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Besseres Leben für meinen Wallach

Diskutiere Besseres Leben für meinen Wallach im Haltung und Pflege Forum; Hallo! (: Ich bin neu hier, also falls ich etwas falsch mache, sagt es mir bitte! Nun zum Thema: Mein Pferdchen konnte wegen einer Verletzung der...

  1. Chiisana

    Chiisana Neues Mitglied

    Hallo! :)
    Ich bin neu hier, also falls ich etwas falsch mache, sagt es mir bitte!

    Nun zum Thema:
    Mein Pferdchen konnte wegen einer Verletzung der Halswirbel nie eingeritten werden, da er Gleichgewichtsstörungen hat.
    Er ist jetzt ca. 7 Jahre alt, hat noch nie einen Sattel gespürt, darf nicht angebunden werden und ist ziemlich grobmotorisch. Er steht nun im Sommer morgens auf der Weide, den restlichen Tag jedoch in der Box, weil sich niemand (außer nun seit neustem ich) um ihn kümmert.
    Ich hole ihn meistens raus, putze ihn (wobei sich das ziemlich schwierig gestaltet, weil er nicht stillstehen kann und immer nur von einer Person umgeben sein soll, was bedeutet dass ich ihn gleichzeitig auch festhalten muss) und lasse ihn dann auf unserem Paddock laufen, praktisch longieren ohne Longe. Ansonsten gehe ich auch ab und zu grasen.
    Aber es kommt mir einfach blöd vor, ihn so wenig zu beschäftigen, denn er hat mehr verdient!
    Meine Frage wäre also:
    Welche Möglichkeiten seht ihr noch, solch ein Pferd zu bewegen bzw. zu beschäftigen? Außerdem:
    Er bekommt Heu und etwas Hafer (und natürlich Gras); was kann man ihm noch zufüttern, damit das Ganze etwas abwechslungsreicher für ihn ist? Generell, was könnte ihm gut tun? Er ist sehr lieb und verschmust und anhänglich, und es ist wirklich zu grausam, dass er fast den ganzen Tag in der Box rumsteht.
    Ich würde mich über jeglicher Ideen wirklich sehr freuen! :)
    Lg Chiisana
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2012
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Warum steht er denn nicht einfach alls Beisteller / Gnadenpferd in einem Lauf- / Aktivstall, auf der Alm, einem Aufzucht-Gnadenstall,...?

    Solch ein Pferd braucht doch nun wahrlich keinen Menschenbezug, sondern einfach eine ruhige, ausgeglichene Herde, in der er seinen Bedürfnissen nach "mitläuft".
    Und natürlich gesundheitlich gecheckt wird.


    Oder ist er wegen seiner Erkrankung nicht zu integrieren?
    Dann muß man tatsächlich überlegen, ob DAS noch ein artgerechtes Leben ist...


    LG, Charly
     
  3. Chiisana

    Chiisana Neues Mitglied

    Es ist nicht so, dass er so krank ist, dass es ihm nur noch schlecht gehen würde. Er wurde von der Besitzerin meines Reitstalles aus schlechter Haltung `gerettet`, und es wird sich auch normal um ihn gekümmert, aber er hat einfach mehr verdient, und deswegen wollte ich ihn beschäftigen. Seine Krankheit hat nur zur Folge, dass er nicht geritten werden kann und nicht so lange auf einer Stelle stehen kann, aber ansonsten ist er fit und lebhaft. Auf die Weide kommt er ebenfalls mit anderen Pferden, eine Herde kann leider nicht bestehen, weil er dafür nicht mit genug Pferden auskommt, aber alleine ist er nie.
    Ich meine damit nicht, dass er ein schlechtes Leben hat, sondern dass ich sein Leben noch etwas spannender gestalten möchte. :
    Und das Pferd auf die Alm zu schicken liegt nicht in meiner Macht, zumal ich nicht verstehe, wieso man das Pferd dort abstellen soll, wenn man ihm auch so ein gutes Leben bieten kann. Wir haben Pferde, die aufgrund von stärkeren Krankheiten ihr Gnadenbrot auf der Weide fristen, aber Cassander (so heißt der Gute) scheint generell mehr Aktion zu brauchen. :)

    Lg Chiisana
     
  4. Räppchen

    Räppchen Neues Mitglied

    Ansonsten fällt mir zur Beschäftigung vom Boden noch Bodenarbeit ein, Führen z.B. ins Gelände mit ihm spazieren gehen und ihm neue, unbekannte Dinge zeigen. Bodenarbeit nach Parelli hab ich mit meinem Pferd damals auch gemacht, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Das muss man ja nicht komplett alles durcharbeiten, aber diese 7 Spiele fand ich immer ganz gut zum Heranfühlen an ein Pferd. Außerdem hätte er so auch eine andere Beschäftigung.
    Wenn du Stangen oder Pylonen zur Verfügung hast, könntest du ihm auch daraus einen kleinen Parcours bauen, ihn darüber führen und ihm so abwechslung verschaffen.
    Was ich auch toll finde und mir immer Spaß gemacht hat, waren so Sachen wie Pferdchen an Regenschirme, Rasselsäckchen oder Wasser zu gewöhnen, wenn es solche sachen nicht kennt. Akzeptiert er diese "bösen" Dinge, hast du doch einen großen Vertrauensbeweis geschafft. Er muss sich gedanklich damit auseinandersetzen und wird beschäftigt. Also da gibt es viele Dinge, die mir einfallen würden :)
    Es kommt eben drauf an, was er gesundheitlich machen darf wegen dem Halswirbel...
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2012
     
