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Crashkurs Westernreiten

Diskutiere Crashkurs Westernreiten im Westernreiten Forum; Historie Unsere gesamten "abendländischen" Reitweisen entstammen von den Reitweisen der islamischen Eroberungsheere ab, denn vor ungefähr 1300...

  1. Hazira

    Hazira offizielle ironische Forums-Klobürste

    Historie

    Unsere gesamten "abendländischen" Reitweisen entstammen von den Reitweisen der islamischen Eroberungsheere ab, denn vor ungefähr 1300 Jahren drangen von Gibralta auf der Iberischen Halbinsel (Spanien und Portugal) und sogar bis Südfrankreich die Mauren ein.
    Die Mauren und ihre Reitweise hinterließ ihre Spuren vor allen Dingen in Spanien.
    In früherer Zeit gab es fast ausschließlich die sogenannte Gebrauchsreiterei.
    Die Hauptkriterien selbiger waren vor allen Dingen folgende:
    * Leichttrittigkeit
    * Physische Belastbarkeit
    * Psychiche Belastbarkeit
    * Gehorsamkeit
    * Willigkeit
    * Einfach zu reiten/handhaben
    * selbstständig Arbeiten
    Neben der Gebrauchsreiterei gab es natürlich auch die Reitweisen der Adligen, welche vornehmlich zur Zierde und zum Vergnügen dienten.

    Als die Spanier den Atlantik überschifften und den heutigen Südwesten der USA besiedelten/eroberten nahmen sie natürlich neben Schafen und Rindern auch Pferde mit über den Ozean. Erst mit Hilfe des Pferdes gelang es den Eroberern die riesige Fläche des Amerikanischen Kontinents zu erforschen und natürlich auch zu besiedeln.
    Natürlich brachten die Spanier nicht nur ihre Pferde sondern auch ihre Reitweise mit in das neue Land und somit wurde die heutige amerikanisch Reitweise stark von den Spanischen Einflüssen geprägt.

    Aus der Gebrauchsreiterei der Cowboys nun, entwickelte sich das heutige Westernreiten.
    Um seine Arbiet vernünftig ausführen zu können muss ein Cowboy auf seinem Pferd eine Hand frei haben, weshalb die einhändige Zügelführung ein auffälliges Merkmal der Westernreiterei ist.
    Ein wirklich gutes Westernpferd wird in jahrelanger Arbeit so genau und fein ausgebildet, dass es auf die winzigsten Signale und Hilfen komplette Bewegungsabläufe ausführt.
    Ein gutes Westernpferd (wobei dies natürlich Auslegungssache ist) sollte demnach:
    * Schnell,
    * Temperamentvoll,
    * jederzeit zu regulieren,
    * klein und wendig,
    * nervenstark,
    * klug,
    * und belastbar sein.
    * Außerdem angenehme Gänge besitzen.

    In Amerika wurde also seit Jahrhunderten auf diese Eigenschaften hin ein Pferd gezüchtet, welches der ihm zugewiesenen Art genau entsprechen sollte und für die von ihm verlangte Arbeit perfekt war.
    Aus diesem Grunde haben es "Rassenfremde" Westernpferde und deren Reiter häufig schwerer die selben Ergebnisse zu erzielen (natürlich gibt es auch hier Naturtalente ;) ).


    Reiten an sich
    Ein Westernpferd wird möglichst einhändig gearbeitet, was offensichtlich auf den Ursprung der Reitweise zurückzuführen ist, und sollte somit auf die kleinste Gewichts- und Schenkelhilfe reagieren. Anders als beim Englischreiten wird das Pferd nicht in Anlehnung geritten mit permanenter Hilfengebung, sondern nimmt nach Möglichkeit (hiermit ist Ausbildungsstand von Pferd und Reiter gemeint) in einer sich selber tragenden Haltung ein. Ein "Westernpferd" lernt eine Hilfe solange auszuüben und aufmerksam zu lauschen bis die nächste kommt und wird nicht permanent mit Hilfen dort gehalten, wo man es haben möchte.

