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anlongieren?pferd kann aber will nicht...

Diskutiere anlongieren?pferd kann aber will nicht... im Bodenarbeit Forum; Hallo ihr alle, ich hab vor ein fürs anreiten ziemlich altes pferd anzulongieren. Die stute ist 9 ,dominant zickig und is äußerst empfindlich...

  1. Andel

    Andel Neues Mitglied

    Hallo ihr alle,
    ich hab vor ein fürs anreiten ziemlich altes pferd anzulongieren.
    Die stute ist 9 ,dominant zickig und is äußerst empfindlich wenn es um ihre hinterhand geht.
    ich hatte sie letztes jahr schon 2 mal an der longe. da hat sie es top gemahct ich dachte: ein naturtalent. naja aba die nächsten verusche gingen ziemlich in die hose.. sie drehte ihre hinterhand von mir weg und schaute mich an wie ein auto.wenn ich dann von hinten an sie rangegangen bin um sie vorwärts zu treiben, macht sie jedes mal eine tiptop hinterhandwendung.
    das war aber nicht das was ich will. wenn man sie dann sowiet hat dass sie einigermaßen um ein rum geht, und ich dann ein bisschen mit der peitsche schwinge dann reagiert sie erst nur mit ohren anlegen , nach der peitsche schlagend und wenns ihr gar nicht mehr passt galoppiert sie los und reißt einem die longe aus der hand ,packt sich lang und galoppiert dann n bisschen rum.dazu muss ich sagen ,dass ich nur eine wiese zu verfügung habe ,wo ich sie longieren kann und die stute von ihrem besitzer ( ein 60 jähriger netter mann) absolut verwöhnt wird und sie bei ihm mit ihrem willen durchkommt.
    eigentlich habe ich vor die stute bis zum spätsommer/herbst soweit fit zu machen dass ich mit ihr und einer älteren stute, die mit auf der wiese steht ausreiten kann... hat jemand eine lösung für mein problem,das mich schon viele nächte gekostet hat?!?!
    ich wäre euch super mega dankbar:notworthy:
     
  2. hamsterbacke

    hamsterbacke Neues Mitglied

    das problem hatte ich auch meine 4 jährige stute kannte das longieren eigentlich schon...dann fing sie bei mri aber das gleiche an wie du beschrieben hast....es hat nun fast 4 monate gedauert bis sie wieder das gemacht hat was ich wollte...hab viel bodenarbeit gemacht...mit stangen , planen, ballons...dait sie mal vom longieren weg kommt....dann hab ich langsam dazwischen immer wieder ne "longenrunde" eingebaut fast unbemerkt....

    dann hab ich wiedermit dem longieren angefangen...und hab mir immer ein ziel gesetzt....z.b. sie soll 5 runden im schritt artig gehen...hab mir am anfang einen helfer geholt der sie dann mit führte...dann ging er nur noch neben her...und später ging es so...und täglich ne runde mehr ...oder jeden 2. tag...wenn ihr langweilig wird bau ich heute nochmal stangen mit rein...und übe mit ihr an der longe zu wenden...

    manchmal probiert sie immer noch die hinterhand weg zudrehen...aber in großen und ganzen lässt sie sich jetzt longieren...hoffe das hilft dir ein wenig
     
    Katrin gefällt das.
  3. Andel

    Andel Neues Mitglied

    ja super vielen dank... an soetwas hatte ich auch schon gedacht... hat noch jemand erfahrung damit gemacht??
     
  4. Anne D.

    Anne D. Inserent

    Hallo Andel!
    Ich denke, du wirst nicht umhin kommen, dir mal die Wiese ein wenig abzustecken, sodass du nur noch einen größeren Zirkel hast, auf dem du arbeitest. So hat das Pferd zumindest nicht die Möglichkeit, dir die Longe aus der Hand zu reißen und irgendwo rumzugaloppieren und vor allem hast du auch so etwas wie eine Begrenzung, wenn sie wieder versucht die Hinterhand wegzudrehen.
    Versuch dann mal, beim Rauslongieren schon auf Hinterhandhöhe zu kommen und viel Longe nach vorne zu lassen (wenn du auf Schulterhöhe stehst, wirkst du noch bremsend). Wenn sie sich trotzdem nicht rauslongieren lässt, versuchst du ihren Kopf mit der Longenhand von dir fernzuhalten. Dafür mal ein bisschen die Hand hochnehmen und mit der Longe wedeln, wenn das nicht reicht auch mal Richtung Kopf touchieren. Wenn du dann im entsprechenden Moment nach vorne genug Luft lässt und nen Vorwärtsimpuls setzt, hast du sie zumindest schonmal rauslongiert :wub: .
    Beim Longieren an sich, würde ich dann das Pferd nicht so weit rauslassen und dafür mitgehen und zwar immer auf Hinterhandhöhe, also in einem sehr spitzen Winkel zum Pferd. So kann sie sich nicht umdrehen und du wirkst immer nach vorwärts ein.

