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Diagnose Spat

Diskutiere Diagnose Spat im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo, gestern haben wir die Diagnose Spat bei meinem 14-jährigen Wallach erhalten. Gekauft habe ich ihn vor drei Monaten, geritten aber auch...

  1. Melli130

    Melli130 Fuchsfurminator

    Hallo,

    gestern haben wir die Diagnose Spat bei meinem 14-jährigen Wallach erhalten.
    Gekauft habe ich ihn vor drei Monaten, geritten aber auch schon das Jahr vorher (als RB)
    Momentan äußert es sich durch Taktunreinheit und anfängliches Kürzertreten der rechten Hinterhand, beides läuft sich schnell ein.
    Nun steh ich vor einem Riesenberg Infos im Netz und muss das alles erstmal sortieren und mich einlesen.

    Hier schonmal ein paar Infos:
    Er steht in Stallhaltung, was wir derzeit nicht ändern können, allerdings kommt er bei Wind und Wetter morgens von 8-12 Uhr auf die Weide/Paddock und fast jeden Nachmittag nochmal für 3 Stunden auf den Paddock.
    Geritten/Bodenarbeit habe ich bisher täglich gemacht und werde es auch weiter so handhaben (natürlich je nach Befindlichkeit)
    Langes Warmreiten ist bei mir bei jedem Pferd Pflichtprogramm, da ändert sich also nichts für mich.

    Meine Hauptfragen sind nun:

    Was kann ich füttertechnisch tun?
    Ist Spezialbeschlag wirkich sinnvoll? (damit kann man ja auch viel kaputt machen, wenn es nicht 100% gemacht wird)
    Cortisonspritze ja oder nein?
    Kennt jemand eine wirklich gute Seite/Buch etc, wo ich mich genauestens über Spat informieren kann?

    Vielen Dank für eure Hilfe :)
    Melli
     
  2. melisse

    melisse Ritterreiterin

    ich habe auch 2 damen mit spat
    dazu eine ganz alte dame mit artrose
    füttere ihnen kurmäßig,über den winter,ingwer,glukosamin und MSM
    damit konnte ich ihnen bis jetzt gut helfen

    ich hoffe das hilft dir ein bischen weiter
    lg melisse
     
  3. pferdundfutter

    pferdundfutter Neues Mitglied

    Spat ist für viele Pferde gar kein so großes Problem, zumindest wenn der Spat irgendwann verknöchert ist und es sich nicht um den sogenannten osteolythischen Spat handelt (der Knochen abbaut und nie wirklich abschließend verknöchert). Um dem Pferd das Leben mit Spat zu erleichtern solltest Du in akuten Phasen möglicherweise auf tierärztliche Entzündungshemmer oder pflanzliche Produkte (Teufelskralle z.B.) als Entzündungshemmer zurückgreifen.

    Zudem möglichst wenig enge Wendungen reiten und nicht zu oft longieren oder wenn, dann auf sehr großen Bögen. Sonst kommt zu viel Belastung auf das Gelenk, was Schmerzen und Reizungen verursachen kann. Täglich bewegen machst Du ja ohnehin schon und ich denke, dass auch die Haltungsform ok ist. Immerhin hat Dein Pferd ja einige Stunden täglich zur freien Bewegung verfügbar und man muss auch sagen, dass Offenstall für Pferde mit Spat nicht immer das richtige ist. Es kommt da sehr auf die Homogenität der Gruppe an, denn schnelle Manöver durch gejagt werden und ausweichen sind auch nicht förderlich für Arthrosepferde.

    Wenn Du mit der Fütterung unterstützen möchtest, dann solltest Du auf Ergänzungsfutter mit Bestandteilen wie Glucosamin, MSM, Chondroitin, Ingwer und/oder Hyaluronsäure gehen. Ob flüssig, als Pellets oder Pulver ist dem persönlichen Geschmack (des Pferdes vor allem) überlassen. Zusätzlich sind Vitamin E oder auch Mangan und Vitamin C als weitere Bestandteile solcher Futtermittel immer gut.
    Außerdem kannst Du noch Sprunggelenkschoner (z. B. von Back on Track) verwenden. Die halten das Gelenk gut durchblutet und immer leicht angewärmt und können auch während akuter Prozesse angelegt werden (möglichst viele Stunden am Tag, dann hat das Pferd am meisten davon). Allerdings, das muss ich auch fairer Weise dazu sagen, kann es sein, dass die Gelenkschoner rutschen, wenn man nicht darunter eine Stallgamasche oder Bandage anlegt. Das hängt vor allem von der Winkelung des Hinterbeins ab (gerade Hinterbeine begünstigen ein Rutschen) und natürlich auch von der Bewegungsintensität des Pferdes.
     
  4. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Spezialbeschlag würde ich persönlich mit dem TA und dem Schmied zusammen abklären. Das ist über ein Forum wenig erfolgreich - finde ich zumindest. Immerhin sehen wir Pferd nicht und kennen Pferd nicht.

