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Angst bei Pferden ansteckend???

Diskutiere Angst bei Pferden ansteckend??? im Pferde Allgemein Forum; Hallo, ich bin seit 1 Jahr Pferdebesitzer, hatte davor jahrelang immer Reitbeteiligungen. Mein Pferd kennt nicht so viel, wurde von den...

  1. fredy2206

    fredy2206 Mitglied

    Hallo, ich bin seit 1 Jahr Pferdebesitzer, hatte davor jahrelang immer Reitbeteiligungen.
    Mein Pferd kennt nicht so viel, wurde von den Vorbesitzern für die Dressur ausgebildet und dementsprechend geritten. Mal ein kleiner Ritt um die Anlage im Schritt, das war alles. Nun steht er, seit er bei mir ist, in einem kleinen privaten Stall. Nachts im Herbst/Winter in der Box, ab Ende Mai für 4-5 Monate ganz auf Weide. Seit letztem Herbst bin ich immer viel mit meiner Freundin und deren Pferd ausgeritten. War für meinen Kleinen anfangs alles neu, aber er hat es sehr gut weggesteckt. Leider hatten wir auch 2-3 Situationen, in denen er die Flucht ergriff und einfach lospreschte, das Pferd meiner Freundin hinterher. Wie gesagt, er kennt nicht viel. Allerdings machen ihm Traktoren, Kinder, Fahrradfahrer, Hunde, Autos etc. nichts aus. Nun ist es leider so, dass das Pferd meiner Freundin total schreckhaft und ängstlich geworden ist. Er springt zur Seite oder erstarrt plötzlich. Klar, dass dann meiner sich auch erschreckt und die Flucht ergreifen will, was ich aber inzwischen gut ausbremsen kann. Nun ist meine Freundin der Meinung, mein Pferd hätte ihr Pferd angesteckt. Ihrer war nie ängstlich und nun verspannt er sich und das kommt, weil meiner immer so "komisch" sei. Ich verstehe das überhaupt nicht, mein Pferd ist nicht komisch und meiner erschreckt sich immer erst dann, wenn ihrer zur Seite springt. Kann das wirklich sein? Ich vermute eher, sie hat doch etwas Angst bekommen und überträgt dies unbewusst auf ihr Pferd. Bin froh über Eure Ansichten und Meinungen, weil mir das doch sehr am Herzen liegt.
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Pferde sind Herdentiere. Die orientieren sich ganz stark an ihrer Begleitung. Also kann es absolut sein, dass sie sich anstecken.
    Der Reiter ist aber auch ein Bezug für das Pferd. Hat der Angst, muss ja irgendwas nicht stimmen, was das Pferd nicht sieht, auch da kann es Angst bekommen.

    Es ist also sehr fraglich, wer jetzt wen angesteckt hat. Ihr vier werdet euch alle gegenseitig beeinflussen. Wichtiger wäre, da jetzt wieder rauszukommen, wer auch immer angefangen hat. Vielleicht würde ein drittes Pferd, das sich so gar nicht erschreckt, mit einem passend entspannten Reiter helfen.
    Oder einfach Augen zu und durch, üben, mit leichten Ausritten anfangen, wieder Vertrauen aufbauen.
     
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  3. Ich glaub auch eher, dass deine Freundin in der Erwartungshaltung auf dem Pferd sitzt, die Pferde mögen doch bitte nicht wieder wegspringen.
    Gerade auf ein sensibles Pferd überträgt sich diese Ängstlichkeit des Reiters schnell und das Erschrecken wird meist nicht lange auf sich warten lassen.
     
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  4. dakona

    dakona Bekanntes Mitglied

    sehe das wie sokrates und Frau Horst...ich glaube,dass es nu an der Einstellung deiner Freundin liegt. Du hast ja durch deine Besonnenheit und Ruhe dein Pferd offenbar mittlerweile auch recht kontrollierbar bekommen
     
     
  5. fredy2206

    fredy2206 Mitglied

    Danke für die hilfreichen Antworten. Das Pferd meiner Freundin ist auch auf dem Hof sehr schreckhaft und auch, wenn sie mit anderen, ruhigen Pferden ausreitet. Wenn ich mit meinem alleine unterwegs bin (nicht oft, aber wir üben es), dann bleibt er auch mal stehen, wenn ihm was nicht geheuer ist, aber er geht dann auch weiter. Es ist nun leider so, dass unsere Beziehung zueinander dadurch etwas gelitten hat und ich mir nun einen anderen Hof gesucht habe, was aber auch mit der Gesundheit meines Pferdes zusammenhängt (leider hat er COB). Ich finde es nur so unfair, nun zu sagen, dass es an meinem Pferd liegt und er so komisch ist. Ich finde es auch nicht lustig, dass er ab und zu mal den Turbo eingelegt hat, aber er macht das ja nicht aus Spaß, sondern weil ihm irgendwas nicht gefallen hat. Wir kommen auf dem Reitplatz und auch im Umgang super zuecht, er hört mir zu, steht an den Hilfen, ist total willig und will gearbeitet werden und ich denke, das andere müssen wir eben noch üben. Und ich habe immer das Gefühl, dass sie mir einreden will, mein Pferd verhält sich komisch, um eine Entschuldigung für das Verhalten ihres Tieres zu haben.
     
