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Das 1-Mann Pferd. Wünschenswert oder "Klotz am Bein"?

Diskutiere Das 1-Mann Pferd. Wünschenswert oder "Klotz am Bein"? im Pferde Allgemein Forum; Angeregt durch die Diskussion im parallel laufenden Thread, wo die Achal Tekkiner und ihre Eigenschaft als "Ein-Mann Pferd" zur Sprache gekommen...

  1. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Angeregt durch die Diskussion im parallel laufenden Thread, wo die Achal Tekkiner und ihre Eigenschaft als "Ein-Mann Pferd" zur Sprache gekommen sind, bin ich mal etwas ins Grübeln geraten, was das sogenannte "Ein-Mann Pferd" denn überhaupt so wirklich ist.
    Wann sprecht ihr schon davon, dass ein Pferd ein solches ist? Dann wenn es besonders anhänglich an seiner Bezugsperson hängt, wenn es sich nur von dieser und keiner Anderen handeln lässt?
    Ist es für euch wünschenswert, ein Pferd zu besitzen, dass andere Leute ablehnt?

    Ich habe mich Appie ja eine Phase durch, in dem das Vertrauen zur allgemeinen Spezies "Mensch" fehlte, sodass er sich nicht von anderen handeln ließ - und allen Black Beauty Wendyträumen in Ehren - ich empfand es als anstrengend, umständlich und war darum bemüht die Situation schnellstmöglich zu verbessern.
    Wie seht ihr das? Was zeichnet ein Ein-Mann / Frau Pferd aus und besitzt ihr selber vielleicht eins?
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Sep. 2015
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Ja.

    Nein.
    Wenn es WIRKLICH so ist (ist es ja nur ganz selten?), daß sich ein Pferd im normalen Umgang (Führen, Hufe machen, Stall misten etc.) nur von EINEM Menschen handeln läßt und bei anderen so oder so durchdreht - dann würde ich das nicht "Ein-Mann-Pferd" nennen, sondern gestört!


    Oberes hieße für mich zum Beispiel, daß das Pferd sich (ab einem gewissen Lebensalter, rede hier nicht vom 1jährigen) von jedem (nicht ganz trotteligen) Menschen vom Boden aus handeln läßt und ggf. auch - zumindest bedingt - reiten läßt (wobei reiten schon auch wegfallen könnte für mich, aber normaler Menschenkontakt am Boden müßte sein). Es dabei aber eben einen festen Menschen hat, dem es im besonderen Maße vertraut, die sich gegenseitig riechen und lesen können, bei dem es eben "nackt" folgt oder bei Leos Kurs durchs Feuer geht oder liegen bleibt und der Mensch sich dazuschmusen darf oder oder oder...


    Unteres habe ich als Hund.
    Und das ist nicht wünschenswert.
    Das ist - wie Du schon schriebst - anstrengend, kompliziert, organisatorisch eine Herausforderung.
    Wäre es beim Pferd sicher auch.


    Oberes - bis hin zur "Seelenverwandtschaft" - finde ich von Herzen hoffenswert!
    Gegen Unteres würde ich immer und immer wieder arbeiten (müssen).
    [Ich liebe meine Hunde!!! Die haben auch einen Grund dafür!!! Aber wünschen würde ich es mir nie!]


    LG, Charly
     
    Raketenerna und Kuschelkiwi gefällt das.
  3. melisse

    melisse Ritterreiterin

    Das ist ein zweischneidiges Schwert.
    Klar ist es ein schönes Gefühl wenn dir ein Tier sooo bedingungslos vertraut.
    Aber und das ist ein ganz DICKES ABER,was passiert
    wenn man mal krank ist,geschweige den Stirbt

    Meiner hätte man nur den Kopf abschneiden können.
    Hört sich hart an,war aber so.

    Ich hatte das Glück einen eigenen Stall zu haben.
    Als Einsteller?
    Fast unmöglich.
    Das wäre in die Hose gegangen.

