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Beidseitiger Fesselträgerschaden

Diskutiere Beidseitiger Fesselträgerschaden im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo Leute! Ich habe ein Problem. Letztes Jahr im Sommer erlitt mein Pferd (Holsteinerwallach, 9 Jahre, 180 cm groß) einen Fesselträgerschaden...

  1. Vera95

    Vera95 Neues Mitglied

    Hallo Leute!

    Ich habe ein Problem.
    Letztes Jahr im Sommer erlitt mein Pferd (Holsteinerwallach, 9 Jahre, 180 cm groß) einen Fesselträgerschaden im linken Vorderbein. Die Ursache wissen wir nicht, eventuell ein Weideunfall oder die damals bestehende Huffehlstellung (Zehen zu lang). Habe ihn dann einen Monat stehen lassen und danach einen Monat geführt, so wie der Tierarzt gesagt hat, die Huffehlstellung wurde weitestgehend korrigiert.
    Als ich wieder angefangen habe , hatte mein Wallach nach kurzer Zeit nun einen Fesselträgerschaden im rechten Vorderbein. Ich habe ihn dann wieder 6 Wochen stehen lassen und dann einen Monat geführt.
    Jetzt steht er seit April auf der Weide.
    Die Tierarztkosten waren enorm :(.
    Ich weiß nicht wie ich mit ihm fortfahren soll, ich habe sonst Springen und Dressur freizeitmäßig geritten. Mich belastet die Situation sehr.
    Hat jemand eine Idee, wie ich in Zukunft weiter mit ihm arbeiten kann?
    Wie kann ich am besten wieder anfangen und wann sollte ich Ihn wieder reiten?
    Was für einen Boden sollte ich mir am besten zum Reiten aussuchen?
     
  2. Mir kommen die Pausen für einen Fesselträgerschaden sehr kurz vor.
    Ich kenne eher die Richtzeit von etwa einem Jahr, bevor man wieder reitet.
    Sehnensachen = fester, eher harter, ebener Boden ohne viele Wendungen.
     
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  3. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich kenne einige, denen spezielle Beschläge geholfen haben. Da kommt dann eine Platte zwischen Huf und Eisen, die den Huf hinten anheben und so den Fesselträger entlasten. Kann aber sein, dass das Pferd dann für immer so beschlagen werden muss.
    Ob das zu deinem Pferd passt, würde ich mit Hufschmied und Tierarzt/Klinik absprechen. Am besten wäre, wenn die beiden mal miteinander reden.
     
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  4. User4711

    User4711 gelöscht

    Fesseltraeger sind sehnen. Eine Entlastung macht nur für wenige Tage Sinn. Danach verkürzt sich die sehne und man vergrößert das Problem.
    Korrekte hufstellung fürs Pferd mit kurzen Intervallen und natürlicher Abrieb ist super wichtig. Die stellung sollte wenn geht gleich bleiben. Dadurch bleibt die srhnenbelastung gleich. Dann viel gleichmäßig Bewegung.
    Kein springen, keine versammelten Lektionen. Sehnengewebe benötigt bis zu zwei jahre damit es komplett abgeheilt ist. Muskeldefekte gehen deutlich schneller.
     
     
  5. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich wusste, dass jemand kommt und das mal wieder ohne Wenn und Aber widerlegt.

    Ich kann eben nur aus der hier eben so oft ignorierten Praxis sagen, ich kenne einige Pferde, die so wieder reitbar wurden. Woher willst du also wissen, dass das unmöglich ist?

    Aber dann lass doch nach der Logik den Huf doch einfach wieder so lang werden wie vorher, die Sehne verlängert sich und alles ist wieder gut. Sämtliche Fachleute reden Quatsch, die studieren nur Tücher sortieren und fegen.

    Das einzige Problem meines Wissens ist, dass man die gegenüberliegende Sehne dehnt, wenn man die hintere entlastet. Aber bevor ich hier dummes Halbwissen von mir gebe, habe ich dazu ja lieber geraten, einen Fachmann zu fragen.

    Es nervt mich hier manchmal echt, dass manche Leute hier ihre persönliche Meinung für die einzige Wahrheit halten. Man kann doch auch mal seine Meinung sagen, ohne alles andere auszuschließen zu müssen...
     
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  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Es kommt darauf an wie man entlastet.
    Keile entlasten die die Sehnen, dafür steigt die Belastung an anderer Stelle. Es findet eine Umverteilung statt.
    Shali hatte sowohl den Fesselträger als auch die Beugesehne kaputt.
    Beschlagen wurde die mit Eisen die sehr lange Schenkel hatten.
    Da macht dann weniger Druck auf mehr Fläche.
    Viel entscheidender ist für mich da aber Ruhe.
    Allerdings nicht so das das Pferd gar nicht belastet weil das Narbengewebe dann unelastisch wird.
    Ich habs mit viel Schritt auf hartem Boden gehalten, wir sind mehrmals in der Woche bis zu sieben km zu Fuss und auf Teer ums Dorf gelaufen.
    Ich bin der Meinung das das Gewebe dadurch Optimal angeregt wurde möglichst Belastbar zu heilen.
    Und sechs Wochen sind halt nichts bei sowas.
    Wir haben alleine daran 9 Monate laboriert. Die ersten 3 Monate zähle ich nicht dazu weil sie da wegen der Fissur wirklich stehen musste zum Großteil.
    Ein Monat führen ist da also nichts.
    Ich habe nach fast einem Jahr wieder angefangen zu reiten.
    Das Bein hat dann aber auch gehalten.
    Gerade bei Sehne wird so viel gespritzt und gemacht und getan um Früher wieder anzufangen. Für teures Geld.
    Dabei kann der Faktor Zeit da sehr gute Ergebnisse erzielen.
     
