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Auf den Schenkel sensibilisieren bzw. Grundtempo erhöhen

Diskutiere Auf den Schenkel sensibilisieren bzw. Grundtempo erhöhen im Allgemein Forum; Huhu, ich bräuchte bitte mal wieder Input: Mein Pferd (ÖWB, Stute, 17 Jahre) ist ja ein Energiesparmodell. Die macht keinen Schritt zu viel. Nie....

  1. espe

    espe Inserent

    Huhu,
    ich bräuchte bitte mal wieder Input:

    Mein Pferd (ÖWB, Stute, 17 Jahre) ist ja ein Energiesparmodell. Die macht keinen Schritt zu viel. Nie. Auch nicht auf der Koppel. Wenn alle Pferde losgaloppieren rennt sie gezwungenermaßen einmal hinterher, um dann nach ein paar hundert Metern stehen zu bleiben und gemütlich im Schritt hinterher zu zackeln.
    Und das ist halt auch beim Reiten so. Ihr Grundtempo ist "30 Jahre alter lahmer Esel". Damit sie halbwegs (und ich meine wirklich halbwegs, von gut sind wir hier noch weit entfernt) vernünftig läuft muss ich gefühlt jeden Schritt aus ihr raustreiben.
    Am Wochenende ist mir jetzt aufgefallen, dass das nicht nur ein Gefühl ist, das ist so. Ich treibe wirklich jeden Schritt aus dem Pferd raus. Das funktioniert, ich reite sie jetzt seit 10 Jahren so. Wir haben uns eingependelt, wir kommen zurecht. Aber es ist halt einfach nicht der Sinn der Sache und jetzt wo mir das aufgefallen ist will ich das ändern. Ich weiß aber nicht genau wie ich vorgehen soll.

    Ich muss aufhören jeden Schritt zu treiben. Klar. Das ist meeega schwierig, aber schaffbar. Nur: Wenn ich nicht treibe bewegt sie sich halt wirklich meeeega langsam. Also dachte ich, dass ich als erstes am Schenkelgehorsam arbeite. Also hab' ich sehr viele Halt-Schritt und Schritt-Trab Übergänge gemacht. Immer nur auf den Schenkel geachtet, das Tempo der jeweiligen Gangart war dabei egal. Ich denke, das hilft auf jeden Fall. Aber das Tempo ist halt schrecklich.

    Dann dachte ich, als separate Übung das Tempo erhöhen. Also hab' ich die Zügel lang gelassen und immer an den langen Seiten zugelegt. Gerte als Schenkelunterstützung funktioniert nur begrenzt, da wird das Pferd bockig, also machen wir das über die Stimme. Findet sie immer noch scheiße, funktioniert aber.

    Wir haben das jetzt erst einmal gemacht und ich dachte, bevor ich weitermache frage ich mal, wie ihr das machen würdet bzw. ob das halbwegs sinnvoll ist, was ich so vorhabe.

    Ich möchte das jetzt mal ein paar Einheiten auf dem Platz festigen und dann im Gelände machen. Ich bin guter Dinge, dass das was bringt.

    Aber was sagt ihr? Wie würdet ihr das machen?
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich würde darauf achten, dass du nicht mehr "runterdrückst". ihr rücken ist ja nicht so richtig tragfähig. bessern tut sich das, wenn du mit dem oberen beckenrand hinten bleibst, du die pobacken angespannt hast und du nicht ihre bewegung so mitmachst, indem du ihre bewegung bis zum ende nach vorne mitmachst. beende dein mitschwingen also nicht auf deinem schambein sondern bleib auf deinen gesäßknochen. ohne mit denen drücken zu wollen.

    so würde ich es machen.

    die schenkel hätte ich gezielt die ganze zeit "ab" vom pferd. wenn sie nicht vorwärts geht, würde ich die gerte nehmen. die füße dürfen zum absein aber nicht vor deinem körper sein - keinen stuhlsitz!
     
  3. espe

    espe Inserent

    Ich habe meine Bewegungen noch nie am Schambein beendet. Das ist auch was, was mir am Wochenende aufgefallen ist. Ich sitze zu viel auf dem Hintern. Bei meinem normalen Sitz spüre ich mein Schambein gar nicht, wobei ich das ja eigentlich sollte, oder? Ich sitze immer nur auf meinen Sitzbeinhöckern .. also vermutlich auch nicht das Wahre .. hmm :reflect:
     
  4. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ist immer schwer bei so einem "festgefahrenen" Fall. Das ewige langsam blockiert auch einiges im Pferd, dass irgendwann ein natürliches Vorwärts eine Riesen Hürde dar stellt...

    In so einem "trodler" Fall, ist immer bei mir erst mal die Sache Stoffwechsel Blutbild im Hinterkopf in Verbindung mit Schilddrüse. ich hatte jetzt tatsächlich schon einige Fälle, bei denen meine Tricks absolut nichts halfen, weil die Schilddrüsen Funktion schlicht nicht passte!

    Das sind dann aber oft so Kandidaten, die an 90% der Tage nicht vorwärts gehen und den restlichen 10% am liebsten dreckig Bocken...


