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Altes abgemagertes Pferd-was tun???

Diskutiere Altes abgemagertes Pferd-was tun??? im Pferdefütterung Forum; Hallo alle zusammen, um es kurz zu erklären habe ich seit 10 Jahren ein Warmblut, der Gute ist nun 23 Jahre alt und seit jetzt 8 Jahren aktiver...

  1. hexe82

    hexe82 Neues Mitglied

    Hallo alle zusammen,

    um es kurz zu erklären habe ich seit 10 Jahren ein Warmblut, der Gute ist nun 23 Jahre alt und seit jetzt 8 Jahren aktiver Rentner aufgrund seiner Hufrollenerkrankung, Arthrose, Spat etc.! Ja nun seit 2 Jahren baut er körperlich ungemein ab, klar es ist so gut wie keine Muskulatur mehr vorhanden, aber auch so.
    Zudem kommt das Problem hinzu das es ein starker Kopper ist, alle Riemen und sonstigen Versuche sind allerdings gescheitert!

    Unser Problem ist nun das er massiv abgenommen hat, der Tierarzt war heute da und sagte das die Zähne in Ordnung sind, entwurmt ist er auch und nun steht noch das Blutbild aus!
    Aber was füttert ihr???Der TA sprach von Soja. Habt ihr noch Ideen oder vielleicht das selbe Problem gehabt???

    Er bekommt morgens und Abends Kraftfutter und massig Heu und steht auf der Wiese den ganzen Tag!

    Bin über jede Hilfe dankbar!!!!!
     
  2. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Es gibt spezielle Müslimischungen für alte Pferde. Das würde ich statt Kraftfutter geben. Aber hier im Forum gibts sicher noch Leute mit mehr Ahnung die noch mehr Tipps haben :1:
     
  3. Nadine1988

    Nadine1988 Inserent

    Meine Freundin hat ihr Pony mit Rübenschnitzel wieder aufgepäppelt.

    Ich selber habe da keine Erfahrungen mit, habe aber schon von vielen gehört, dass das helfen soll.

    Ansonsten kann ich auch nur spezielles Futter empfehlen. Musst dich mal umhören.
     
  4. hexe82

    hexe82 Neues Mitglied

    Genau deswegen bin ich hier, um mir noch Tipps geben zu lassen:1:
     
     
  5. Peaches

    Peaches Inserent

    Hallo "Hexe",

    also ich kann dir "Kanne Fermentgetreide" empfehlen. Es räumt den Magen auf - was dazu führen könnte, dass dein Hotti erst noch etwas abnimmt - und hilft ihm das Futter besser zu verwerten.

    Alternativ kann ich dir noch das gute alte Öl empfehlen.

    Ach und sonst gibts ja auch noch Mash - was ich allerdings nur so 1 - 2 mal die Woche füttern würde. - Bei deinem eher nur einmal wegen der vielen Kohlenhydrate.

    Ansonsten kannst du ja auch noch im Allgemeinem Fütterungsthread schauen. Ist zwar etwas mühsam aufgrund der Größe, aber es lohnt sich.

    ALLERDINGS - würd ich an deiner Stelle erstmal das Blutbild abwarten bevor du losgehst und spezielles Futter kaufst! Eine Kotprobe wäre auch nicht schlecht. Sie ist auch nicht so teuer - bei meinem TA kostet die 8 Euro.

    LG, Steffi
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juli 2009
  6. Wurde schon mal auf Magengeschwür untersucht ? Das ist bei Koppern ein häufiger Grund für starke Gewichtsabnahme.
    Wenn das abgeklärt ist, stehen Dir etliche Zusatzfuttermittel zur Verfügung, die dick machen. Leinöl,Kleie, Maissilage, Rübenschnitzel, Heucobs.

    Ich hab bevorzugt Heucobs beigefüttert, denn mE ist die Zufuhr von Ausreichend gutem Rauhfutter immens wichtig, damit die Pferde ihr Gewicht behalten.
     
  7. hexe82

    hexe82 Neues Mitglied

    Magengeschwür, daran hab ich ehrlich gesagt noch nicht gedacht! Danke, werde meinen TA nochmal drauf ansprechen!

    Die ersten Blutergebnisse haben wir und sind völlig unauffällig!
     
  8. BellaIII

    BellaIII Neues Mitglied

    23 Jahre und alt ist relativ.
    Hat sich was geändert? Was hast du geändert? Seit er in Rente ist?
    Steht dein Pferd alleine oder hat er Kumpels?