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  7. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Hallo, nicht gleich streiten. Es ist an beiden Seiten etwas dran.

    Das hinten hochstellen entlastet den Fesselträger, soweit richtig. Das Aber liegt für mich woanders - wenn man das Pferd so wieder anschiebt, dann sind dafür andere Strukturen mehr belastet, denn die Last, die vom FT genommen wird, ist dadurch ja nicht weg, sondern muß von anderen Strukturen übernommen werden. Daher ist das eine Maßnahme, die im akuten Fall sinvoll sein kann, nicht muß. Und auch dann nie eine gute langfristige Maßnahme sein wird.

    Der erste Einwand ist für mich der wichtigste. Ein Sehnenschaden braucht viel Zeit. Wenn das Pferd nicht mehr lahm ist, dann muß der FT (wie jede Sehne) unter steigernder Belastung ausheilen, damit er auch später wieder belastbar ist. Hier hängt es davon ab, wie schwer der Schaden sich auf dem Ultraschall darstellt.

    Nach sechs Wochen kann man einen ersten Nachschall vornehmen lassen. Daran entscheidet man, wie man weiter vorgeht.

    Nur für den Fall eines guten Heilungsverlaufes heißt das ungefähr folgendes Vorgehen (wenn das Pferd in der Box steht):

    Im ersten zweimal täglich 15 min führen
    Im zweiten Monat 40 min führen
    Im dritten Monat 20 - 30 min Schritt reiten
    Im vierten Monat 30 min Schritt reiten
    Im fünften Monat 45 - 60 min Schritt reiten, auch mit Lektionen
    Im sechsten Monat alle 14 Tage 5 min Trab hinzufügen, nur geradeaus
    Im siebten und achten Monat alle 14 Tage 5 min Galopp hinzufügen.
    Ultraschall nach 6 und nach 12 Wochen

    Das ist jetzt nur ein grober Plan, den muß man natürlich auf jedes Pferd individuell anpassen. Aber Du kannst hieran zumindest erkennen, das 10 Wochen nicht besonders viel Zeit ist für einen Fesselträgerschaden.
     
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  8. User4711

    User4711 gelöscht

    Weisst du frau horst... du hast natürlich recht... mein wissen kommt ja aus der human medizin. Das kann ja nicht richtig sein. Hier geht es ja um ein pferd.
    Bazinga.

    Nebenbei DU hast gerade eine Aussage bewertet ich habe meine Meinung geschrieben zum Sachverhalt. Kannst ja mal drüber nachdenken wo der Unterschied dazwischen ist.
     
  9. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    In meinen Augen hast du mit deiner Aussage meine widerlegt. Das habe ich dann bewertet, ja, das finde ich doof!

    Ich sage ja eben auch gar nicht, dass hier irgendwer Unrecht hat. Jeder hat seine Erfahrungen und Kenntnisse, woher auch immer. Es ging mir nur eben darum, man kann doch auch so schreiben, ohne andere als doof dastehen zu lassen. Ich weiß, dass Eisen hier nicht sehr beliebt sind und ich würde niemals dem Barhufer seine Vorteile absprechen wollen. Trotzdem ist es aber eben Fakt, dass ich einige kenne, die durch diesen Beschlag mit Platten wieder (teilweise begrenzt) belastbar wurden. Diese Option grundsätzlich abzulehnen wäre vielleicht dumm weil es helfen könnte. Könnte, mehr nicht.
     
    Farooq gefällt das.
  10. User4711

    User4711 gelöscht

    Du findest das doof, dass jemand anderes eine andere Meinung/Erfahrung hat und diese schreibt ohne vorher dazu legen dass auch andere Meinungen da sind.
    Sollen wirklich in Zukunft alle Beträge beginnen mit: also es gibt noch tausend andere Meinungen und Optionen. . Eine ist:
    ?
    Ich gehe davon aus das ein mündiger Forenleser tatsächlich versteht, dass jeder Schreiber eine Meinung schreibt, die nicht allumfassend ist und es auch nie sein kann.



    So zum Thema Hufeisen. Ja sie können eine option sein. Wenn der Pferdebesitzer die schmiedintervall kurz haelt. Jedes mal wenn der schmied den huf kürzen kommt es zu einer Veränderung der Kräfte die auf Bänder und sehnen wirken. Ich gehe davon aus, dass du hier mitgehst, oder?


    Wie auch immer. Pony hat beidseitig fesseltraegerschaden. Da sie eh nen gelben schein hat, haben wir gemacht: bischen metacam, zwei dosen kuehlpaste, Akupunktur und alle 5wochen den schmied. Und zeit.
    Kosten bis dato kein 200euro.
    Kein schall, keine röntgenbildern.
    Wofür? Wo der schaden ist wissen wir.Der auAusmaß ist egal.. da lohnt sich erst in 12monaten zu schauen ob es immer noch kaputt ist.
    Ach ja und kollagenzeug zu fressen.
    Und Zeit.
     
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