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Das Pferd im Rahmen medizinischer Studien

Diskutiere Das Pferd im Rahmen medizinischer Studien im Sonstiges Forum; Einen schönen Sonntag euch lieben :) Der Titel ist etwas doof, aber ich wusste es gerade nicht anders zu formulieren, aber seid unbesorgt - ich...

  1. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Einen schönen Sonntag euch lieben :)

    Der Titel ist etwas doof, aber ich wusste es gerade nicht anders zu formulieren, aber seid unbesorgt - ich will Appie nun nicht zum Gegenstand meiner Arbeit machen, sondern bin gerade in einer Pferdezeitschrift auf eine Art "Aufruf" gestoßen, in der lahme Pferde (3 verschiedene Typen: Arthrose, Sehnenschäden und Meniskus-, Kreuzband und Knorpelschäden am Knie) als Probanden für ein neues Stammzellverfahren gesucht werden.
    Die Behandlungen im Rahmen der Studie sind kostenlos und mir drängte sich die Frage auf: Würde ich das mit meinem Pferd mitmachen, hätte es eine der oben genannten Schäden?

    Erst wenn alles andere vergebens war? Überhaupt als letzte Chance?

    Natürlich würde ich als Pferdebesitzer mir erst einmal anhören, wie genau verfahren würde und wie hoch die Erfolgschancen aufgrund bisheriger Erfahrungen bzw Ergebnisse einzuschätzen sind, aber ich glaube ich würde es tatsächlich in Erwägung ziehen.
    Und dann kam der Gedanke, dass bei eben solchen "Neuen", "unerforschten" Methoden zu Nebenwirkungen und Konsequenzen kommen kann, die wirklich nicht einzuschätzen waren und habe mich gefragt, ob man dieses "Extrarisiko" überhaupt verantworten kann...

    Wie steht ihr dazu? Wäre das für euch ein Gedanke, den ihr in Betracht ziehen würdet?
    Ich würde mich auch freuen, wenn @GilianCo oder andere im tiermedizinischen Bereich Tätige vielleicht sogar von Erfahrungen berichten könnten, wie sowas bisher abgelaufen war, ob es noch irgendwelche besonderen Voraussetzungen gibt, wie solche Fälle geregelt sind, etc. Natürlich nur, wenn ihr die Zeit und die Muße dazu habt :)

    Ich bin mal gespannt, wie ihr dazu denkt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2017
  2. satine

    satine Inserent

    Hätte meine Tierärztin mir bei Casi gesagt, dass es irgendetwas gäbe um ihn heilen zu können, hätte ich es versucht. Denn die andere Richtung war ja nur das Einschläfern. Deutlich verschlimmern hätten wir seinen Zustand nicht mehr können.

    In genau solchen Situationen würde ich so etwas probieren. Dann, wenn man eigentlich schon am Ende angekommen ist.
    In einer solchen Situation würde ich auch selbst an einer Studie teilnehmen.
    Man hat doch nichts mehr zu verlieren. Maximal kann man etwas beschwerdefreie Zeit gewinnen und DAS ist das wichtigste überhaupt.
     
    Kigali, PinkPony und melisse gefällt das.
  3. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Hätte ich bei Shali wegen der Hufrolle gemacht. Als es sowas mal gab stellte sich aber heraus das man ausschließlich junge Pferde wollte dafür.
     
  4. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Ich fände es eher suspekt, warum da in einer pferdezeitschrift nach Probanden gesucht wird...
    Normalerweise werden solche klinische Studien in Zusammenarbeit mit Kliniken und Tierärzten gemacht, die geeignete Probanden aussuchen und davon meist auch genügend zur Auswahl haben.
    Es muss ja nichts schlechtes bedeuten, aber ich würde da sehr genau nachfragen wie und warum. und meinen haustierarzt und evtl. Noch mehrere Fachleute nach deren Meinung zu diesem Verfahren fragen.
     
     
  5. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Mit einem jungen Pferd mit Arthrose würde ich mit die Methoden mal genauer erklären lassen und dann entscheiden.

