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beißen, ausschlagen bis angreifen!

Diskutiere beißen, ausschlagen bis angreifen! im Pferdeflüsterer Forum; hallo ! :) Also, ich habe da mehr oder weniger ein Problem gg. Es geht um meinen Araber-Hannoveraner. Er ist jetzt 12 Jahre alt, wir haben ihn...

  1. Mystic

    Mystic Neues Mitglied

    hallo ! :)

    Also, ich habe da mehr oder weniger ein Problem gg.
    Es geht um meinen Araber-Hannoveraner. Er ist jetzt 12 Jahre alt, wir haben ihn seit Ende November 2011 und mir ist rein gar nichts von seiner Vergangenheit bekannt.. Alles was ich weiß, ist, dass er ziemlich viel herumgekommen ist, und nun wurde er uns weit unterm Wert verkauft..

    Von seinem Verhalten her ist mir beim Probereiten rein gar nichts aufgefallen. Nicht schmusebedürftig, aber auch nicht so, dass er gleich zubeißt wenn was nicht passt. Er wurde geputzt, alle vier Hufe wurden ebenfalls problemlos ausgeputzt.. Er kam mir vor wie ein normales Pferd gg

    Aber sobald wir ihn Zuhause hatten, zeigte sich, dass der nicht viel für uns übrig hatte..

    Wenn man ihn auf eine Wiese lässt, alles schön bewachsen und gutes saftiges Futter, bekommt man ihn nicht mehr eingefangen. Geht man auf ihn zu, dreht er sich frontal zu einem und galoppiert drauf los, mit gelegten Ohren. Beim ersten Mal dachte ich, ich fuchtele etwas mim Strick rum und spring ihm entgegen, aber nö, das schreckte ihn überhaupt nicht ab. Er stieg vor mir und schnappte..

    Beim Füttern dreht er auch total durch. Wenn ich ein Futter in der Hand habe, kommt er mit gelegten Ohren her, geb ich es ihm nicht sofort, bekommt man eine fette Bisswunde auf den Rücken verpasst, und reicht das nicht schon, bekommt man noch einen blauen Oberschenkel von den Hinterfüßen..

    Und die hinteren Hufe gibt er auch nicht.. Obwohl, okay, das könnte tatsächlich mal an Gleichgewichtsproblemen liegen, dass er echt nichts dafür kann.. Aber das glaub ich bekomm ich hin, ist schon viel besser wie am Anfang

    Und fremde Leute mag er gar nicht. Da ist ja das, was er zu uns ist, noch Füße-küssen.. Wenn meine Freundin mein zweites Pferd reitet, schnappt er ihr immer nach wie eine Furie..

    Dagegen beim Reiten ist er aber Bombe. Total motiviert, voll vertrauensvoll zum Reiter, macht alles was man von ihm verlangt und hat auch total viel Respekt. Nur dass er nervlich irgendwie oft nicht so zurecht kommt (Araber halt) aber sonst macht der alles mit, geht Turniere und alles. Und anderen Pferden gegenüber unterwirft er sich sofort!
    Außer bei Wanderritten, wenn ihm jemand zu Nahe kommt. Auf der Weide bei anderen macht er aber nie Probleme.

    Derzeit haben wir das halt so, dass wir ihn sozusagen mit Samthandschuhen anfassen, und aufpassen. Auf der Weide nehmen wir ihm immer einen Humpen Futter mit, dann kommt er eh schon angelaufen, sprich Möhren, sonst wird er eh wieder ungemütlich.. Und beim Füttern in der Box sperr ich ihn zuerst weg und mach meine Arbeit, um ihn erst dann reinzulassen. Den Rücken drehn wir ihm auch nie mehr zu und wenn er zu Schnappen versucht, fängt er eine, dann ist eh Ruhe für den Augenblick zumindest..

    Unser HS ist letztens wieder rein, kommt er raus aus der Box und fliegt den einfach an. Aber mein Däd ist eh noch dazw. gegangen, sozusagen..

    Also, es ist halt so: gehen tut's schon. Mit Vorsicht haut bei dem alles hin. Und ich mag ihn auch voll gerne, er ist echt ein tolles Pferd. Nur ich mag das, was da zwischen uns liegt, nicht. Ich möchte Lockerheit haben, wenn ich zum Pferd gehe, und das hab ich bei ihm nicht.. Er hat vor uns allen einfach keinen Respekt, er macht was er will, er weiß, dass er Stärker ist..
    ich habs mit viel Bodenarbeit versucht. Und die macht er auch brav, er macht ja alles, was von ihm verlangt wird.. Aber oft hängt's ihn einfach aus..

