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Ausrüstung - worauf achten.

Diskutiere Ausrüstung - worauf achten. im Westernreiten Forum; Hallo ihr Lieben, ich ergebe mich mal einer Laienfrage, denn leider ist das eines dieser typischen Dinge, die man als "nur Reitschüler" leider...

  1. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Hallo ihr Lieben,

    ich ergebe mich mal einer Laienfrage, denn leider ist das eines dieser typischen Dinge, die man als "nur Reitschüler" leider nie so richtig nahgebracht bekommt.
    Alles an eigenen Pferden bisher lief unter der Kategorie "Englisch geritten" und nun geht es daran, meine erste Westernausrüstung zu kaufen und bevor ich in massive Fettnäpfchen aufgrund akuter Doofheit trete, dachte ich frage ich bei den erfahrenen Westernpferdbesitzern hier einmal nach.

    Erst einmal: Von wo bezieht ihr euren Westernbedarf?
    Ich habe mich durch sämtliche auf google auffindbare Sattlereien geklickt und keiner bot nun eindeutig Westernsättel an, bzw. zeichnet sich als Sattler aus, der sich mit der Materie auskennt.

    Wir haben hier in der Nähe einen Sattler der meiner Erfahrung nach auf jeden 20 englischen Sattel einen Westernsattel im Sortiment führt, aber ob diese auch erkennen ob besagter Sattel sitzt? Etwas in mir zweifelt.

    Dazu kommt es ja, dass Westernsättel nur sehr geringfügig bis gar nicht angepasst werden können. Das entsprechend drunter liegende Pad ist ja auch allgemein etwas dicker, als die unter den klassischen Sätteln liegenden Schabracken, aber auch hier die Frage: Wie erkenne ich ein hochwertigen? Natürlich, Material nicht zu billig und die passende Größe, aber gibt es mehr zu beachten? Manche haben ja zusätzliche Einschübe für bspw. Polsterungen. Vermutlich solche Gegebenheiten gleich mit dem Sattler ausmachen, oder?

    Welche Marken sind zuverlässige Langzeitbegleiter?

    Unterscheiden sich Einohrtrense und Zweiohr auf irgendeine Weise bis auf die Optik merklich. Ich hatte bisher beides schon auf meiner Stute, aber einen großen Unterschied fühlte ich persönlich nicht. Bevor ich nun aber einen unbedarften Fehler mache und auf ein Jungpferd eine Einohrtrense schnalle ( mit normalen Snaffle Bit ) nur weil ich möglicherweise nicht weit genug nachgedacht oder nachgelesen hatte...Ich kann mir gut vorstellen das eine Einohr möglicherweise dem Gebiss mehr Spiel im Maul lässt.

    Kiwi, die nichts falsch machen mag, grüßt lieb & Danke schon einmal :meld:
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich würde mir zuerst einmal überlegen was für einen Sattel ich möchte.
    Als Westernreiter muss es ja nicht Zwingend der Sattel mit Horn sein, auf Turniere willst du ja eher nicht fahren.
    Und dann nachfolgend eben: Mit Baum oder ohne?
    Danach dürfte es sich richten an welchen Verkäufer man sich wendet.
    Ich sehe bei einem Jungen Pferd beim Baumlosen aber durchweg Vorteile. Meiner Stute hat der erste Westernsattel gerade mal vier Monate gepasst, dann hatte die so ausgelegt das ich noch mal einen kaufen durfte.
    Baumlos wäre das nicht passiert sag ich mal... wenn man da nicht gerade bei den Billigsten schaut gibt es an der Qualität auch nichts zu meckern.

    Soweit ich mich erinnere nimmt man Einohr auf Bit (Kandare), nicht mit Snaffle... meine mich zu erinnern das es mit Snaffle wohl etwas Unsicher am Kopf sitzt und schneller verloren gehen kann.
     
  3. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Das ist jetzt auf Anhieb die einzige Adresse, die mir einfällt:
    Westernsattel-Börse - das Original. Westernsattel, Sattel, Sattelboerse, Westernsattelboerse, Sattelshop
    Die haben ein ziemliches Sortiment an gebrauchten Sätteln vorrätig.

    Der hier läge entfernungsmäßig in etwa der gleichen Ecke:
    California-Brand - Ihr Spezialist für Westernreitsport
    Wenn ich mich richtig erinnere, haben die wohl auch mal selber Sättel angefertigt.

    Bis zu dem ist es dann schon ein Stück weiter zu fahren:
    Triple Horn Saddlery

    Ansonsten würde ich empfehlen, doch bis zur Equitana zu warten.
    (Auch wenn's schwerfällt ... )
     
  4. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Eine leichtere, anpassbare Alternative zum Westernsattel hatte ich auch in Betracht gezogen, wobei ich dabei eben noch weniger persönliche Erfahrung gemacht habe. Mir gefiel beim Westernsattel immer der "stabile Sitz" im Sinne von, der Hintern ist schön eingerahmt. Darin fühlte ich mich bisher meist wohler als im englischen. Entsprechend wäre eine Kombination am ansprechendsten. Ohne Baum habe ich (erschreckenderweise, wenn man so drüber nach denkt) nicht einmal gesehen bisher in meinem Leben. Da tun sich wirklich große Erfahrungslücken auf, die dadurch entstehen wenn man bisher nur das 0815 Zeug genutzt hat.

