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Chefsein - Dominanz im Pferdetraining

Diskutiere Chefsein - Dominanz im Pferdetraining im Bodenarbeit Forum; Sind Flexileinen nicht diese Dinger mit ewig langer Leine, die man per Knopfdruck blockiert? Falls ja, habe ich da schon direkt den Terrier im...

  1. Gespenst

    Gespenst Bekanntes Mitglied

    Sind Flexileinen nicht diese Dinger mit ewig langer Leine, die man per Knopfdruck blockiert?
    Falls ja, habe ich da schon direkt den Terrier im Kopf, der mit Karacho loswetzt und durch einen simplen Knopfdruck aus dem vollen Lauf abrupt abgebremst wird.
     
  2. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Nee. Da ist nichts gefährlich. Die kommen dann auf einen fest umzäunten Hof. Verriegelt.


    Aber natürlich ist inzwischen Abhilfe geschaffen. Das Ding ist jetzt so straff, dass sie es nicht mehr aushängen können. Ist auch eher Beschäftigung, wenn andere im Stall sind und die Litze nur locker eingehängt ist. So bekommt man ja ganz viel Aufmerksamkeit.....
     
  3. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Ja, genau das sind Flexi-Leinen ... allerdings sollte gerade hier Leinenführigkeit oberstes Gebot sein.
    Also, dass der Hund eben nicht ins Ende der Leine/Bremse donnert, sondern ein "Achtung, Leinenende"-Signal trainiert werden muss. Klappt das nicht, sind sie für den betreffenden Hund nicht geeignet.
     
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  4. Käfertrulla

    Käfertrulla Inserent

    Ja, eine Flexi ist eine Rollleine, an der zu laufen einfach gelernt sein muss. An normalen Leinen zu laufen kann der Hund ja auch nicht von Geburt an. Als Leinenende-Signal, wie emmaxx es schon sagte, kann man die Leine z.B. ratschen lassen, indem man den Stopper nur leicht drückt. Normalerweise weiß ein Hund mit der Zeit auch, wann er ganz frei läuft, und wann eine Begrenzung da ist. Ganz festgestellen kann man eine Flexi auch, indem man den Stopper fixiert, also einrastet. Das macht m.E. aber nur Sinn, wenn man den Hund eine Weile ganz bei sich sichern muss.

    Ich bin auch kein Fan von Halsbändern, weil ich es unschön finde, einen Druck auf die Gurgel zuzufügen.
    Geschirre haben den Vorteil, dass sie genau das eben nicht tun und Schnüffler sich nicht dauernd verheddern. Aber auch ein gewöhnliches Hundegeschirr ist nicht dafür gemacht, ständig auf Zug zu sein. Drum halte ich Leinenführigkeit für eine wichtige Sache.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Jan. 2021
    Zitrone, Maybe12, MoonsFL und 3 anderen gefällt das.
  5. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Dafür muss man eben,beim Hund, ein Wort installieren...um klar zu machen ..Ende von leine! Und das schon vooor Ende von leine! Da ist es völlig egal, ob flexi oder Schlepper!..hier ist das Zauberwort: keyla laaaangsaaam...die guckt oder wendet ab!...ich komme näher dann Auflösung:uuund los!
    Das bedarf immer 100% Aufmerksamkeit!immer!...und das klappt auch ohne Leine!

    Und genau so führe ich ein pferd!...nicht in Strick reinpreschen...davor schon....Hallo: uuund langsam!nicht nur in worten!ich werde auch im Körper langsamer!...ein Blick zu mjr...suuupeeer!!!kein Keks!!ich bin ja keine kekstante..egal ob Hund oder Pony!...ich spiele dann mit gurke! Flippt völlig aus..mit Pony klar nicht:biggrin:
     
  6. Kitty Malone

    Kitty Malone Bekanntes Mitglied

    So gut es auch sonst läuft bei uns, es gibt immer Situationen die anders sind.

    Heute z.B. ich schreib das jetzt auf, wissend, dass natürlich andere anders gehandelt hätten, ich habe mich für diesen Weg entschieden und würde es auch wieder so machen.

    Um 11.30 hatten wir die Bewegungshalle reserviert, und heute war der SB mit Personal direkt aussen an der Halle fröhlich dabei, mit der Motorsäge das Buschwerk zu bearbeiten.
    Also hab ich Kerry erstmal frei laufen lassen, mich hinten an die bande gestellt und raus geguckt. Wie mein Pony das so macht, hat sie mich frei begleitet und neugierig mit geguckt. Entspannt und gelassen. Den Lärm für vorerst ungefährlich erachtet.

