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Beitrag vom WDR

Diskutiere Beitrag vom WDR im Medien Forum; Ich bin heute über diesen Beitag vom WDR gestolpert! Sehr interessant! Sollten sich viele mal ein Beispiel dran nehmen! Tristes Dasein hinter...

  1. Princess 262

    Princess 262 Inserent

    Zuletzt bearbeitet: 23. Juli 2014
  2. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Den ersten Bericht kannte ich noch nicht, den zweiten schon.

    Wobei ich finde, das das "Stadt" Problem da wohl mit das größte ist, zusammen mit der Bequemlichkeit des Reiters. Ich habe ja nun für meine Freundin mit gesucht, für ihr Pferd einen neuen Stall in Bayern. Und das war wirklich alles andere als witzig. von extrem teuer mal abgesehen, war es entweder so, das die Pferde im Schlamm standen und keinerlei Trainingsmöglichkeit vorhanden war, oder aber die Pferde kaum raus können, dafür wenigstens etwas Trainingsmöglichkeiten vorhanden sind. Und von Schlammloch hat das Pferd ja im Grunde auch nichts.

    Ihre Stute steht jetzt in einem Stall, wo sie im Sommer 4 h auf die Weide kommen, viele aber bei Regen beispielsweise drinnen bleiben müssen (oh Gott, sie könnten ja nass werden), im Winter gibt es vier Stunden Paddock täglich. Und das ist dann ja schon richtig viel.

    Ich bin ja nun am Stadtrand aufgewachsen, quasi "auf dem Dorf", und wußte früher gar nicht, das es normal sein kann, das die Pferde nicht auch im Winter tagsüber einfach rauskommen. Teilweise ist selbst das Platzproblem auf den Paddocks zu groß, das eben nicht alle Pferde gleichzeitig raus können. Klar, es gibt immer Ställe, wo die Pferde nur stundenweise rauskommen (und ich habe das damals ja ordentlich aufgemischt, als ich die teuren Dressurpferde einfach zu den anderen auf die Weide gestellt habe, weil ich das mit Weidegang nur für einzelne Pferde gar nicht kannte *lach*), aber das es quasi Gegenden gibt, in denen es nicht anders möglich ist, wenn man die Pferde nicht irgendwann in Eigenregie hält... wußte ich lange Zeit ehrlich nicht...
     
  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Ich denke in vielen Ställen ist weniger der nicht vorhandene Platz das Problem, sondern die kosten diesen nutzungsgerecht herzurichten. Die meisten Stallbetreiber sperren die Pferde lieber weg, bevor sie die wiese "ruinieren". Natürlich gibt es Gegenden, da ist 1 ha pro Pferd nicht machbar, aber man kommt gut mit weniger zurecht, wenn man die Fläche gut befestigt und pflegt. Das bedeutet aber Investitionen, die ungern gemacht werden, wenn es doch auch so geht.
     
  4. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Eben. Meine Freundin schreibt mir auch immer, das die Pferde bei Dauerregen in der Box bleiben. Geht für mich gar nicht....


    via Tapatalk
     
     
  5. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    ... es nicht bezahlt wird.

    Paddock kosten Geld.
    In der Erstellung.
    Im Unterhalt.

    Hinzu kommen noch baurechtliche Vorschriften, wie die Auflage, die Fläche zu versiegeln und das mit Kot und Urin belastete Regenwasser aufzufangen.
    Dann kommen zusätzliche Kanalbenutzungsgebühren hinzu, wenn Anschlußzwang besteht.
    Oder, wenn keine Landwirtschaft vorhanden ist und das Schmutzwasser in einer Grube aufgefangen wird, die Abfuhrgebühren.

    Ich wollte ja auch mal Pensionspferde aufnehmen.
    Hier ist das allein schon daran gescheitert, daß die Leute noch nicht einmal das Futter, Wasser und die Einstreu im vollem Umfang zu bezahlen.

    Und dann soll man noch einen Reitplatz anlegen, eine Reithalle bauen, Paddocks, Weide, Longierzirkel usw.
    Leute, so ein SB verdient sich nicht dumm und dämlich an euch.
    Der hat Glück, wenn nach Abzug aller Kosten am Monatsende € 20,- pro Pferd übrig bleiben.

    Vor Steuern, Versicherung, Krankenkasse usw.

    Und das bei einer Anwesendheitspflicht 24/365 ...
    In Schaltjahren darf man dann noch einen Tag mehr arbeiten.

    Wie war das noch mit dem Mindestlohn?

    Wenn ihr Paddocks haben wollt, und Weide, und Trainingsmöglichkeiten, und, und, und ...
    Dann müßt ihr dafür auch bezahlen.
    Nur befürchte ich, daß dann auch in Hintertupfingen nix mehr geht, unterhalb von € 750,-

    Ein Reitstall ist ein Wirtschaftsbetrieb.
    Der ist auf Gewinne angewiesen.
    Bleiben diese aus, dann wird auch nichts investiert.
    Weil dafür schlicht kein Geld da ist.
     