    ..versteht ihr, was ich meine? Habt ihr irgendwelche Tipps..?

    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2012
  2. HorsesLove

    HorsesLove Inserent

    hm...bei manchen pferden ist es auch so, dass sie sich um 180° "drehen" im charakter, wenn sie verkauft werden...eine richtige wesensveränderung ist da möglich...hat das pferd den stall wechseln müssen? und hat es personen, die es noch von früher kennt?
    hab es schon oft erlebt, wenn unsere pferde verkauft wurden, dass sie in einer fremden umgebung bei fremden leuten ein total anderes tier waren...die bravsten pferde haben sich da plötzlich nicht mehr anlangen lassen - ein fall war sogar umgekehrt, das größte problempferd in unserem stall war plötzlich lammfromm...vielleicht hängt es ja mit sowas zusammen!?
    auch bei meinem eigenen pferd war das so...wollte ihn verkaufen...als die neuen besitzer ihn abgeholt haben, war ausgemacht, dass ich mit zum hof fahre und schaue, wie er dort ankommt...also pferd in den hänger und dann bekam ich einen anruf, jemand war im krankenhaus und ich konnte nicht mit...musste dann so schnell es geht ins krankenhaus...jedenfalls konnte ich alles mit dem pferd machen, er lässt sich überall anlangen und egal mit welcher situation er konfrontiert wird, meistert er sie ohne jegliche aufregung...
    die leute dort konnten aber nicht mal mehr zu ihm in die box, angeblich sei er richtig aggressiv gewesen...2 wochen lang haben sie ihn nicht mals angerührt, nicht geputzt, keine box gemacht, gar nichts:( der arme...
    die hatten sich nicht bei mir gemeldet, also bin ich nach 2 wochen hingefahren...als ich das gesehen hab, hab ich das pferd eingepackt und hab ihn mitgenommen...zu hause angekommen war es das gleiche pferd wie zuvor...
    ich erzähl das, weil bei deinem pferd vielleicht etwas ähnliches vorliegt? weißt du, ob er diese verhaltensmuster (nicht einfangen lassen, fremdenfeindlichkeit......) auch in seiner früheren umgebung hatte?
     
  3. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Ich finde sowas ja unglaublich schwer zu beurteilen, wenn man das Pferd nicht persönlich kennt. Im Grunde klingt das alles ja soweit nicht schlecht was ihr tut.
    Es ist also so, dass das Pferd tut, was du möchtest (-> Bodenarbeit) und sich eigentlich nur in Situationen so benimmt, in denen es frei auf der Weide läuft oder halt angebunden oder in der Box steht? Bei der Bodenarbeit gibts keine Probleme?

    Wenn das wirklich so ist, wäre meine spontane Idee für den Anfang (ich bin ja eigentlich gar nicht so der Bodenarbeitsmensch): Mach alles was du tust zu Bodenarbeit. Gib ihm für alles Komandos. Nicht einfach anbinden und stehen lassen, sondern anbinden und das Komando fürs stehen geben (das natürlich vorher bei der Bodenarbeit gezielt eingeführt wurde). Und dann korrigiere, wenn er hampelt. Sieh alles als Übung an. Beim Führen stets Aufmerksamkeit erwarten und einfordern. Egal obs nur ein paar Meter zum Putzplatz sind.

    Kannst du ihn in der Bodenarbeit einfach irgendwo abstellen? Das würde ich z.B. dann üben und soweit steigern, dass er auch steht, wenn du da mit Futter über den Platz hüpfst. Ziel ist dabei, dass du, wenn du mit Futter kommst, ihn auf Komando abstellen und füttern kannst und das Komando erst auflöst, wenn er zum Trog gehen darf.

    Ich habe schon das Gefühl, das Pferd "erpresst" euch ein bisschen.

    Ich würde da gezielt rangehen, das Futter (also Leckereien) minimieren bzw. sie auf ein bestimmtes Wort prägen (irgendjemand hier hat das so gemacht und das finde ich ne tolle Idee), bis er versteht, dass er nicht erwarten kann, dass er Futter bekommt, wenn er giftig ist und danach verlangt sondern nur dann, wenn du das erlaubst. Dazu gehört dann halt, dass jedes sonstige Betteln keinen Erfolg bringt. Und Drohen schon gar nicht. Ein drohendes Pferd niemals belohnen, auch nicht, wenn man fürchtet, dass es sonst sauer wird. Wenn er damit immer Erfolg hat, macht er natürlich weiter. Würd ich auch ;-)

    Ist natürlich unglaublich arbeitsintensiv, aber bestimmte Verhaltensmuster müssten dann eigentlich ins Blut übergehen und irgendwann weiß er, Futter gibts nicht, weil man droht bis der Besitzer nachgibt.

