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Chronischer Fesselträger

Diskutiere Chronischer Fesselträger im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo zusammen. Habe ein grosses anliegen. Im dezember 2015 merkte ich bei meiner stute während dem reiten eine grosse veränderung ihrer gangart....

  1. Dolc3vita

    Dolc3vita Neues Mitglied

    Hallo zusammen. Habe ein grosses anliegen. Im dezember 2015 merkte ich bei meiner stute während dem reiten eine grosse veränderung ihrer gangart. Sie liess sich eigentlich nie über den rücken arbeiten und lag immer auf die hand. Dachte, das sei ihre art... Doch im dez. verschlechterete sie sich deutlich! Wir fingen an sie abzuklären. Ende januar 2016 verbrachte sie einen 4-tägigen klinikaufenthalt mit szintigraphie. Leider war die diagnose auf beiden hinteren beinen fesselträgerursprung. SCHOCK! Rechts war er bereits chronisch. Links haben wir noch die chance, um das bilden von steiffem narbengewäbe zu verhindern. Also wurde ihr hyaluronsäure gespritzt und stosswellentherapie. Allerdings nur hinten links, wo es akut war. Denn die tierärzte sagten uns, hinten rechts könne man nichts mehr tun. Wir spazierten mit ihr täglich mind. eine halbe stunde und sonst hatte sie strickte boxenruhe. Nach nun 4 monaten und einer weiteren stosswellentherapie gab uns der TA das ok, um wieder anfangen zu traben. Auf eine halbe stunde reiten ca. 2-5 minuten traben. Denn der fesselträger links (der akute) hat sich sichtlich zum positiven verbessert. Auch zum reiten ist es kein vergleich mehr. Doch als wir angefangen haben sie zu traben lief sie nach 4 tagen hinten rechts (der chronische fesselträger) schrecklich! Sie lauft wie ein storch und drückt die fessel sehr weit nach unten. Nun meine frage: ist es wirklich nicht möglich irgendwie den chronischen fesselträger zu therapieren? Denn so wie sie nun geht, will ich sie auf keinen fall weiter traben, geschweige aufzubauen! Allerdings lief sie, bevor wir angefangen haben zu traben, gut. Kann es auch sein, dass sie vielleicht muskelkater hat vom traben weil sie 4monate nur schritt gegangen ist?
    Danke schon jetzt für anworten!!!
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Mai 2016
  2. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich sehe da echt dunkelgrau.

    Alle Fesselträger Probleme die ich kennen gelernt haben musste, wurden nicht mehr richtig. Dann sind die meisten Böden einfach viel zu hart um darauf regelmäßig zu arbeiten mit so einem Schaden.

    Ich denke nicht, dass ein ehemals gut durchtrainiertes Pferd nach 2-3 Minuten schon so deutlich muselkater bekommt. Wenn dann denke ich eher, dass es ordentlich aua gemacht hat.

    Ich weiß nicht, ob da einfach mal ein Jahr koppel nicht besser wäre... :bahnhof: Und dann mal langsam sehen wie weit das ganze wieder belastbar wird. Ende Januar ist ja noch nicht lange her. Wenn da schon eine Chronische Sache drin war und ein Entzündlicher Prozess dauert das ja erst mal locker 4-6 Wochen bis das mal soweit Ausgeheilt ist (die Entzündung!) wer weiß, wie weit das restliche Gewebe drum rum durch die Chronische GEschichte schon in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    Käme so eine Koppelpause in Frage? Wäre das Machbar?
     
    Charly K. gefällt das.
  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Chronisch = vernarbt = unelastisches Gewebe
    Das kannst du nicht mehr verbessern. Dies wird immer bleiben.
    Die Zeit von Januar bis jetzt erscheint mir auch sehr kurz. Gib ihr noch mehr Zeit. Wenn sie im Schritt gut läuft, baue sie erstmal weiterhin im Schritt auf.
    Wirklich sportlich reiten würde ich das Pferd nicht mehr. Sehe da eher einen bedingt reitbaren beisteller für lange schrittausritte. Von daher würde ich das aufbauprogramm diesem Ziel anpassen. Tierärzte lassen das oft außer acht...
     
  4. Dolc3vita

    Dolc3vita Neues Mitglied


    In unserem stall gibt es eine fohlen- und alterskoppel. Wo zum teil auch kranke oder unreitbare pferde drauf stehen. Wäre eine möglichkeit. Sind uns auch am überlegen sie im winter decken zu lassen, da sie eine super abstammung hat. Allerdings wollen wir sie auch nicht damit stressen und erstmal schauen wie es ihr im winter geht.
     
     
  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Da gebe ich Dir recht, allerdings eingeschränkt - leider für diesen Fall aber total zutreffend. Ich selber habe ein Pferd, was rechts vorn drei Fesselträgerschatten hatte. Aber leider ist vorn meist besser zu kurieren als hinten, jedenfalls meiner Erfahrung nach. Allerdings kann ich Dir eine Studie ans Herz legen, wenn Du Dich über Behandlungsformen und Möglichkeiten auseinandersetzen möchtest. Ganz klar ist, das eine frühe Behandlung immer besser klappt, als eine später angefangene, womit wir dann wieder bei Chardas "dunkelgrau" wären. Ich kenne auch Pferde, die hinten Schäden hatten, und wieder laufen.

    Hier die Studie:
    http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8218/pdf/BanseMelanie_2011_06_16.pdf

    Ich finde auch die Zeitspanne von Januar bis jetzt noch nicht sooo lang. Klar, es ist nicht kurz, aber ich bin definitiv ein Freund davon, solche Schäden auf der Koppel, mit möglichst wenig Unruhe, auszukurieren. Boxenruhe, auch mit 30 min Spazierengehen, ist medizinisch zwar lege artis, ABER wichtig ist immer, das Sehnen (und in dem Zusammenhang ist auch der Fesselträger eine Sehne) unter Belastung ausheilen. Was leider bei solchen Schäden meist verloren geht, ist die Elastzität des Gewebes. Wenn die Stabilität vollständig wiederhergestellt ist, sind die entstandenen Narben eben dicker, und weniger elastisch. Die Elastizität muß ausgeglichen werden, und daher ist das Ausheilen in Bewegung so unglaublich wichtig. Damit auch hinterher Bewegung ausreichend möglich ist.

    DA wäre die Frage, WAS ist mit "chronischer Fesselträger" gemeint. Wäre DEINE Interpretation richtig, dann wäre ja jeder Sehnenschaden chronisch ;) Denn Sehnengewebe bildet sich nicht nach, es entsteht bei einem Sehnenschaden leider immer eine Narbe.

    Genau DAS würde ich dann tatsächlich machen.
     
  6. aquarell

    aquarell Inserent

    mein damaliger Hengst hatte 4j einen Fesselträgerurprungsschaden vorne (im Aug.), akut. Das Ausmaß wurde erst in der Szinti deutlich, da Rö als auch Sono keine klare Diagnose brachte.
    Hengsti bekam Boxenruhe, später Spaziergänge und im April/Mai noch einmal Koppel bis Okt. Danach ist er aufgebaut worden, normal geritten und lief Springen, Dressur und Gelände, absolvierte seine HLP und blieb bis zu seinem Tode (11j, Trümmelfraktur hinten) immer lahmfrei und voll belastbar.

    Bei einem chron. Schaden würde ich ggf. noch mal eine 2. Meinung einholen. Evtl. gibt es noch etwas, was dem Pferd helfen kann.
     
    Dolc3vita gefällt das.
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