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Darf man ein fremdes Pferd medizinisch versorgen?

Diskutiere Darf man ein fremdes Pferd medizinisch versorgen? im Sonstiges Forum; Darf man ein fremdes Pferd medizinisch versorgen? Zum Pferd, 14 Jahre alter Wallach, der sich letzten Winter erkältet hat. Das Pferd wurde von...

  1. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Darf man ein fremdes Pferd medizinisch versorgen?

    Zum Pferd, 14 Jahre alter Wallach, der sich letzten Winter erkältet hat. Das Pferd wurde von seiner Besitzerin ausschließlich mit Kräutern, Globulis, Organetik und Kinesiologie und irgendwelche Sitzungen behandelt. (bei den Sitzungen kam heraus, das der Wallach im Jahr 500 ein Kind von seiner Besitzerin war und getötet wurde, weil er ein Zwitter war..... was ich darüber denke, kneife ich mir)
    Dem Pferd ging es mal mehr, mal weniger gut, ganz weg ging der Husten allerdings nicht.
    Alle Ratschläge, mal einen Tierarzt an das Pferd zu lassen, prallten an der Besitzerin ab.
    Seit ein paar Wochen verschlechtert sich der Zustand des Pferdes zusehend. Er baute deutlich ab, hatte keinerlei Energie mehr, ließ alles über sich ergehen, fraß nur noch das nötigste und das schlimmste, er bekam sehr schlecht Luft. Die Nüstern waren dauergebläht und verkrampft.
    Der Druck, den die Stallgemeinschaft auf die Besitzerin ausübte wurde heftiger.
    Man bestand auf einen Tierarzt.
    Unter dem Druck beugte sich die Besitzerin und ließ einen TA kommen. Dieser stellte fest, das die Lunge des Wallachs komplett verschleimt ist. Er empfahl eine sofortige Kortisonbehandlung, Ventipulmin übers Futter, Späneeinstreu und gewaschenes Heu bzw. Graslage.
    Die Besitzerin des Wallachs lehnte diese Behandlung komplett ab. Das Pferd bekommt weder Kortison noch Ventipulmin. Auch wurde das Einstreu nicht gewechselt und Heu wässern ist zuviel Aufwand.
    Statt dessen bekommt der Wallach „Entscheidungsglobulis“ und ein neues Kräutergemisch.
    Danach fragte sie jemanden aus der Stallgemeinschaft, ob derjenige 3-4 Wochen das Pferd versorgen könnte, der Wallach muss sich entscheiden ob er weiter Leben will oder nicht, das kann er aber nur, wenn die Besitzerin 3 – 4 Wochen nicht in den Stall kommt.

    Die Stallgemeinschaft nutzte die Gunst der Stunde, versprach sich um das Pferd zu kümmern, noch am gleichen Abend wurde der erste Ballen Graslage besorgt und der TA erneut gerufen.
    Das Pferd bekam sofort eine Kortisonspritze und seit 5 Tagen Ventipulmin und Kortison ins Futter. Außerdem läßt man ihn täglich inhalieren.
    Seit dem geht es den Pferd deutlich besser, seine Nüstern sind nicht mehr verkrampft, er hustet den Rotz ab, frisst mit Appetit....

    Man könnte sagen, alles richtig gemacht.... aber ist das wirklich so?
    Hat einer eine Idee, wie das rechtlich aussieht?
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Im Grunde ist der SB sogar verpflichtet eingestellten Pferden zu helfen.
    Allerdings ist hier dem Pferd ja nur Momentan geholfen, das ganze wird von vorne los gehen. Ich hätte diese Geschichte genau so beim Veterinäramt vorgetragen und Anzeige erstattet da.
    Bei beschau es schlechten Zustandes wären sicherlich Auflagen erteilt worden.
    Jetzt kommt sie wieder, und dann?
     