    Mein Großer war schonmal als ein Modell in einer Doktorarbeit drin, weil eine Bekannte über Falschdiagnostik und deren Folgen geschrieben hat. Zum Glück war er von den Probanden eher ein leichter Fall, weil nicht viel behandelt wurde wegen der angeblichen Arthrose. Trotzdem war es ganz spannend, dann die Bilder zu haben und die Diagnose, dass es "nur" ein Hufgeschwür wegen falscher Bearbeitung war.
     
  6. Barrie

    Barrie Inserent

    Ich seh es wie meine beiden Vorschreiber: die Methode genau erklären lassen und dann evtl. den TA meines Vertrauens befragen, bevor ich mich dafür entscheide.
    Allerdings:
    ich hab selbst schon an Arzneimittelstudien teilgenommen (Uni TÜ) und muß sagen, daß man in dieser Zeit optimal betreut wurde. Die Seriosität des untersuchenden Instituts spielt ja vielleicht auch eine Rolle....
    In meinem Fall war die Leiterin der Versuchsreihe bekannt und top OK (selber Prof.).
    Barrie
     
  7. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Ein zweischneidiges Schwert... Natürlich greift man nach jedem Strohhalm, wenn es sonst keine Lösungen mehr gibt. Ich persönlich würde es davon abhängig machen, was in der Studie verabreicht oder am Pferd/Tier gemacht wird. Evtl noch, wie lange die Studie läuft - also Kurz- oder Langzeit.

    Zur Stammzellgeschichte: Das ist nichts wirklich unerforschtes mehr. Also so im groben. Eine Bekannte hat jetzt ihr Pony so behandeln lassen, weil die Sehne einfach nicht mehr funktionieren/heilen wollte. Die Alternative wäre die immergrüne Wiese gewesen. Das war aber keine Studie.

    Eine andere Bekannte hat mit ihrem Hund an einer Epilepsie-Studie teilgenommen. Sie wurde während der Studie sehr gut betreut, alle waren nett/freundlich/sehr zuvorkommend, von den Kosten her war es auch eher günstig. Der Hund wurde auf neue Medikamente eingestellt, augenscheinlich ging es dem Hund gut. Die Studie ging über ein paar Monate, genau weiß ich es nicht mehr. Also keine Langzeitgeschichte. Als die Studie dann gelaufen war gab es noch diverse Probleme mit dem Hund. Tja, da waren die dann gar nicht mehr so freundlich zu der Dame, eher arrogant und frech - zudem dann auch sündhaft teuer (laut Aussage meiner Bekannten). Und der Hund/dessen Zustand hat die dann auch wohl nicht mehr wirklich interessiert. Na ja, ca. 1 Jahr später hat sie den Hund einschläfern lassen. Sie hat übrigens 1x versehentlich eine Pille ihres Hundes geschluckt - und dann 16 Stunden im Stück geschlafen wie ein Stein. Müssen Hammerdinger gewesen sein.

    Ich würde es sehr genau abwägen. Und - weil ich ja nun vorgeschädigt bin in Richtung Kliniken - ich würde das Tier nicht eine Sekunde aus den Augen lassen, geschweige denn in deren Obhut...
     
  8. aquarell

    aquarell Inserent

    Ich würde es machen - aber ich habe auch einen anderen Hintergrund. Und ein Aufruf in einer Pferdezeitung finde ich in Ordnung, denn dort findet man am ehesten Probanden. Klar werden auch die Pferde- TÄ angeschrieben, aber die müßten dann auch ihre Patienten erst einmal durchschauen und ansprechen. Oft sind das ja keine akuten Fälle.

    Und kurz zu den Epilepsie- Medikamenten: das sind bisher fast ausschließlich Barbiturate (es gibt für Tiere noch ein zwei - drei andere), diese führen zu Beginn der Einnahme immer zu Müdigkeit, diese Wirkung vergeht dann später.
     
  9. aquarell

    aquarell Inserent

    Dabei fällt mir noch ein: bei einem unserer Pferde wurde auch eine noch wenig durchgeführte Therapie gemacht. Die Heilungschancen waren damit größer und das Risiko etwas geringer. Und weil diese Behandlung noch nicht so etabliert ist, war sie auch noch nicht so teuer.
     
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Wie schluckt man denn versehentlich ne Pille die für den Hund ist?
     
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