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Angst? Schmerzen? Flegelphase?

Diskutiere Angst? Schmerzen? Flegelphase? im Pferdeflüsterer Forum; Hallo ihr lieben, habe ein kleines "Problem" mit meiner 6 jährigen Stute. Seit ca. 1,5 Wochen bleibt sie beim reiten (aus dem Schritt)...

  1. getmohr

    getmohr ************

    Hallo ihr lieben,

    habe ein kleines "Problem" mit meiner 6 jährigen Stute. Seit ca. 1,5 Wochen bleibt sie beim reiten (aus dem Schritt) plötzlich stehen und will nicht weitergehen. Wenn ich verstärkt triebe, dann geht sie rückwärts. Das Problem tritt immer an einer langen seite der Bahn auf und nur auf der rechten Hand.

    Zuerst war es so, dass sie rechtsherum, gerne mal in der unteren Ecke der Halle gescheut hat und seit neuestem bleibt sie wie gesagt stehen, an der langen Seite die zu besagter "Gruselecke" führt.

    Wenn ich abwende und die seite neu anreite, dabei mit Kreuz und Schenkel ggf. auch mit der gerte relativ viel Druck mache, dann geht sie vorbei,läuft dann wieder super und bleibt irgendwann zig Runden später wieder stehen und macht das gleiche Theater.

    Bei meiner berieterin macht sie das nicht, weil sie von ihr schon beim kleinsten Versuch zurecht gewiesen wird, meint ihr das liegt am Felegelalter und sie macht es nur, weil ich nicht energisch genug bin?

    Könnte es tatsächlich sein, dass sie plötzlich Angst hat, obwohl sich überhaupt nichts in der halle verändert hat?

    Habe auch schon überlegt, ob evtl der Sattel nicht mehr so ideal liegt oder ob sie rückwärtsgeht weil ich nach vorne kippe oder ähnliches, find da aber keine Parallelen. Sattel liegt nirgendwo auf und sie macht es ja auch nicht immer, habt ihr vielleiocht noch Ideen?
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Also Schmerzen würde ich erstmal ausschließen - denn dann würde sie es unter deiner Bereiterin auch machen und vor allem nicht immer an der selben Stelle.

    Ich würde eher darauf tippen, dass sie entweder wirklich Schiss hat vor der Ecke oder (was mir noch logischer scheint) dass sie dich einfach "testet", verkackeiert, mal probiert, ob sie mit sowas durchkommt.
    Wenn sie wirklich Panik vor der Ecke hätte, dann würde sie ja nicht erstmal ohne weiteres dran vorbeilaufen und dann fünf Runden später auf einmal stehenbleiben.
    Es kann zwar durchaus sein, dass Pferde in manchen Ecken einfach irgendwelche unsichtbaren "Huchmampfs" entdecken und dann plötzlich Angst kriegen, aber so wirklich hört sich das für mich bei deiner nicht an - eher nach "Verarsche", bzw einfach nur blödes Getue.
    Ich würd einfach etwas energischer sein, dich wirklich jedesmal konsequent durchsetzen. Am Besten lässt du es gar nicht zum Stehenbleiben kommen. Wenn du schon weißt, dass sie genau da Schwierigkeiten macht, dann achte an der Stelle und kurz davor vermehrt auf ein fleißiges Tempo, wenn du merkst, sie wird langsamer und bremst ab, dann geh sofort dagegen vor, noch bevor sie überhaupt zum Hinstehen kommt.
     
  3. Osaka

    Osaka Inserent

    Ich schließe mich Lorelei an.
    Ich würde dem Pferd das rückwärts Gehen einfach unbequem machen. Mehr kann man nicht tun, da Schmerzen scheinbar auszuschließen sind. Viel Erfolg.

    LG

    Carmen
     
  4. LiSA.*

    LiSA.* Inserent

    Hi..

    da pony meiner Freundin macht auch manchmal (zwar jetzt seltener aber wenn sie schlecht drauf ist dafür umso öfter) das gleiche theater. Nur bei ihr geht dann gar nichts mehr..sie "schaut" nicht, bleibt nur stehen und wenn man dann treibt um vllt. doch weiter zu gehen, dann eght sie auch rückwärts..unsere RL sagen dann immer, dass sie sie im kreis drehen soll, einen ganz engen kreis und wenn sie nach einmal nicht weiter geht dann eben noch einen und ja eben so viiele "minivolten" bis sie nicht mehr mag, es ihr anscheinend zu dumm wird und dann plötzlich wieder weiter gehen kann.

    vllt. hilft das ja was, denn ich glaube auch, dass sie dich nur "verarschen" will..sozusage "hier könnten wir doch stehen bleiben oder?"

    kA..viellecht konnte ich dir damit ja helfen..

