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chronischer vs. akuter Husten und immer wieder Husten

Diskutiere chronischer vs. akuter Husten und immer wieder Husten im Atemwegserkrankungen Forum; Hallo zusammen, die anderen Hustenthemen beantworten meine Fragen nicht ganz, deshalb eröffne ich ein neues Thema. Mein Pony (wird 9 Jahre)...

  1. Granida

    Granida Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    die anderen Hustenthemen beantworten meine Fragen nicht ganz, deshalb eröffne ich ein neues Thema.

    Mein Pony (wird 9 Jahre) hustet seit ca. 2009 unregelmäßig d.h. manchmal im Frühjahr, manchmal im Herbst, manchmal garnicht.

    Der TA war immer da, da ich bei Husten sehr vorsichtig bin.
    Zur Haltung: Nachts Box mit Paddock, den ganzen Tag in der Herde draußen! Steht auf Spänen!

    Seit letztem Jahr hustet sie immer öfter. Wir haben ihr im Frühjahr 2010 1x einen Schleimlöser gegeben und im Herbst ging der Husten wieder los. Auch hier wieder Schleimlöser. Leider hat sie sich auch noch einen Infekt eingefangen im November. Sie wurde mit Schleimlöser behandelt und 2x mit Penicillin gespritzt. Zudem habe ich Bronchalkräuter zugefüttert. Es ist wieder deutlich besser geworden, aber sie ist nicht hustenfrei. Nachdem ich den TA nochmal angerufen habe, meinte sie, dass es durch den Infekt durchaus sein kann, dass sie noch einige Monate (bis zu 6 Monate) immer wieder mal husten kann bis sich die Atemwege wieder regeneriert haben. Aber sie meinte auch, das der Husten allergisch sein könnte. Ich habe also vor ein paar Wochen ein großes Blutbild machen lassen und einen Allergietest. Beides ist gut ausgefallen (Blutwerte alle im Normalbereich und keine allgergische Reaktion).

    So jetzt zu meinen eigentlichen Fragen:

    1) Welche Erfahrungen habt ihr bei/mit solchen Hustern?
    2) Habt Ihr davon gehört, das ein Pferd nach einem Infekt noch länger hustet?
    3) Ab wann ist ein Pferd ein chronischer Huster und was kann man da tun?
    4) Was könnte es noch sein, dass sie so anfällig ist? Was kann ich noch tun? Evtl. untersuchen lassen?

    Bin grad ech ratlos und weiß nimmer was ich machen soll.

    Wäre sehr dankbar für Hilfe!

    VG
     
  2. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Ich würde einen Termin mit einer Klinik ausmachen. Schauen, ob da etwas im argen liegt. Sprich Blutgasanalyse, Bronchoskopie. Es können alles unterschiedliche Infekte gewesen sein, es kann aber auch etwas verschleppt werden. Eine Sicherheit gibt Dir nur eine Untersuchung von innen.

    Ansonsten würde ich das Immunsystem über Zusatzfutter aufbauen. Heu wässern, auf Späne steht er ja schon.

    Und nein, 6 Monate noch anhusten habe ich weder bei meiner Bronchien-Lungenkranken Stute in all den Jahren noch bei den letzten Infekten meiner beiden Pferde gehabt. Grad wenn eine Reizung der Atemwege nach einem Infekt noch vorliegt, gibt es vom Doc gute pflanzliche Hustensäfte, der wird dann noch für 2 Wochen gegeben und gut ist.

    Wenn allerdings bei Dir der Hallenboden oder Reitplatzboden staubt, kann das eh schon die vorbelasteten und gereizten Atemwege traktieren. Auf so etwas sollte man auch achten und meiden. Lieber ins Gelände dann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Jan. 2011
  3. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Ergänzend zu Chiara:

    Du schreibst, dass dein Pferd eigentlich immer im Frühjahr und im Herbst hustet. Hängt das evtl mit dem Fellwechsel zusammen??

    Eines meiner Pferde hat auch gerne beim Fellwechsel bißchen Rotznase und manchmal auch Husten bekommen. Zwar nicht immer. Aber wenn Rotznase/Husten, dann IMMER in der Fellwechselzeit.

    Für manche Pferde ist der Fellwechsel ziemlich anstrengend. Und wenn das Immunsystem, aus welchem Grund auch immer, gerade nicht 100% fit ist, kann sich das auch mal in Husten äußern.

