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Bodenarbeit mit jungem Pony

Diskutiere Bodenarbeit mit jungem Pony im Bodenarbeit Forum; Hallo! Ich bin was Bodenarbeit anbelangt, häufig unsicher und möchte diesen Thread hier nutzen und euch zu verschiedenen Themen um Rat bitten....

  1. Gespenst

    Gespenst Bekanntes Mitglied

    Hallo!

    Ich bin was Bodenarbeit anbelangt, häufig unsicher und möchte diesen Thread hier nutzen und euch zu verschiedenen Themen um Rat bitten.

    Der junge Wallach mit dem ich arbeiten möchte ist ein lieber, noch etwas hengstiger, fleißiger, mutiger, kleiner Kerl. Er kann schon eine ganze Menge, ist also absolut kein unbeschriebenes Blatt. Allerdings ist da auch noch Luft nach oben.
    Da er ein Kinderpony ist und auf Futter etwas zu positiv reagiert, möchte ich darauf verzichten mit Futterbelohnung zu arbeiten, um ihn nicht zum gierigen Beißer und Taschenspion zu machen.

    Wir beiden kennen uns im Prinzip noch gar nicht richtig. Bisher habe ich ihn nur einmal geputzt und wir sind in Begleitung spazieren gegangen. Wir werden also quasi bei null anfangen.

    Die Probleme, die ich zunächst konkret angehen möchte, sind folgende:
    1. Er war beim Spazierengehen teils etwas unwirsch mit mir. Es gab Momente da ging er ganz brav und fleißig am durchhängenden Strick neben mir. Es gab aber auch Situationen, da lief es nicht so: Er zog mich häufig hinter sich her, seltener trödelte er und wenn ich stehen blieb, versuchte er sich an mir vorbeizuschieben.
    2. Er ist beim Putzen noch sehr zappelig, bleibt kaum einen Moment ruhig stehen. Auch wenn ich beim Führen stehen blieb, fand er keine Ruhe.


    Ruhig stehen üben wir denke ich erstmal mit 1-2 Minuten penibel korrigieren - je nach dem wie lange er so durchhält, ohne genervt zu sein - und steigern das ganze dann langsam von Mal zu Mal.

    Beim Führen bin ich etwas unsicher: Wie verschaffe ich mir am besten Gehör bei ihm bzw. wie mache ich mich interessant?

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
     
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  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Wie jung ist jung denn?

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  3. Gespenst

    Gespenst Bekanntes Mitglied

    Er ist 4 Jahre alt.
     
  4. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Ihr kennt euch ja noch nicht so lange, somit erledigt sich das eine oder andere vielleicht auch mit der Zeit. Von einem ungewohnten Pony würde ich nicht erwarten, dass es am durchhängenden Strick mitgehen kann, ich würde es gefühlt eher "an der Hand nehmen", heisst, ich möchte seine laufenden Hinterbeine im Strick spüren können. Und würde ne Gerte als Argumentationshilfe mitnehmen. Deine Schultern führen das Pferd, sprich die bremsen es auch, wenn du langsamer wirst. Wird er nicht mit langsamer, drehst du dich noch vor seiner Schulter auf ihn zu. Brr, oder ho, oder halt. Egal.
    Bis er da mitmacht, kannst auch an ner Bande üben.
    Dich interessant machen hört sich so nach "sich zum Affen machen" an, reicht es nicht, dass du irgendwo hin willst und er darf mit?
     
     
  5. Gespenst

    Gespenst Bekanntes Mitglied

    Das stimmt wohl. Ich möchte dennoch von Anfang an eine klare Linie fahren.

    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Magst du mir das noch mal anders erklären?

    Er ist sehr klein. Er geht mir ungefähr bis zur Hüfte. Merkt er dann überhaupt was ich mit meinen Schultern mache? Ich glaube in diesem Fall geht mehr Führungskraft von meinem Hintern aus. Die Frage ist nur, wie setze ich meine Hüfte dann ein, damit er versteht?

    Ok, das klingt einleuchtend. Was aber tue ich, wenn er dann in mich reinläuft? Bzw. wie kann ich das von vornherein verhindern?