  3. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    puh, kigali, zweischneidiges ding, das ganze!

    also wie das rechtlich aussieht, keine ahnung.

    aber: wenn die wirklich nicht kommt etz 3-4 wochen, wie solls merken, dass der medizin von euch erhalten hat? außer die rechnung schickt der ta ihr! aber ich gehe von aus, ihr werdet das übernehmen. von daher?

    das andere ist: die wird sich nicht umstimmen lassen. mag zwar etz sein, dass er in den 4 wochen fitter wird. nur dann? die wirds weiter so machen, evtl den auch wieder überfordern, weil s ihm ja besser geht. fakt ist: der wird euch wieder einknicken! und dann?

    hatte ja so ein pferd , also lunge ist halt im eimer, da kannst nix mehr machen, wenn der so pumpt, ist da mit sicherheit schon einiges im argen....sprich: lunge zum teil hinüber....

    klar wirds ihm etz besser gehen, mit corti & co....nur dass kommt wieder!

    die frage ist : was hat man gewonnen? ich an eurer stelle würde es ihr sagen, und ihr zeigen, dass es dem pferd etz besser geht! bleibt natürlich offen, wie die alte drauf reagiert! meistens sind solche leute stinkesauer!

    puuuh....schweres thema! echt!

    viel glück!

    die faro
     
  4. danci111

    danci111 Inserent

    Ja also langfristig gesehen glaub ich auch, dass selbst wenn sich der Wallach jetzt auskurieren kann in den 3-4 Wochen, dann wird das ja irgendwann wieder so von vorne los gehen... Und was ist wenn sich das Pferd mal ernsthaft verletzt oder so, will sie dann ne Seance abhalten oder was? :bloed:

    Ich denke ihr habt alles richtig gemacht! Das kriegt die doch nicht raus ob ihr das Pferd habt behandeln lassen, solange man ihr keine Rechnung stellt...

    Lieb dass ihr euch gekümmert habt, das ist nicht für jeden selbstverständlich.... ich hätts genau so gemacht , kann mir so was auch nicht angucken...

    Manche Leute sollten lieber keine Tiere halten dürfen!

    LG
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Unglaublich...
    an eurer stelle würde ich den TA, den ihr gerufen habt, bitten das ganze zu dokumentieren. Also schriftlich erläutern in welchem Gesundheitszustand sich das Pferd befunden hat. Das ganze dem amtstierarzt zeigen und mit zeugenbestätigung erklären was die Dame da vor hatte: das Pferd 4 Wochen sich in diesem Zustand selbst überlassen und jede Behandlung oder haltungsänderung ablehnen.
    wenn ihr Glück habt unternimmt das Amt da etwas dagegen. Unabhängig davon würde ich der Frau nach 4 Wochen das Pferd und die Rechnung geben und ihr fristlos kündigen! Denn der sb kann genauso haftbar gemacht werden, wenn jemand sein Pferd in dessen Stall unbehandelt krepieren lässt. Das ist eine Straftat und kann zu haltungsverbot und damit den wirtschaftlichen Ruin bedeuten.
    ausserdem würde ich ihr nahelegen mal in einem größeren Umkreis nach einem Stall zu suchen, weil sich sowas rumspricht und niemand einen Tierquälerei auf dem Hof haben möchte.
    Das ist ja wie mit den Kindern, deren Eltern sie aus religiöser Sicht nicht gegen Krebs behandeln ließen.
    ich würde der Dame sagen sie hat sich in den 1500 Jahren ja nicht sonderlich weiterentwickelt, wenn sie schon damals ihr Kind hat töten lassen...
     
  6. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Hm, hättet ihr das jetzt so gemacht ohne "Betreuungsauftrag" sag ich mal, wärs mit Sicherheit übergriffig gewesen. Aber jetzt habt ihr ja den Auftrag, das Pferd zu versorgen. Da denke ich mal, kann man das schon so auslegen. Vermutlich ist die Besi aber ja telefonisch zu erreichen und hätte also zumindest informiert werden müssen. ich denke mal - ohne es aber genau zu wissen - dass ihr hier eigentlich nicht über ihren Kopf hinweg hättet handeln dürfen, zumal das ganze inzwischen ja auch nicht akut und kein Notfall sondern leider schon chronisch ist. Ich bin da ganz bei Uli, wenn das Pferd seint letztem Winter da mit rumdoktort und nicht behandelt wird, ist die Lunge bestimmt schon angegriffen und das Pferd chronisch dämpfig. Da könnt ihr in vier Wochen evtl die Bronchitis und den Schleim halbwegs in den Griff bekommen, aber die Schäden sind ja da. Das Pferd wird ein Dauerpatient sein. Wenn die Besi da nicht eisichtig ist, hilft vermutlich nur Anzeige bei Vetamt und Rauswurf aus der Stallgemeinschaft. Hört sich hart an, aber ich denke, anders kommt sie auch nicht zum nachdenken.
     