    Man kann das Pferd durch Abstimmung von Futter, evtl unterstützende Kräutergabe und angepasste Arbeit meist ganz gut unterstützen. Vielleicht auch besonders vor hustenfördernden Situationen schützen (mal schneller eindecken nach dem Reiten, Staub komplett meiden, Tee kochen.......)

    Allerdings sollte man das Pferd mal gut beobachten bzw auch mal richtig untersuchen lassen. Da es für gewöhnlich einen Grund hat, warum das Immunsystem nicht richtig fit ist bzw die Kapazitäten ausgelastet sind...
    Sprich, meist hat das Pferd an anderer Stelle einen Krankheitsherd, mit dem es sich auseinandersetzen muss.
    Meiner hatte zB als Grunderkrankung eine ordentliche Arthrose.
    Normal konnte er gut und fast problemlos damit leben. (zumindest nach einiger Zeit, als wir das im Griff hatten)
    Aber wenn dann eben eine zusätzliche Belastung dazu kommt - zack, hast einen Husten. (oder was auch immer sonst noch... )
     
  4. PuschelFuchs

    PuschelFuchs Inserent

    Hallo Granida!
    Ich hatte genau das gleiche Problem mit meinem Pony, bei uns sind allerdings alle Hustenauslöser wie Staub, Allergie, Dämpfe usw. ausgeschlossen (im anderen Thread "Hilfe-jeden WInter Husten" genauer beschrieben). Ich kann dir nur einen Tip geben: Fahr in eine Klinik und lass dein Pferd einmal komplett durchchecken, wie meine Vorschreiber es bereits erwähnt haben. Wir hatten auch jeden Frühling/Herbst die von dir geschilderten Probleme, bis wir endlich in eine Klink gefahren sind. Durch die Bronchoskopie (hilfe, so hieß es glaube ich) konnte eine Schleimprobe entnommen werden, die dann zur Untersuchung in ein Labor geschickt wurde. Es wurden auch Kulturen angelegt, die Aufschluss darüber gaben, um welchen Erreger es sich handelt. So wurde bei uns herausgefunden, dass es sich bei ihm um den Druseerreger handelt. Wahrscheinlich hatte er das als Fohlen und wurde zu schnell/stark oder garnicht behandelt (anscheinend kann man sowas auch zu schnell bzw zu stark behandeln? :eek2: ), sodass sich die Erreger in den Lymphknoten festgesetzt haben (waren allerdings nur selten geschwollen, ergo ist ein nicht geschwollener Lymphknoten KEIN sicherer Beweis, dass es sich nicht um diesen Erreger handelt). War sein Immunsystem jetzt einer besonderen Belastung ausgesetzt (Fellwechsel zB), wurde er wieder krank. Nur da bringt dir kein Schleimlöser was, wenn das Problem woanders liegt. Daher kann ich wirklich nur dringend empfehlen: Lass dein Pferd professionell in einer Klinik untersuchen, das ist mit Abstand das beste, was du tun kannst. Auf den ersten Blick mögen die Kosten natürlich höher erscheinen, als wenn du einen "normalen TA mit den üblichen Behandlungsmethoden" zu Rate ziehst, aber langfristig gesehen zahlt es sich wirklich aus!
    Meiner hat dann ein spezielles Medikament bekommen und musste zunächst auf 70% seines Leistungsniveaus weiterbewegt werden. MIttlerweile haben wir das Medikament abgesetzt und er ist wieder voll einsatzbereit! :) Natürlich ist der Husten noch nicht komplett überwunden und muss weiter beobachtet werden, aber wir sind auf einem sehr guten Weg.
    Ich kann es nur wiederholen: Schließe alle möglichen Faktoren, die zB. haltungsbedingt auftreten können aus und fahr in eine Klinik, das ist wirklich das beste, was du machen kannst! :biggrin:
    Ganz viel Glück!
     
     
  5. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Habt ihr vlt. Schimmel im Stall???

    Das Pferd meiner Freundin hatte auch Probleme mit Husten. Auslöser war Schimmelbefall. Wenn es feucht wird (was im Frühjahr durch tau und im Herbst durch generell viel feuchte der fall ist) Blühen Schimmelsporen!
    Da hat ihr Pferd immer vermehrt Probleme gehabt...

    Stallwände gewaschen, behandelt und Frisch gestrichen mit einer imprägnierenden Farbe und das Pferd war den ersten herbst Husten Frei...

    Viel Glück...
     