    Ein wichtige Bestandteil des weiteren Reitens besteht in der Neck-Reining.
    Das Pferd lernt, dem anlegen des durchhängenden Zügels am Hals mit der Vorhand zu weichen, sodass es später nur mit anlegen des Zügels, und Gewichtshilfen zu dirigieren ist.
    Das typische "einhändige Reiten" erfolgt, sobald das Pferd die Neck-Reining beherscht, gelernt hat sich selber zu tragen und fein genug auf Gewichts, Schenkel und ggf. Stimmhilfen zu reagieren.
    Diese einhändige Zügelführung wird übrigens häufig in Verbindung mit einer "Westernkandare" (Bit) benutzt. Auf Turnieren ist das reiten mit einer Hand gleichzeitig verpflichtend mit einem Bit zu reiten.
    Hat ein Pferd jedoch noch nicht gelernt auf die feinen Hilfen zu reagieren ist es ratsam weiterhin zwei-händig und mit Zügelbrücke zu arbeiten bis diese Basics sitzen.

    Um das mal aufzusplitten:
    Zügelhilfen - Die Grundposition der Hände hält einen losen Kontakt mit dem Pferdemaul aufrecht, ohne am Gebiss zu ruckeln.
    Selbiges gelingt nur mit einem gut ausbalancierten Sitz der unabhängig von Verrenkungen oder Gangarten des Pferdes ruht und eine nachgebende Bewegung der Hände ermöglicht.
    Selbst wenn ein Pferd schon über die Zügelbrücken-Zügelhilfen ausgebildet ist oder sogar einhändig mit Bit läuft, ist es üblich für das Training immer wieder auf ein einfaches Snaffel Bit (Gebiss einfach gebrochen und ohne Anzüge) zurückzugreifen um Korrekturen vorzunehmen.
    Seitwärtseinwirkende, Richtungsweisende Zügelhilfen mit einem Bit mit Shanks sind nicht das Ziel.
    Ein Pferd das auf Bit läuft sollte somit möglichst Zügelunabhängig stell und biegbar sein. Lediglich eine Korrektur durch das annehmen und anlegen des Zügels ist meines Wissens nach korrekt.



    Gewichtshilfen
    - Beim Westernreiten kommen nicht die typischen treibenden Hilfen der Englischreiterei zum Einsatz. Hier existiert kein Schieben mit dem Kreuz denn durch diese reiterliche Einwirkung würde man das Pferd in seiner Balance stören.
    Beim Westernreiten werden stattdessen also Gewichtsverlagerungen als Hilfe eingesetzt.
    Die nur minimalen Gewichtsverlagerungen werden sofort zurückgenommen, sobald das Pferd die gewünschte Veränderung (schneller, langsamer, Wendung) ausgeführt hat. Wie bei allen anderen Hilfen der Westernreiterei ist auch hier nur ein Impuls gewünscht.

    Schenkelhilfen- Fertig ausgebildet sollte ein Westernpferd dem weich ausgeführten Schenkeldruck an einer Seite auf die entgegengesetzte Seite ausweichen und sich um den Druck ausübenden Schenkel leicht biegen. Der andere Schenkel begrenzt nach außen hin.
    Hier gibt es neben dem Weichen allerdings noch einige andere "Bedeutungen" der Schenkelhilfen, wie zum Beispiel beschleunigen, verlangsamen, stoppen oder rückwärts treten.

    Akustische Hilfen- Einfach und bequem ist es, das Pferd auf Stimmkomandos zu gewöhnen.
    Allerdings bleibt hier jedem selbst überlassen welche Worte oder Geräusche er/sie für die entsprechenden Manöver auswählt.
    (in meinem fall gibts ein "2x leise schnalzen + walk"- "2x schnalzen + joooooog" = trab - "küsschen-geräusch"= galopp - "uuuuunnnnnd WOHA" = Stehen bleiben - "back" = rückwärts)


    Grundgangarten


    Walk-Der Schritt
    Der Schritt ist eine Gangart im Viertakt. Es berühren je 2 oder 3 Hufe den Boden und das Pferd befindet sich zu keinem Zeitpunkt in der Schwebephase.
    [​IMG]

    Jog oder Trot- Der Trab
    Der Jog/Trot oder Trab ist eine Gangart im Zweitakt. Hier bewegen sich immer ein diagonales Beinpaar gleichzeitig nach vorn. So hebt zum Beispiel die das rechte Hinterbein gleichzeitig mit dem linken Vorderbein ab.
    Zwischen dem abfussen der diagonalen Beinpaare entsteht eine Schwebephase die je nach Pferd und schwung größer oder kleiner zu erkennen ist.