    Ich würde einem dominanten Pferd möglichst (ja ich weiß, das ist gar nicht einfach) jede Entscheidungsfreiheit entziehen und alles genau ansagen. Dass er sich auf der Weide unterordnet, könnte natürlich auch auf ein unsicheres Pferd schließen lassen, dessen Agressionen aus ebendieser Unsicherheit erwachsen, aber auch bei einem unsicheren Pferd macht man mit klaren Anweisungen erstmal nichts falsch.

    Aber das sind jetzt nur so spontane Gedanken dazu.

    Und ehrlich, bevor es richtig gefährlich wird, würde ich mal schauen, ob du euch nicht Hilfe suchst und jemanden, der gezielt mit euch an diesen Problemen arbeiten und euch vor Ort begleiten kann.
     
  4. Osaka

    Osaka Inserent

    Es gibt so Pferde, die sind beim Reiten Top, aber im Umgang eine Kathastrophe und umgekehrt. Da wirst Du halt noch viel Arbeit mit haben. Man darf sich weder einschüchtern lassen, noch ausfallend werden. Gar nicht so einfach. Da braucht man viel Geduld. Füttern sollte man nur wenn die Rangfolge eindeutig geklärt ist. Und das ist sie ja scheinbar nicht. Ich würde gar nichts mehr aus der Hand füttern wenn man sich keinen Beißer heranziehen will. Und das Einfangproblem würde ich anders lösen.
    Einfach mal so einfangen, loben und wieder frei lassen. Immer wieder und immer wieder. Osaka hat sich anfangs auch nicht kriegen lassen und das haben wir auch ohne Leckerlis geschafft. Heute kommt sie sofort freiwillig wenn sie mich sieht, obwohl sie genau weiß das ich ihr nie was aus der Hand gebe. Oder frisst gemütlich weiter wenn ich komme, weil ich auch nicht immer nur aufs Land gehe um sie einzufangen. Auch einfach mal nur so um zu gucken, schnell überputzen oder knuddeln.
    Wenn man mal einfach so aufs Land geht, abäppelt und den Zaun macht usw. und das Pferd gar nicht beachtet, dann werden sie neugierig was man da macht und kommen von alleine. Die Schubkarre ist ja sooo spannend, was da drin ist.-) Dann einfach loben und wieder frei lassen als Belohnung.
    Das hab ich anfangs eine Woche lang jeden Tag mit ihr geübt (einfangen loben und wieder frei lassen. So 5-6 Mal hintereinander pro Tag und dann wars gut.-)
    Auf der Jährlingsweide ist sie dann später sogar aus ihrer Herde raus gekommen nur um zu mir zu galoppieren, weil sie neugierig war was ich in meinem Putzkasten habe. Den hab ich nämlich immer mit gebracht auf die Weide um sie dann so frei zu putzen ohne alles. Sie hat alles über sich ergehen lassen und erst als ich fertig war ist sie wieder zu den anderen im Jagdtgalopp gerannt.-) Oder ich hab das Anbinden auf dem Land geübt. Denn mitten auf dem Land stand nämlich ein Baum zum Anbinden. Das war sehr praktisch. Die hat sich vorher aber auch nicht kriegen lassen als ich sie neu hatte. Das musste ich dann eben eine Woche lang üben vorher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2012
     
  5. big

    big Inserent

    Das hört sich an als ob er ev. mal rangniedrigst war und deshalb mal um nahrung kämpfen muss. Es gibt manche Zeitgenossen die können sich nicht gut durchsetzen und wenn man die dann nicht abgeschirmt von den anderen Fressgesellen füttert dann fangen sie irgendwann mal an frustriert zu werden (auch klar!) und setzen alles daran um ans Futter zu kommen, verteidigen es sogar wie es sich mit der Weide anhört...für mich jedenfalls.