    So habe ich das nicht gemeint. Diese Situationen, die ich ansprach, entstanden vorwiegend dann, wenn er abgelenkt war. Ich möchte dann wieder seine Aufmerksamkeit auf mich ziehen.
     
  6. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Hehe, ja so kleine Ponys, die können eigtl. fast nur Hulahoop Cracks ordentlich führen :lol:
    Sorry, Scherz beseite, Körpersprache bleibt die Gleiche ob groß oder klein :)
    Dann finde ich müsst ihr euch auch erstmal kennen lernen, erwarte erstmal nicht zu viel :)
    Hinterherziehen, heißt in meiner Welt für Dich, stehen bleiben, er soll sich ja an Dir orientieren und nicht umgekehrt. Allerdings musst Du ihm dann auch klar mit Deiner Körpersprache sagen, was er machen soll.
    Lass Dich nicht wegschieben "Mein Tanzbereich, Dein Tanzbereich" wie bei Dirty Dancing :biggrin:
    Find ich viel zu lange, bei so Hippelkaspern bin ich erstmal mit 3 Sekunden zufrieden, dann viel Lob, kurz Druck rausnehmen und evtl. nochmal versuchen diesmal vlt 4-5 Sekunden.
    Ist bei manchen aber auch Situationsabhängig die die ich kenne, hibbeln nicht dauernd, aber wenns arg windig ist oder was spannendes passiert was man vom Putzplatz aus so schlecht beobachten kann o.ä.vlt war der Kleine einfach aufgeregt und dieses Problem erledigt sich von selbst, wenn ihr euch mal zamgerauft habt.
    Hast Du da jmd der Dir hilft?
     
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  7. Gespenst

    Gespenst Bekanntes Mitglied

    Na ja, klingt jetzt im ersten Moment vielleicht albern, aber ganz praktisch ist meine Hüfte ja genau der Teil von mir, den er unmittelbar im Blick hat :P
    Daher dachte ich, dass ein bisschen mehr Ausdruck untenrum nicht schaden könne.
    Ich muss ehrlich gesagt sagen, dass ich mich da im ersten Moment von der Größe echt durcheinandergebracht fühlte. Ich meine, ich habe den ganzen Kram bezüglich führen wohl gelernt, aber der setzt sich irgendwie besser bei einem Pferd mit passender Größe um. Fühlt sich blöd an, die linke Hand so weit unten für die Begrenzung einzusetzen. Man ist ja auch irgendwie immer geneigt, sich bei so kleinen Pferden nach unten zu beugen. Ist für die Haltung wohl nicht förderlich.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob er mich da wirklich ignoriert hat oder mich einfach gar nicht richtig gesehen hat, um zu verstehen, was ich von ihm möchte?

    In sämtlichen Foren ist zu lesen, dass Bodenarbeit genau das richtig wäre, um genau das zu erreichen.
    Natürlich werde ich mich da jetzt nicht an Tag 1 hinstellen und Vorwärtsrolle-Doppelsalto von ihm erwarten. Putzen, Führen und ein wenig ruhiges Stehen ist doch da ein sanfter Anfang :)

    Schon klar! Reel wegschieben tut mich der Kleine wohl nicht. Meinen Tanzbereich soll er eben akzeptieren. Was empfiehlst du konkret, um ihm das klar zu machen?
    Ich "baue" mich also quasi vor ihm "auf", er ignoriert das, und dann? Diese Bilderbuchgeschichte funktioniert ja immer super bei unsicheren oder bereits abgeklärten Pferden, ich habe da aber ein sehr selbstbewusstes Pferdchen vor mir.
    Sorry für die dilettantischen Fragen, aber ich kenne diese Pauschalantworten einfach zu genüge: "Mach halt Körpersprache". Ich meine das nicht böse, aber geholfen hat mir das noch nie.

