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Bewegungsstau

Diskutiere Bewegungsstau im Pferdeflüsterer Forum; im grunde genommen war meine stute nun schon den ganzen sommer auf dem paddock und war ja auch viel lahm bzw unter schmerzmitteln. nun ist winter...

  1. AnneB

    AnneB Bekanntes Mitglied

    im grunde genommen war meine stute nun schon den ganzen sommer auf dem paddock und war ja auch viel lahm bzw unter schmerzmitteln. nun ist winter und sie steht nach wie vor auf dem paddock und sollte dort auch stehen bleiben. vor einer woche war der hufschmied da und der tierarzt vorher zum rönteen und es sieht so gut aus das ich wieder anfangen könnte etwas mit ihr zu machen aber eben langsam und moderat anfangen.
    so bald sie aber aus dem paddock ist und die große freiheit wittert ist es vorbei mit ruhig und sie springt herum mit allen vieren hoch und rast los. ich kann sie immer halten aber sie ist halt hoch explosiv und nimmt jedes wehende blatt als anlass.
    gestern war sie nach fünf minuten vor aufregung nass geschwitzt. sie hat einen enormen bewegungsstau und will einfach mal wieder gas geben aber da sie ja nicht mehr auf die weide kommt wird das nicht gehen. an der longe ist es auch kaum möglich sich mal zu strecken und zu galoppieren und so explosiv wie sie ist würde ich sie auch nicht reiten wollen. damit tu ich keinem einen gefallen.

    ich kenne sie so eigentlich gar nicht und bin jetzt nicht sicher ob sie auf dauer mit der paddockhaltung zurecht kommt. ohne mensch ist also ein richtiges rennen nicht mehr möglich und mit mensch momentan echt schwierig. sie soll ja nicht rumbocken und steigen und im jagdgalopp übr den reitplatz donnern. ist ja auch schlecht für die gelenke.
    was mache ich nun?
    täglich longieren bis ich sie wieder sicher reiten kann ohne explosionsgefahr?
    im paddock stehen lassen und warten bis wieder sommer ist?:bloed:
    ins gelände würde ich so mit ihr nicht gehen. da hätte ich null kontrolle und gestern hat sie sprünge an der hand gezeigt die ich nie sitzen könnte. sie schlägt haken wie ein hase in der luft. das würde schief gehen. auf dem reitplatz kann sie mich zwar abwerfen oder in den zaun brettern aber man findet uns dann wenigstens schneller und muss uns nicht erst mit dem rettungswagen suchen :wink:
     
  2. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich würde da mit spazieren laufen und leichter Bodenarbeit beginnen. Oftmals ist es nicht nur der Körper der wieder Energie frei bekommen will sondern auch der Kopf der unbeschäftigt ist.

    Wenns dir möglich ist, würde ich zwei mal am Tag für ein Gutes Stück gehen. Dabei immer mal wieder ein paar Übungen einbauen. Vielleicht auch mit einer Longe laufen und sie mal nach Möglichkeit befestigte Hänge hoch krackseln lassen. In der Regel ist dieser enorme Energieüberschuss recht schnell abgeflacht, dass du dann auch wieder drauf sitzen kannst.

    Ich weiß jetzt nicht sicher welchen Befund du da hast. Aber ich würde sie nicht unbedingt an der Longe toben /rennen lassen. Das geht ja auch massiv auf die Gelenke. Vor allem wenn du das dann mehrmals die Woche machen willst...
     
  3. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Hattest du eine ähnliche Situation früher schon mal, vielleicht etwas weniger lange mit eingeschränkter Bewegung nach kleineren Blessuren? Bist du gestern geritten oder hast du geführt/longiert?

    Ich frage deshalb, weil meine Kleine an der Hand schon mal sehr lustig bockt, aber sie macht es nie, wenn ich oben sitze. Dann bleibt vom ganzen Toben nur noch ein deutlicher Vorwärtsdrang, den ich z.B. auch durch langes, fleissiges Traben im Gelände befriedigen kann, wenn Galopp noch nicht ohne Risiko möglich wäre. Vielleicht benimmt sich dein Pferd auch anders, wenn du oben sitzt?
     