    Wenn Sie Bock hatte lies sie sich dazu herab das ihr andere mal den Popo kratzen durften.
    Das hat aber SIE endschieden.
    Sie latsche dann auf den jenigen zu und steckte den Hintern hin.
    Kam nicht die gewünschte Reaktion drückte sie dem jenigen den Popes auch mal gegen die Brust.

    Irgend wo anders streichel/anfassen?!
    No Way

    Endweder drohte sie SEHR DEUTLICH (hat aber NIE Ernst gemacht zum Glück)
    Oder sie war weg wie Schmitz Katz

    Bei mir schlug sie schon Rad,wenn ich in die Straße zum Hof eingebogen bin.

    Baby im Tiefflug zum Tor
    ok,melisse kommt:lol:

    Hab mir das ja nicht bewusst so ausgesucht oder ihr anerzogen.
    Das erste was sie gesehen hat,auser ihrer Mama war nun mal ich.
    Hab sie ja auf die Welt geholt.

    In dem Moment hat sie wohl beschlossen das ich zur Familie gehöre:knuddel:

    Ich würde alles drum geben,wenn es einen Weg gäbe Sie wieder zu bekommen.

    Aber einen anderen der so massiv drauf ist,finde ich echt schwierig.:embarrassed:
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Sep. 2015
  4. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Ein Einmann-Pferd ist für mich ein Pferd, das eine feste Bezugsperson braucht, mit wechselnden Reitern etc nicht gut klar kommt. Bei dem man eher keine RB haben kann, weil Pferd Probleme damit hat und sich nicht umstellen kann, direkt verwirrt ist, wenn Person B nur eine Kleinigkeit anders macht, als Person A.
    Aber auch so ein Pferd ist im Normalfall händelbar. Nur eben auf "seinen" Menschen fixiert und mit wechselnden Bezugspersonen unglücklich.

    Ich würde das als schon als teils anstrengend empfinden, aber durchaus machbar.
    Mein kleiner kann von jedem gehändelt werden, er ist eigentlich immer brav und freundlich. Ich finde seine Marotte mit dem Aufsteigen aber schon nervig...
    Der steht bei mir wie ein Stein, bei anderen geht er nach Belieben rückwärts. Aber nur wenn ich nicht da bin. Seine 1. RB musste sich da auch erst rantasten... Und tat mit anfangs sehr leid, dass er sie so verhungern lies. Seine jetzige RB darf immer drauf, da ist er gnädig ;)

    Edit: die von Charly beschriebene Seelenverwandschaft hat für mich gar nicht unbedingt mit Ein-Mann-Pferd zu tun. Eine besondere Verbindung kann man auch zu einem Pferd haben, dass sich auch auf andere Menschen einlässt, finde ich... Also beispielsweise kann man durchaus eine besondere Verbindung zu einem Pferd haben, dass zwei mal die Woche ne RB reitet,die auch mit ihm gut klar kommt. Das wäre dann für mich aber kein Ein-Mann-Pferd mehr..
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Sep. 2015
    GilianCo gefällt das.
     
  5. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Ich hatte ja auch so ein Ein-Mann Pferd, und das war ganz klar gestört. Ein Mann war sie wohl deshalb, weil ich die einzige war, die doof genug war , überhaupt was mit ihr zu machen, die Macken einfach hinnahm, und sie nicht zum Schlachter gefahren habe ( was mir häufiger geraten wurde)
    Pferd hat nach jedem gezielt getreten, wenn sie das Gefühl hatte nicht weg zu können, also besonders in der Box und wenn sie angebunden war , oder wenn man sie auf der Koppel versucht hat zum Einfangen zu jagen. Bei mir ging es dann irgendwann , war aber trotzdem häufig abenteuerlich, brauch ich nicht noch mal .
     
