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Der Lieschen Müller-Plauderthread

Diskutiere Der Lieschen Müller-Plauderthread im Allgemein Forum; Aus Sicherheitsgründen bilde ich mit meinem Pferd gern eine "gute Herde", was bedeutet: Gegenseitige Aufmerksamkeit und Respekt. Ohne Ausraster...

  1. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    in der Theorie. Aber das klappt halt auch mal nicht . Es ergeben sich immer mal Situationen in denen das Pferd eben nicht aufmerksam hört. Im Idealfall ganz selten oder nie. In der Realität aber eben doch mal.
    Wenn es dann „sicherheitsrelevant“ wird denke ich ist eine klare Ansage einfach Alternativlos. Unter „ausraster“ versteh ich aber was anders . Das wäre für mich keine Ansage sondern kontrollverlust meinerseits.
     
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  2. Kigali

    Kigali Sternchenreiter Mitarbeiter

    Mein Beitrag bezog sich allein auf den, für mein Empfinden, absolut unreiterlichen Spruch!
    Zu oft wird er genutzt um das Schlagen eines Pferdes zu entschuldigen.
     
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  3. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Ich finde der Spruch stimmt nichtmal . Wir nehmen als Mensch immer Hilfsmittel zur Hand und damit können wir ganz ordentliche Kräfte und Schmerzen zufügen.
    Und auch die „psychische“ Kraft die wir anwenden ! Wenn ich mein Pferd schlagen würde und es sich wehren würde wäre ich sofort verloren. Das tut es aber nicht. Kaum ein Pferd macht das , und gehen lass ich es nicht . Also lassen sie sich prügeln.
    Deshalb muss man doppelt und dreifach vorsichtig sein was man tut oder lieber lässt!
     
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  4. Canada

    Canada Aktives Mitglied

    @ruffian

    Einiges, was Du in dem post, der sich mit meinem letzten ueberschnitten hat, angesprochen hast, habe ich in meinem bereits adressiert. Deine Aussagen zum Herdenverhalten unterschreibe ich zweifach.

    In meiner jetzigen Herde, die seit 2006 so zusammen ist, allerdings durch Ausscheiden von 3 weiteren Pferden durch Tod, gibt es seit 12 Jahren weder Streitigkeiten noch Rangordnungskaempfe: Cheyenne ist der "Leithengst", Gismo der "Leutnant", der hin und wieder einmal "Hailey" spielerisch "auf die Hufe bringt", und das ist die ganze Aufregung, die ab und zu in die Herde kommt, es sei denn, ein Elch oder Baer zeigt sich am Horizont.

    Meine beschriebenen Handlungweisen gelten prinzipiell (frueher war ich gelegentlich so eine Art "Feuerwehrmann" in den Reitstaellen, wo ich meine Pferde untergebracht hatte). Aktuell bei meinen Zossen habe ich bisher "die Schaufel" bzgl. zweier Gefahrensituationen, wenn zufaellig gerade parat, eingesetzt:

    1. Umrennen (siehe meinen juengsten post)
    2. Gismo hatte sich hier in St-Norbert, gleich nach unserem Einzug, das freudige Auskeilen im Galopp bei passieren meiner Person angewoehnt. Nie agressiv, bewusst oder gezielt, aber nichtsdestotrotz gefaehrlich.

    Wie kann man einem Pferd so eine Unart abgewoehnen, wenn es nach einer solchen Aktion gleich wieder umdreht, und mit gesenktem Kopf zurueckkommt, umselbigen dann an mir zu reiben und gestreichelt zu werden ? Jede Art von Strafe, egal, wie dezent, waere vollkommen unangebracht in diesem Moment. Er war sich ja keiner Schuld bewusst, wie sollte er auch nur eine kraeftige Ansprache damit in Zusammenhang bringen ?

    Ich aepple einen Teil der Weide im Stallbereich regelmaessig ab, deshalb habe ich eben dann die Schaufel griffbereit. Wann immer er also seinerzeit einen solchen "Aktivitaetsanfall" hatte, warf ich einfach die Schaufel von hinten nach ihm. Mal traf sie, mal nicht, weil er ja vorbeigaloppierte, aber er bekam es doch immer mit. Das zeigte er, weil er dann immer noch einen Extrasprung machte, entweder um auszuweichen, oder weil er erschrak.

    Nach einigen solcher Vorkommnisse im Laufe der Zeit, was das Thema ausgestanden. Wie waerst Du mit so einem Verhalten umgegangen ?

    Keines meiner Tiere ist in irgendeiner Weise veraengstigt, was den Umgang mit mir an angeht. Ich meine, u. a. in meinem Video "Jack und Konsorten" kann das gut erkannt werden. Waere ich ein Brutalo, selbst nur gelegentlich, waere das sicher anders.

    Nochmal: Erziehung von Tieren geht prinzipiell ohne Haerte, aber es gibt Momente, wo eine klare Kante gezeigt werden muss. Und das geht nicht durch gutes Zureden, psychologische Tricks (wenn unmittelbarer, wirkungsvoller Eingriff erforderlich ist) und lautes Geschreie (allein). Selbstverstaendlich werden meine physischen Taten auch lautstark verbal unterstuetzt.

    Dabei darf ich sagen, dass es mir prinzipiell bei allen meinen Tieren (bei Katzen in verminderten Ausmass) gelang, ungewollte Verhaltensweisen mit Stimme und Koerpersprache allein in beabsichtigte Bahnen zu lenken. Auch Gismo wusste, dass ich seine bypass-Galoppspruenge nicht mochte, und nach einem kraeftigen Anschiss schaute er auch sehr bedroeppelt drein, aber das hinderte ihn nicht, diese bei naechster Gelegenheit zu wiederholen. Die Schaufel schaffte das.

