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Cavalloheft Nr.2

Diskutiere Cavalloheft Nr.2 im Allgemein Forum; Hat zufällig auch einer von euch in der Cavallo den Beitrag mit den Zügelhilfen gelesen. Das es viele gibt die zustark Ziehen, Rollkur etc....?...

  1. fly_baby

    fly_baby Inserent

    Hat zufällig auch einer von euch in der Cavallo den Beitrag mit den Zügelhilfen gelesen. Das es viele gibt die zustark Ziehen, Rollkur etc....? Ich fand schon sehr erschreckend wieviel schaden man einen Pferd damit zufügen kann und wie viele es gibt die trotzalledem den Pferd solche Schmerzen zufügen. Ich selbst reite eigentlich Auf meiner Holsteiner RB mit Gebiss aber ohne ziehen da ich eher mit den Beinen arbeite. Ich bin jetzt trotzdem ins grübelngekommen ob es nicht wirklich besser ist ohne Gebiss zu reiten und vielleicht ziehe ich ja doch sehr am Maul merke es nur selbst nicht mehr so...Meine Isi RB reite ich oftmal auch mit Trekkingtrense also ohne Gebiss und es geht ganz gut. Aber geht auch Dressur gut ohne Gebiss? Wollt einfach mal wissen, ob ihr die Cacallo gelesen habt und davon denkt. Habt ihr vllt auch schon mehr Erfahrung mit Trensen ohne Gebiss? Und gibt es eine gute möglichkeit festzustellen ob man zuviel Druck aufs Pferdemaul ausübt?


    Lg Jill
     
  2. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich beschäftige mich schpon länger mit der Frage, ob Gebissloses reiten nicht doch besser wäre. Ich denke, für Gelände ist das auf jeden Fall eine gute Sache, sofern man das Pferd unter Kontrolle hat. Wovon ich abraten würde, ist ein Hackamore, das finde ich zu scharf. Ich möchte gerne das Glücksrad ausprobieren, und von dem, was ich bis jetzt alles darüber in Erfahrung bringen konnte, ist es durchaus sehr positiv und ich kann mir vorstellen, dass es eine echte Alternative zum Gebiss sein kann, auch in der Dressur. Was bei anderen Gebisslosen Zäumungen teilweise nicht so ist, denke da an ein Sidepull oder Bosal oder Hackamore, die sind für die Dressurarbeit ungeeignet. Aber für das Gelände wiederum OK.

    Ich werde auf jeden Fall ein LG-Zaum ausprobieren und dann sehe ich ja, ob es für mich eine Alternative sein kann.

    Andersrum denke ich, kommt es auch auf das Pferd an, ich kann mir vorstellen, dass das eine oder andere Pferd nicht so gut auf eine Gebisslose Zäumung anspringt, da wäre man mit einem Gebiss sicherlich besser beraten.

    Also wie in vielen Fällen, ausprobieren, dann weisst du, ob es was für dich und dein Pferd ist oder auch nicht.

    Liebe Grüße
     
  3. Dakota

    Dakota Inserent

    prinzipiell bin ich der meinung, dass man einem pferd auch mit gebisslosen trensen schaden zufügen kann. denn grobe handhabung bleibt grobe handhabung. das ist genau dasselbe wie mit der knotenhalftergeschichte...
    ich finde man sollte eher was gegen die grobe hand tun, bevor man denkt durch gebisslos ist das kein thema mehr....rollkur geht auch ebenso gebisslos
     
  4. franzivetmed

    franzivetmed Inserent

    ich stimme dakota da zu, man kann mit allen gebissen oder halt eben auch mit gebisslosen trensen dem pferd schaden zufügen.
    ich denke besser ist es einfache eine strohkordel an die trensenringe zu machen und dann mal damit zu reiten. wenn man dann zu grob ist tut man sich mindestens genauso doll weh wie man dem pferd schmerzen zu fügt.
    wenn man das mal ausprobiert hat, dann weiß man auch über seine eigenen grobheiten bescheid :1:.
    lg franzi
     
     
  5. Katrin

    Katrin Inserent

    Dakota, da hast du recht, hart ist hart und bleibt hart, auch wenns Gebisslos ist. Aber ich finde trotzdem, dass man mit bestimmten gebisslosen Trensen doch weniger... wie soll ich sagen... Druck... Schmerz... unangenehme Gefühle auslöst, als mit Gebiss. Habt ihr schonmal ein Löffel in den Mund gelegt, die Zunge zwar locker, aber doch an den Gaumen gelegt und den Mund zugemacht? Ich hab gerade Zahnlücken, die dem Pferd ähnlich kommen, daher kann ich echt sagen, dass ist nicht angenehm! Und wenn man weiche Zäumungen (gebisslos) nimmt (Voraussetzung ist dabei sowieso immer eine weiche Hand), denke ich, ist es für das Pferd angenehmer. Und dann finde ich, kommt es auf das Pferd an, ob es das gut annimmt, oder auch nicht, dementsprechend entscheide ich dann.
    Wie gesagt, für die Dressur ist mein Favorit der LG-Zaum (Glücksrad), damit kann man definitiv Dressur reiten, auch mit leichter Anlehnung.

    Probieren geht über studieren

    Und dass man erstmal immer an seiner hand/Sitz usw. arbeiten sollte, ist klar, und dass man mit einem Hackamore keine Anlehnung haben darf, steht in anderen Threads hier auch schon :smile:

    Liebe Grüße
     
  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    "Wie gesagt, für die Dressur ist mein Favorit der LG-Zaum (Glücksrad), damit kann man definitiv Dressur reiten, auch mit leichter Anlehnung."