  6. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Starlight ist extrem auf mich fixiert. Tolles Gefühl, wenn er mich mit lautem wiehern begrüßt, wenn er zum Tor kommt um seine Streicheleinheiten abzuholen oder wenn jemand das Weidetor auf macht und er kommt schnurstracks zu mir.
    Nervig ist es, wenn ich gerade etwas zu tun habe und er meint so lange schreien zu müssen, bis er zumindest kurz meine Aufmerksmkeit hat.
    Gott sei Dank lässt er sich von jedermann problemlos Händeln.
    Reiten geht allerdings nur, wenn ich nicht in der Nähe bin. Stehe ich an der Bande, läßt er seinen Reiter gnadenlos verhungern und parkt vor meiner Nase.

    Chacco der alte Quarter meines Mannes ist eindeutig ein ein Mann Pferd. Zwar ist er im Umgang ein Schaf, welches sich von jedermann bedienen lässt, aber er lässt sich nur und ausschließlich von meinem Mann reiten.
    Bei Fremdreitern parkt er und bewegt sich keinen Schritt weiter, mit mir hat er sich in den letzten Jahren arrangiert, heiß ich kann mit ihm in allen Gangarten ins Gelände. Irgendwelche Lektionen kann ich aber nicht abfragen, da macht er auch bei mir dicht.
    Wir haben in den letzten Jahren einige sehr gute Reiter auf ihm gehabt, keine Chance... Wünschenswert ist das nicht!
     
  7. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Für mich ist ein Ein-Mann-Pferd eines, das nicht unbedingt mit anderen Leuten klarkommt. Egal ob nun vom Boden oder vom Sattel aus.
    Dass ein Pferd "seinen" Menschen erkennt, bzw diesem mehr vertraut/folgt als allen anderen, das ist für mich jetzt noch kein Ein-Mann-Pferd, wie ich es definieren würde.
    Und ich empfinde es als großen Nachteil, wenn ein Pferd sich von keinem außer mir händeln lässt. Mein Wallach war, als er zu mir kam, seeeehr vorsichtig und zurückhaltend, eigentlich schon als ängstlich zu bezeichnen, was Menschen anging. Bei mir gings bereits nach ein paar Tagen sehr gut - klar, Pferd kommt neu an, man hat extra Urlaub genommen, hängt ständig in der Nähe des Tiers rum um zu gucken, ob auch alles gut klappt nach dem Umzug und so weiter. Da waren die Brücken zueinander recht schnell gebaut.
    Alle anderen fand der erstmal doof. Hat sich von anderen auf der Koppel nicht einfangen und holen lassen, wollte überhaupt nicht angefasst werden, führen ging auch eher schlecht als recht, weil er halt einfach von jedem am Liebsten weg wollte. Wohlgemerkt, bei mir ab Tag 2 oder 3 alles kein Problem mehr, weil mich war er dann schon gewohnt und wusste "aha, da passiert nix bei der Alten".
    Ich hab dann nach relativ kurzer Zeit bewusst gegen dieses "fremde Leute sind komisch"-gearbeitet mit ihm. Weil sowas einfach im Alltag sehr unpraktikabel und nervig, bis hin zu gefährlich ist. Es wird besser. Bzw, mittlerweile sind viele Dinge schon problemlos möglich. Er haut vor keinem mehr ab, lässt sich anfassen, einfangen und führen, das geht ganz gut.
    Was er immer noch nicht so gerne mag ist der Hufschmied. Wenn ich dabei bin und selber aufhebe ist es okay, dann darf der fremde Mann da auch hin, aber beim letzten Termin als ich nicht da sein konnte und wer anders aufgehoben hat wars leider immer noch absolute Katastrophe. Aber wir üben das ^^