  6. fredy2206

    fredy2206 Mitglied

    Dazu muss ich sagen, dass meine Freundin die Hofbetreiberin ist.
     
  7. Lafayette

    Lafayette Inserent

    Ich find ja solche Leute machen es sich irre einfach. Da werden die eigenen Fehler einfach mal ignoriert und gesagt, dass MEIN Pferd daran schuld ist, dass IHR Pferd so rumspackt. Also bitte. Ist doch keine Grippe die ansteckend wäre.
    Bin da total bei den anderen.

    Vielleicht hatte sie da nen unfassbar braven Gaul, dessen Weltanschauung von "alles ist tutti" erschüttert wurde, indem ein oder zwei "gefährliche" Situationen aufgetaucht sind und die Besi nun ständig in "hab acht" Stellung ist weil SIE denkt, das Tier wäre so viel spanniger, durch die "Infektion" an deinem.
    Statt mal drüber nachzudenken ob sie selbst vielleicht spanniger ist als üblich ?

    Lach. Ist das noch verständlich geschrieben?
     
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  8. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Hm. ich habe hier zunehmend den Eindruck, dass es gar nicht um die Pferde geht, sondern um Unterstützung in einem menschlichen Konflikt. Die Frage, wer woran Schuld ist führt weder mit Pferden noch mit Menschen weiter.

    Was ist das Ziel? Gemeinsames, entspanntes Reiten? Wirklich? Mit Schuld-Zuweisungen von einem zum anderen, wenn es nicht läuft? Gemeinsame Hobbys haben manchmal Nachteile. Trennt eure Konflikte vom Reiten, sonst wird das nichts.
     
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  9. fredy2206

    fredy2206 Mitglied

    Danke, ja, es ist verständlich geschrieben, ich sehe es ähnlich. Gut, mein Kleiner hat einen hohen Vollblutanteil und ist draußen sehr guckig (aber nicht schreckhaft) und wenn ihm was merkwürdig vorkommt, will er schon mal umdrehen und weg. Aber wir haben das gut im Griff, ich merke es, wenn er umdrehen will und ziehe ihn gleich in eine Biegung, so dass er gar nicht auf eine gerade Strecke kommt und dann ist alles gut. Meine Freundin hat ein eigentlich sehr braves Robustpony, welches nie schreckhaft war. Wenn wir ausgeritten sind, dann ist er vorweg, Kopf runter und nach ihm die Sintflut. Ich denke, nachdem uns die Pferde an Ostern richtig durchgegangen sind (und da war meiner leider die treibende Kraft), hat sie gemerkt, dass sie ihren doch nicht so im Griff hat und dann sind im Nachhinein Ängste hochgekommen. Nach diesem Erlebnis bin ich mit ihr auch erst mal 14 Tage nicht mehr ausgeritten, weil es mir für alle Beteiligten zu gefährlich war und ich mich auf meinem Pferd erst mal wieder sicher fühlte. Bin auch nicht mehr so jung und sowas geht ja nicht spurlos an einem vorbei. Aber anstatt darüber zu reden, wird das dann auf mein Pferd geschoben. Und da wir nun noch ihren Hof verlassen, sind wir nicht mehr so gut angesehen. Schade, aber ich bin froh, dass es andere Leute ähnlich sehen wie ich. Wenn man das immer eingeredet bekommt, glaubt man fast selber dran oder wird unsicher.
     
  10. fredy2206

    fredy2206 Mitglied

    Danke, Ruffin. Dieses Verhalten war für mich das I-Tüpfelchen, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und mein Pferd umzustellen. Aufgrund unserer Freundschaft und des gemeinsamen Ausreitens habe ich immer noch gedacht, es geht mit der Gesundheit, aber diese Schuldzuweisungen haben mir den Anstoß gegeben, uns etwas Neues zu suchen. Und wir ziehen zum 01.07. um. In einen Stall, der für Hustenpferde ideal geeignet ist. Und dort werden wir ganz von vorne anfangen. Wir werden auch weiterhin privat was unternehmen, aber das mit dem Reiten ist leider vorbei. Und wie Du schon sagst, gegenseitige Schuldzuweisungen nützten nichts. Ich habe meine Entscheidung getroffen und mein Bauch sagt mir, dass sie richtig ist.
     
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