    Motivationstechnisch fürs Pferd würde ich wohl auch eine Lösung wie hamsterbacke anstreben, allerdings finde ich schon, dass sie auch einfach mal wissen muss, wann sie etwas zu machen hat und nicht nur, weil sie gerade nicht dran gedacht hat, zu gehorchen.

    Viel Erfolg!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2007
  5. getmohr

    getmohr ************

    hey, empfehle dir auf alle Fälle die Wiese abzustecken, das geht ganz einfach mit zu Plastikweidenspießen und Isolatorenband. Für das Pferd ist auch eine optische Begrenzung wichtig um sich zu orientieren.

    Wie longierst du denn ansonsten? Welche Hilfszügel benutzt du?
     
  6. Andel

    Andel Neues Mitglied

    hey
    super, ihr helft mir damit schon sehr weiter... und die wiese werd ich auf jeden fall abstecken...
    zur longierweis:
    meine große longier ich mit sattel, und binde sie meist mit dreieckszügeln aus oda nehm die normalen zügel und binde sie damit aus... dabei achte ich darauf dass sie leicht nach innen gestellt ist.jede hand 10 bis 15 minuten dann handwechsel mit hinterhandswendung und ausbinder umschnallen naja und am schluss lass ich sie noch ein bisschen schritt gehen damit sie mit ihrem puls runter kommt.
    bei der kleinen is das schon etwas schwieriger: ich longiere sie meits nur mit trense und longierhilfe ( die ausbinder dieman über den rücken zwischen den vorderbeinen in das gebiss einharken kann.)
    vielen dank !!! auch schon mal im vorraus für weitere beiträge=))
     
  7. Neko_Kida

    Neko_Kida Neues Mitglied

    da sproblem haben meine freundin und ich auch. sie hat eine stute ca 10 jahre alt... die geht super ist nur etwas aufgedreht. sie geht kein schritt an der loge und hat angst vor peitchen. klasse... naja wenn sie auf der echten hand laufen soll macht sie das zwei runden dann dreht sie sich zu einem und guckt einen an.. kommt zu einen und meint die domina raushängen zu lassen indem sie beschließt in die andere richtung zu gehen. ich hab sie dann mal an der longe genommen und bin nebenhergerannt... so bin ich einen kreis gerannt und sie auch.. dann gings einige rmaßen nur beim galopp wirds schwer, da rennt die wie ne gesenkte sau :mask: das nebenherlaufen hilft auch gut gegen schwindel, ich versteh nicht wie man auf einem punkt stehenbleiben kann, nach kurzer zerit kipp ich um. naja dann hat sies einigermaßen gelernt, und wir haben ihr das kommando "raus" beigebracht. jetzt wenn sie versucht zu einem zu kommen sagen wir ernärgisch raus und sie geht raus, auch wenn nur wiederwillig. musst du mal versuchen. bei uns hilfts.
    lg neko
     
