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Bewegungsaufbau nach Hufgelenksentzündung

Diskutiere Bewegungsaufbau nach Hufgelenksentzündung im Allgemein Forum; Hallo, mein Großer hatte im Sommer letzten Jahres einen Rückfall in Sachen Hufgelenksentzündung. Mein TA meinte das wir ihn einfach mal für ein...

  1. warano

    warano Neues Mitglied

    Hallo,

    mein Großer hatte im Sommer letzten Jahres einen Rückfall in Sachen Hufgelenksentzündung. Mein TA meinte das wir ihn einfach mal für ein gutes Jahr auf Koppel stellen sollen und es dann nochmals probieren sollen. Wir haben jetzt auch den Stall gewechselt wo er auf einer Paddokbox steht. Habe ihn schon zweimal etwas in der Halle und einmal im Longierzirkel sausen lassen um zu sehen ob er lahm geht. Dazwischen lagen immer so zwei bis drei Tage Pause. Scheint aber alles ok zu sein.

    Jetzt zu meiner Frage: Wie kann ich am besten den Trainingsaufbau gestalten? Für den Anfang wäre es (wenn ich an meine Gesundheit denke) am besten wenn ich Longierarbeiten machen könnte oder meint ihr das wäre weniger sinnvoll. Muss dazu sagen er gehört nicht zu dem Typ Pferd wo man sich einfach drauf Sitzt und gut ist sondern man fegt schon mal richtig durch die Halle.

    Auf Tipps und eure Erfahrungswerte würde ich mich freuen.

    LG Melli
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Woher kam die Hufgelenksentzündung denn? Was meinst du mit "Rückfall"? Und ist das nun völlig ausgeheilt (hast du da nochmal schauen lassen)?

    Longieren würde ich eher vermeiden, sondern lieber eher gerade Strecken (ganze Bahn) reiten/führen. Und halt langsam anfangen. Erstmal nur Schritt reiten, dann langsam den Trab dazu nehmen und wie gesagt, möglichst viel geradeaus, keine Volten, wenig Zirkel etc.
    Ausserdem keine Seitengänge (das ist bei Hufgelenkssachen pures Gift, zumindest wenn das noch nicht komplett ausgeheilt ist).
    Vllt auch erstmal nur Schrittausritte im Gelände machen, da ist es nicht ganz so langweilig.

    Auf jeden Fall würde ich bevor ich da überhaupt irgendwas mache noch mal den TA herholen, dass der sich das anguckt, ob das nun ausgeheilt ist oder nicht.
     
  3. Rhiannon

    Rhiannon Inserent

    Mhm, also ich kenn mich jetzt nicht so mit Hufgelenkssachen aus, da wird Lore wohl Recht haben, wenn sie sagt, keine engen Wendungen bzw. eng longieren.

    Aber ich persönlich würde mich definitiv erstmal nicht draufsetzen. Die Rückenmuskulatur ist doch absolut nicht da?!
    Hätte jetzt an führen und langer Bahn longieren gedacht.

    Musste bei meiner alten RB mal nach einem halben Jahr Pause wieder anfangen und da ich ebenfalls keine engen Wendungen mit ihm machen sollte, hab ich den kompletten Platz zum longieren genutzt und ihn auf der langen Bahn erstmal nur traben lassen. Hab dann etwas später auch mit Doppellonge angefangen, da man da noch besser mit arbeiten konnte auf dem gesamten RP. Und außerdem kriegt man da gute Kondi,wenn man den gesamten RP zum longieren nutzt. Angenehmer Nebeneffekt ;-)

    Aber wie gesagt, ist meine Meinung bzgl. reiten. Ein Jahr Stehpause ist nicht wenig und die Muskulatur ist gleich null. Da würd ich nicht den Rücken mit meinem Gewicht belasten wollen.
     
  4. warano

    warano Neues Mitglied

    danke für deine Antwort. Wo die Gelenksentzündung genau herkam kann ich leider nicht beantworten da ich es ehrlich nicht richtig weiss. Der TA konnte es mir auch nicht wirklich erklären da vom Reittechnischen keine Überbelastung vorhanden war. Er hatte eine und wurde behandelt und kuriert. Nach ca. zwei Wochen Aufbau hat er wieder angefangen zu lahmen und es wurde wieder behandelt und Schritt geführt usw. und bei der Trabprobe war er immer noch lahm. Deshalb kam er auf die Koppel da er im Schritt soweit Schmerz- und Lahmfrei war.