    Für Pferde ist ein Mensch, der ein Leittier darstellt immer eine Grenze. Das heisst also, wenn du dich ihm in den Weg stellt mit hocherhobenen Händen (nicht rumfuchteln!!) und ganz klar und fest "hoooooooooooooo" sagst...nicht hysterisch werden, das merkt er...dann müsste das eine natürliche Grenze sein die er nicht überschreiten darf. Wenn er allerdings wie schon gesagt...aus einer Gruppe oder von einem menschen kam/kommt, bei denen er die Führungsposition in Frage stellen konnte bzw. immer unterdrückt worden ist, dann ist das Ganze nicht mehr so einfach.
    Generell würd ich bei ihm mal auf Futtergier tippen. Und er testet auch aus wie weit er bei dir gehen kann.
    Es ist schon klar dass man auf der einen Seite Angst hat gebissen oder getreten zu werden, andererseits musst du dich auch ein wenig behaupten bei dem Frechdachs.
    ist momentan sichergestellt dass er alleine, ungestört fressen kann?
    Bekommt er Leckerlies und welche/wieviel/wann?
    Ich bin eigentlich FÜR Leckerlies in der Pferdeerziehung. Allerdings in einem Maß und nicht in Massen. Wenn er auf der Weide zu dir kommt ohne sofort die Ohren anzulegen, ohne zu steigen oder dich anzugreifen, Kuscheleinheit und ein saftiges Apfel oder Karottenstück. Dann übe von ihm wegzugehen. Wenn er dann auch noch brav bleibt, dann belohn ihn.
    Vielleicht holst du dir auch eine Hilfsperson für die ersten Male und trickst ihn ein wenig aus. Wenn du von vorne auf ihn zugehst dann soll die andere Person von hinten (aer nicht hinter das pferd!) kommen. Mal rufst du ihn, mal die andere Person. Das ist ein bissl ein TRickspielchen, dann tauscht die plätze. Dann bekommt er gar keine Zeit ev. anzugreifen. Danach rupft mal ein wenig was von SEINER Weide ab und versucht es zu füttern.
    Ich glaube nicht dass der Kerl hochgradig gestört ist....eher verzogen bzw. ev. ein Futterkämpfer....
     
  6. Horsetrainer nrw

    Horsetrainer nrw Neues Mitglied

    Hm zuerst musst du es schaffen das er dich als leithengst akzeptiert, weisst du wie das geht? Auf jedenfall muss er Konsequenz und liebe erfahren viel Bodenarbeit du musst sein vertrauen gewinnen, wenn du fragen hast meld dich einfach.
     
  7. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ich weiß jetzt nicht, ob ich lachen oder weinen soll:confused:.
    Als Leithengst? Soetwas wie einen Leithengst gibt es nicht, nur in romantischen Vorstellungen mancher MöchtegernPferdeverstehern.
    In einer gemischten Pferdeherde gibt eine Stute meistens den Ton an, oft zusammen mit einem männlichen "Kollegen". Sie teilen sich die Arbeit sozusagen. In gleichgeschlechtlichen Gruppen ist es natürlich die ranghöchste Stute oder das männliche Gegenstück. Es muß nicht einmal ein Hengst sein, natürlich kann auch ein Wallach Chef in einer Wallach-Hengst-Gruppe sein.

    Ein Pferd, daß prohylaktisch Menschen angreift, hat schlimme Erfahrungen gemacht und Null Vertrauen. Hier hilft nur selbstbewußtes Auftreten ohne bedrohlich zu wirken. Man muß schon ziemlich in sich ruhen und genau wissen, was man tut.
    Ruhe, Konsequenz, sicheres Auftreten. Und zwar über einen langen Zeitraum!
    Wenn sich das Pferd führen läßt, dann mache zuerst Führübungen, keine Bodenarbeit, das wäre zu früh.
    Führübungen sind einfache Übungen im Schritt. Das Pferd soll seitlich hinter dir gehen, höchstens bis zu Schulter an dich rankommen. Es soll lernen, auf dich zu achten, sich auf dich zu konzentrieren und dir zu folgen.
    Dieses Folgen ist wichtig, weil du dann die Richtung vorgibst, also der Chef bist (die "Leitstute" bzw, "Hengst":biggrin:).
    Natürlich muß das Pferd auch halten, wenn du hältst. Die mußt du anfangs deutlich signalisieren und mit einem "Haaalt" oder "Whoa" einleiten. Wenn dies klappt, dann bist du einen Riesenschritt weiter!!!
    Such dir entweder Hilfe (viele Westerntrainer sind in solchen Sachen sehr gut ausgebildet, Stichwort "Natural Horsemanship"), oder suche dir gute Literatur, es gibt viele gute Bücher zu diesem Thema!
    Erst wenn geklärt ist, daß du Chef im Ring bist, solltest du mit anderen Übungen weitermachen.
    Ach ja, noch etwas zum Thema "Liebe". Du mußt deinem Pferd keine Liebe geben, sondern SICHERHEIT! Dein Pferd muß wissen, daß es sich auf dich und deine Handlungen verlassen kann. Daher mußt du berechenbar sein, es muß wissen, was du tun wirst, wie du handeln wirst. Es wird dich auch testen, ob du von deiner Position zurückweichst. Daher mußt du konsequent handeln und eine angefangene Sache durchziehen (also nicht nach dem Motto handeln:"Heute hat mein Pferd keine Lust" ).
    Soll das Pferd die Huf geben, muß es die Hufe geben (oder zumindest anheben).
    UND du mußt jede Kleinigkeit, die es richtig gemacht hat, LOBEN. Nicht mit Leckerlies, sondern mit positiver Zuwendung, also leichtes Klopfen, Streicheln, einem netten Wort.
    Du wirst sehr viel Geduld haben und noch mehr Zeit aufwenden müssen!
     