  8. tabby

    tabby Inserent

    Hallo Andel,

    ich würde erstmal die "normale" Longenarbeit streichen :no: . Dafür ganz viel Bodenarbeit (zum Vertrauen aufbauen), und - falls Du es kannst - würde ich mit der Doppellonge arbeiten. Ich halte die DL für wesentlich effektiver. Du kannst das Pferd viel mehr beschäftigen (nicht nur im Kreis laufen), dies erfordert entsprechend mehr Aufmerksamkeit von Deiner Stute. Weiterhin hast Du die Möglichkeit von Seitengängen jeder Art, was natürlich auch der Gymnastizierung dient.
    Unbedingt würde ich sowohl bei der Bodenarbeit als auch bei der Arbeit mit der Doppellonge Stangen mit einbauen.
    Bodenarbeit würde ich, falls möglich, 2 x täglich 10-15 min. machen; falls nur 1 x geht, würde ich mir 15-20 min. vornehmen und das dann etwa 2-3 x pro Woche.
    Bei der Doppellonge arbeite ich mögl. 2 x tägl. 15-20 min. oder eben wieder nur 1 x 25- 35 min. Das sind jedoch nur meine Erfahrungswerte, das ist natürlich bei jedem Pferd anders; kann sein daß deine Stute schon nach 10 min. genug hat - für den Anfang auch OK.
    Und noch etwas, falls Du Dich mit der Doppellonge nicht auskennst, laß es Dir von jemanden zeigen der Ahnung hat, denn auch da kann man Fehler machen - wäre Schade!
    Ich hoffe, ich konnte Dir damit wenigstens ein bißchen weiterhelfen und wünsche Dir gutes Gelingen mit Deiner Stute, :biggrin:

    LG, tabby
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Andel,

    ich glaube nicht, daß die Stute nur "kann aber nicht will". Ich denke, da stecken grundlegende 'Unklarheiten' zwischen Euch dahinter! Ich kann mich meiner (direkten) Vorrednerin nur anschließen, und kopiere Dir mal hier herein, was ich zu Vanessas Thread schon geschrieben habe ("total abgespackt an der Longe"):

    "...Und es hat noch einen weiteren Hintergrund: Reagiert er schon nicht auf Deine Führ-Signale, wenn Du ihn normal führst, dann KANN es an der Longe nicht klappen. Auch an der Longe 'lenkt' der Mensch nicht nur durch Kommandos, Ausbinder, Peitsche und Longe - sondern auch ganz gewaltig durch Körpersprache.
    Ich brauche mittlerweile nicht mehr deutlich anzutreten, um Fanny zum Trab zu bewegen, und auch mein Bein muß ich nicht mehr hinterherschleifen, wenn ich sie verlangsamen will - aber das sind die Anfänge! Und Körperhaltung und feinste Signale braucht man auch beim Longieren.

    Bei Euch ist die Situation verfahren, weil Dein Pferd sich höchstwahrscheinlich längst gemerkt hat, daß er nicht (vernünftig) galoppieren muß.
    Laß das Longieren erstmal ganz sein und übe konsequent und in JEDER(!) Alltagssituation das Führen am Boden. Schon beim Holen von der Weide/aus der Box Wendungen am losen Strick einbauen, stoppen, nicht fressen, weitergehen etc. - und zwar (am Ende) alles so, daß dabei kein einziges Mal der Strick gespannt wird!
    Wenn DAS wirklich und immer klappt - dann beginne wieder mit der Longenarbeit. Da zunächst nur Schritt und Trab, und zwar erstmal alles ohne Ausbinder. Das ist der Gymnastizierung und Dressur nicht zuträglich, hier aber aus gegebenen Gründen ERSTMAL sinnvoll. Wenn er Schritt/Trab/Halt 1a beherrscht, dann versuche einen Galopp - wenige VERNÜNFTIGE Schritte, sofort Lob, Ende der Arbeit. Das wird nicht beim ersten Mal sein, auch nicht beim zweiten. Aber in vermutlich 4-6 Monaten hast Du dann ein Pferd, das an der Longe ausgebunden ALLE Gangarten artig beherrscht.
    Ergänzend kannst Du dann auch einen GHP-Parcours oder ähnliches üben.

