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Buckeln - Was kann man als Reiter von oben gegen machen?

Diskutiere Buckeln - Was kann man als Reiter von oben gegen machen? im Allgemein Forum; Halli Hallo! Ihr müsst mir jetzt mal helfen.... :1: Seit zwei Wochen hab ich einen 5-jährigen Wallach, um den ich mich mit kümmern soll....

  1. Rhiannon

    Rhiannon Inserent

    Halli Hallo!

    Ihr müsst mir jetzt mal helfen.... :1:

    Seit zwei Wochen hab ich einen 5-jährigen Wallach, um den ich mich mit kümmern soll. Er ist ein Verkaufspferd und mit ihm soll noch etwas gearbeitet werden, bevor er verkauft wird.
    Er ist seit ca. einem dreiviertel Jahr unter dem Sattel. An sich vom Charakter her bzw. vom Umgang her super lieb und "handlich".

    Hab ihn jetzt zweimal geritten. Soweit ganz lieb, wohl ziemlich triebig und faul und er verkriecht sich extrem hinter dem Zügel. Laut Aussage der Besis hat er das von Anfang an gemacht, die haben ihn bis jetzt auch nur v/a geritten, aber er wurde nicht intensiv geritten, so dass man nicht viel davon merkt.
    Nach meinem zweiten Ritt hab ich es geschafft, dass er nach 20 Minuten gut mit seiner Nase Richtung Boden ging, aber halt nur stellenweise, da er noch recht unsicher ist.
    Soweit so gut, daran kann ich arbeiten, das ist nicht das Problem.

    Mein Problem hab ich heute gemerkt. Er buckelt....
    Am Anfang wurde mir gesagt, dass er schon mal buckeln kann. Okay, junges Pferd und nicht wirklich tägliche Bewegung. Kann schon mal passieren...
    Er hat beide Male, wo ich ihn geritten hab, auch mal beim angaloppieren den Hintern geschmissen, aber das war ohne weiteres gut auszusitzen und er ist sofort weitergaloppiert.

    Heute hatte er zur Probe wieder ein anderes Gebiss drauf. Mir wurde gesagt, dass er nur auf einem bestimmten Gebiss läuft. Die haben sämtliche Gebisse, die die da haben ausprobiert und er läuft wohl nur auf diesem einen. Hab leider vergessen, was es für eins ist.....
    Die beiden Male hatte er dieses Gebiss drauf und wie gesagt, er lief wie ein Döpken. Heute hatte er ein anderes drauf, ich hatte ihn vorher gut ablongiert und er lief etwas zügig, aber brav an der Longe.
    Ich hab mich dann drauf gesetzt, hatte gerade beide Füße in den Bügeln, die Zügel noch nicht wirklich aufgenommen, wie man sie halt hat, wenn man sich erstmal oben sortieren will und auf einmal zieht er den Kopf zwischen die Beine und buckelt wie eine Wildsau auf der Stelle los. Ich hab ihn erstmal angeschrien, damit ich vllt. nen Überraschungsmoment bekomme, um den Kopf wieder nach oben zu kriegen, aber der Überraschungsmoment war nur ne Nanosekunde da. Half mir also nicht, hab versucht ihn vorwärts zu treiben, aber wegen der extremen Buckelei kam ich nicht so in den Schwung, den er braucht, damit er vorwärts geht. Aufgrund seiner Triebigkeit nützt halt ein leichtes Treiben nicht. Hab an den Zügeln ruckartig gezogen und auch versucht, seinen Kopf seitwärts gezogen zu bekommen, aber ich kam nicht durch. Der buckelte munter weiter und ich saß da oben drauf und war mit meinem Latein am Ende. Irgendwann konnte ich mich dann auch nicht mehr halten und machte nen Abgang.

    Wisst ihr eine Möglichkeit, wie man gegen so ein extremes auf der Stelle buckeln als Reiter ankommt?

    Die Besis sagten, dass lag jetzt an dem anderen Gebiss.
    Kann ich mir nicht vorstellen, dann hätte er beim longieren doch auch seinen Unmut zeigen müssen, oder?