    Maisflocken und Öl sind ne gute Beifütterung.

    Aber wenn Zähne und Fressen und Futterangebot o.k. sind .....?
     
  9. Pferd30

    Pferd30 Neues Mitglied

    Hallo,

    ich denke auch, daß es sich eher nach einem Magengeschwür oder einer Magenschleimhautentzündung anhört.
    Mein Oldie ist 26 Jahre alt und nun wieder topfit.
    Ich kann Dir Nutri Labs von Akaid empfehlen. Es hat sich schon eine Besserung nach einer Woche eingestellt.
    Ich würde allerdings das Pferd nicht unbedingt mit Rübenschnitzel und so einem Zeug "dick" füttern. Denke bitte daran, daß ein altes Pferd den Überschuß an Zucker nicht gut abbauen kann. Ich würde da eher auf ein gutes Mash zurückgreifen. Man kann Mash bei alten Pferden auch ruhig täglich füttern (auch 2mal täglich), dazu würde ich dann noch ein gutes Mineralfutter geben.
    Hat das Pferd einen Mineral- bzw. Salzleckstein zur freien Verfügung. Es ist aber unbedingt darauf zu achten, wieviel das Pferd von dem Stein aufnimmt! Sollte ein zu schneller Verbrauch der Steine festgestellt werden, ist irgend etwas nicht o.K.
    Weiter ist die Frage zu stellen, ob sich im Umfeld des Pferdes irgend etwas verändert hat?
    LG
     
  10. BinesBeauty

    BinesBeauty Inserent

    Ich würde auch Mash mit Leinsamen oder Lein-Öl angereichert füttern. Das ist das günstigste und bisher beste bekannte Futter für alte Pferde.

    " Mash ist bekannt als das appetit- und verdauungsanregende Futtermittel schlechthin. Es kann vorbeugend gegen Verstopfungen und Koliken aber auch zum Wiedererstarken erschöpfter und rekosvalezenter Pferde verabreicht werden. Mußten Pferde krankheitsbedingt fasten, z.B. nach einer Kolik-OP oder einer Darmentzündung, dann nimmt man die Fütterung am besten wieder mit einem Mash auf. Auch für schwerfutterige und alte Pferde ist Mash gut geeignet. Im ersten Fall zur Appetitanregung und wegen der leichten Verwertbarkeit, im zweiten Fall wegen des Gehalt an Rohfaser, der im Gegensatz zu dem des Heus ohne Kauprobleme aufgenommen werden kann. Pferden nehmen das Mash gerne auf. Dies gilt insbesondere auch für die kalte Jahreszeit, da das Mash warm verabreicht wird.

    Die wichtigsten Zutaten des Mash sind Weizenkleie und Leinsamen. Man spricht deshalb häufig auch von Kleiemash. Je nach Bedarf können weitere Zutaten hinzugefügt werden: reine Haferflocken, Hafer oder Gerste gewalzt/gequetscht, geschroteter Mais, Honig für ein schmackhafteres Mash, Salze/Mineralien/Spurenelemente für ein gehaltsvolleres Mash, Sonnenblumenkerne geschält, Karottenchips, Apfeltrester, Zuckerrübenmelasse, Leinöl, BT-Hefe, Kräuter nach Bedarf. Ein Beispielrezept könnte daher lauten:

    500g Weizenkleie
    200g Leinsamen
    500g Hafer gewalzt/gequetsch
    ein Teelöffel voll Honig oder Salz
    Kräuter nach Bedarf

    Weizenkleie fällt bei der Mehlherstellung als Nebenerzeugnis an. Beim Mahlen des Korns entsteht aus dem stärkereichen Mehlkörper das Mehl und aus der Hülle die Kleie, welche sich durch folgende Eigenschaften auszeichnet:

    rauhe Struktur
    rohfaserreich
    hoher B-Vitamingehalte
    Energiegehalt vergleichbar dem von Heu
    Eiweißgehalt ähnlich dem von Hafer
    hoher Mineralstoffgehalt