    Futtertechnische Unterstützung: MSM in Kur, nach MSM evtl mit Glukosamin min 3 monate Pause. Pause kann genutzt werden um z.B. teufelskralle oder Ingwer zu füttern. Schmerzlindernd und Entzündungshemmend. Achtung Teufelskralle nicht füttern, sollte man noch aufs Turnier wollen.

    Coritsonspirzten halte ich wenig davon. Sie sind sehr teuer und haben sehr viele Nebenwirkungen. Außerdem ist es mit einer Spritze nicht getan.
    Was sagt denn dein TA dazu?

    Hyaloron könnte man auch spritzen. Ist aber auch sehr sehr teuer und es muss mehr wie eine Spritze folgen. Medizinisch wäre noch eine Stoßwellentherapie möglich. Aber auch hier sehr Kostenintensiv.

    ich würde raten: min 20 minuten Schirttphase zum Aufwärmen gönnen. Training sehr aufs Geraderichten achten, damit sich die Last wirklcih auf allen Füßen verteilt und er nicht noch beginnt, den anderen Fuß mehr zu belasten => führt meist zu noch mehr Problemen oder weiteren Krankheiten.

    Lange Schrittausritte ;)
     
     
  5. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    hallo du, wir haben auch ne stute mit spat, der ist schon zu!

    das msm hat nicht wirklich angeschlagen....auch der spezialbeschlag, den trug die 3 jahre, den haben wir nun ab. läuft genauso! wenns wetter warm isst, läufts super, bei nässlichem wetter eher klamm....aber ist normal.....

    die läuft hier im offenstall....das tut ihr total gut! würde an deiner stelle auch gucken, ob du ihn da wo unterbringen kannst, denn ich glaube einfach, dass das noch das beste ist....

    die ist jetzt 20 und der spat ist schon "durch" , man sieht am gelenk ne beule, aber sonst gehts ihr gut!

    alles andere hat recht wenig gebracht bei der stute......geritten wird die noch, aber halt dementsprechend!

    die faro
     
  6. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Kortison ist in diesem Fall im Grunde genommen (bei vernünftiger Durchführung) durchaus eine Option. Allerdings, wenn das Pferd sich noch sehr schnell einläuft, würde ich es auch noch nicht vornehmen lassen. Risiko ist immer die Gelenksinfektion, die durch eine adäquate Vorgehensweise vermieden werden kann (chirurgische Vorbereitung der Gelenkspunktion). Weitere Nebenwirkung von Cortison ist, das es den Gelenkknorpel schädigt. Ist im vorliegendem Fall (und generell bei Spat) kein "Problem", weil man auch durch die Cortisonspritze nicht die Funktion des Gelenks wiederherstellen möchte (Beschwerdefrei ist es ja erst wieder, wenn es verknöchert ist), weitere Nebenwirkungen fallen mir jetzt bei lokalem Einsatz nicht ein. (bei systemischen Einsatz gibt es natürlich deutlich mehr Nebenwirkungen).. Allerdings kann auch bei Spat diese Behandlung nur begrenzt häufig vorgenommen werden, und irgendwann wirkt sie dann unter Umständen nicht mehr.

    Hyaloronsäure ist in meinen Augen hier keine sinnvolle Option aus schon genannten Gründen, man möchte die Entzündung bekämpfen (Hyaloron hat eine entzündungshemmende Wirkung, die aber eher gering ist), nicht jedoch das Gelenk "erhalten" (es handelt sich dabei ja um eines der straffen Gelenke des Tarsalgelenks, die nur eine sehr geringe Beweglichkeit haben, und daher dem Pferd auch verknöchert häufig nur wenig Probleme bereiten).

    Was ich noch empfehlen kann, ist eine Behandlung mit Blutegeln, insbesondere, wenn man eine Gelenkspunktion (die natürlich wie oben erwähnt nicht komplett risikolos ist) vermeiden möchte, kann das durchaus eine gute Alternative sein.

    Was den Beschlag angeht, stimme ich Charda komplett zu, hier sollte eine gute Zusammenarbeit zwischen TA und Schmied gewährleistet werden. Meine Stute damals (Schmied hat vom TA exakte Anweisungen über den Beschlag selber haben wollen, nachdem der nur sagte was er erreichen will, hat er da "irgendwas" draufgezimmert, mit dem Erfolg, das mein Pferd erst mal gar nicht mehr laufen mochte) kam damit überhaupt nicht zurecht. Weiterhin wäre da wissenswert, ob das Pferd aktuell beschlagen ist. Wenn nicht, würde ich sehr genau überlegen, ob man dem Pferd mit einem Beschlag nicht unter Umständen das Leben sogar schwerer macht, weil es sich die Hufe ohne Beschlag so zurechtlaufen kann, wie es sie braucht.

