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Cushing Pferd mit Lungenproblem

Diskutiere Cushing Pferd mit Lungenproblem im Atemwegserkrankungen Forum; Hallo zusammen Ich wollte mich hier drin mal umhören mit Erfahrungen zu diesem Thema. Betroffenes Stütchen ist 26 Jahre alt, Abstammung unklar...

  1. Condor74

    Condor74 Mitglied

    Hallo zusammen
    Ich wollte mich hier drin mal umhören mit Erfahrungen zu diesem Thema.
    Betroffenes Stütchen ist 26 Jahre alt, Abstammung unklar aber sicher hoher Isi-Anteil, seit ca. 5 Jahren Diagnose Cushing. Wird seither mit Praescend behandelt. Im letzten Herbst hatte sie einen starken Reheschub, einseitig erfolgte daraus eine leichte Hufbeinrotation. Sie hat sich aber im Winter gut erholt und wurde ab Januar wieder geritten. Es ging ihr sogar wieder richtig gut :applaus:
    Letzte Woche beim Reiten dachte ich, das arme Pferd bricht gleich zusammen. Sie hat sogar im Schritt schwer geatmet und hat trotz einer wirklich kurzen Runde ausschliesslich im Schritt extrem geschwitzt. Der dazugerufene TA stellte eine erschwerte Atmung fest (Bauchatmung mit einziehen) und seither bekommt die Dame Ventolin für Pferde Granulat (weiss nicht mehr wie das heisst).
    Ausserdem habe ich erfahren, dass sie wohl vor ca. 10 Jahren bereits einmal Probleme mit der Lunge hatte und seither kein Heu mehr fressen darf. Sie steht in einem Offenstall, der immer zugängliche gedeckte Teil ist mit einer Art Sägemehl eingestreut.
    Nun bin ich total verunsichert, was wir überhaupt noch mit der alten Dame machen sollen. Im Moment machen wir kleine Spaziergänge und sonst nix. Auch kenne ich den Zusammenhang zwischen Cushing und Lungenproblemen nicht und würde gerne mehr wissen. Ich habe aber in anderen Threads gelesen, dass es wohl zusammenhängt?
     
  2. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Ganz ehrliche Antwort: lass die alte Dame ihr Rentner da sein genießen!in dem Alter!
     
  3. Condor74

    Condor74 Mitglied

    Grundsätzlich gerne... Aber sie wurde schon mal im letzten Sommer in Rente geschickt und es tat ihr gar nicht gut. Liegt wahrscheinlich auch an der Haltung (Sommer und Herbst ganzer Tag Weide), da hat sie letztes Jahr ohne Arbeit extrem zugenommen und dann eben den Reheschub gemacht.
    Da ich keine Erfahrung mit Rentnern mit Cushing habe, würde mich interessieren, ob man das über leichte Arbeit abfangen kann? Oder ist so eine Haltung bei so einem Pferd gar nicht möglich?
     
  4. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Für Rehe mit Rotation, in dem alter, viel zu früh bewegt!aber dass sieht jeder anders!:bahnhof:cushing?bekommt sie Medizin?...24 Stunden koppel ist da klar auch nix!schwierig:bahnhof:
     
  5. Condor74

    Condor74 Mitglied

    Ja sie bekommt Praescend, hatte ich geschrieben.
     
  6. Bei uns stand bis vor einigen Wochen ein Isi-Wallach mit COPD und Cushing, 32 Jahre alt am Schluss.
    Der war die letzten beiden Jahre Vollzeitrentner, die Jahre davor wurde er noch regelmäßig an der Hand und manchmal an der Longe bewegt. Die Haltung wurde natürlich ans Krankheitsbild angepasst - Offenstall und im Sommer zwei bis fünf Stunden magere Weide. Das hat gut funktioniert.
    Prascend hat er hochdosiert bekommen, ACTH-Wert machte das erforderlich. Mit Rehe gab es nie ein Problem.

    Edit:
    Regelmäßiges Scheren war erforderlich, erleichterte ihm das Atmen sichtlich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2021
  7. Lilith79

    Lilith79 Bekanntes Mitglied

    24h Weide ist halt problematisch, nur weil das Pferd Prascend bekommt, heißt das ja nicht, dass man mit Gras nicht aufpassen muss.

