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Anlongieren

Diskutiere Anlongieren im Bodenarbeit Forum; Hallo zusammen, würde gerne mal wissen wie ihr so die Longen-Arbeit mit einem jungen Pferd gestaltet? Z.B.: Wenn ihr keinen Longierzirkel...

  1. Villy

    Villy Inserent

    Hallo zusammen,

    würde gerne mal wissen wie ihr so die Longen-Arbeit mit einem jungen Pferd gestaltet?

    Z.B.: Wenn ihr keinen Longierzirkel habt, steckt ihr einen Bereich in der Halle ab? Oder macht ihr das ganz normal in der Halle?
    (Am Anfang natürlich erst am Halfter und ohne Ausbinder, aber...) wenn das Pferd das Longieren schon etwas kennt, langsam anfängt sich auszubalancieren, etc. - was benutzt ihr dann für Ausbinder?
    Was für Gebisse verwendet ihr? Normale Wassertrense, Ausbildungsgebiss?
    Vielleicht fällt euch selber noch was ein..?!

    Mich würden eure Erfahrungen einfach mal interessieren. Schreibt doch bitte einfach mal drauf los :biggrin:

    Liebe Grüße
     
  2. getmohr

    getmohr ************

    hallo,

    ich hab immer normal in der offenen Halle anlongiert und nur dann eine seitliche begrenzung mit Plastikzaunpfählen abgesteckt, wenns unbedingt notwendig war.
    Je nachdem wie sich das Pferd an der Longe verhielt, beispielsweise wenn es nicht außen bleiben möchte, was bei jungen Pferden schon mal vorkommt, hatte ich eine zweite Person zum longieren dabei. Als Ausbinder benutze ich bevorzuugt, auch und gerade bei den jungen Pferden Dreiecks- oder Laufferzügel.
    Ichb habe immer direkt mit Trense oder Kappzaum longiert, nicht am Halfter, ggf aber Halfter unter der Trense. Als Gebiss benutze ich eine Wassertrense, einfach oder doppelt gebrochen.
     
  3. Villy

    Villy Inserent

    Danke für deine Antwort! Fand ich sehr nützlich!

    So (oder so öhnlich) stelle ich mir das auch korrekt vor :smile: Auch mit den Dreieckern bin ich ganz auf deiner Seite. Finde Halsverlängerer gerade für junge Pferde totaler Schwachsinn.
     
  4. Pablo_Schatzi

    Pablo_Schatzi Inserent

    hi,

    also wir haben unserer Friesenwallach zu 2. anlongiert. Wir haben zwar nur einen Platz aber das hat ja keinen großen unterschied zur Halle.... also wir haben einen recht kleinen platz (maße weiß ich nicht genau) und haben ihn in der mitte geteilt so das wir ´zwei vierecke hatten. dann haben wir so angefangen das ich die longe in der Hand hatte und die andere Person ist mit dem Führstrick neben ihm im kreis hergelaufen am anfang hat sie ihn so gesagt geführt bis sie den strick immer lockerer lassen konnte und irgendwann ihn ab machen konnte. dann ist sie nur noch neben ihm hergelaufen und irgendwann einfach weg gegangen. Ich muss sagen das hat echt super geklappt ich glaub wir haben 3 tage gebraucht (jeweils ne viertel bis halbe stunde) am anfang hab ich ihn nur am halfter longiert mittlerweile hat er ne trense mit einfach gebrochenem wassergebiss drinn das klappt supi. ausbinder hatte ich jetzt erst 2 mal 10 min. drann oda so^^ hab dazu ne unterlage und ein longiergurt genommen aber normale ausbinder keine laufer oder so... hatte halt nix anderes aber ich finde so hat es auch super geklappt.
     
     
  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich arbeite dazu am liebsten im Longierzirkel, bzw im Roundpen, damit ich auch mal ohne Longe arbeiten kann, find das grade bei jungen Pferden sehr nützlich, wenn man nicht in ner riesen Halle longieren muss, sondern seitliche Begrenzung hat (wie gesagt, am liebsten ein Roundpen, also was ohne Ecken).
    Wenn man sowas nicht hat, würde ich für den Anfang mal sicherheitshalber was abstecken (so 20x20 Meter oder so), und je nachdem wie das Pferd sich verhält das dann auch weglassen und ganz normal in der großen Halle longieren.

    Ich longiere grundsätzlich am liebsten mit Knotenhalfter plus Bodenarbeitsseil (also ein relativ schweres Seil und nicht nur so ne dünne Flatter-Longe), weil ich zum Longieren so nebenher auch immer wieder etwas Bodenarbeit mache und das so einfach am besten klappt. Wird dann auch abwechslungsreicher fürs Pferd, wenn man immer mal wieder ne kurze Longier-Pause macht und dann meinetwegen Seitengänge oder Rückwärtsrichten an der Hand macht - grade mit Jungspunden, denen wird das ja schnell zu langweilig/zu anstrengend, wenn die immer nur im Kreis rumlaufen.