    Die rauhe Struktur der Kleie regt die Darmtätigkeit, der Rohfasergehalt die Tätigkeit der Mikroorganismen im Dickdarm an, die ihrerseits B-Vitamine sowie Vitamin C und K produzieren. Da die Kornhülle die höchste Mineralstoffkonzentration im Vergleich zu den anderen Kornbestandteilen aufweist, liegt der Gehalt an Mengen- und Spurenelementen in der Kleie zum Teil erheblich über dem des Hafers. Dies gilt insbesondere für den Gehalt an Phosphor und Magnesium, der den des Hafers um fast das vierfache übersteigt. Aber auch der Gehalt an Kalium, Natrium, Chlor, Eisen, Zink, Selen und Kupfer liegt über dem des Hafers. Als problematisch erweist sich dabei der hohe Phosphorgehalt, da er das Ca:P-Verhältnis von 1,5-2:1 negativ beeinflußt, da der Phosphorgehalt in der Kleie den Calciumgehalt um das siebenfache übersteigt. Wird das Mash mehr als einmal die Woche gegeben, muß deshalb auf einen Calciumausgleich durch Verabreichung calciumreiches Mineralfutter geachtet werden, um eine Calciumfreisetzung aus den Knochen zur Aufrechterhaltung des Blutspiegels zu vermeiden. Auch enthält Weizenkleie wie jedes andere Getreideprodukt Phytin, welches die Zinkaufnahme im Darm hemmt, so daß sich bei Fütterung großer Mengen von Kleie Zinkmangel auftreten kann, welcher wiederum u.A. Ursache für schlechte Hufqualität sein kann.

    Lein (Linum Usitatissimum) bekannt auch als Flachs wird für Ernährungszwecke angebaut. Seine Samen zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

    hohen Fettgehalt von über 30 Prozent
    hohe Schleimstoffbildung
    hohes Quellvermögen
    höchster Energiegehalt
    hoher Eiweißgehalt von etwa 20 Prozent
    hoher Mineralstoffgehalt (insb. Magnesium, Selen)
    hoher Gehalt an Vitamin E
    blausäurebildend

    Wegen des hohen Fettgehaltes sollten Pferde langsam steigernd an Leinsamen gewöhnt werden. Die enthaltenen Fettsäuren darunter auch Omega-3-Fettsäuren wirken sich sehr positiv auf den Fell- und Hautstoffwechsel aus. Pferde, die regelmäßig Leinsamen oder das daraus gewonnene Leinöl erhalten, zeichnen sich durch ein glattes und glänzendes Fell aus. Insbesondere in den Zeiten des Fellwechsels empfiehlt es sich, Leinsamen zu füttern. Auch äußerlich kann Leinsamen als Breiumschlag bei Hautirritationen verwendet werden. Bekannt ist auch, daß Hufgeschwüre schneller reifen und sich besser öffnen lassen, wenn die Hufe zuvor für einige Tage in gekochten Leinsamen eingepackt werden. Im Mash wird jedoch stärker auf die hohe Schleimbildung und das hohe Quellvermögen des Leinsamen abgestellt, die bei Kontakt mit Wasser hervorgerufen werden. Die Schleimstoffe fördern die Darmbewegungen und verbessern die Konsistenz des Darminhaltes. Obendrein legen sich die Schleimstoffe quasi als schützende Schicht über die Magen- und Darmwand und verhindern dadurch Reizungen. Von daher resultiert auch die oben erwähnte vorbeugende Wirkung des Mash gegen Koliken und Verstopfungen. Beim Mineralstoffgehalt ist ebenso wie bei der Kleie ein vierfach so hoher Magnesiumgehalt bei beim Hafer festzustellen. Das Ca:P-Vehältnis ist zwar nicht so eng wie bei der Kleie, aber mit 0,7:1 immer noch zu eng. Zu beachten ist auch, daß Leinsamen blausäurehaltige Glukoside (Linostatin, Neolinostatin) enthält, die bei Vorhandensein von Wasser die hochgiftige Blausäure abgeben. Zur Lösung des Problems bieten sich vier Möglichkeiten an:

    Die Verabreichung von Leinsamen auf 100g pro Tag beschränken.
    Leinsamen nach dem Quellen 10 Minuten lang kochen, da dadurch bereits entstandene Blausäure zersetzt und weitere Freigaben von Blausäuren verhindert werden.
    Auf Leinsamensorten umsteigen, welche keine Glycoside enthalten. (Meist die goldgelben statt der braunen Samen)
    Auf thermisch vorbehandelten sog. gecrackter Leinsamen umsteigen, welchen es in pelletierter oder geschrottener Form (besser für das Mash) zu kaufen gibt.