    Wie kommst Du dahin, daß er sich führen läßt?
    1) KONSEQUENZ und Disziplin - und zwar auch für Dich! Umdrehen, Pferd angucken, Pferd auch nur einen halben Huf zuviel vor-neben Dir gehen lassen - ist nicht! Und zwar NIE! Richte Dich darauf ein, daß Du künftig auch für das Fertigmachen vor dem Reiten länger brauchen wirst.
    2) Geführt wird (anfangs) NUR so, daß Dein Pferd mit seiner Stirn maximal auf Höhe Deiner Schulter ist - nicht weiter vor! (Ist meine Meinung, macht aus meiner Erfahrung heraus das "Klären der Fronten" anfangs einfacher, als wenn das Pferd den Kopf noch vor dem Führer hat.)
    3) Du gehst zielstrebig, ruhig atmend, wachen Schrittes vorwärts.
    4) Willst Du antraben: Spanne Deinen Körper, ohne die Atmung zu verkrampfen und hebe ein Bein deutlich an und mach einen weiten Schritt. Dann "traben". Ggf. durch Stimmkommando (immer das gleiche, später auch beim Longieren und ggf. Reiten) unterstützen.
    5) Willst Du stoppen/verlangsamen: Lasse eines Deiner Beine in der Bewegung deutlich über den Boden schleifen, dann stoppe. Dazu ggf. (immer das gleiche) Stimmkommando (Halt, Steh, was auch immer). Das kann man mit der Zeit reduzieren.
    6) Willst Du abwenden: Drehe Dich deutlich in der Bewegung in die Richtung, den Blick NICHT aufs Pferd, sondern in die gewünschte Richtung gewendet.
    7) Ist er brav, kurzes Lob mit Stimme, Zuwendung, Stirnkraulen - und weiter gehts.
    8) Überholt er: Scharfes nein, Ruck am Strick, Rückwärtsrichten bis er wieder neben-hinter Dir steht.
    9) Wendet er nicht ab: Entweder Kopf deutlich von Dir weg drücken (wenn Wendung Richtung Pferdeseite), oder Hinterhand und Körperzentrum deutlich von Dir wegdrücken (wenn Wendung zu Deiner Seite). Ich weiß, daß in der - ich nenne es mal "turnierorientierten" - Szene oft gelehrt wird, daß das Pferd nur vom Führer weg gewendet wird - ich persönlich finde, daß beides möglich sein sollte.
    10) Genauso muß sich Dein Pferd von beiden Seiten führen lassen.

    Es wird Dich viel Zeit, Geduld und auch Arbeit an Dir selbst kosten - aber es lohnt sich!"

    Ich denke, das könnte sehr wohl auch eine Lösung für Dich und die Stute sein!

    Außerdem solltest Du bedenken, daß sie (im Gegensatz zu Vanessas Pferd) nicht nur die psychisch-geistigen-rangordnungsgegebenen Probleme hat, sondern durchaus auch physische! Sie ist total untrainiert, vielleicht bereits falsch bemuskelt - das dauert und kann ihr auch Schmerzen bereiten! Gehe viel bergauf und -ab spazieren - das ist gut für Rücken und Hinterhand.

    Gruß, Charly
     
  10. Pamina

    Pamina Inserent

    Hallo,
    ich kopiere dir mal einen beitrag von mir rein, den ich in einem anderen forum mal vor einiger zeit geschrieben habe bei einem vergleichbaren problem. bin jetzt zu faul das alles neu zu formulieren :biggrin:

    "hallo,
    schwieriges problem. ich gehe jetzt mal davon aus, dass gesundheitlich tatsächlich alles in ordnung ist und auch die zähne kontrolliert sind.
    hast du das gebiss nachgeschaut nach scharfen kanten?
    ich würde dir dringend nahelegen, einen kappzaum zu verwenden.
    viele pferde mögen das gewicht der longe nicht am gebissring und reagieren sehr empfindlich darauf. vor allem, da die longe in bewegung ja auch schwingt, und dadurch rhythmisch zug am gebissring verursacht.
    zudem fällt es vielen pferden schwer, sich vernünftig zu stellen, die die wirkung der longe, wenn sie am gebiss verschnallt ist, sehr ungenau ist und sich dadurch viele pferde eher minimal im genick verwerfen, als dass sie sich vernünftig stellen.
    ein kappzaum wirkt dort korrekter und dürfte die arbeit für dein pferd sehr viel angenehmer machen.