    Wenn ich "richtig" an der Longe arbeiten will, dann schnall ich übers Knotenhalfter das Zaumzeug (doppelt gebrochene Wassertrense als Gebiss) und häng Dreieckszügel ins Gebiss ein. Longe bleibt aber weiterhin am Knotenhalfter hängen.
    Erst wenn das Pferd routiniert und brav genug ist, mach ich die Longe auch mal direkt ins Gebiss (dann aber eine normale Longe, keine schwere mehr). Aber halt wirklich nur, wenn ich so gut wie nie Spannung an der Longe hab, halte nämlich nicht wirklich viel vom Longieren am Gebiss. Lieber Knotenhalfter oder noch besser Kappzaum. ;)
     
  6. Monika

    Monika Neues Mitglied

    Hallo Quote,
    wie alt ist den Dein Pferd?
    Ich habe einen 4 1/2jährigen Friesenbub, den ich jetzt ein gutes Jahr habe. Angefangen habe ich, ihn in einen abgestecktem Viereck zu longieren,d.h. nur mit Halfter ohne Longe. Ich habe auch nicht die Wörter Scherab usw. benutzt. Ich habe mit meiner Körpersprache gearbeitet. Tempiwechsel, stoppen, durch den Zirkel wechseln usw. Ich persönlich finde es furchtbar, ein Pferd mit Trense zu longieren. Jetzt haben wir einen Longierzirkel bekommen. Das geht auch gut, aber in einem abgestecktem Viereck sind wir auch sehr gut zurecht gekommen. Wenn Dein Pferd noch sehr jung ist, sucht es die Anlehnung, egal ob Holzwand, Bänder oder Zaun. Das ist ganz normal. Auch das Ausbalanchieren müssen sie lernen. Ausgebunden habe ich ihn erst viel später, erst als er verstanden hat, was meine Anforderungen an ihn waren. Dazu habe ich normale Ausbindestricke genommen, die ich verstellen konnte. Mein Friesebub hat alles ganz toll angenommen und hat noch nie Terror gemacht. Ich habe ein ganzes Jahr nur Bodenarbeit gemacht, Scheutraining, Spaziergänge, Hängerfahren, Vorbereitung für die HGP usw. Ich gebe meinem Pferd alle Zeit dieser Welt, die es für seine Ausbildung und seiner Entwicklung braucht. Achtung und gegenseitiger Respekt ist unsere Basis. Habe vor einem viertel Jahr mit einer Freundin erst angefangen, den Douwi zu reiten. Er war damals beim Kauf nur zwei Monate "angeritten".
    Durch die Bodenarbeit hat sich so ein tiefes Vertrauen entwickelt, das ich Reitanfängerin, nach 2 Monaten mit Douwi ins Gelände gegangen bin.
    Er ist sooooo ein lieber Kerl und ich werde alles tun um sein Vertrauen niemals
    zu missbrauchen. Und bitte, lass Dir und Deinem Pferd, die Zeit die ihr braucht. Denn gerade, so finde ich, beim longieren zeigt sich wie geduldig ein Ausbilder wirklich ist. Und bei den Ausbindern, nicht gleich so straff einstellen. Ich kenne Fälle, da haben sich die Pferde rückwärts überschlagen und das Vertrauen in den Menschen war für Monate gebrochen.
    Ich wünsche euch eine schöne Zeit in all euren Vorhaben.
    LG Moni

     
  7. anna.kenzo

    anna.kenzo Inserent

    Also ich fing mit meinem Kleinen auch erst mal nur mit Halfter und einer Helferin an.
    Dann nach einigen Wochen allein auf dem Reitplatz abgrenzung mit Doppellonge:yes: hatte nix anderes Langes.
    Wieder einige Wochen später mit Trense(doppelt gebr.)
    Er kannte sie schon vom Spatzieren tragen.
    Nach mehren Wochen fing ich an, 3Eckszügel ganz langzuschnallen.
    Die dürfen aber nicht allzu Früh eingesetzt werden. Das Hotti muss lernen sich erst mal so auszuballancieren.
    Dann nach und nach vorsichtig kürzer schnallen. Über einige Wochen.
    Ich find ein longieren mit nur einem Halfter ist später eher was zum aufwärmen und nicht zum richtigen Arbeiten:no:
     
  8. Villy

    Villy Inserent

    Vielen lieben Dank für eure tollen Antworten.

    Pferdi bekommt natürlich so viel Zeit wie es braucht. Manche benötigen ja bekanntlich mehr, manche weniger.
     
  9. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Ich würde einen Kappzaum nehmen, in den man später auch ein Gebiss einschnallen kann. Zuerst ohne Ausbinder longieren, später mit. Zum Ausbinden würde ich auch zu Dreieckszügeln tendieren.
    Stallhalfter ist denkbar ungeeignet, da du damit nur sehr schlechte Einwirkung auf das Pferd hast.
    Platz würde ich, soweit vorhanden, einen abgesteckten Logierzirkel (Roundpen) nehmen. Allerdings sollte es auch funktionieren, wenn mehr Platz da ist.
     
  10. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    ich persönlich hab bisher zum Anlongieren immer Halfter über die Trense, und dann Longe gleichzeitig in Halfter und Gebiss eingeschnallt.
    Hat bisher immer super funktioniert. Wobei Kappzaum natürlich das Optimum wäre.

    Nur auf Halfter würde ich wirklich nur machen, wenn ich einen abgegrenzten Longierzirkel hätte. Denn ein bißchen Einwirkung mag ich im Zweifelsfall halt doch ganz gern haben. Denn bei Tauziehen mit einem 450kg-Tier hab ich definitiv von vorn herein keine Chance!

    Als Gebiss bevorzug ich ganz normale, einfach gebrochene Wassertrense.
    Ausserdem schau ich, dass in der Halle/auf dem Platz nicht so viel oder gar nichts los ist. Pferdchen soll sich auf mich und seine Aufgabe konzentrieren...

    Am liebsten hab ich die ersten paar Mal einen Helfer dabei. Um das Pferd anzuführen und auch ruhig ein paar mal die Kreislinie mitzugehen. Auch beim Handwechsel dann meist mit Hilfe.

    Tja, und wenn`s dann nach einigen Tagen an Hilfszügel geht, nehm ich, je nach Pferd, lange Ausbinder oder Dreieckszügel.

    Extra einen Longierzirkel abgetrennt hab ich bisher übrigens noch nicht müssen. Hat auch so immer problemlos funktioniert.
     
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