    Wenn ich ihn das nächste Mal reite, bekommt er wieder sein richtiges Gebiss drauf, aber ich trau ihm nicht. Er weiß, dass er mittlerweile mit seinem buckeln die Leute runterbekommt und da muss man doch gegen angehen können. Ich kann doch nicht bei der nächsten Buckelattacke oben sitzen und darauf warten, dass es mich aus dem Sattel hebt.....:mask::wideeyed:

    Sorry, ist was länger geworden..... *hüstel*
     
  2. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Wenn Du weder den Kopf hoch noch das Pferd vorwärts bekommst ??? Das sind eigentlich die gängigen Mittel gegen Buckeln.
    Möglicherweise ist das Pferd vom Kopf her einfach nicht so weit. Wir hatten auch so einen Spezi, der in dem Alter gern so blöd gebuckelt hat. Gelegentlich. Evtl.Überforderung, weil er jetzt auf einmal konsequent arbeiten muß ? Das hilft Dir natürlich alles nix, wenn Du ihn jetzt "parat reiten" sollst. Aber das wären mögliche Gründe für sein verhalten. Dass er wegen dem Gebiss buckelt halte ich eher für abwegig. Was hat er denn normal drin und was hatte er beim Buckeln für ein Gebiss? Im Endeffekt bügelst Du grad aus, was bisher mit dem Pferd vernachlässigt wurde.
     
  3. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Erstmal vorneweg: Eigentlich sollte man da erstmal "Ursachenforschung" betreiben und rausfinden, warum der Kerl denn so buckelt.
    Aber da das hier in dem Fall wohl schlecht möglich ist und du ja gefragt hattest, was man als Reiter tun kann, wenn man nun schon in so einer Situation ist, werd ich alles andere mal einfach "übergehen".

    Ich versuch im Normalfall auch erstmal, nach vorne zu reiten. Wenn das nicht geht, dann Pferdekopf zur Seite weg ziehen - also nicht den Kopf HOCHziehen, sondern wirklich seitlich weg und zwar am allerbesten schon bevor das Pferd überhaupt richtig anfängt mit dem Bocken - denn wenns mal richtig drin ist, dann ist man oft ziemlich machtlos.
    Pferd gut beobachten und beim kleinsten Anzeichen von "ich steck meinen Kopf zwischen die Beine" den Pferdekopf zur Seite ziehen und minikringel reiten - oder eben Pferd nach vorne schicken, je nachdem, was beim jeweiligen Pferd besser funktioniert.

    Ich hoff, du hast dich nicht ernsthaft verletzt bei deinem Abgang?
     
  4. Rhiannon

    Rhiannon Inserent

    Das ist halt das Problem, ich kenn ihn nicht. Und da er ein Verkaufspferd ist, wird es schwer mit der Ursachenforschung und dem Beheben.....
    Ich saß erst zweimal drauf und hab ihn einmal longiert. Die anderen Tage sollte er eigentlich von einem anderen Mädel longiert werden, aber sie hatte es jetzt nicht geschafft, so dass er jetzt von Mittwoch bis heute nur draußen war.
    Deswegen hatte ich ihn ja auch ablongiert und da lief er ohne gezicke.

    Konsequent arbeiten musste er bis jetzt nicht. Hatte ihn Samstag und Sonntag geritten, dann am Mittwoch longiert und heute wieder. So lief das wohl auch das letzte viertel Jahr so. Also für eine Ausbildung nicht gerade ideal, aber von Überforderung würde ich halt somit nicht wirklich sprechen....

    Heute hatte er ein doppelt gebrochenes Ausbildungsgebiss mit Kupfermittelteil drin. Sonst wurde der, mein ich (hab grad mal bei Loesdau mir die Gebisse angeguckt :1:), immer mit einem Sprenger KK Ultra doppelt gebrochen geritten.
    Wüsste jetzt nicht, wo da der große Unterschied sein soll.
    Aber laut Aussagen der Besis und der anderen Mädel hat der mit diesem Gebiss nie so gebuckelt wie heute. Nur mit den anderen Gebissen war der wie ein Wildpferd. Die Zähne wurden schon kontrolliert genauso wie der Sattel und es soll alles in Ordnung sein.