    Die fehlende Stabilität beim Einohr auf Snaffle ergibt sich vermutlich auch mit durch den fehlenden Kehlriemen. Optisch gefallen mir die Dinger nämlich sehr, aber darauf soll es nicht ankommen. Und da es bis zum Bit noch eine ganze Weile dauer wird, ist es schon einmal sehr gut zu wissen, bevor ich mich da in irgendwas verrenne weil "Trense ist Trense".


    Husar, dir auch ein "Danke" (die sind irgendwie nicht verteilbar gerade?).
    Bis zur Equitana werde ich auf jeden Fall warten, nur vorinformieren ist nicht schlecht, ehe ich laienfehler aus fehlender Information heraus begehe.

    Wobei mir die Equitana bei der Sattelfrage auch wenig helfen wird, denn auch wenn ich da einige nette Sättel mit sicherheit finden werde, werde ich selbst niemals erkennen können was ich da genau brauchen werde und was Pony letztlich passen wird. Deshalb der Experte. Nur diesen Experten zu finden... Schwierig
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Feb. 2015
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    fürs Jungpferd würde ich dir Trensen mit Kehlriemen empfehlen. Da fallen ein oder zweiohrtrensen schon mal raus. Eine stabile schlichte Trense reicht für den Anfang. Ich bevorzuge Verschlüsse mit lederriemchen oder quick- change, die screws müssen kontrolliert werden und ich bin da etwas nachlässig. Außerdem kann man da besser mal das Gebiss, die Zügel wechseln.

    sattel: du musst einfach mal westernreiter in deiner Umgebung fragen, wen die so empfehlen. Für den Anfang am besten jemand mit gebrauchten Sätteln. Falls es niemanden in der nähe gibt, einige Händler fahren deutschlandweit- gomeier zb., gibt aber noch mehr.
    Die Qualität erkennst du am Leder, das sollte ausreichend dick, nicht wellig oder zu spröde sein. Von der Verarbeitung her, sieht man es auch: die Nähte sollten sauber sein, die punzierungen von Hand ( gibt maschinell eingestanzte punzierungen) gemacht und der Sattel sollte keine genagelten stellen haben. Da wo die fenderaufhaengung ist, kannst du rein schauen und erkennen, was für ein Baum drin ist.
    Das Pad muss zum Sattel und Pferd passen. So pauschal kann man da nichts empfehlen. Ich benutze gerne reine wollfilzpads oder die classic Equine oder profchoice Pads. das würde ich dann mit dem Sattel zusammen kaufen. Wobei ein 5/8 inch Filzpad eigentlich nie verkehrt ist, weil du noch mit blanket zur Not aufpolstern kannst.

    detlef Wilhelm hat ein schönes Buch zum Westernsattel geschrieben, mit Ratgeber zum anpassen usw.

    gute Sättel sind zb.

    diamond c
    triple w
    continental (equiflex)
    bobs
    crates
    tom winter
    deuber

    gibt aber auch kleinere Sattlereien, die solide Sättel bauen (lassen) und als eigenmarke verkaufen. Wichtig ist dabei der sattelbaum und eben oben genanntes. In vielen Sätteln von der Stange werden zb. Bäume der Firma Steel verbaut, die geben Garantie auf ihre bäume.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Feb. 2015
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

  7. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Bin da bei MP, für den Anfang würde ich bei einem jungen Pferd auch eher zum Baumlosen greifen.
    Bei englischsätteln wäre das wieder was anderes, die sind ja doch um einiges besser anpassbar.
    Gebraucht gibt's die relativ günstig, haben aber auch einen guten Wiederverkaufswert falls es ein neuer sein soll.

    Nur ich würde den unbedingt von einem Profi anpassen und regelmäßig kontrollieren lassen. Das mit dem Polstern benötigt einiges an Erfahrung. Und bei einem Jungpferd würde ich nicht mit der Polsterung üben. Meine werde ich wahrscheinlich auch mit meinem Barefoot Sattel anreiten.
     
  8. Choco&Cindy

    Choco&Cindy Mitglied

    Bzgl. Sattler kann ich dir nicht weiter helfen,da ich aus Ö komme.
    Ich weiß, dass der Gomeier gut ist, aber das wird wohl nicht in der gewünschten Preisklasse liegen.
    Am Besten gezielt für deine Gegend im Forum fragen, da tun sich sicher gute Tipps auf.