    Als Arbeitsreitweise kennt das Westernreiten den Leichttrab als solches nicht. Dennoch ist diese Gangart nun mal ein fester Bestandteil im Bewegungsablauf des Pferdes.
    Für die Umsetzung gibt es verschiedene Lösungsansätze.
    Die einfachste Lösung ist das weglassen des Trabs in der praktischen Rancharbeit. Entweder man geht ruhigen Schritt um die Rinder nicht zu beunruhigen oder man sprintet im Galopp hinter einem ausgebüchsten Rindvieh her. Natürlich gibt es auch arbeiten bei welchen ein Trab sinnvoll ist. Z.b. das abreiten und kontrollieren von Zäunen. Für solche Arbeiten entwickelte sich der Jog. Der sehr gemütlich auszusitzende, langsame Trab der Pferd und Reiter stundenlange Fortbewegung und Kräftesparendes Tempo ermöglicht.

    In der heutigen Westernreitszene gibt es inzwischen natürlich viele Leute, die die Meinung vertreten, das Leichttraben ein wichtiger Bestandteil des Trainings sei um ein Pferd zu lockern und zu lösen. Die Meinungen hierzu gehen sehr auseinander. Die einen haben inzwischen begonnen im Training auch locker leicht zu traben, die anderen verfechten die Meinung, ein gut ausgesessener Sitz könne ebensogut lösen.

    [​IMG]

    Lope, Canter- Der Galopp
    Der Galopp ist ein Dreitakter womit er, wie auch der Trab eine Schwebephase beinhaltet.
    Der Rücken des Pferdes wölbt sich im Idealfall nach oben und bewegt sich dabei auf und ab wie ein Schaukelstuhl.
    Fussfolge: Rechtsgalopp = linker Hinterfuss > gleichzeitig rechter Hinter- und linker Vorderfuss > dann der rechte Vorderfuss und zuletzt die Schwebephase bevor der Linke Hinerfuss wieder vorgreift.
    [​IMG]

    Im Idealfall trägt sich im Westernreiten das Pferd in allen Gangarten selber, egal wie schnell oder langsam diese ausgeführt wird!
    (die Beispielbilder dienen dem Betrachten der Bewegung des Pferdes OHNE Reiter)
     
  2. Hazira

    Hazira offizielle ironische Forums-Klobürste

    An den Zügel reiten - Versammeln

    Das Pferd soll mit der Hinterhand vermehrt untertreten und sein eigenes und das Reitergewicht vermehrt mit der Hinterhand tragen. Der Hals des Pferdes wölbt sich, und der Kopf wird kurz vor der Senkrechten getragen.
    Dadurch wird die Rückenmuskulatur gestärkt, um das zusätzliche Reitergewicht aufnehmen zu können.

    [​IMG]

    Beim einhändigen Reiten (i.d.R. mit Anzügen) wird die Zügelhand im Takt der Gangart nach oben und unten bewegt, die durchhängenden Zügel wippen etwas.
    Bei beidhändiger Zügelführung wird bei tiefen Händen mit "Pull und Slack" geritten, das heißt mit einem Abwechselnden Annehmen und Nachgeben des rechten und linken Zügels.
    Die Gewichtshilfen sind Passiv oder, wenn es notwendig ist, man verlagert sein Gewicht leicht nach hinten um das Pferd zum vermehrten Untertreten zu annimieren.
    Eine weitere Hilfe ist das leichte "reiben"/"klopfen" beider Schenkel am Gurt, beim Galoppieren der äußere, etwas zurückliegende Schenkel.

    Die wechselseitigen Impulse beim Pull ans Slack gibt man, weil man damit die Genickflexibilität zu fördern. Es wird NICHT am Zügel gezerrt sondern leicht gespielt.
    Nimmt das Pferd das Gebiss an und senkt den Kopf in die gewünschte Position und wölbt den Nacken nach oben muss der Reiter dies schon vorher erahnen und genau in dem Moment die Zügel nachgeben und die Schenkelhilfen einstellen um das Pferd mit "in Ruhe lassen" zu belohnen.
    Nimmt das Pferd den Kopf wieder höher, beginnt das Spiel von neuen. Solange bis das Pferd gelernt hat, dass es am angenehmsten ist, wenn es diese Position beibehält.
    Wenn wir das Pferd immer dadurch belohnen, dass wir es in Ruhe lassen, wenn der Kopf und Hals in der richtigen Position sind, bringen wir es dazu, trotz losem Zügel in der gewünschten beigezäumten Haltung zu gehen.
    Diese positive Bestätigungen ziehen sich durch das gesamte Training.
    Die gewünschte Beizäumung ist allerdings nur in Verbindung mit einer aktiven Hinterhandtätigkeit sinnvoll.
    Das Ziel ist es, auf jedes feine Zügelsignal diese weiche Nachgiebigkeit im Genick des Pferdes zu spüren, verbunden mit Durchlässigkeit für Schenkel- und Gewichtshilfen.