    Die Zubereitung des Mash erfolgt dann nach folgendem Strickmuster:

    Schritt 1: Leinsamen mit heißem Wasser übergießen und quellen lassen
    Schritt 2: Leinsamen unter Umrühren 10 Minuten lang kochen
    Schritt 3: Kleie und weitere hitzeunempfindliche Zutaten abfüllen.
    Schritt 4: Den heißen Leinsamen über die Kleie und sonstige Zutaten geben und alles gut verrühren.
    Schritt 5: Das Mash eine halbe Stunde lang ziehen lassen.
    Schritt 6: Danach alle hitzeempfindlichen Zutaten hinzugeben (z.B. Hustenkräuter für Pferde mit Atemwegsprobleme.
    Schritt 2 kann entfallen, wenn keine Blausäuregefahr besteht. Um ein allzuschnelles Abkühlen des Mash während der Quellphase zu vermeiden, kann man entweder ein isoliertes Gefäß (Kochgeschirr) verwenden oder zumindest das Gefäß abdecken. Andererseits muß das Mash soweit abkühlen, daß die hitzeempfindlichen Zutaten hinzugegeben werden können. Beim Verfüttern sollte das Mash noch handwarm sein.

    Wem die Zubereitung zu mühsam ist, der kann auch auf Fertig-Mash der Futtermittelindustrie umsteigen. Da ist alles fertig gemischt enthalten. Das ganze muß nur noch mit heißem Wasser übergossen und ziehen gelassen werden. Natürlich kann noch die eine oder andere nicht enthaltene Zutat nach Eigenregie hinzugefügt werden. Fertig-Mash haben wir auch schon ausprobieren müssen. Ergebnis: Bei einer Sorte haben wir uns die Lippen geleckt (davon steht jetzt immer ein Sack auf Lager, falls mal bei der Beschaffung der Einzelzutaten ein Engpaß eintreten sollte), bei einer anderen haben wir das Fertig-Mash in hohem Bogen ausgespuckt.

    Und noch ein paar Hinweise:

    Calcium-Ausgleich in der Gesamtfutterration nicht vergessen.
    Keine unzerkleinerten Zutaten (Mais, Gerste) hinzufügen, da die Pferde wegen der Konsistenz des Mash dasselbe ohne richtig zu kauen einfach abschlucken.
    Werden reine Haferflocken als Zutat verwendet, können diese mit dem Leinsamen gekocht werden, da dadurch die Verdaulichkeit des Hafereiweiß erhöht wird.
    Wegen der Schmackhaftigkeit des Mash kann es sich dazu eignen, dem Pferd Medikamente unterzuschmugeln. Die gehören dann ganz am Ende ins Mash, da sie in der Regel hitzeempfindlich sind.
    Aufgrund der Feuchtigkeit können mit dem Mash auch staubförmige Futtermittel und Substanzen verfüttert werden, die trocken nicht verabreicht werden können: z.B. Kieselerde, Bierhefe, Gelatine in Pulverform, Ingwer, MSM, GSM.
    Die verdauungsfördernde und darmanregende und damit die vorbeugende Wirkung des Mash gegen Verstopfungen kann durch Zugabe von Glaubersalz (streng genommen Natriumsulfat-Dekahydrat, im Handel jedoch nur wasserfreies Natriumsulfat - Natrium sulfuricum - verfügbar und daher meist synomym dafür gebraucht) verstärkt werden, das entwässernd und entschlackend wirkt und somit den belasteten Stoffwechsel entlastet. Findet ihr in allen alten Pferdebüchern, nur heute scheint das Glaubersalz etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Aber keine zu große Dosis, das Glaubersalz wirkt ab einer gewissen Menge abführend. In großen Dosen (50 g /100 kg LM als 5%ige wässrige Lösung) ist Glaubersalz eine Therapiemöglichkeit für Obstipationen des Caecums und des Colons bei Pferden, aber absolut kontraproduktiv bei Dünndarmverschlüssen.
    Und nach der Mahlzeit nicht vergessen, die Futterschüsseln oder -raufen gründlich zu reinigen. Siehe dazu auch den Tip "Saubere Futterschüsseln dank Öl". Mash klebt fürchterlich an und bildet ungesunde, verderbliche Rückstände.
    So positiv im allgemeinen die Wirkung von Mash zu beurteilen ist, so negativ kann sie leider auch in bestimmten Fällen sein. So verbietet sich z.B. die Fütterung von Mash an am Equiden Metabolischen Syndrom (EMS) erkrankten Pferden wegen des hohen Kohlehydratanteils in Form von Stärke der Getreide(nach)produkte und des hohen Ölanteils des Leinsamens. "

    Quelle: http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za433/mash.html
     
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