  6. Piennie

    Piennie Inserent

    Was mir noch einfällt bei Husten ca. alle 6 Monate, mit der Schutzimpfung gegen Infulenzia kann es nicht in Zusammenhang stehen? Bei uns im Stall gibt es ein Pferd das einige Tage nach der Impfung mit Husten anfängt, die Behandlung mit normalen Schleimlösern schlägt an und das Pferd ist nach ein paar Wochen wieder Hustenfrei bis zur nächsten Impfung.
     
  7. Granida

    Granida Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    danke für Eure Antworten!

    Also am staubigen Boden kann es nicht liegen, Halle haben wir nicht und der Reitplatz wird von mir kaum genutzt ich geh viel ins Gelände. Auch Schimmel im Stall kann ich ausschließen, da sehr darauf geachtet wird und wir auch regelmäßig Wände säubern und streichen!

    Ich denke aber auch das es mit dem Fellwechsel zusammenhängt, den der Husten kommt wenn dann eben zu Zeiten, wo das Immunsystem belastet wird. Ich gebe seit diesem Jahr aber auch schon Kräuter zur Untersützung dieser Zeit.

    Allergien kann ich ausschließen, da ich einen Allergietest gemacht habe gegen verschiedene Pollen, Pilze, Getreidesorten usw. konnte nichts festgestellt werden.

    Ich denke wirklich darüber nach eine Bronchoskopie zu machen, kann mir hierzu jemand sagen wie Hoch die Kosten für sowas denn sind? Die zweite alternative ist, dass ich sie mal einer Tierheilpraktikerin vorstelle die auf Pferde speziallisiert ist. Da muss ich aber einfach noch in mich gehen und drüber nachdenken.

    Ich lasse Influenza nur jährlich impfen. Sie war jetzt im Januar dran und hat es zum ersten mal nicht so gut vertagen, daran merkt man auch das ihr Immunsystem net gut funktioniert zur Zeit.

    Habt ihr Tipps was man grundsätzlich zur Immunsystemstärkung füttern kann?

    Vielen Dank nochmal und LG
     
  8. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Kräuter für das Immunsystem, Fermentgetreide, Kümmelöl. Eine Bronchoskopie können manche Tierärzte auch im Stall schon mit mobilen Geräten durchführen. Mit Sedierung und allem drum und dran liegt es zw. 250 € und 350 €, je nachdem in welchem Bundesland Du wohnst und was der Tierarzt abrechnet.

    Heilpraktiker oder Akkupunkteur finde ich bei solchen Erkrankungen immer gut, allerdings unterstützend. Ich würde nach so langer nicht definierbarer Krankengeschichte wirklich einmal von innen schauen lassen. Das Atemsystem ist das A und O. Wird da etwas chronisch, kann es im schlimmsten Fall das aus als Reitpferd bedeuten oder im geringeren noch viel mehr Tierarztrechnungen nach sich ziehen, weil diese Pferde einfach immer auf den Atemwegen empfindlich bleiben und Jahr für Jahr wieder damit zu kämpfen haben, sobald Wetterwechsel, Antibiotikagaben etc. mit ins Spiel kommen.
     
  9. PuschelFuchs

    PuschelFuchs Inserent

    Unterstützend füttere ich Schwarzkümmelöl und er bekommt so ein Immunaufbaupräperat gespritzt, ich frag nochmal nach, wie es heißt, wurde mir sehr empfohlen.
    Zu den Kosten: bei uns hat das 500€ gekostet, zwar incl. 2 Röntenbilder, Blutgasanalyse und Schleimprobenentnahme und Medikamenten (die haben zusammen etwa 70€ gekostet), aber OHNE Sedierung. Ich würde mich vorher bei der Klinik genau informieren, manchmal wird nämlich auch noch ein Test unter Belastung gemacht und das kostet dann natürlich wieder etwas mehr.
    Ganz liebe Grüße
     
  10. mauschnu

    mauschnu Neues Mitglied

    Hallo erstmal,
    ich schließe mich der Meinung von Chiara22 an. Ich bin selber Tierheilpraktikerin. Akkupunktur und Phytotherapie kann man unterstützend machen. Würde dir ebenfalls eine Bronchoskopie empfehlen. Du mußt die genaue Ursache abklären. Mit sowas sollte man nicht lange rumdoktorn. Die Lunge wächst so schlecht nach. Husten kann schließlich zur Dämpfigkeit führen und dann ist dein Pferd zum reiten unbrauchbar. LG
     
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