    Wer mit einem entsprechend gymnastizierten Pferd reitet wird feststellen, dass ein leichtes Vidbrieren der Zügel genüg, um das Pferd zum weichen Nachgeben im Genick aufzufordern.
    Ohne Schwierigkeiten hält das Pferd diese Haltung bei, auch bei Richtungsänderungen, Tempiwechseln oder dem Anhalten, egal in welcher Gangart.
    Durch geringste Hilfen treten die Pferdebeine weit unter den Pferdekörper, man sitzt auf einem weich federnden Pferderücken.


    *her mit den Berichtigungen und Verbesserungen*
     
  3. Rhiannon

    Rhiannon Inserent

    Hey Hazi!
    Hast Langeweile auf der Arbeit?? :laugh:

    Ne, Scherz beiseite... Ich hab keine Ahnung und kann deswegen keine Kritik anführen, wenn es welche gäbe, aber mir gefällt es sehr sehr gut.
    Da ich mich ja eh momentan viel mit der Westernreitweise auseinandersetze, hab ich deinen Beitrag mit gaaaanz viel Interesse gelesen. :yes:
    Hast sehr schön geschrieben!! Für die Kritik müssen dann andere herhalten *lach*
     
  4. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    hast du sehr schön geschrieben Hazira!!!
    Ich möchte nur kurz anerken, dass es bei der Westernreiterei verschiedene Wege und Ausbildungsmethoden gibt. Letztendlich zählt nur das Endergebnis.
    Eine allgemeine, nach FN gültige, Westernreitlehre ist im FN- Verlag kürzlich erschienen.



    Hab ich anders gelernt: die Zügel sind locker, aber in der Länge so gehalten, dass ein leichtes anheben der Hand ein Impuls am Mundstück gibt. Bzw. wenn man den Zeigefinger austreckt und auf den Zügel klopft (ohne Hand zu heben).
    Die Armhaltung ist gestreckt, die Hand liegt vor dem Horn, ein paar Zentimeter über dem Widerrist. Dort liegt sie verwarend und bewegt sich nicht. Zur Korrektur wird die Hand leicht angehoben.

    Mache ich auch anders, ist aber Geschmacksache. Durch die von dir beschriebene Methode kann man sensible Pferde schnell zum einrollen verleiten (meine Erfahrung, gibt aber sicher Pferde, bei denen dies die erfolgreiche Methode ist)
    Ich hab so gelernt: Pferd in gewünschte Haltung bringen (innerer Zügel stellt, äusserer lenkt und bestimmt Höhe der Kopfhaltung) indem man aussen den Zügel anstehen lässt. Wichtig- langsames aufnehmen des Zügels, kein ziehen. Gibt das Pferd nach, gebe ich sofort ebenfalls nach. Gleiches gilt für den inneren Zügel. Gibt das Pferd nicht nach, vermehrtes Treiben und einfach weiteres anstehen lassen des Zügels. Bei der kleinsten Nachgiebigkeit des Pferdes gebe ich nach, höre auf zu treiben.
    Wichtige Regel für die Reiterhand: Sie muss schnell und perfekt getimt nachgeben können (wichtige Eigenschaft, auf die besonders bei der Ausbildung von Reit-Anfängern mehr geachtet werden sollte!) und im Gegensatz dazu beim Aufnehmen und Anstehen lassen sehr ! langsam sein.
    Wenn man diese einfachen Regeln beachtet kann man eine tolle Hand entwickeln.

    Auch sehr wichtig: das Spiel widerholt sich ständig, auf lange Zeit gesehen wird das Pferd aber weniger Fehler machen, gelegentlich gibt es Rückschritte. Nie emotional werden und was durchsetzen wollen. Kleine Ziele stecken.
    Westernpferde dürfen und sollen, sie müssen sogar Fehler machen um daraus selbstständig zu Lernen!
    Das ist ein wichtiger Unterschied zum FN- Reiten, wo die Pferde immer unter Kontrolle stehen.

    LG
     
  5. Elfenzauber

    Elfenzauber Gesperrt

    Zumindest beim Springen wird das mit den Fehlern auch so gehandhabt. ;) Man reitet da z.B nicht genau jeden Galoppsprung hin, sondern lässt die Pferde selbst den Weg suchen.

