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Blutgerinnsel in der Aorta

Diskutiere Blutgerinnsel in der Aorta im Innere / Organische Erkrankungen Forum; Hallo zusammen Hat hier evtl. jemand Erfahrungen mit einem Blutgerinnsel in der Aorta (Endaufzweigung der Aorta) bei einem Pferd, welches...

  1. soennelig

    soennelig Neues Mitglied

    Hallo zusammen

    Hat hier evtl. jemand Erfahrungen mit einem Blutgerinnsel in der Aorta (Endaufzweigung der Aorta) bei einem Pferd, welches schulmedizinisch nur noch durch eine sehr risikoreiche Therapie mit Blutverdünner therapiert werden kann?

    Wir sind froh über jeden Input!
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hallo soennelig,

    Erfahrung beim Pferd nicht, beim Menschen durchaus.

    Kannst Du spezifizieren, was Du mit "sehr risikoreiche Therapie mit Blutverdünner" meinst?

    Bei einem Gerinnsel ist doch ein Blutverdünner immer das erste Mittel der Wahl - warum sprichst Du von besonderer Gefahr?
    Was sollte Deiner Meinung nach schulmedizinisch sonst / vorher laufen?
    (Mir ist klar, daß Blutverdünner Risiken haben, ich lese aus Deiner Formulierung aber mehr heraus?)


    LG, Charly
     
  3. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    und nicht therapieren hört sich auch risikoreich an...
     
  4. soennelig

    soennelig Neues Mitglied

    Hi Charly,

    Lieben Dank für deine Antwort.

    Gemäss Tierarzt im Tierspital wäre das Risiko des inneren Verblutens ziemlich hoch. Wie es beim Menschen abläuft weiss ich auch so +/-. Einem Menschen kann man aber auch begreiflich machen, dass er sich schonen und vorsichtig sein muss. Mein Pferd ist leider ein Held darin, sich ständig neue Kratzer "zuzulegen". Sowas wird dann recht schnell lebensbedrohlich... Im Tierspital sehen sie keine andere Therapiemöglichkeit. Gemäss dem dortigen TA muss jedoch nicht zwingend therapiert werden, sofern sich die "Anfälle" (= plötzliches starkes Schwitzen während des Reitens und schonen des betroffenen Hinterbeins = sehr starke Schmerzen durch kurzzeitigen Verschluss der Aorta) nicht häufen (zwischen dem letzten und dem aktuellen Anfall liegen zwei Jahre, sofern es denn damals tatsächlich schon das war).

    Nichts zu machen ist jedoch für uns keine Option. Deswegen sind wir nun auf der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden, die nicht ganz so drastisch sind. Bin grundsätzlich offen für alles - sofern es helfen kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2015
     
  5. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Könntest Du bitte spezifizieren, was da für eine Therapie angedacht sein würde?

    Daß zum Beispiel Marcumar nicht ohne ist, ist klar, aber es gibt ja auch Thrombozytenaggregationshemmer, die weit weniger Risiko beinhalten???

    Würde das nicht reichen?
    Inwiefern ist das eine oder andere erwogen worden?


    Und generell:
    Geht es um Lyse des bestehenden Thrombus oder geht es um Prophylaxe weiterer Ablagerungen???


    Bitte mal mehr / genauere medizinische Infos!


    Und letztlich bleibt die Abwägung: Risiko der Verletzung eingehen / für die Kurz-Phase einer Lyse Pferd wegsperren / letzte gute Zeit genießen / sofort erlösen...
    Aber auch dafür braucht man mehr Infos, worum es jetzt eigentlich geht und wie die jeweiligen Chancen und Gefahren sind!


    LG, Charly
     
  6. soennelig

    soennelig Neues Mitglied

    Ich bin leider selber medizinisch nicht sonderlich bewandert und konnte mir ehrlich gesagt auch nicht alles merken, was der TA uns erzählt hat. Die Diagnose kennen wir seit Freitag und sind aufgrund dessen nach wie vor ziemlich durch den Wind.

    Grundsätzlich sieht es so aus, dass der Thrombus am Ende des Aortenstrangs leicht seitlich sitzt, was eine operative Entfernung schonmal verunmöglicht, da man dort gemäss TA gar nicht drankommen würde. Auf dem Ultraschall war zu erkennen, dass zwar nicht (mehr) viel Platz vorhanden ist, das Blut aber aktuell gut durchfliesst.

    Die Therapie im Spital wäre mit Aspirin und einem weiteren Medi, dessen Name ich mir jedoch nicht merken konnte. Das Pferd müsste zum Austesten und Einstellen der Medis 2-4 Wochen im Spital bleiben und danach zuhause während ca. 5-7 Monaten weiter behandelt werden.