    Dann, nachdem das geklärt war, haben wir Position zum Longieren bezogen, aber mir war klar, dass die Situation auch anders werden kann. Kerry war mittelprächtig auf mich konzentiert, denn so waren die Geräusche scheinbar gruseliger als wenn man über die Bande gucken kann. Ich sah dann auch, dass sie anfing nach Dingen zu "suchen" der Schweif klappte schon immer nach oben. Und dann gab sie Knallgas. Ich habe sofort die Longe so viel nachgegeben wie ich konnte, um keinen Zug drauf zu bringen aber sie galoppierte so schräg an, mir war schlagartig klar was passiert. Nach 3 oder 4 Galoppsprüngen rutschte sie weg und fiel auf sie Seite. Sie sprang wieder hoch, und ich befahl seelenruhig weiter zu traben, als wäre nichts passiert. Zumindest eine halbe Runde, dann parierte ich natürlich durch.

    Ich holte sie zu mir rein, wendete sie, lobte sie und weiter ging es. Nun viel gesitteter, aber sie scheute nun vor allem. Da ich aber nun in kleinerem Kreis longierte, und in einer anderen Ecke der Halle, waren die Geräusche von hinten egal, aber die Stangen, die dort immer stehen, oder das Hallentor waren nun die Gruselobjekte, und sie hüpfte ständig davor weg zu mir in die Mitte. Wie erwähnt, hatte ich sie in einem relativ kleinen Kreis und sie kam damit zu nah in meinen Tanzbereich. Also warf ich beim nächsten Reinspringen am Tor das Longenende in Richtung ihres Hinterteil mit einem lauten "Hey" (ich habe sie natürlich NICHT getroffen) und danach ging es wieder. Jede Runde an der sie nichts machte lobte ich grosszügig und nach ein paar Minuten war der Drops wieder gelutscht.

    Die letzten Runden war sie sogar entspannt.

    Ich behaupte nun einfach mal, ich kenne mein Pferd. Hätte ich sie ohne es zu kommentieren einfach gewähren lassen, wäre sie bis zum Schluss an den beiden Stellen weiter gescheut. Sie war auch danach nicht eingeschüchtert oder panisch vor mir. Nein im Gegenteil, wir konnten völlig normal weiter arbeiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Jan. 2021
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  7. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    So. Gestern wollte ich Langzügel machen. Hab ich lange nicht mehr gemacht. Mindestens seit der Zwerg tot ist. Also bestimmt 6 Jahre. Im Anfall geistiger Umnachtung hab ich mir Kekse eingesteckt. Nun rochen die auch sehr stark, Haflinger haben eh eingebautes Keksradar. Das Unglück nahm seinen Lauf.
    Jetzt war das eine Mischung zwischen warum ist die Gerte so nah, wieso soll ich gehen wenn du an meiner Schulter bist und rück jetzt sofort Kekse raus. Nachdem er mich dann an die Bande quetschte gabs dann auch eine auf den Frack. Wodurch er sich dann über die Gerte aufregte und leider die unangenehme Eigenschaft hat auf Mann zu gehen wenn er nicht weg kommt (also er wäre weg gekommen, hatte den Zügel am Stallhalfter, aber er meint er kommt nicht weg). Also erwehrte ich mich auch da mit der Gerte. Ja, der kleine tasmanische Teufel kam da durch. Mann sagte im Vorbeireiten 'das bringt doch nix'. Ich hab ihn dann erstmal angekackt, also den Mann. Wieso mischt der sich ein? Dann habe ich geatmet. Dann habe ich die Jacke mit den Keksen ausgezogen, ihm mit der Gerte abgestrichen, und hab erstmal ein bisschen 'gestellt' geführt, dann nochmal zur Schulter. Ging ok. Hab dann auf Longe umgebaut und ihn noch locker traben und galoppieren lassen, gute Reaktion auf Körper, Pony war vergnügt und gut drauf .

    Nun kann man das einmal betrachten: ich habe versagt, meine Vorbereitungen war absolut mangelhaft, das Pony musste meine Blödheit ausbaden.

    Oder man sagt, so ein verfressener Alpenpanzer braucht schon mal einen drauf, man muss Chef sein. danach war er ja brav und gut drauf und hat mitgemacht, hatte keine Angst vor der Gerte, also wird es richtig gewesen sein.

    Ich tendiere eben mittlerweile zur ersten Variante. Ärgere mich über mich selber und überlege wie ich die nächste Langzügeleinheit besser vorbereite und durchführen.
     
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  8. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    DAS ist für mich kein Chef sein .

    Sondern Alleinherrscher/Diktator sein.
     
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  9. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Na dann muss nach dieser deiner Definition jetzt an vielen Ställen gerufen werden 'lass dich nicht über den Haufen rennen, setz dich durch, sei mal Diktator' :biggrin:
    Wobei ich das schon fast cool finde. Alles kleine Pferdediktatoren:lol:
     
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  10. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Nee, Terror, das war ganz eindeutig absolut schlechte Ausgangsbasis (und kein unvorhersehbares Ereignis). Du hast das Pferd total überfallen und das hat auch nix mit duftenden Keksen zu tun und es hat so reagiert, wie es das für richtig/notwendig empfunden hat ... aber das hast Du sicher inzwischen eingesehen und lernst daraus.
     
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