    Ist halt echt ne blöde Situation, aber da ich mich in den "Kleinen" verguckt hab, will ich jetzt nicht einfach aufhören ( wobei es für meine Knochen wahrscheinlich besser wäre:twitcy:)

    Lorelai, hab den Sturz ohne große Blessuren hinter mir gebracht. Bin nur mitten in der Pfütze gelandet und hab jetzt, trotz Kappe, einen Brummschädel, aber sonst ist alles okay. :1:
     
     
  5. Dakota

    Dakota Inserent

    Du schreibst dass das pferd sehr triebig ist, dann würd ich erst mal schauen dass er mal in vorwärtsbewegung kommt, oder erst mal überhaupt nach vorne will.
    du kannst es über kurzes und sehr flottes longieren oder auch mal über futter probieren. ( so blöds in dem moment klingt : hafer? )
    ich denke nämlich dass er über die zeit wohl etwas klemmig geworden ist. Da fehlt dann einfach der vorwärtstrieb. Dann hört auch das auf der stelle buckeln auf
    hatten schon einige zum beritt da mit dem problem. hams aber so immer ganz gut in den griff bekommen
     
  6. Rhiannon

    Rhiannon Inserent

    Das war auch das, was ich als erstes gedacht habe. Ein junges Pferd so triebig, kann eigentlich nicht sein.

    Beim zweiten Mal hab ich stellenweise gut v/a mit arbeiten können, er hat sich angeboten und als er merkte, ui, ich kann den Kopf ja fallen lassen und es zerrt keiner an den Zügeln, wurde er immer länger vom Hals her, klemmte nicht mehr so hinterm Zügel und war dann auch flotter unterwegs.
    Daran muss ich natürlich noch mehr arbeiten, aber wenn jetzt öfters das buckeln dazwischen kommt, wird es schwierig. :1:
    Wenn ich oben drauf sitzen bleib, okay...,aber so wie heute hatte ich nicht mehr den Nerv und die Kraft nochmal draufzuklettern.

    Also soll ich am besten erstmal nur longieren und da dann schön auf Tempo?

    Das Mädel, was ihn vorher geritten ist, hat ihn, als er sie ebenfalls ein paar Mal abgeschmissen hat, auch nur longiert, aber weiß nicht, wie das longieren da aussah.....
     
  7. Dakota

    Dakota Inserent

    ja das problem ist, wenn ein pferd so klemmig ist machst du da als reiter kaum was dagegen. ganz im gegenteil , du provozierst eher noch dass er rückwärts ausweicht. und dann hast du so ziemlich komplett verloren.

    dass ist aber nix ungewöhliches wenn ein pferd eine zeitlang steht , oder kaum gearbeitet ist.
    ich würd an deiner stelle erst mal das futter überprüfen und ihn so einstellen dass er erst mal laufen will. Zur not auch mit Hafer ( musst dich ja net draufsetzten)

    dann würd ich ihn an deiner stelle erst mal kurz und zügig lonigeren. d.h 10 min schritt und dann 10 min richtig gas geben lassen und aufhören.
    nach so ner gewissen zeit kriegen die pferde dann ihre lauffreude wieder und dann hört für gewöhnlich auch das klemmen und bocken auf
     
  8. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Hallo,
    ich habe im Moment seit 11 Monaten selber eine, kleine Buckelsau unter dem Sattel, was mich aber nicht weiter abschreckt, da mein Dressurpferd auch gerne bis zum 12 Lebensjahr buckelte.

    Zum einen würde ich den Sattel mal überprüfen, da Dein junges Pferd noch im Wachstum steckt, verändert sich die Sattellage schnell. Schau mal ob er kippelt, was junge Pferde oft im Rücken irritiert. Wenn ein Pad drunter ist, lege ihn einmal blanko in der Stallgasse drauf. Schaue, ob der Schwerpunkt richtig liegt oder Schulter eingeklemmt wird.

    Reitest Du ihn mit Gerte? Probiere ihn mal nicht auf dem Po anzuticken sondern die Gerte an die Schulter anzulegen....und gegen die Klemmigkeit würde ich, auch wenn es eigentlich ein "no go" sein sollte, jemanden mit Longierpeitsche in die Halle stelle und mit treiben lassen. Denn wenn er so triebig ist, Du dann anfängst noch mehr zu treiben, provozierst Du oftmals wiederum noch mehr Klemmigkeit bei einem jungen Pferd. Sicherlich beim Bocken nach vorne reiten, wenn die Ausbildung und die Triebigkeit das noch nicht her gibt, muß man über andere Hilfen zum Ziel kommen. Er muß ja erst einmal wieder den Gang nach vorne an Dein Bein hereinbekommen! Ebenso würde ich ihn nicht vorwärtsabwärts die ganze Zeit reiten, wenn er sich gern hinter die Senkrechte verkriecht. Reite ihn von hinten nach vorne über den Rücken erst einmal wieder an das Gebiß. Damit meine ich, daß die Hilfe von unten Dich dabei unterstützt, weniger zu treiben und somit die Klemmigkeit nicht noch mehr provoziert wird und er lernt wieder, Deinen treibenden Schenkel besser anzunehmen.