  5. Chiisana

    Chiisana Neues Mitglied

    Danke für die Ideen, werde mich mal erkundigen, welche Möglichkeiten ich da nutzen kann. Von seinem gesundheitlichen Zustand aus dürfte da eigl. kein Problem bestehen, er darf alles machen, nur reiten kann man ihn halt nicht. :)
    Lg Chiisana
     
  6. Räppchen

    Räppchen Neues Mitglied

    Ja, gerne :) Du findest bestimmt was Tolles, was dem Pferd Spaß macht abgesehen davon natürlich auf die Koppel gehen zu dürfen :) Vielleicht fördern solche Übungen vom Boden aus ja auch seine Beweglichkeit und er bekommt dadurch besseres Gleichgewicht. Schaden wird es ihm bestimmt nicht. Es gibt auch ganz tolle Bücher, wo viel zu Bodenarbeit und Spielereien mit Pferden drin steht. Findest bestimmt was.
     
  7. Chiisana

    Chiisana Neues Mitglied

    Ja, das hoffe ich :) Ich werde die Augen offen halten!
     
  8. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    wegen dem schlechten Körpergefühl: hast du mal ein Körperband angelegt? Einfach damit Bodenarbeit machen, longieren. Das könnte gut helfen. Ich kenne mich mit Dualaktivierung nicht besonders gut aus, aber evtl. wäre auch das was für ihn. Wie ist er denn untergebracht? Ich würde Gruppenhaltung im Laufstall empfehlen, da beschäftigen sich die Pferde miteinander und die viele Bewegung kommt seinem Körpergefühl entgegen.
    LG
     
  9. Das ist wieder so schrecklich vermenschlicht. Was gibt es besseres für ein Pferd, als auf saftigen Almwiesen inmitten einer Herde sein dasein zu geniessen. Zu spielen, wenn einem danach ist oder in der Sonne zu dösen.
    Mit Artgenossen zu schmusen oder zu spielen, das kann kein Mensch ersetzen.

    Wenn Du das nicht ändern willst oder kannst, dann würde ich zumindest versuchen, dem Pferd mehr Weideauslauf zu ermöglichen. Das ist in erster Linie das, was ein Pferd braucht. Abwechslung im Futter ist für Pferde gar nicht so gesund. Ausreichend und qualitativ hochwertiges Heu dürfte für ein nicht arbeitendes Pferd fast schon genug sein (natürlich mit ausgewogenem Mineralfutter zusammen) Evtl kannst Du ihm das Heu in Heunetze packen oder sonst wie den Verzehr erschweren, damit er länger am futtern bleibt.
    Wenn es sich nicht um das eigene Pferd handelt sind die Veränderungsmöglichkeiten ja meist sehr eingeschränkt.

    Zirkuslektionen öä sind ja nicht zu empfehlen bei der Krankengeschichte und wie ich Deinen Schilderungen entnehme, wäre ja selbst Spazierengehen am Strick nicht so wirklich optimal.
     
  10. Chiisana

    Chiisana Neues Mitglied

    Natürlich wäre es das Beste für die Pferde, man hätte ihre Vorfahren erst garnicht von der Wiese geholt, sicherlich. Und natürlich ist Kontakt mit anderen Pferden ebenfalls wichtig, doch den bekommt er durchaus.
    Wie gesagt ist es nicht in meiner Macht, ihn irgendwohin zu transportieren, damit er sein restliches Leben auf der Weide stehen kann.

    Und zu der Krankheit; wie nun mehrmals erwähnt ist ihre einzige Konsequenz, dass man ihn nicht reiten kann. Mit der Gleichgewichtsstörung meine ich, dass er öfters mal einen Schritt zur Seite geht, um sich auszubalancieren, mehr nicht. Ich weiß wirklich nicht, wo da ein totkrankes Pferd rausgelesen werden kann, denn ansonsten ist er frech und lebhaft und baut auch gerne mal Mist. Tut mir leid, wenn meine Schilderung etwas anderes vermutun ließ.
    Zu der Weide: Sicherlich ist es für jedes Pferd besser, ein Leben zu leben, dass ihren Ursprüngen entspricht, aber deswegen würdest du dein Pferd doch auch nicht auf die Weide schicken (ich gehe mal davon aus, dass du auch reitest), weil du ja noch reiten möchtest. Diese Situation wäre ja theoretisch dem Pferd gegenüber ebenfalls ungerecht, aber durchaus verständlich, denn so könnte man jeden Pferdebesitzer sehen.

    Er möchte einfach beschäftigt werden, um seine Energie loszuwerden, und dafür wollte ich Tipps.

    Lg Chiisana
     
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