    Lg
     
  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Das mit dem "im Kreis drehen" hat mir ein ehemaliger Reitlehrer von mir auch mal geraten. War ne junge Stute, die ab und an einfach hingestanden ist und keinen Schritt mehr gemacht hat. Beim Treiben ist sie (wenn sie sich überhaupt irgendwie bewegt hat) rückwärts gegangen oder trotzdem stur stehen geblieben.
    Der RL hat jedenfalls damals in der Reitstunde den Tip mit dem Kreiseln gegeben. So lange das Pferd im Kreis drehen, bis es dem Pferd zu blöd wird. Dann geht das Pferd halt doch lieber vorwärts, weil das angenehmer ist als das Kreischen drehen - so wurde es mir jedenfalls damals erklärt und klingt ja auch erstmal recht logisch. Stehen und rückwärts wird durch das Kreiseln sehr unangenehm gemacht, also geht Pferd vorwärts.
    Hat bei der Stute auch wunderbar funktioniert die ersten paar Tage. Irgendwann hat das Pferd dann den Ausweg aus dem Gekreisel im Steigen gesucht. Sie ist dann nicht mehr einfach nur stehen geblieben, sondern halt gleich gestiegen, anstatt sich nur blöd hinzustellen. Und gegen das Gesteige hat das Kreiseln dann auch nichts geholfen, denn dadurch ist sie nur immer noch öfter hoch. Wir hatten also ein tolles neues Problem und das war bei weitem Schlimmer als das Stehenbleiben davor.

    Ich hab keine Ahnung, wie andere Pferde aufs Kreiseln reagieren, will damit nur sagen, dass du damit vorsichtig sein solltest - nicht dass du auch so eine hast, die ihren Ausweg dann eben auf andere Weise sucht und sich dann am Ende vom (dann doch recht ungefährlichen) Stehenbleiber zum Steiger/Bocker/Luftsprünge-Macher entwickelt.

    Meine eigene Stute (nicht das Tier von damals, das ist schon etwas länger her) hatte auch ne Weile ne Phase, wo sie einfach stehen geblieben ist (meist, wenn ihr was nicht ganz geheuer war) und dann rückwärts geRANNT ist, wenn ich sie getrieben hab. Dass sie stehen bleibt, wenn sie Angst hat, ist ja okay. Dass sie nicht unbedingt freudig lostrabt, wenn ich sie dann antreibe ist auch noch verständlich. Aber rückwärts gehen (vor allem in dem Tempo, wie meine Madame das betrieben hat) war mir dann doch zu viel. Selbst WENN sie wirklich Angst hat: Rückwärts ist ein No Go in dem Fall.
    Wir haben uns zur "Bekämpfung" des Problems eine Ecke auf dem Platz gesucht, die möglichst ungemütlich und gefährlich eingerichtet (da standen dahinter eh schon Paletten und anderes Zeugs, dazu ein paar Stangen und Planen hingeschmissen, alles schön so, dass es im Wind rumwehen kann.
    Sie durfte sich das Ganze vom Boden aus mal anschauen, da war sie zwar etwas skeptisch, ist aber brav mit hingegangen, hat sich das angeschaut und fand es dann langweilig. Gut. Also rauf aufs Pferd, ich hatte Sporen an, Gerte dabei. Ein paar Runden auf dem Platz gedreht, dann auf die böse Ecke zu.
    Pferd ist stehengeblieben. Hab sie kurz stehen gelassen, weil ja gefährlich, sie durfte kurz gucken und dann hab ich sie angetrieben - Pferd rückwärts. Solange sie rückwärts gegangen ist, hab ich sie mit den Sporen gepiekst (nicht reingedroschen wie ne blöde, nur immer sanft "angestachelt") und mit der Gerte aufn Hintern getickt (ebenfalls nicht wild drauflosgedroschen, sondern nur leicht). Obwohl man das Pferd nicht verprügelt oder fest zuschlägt/sticht, ist das dem Pferd natürlich unangenehm - vor allem auf Dauer. Meine hat das erste Mal nach 10-15 Metern rückwärts nachgegeben und ist stehen geblieben. Daraufhin hab ich sofort allen Druck von ihr weggenommen, sie am Hals gestreichelt und sie kurz stehen lassen, damit sie kapiert "Okay, wenn ich rückwärts geh, dann ist es unangenehm, wenn ichs nicht mach, dann ist alles gut".
    Das selbe Spiel dann wieder von vorne. Und nochmal.. und nochmal...
    Irgendwann ist meine dann auf das Treiben nen Schritt vorwärts gegangen. Da hab ich sie dann ausgiebig gelobt, und ne Weile stehen lassen, bin sie dann von der bösen Ecke weg geritten und zwei drei Runden um den Platz rum.
    Dann wieder zur bösen Ecke hin und alles von vorne.
    Bei nem Schritt nach vorne wurde sie gelobt und durfte dann erstmal kurz stehen bleiben. Joah.. Und so halt immer weiter ans "böse" hingearbeitet, bis sie irgendwann problemlos komplett hingelaufen ist.