  7. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Da sie die Besserung mit Sicherheit auf die Kräuter und Entscheidungsglobulis schiebt, wird wohl mit offenen Karten gespielt werden müssen.
    Ich kann sogar verstehen, das sie sauer reagiert, würde ich auch, wenn irgendwer mein Pferd gegen meinen Willen behandeln würde. Der feine Unterschied, ich lasse meine Pferde behandeln und das auch mit der Chemiekeule, wenn es sein muss.

    Ich glaube nicht, das sie ihre Einstellung ändern wird, ehr – das sie den Stall verlässt, wenn sie erfährt, das ihr Pferd mit Teufelszeug wie Kortison behandelt wurde.
    Sie ist von ihrer alternativen Behandlung so überzeugt, da ist kein durchkommen. Sie glaubt auch ernsthaft, das ihr Pferd im Jahr 500 ihr Kind war..........
     
  8. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    ja sonja, sowas dacht ich mir schon, das die da voll drauf ist! da hilft kein bitten und betteln und zeigen!

    da werdet ihr nix grossartiges mehr reissen können, auf grob deutsch gesagt....is halt etz noch 4 bessere wochen fürs pferdchen......

    die könnt ihr ihm so schön als möglich gestalten nun, den rest, sag ich mal lieber nicht....kenn das ja zur genüge....

    verhätschelt den noch kräftig und schenkts ihm noch liebe und zuwendung, denn in meinen augen, wars das dann . ....mehr könnt ihr da nicht ausrichten, glaub mir!

    aber lasst euch gesagt sein: ums mal in "ihren" worten zu sagen: früher oder später kriegen die sie schon, wenn sie die seele so behandelt, wird die seele, solls denn nicht so sein, wie sie meint......ihr das schon sagen/zeigen! zwinker.....

    das ist dann ihr ding! mal sehen, was aus der guten dann wird!

    drück euch die daumen, evtl geht doch noch was!? und dem pferdchen.......alles erdenkliche !

    die faro-uli
     
  9. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Also, einen Betreuungsauftrag gibt es, wurde sogar schriftlich (na ja, in einer geschlossenen Facebookgruppe) festgehalten. Dort hat sie an die Stallgemeinschaft geschrieben, das ICH (klar, ich habe immer die A****karte) für ihr Pferd verantwortlich bin und auch im Notfall der Ansprechpartner bin.
    Auch habe ich eine SMS, wo sie schreibt, das ich sie in den nächsten Wochen NICHT informieren soll, wie es dem Pferd geht.
    Er und sie, brauchen Abstand, er muss sich entscheiden, ob er Leben oder sterben will.....

    Nein, wir hatten nicht vor, ihr eine Rechnung zu präsentieren, Tierarzt und Medikamente sind bezahlt.

    Und ich behandele das Pferd nicht allein, wir halten da zusammen, kümmern uns alle um das Pferd und haben die Kosten geteilt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Sep. 2013
  10. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Solchen Menschen ist leider nicht zu helfen. Im Grunde genommen stimme ich den anderen zu. Dokumentation, auch vom TA anfertigen (der hat ja ein eigenes Interesse daran, das das Pferd wieder gesund wird), und sich an den Amtsvet hwenden, und erkundigen, ob man für das Tier jetzt noch mehr tun kann. Leider wird wohl das Tier noch mal richtig krank werden müssen, damit tatsächlich etwas passiert. Allerdings sollte man dann erstens schon einmal beim Vet Amt vorgesprochen haben (dann ist die Dame dort quasi durch diese erste "Anzeige" schon bekannt), und zweitens im Falle des Auszuges des Tieres eben dem Vet Amt auch das mitteilen.

    Ob sie tatsächlich etwas machen können, kann ich so nicht sagen, aber ich würde es in jedem Fall versuchen. Leider sind das häufig Pferde, die tatsächlich irgendwann elendig verrecken.
     
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