    Klar ist es irgendwie schön, wenn ein Pferd sich ausgerechnet mich als Vertrauensperson raussucht. Umso mehr bei einem, das grundsätzlich etwas skeptisch Menschen gegenüber ist. Aber es ist halt extrem nervig, wenn man ständig überall alles selber machen muss, weil sich das Pferd von keinem anderen händeln lässt. Mal ganz davon abgesehen, dass es fürs Pferd ja auch jedesmal stressig ist, wenn irgendwas von Fremden gemacht wird. Stress, der eigentlich nicht sein muss.
    Und trotzdem kann eine sehr enge Bindung zum Besitzer da sein. Bzw, mehr Vertrauen als zu anderen Personen.
    Wie gesagt, so Sachen wie zur Koppel führen usw, die Pferdchen kennt, die gehen bei meinem jetzt auch mit fremden Leuten. Trotzdem ist die Bindung zu mir sehr viel enger als jetzt zum Einsteller xy, der ihn drei mal die Woche auf die Koppel bringt oder holt. Ist ja auch ganz logisch, ich wurstel ja viel mehr mit ihm rum...
     
  8. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Meiner war auch so ein Ein-Frau-Pferd. Schmied oder impfen oder kleine Wunden versorgen ohne mich, keine Chance. Hat mich nicht sonderlich gestört, ich war ja eh so gut wie immer (Teil-)SV. Als ich dann schwanger wurde und in VP umgestellt hab, hab ich da massiv gegengearbeitet, weil ich die 100%ige Versorgung nur durch mich nicht mehr sicherstellen konnte. War hart teilweise, aber musste ja sein. Meine SB kann ihn mittlerweile problemlos händeln, das ist einfach höchste Priorität. Wenn ich dabei bin klappt's eh mit jedem, aber wehe Mutti ist außer Sichtweite ;) Mit unserer neuen RB klappt es jetzt auch schon super, konnte sie nach nur viermal schon allein mit ihm werkeln lassen.
     
  9. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Also mein Senior- Pferd ist bei fremden Menschen sehr zurück haltend und schon fast scheu. Wenn er aber jemanden kennt, lässt er sich von jedem Händeln.
    Der kleine lässt sich von jedem gerne anfassen und streicheln. Aber beim aufhalftern und führen wird es schon anders. Sobald ihn jemand fremdes woanders hin führen möchte oder mit ihm arbeiten will, fängt er an zu fremdeln. Ich werde dann genau beobachtet, ob ich da nicht " Einwände" hab... Er versucht dann auch zu mir zu ziehen und bei mir zu bleiben. Das legt sich aber nach ein paar Minuten, wenn er versteht, dass es ok. ist.
    In dem Rahmen finde ich es noch ok., schlimmer dürfte es nicht sein.
     
  10. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Vella ist glaube ich auch so ein Ein-Mann-Pferd. Fremde Menschen haben keine Chance an sie ran zu kommen, von anderen Leuten die sie kennt lässt sie sich aber einigermaßen händeln. Bei so Sachen wie Salbe auf eine Wunde schmieren muss aber bestochen werden, oder ich muss eben in der Nähe sein.
    Reiterlich kann ich dazu noch nix sagen, bisher hat die RL ja nur mal kurz drauf gesessen aber nix gefordert. Die kräht auch sobald mein Auto angefahren kommt. Und wenn wir länger am Stall sind und ich mal für 20-30 Minuten außer Sichtweite bin (hinter dem Stall) schreit sie auch sobald ich wieder in ihr Blickfeld komme. Letztens hat sie sogar Terror gemacht als ich beim anderen Pony nebenan auf der Wiese war, da wurde direkt auf mich zugestürmt als ich wieder auf ihrer Wiese war.

    Ich finde das so ganz schön eigentlich, passt bei mir auch weil ich eh ein Kontrollfreak bin und andere ohne meine Erlaubnis/Aufsicht nicht gerne an den Ponys habe.

    Lotte dagegen ist eher ein "Allerwelts-Pferd", die will jedem auf den Arm. Egal wie Fremd derjenige ist. Hauptsache man hat von irgendjemandem die Aufmerksamkeit. Machen kann auch jeder alles mit der, die ist da so positiv auf die Menschen eingestellt.
     
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