    Ich kenne das wohl von Jungpferden, das sie anfangs Probleme haben ruhig zu stehen, gerade beim Putzen. Legte sich dann meist von ganz allein. Denke, dass das bei "meinem" Pony wohl auch der Fall sein wird.
    Ich möchte bei ihm mit dem ruhig stehen später noch arbeiten, daher ist mir wichtig, dass er es lernt sich quasi "auf Kommando" zu entspannen.
    Aufgeregt war er nicht, er war einfach nur mit sich und seinen Belangen beschäftigt.
    Danke für den Tip, die Zeit da doch lieber nochmal runterzuschrauben.

    Nein, wozu?
     
  8. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Hände nach oben, Stimme dazu, wenn alles nix hilft mal zurückbüffeln, ist da mein Weg bei unserem Panzer gewesen, das braucht man nur ein zwei mal, dann ist die Sache erledigt.
    Ist aber auch immer eine Frage der Ponymentalität, ist das ein Sensibelchen und will dir eigtl auf den Schoss hüpfen weil es Angst hat, ist das absolut der falsche Weg, ist das ein kleiner Rüpel, ist das mein Weg :)
    weil Pferdeerziehung, finde ich, einfach ein gewisses feeling benötigt, x klappt beim einen und den anderen machst du damit kaputt, deine Fragen klingen, als würde Dir das ein wenig abgehen, sorry, ist nicht böse gemeint und ja auch garnix wo für man sich schämen müsste, wir lernen ja alle nicht aus :)
     
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  9. Gespenst

    Gespenst Bekanntes Mitglied

    Danke für die klaren Worte :)

    Kein Problem. Es ist nun nicht so, dass ich just gestern zum ersten Mal ein Pferd gesehen habe. Die Arbeit mit Jungpferden ist mir nicht fremd.
    Ich mag es einfach mich abzusichern und auch mal tiefer zu bohren. Beim Umgang mit Pferden hört man häufig sehr allgemein gefasste Worte wie z.B. "setze dich durch". Ich bevorzuge klare Ansagen: Wie genau machst du das, worauf achtest du dabei etc.
    Es interessiert mich sehr wie andere eine bestimmte Situation handhaben. Warum sollte das nicht besser sein, als die Art und Weise wie ich es tue? Man lernt eben nie aus.
    Mit neuen Übungen kommt aber auch Unsicherheit und deswegen suche ich auch euren Rat.

    Die ruhig-stehen-Übung z.B. habe ich auch jüngst erst gelesen. Ich hätte zuvor einfach damit gerechnet, dass es sich mit fortschreitendem Alter von selbst legt - so ist meine Erfahrung. Aber warum nicht mal etwas anderes ausprobieren, wenn andere damit eine positive Erfahrung gemacht haben?
     
  10. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Nein, du musst schon die Schulter nehmen, die Hüfte ergibt eine andere Information ;)
    Wenn er in dich hineinrennt, warst du nicht deutlich genug, sei es in der Autorität, oder im Dich Bemerken. Was bei ignoranten Ponys hilft, ist eine Gerte, die du vor seinem Gesicht auf und ab bewegst, während du ihn stoppst. Deutliches Ausatmen, etwas aufrichten, evtl auch am Strick aufmerksam zupfen. Ja,genau, sich aufbauen, guter Ausdruck.
    Das An die Hand nehmen erkläre ich dir mit einem Versuch, da dürfte dir das Prinzip direkt klar sein. Du nimmst dir einen anderen Menschen, verbindest ihm die Augen und führst ihn irgendwo hin. Nicht sprechen, ausser über Bodenunebenheiten, führen nur an der Hand. Rechts, links, geradeaus, Kreise... Wenn du führst, legt der andere Mensch wie beim Tanzen die Dame die Hand auf deine Hand. Und über diese Handverbindung machst du den Weg und die Geschwindigkeit deutlich.
    So ähnlich funktioniert das auch mit dem Pferd, nur dass du die "Anlehnung" mehr fordern musst, weil dein Pferd die Augen nicht verbunden hat, und dir keine so klare Anlehnung bieten wird am Anfang. Die Geschwindigkeit beeinflusst du beim Pferd mit der Gerte oder aufmunternden Worten.
    Dabei hilft dir ein Kappzaum am besten, ein engeres Halfter, das nicht in die Augen zieht, geht aber auch.
    Viel Spass beim Ausprobieren! :)
     
    Charly K. gefällt das.
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