  6. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Da hast du recht Husar...
    Aber ein kleiner popelstall hat auch keine 50 Pferde... Da geht's auch ohne teure Befestigung, da weniger vertritt.
    aber hier in der Gegend wollen die großen reitbetriebe 450 Euro aufwärts. DAS sind Wirtschaftsbetriebe, mit Praktikanten, Teilzeit und vollzeitangestellten. Da kannst du davon ausgehen, dass die ihre Preise so kalkulieren, dass da Investitionsrücklagen gebildet werden. Wenn die dann kräftig abkassieren und lieber in schicke boxentrennwaende investieren anstatt in paddocks...? Weils die Kunden ja gerne so hätten und es mehr her macht.
    und die Leute rennen denen die Bude ein, weils schick ist.
    Das du mit deinem kleinen privatstall nicht konkurrenzfähig bist ist ja ein anderes Thema. Da spielen erstmal so Dinge wie reitplatz, Reithalle usw. Eine Rolle. 6 Pferde zertreten nicht so viel wie 50...
     
  7. Princess 262

    Princess 262 Inserent

    Bei uns in der Gegend hat das "Umdenken" längst angefangen. Denn reine Boxenhaltung möchte hier kein Pferdehalter mehr! Immer mehr Reitställe rüsten um. Bieten Ganzjahresweiden und Paddockboxen an.

    In meinen früheren Reitstall z.B. kostet eine Paddockbox zwischen 240 -und 265€ monatl. Innenboxen kosten 225€ monatl. Alles in VP. Zum Service gehören z.B. raus- und reinstellen der Pferde, 2 große Reithallen, 1 großer Außenreitplatz...

    Schaut selber: Anlage

    Nachteil für uns persönlich die vielen (ca. 80) fremden Pferde... Meine sensible Stute die Angst vor fremde Pferde hat reagierte nur panisch und stand unter Dauerstress wodurch sie zunehmend aggressiver wurde . Dieses übertrug sich dann auch auf unseren Wallach der stressbedingt extrem abmagerte...
    Trotzdem finde ich nach wie vor diese Anlage Klasse!
     
  8. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Gromit, ich beziehe mein Heu und die Einstreu günstiger, als der RV.
    Den Hafer bekomme ich zu den gleichen Konditionen.

    Dennoch unterbietet mich der RV.
    Dabei hat der zwei Hallen, zwei Springplätze, eine Rennbahn, eine Geländestrecke, ein Dressurviereck, Weiden(due extra bezahlt werden müssen), eine Führmaschine (Nutzung kostenpflichtig) und Personal.

    Das Problem:
    An solchen Angeboten orientiert sich der Markt.
    Hohere Pensionspreise, als in den RV üblich, lassen sich hier einfach nicht durchsetzen.
    Trotz der Tatsache, daß diese nicht kostendeckend sind.

    @ Princess:

    Und bei € 265,- soll etwas übrig bleiben?
    Meine Zahlen stammen von 1996:

    Eine Box zu erstellen, verursachtmonatliche Kosten von € 25,-, eine Halle € 50,-, ein Reitplatz € 50,-, Futter, Einstreu, Wasser, Strom, Versicherung ca. € 75,-. Je Pferd, versteht sich.

    Das summiert sich alleine schon auf € 200,-.
    Ohne Weiden.
    Ohne Paddock.
    Ohne Personalkosten.

    Bei einem derartig günstigen Preis wird die Anlage “auf Verschleiß“ gefahren.
    Sprich- die Rücklagen für Investitionen und Reparaturen werden genommen, um die Personalkosten zu decken (darunter fällt auch die “Entlohnung“ für den SB).

    Auch wenn das jetzt OT ist, so steht das in direktem Bezug zum eigentlichen Thema. Denn die “artgerechte“ Unterbringung kostet nun einmal Fläche und Infrastruktur und somit Geld.
    Geld, das auch wieder erwirtschaftet werden muß.
    Warum wohl stehen sonst so viele Reitanlagen zum Verkauf?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juli 2014
  9. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Husar, wir haben hier auch einen RV mit 2 Hallen, Spring- und Dressurplätzen. Die Anlage ist so gut ausgestattet, dass hier intern. Springturniere stattfinden. Der Einstellpreis beträgt etwas um die 100 Euro. Da kann auch niemand mithalten. Nur, die haben ca. 20 Boxen. Da gibts ewig lange Wartelisten usw.
    Dieser Stall ist keine Konkurrenz zu den anderen Anlagen. Und diese sehen aus wie geleckt! Das sind teilweise alte Gestüte und Gutshöfe. Da ist der Rasen mit der Nagelschere geschnitten... nichts mit Verschleiß! Das geht aber wirtschaftlich nur ab einer bestimmten Größe mit entsprechenden Immobilien. So ein kleiner schrottiger Resthof bekommt ja auch kein Geschäftsdarlehen.
     
  10. Fifrapa

    Fifrapa Inserent

    Sowas kostet bei uns in Nds. zwischen 220 und 270 Euro. Da Nds. ein Flächenland ist, haben wir nur viel, viel mehr Platz und solche Paddockboxen sind für uns ein Witz. Bei uns gibt es ein 3tsd qm großen Gemeinschaftspaddock für 4 gr. Pferde und 2 Ponys. Ist alles auch eine Geschmackssache. Nicht jeder möchte, dass sein Pferd in der Gruppe auf einem Paddock wohnt. Wiesen sind bei uns auch deutlich größer als bei Euch.
     
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