    Naja... Dressur reiten: Ja... Anlehnung: Eher nein... Gebisslos eignet sich miener Meinung nach grundsätzlich nicht für Anlehnung, wie sie im englischen Dressurreiten definiert ist. Beim Glücksrad beispielsweise wird ja der Schmerz-Druck, der mit dem Gebiss ausgeübt wird, durch einen zwar unangenhmen aber nicht ganz so schmerzvollen Druck aufs Nasenbein ersetzt. Das führt sehr oft dazu, dass Pferde, die mit solchen Dingern auf Anlehnung (auch wenn es nur leichte ist) geritten werden, einfach "dagegenhalten" - und irgendwann nur noch komplett auf den Zügeln hängen. Warum? Weil es geht. Die Pferde können den Druck sehr schnell einfach "ertragen", bzw werden unempfindlich dagegen, wenn er ständig da ist - und das ist er nun mal bei der Anlehnung. So stumpft das Pferd innerhalb kürzester Zeit komplett ab, reagiert immer unsensibler auf die Zügelhilfen und hängt irgendwann nur noch auf den Zügeln.

    Also meiner Meinung nach - wenn gebisslos, dann bitte OHNE Anlehnung. Muss ja deswegen nicht gleich Westernreiten sein.
    Ich bin auch schon gebisslos englisch geritten - geht einwandfrei, sofern man IMMER sofort nachgibt, wenn das Pferd eine gewünschte Haltung eingenommen hat - so hat das Pferd gar keine Möglichkeit, sich auf die Zügel zu legen, weil nichts mehr da ist, auf das es sich legen könnte...
     
  7. Katrin

    Katrin Inserent

    Naja, sofortiges Nachgeben setze ich beim reiten mit Gebiss auch voraus. Aber du könntest recht haben, dass ein drauflegen mit einer gebisslosen Zäumung erleichtert wird. Dazu hab ich noch nicht damit geritten und kann mir keine richtige meinung dazu bilden, nur von hören-sagen eben. (Ich spreche jetzt vom LG-Zaum).

    Liebe Grüße
     
  8. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ja, mir ist das auch klar, dass auch mit Gebiss sofort nachgegeben wird - nur viele andere sehen das leider nicht so. Grade mit Gebiss wird das oft dadurch verschleiert, dass das Pferd sich trotz zu großem Druck nicht unbedingt wehrt oder drauflegt - einfach weil der Druck vom Gebiss, bzw die damit verbundenen Schmerzen zu groß sind.

    Mein Beitrag war auch nicht böse dir gegenüber gemeint. Nur hier in so einem Forum ist es - meiner Ansicht nach - schon fast "gefährlich" so eine Aussage wie die von dir, die ich zitiert habe, zu schreiben. Das lesen dann irgendwelche Mädels, denken sich "ach wie toll, damit kann ich gebisslos englisch reiten", kaufen sich ein Glücksrad und reiten ihre Pferde dann damit genauso, wie mit Gebiss auch - konstante Anlehnung, zu viel Druck und wundern sich hinterher, warum das Pferd ihnen immer noch mehr auf den Zügeln hängt.
    Hört sich jetzt vllt unglaublich an, aber ist alles schon vorgekommen - leider.... *seufz*

    Viele Reiter wissen tatsächlich nicht, wie viel Gewicht sie denn wirklich in der Hand haben - und denken, es passt schon so, mir fallen ja die Arme noch nicht ab, also ist das okay.
    Daher meine "Warnung" oder wie auch immer man es bezeichnen will..

    Ich wollte dich nicht angreifen oder dir unterstellen, du würdest nicht nachgeben oder so, nicht falsch verstehen... ;)

    Ich schreib das, wie gesagt, nur, weil man es auch durchaus falsch verstehen kann.. "Leichte Anlehnung" ist ein sehr schwammiger Begriff, den sich jeder nach Bedarf zurechtlegen kann.. Für mich stellt es beispielsweise nur noch das Gewicht des Zügels dar und gegebenenfalls eine KURZZEITIGE richtige Anlehnung, wie im englischen üblich - aber auch nur so lange, bis das Pferd die gewünschte Reaktion ausführt, dann lass ich die Zügel wieder komplett locker.
    Andere verstehen darunter eine konstante Verbindung zum Pferdemaul, bei der man "was in der Hand hat" - und damit wären wir beim konstanten und immerwährendem Druck aufs Nasenbein, der bei vielen Pferden oben beschriebene Reaktion hervorruft.. ;)
     
  9. Joelle

    Joelle Inserent

    das ist jetzt hoffentlich nicht komplett OT:

    hat jemand schonmal diese "Zack"-Teile ausprobiert - also diese Zwischenstücke zwischen Gebiss und Zügel, die bei einem bestimmten Gewicht reissen? (war irgendwann letztes Jahr mal nen Test in der Cavallo)

    das find ich eine sehr spannende Sache, die ich mal testen werde - nur muss die Kleene erstmal zum Zahnarzt
     
  10. Katrin

    Katrin Inserent


    Weisst du was, jetzt hast du mich erwischt... :1: Eigentlich denke ich genauso, dass man gerade im Forum klar schreiben sollte, was auch wirklich gemeint ist, aber heute bin ich glaub ich mit meinen Gedanken etwas ab von der Spru.... Aber du hast recht :yes:

    Übrigends hab ich das jetzt nicht böse aufgefasst :wink:

    Ja, der Zack, den würd ich auch gerne ausprobieren, allerdings erst, wenn ich ein Pferd hab, das halbwegs konstant am Zügel geht, da die sonst wohl sehr schnell reissen (Denke da an Kopf hochreissen etc.)

    Liebe Grüße
     
Thema: Cavalloheft Nr.2