    Meine Cushing Dame hat eine Pollenallergie von der man die letzten 2 Jahre fast gar nix merkte.
    Vor ein paar Wochen hatte sie dann auch ganz plötzlich wieder allergischen Husten und Bauchatmung (ab da wo die Birkenpollen losgingen). Seitdem inhalieren wir mehrmals die Woche mit einem Flexineb mit Kochsalzlösung, jetzt ist sie wieder symptomfrei (kann natürlich auch sein, dass die Pollen die ihr am meisten Schwierigkeiten machen jetzt eh schon rum sind, aber ich inhaliere präventiv weiter). Scheren ist auf jeden Fall wichtig, wenn das Fell lang ist.

    Ich sehe ehrlichgesagt eher wenig Zusammenhang zwischen COB und Cushing, außer dass Pferde natürlich beides bekommen können. Aber dass Cushing pferde da grundsätzlich anfälliger sind, würde ich aus meiner Erfahrung nicht sagen. Das Einzige was bei der Kombination beider Krankheiten problematisch ist, ist dass man bei ECS und Hufrehevorgeschichte eher nicht mit Cortison behandeln sollte. Und das Prascend hilft gegen COB/Allergie/LUngenprobleme gar nix und Hufrehe durch zuviel Weide verhindert es auch nicht.

    Generell ist es bei Cushing halt nicht damit getan einfach nur die Tablette zu geben, das Gesamtmanagement muss schon auch stimmen.
     
    Barrie und sokrates gefällt das.
  8. Zitrone

    Zitrone Inserent

    Alles was staubt, wie Heu (wenn Heu nur angefeuchtet, sonst lieber Heulage) und Einstreu (Spähne/Stroh) sind Gift für einen Huster.
    Dann kann es sein, dass auch noch Schimmelsporen hinzukommen, z.B. aus dem Einstreu, aus dem Boden oder aus den Stallwänden/Dach. Schimmel kann überall stecken.
    Auf der einen Seite muss ein Hustenpferd richtig ordentlich arbeiten (Trab+Galopp) damit die Lunge überhaupt richtig durchlüftet wird, das wird bei ein bisschen Schritt leider nicht passieren. Aber wenn da schon die Bauchmuskulatur bei der Atmung mithelfen muss, dann ist das schnell zuviel für das Tier.
    Blöde Situation. Eigentlich würde ich auch, wie Farooq sagen, dass sie in Rente gehen sollte, aber dann steht sie mehr oder weniger nur rum und die Lunge wird nicht gut belüftet.
    Durch die Rehe geht so viel Koppel ja eigentlich eh nicht mehr. Ich würde eine Haltungsänderung in einen Stall, mit tagsüber großem Gemeinschaftsauslauf auf Sand o.ä. mit Knabberstroh und Heu/Heulage unter Netzen, damit sie nicht so viel fressen kann und nachts entweder eine Box oder einen Laufstall, oder aber einen gut geführten Offenstall ohne Koppel.
    Um sie wegen der erschwerten Atmung nicht noch mehr zu belasten, könnte sie ohne Reiter, als Handpferd mit ins Gelände gehen. Dann bekommt sie Bewegung ohne zusätzliche Belastungen durch einen Sattel/Sattelgurt und Reiter.
     
  9. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Ganz ehrlich?irgendwann ist halt auch ende!..schönen Sommer gönnen!und sehen, was geht!
    Austherapiert!
    Manchmal, muss man einfach auch sehen, wenn's zu viel wird!leider!und selber sehen, wann genug ist!
     
    PAweide gefällt das.
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Na ja, austherapiert sehe ich da noch nicht.
    Nur eine dem Krankheitsbild absolut unangemessene Haltung.
    Und ich frage mich da auch warum der Tierarzt nicht darüber informiert das Cusher nun mal Rehegefährdet sind, und oft auch das Immunsystem darunter leidet.
    Und auch die Behandlung der Rehe.
    Da passt ja gar nichts. Sorry wenn ich das so sage.
    Und bevor ich hier von "austherapiert" reden würde, sollte überhaupt erst mal sinnvoll therapiert werden.
    Egal ob 26, 16 oder 6 Jahre alt.
     
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