    Prinzipiell würde ich jedem raten auf gute Qualität zu achten, die hat man bekanntlich am Längsten und hat auch einen guten Wiederverkaufswert. Bei einem guten gebrauchten Sattel sollte man schon mit 700-1500 Euro rechnen, je nachdem welche Ansprüche man an den Sattel hat(schlicht oder Showausführung). Bei Neuen ist man ab 2000 Euro dabei.
    Da man Westernsättel nicht verändern kann, durch umpolstern oder dgl. ist es prinzipiell ratsam, wenn man einen Sattelhändler findet, der einem einen wirklich passenden Sattel verkaufen kann und der diesen auch zurück nimmt, sobald das Pferd rausgewachsen ist und einem (natürlich meist gegen Aufpreis) wieder einen passenden verkauft.
    Gebrauchtsättel sind privat äußerst schwer an den Mann zu bekommen......

    Bei Pads sollte man natürlich auch auf Qualität achten, da der Westernsattel keine eigene Polsterung besitzt. Was man da bevorzugt, ist absolute Geschmacksache.......die einen wollen nur Lammfell, die anderen nur Neopren, usw.
    Ich mag die Professional Choice Pads irrsinnig gerne, halten ewig, kann man super mitm Kärcher reinigen und schauen gut aus, einziger Nachteil ist der Preis :bloed:

    Bei der Art des Kopfstückes kommt es drauf an mit welchem Gebiss du reitest.
    Usus ist: Einohr oder Zweiohrzäume mit Kandare und Stirnriemenzaum mit Snaffle Bit.
    Bei einem Stirnriemenzaum kannst du im Prinzip alles reinhängen, aber nie ein Snaffle Bit mit nem 2oderEinohr, weil du im schlimmsten Fall plötzlich ohne Zaumzeug da stehst, weil es über die Ohren rutscht.
    Ich nehme mal an, dass du auf Snaffle reiten wirst, also einfach ein Stirnriemenzaum und Kinnriemen nicht vergessen. Bei den Zügeln einfach durchprobieren, welche einem gut in der Hand liegen, ich mag am liebsten die Tom Winter Zügeln.

    Hoffe das hilft mal :)
     
  9. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Gerade im westernbereich wird auch viel Schrott angeboten.
    Zügel zb. Sollten ausreichend dick und schwer sein, ich bevorzuge zb. Harness Leder, die eine gewisse Festigkeit vorweisen. Billige Zügel sind meist leicht und labberig, da tust du dir keinen gefallen erstmal welche für 30 Euro zu kaufen. Die guten kosten 50 Euro aufwärts und sind zb. Von Weaver oder Schutz Brothers. Ich hab meine Arbeitszügel schon seit über 15 Jahren und sie werden immer besser ;)
    generell würde ich die Finger von so trendsachen lassen (günstig, bunt, mit viel Strass oder nieten) und eher Sachen für langfristig und von solider Qualität kaufen.
    Bei bodenarbeitssachen kann ich dir brockamp empfehlen ( für Seile) und knotenhalfter hab ich inzwischen ein tolles von double diamond. Gerade bei einem jungen Pferd benutzt man unheimlich oft diese Seile, und wenn das dann zu steif ist ( wie bei den billigen) kommt alles anders an beim Pferd.

    so rückblickend kann ich sagen, ich hab mich auf so messen schon zu manchem Kauf verleiten lassen, weil es ein "Schnäppchen" war. Letztendlich war es dann im Alltag nicht so tauglich wie gedacht, oder die ausgefallene Farbe war schnell langweilig. Im Endeffekt benutze ich täglich immer wieder die gleichen alten aber liebgewonnenen Sachen. Die Schnäppchen lagen dann rum und wurden wieder irgendwann wieder verkauft. Inzwischen bin ich viel vorsichtiger beim kaufen. Mein Youngster trägt, soweit es geht, die eingetragenen Sachen von meinem alten Pferd. Der hat kaum was neues. Hätte ich das alles kaufen müssen... :(
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Feb. 2015
  10. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Danke bisher für die Tips und Erfahrungen! :)


    Bis es soweit ist, dass ich "Den Einen" Sattel auf den Pferderücken legen werde, wird wohl noch Minimum ein Jahr vergehen. Bis dahin werden es dann wohl diverse Übergangsmodelle tun, die dann entsprechend gebraucht gekauft und weiter verkauft werden.
    Denn so gern ich auch ordentliche Ausrüstung am Pferd habe: Für einen neuen(!) Sattel der dann doch regelmäßig nicht mehr passt ist mir das Geld zu schade. Also erstmal was altes labbriges das passt, wo es mir nicht weh tut wenn ich da möglicherweise die ein oder andere Macke dran wieder finde.
    Dementsprechend gefiel mir auch der Vorschlag von Manic. Bei einem Baumlosen erspare ich mir sogar das stete hin und her und passe das entsprechende Modell einfach nach Notwendigkeit an.
    Die Frage ist: Kann denn jeder Sattler zugleich auch mit Baumlosen was anfangen und sind die mittlerweile gängig bei solchen Sattlern im Angebot?

    Ich erinnere mich übrigens daran bisher jede Trense mit Zügel gekauft zu haben. Aber bisher waren auch viele meiner Bestellungen bei Loe.sdau getätigt...:embarrassed:
     
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