    Natürlich solltest du aufhören, jeden Schritt raus zu treiben. Bei mir ist immer Fragen, Bitten Fördern. Also Wade Sporen und dann auch mal "zack". Und am Anfang ist das Bestimmt alle drei Schritte ein Zack aber dann gehts auch mal von allein. Die Gerte kannst du an Schulter, HIntern, oder direkt hinterm Schenkel einsetzen. Oder du nimmst sie wie die alten Meister nach oben in die Luft. Also Griff in die Hand und Gerte zeigt nach oben. Da kannst du dann aus dem Handgelenk mit der Gerte wackeln. Hilft auch manchmal...

    Den Schenkel würde ich weiter vorne einsetzen. Also wirklich direkt hinter dem Gurt. Da dann auch die Gerte und naja... Wenn ich einen hab, der nach der Gerte tritt oder ähnliches, dann kommt die einfach nochmal... :bahnhof: Für mich muss sich ein Pferd schon ins Vorwärts reiten lassen.

    Was auch helfen kann, sind schnelle Übergänge in der Gangart oder zwischen der Gangart. Trab / Galopp/ Schritt /Trab und alles vermischen. Das erfordert vor allem aber Konsequenz für dich. Du musst wirklich die Gangart auch reiten und nicht durchparieren und pausieren.

    Was mir noch einfällt ist häufiges Zügelmaß ändern. Also raus kauen lassen und wieder aufnehmen. Wieder flott in Dehnung und daraus wieder aufnehmen...

    Alles in Voraussetzung, dass du sie nicht mit dem Sitz einbremst... Dann wäre das alles nämlich Kontra Produktiv...
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich finds richtig.
    aber dabei nicht schwer sein.
     
  6. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass viele/häufige Wechsel der Gangart ein Pferd flotter machen.
    Und ja, ich würde auch die Gerte einsetzen. Bein impulsartig zu, wenn dann keine Reaktion kommt, einen Ditsch hinter den Schenkel.
     
    baobap gefällt das.
  7. espe

    espe Inserent

    Ja, wir "arbeiten" ja jetzt seit rund 10 Jahren so .. das wird sich nicht in drei Tagen ändern. Das wird ein langer Weg.

    Blutbild hatte ich auch schon überlegt. Auf der anderen Seite denke ich mir, sie ist so seit ich sie kenne. Kann natürlich auch seit 10 Jahren ein Mangel sein .. oder sie ist ein Energiesparmodell .. aber schaden wird ein Blutbild auf keinen Fall.

    Machst du das dann die ganze Einheit über oder nur "phasenweise"? Wenn ich das jetzt 30 Minuten durchgehend mache kann ich mir vorstellen, dass sie erst wieder abstumpft, auch auf das "zack". Oder so sauer wird, dass arbeiten nicht mehr möglich ist.
    Ich würd's jetzt eher phasenweise machen .. fünf Minuten arbeiten, dann fünf Minuten Ruhe (gar nix verlangen), dann wieder fünf Minuten .. oder gleich durchgehend?
     
  8. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Du kennst dein Pferd am Besten Espe. Aber ich halte nix für "Phasenweise" Richtig reiten.

    Dein Pferd hat 23h Ruhe vor dir. In der 1std will ich Aufmerksamkeit.... Ich würde die "Phasen" eher begrenzen. Also, ich reite dann halt mal nur 20 Minuten. :bahnhof:

    Vielleicht kannst du einen Kompromiss finden? Die ersten 10-15 minuten im Schritt raus zum Aufwärmen und dann auf den Platz, dort kleinere Einheiten finden in denen gearbeitet wird, dann wieder Zügel ganz lang und nur im Schritt leicht vorwärts (aber nicht gar nix...) und dann wieder eine kleine Einheit und das dann nach spätestens 15-20 Minuten beenden? Oder eben in der ersten Woche schon nach 10?
     
    Steady und Charly K. gefällt das.
  9. espe

    espe Inserent

    Mir ging's eher darum, ob ein Pferd durch das ständige "zack" (was die ersten paar Einheiten bei ihr sicher nötig sein wird) nicht eher noch mehr abstumpft. Ich hab' da dicke Halfinger vor Augen, deren Reiter bei jedem Schritt mit den Beinen klopfen, damit sich der Zossen bewegt, was aber genau gar nix bringt, weil's dem Tier halt komplett egal ist ..
    Aber naja, mein Pferd ist eigentlich kein dicker Haflinger und die reagiert eh recht sensibel auf die Gerte, von daher sollte das eigentlich schon klappen ..
     
  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich glaube eher, dass ein Pferd auf dieses dauer gedrucke und geschiebe abstumpft.

    Trag mal eine zu enge Hose den ganzen Tag. Die erste Zeit mega unangenehm und dann irgendwann spürst du es nicht mehr. Würde die Hose dir passen und jemand würde alle zwei minuten den Gürtel enger ziehen, würdest du das aber den ganzen Tag spüren. Also dieses ständige gedrücke und gerucke glaube ich, ist viel eher abstumpfend... Grad bei @Lorelai gespürte letzte Woche. Der hat sich schon so ans Drücken gewohnt, dass das dem eigentlich wurscht war. Hatte ich aber die Beine lang und "Normal" am Pferd ist er zurück gefallen. Also gabs halt zu beginn alle drei Schritte mal den Sporen und irgendwann hat er ein normales Grundtempo gefunden.
     
    Charly K. und Lorelai gefällt das.
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