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Das Problem mit den lieben Mitmenschen...

Diskutiere Das Problem mit den lieben Mitmenschen... im Bodenarbeit Forum; Wer Bodenarbeit macht oder sich sonst irgendwie von dem klassischen Weg der Pferdeausbildung abwendet, wird ja erstmal schief beäugt. Nachdem ich...

  1. Luki

    Luki Bekanntes Mitglied

    Wer Bodenarbeit macht oder sich sonst irgendwie von dem klassischen Weg der Pferdeausbildung abwendet, wird ja erstmal schief beäugt.
    Nachdem ich gestern mal wieder eine Situation hatte, in welcher meine Arbeit einfach torpediert wurde, weil es ja immer alle besser wissen, würde mich mal interessieren, wie ihr mit sowas umgeht.
    Ich stand lange im eigenen Stall, da konnte man die Besserwisser immer ganz gut ignorieren oder ihnen das Pferd in die Hand drücken, mit dem Kommentar "mach's doch besser".
    Dann war ich in einem sehr großen Stall, da hat es einfach kaum jemanden interessiert, was der Andere tut. Das war sehr angenehm fürs Stallklima. Nun stehen wir in einem Stall von mittlerer Größe (so circa 30-35 Pferde aktuell, Platz für circa 60 Pferde schätze ich) und diese Einmischerei ist grauenhaft. Beim Reiten (also so Kommentare wie "Du musst da mal Ausbinder rein schnallen, so guckig wie der ist, macht der sich noch den Rücken kaputt") kann ich da noch ganz gut drüber hinweg hören, aber bei der Bodenarbeit, ist das wirklich schwierig.

    Als Beispiel die gestrige Situation: Die Pferde standen nur zu zweit auf der Wiese, weil das 3. Reiten war. Also verwarf ich meinen Plan die Dinge aus dem Unterricht von Morgens nochmal im Roundpen zu wiederholen, sondern wollte auf der Weide arbeiten. Genau in dem Moment kam dann die SB, um das andere Pferd rein zu holen. Also musste ich mit, um nicht alleine auf der Wiese zu bleiben.
    Unser Problem ist jedoch, dass mein Pferd extrem an der Herde klebt und jede Chance nutzt sich los zu reißen. Also wollte ich brav meine Übungen aus dem Unterricht dazu ausführen auf dem Weg zum Stall und es kam die ganze Zeit nur "das musst du so machen und so" und "kein Wunder, dass der sich los reißt, wenn du das anders machst".
    Und schwups, war mein Pferd dann weg.

    Ich hab mich da einfach so überrumpeln lassen, aber das war natürlich ein herber Rückschlag.

    Was tut ihr gegen solche Kommentare? Wie reagiert ihr in solchen Situationen, wo ihr auf die anderen Leute angewiesen seid?
    Und was macht ihr so Exotisches mit euren Pferden, was eure Miteinsteller zum kommentieren bringt?
     
    Jasistime gefällt das.
  2. Wolfsblut

    Wolfsblut Aktives Mitglied

    Ignorieren? Ich mache es so wie es meine RL sagt oder mir zeigt. Ich höre mir gerne Tipps an, aber es gibt Dinge, die ich und meine RL besser beurteilen können als Dritte.
    Allerdings ist das bei uns im Stall zum Glück entspannt. In dem Stall, wo ich vorher war wurde auch alles kommentiert. Ich kann da aber gut auf durchzug schalten.
     
  3. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Kenn sowas nicht wirklich, ehrl. gesagt.
    Denke ich würd mir das mal anhören und ausprobieren was ich sinnvoll finde. Dinge die ich nicht möchte, nehmen wir mal als Beispiel die Ausbinder, nicht machen, das aber auch begründen, dann kommt das vlt. nicht immer wieder als Vorschlag.
    Ich mach nix Exotisches und bin an nem kleinen Stall, da krieg ich nur Tipps im Sinne von probier mal so, von jmd, dessen Tipps ich sehr schätze.
    Ich kann mich aber an eine Situation erinnern, an einem großen Stall, wo jmd meinte er müsste mir "helfen" weil meine damalige RB wohl einen Gartenschlauch mit einer Schlange verwechselte, auf eine Art und Weise die ich zml scheisse fand, das hab ich dann auch so gesagt, da kam nie wieder was aus der Richtung.
    Freundlich bleiben und begründen warum man in bestimmten Situationen lieber seinen eigenen Weg geht, würd ich sagen. :)
     