  8. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Es kann auch Unsicherheit im neuen Zuhause sein. Einfangprobleme - kleben an der Herde, die gibt Sicherheit. Zumeist ist man bei neuen, eigenen Pferden zu Anfang noch aufgeregt, unsicher im Umgang. Grad sensible Pferde. Hast Du ihn von privat gekauft? Wie groß war die Herde aus der er kommt? Stand er dort allein oder vielleicht nur zu zweit?

    Probier ihn von der Weide zu holen, ohne das Du immer etwas willst. Ist es möglich, die Weide zu verkleinern und so lange mal hinter her zu laufen, ohne Futter, bis Du ihn hast? Ginge das Problem im Winter mit Winterpaddock besser? Hat er einen TÜV?

    Ebenso würd ich nicht mit Samthandschuhen anfassen. Probier einen normalen Umgang. Plane so, daß gefährliche Situationen nicht entstehen können. Sprich beim Putzen kein anderes Pferd daneben, so frei, daß Du zur Not weg kannst wenn er Beiß Atacken fährt und auh mit der Stimme den passenden lauten Kommentar dazu, daß er weiß, ist nicht okay. Hinterhufe anheben so oft wie möglich üben, vor dem raus lassen, nach dem raus lassen. Vor dem Putzen nach dem Putzen. Geht es loben, aber ohne die Leckerlie Variante und Zeit wird Dir helfen.
     
  9. big

    big Inserent

    Was ich oft sehe ist leider das oben beschriebene FEHLENDE ruhige, konsequente Auftreten.
    Da sind dann junge Mädels oder Frauen (Männer und Jungs auch oft!) die sich schon von einem Pferdehintern einschüchtern lassen. Ich meine klar sollte man Respekt haben davor dass das pferd nunmal stärker und grösser ist als man selbst, allerdings wird ein Pferd nie lernen Siicherheit vermittelt zu bekommen, wenn derjenige vom Boden aus sofort flüchtet wenn es mal alle Stückchen austestet. Es gibt Leute die sog. Führungskompetenzen haben, das sind dann Leute bei denen Pferde wissen "aha, der zeigt mir wos langgeht und was ich zu tun habe, und das in einem klaren, festen und liebevollen Ton"...und dann gibts Leute die werden hektisch bis hysterisch, fahrige Bewegungen usw. weil sie einfach nicht um das natürliche Verhalten des Tieres wissen. Das ist oft ein problem in den normalen Reitställen! Die Reitschüler lernen wie man sattelt und trenst und wie man Zöpfchen in die Mähne flechtet...aber die natürlichen Verhaltensweisen vom Tier lernen sie nicht zu deuten. Dann heisst es "setz dich durch..." und junge Mädels und Buben wissen oft nicht wie das gut geht, dann wird den Pferden weil sie nicht willig sind eine aufs Maul gehauen oder sie werden getreten, das nennt man dann durchsetzen. Wer wirklich nicht viel Ahnung hat um die Verhaltensweisen der Pferde sollte sich ev. mal ein Führungskompetenzseminar zugute kommen lassen. Von Pferden braucht man sich nicht einschüchtern lassen, man muss MIT ihnen arbeiten....ganz klar auch liebevoll sein abber bestimmt. hat was von der Kindererziehung stell ich immer öfter fest....wenn du sie machen lässt was sie wollen, dann ist das nicht gut für sie, sie haben keine Sicherheiten auch mal Verbote zu bekommen oder eingeschränkt zu werden, wenn man sie zu autoritär erzieht dann stellen sie sich irgendwann mal dagegen. Eine konsequente (heisst nicht strenge!!) und liebevolle Erziehung ist immer noch der beste Mittelweg.
     
  10. Horsetrainer nrw

    Horsetrainer nrw Neues Mitglied

    Ist ja schön wanderreiter als ob ich nicht wüsste wie eine herde aufgebaut ist, naja ich bin jahrelanger trainer für problempferde und habe mich da vielleicht falsch ausgedrückt natürlich mein ich als ranghöherer anerkannt zu werden.
     
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