    Wenn er den Hintern beim Angaloppieren lüftet: stimmt Dein Grundtempo aus dem Du ihn anspringen läßt? Wie Du schon sagtest, er ist jung, noch nicht lang unter dem Sattel, da fällt es manchen noch schwer in den Galopp zu springen und schaffen es eher über erhöhtes Tempo reinzulaufen. Ebenso schau doch vielleicht mal, ob Du ihm beim Angaloppieren auch genügend Luft läßt nach vorne an Deine Hand heranzuspringen und ihn nicht festhälst....

    Wie gesagt, daß ist keine Kritik, nur mal einige Ideen um nachzuschauen. Wie gesagt, ich habe selbst so einen lustigen Kandidaten, er jetzt aber langsam besser wird.
    Viel Glück
    Chiara:1:
     
  9. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    also erstmal verwundert es mich nach der schon etwas traurigen "Einreit- und Ausbildungsgeschichte" (wenn man das überhaupt so nennen mag...) mal gar nicht, dass Pferdchen so reagiert!

    Aber gut. Shit happens.

    Und du kannst ja schon gar nichts dafür!

    Zum einen muss da eine gewisse Gleichmäßigkeit und Regelmäßigkeit in die Arbeit rein. Was dir und ihm Sicherheit gibt.

    Erstmal Longieren ist sicher gut. Andererseits funktioniert das ja. Und er soll ja vermutlich nicht als Longenpferd sondern als Reitpferd verkauft werden (hoffe nur, dass er nicht irgendeinem Reitanfänger oder gar einem Kind in die Hände fällt...).

    Von daher wäre aus meiner Sicht ein Nachtreiben von unten durchaus angebracht. Also entweder mit einer Gerte oder einer Peitsche oder so.
    Halt vorsichtig. Aber damit er erstmal ins vorwärts kommt!
    (weiß nicht, warum das in so einem Fall ein "No-go" sein soll??? ist doch besser, als von oben zu quetschen, drücken, klopfen... Vorausgesetzt auch der "Peitschenführer" weiß was er tut!)

    Ob Ihr ihn dabei an der Longe mit Reiter drauf behaltet. Oder ohne Longe -das müßt Ihr letztendlich vor Ort entscheiden.
    Aber ich denke in diesem Fall ist wohl dosierte Hilfe von unten wichtig.
     
  10. Rhiannon

    Rhiannon Inserent

    Ja, ist echt nicht die beste Ausgangssituation, aber irgendwas muss ich ja machen, denn sonst geht keiner an ihn ran und was dann aus ihm wird, will ich gar nicht wissen.
    Er ist damals als Kutschpferd gekauft worden und dafür ausgebildet worden, aber er war als Partnerpferd zu klein. Deswegen wurde er weiter unter dem Reiter "ausgebildet" und jetzt bin ich halt seit kurzem da und soll weiter mit ihm arbeiten, da keiner für ihn Zeit hat.

    Das Problem ist, viel Hilfe bekomm ich da nicht....Bin fast nur auf mich alleine gestellt, aber gut, mal sehen, was sich da machen lässt.

    An der Longe läuft er sehr willig und zügig. Zumindest die beiden Male, wo ich ihn longieren konnte, hatte ich ne Longierpeitsche dabei, hab sie aber auf dem Boden liegen lassen, da er sehr flott unterwegs war und mit Peitsche nur ins Rennen verfallen wäre.

    Ich werde jetzt versuchen, dass das eine Mädel ihn an den Tagen, wo ich nicht da bin, longiert. Werde mit ihr absprechen, wie sie es am besten machen soll. Dann werd ich auch erstmal Bodenarbeit mit ihm machen, damit er etwas mehr Respekt bekommt. Der fehlt ihm nämlich auch gehörig. :twitcy:
    Und dann mal schauen, wann ich mich wieder draufsetze.

    Mit dem reiten muss ich nämlich erstmal gucken, so wie es aussieht, hab ich mir doch mehr getan als ich dachte. Kann mit der Ferse absolut nicht mehr auftreten und werd die heute wohl röntgen lassen müssen.

    Jaja, in solchen Momenten wünsche ich mir echt meine alte RB wieder. Da wusste ich immer, was ich unter dem Hintern hatte. :1:

    Aber danke erstmal für eure Antworten und Hilfe.
     
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