    zu dem problem an sich:
    mein tipp wäre, das longieren komplett neu zu erarbeiten, und hierfür mit führtraining und gymnastik zu beginnen.
    beim führtraining muss er zuerst lernen, dir zu weichen, erst auf leichte berührung, und später auf fingerzeig. er muss also auf fingerzeig herumweichen, wenn du ihn nach links oder rechts schickst. wenn er weicht musst du natürlich bei dem geringsten ansatz sofort loben und darauf achten, dass er sich korrekt biegt. am besten arbeitest du auch hier schon mit kappzaum (auch wenn es ungewöhnlich ist, aber so kannst du seine stellung erfahrungsgemäß am besten beeinflussen) und einem langen schweren baumwollstrick.
    er muss lernen, auf dich und deine körpersprache zu achten. arbeite viel mit lob, achte hierbei aber unbedingt auf den richtigen moment für das lob.
    wenn er das weichen gut macht und besser auf dich achtet kannst du anfangen, ihn zu führen, auch hier muss er lernen, auf dich zu achten.
    er darf dich nicht mit der schulter überholen, der strick muss durchhängen, und er muss prompt stehen bleiben, wenn du stehen bleibst. wenn du rückwärts gehst muss er das ebenfalls, auch hierbei muss er darauf achten lernen, dass er mit der schulter hinter dir bleibt. gerät er vor dich richte ihn forsch zurück, mindestens vier saubere schritte. achte bei diesen übungen immer (!) darauf, dass er eine gewisse distanz (für den anfang reichen 20 cm) zu dir einhält, und dich niemals berührt, auch nicht mit der nase. je mehr du dies übst und konsequent deine ziele verfolgst, desto mehr wirst du merken, dass er auf dich achtet, schneller und besser auf dich und dein handeln reagiert. falls er dies nicht tut fehlt es dir an konsequenz.
    sinnvoll wäre es für dich vielleicht auch, wenn du dich etwas informierst über deine wirkung auf das pferd, wie also deine körpersprache und -haltung, sowie deine position sich auf das pferd auswirkt.
    grade bei solchen problemen, wie du sie mit deinem pferd hast, ist dies das a und o für die lösung des problems. deine anweisung muss klar und deutlich und für das pferd logisch sein. du musst konsequent sein, also bei richtiger reaktion IMMER loben, und bei falscher reaktion IMMER korrigieren, egal wie anstrengend das für deine nerven ist, dein pferd muss ganz klar und in jedem moment wissen, was du willst, du darfst ihm niemals einen entscheidungsspielraum lassen, wie er denn nun reagieren möchte.
    --> richtige reaktion: LOB
    --> falsche reaktion: korrektur, schritt zurück, neu beginnen, solange bis die richtige reaktion folgt

    wenn du dann oben genanntes ziel erreicht hast, er dabei auch immer eine gewisse distanz, die du von ihm forderst einhalten kann, dann kannst du damit beginnen, beide übungen miteinander zu verknüpfen. ihn also mit einhaltung dieser distanz weichen lassen, immer in korrekter biegung. nach und nach kannst du diese distanz dann vergrößern, bis du eben die distanz, welche zum longieren nötig ist, erreicht hast. wenn du merkst, dass er ungehorsam wird, sich zu dir umwenden will oder dergleichen, dann hast du die distanz zu schnell erhöht und musst ein paar schritte zurück gehen. ich weiss, dass diese methode sehr zeitaufwendig ist und es lange dauern wird, aber nichtsdesto trotz ist hier weniger mehr, gehe also nicht zu schnell vor, und lobe ihn immer im richtigen moment. arbeite aber nicht zu lange mit ihm. ich würde dieses training generell nicht länger als 20 minuten alle zwei tage durchführen und immer mit einem positiven erlebnis für das pferd beenden.
    natürlich musst du die regeln beim führen, weichen etc. auch im täglichen umgang beachten, so dass dies selbstverständlich wird. wenn du außerhalb des training mit weniger konsequenz mit deinem pferd umgehst wirst du natürlich nicht viel erfolg haben mit deinen bemühungen. führe ihn also immer bewusst, und sanktionieren immer auch im alltag respektloses verhalten in form von vorlaufen, anstubsen, ziehen am strick etc. und lasse ihn auch zwischendurch mal kurz weichen, bspw. beim putzen, beim grasen, beim spazieren gehen etc.
    damit erarbeitest du dir den nötigen respekt deines pferdes vor dir, denn daran scheint es noch etwas zu mangeln.

    hast du evtl. auch mal über fahren vom boden aus nachgedacht, oder doppellonge, falls du jemanden hast, der sich damit auskennt?"

    wenn fragen offen geblieben sind beantworte ich diese natürlich gerne :smile:

    LG
    sonja
     
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