  4. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    "Danke für deinen gutgemeinten Ratschlag, aber lasse es mich bitte auf meine Weise machen!"
    Wobei du dir natürlich schon Gedanken machen solltest, ob DEINE Vorgehensweise zum Erfolg führt.
    Wenn du weißt, daß dein Pferd dazu neigt sich loszureißen, mußt du dich entsprechend ausrüsten, ebenso wie das Pferd.
    Also Handschuhe, LANGER Strick, und ein entsprechendes Halfter. Hier gibt es gewisse Tricks, die es dem Pferd unangenehm machen, wenn es vorwärtsstürmen will.
    Dazu intensives Führtraining mit Halten, Weichen, Rückwärts und Antreten.
     
     
  5. aquarell

    aquarell Inserent

    Ich war schon immer ein Exot, schon , weil ich auch Kutsche gefahren bin. Ich arbeite so, wie ich es für richtig halte. Ich höre mir die Ratschläge der anderen zwar an und überlege, ob es für uns Sinn macht. Wenn nicht, dann wird es kurz erläutert, warum ich es so mache und gut ist.

    Außergewöhnliche Dinge wie Schleppe ziehen mache ich eh nur zu hause, genau so wie Übungen aus der GHP.
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    na ja - das beste ist, wenn es so gut klappt, das die anderen es wie du machen möchten und sich dich als vorbild nehmen.
    wenn es nicht so wirklich klappt brauchst du natürlich so eine art rechtfertigung.

    nun werde ich schon eher hellhörig, wenn ich höre, dass dein pferd klebt und sich losreißt. denn dann hat dein pferd ja eigentlich offensichtlich wenig bock auf dich - das wird so seine gründe haben. bist du nicht nett zu ihm? was lehrt dich dein trainer?

    ich bin dann kritisch, wenn trainer zu den schülern sagen, dass sie chef sein sollen und sich durchsetzen müssen. dann haben sie wenig anwendbare technik, die sie lehren können.

    ich mein also zusammengefassst: wenn du beim richtigen lehrer bist, werden die leute demnächst verstummen und mehr und mehr hingucken. bist du bei einem scharlatan gelandet, dann haben die spötter ggf recht.
     
    Josy und RioNegro gefällt das.
  7. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    @ulrike twice “Erfolg” heißt leider nicht dass sich keiner einmischt denn manche sehen ja nichtmal das Gras was gut klappt!

    Ich hatte solche Situationen als meine Stute krank wurde. Diagnose Huf Rolle. Jeder musste mir sagen was ich tun soll und viele meinten “schla re d‘schädl ra “ zu deutsch bring sie um!
    Ich hab’s ignoriert, jaja gesagt und meine Stiefel gemacht!
    Man kann auch ruhig mal
    Sagen dass man das nicht will aber das ist situations abhängig.
     
    Maybe12 gefällt das.
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    hier geht es ja aber ums reiten und die arbeit mit dem pferd. was man vom unterricht mitnimmt.
     
  9. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Finde ich ist kein Unterschied! Mit Einmischungen und dauernd “guten Ratschläge” gehe ich gleich um egal ob I sie Krankheiten oder reiten oder sonst was betreffen.

    Finde es agal wo unverschämt sich ungefragt einzumischen!

    Frage ganz oben war was wir gegen solche Kommentare tun, ich ignoriere , sag jaja, mach was ich machen will und wenn’s zu bunt wird sag ich auch mal dass es mich stört.
     
  10. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Ich bin zum Glück seit Jahren Selbstversorger, mir quasselt keiner mehr rein.

    Früher: ein Ohr rein, zum anderen wieder raus. Dafür hat man zwei.

    Wenn du dir sicher bist, dass dein Weg für dich und dein Pferd der richtige ist: Lächeln, nicken, winken und einfach weiter dein Ding machen.
     
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