    So viel Bewegung wie möglich wurde ebenfalls schon gesagt... würde mich freuen, wenn Du mal berichtest, was Du am Ende gemacht hast.
     
  7. Melli130

    Melli130 Fuchsfurminator

    Hallo und vielen Dank für eure Antworten :)

    Also einen wirklichen Plan habe ich noch nicht, wenn ich ehrlich bin.
    Momentan bekommt er Teufelskralle als Kur (bekam er vorher schon, setzen wir bald ab)
    Cortison haben wir uns erstmal gegen entschieden, mein TA meinte auch, momentan würde er das nicht tun. Hyaloronsäure könnten wir gar nicht mehr spritzen, da die Zwischenkammern schon zu eng sind!?
    Ich lese im Netz soviel, weiß nun ehrlich gesagt gar nicht, was richtig ist.
    Manche wollen die Verknöcherung/Entzündungsprozesse aufhalten, aber ich verstehe nicht, warum?
    Meiner laienhaften Meinung nach wäre es doch am besten, wenn es so sauber wie möglich verknöchert, um die Chance zu erhöhen, dass er dann irgendwann wieder komplett beschwerdefrei, wenn auch steifer, läuft.

    Also was ich auf jeden Fall ändern möchte, ist die Fütterung? Momentan bekommt er Heulage und Müsli. Silage soll sehr schlecht sein, man solle nur Heu füttern? Wie sieht es denn mit Heulage aus? Rübenschnitzel werden wir wohl zufüttern und Calcium.

    Das ich den Beschlag mit TA und Hufschmied abkläre, ist klar. Dienstag kommt mein HS, mal schauen, was er überhaupt zu dem Thema sagt. Er ist seit drei Monaten nicht mehr beschlagen, vorher nur vorne.
    Offenstall ist momentan ja keine Option, aber mein Pferd ist auch ein Nickel. Ob Offenstall die beste Lösung ist, weiß ich nicht. Ich denke, mit dem momentanen System fahren wir ganz gut.

    Irgendwie beschreibt keine Seite im Netz mir genau, was nach der Verknöcherung alles passieren kann.

    Achja, eine Osteopathin hat vor kurzem draufgeschaut (wobei ich ihr nicht 100% vertraue). Ich habe aber noch eine andere an der Hand, mit der ich dann zukünftig arbeiten möchte. Einfach, um den ganzen Bewegungsapparat in dieser nun besonderen Situation so flüssig wie nur irgendwie möglich zu halten.

    Ein weiteres Problem ist die Hinterhand bzw. die Rückenmuskulatur. Er muss eig. Rückenmuskulatur aufbauen und vor allem muss er die Hinterhand mehr mitnehmen. Momentan läuft er sehr auf der Vorderhand ( an dem Problem arbeiten wir schon länger) und legt sich richtig auf den Zügel. Ich bin jetzt auf zeitweise Gebisslos umgestiegen und überlege, erstmal komplett auf Gebisslos umzusteigen. Er legt sich mir dann nicht mehr so auf die Hand und tritt auch deutlich besser unter (dass muss ich auch mir ankreiden, ich hätte vorher schon viel mehr über den Sitz reiten müssen!)
    Stangenarbeit wäre gut für seine Muskulatur und unser Problem, aber wie sieh das nun mit dieser Diagnose aus?

    Vielen Dank

    LG Melli
     
  8. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    huhu nochmal, also die stute hier bei uns, kriegt außer super heu, frisches wasser, biostroh, koppel 24 std. nur im winter bischen mineralfutter dazu....

    sie lebt damit prächtig, nachdem all das ganze zeug, ob nun msm, diverse andere mittelchen, nicht anschlugen, hervorragend mit!

    sonst kriegt die garnix!

    aber wie gesagt, da ist der spat schon "zu" und sie ist 20ig...

    die faro
     
  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Nein, ob die Zwischenräume da schon zu eng sind, wäre ja nicht nur für Hyaloronsäure, sondern auch für Cortison wichtig - denn die Kanüle, die zum reinspritzen verwendet wird, ist ja dieselbe.

    Die Entzündung selber möchte man hemmen - die verursacht Schmerzen. Die Verknöcherung möchte man eher fördern, das ist richtig. Daher ist eben auch die Frage, ob man direkt spritzt (was Dein TA ja aktuell auch nicht gemacht hast), oder es eher erst mal läßt. Wenn das Pferd keine starken Schmerzen zeigt und somit gut damit zurechtkommt, sich kurz einzulaufen, würde ich auch diese Variante wählen.
     
  10. Melli130

    Melli130 Fuchsfurminator

    Sind BOT-Sprunggelenkschoner sinnvoll?
    Hab gerade mal ein wenig darüber gelesen und wollte mal ein paar aktuelle Meinungen hören :)
    LG Melli
     
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