    Charly K. gefällt das.
  4. AnneB

    AnneB Bekanntes Mitglied

    spazieren gehen dürfte nicht viel bringen denn langsamer schritt (die paar m trab die ich mal einbauen könnte machen es dann auch nicht aus und ich bin nunmal langsamer als ein stratzendes pferd) wird den übrschuss kaum abbauen. gestern war es auch nicht ungefährlich denn sie ist schon nach zehn metern von der paddockbox entfernt gestiegen und hat nach hinten ausgekeilt bevor sie unten war. dann ist ist sie sofort herumgewetzt und wenn ich sie wieder näher holen wollte und mit der gerte begrenzt habe ist sie wieder vorne und hinten hoch. wenn man so nah am strick dran ist fliegen die hufe schon ziemlich nah an kopf und schulter vorbei. so würde ich nicht spazieren gehen wollen. ich kann sie mit der gerte auf abstand bringen aber dann buckelt sie halt da herum.

    ich habe sie gestern nur über den innenhof geführt. wollte ihr ein wenig abwechslung bieten und schauen wie sie mit dem beschlag jetzt laufen kann. geritten bin ich jetzt seit monaten nicht mehr und ich hab sie ja noch nicht so lange. ich denke aber schon das sie es unter dem sattel auch machen würde. meine reitlehrerin hat sie sich letzte woche auch angesehen und meinte wir könnten wieder anfangen wenn sie klar läuft. bei dem adrenalin gestern war das schwer zu beurteilen. ich war doch etwas erschrocken. im grunde war sie immer eine schlaftablette und nun bockt sie an der hand herum und ist in fünf minuten außer atem und schweißnass vor aufregung.

    ich würde sagen: totaler kontrollverlust wegen übermut. das fasst es ganz gut zusammen.
     
     
  5. sarah2010

    sarah2010 Bekanntes Mitglied

    Auch lange Schritt baut das ab. Die hatte doch Rehe oder nicht? Ich wäre da mit longieren und allem erstmal vorsichtig. Würde lange Schritt-Spaziergänge einbauen und ggf an der Hand mit leichten Übungen anfangen, um den Kopf auch zu beschäftigen.
     
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  6. Nico

    Nico Bekanntes Mitglied

    Verständlich, dass Du da jetzt Respekt (auch ein bisschen Angst? )vor so einem Energiebündel und den Reaktionen hast.
    Denk in erster Linie an Deine Sicherheit.
    Kurzes Anwärmen im Schritt auf dem Platz und dann lass sie halt laufen.
    Meiner Meinung nach sind die engen Wendungen im Paddock und die Bockerei auf Teer an der Hand viel schädlicher für die Gelenke als
    das kontrollierte Laufen lassen ohne Einwirkung.
     
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  7. AnneB

    AnneB Bekanntes Mitglied

    die ist mit dem kopf halt ganz weg in dem moment. ich versteh sie da ja auch total nur geht mir der arsch auf grundeis. noch lässt sie sich an der hand mit strick und gerte begrenzen aber wenn sie einmal zieht dann halte ich die nicht. beim schmiedtermin hat sie auch schon so gehampelt. das macht sie sonst nie. als ich sie am kopf gehalten habe hat sie mich beim wegziehen auch mal erwischt und den oberschenkel getroffen. da hat sie sich dann so erschrocken dass sie mich getreten hat, da musste ich gar nicht mehr strafen. sie ist schon ne ehrliche maus aber sie weiß nicht wohin mit der energie und der kopf ist dann aus. sie weiß dann nicht mehr was sie tut.
     
    Elchhexe gefällt das.
  8. Fesia

    Fesia Bekanntes Mitglied

    Ich würde dann mit Kappzaum führen, finde da hat man dann mehr Kontrolle über den Kopf, wenn sie losstürmt.
     
    aquarell gefällt das.
  9. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Wenn das nicht mit irgendeiner Krankheit kollidiert - kannst du nicht einfach ablongieren und dann normal reiten? Die wird ja keine Mordskondition haben, dass sie erst 20 Minuten am Stück galoppieren müsste, oder?
     
  10. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Eigentlich sollte man nach einer Rehe 1 Jahr auf longieren und enge Wendungen verzichten. Geradeaus ist die Devise.
     
    aquarell, Farooq und sarah2010 gefällt das.
Thema: Bewegungsstau