    Den Grund für die Entzündung kann ich mir nur so erklären da er damals immer in der Box rumgetobt ist wie ein irrer. Schlimmer wurde es dann als er die Hufgelenksentzündung hatte und nur Schritt oder gar nicht raus durfte. Wir waren halt vor der Koppel in einem "normalen" Reitstall wo es die Boxenhaltung gab und Vormittags auf die Koppel geführt wurde und noch der normale Reitbetrieb vorhanden war. Irgendwie kam meiner damit nicht zurecht und hat deswegen immer etwas "randaliert" obwohl er jeden Tag geritten wurde und auf Koppel kam und eine große Box zum rausschauen hatte.

    Mit dem TA werd ich auch noch machen. Das sausen lassen war nur Ausnahme da wir dort erst seit drei Wochen sind und meiner bei "Neuen" Sachen sehr dazu neigt durch zu drehen und da hab ich bei ihm die Erfahrung gemacht das es besser für alle ist wenn man ihn ein zwei mal einfach selbst laufen lässt.

    LG Melli
     
     
  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ah, okay. Dass du ihn hast laufenlassen finde ich jetzt nicht weiter wild - immerhin stand er ein Jahr lang auf der Weide, wo er sicher auch ab und an mal mit der Herde rumgetobt hat. Von demher denke ich nicht, dass ihm das jetzt sehr schadet.

    @ Rhia: Das mit dem ganze Bahn longieren ist auch eine gute Möglichkeit, daran hab ich gar nicht gedacht. Das kann man natürlich auch machen.. ;)
    Wobei ich nicht denke, dass es der Rückenmuskulatur groß schadet, wenn man jetzt langsam mit dem Reiten anfängt. Man setzt sich ja nicht gleich am ersten Tag drauf und reitet eine Stunde lang rum (zumindest geh ich mal nicht davon aus, dass die TE das so machen würde). Wenn man mit dem Reiten langsam wieder anfängt (sprich erstmal 10 Minuten und dann langsam steigern, was wegen der Hufgelenkssache wohl eh ratsam wäre, damit das Pferd sich wieder an die Belastung gewöhnen kann), dann finde ich das jetzt nicht sooo tragisch bezüglich der Rückenmuskulatur - die baut sich ja dann auch durchs Reiten langsam wieder auf und "gewöhnt" sich mit an die steigende Belastung.
     
  6. warano

    warano Neues Mitglied

    danke nochmals für die lieben Antworten.

    auf ihn reiten?! Ich glaube das macht mir und ihm im jetzigen Moment keinen Spaß besonders mir nicht. Bei ihm weil ihm von der ungewohnten Bewegung wahrscheinlich alles weh tut und mir nicht weil er wie doof mit mir rumtollt. Nach dem Motto "Jetzt noch das Lasso in der Hand schwingend" dann wäre es perfekt.

    Aber das mit der ganzen Bahn longieren die Idee find ich klasse. An sowas hab ich auch noch nicht gedacht. Wenn ich das ok vom TA bekomm werd ich so anfangen. Nur solang bis sich die Verspannungen und die ersten Energien gelegt haben dann dürfte dem reiten nichts mehr im Wege stehen. Nur im momentanen Zustand wäre mir das persönlich etwas zu gefährlich mit dem einfach mal losreiten.

    LG Melli
     
  7. warano

    warano Neues Mitglied

    so ich nochmals wegen dem Bewegungsaufbau von meinem Großen. Am Dienstag war der TA da und hat mir soweit grünes licht gegeben beim Vortraben ging er total gut als wie wenn er nie was gehabt hätte :yes:. Er riet mir vorne einen Spezialbeschlag drauf zu machen das ich beim nächsten mal mit machen lasse (war ja grad vor zwei Wochen).

    Nun worüber ich mich etwas geärgert habe und ich ihn hätte würgen können war als ich ihn fragte was er mir empfehlen würde wie ich den Bewegungsaufbau gestalten könnte ohne das wir in zwei Wochen wieder anrufen und sagen sie dürfen wieder kommen und ansehen. Dazu kam folgendes als Antwort: Sie können ihn wenn er sich recht aufregt und spinnt (hat ihn beim vortraben etwas rumhüpfen sehen und beim frei laufen lassen gings richtig los) sedieren. Darauf hab ich ihn gesagt das sedieren bei meinem eine Glücksache (spreche aus Erfahrung) ist und es mal so mal so ist. Dann bekam ich den Text, dann longieren Sie ihn eine viertel Stunde ab und reiten dann. Ich bin dann erstmal etwas angewurtzelt stehengeblieben und dachte toll dann kann ich ich den ganzen Aufbau gleich über longieren machen. :chatterbox:. Das Freilaufen wollte der TA damit er ihn in der freien Bewegung sieht da sich mein Großer beim vortraben sich etwas hinter mir verkrochen hatte und meinte das er das etwas rumhüpfen hinter mir auch könne (fast in die Hacken spring) haben wir uns etwas diskutiert wer hier wo zum laufen hat. Habe das meiner Mum erzählt und sie sagte was hast du denn als Antwort erwartet war ja irgendwie klar. Ich meinte dann nur zu ihr; ich kann ja nicht gleich voll stoff machen bei einem Pferd das 1. eine Hufgelenksentzündung hatte und 2. das ein Jahr nichts getan hat da kann ich den TA ja schon fast eine Anstellung geben.

