecke an, ob du da mal 4 Wochen Praktikum machen kannst, als TA quasi (hatten wir auch mal einen), dann bekommst du alles life mit aus Sicht des TA´s, kannst schonmal sehen, ob due das einschläfern haben kannst und ob du dich daran gewöhnst oder auch nicht. Denn wenn nicht, dann ist der Beruf definitiv nichts für dich. Ausser vielleicht, wenn du in eine klinik gehst und da nur in den OP, wenn´s in Tierkliniken überhaupt so gemacht wird. Weiss ich nicht.

    Liebe Grüße
     
  10. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Hey Katrin,
    nee, ich meine jetzt auch nicht Einschläfern, sondern eher die Tötung in Mastbetrieben. Da läuft´s ja ein bisschen anders ab. Einschläfern ist zwar traurig, aber doch in den meisten Fällen eine Erlösung für´s Tier.
     
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