    Das musste ich im Gelände noch ein, zwei Mal durchsetzen und dann war die Sache mit "wir gehen rückwärts, wenn wir keinen Bock mehr haben" gegessen.
     
  6. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Getmohr,

    grundsätzlich stimme ich meinen Vorschreibern zu - da Dein Stütchen "den Feetz" nur bei Dir macht, liegt die Vermutung sehr nahe, daß sie speziell Dich (mangels Konsequenz) auf den Arm nimmt.
    Dafür spricht auf jeden Fall, daß sie es nur in einer speziellen Ecke macht, und daß das Problem bei der Bereiterin nicht besteht.

    ABER: Du schreibst selbst, daß eventuell der Sattel nicht mehr passen könnte (6 Jahre ist ja, bei entsprechender Arbeit, vielleicht auch noch mal ein Veränderungs-Alter!), und außerdem grenzt Du ein, daß die Bereiterin sich 'gnadenlos' durchsetzt - damit könnte sie Schmerzen auch einfach wegtreiben, die Stute fügt sich, weil ihre Schmerzen noch weniger schlimm als der Druck der Reiterin sind!
    Für Schmerzen spricht auch, daß es nur rechtsseitig (Zähne? Hals? Rücken? Verspannung? Sattel? Wirbel?) auftritt.

    Wie ist Eure - also Dein und Stütchens - Rangordnung denn sonst geklärt? Ist sie sonst auch aufmüpfig Dir gegenüber? Ist sie eh ein "Frühlings-Macker"? :wink:

    Ich tendiere zwar ebenfalls zur "Dominanz-Problematik" (doofes Wort), aber in diesem Fall gibt es aus meiner Sicht auch genügend winzige Hinweise und Ansatzpunkte, die auf Schmerzen hindeuten - das würde ich, zumindest Sattel und ostheopatisch - mal checken lassen. Besser einmal zuviel danach gesucht, als sich hinterher Vorwürfe machen zu müssen! Und sollte gesundheitlich (hoffentlich) alles tutti sein, kannste ja immer noch den Chef raushängen. :1:

    Gruß, Charly

    P.S.: Achso - und sollte es tatsächlich Angst vor der Ecke sein, weil sich (Schmerzen oder echter Schreck) dort mal etwas ereignet hat - dann positive Konditionierung in Zusammenspiel mit "ich Chef"! :smile:
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2008
  7. getmohr

    getmohr ************

    Hallo,

    vielen Dank für die lieben Antworten.
    Hatte gestern Abend Reitstunde und siehe da: Pferd macht keinen Muchs und läuft ganz brav an der langen seite und der gruselecke vorbei, hat nichtmal mit der Wimper gezuckt...
    Gehe von daher auch davon aus, dass ich wohl gerade Opfer einen jugendlichen testphase werde....
    Um auzuschließen dass zusätzlich vielleicht auch noch körperlich etwas nicht stimmt, sie ist musklemäßig ziemlich gewachsen und ist auch bei dem Matschwetter schon das ein oder andere mal auf der Weide augerutscht, lasse ich doch mal Rücken etc von einem Osteopathen checken (ist mein TA), der kann dann gleich auch nach Zähnen und Sattel gucken, wobei ich die Zähne erst im August hatte machen lassen und der Sattel zumindest keine Auffälligen Passmängel zeigt (Kammer passt, gleichmäßiger Schweißabdruck).
     
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