    Es geht darum, den bestehenden Thrombus möglichst komplett aufzulösen. Ob es schulmedizinisch gesehen Möglichkeiten gibt, neuen Ablagerungen prophylaktisch entgegenzuwirken, hat der TA nicht erwähnt. Generell ist das Ganze gemäss ihm äusserst selten und dementsprechend unerforscht. Seine persönliche Einschätzung, die jedoch nicht auf Fakten beruht sondern lediglich seinem Bauchgefühl entspricht, liegt bei 30-40%, dass sich der Thrombus komplett auflöst und das Pferd die Therapie übersteht. Also nicht sonderlich rosig.

    Ich wäre nun primär an Therapiemöglichkeiten aus der Alternativmedizin interessiert und/oder an Erfahrungsberichten von Pferdebesitzern, die ähnliche Krankheitsbilder kennen.

    Nebenbei noch zur Info: Wir sind aus der Schweiz, wären aber nicht abgeneigt für vielversprechende Institutionen auch über die Grrnze zu fahren.
     
  7. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich würde zunächst einmal empfehlen, Du wendest Dich an "GilianCo" hier aus dem Forum.
    Die ist TA ....

    Wir haben hier das Glück, auf Fachleute aus den verschiedensten Bereichen der Pferdehaltung zurück greifen zu können.
    Und nicht nur da ....
     
  8. Steffi87

    Steffi87 Inserent

    Lieber die Risiken eines Blutverdünners in Kauf genommen und das Pferd hat noch ein schmerzfreies Leben.
    Schmerzen aufgrund Durchblutungsstörungen sind nicht zu unterschätzen....komme aus der Humanmedizin....Schmerzen sind Schmerzen. Durchblutungsstörung < Minderdurchblutung < Gewebe/Nerven werden geschädigt < Nervenschmerzen.....
     
  9. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    So wie sich das anhört, werdet ihr nicht um einen Therapie herumkommen. Du musst dir immer vor Augen halten, löst sich so ein Blutgerinsel, dann ist sehr schnell Schluß. Seit froh, dass er entdeckt wurde.
     
  10. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter


    Hallo soennelig,

    das ist aber leider unerläßlich!
    Das wirst Du Dir aneignen müssen und auch nochmal, nochmal und nochmal nachfragen müssen!
    GERADE, wenn Du etwas "alternativ" versuchen möchtest. (Auch alternative Heilmethoden sollte man durch Fachkundige machen lassen, aber das scheint ihr ja auch vor zu haben - dennoch müssen auch diese Weiterbehandelnden GENAU wissen, woran sie sind und was vor-diagnostiziert wurde!)

    Als pflanzliche Blutverdünner muß man zwei Wirkweisen unterscheiden: Einmal die Hemmung der Blutgerinnung ähnlich der Wirkweise von Aspirin (ASS) - dies bringen zum Beispiel Weidenrinden (Salix) mit sich; und dann die "Verdünnung" des Blutes über das Eingreifen in den Vitamin-K-Stoffwechsel (wie auch Marcumar) - das wäre Steinklee.

    Das nur schonmal zur Kenntnis (bitte jetzt nicht einfach so ins Pferd füttern ;) ).


    Ich habe jetzt noch folgende Fragen an Dich:

    1) Welches Medikament zusätzlich zum ASS sollte gegeben werden?
    2) In jeweils welcher Dosierung?
    3) Warum soll das so gefährlich sein? Es gibt - im Humanbereich - Extremsportler, die ASS nehmen (müssen). SO gefährlich ist das nicht! (Umso interessanter wäre, welches Medikament es noch sein soll und in welcher Dosierung! Denn die Gefahr des "Verblutens" sehe ich - selbst bei einem tollpatschigen Pferd - bei ASS so gut wie nicht.)


    30 - 40% Heilungschance finde ich übrigens gar nicht schlecht?

    Und komplett auflösen muß sich ein Thrombus ja nicht zwingend, um eine deutliche Besserung zu bringen! Eine Verkleinerung des Thrombus und damit Erweiterung der Engstelle führt ja auch schon seltener zu krampfartigen Komplett-Verschlüssen mit Schmerzen!

    ASS bewirkt übrigens, daß sich keine / weniger neue Thrombozyten an einen bestehenden Thrombus anheften (Thrombozytenaggregationshemmer) - das ist der Sinn dieses Medikamentes. ;)


    LG, Charly
     
Thema: Blutgerinnsel in der Aorta