    Mag sein das ich als Antwort was anderes hören wollte oder mir einfach zu viele Gedanken mache er könnte gleich wieder krank werden und das ich ihn dann einschläfern müsste weil es dann nicht einmal für die Koppel geht. Möchte ihn halt nicht gleich überfordern aber auch nicht unterfordern. Aber da bleibt mir wahrscheinliche nichts anderes als irgendwie ein Mittelmass zu finden.

    So jetzt habe ich meinen Frust mal abgeladen und in einen kleinen Roman verpackt.:rolleyes2:

    LG Melli
     
  8. sly

    sly Inserent

    Mh,wir haben auch grade frisch eine Hufgelenksentzündung hinter uns! Sie trat direkt nach einer Kolik auf. Vermutlich beim Wälzen angeschlagen? TA wußte es auch nicht! Meine hat auf jeden Fall von mir,drei Wochen Boxenruhe bekommen-täglich ne halbe Stunde Führanlage. Dann zum TA und wieder geschaut. Alles schien ok. Nochmals eine Spritze bbekommen. Dann eine Woche lang täglich eine halbe Stunde Schritt reiten. Nochmals TA drüberschauen lassen-bin ja übervorsichtig ;-) Dann zwei Wochen lang eine halbe Stunde Schritt geritten und jeden Tag etwas Trab. Um jeden Tag habe ich den Trab um fünf Minuten verlängert. Nach zwei Wochen dann war es soweit und ich sollte laut TA wieder voll reiten . Alle Gangarten. Die ersten Tage hatte ich immer noch total Angst und habe total auf mein Pferdi geachtet. Inzwischen würde ich sagen,der TA hatte Recht-es ist tatsächlich alles wieder ok! Getickert hat meine damals übrigens fast nicht sichtbar. Sie fühlte sich nur plötzlich total stumpf vom Gangwerk her an,war unruhig mit dem Kopf,wollte nicht vorwärts gehen und hat geschwitzt(was sie eigentlich nie tut)
     
  9. warano

    warano Neues Mitglied

    @sly bei meinem war sie im letzten Sommer und wollte einfach nicht mehr ausheilen obwohl wir uns an den selben Plan gehalten haben wie du beschrieben hast. Bei meinem vermute ich weil er ständig in der Box rumgetobt ist wie ein geisteskranker obwohl er tägliche Bewegung hatte und auf Koppel durfte; selbst als wir in einen anderen Stall gezogen sind wo er eine ca. 16 qm² Box hatte bei der er in die Stallgasse rausschauen durfte und hatte ein Fenster wo er in den Hof schauen konnte. Dann kam er auf Koppel da er im Schritt soweit lahm- und schmerzfrei war und plötzlich standen wir total friedlich in der Box drin. Jetzt ist das Jahr um und wir nochmals umgezogen da wir in dem Koppelstall ein paar "Probleme" hatten (irgendwie hab ich mich dort eh nicht ganz wohl gefühlt obwohl ich die Stallbesitzer gern mochte) und jetzt hat er eine Paddockbox und täglichen Koppelgang. Bei meinem hab ich mir den Schrittaufbau gespart da er eben auf Koppel und jetzt auf dem Paddock steht. Der TA hat auch nichts dagegen gesagt das ich den Schrittverlauf bzw Schrittsteigerung mit dem Paddock und der Koppel geregelt habe das fand er ok.

    Werde bis Sonntag einen Tag die lange Seiten longieren und einen Tag nur spazieren. Ab Montag werde ich dann zwei Tage longieren und dann wieder einen Tag spazieren und so weiter und so fort. Das werd ich so ca. zwei Wochen machen und schauen wie er dann ist. Ich denke das ist für den Anfang eine ganz gute Lösung. Aber ich denke das ich dann wieder soweit reiten kann ohne das ich gleich ein Rodeo hinlege vom feinsten. Man merkt schon das er einfach vom Rücken her total verspannt ist. Verständlich ist es würde ja einem selber auch nicht anders gehen.

    LG Melli
     
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Thema: Bewegungsaufbau nach Hufgelenksentzündung