    Interessantes Thema ansonsten.
     
  6. thery

    thery Neues Mitglied

    super beitrag!!

    klingt alles sehr logisch und fast genauso wie du mache ich es eigentlich auch. mir fehlt nur ein punkt bei deiner beschreibung. wie bringt man die hinterhand zum vermehrten untertreten?
     
  7. OneEleven

    OneEleven Inserent

    Genau so ist es, deshalb mache ich es auch so, wie Gromit es beschrieben hat.

    Ob ein Pferd reel nachgibt oder sich aufrollt erkennt man übrigens sehr schön am Hals. Das aufgerollte Pferd hat einen "falschen Knick". Es knickt im falschen Halswirbel ab. Es ist dann nicht das Genick der höchste Punkt, sondern zwischen dem 2. und 3. Halswirbel. In dieser Haltung gibt das Pferd den Rücken nicht her und tritt nur ungenügend von hinten mit. Viele wissen das nicht und denken, dass ihr Pferd durchs Genick geht, wenn es die Nase in der Senkrechten hat, dem ist aber nicht so. Pferde, die im falschen Wirbel nachgeben sieht man übrigens sehr oft. Hier mal ein Bild, wie sowas aussieht. Ist jetzt zwar ein englisch gerittenes Pferd, aber beim Westernpferd siehts genauso aus, nur dass u.U. der Hals etwas tiefer ist und die Zügel länger sind. :1:
    http://www.amleto.de/pferd/quiz/skala2/falscherknick.gif

    Man muss das ganze noch etwas aufsplitten. Ich ersetze hier mal "Westernpferd" mit "Reining/Trail/Pleasure Pferd". Von diesen Pferden möchte man, dass sie "zuhören", dass sie jede kleinste Hilfe sofort umsetzen. Ein Cuttinpferd hingegen soll nicht "zuhören". Cuttingpferde sind nicht so sensibel "eingestellt" wie Reiner. Die sollen eher selbstständig arbeiten und Gewicht und Schenkel des Reiters mehr oder weniger ignorieren. Wer mal ein richtiges Cuttingpferd geritten hat wird feststellen, dass man die einfach nicht "lenken" kann. :laugh: Aus diesem Grund gibt es z.b. kein Pferd, was super erfolgreich im Cutting ist und gleichzeitig super erfolgreich in Reining. :wink:

    Dazu gibt es verschiedene (Vor)Übungen. Mit der richtigen Gymnastizierung bereitet man das Pferd entsprechend vor. Man kann nicht sagen, mach das und das und dann gehts. Grob gesagt muss man 5 Teile des Pferdes "weichklopfen". Maul/Genick, Hals, Schulter, Rippenkasten, Hüfte. Das baut alles aufeinander auf. Das ist auch oft der Denkfehler: Mein Pferd ist locker im Maul/Genick, also trägt es sich selbst. Dabei ist der Hals nicht locker und die Schulter auch nicht, also kann es sich nicht selbst tragen! Das eine funktioniert nicht ohne das andere und bevor ich keinen lockeren Hals habe, brauche ich nicht an einer lockeren Schulter zu arbeiten und solange mein Pferd im Maul/Genick nicht nachgibt, wird es mir auch nicht die Hüfte geben können.... Ich hoffe Du verstehts was ich meine. :wink:
     
  8. Chaosweib84

    Chaosweib84 Inserent

    Erstmal danke für deinen Crash Kurs, dann blamiere ich mich jetzt nicht völlig wenn ich in den Westerstall umziehe und auf Westernreiten umsteige :wink:

    Aber kannst du mir vielleicht sagen was easy beim Westernreiten bedeutet? Ich hab mir ja eine kleine Pinto Stute gekauft, die Sonntag überings kommt :yes:, na ja, auf jeden Fall mein die Noch Besi immer, schön das du sie Westernreiten willst, auf back und easy hört sie ja schon. Back ist ja klar, und easy so nach dem Motto take it easy, oder wie? also nimms leicht *gg? Fahr runter?
     
  9. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    easy heisst so viel wie langsam/ tempo rausnehmen.
    lg
     
  10. Lancis

    Lancis Inserent

    Habe ich gerade erst entdeckt und finde es sehr interessant:yes:
    Da ich mich momentan etwas mehr mit dem Westernreiten befasse,auf Grund von Reiterinnen bei mir am Stall,war das hier doch sehr aufschlußreich!
    Danke für die Mühe!
     
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