    Grob ausgedrueckt: der Zweck heiligt die Mittel.
     
  5. Canada

    Canada Aktives Mitglied

    Ich war eigentlich der Meinung, dass meine Beitraege diese Grundlinie ausreichend zum Ausdruck brachten .......
     
  6. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Ich versteh nicht ? Hab ich dir widersprochen? War , wenn ja nicht meine Absicht .
    Ich hatte mich doch auf nen anderen Post bezogen.
     
  7. Canada

    Canada Aktives Mitglied

    Noch ein Nachtrag:

    ein Pferd, das nicht dauerhaft empathisch behandelt wird, baut kein inneres Band und Vertrauen zu seinem humanen Bezugsperson auf. Wenn ihr Euch mein Video "Missgeschick" anschaut, glaubt ihr, ich haette "Gismo" aus dem Loch unter der eingestuerzten Bruecke herausbekommen, wenn er mir nicht absolut vertraut und auf meine Hilfe gewartet haette ???? Er folgte jeder meiner Anweisungen anstandslos, sobald er verstanden hatte, was ich jeweils von ihm erwartete.
     
    NaBravo und nasowas gefällt das.
  8. Canada

    Canada Aktives Mitglied

    Sorry, nasowas. Mein Fehler. Ich hatte den post auf mein Schreiben bezogen, da war ich wohl gedanklich noch abgelenkt. :capitulate:
     
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  9. ruffian

    ruffian Inserent

    Das habe habe ich nirgends bestritten, allerdings wäre das "sich anders ergeben" (für mich) ein Grund, nach der Vorgeschichte zu suchen. Häufig sehe ich, dass eilige oder unaufmerksame Menschen die ersten Grenzüberschreitungen bzw. Unaufmerksamkeiten ihres Pferdes übergehen oder gar nicht bemerken. Zusätzlich werden sie selbst unachtsam im Umgang mit dem Pferd. Für diese Nachlässigkeit des Menschen bezahlt das Pferd, wenn die Zwischenfälle deutlicher und gefährlicher werden, denn dann hat das Pferd die Angewohnheit des Hinhörens auf den Menschen teilweise verloren - und der Mensch wird deshalb lauter und grober. Dabei hätte "aufmerksamer und deutlicher" im alltäglichen Umgang ausgereicht.

    Zum Verständnis @Canada : Ich beschuldige dich nicht der Tierquälerei, wenn du deinem Pferd die flache Schaufel auf den Hintern fallen lässt. Es wäre nur nicht mein Weg, weil ich meine Gesundheit schätze und tatsächlich an einem anderen Umgang mit meinen Pferden arbeite. Auch deshalb, weil ich in meiner Familie der einzige Reiter bin und das eine oder andere Mal die Pferdebetreuung von ungeübten Personen übernommen werden muss. Da ist ein "gutes Benehmen" beim Pferd eine Lebensversicherung. Ein Pferd, das sehr oft und deutlich erinnert werden muss wäre käme für mich deshalb auch nicht in Frage. Insgesamt sehe ich die Sache mehr praktisch als moralisch ;)
     
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  10. Canada

    Canada Aktives Mitglied

    Verstehe. Aber meine Pferde muessen alle Schaltjahre nur an irgendetwas intensiv erinnert werden. Ich weiss nicht, wie ich die effektive Situation noch deutlicher erklaeren kann. Solche Aktionen, wie beschrieben, sind heutzutage bei mir seltener als blaue Hummer (gibt es hier bei uns). In erster Linie wollte ich ausdruecken, dass es Situationen gibt, wo Nachsicht und Empathie ausgereizt sind. Und ich kenne, soweit das bei einem Tier geht, meine Hottas in- und auswendig. Mit einer extrem geringen Fehlerquote kann ich in fast jeder Situation die folgende Handlungsweise jedes meiner Pferde vorhersagen, jedenfalls in vertrauter Umgebung. Bei "Gismo", den ich als einziges meiner Pferde reite, auch fast immer im Gelaende. "Irrtum vorbehalten" :wink:

    Und Vorbild muss ich auch niemandem sein, bei meiner Lebensweise. Aber Recht hast Du trotzdem im Hinblick auf pferdeunerfahrene Leute, was den generellen Umgang mit diesen Grosstieren angeht. Aber, da ich ja durchaengig von Gefahrensitutionen schrieb, kann es gerade bei Fehlverhalten solcher Leute in der Naehe von Pferden notwendig werden, genauso hart und schnell zu reagieren.

    Sei versichert, dass meine Pferde nicht nur ein "Leben wie Gott in Frankreich" fuehren, da sie mit groesster Zuneigung behandelt werden, knapp 6 ha abwechslungsreiches Weideland/Koppel (ich habe gerade diese Woche noch ein nenneswert grosses Weidestueck, das d. J. noch nicht beweidet wurde, geoeffnet) ganzjaehrig verfuegbar haben, und 24/7 einen regen- und windsicheren Kaltstall nach Belieben nutzen koennen, sondern zusaetzlich zu Frischfutter, je nach Saison, Aepfel und Maiskolben 2 x taeglich bekommen, dazu Getreidemischung/Mash, Karotten, Broetchen und Bananen, in wechselnden Zusammenstellungen. Die beiden Reheponies natuerlich nur in vertraeglichem Masse. Pruegel nur, wenn der Andromedanebel in gerader Linie mit Mars, Merkur, Neptun, Venus, Jupiter, Erde, Mond und Sonne in einer exakt geraden Linie steht.:prost:

    Gustav
     
Thema: Der Lieschen Müller-Plauderthread